In Bearbeitung

Bitte warten ...

Einstellungen

Einstellungen

1. WO2020011402 - XANTHOHUMOL-SOLUBILISAT

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

Xanthohumol-Solubilisat

Die Erfindung betrifft ein wasserfreies Solubilisat mit Xanthohumol gemäß Anspruch 1. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Fluid enthaltend ein derartiges Solubilisat, eine Kapsel gefüllt mit einem solchen Solubilisat

beziehungsweise Fluid und ein Arzneimittel oder

Nahrungsergänzungsmittel enthaltend ein solches

Solubilisat .

Xanthohumol ist ein natürlich in Hopfen vorkommendes

Flavonoid. Dabei handelt sich um ein prenyliertes

Pflanzenpolyphenol, das den Chalkonen zugeordnet wird und bisher ausschließlich im Hopfen nachgewiesen werden konnte. Dabei weisen die Bitterhopfensorten einen deutlich höheren Gehalt an Xanthohumol auf als Aromasorten. In Tests zeigte sich Xanthohumol als wirksam gegen die Entstehung und

Entwicklung von Krebszellen. In Laborversuchen konnte zudem festgestellt werden, dass Xanthohumol die Nervenzellen des Gehirns schützen kann und dadurch möglicherweise helfen könnte, bei Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson den Krankheitsverlauf zu verlangsamen.

Beispielsweise wird unter

http : //www . besserlaengerleben . at/gesund-und-fit/hopfen-hilft-gegen-cholesterin-und-blutzucker . html über

Untersuchungen berichtet, nach denen Xanthohumol den

Plasmaspiegel bei PCSK9 zu senken scheint, einem Protein, das eine wichtige Rolle bei den Cholesterinwerten spielt. Eine Senkung der PCSK9-Werte könnte den Abbau des LDL-Cholesterins aus dem Blut verbessern. Wissenschaftler der Oregon State University haben nachgewiesen, dass die

Einnahme großer Mengen von Xanthohumol bei Versuchstieren zu Verbesserungen beim metabolischen Syndrom und einer verringerten Gewichtszunahme führen kann. Diese

Forschungsergebnisse könnten zu neuen Behandlungsansätzen bei Fettleibigkeit, hohen Cholesterinwerten und erhöhtem Blutzucker führen. Die Kombination dieser gesundheitlichen Probleme, bekannt als das metabolische Syndrom, gehören heute mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes in den Industrieländern zu den häufigsten Todesursachen.

Xanthohumol kommt natürlich im Hopfen und somit in Bier vor. Die höchsten in der Studie eingesetzten Mengen würden beim Menschen einer Dosis von 350 Milligramm pro Tag für eine Person entsprechen. Dieser Wert übersteigt jedoch deutlich jenen, der durch eine normale Nahrungsaufnahme erreicht werden kann. Eine Einnahme über ein

Nahrungsergänzungsmittel wäre jedoch theoretisch problemlos möglich .

Als Nahrungsergänzungsmittel sind derzeit Hopfenextrakte kommerziell erhältlich. Allerdings hat es sich gezeigt, dass die Bioverfügbarkeit des Xanthohumols bei oraler

Aufnahme von Hopfenextrakten nur gering ist.

Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, eine Formulierung für Xanthohumol bereitzustellen, die eine verbesserte

Bioverfügbarkeit gegenüber nativem Xanthohumol aus

Hopfenextrakten zeigt.

Es ist eine weitere Aufgabe der Erfindung, eine

Formulierung für Xanthohumol bereitzustellen, die eine verbesserte antiinflammatorische Wirkung im Vergleich zu nativem Xanthohumol erreicht, ohne dass der Wirkstoff

Xanthohumol chemisch verändert wird.

Diese Aufgaben wird mit Hilfe der Erfindung in überraschend einfacher Weise gelöst mit einem Solubilisat nach

Anspruch 1.

Die Erfindung stellt ein Solubilisat enthaltend,

insbesondere bestehend aus, Xanthohumol mit einem Anteil von kleiner oder gleich 75 Gew.-%, bevorzugt kleiner oder gleich 70 Gew.-%, besonders bevorzugt kleiner oder gleich 35 Gew.-%, insbesondere bevorzugt kleiner oder gleich

15 Gew.-%, besonders bevorzugt 2 Gew.-% bis 12 Gew.-% und zumindest einem Emulgator mit einem HLB-Wert im Bereich zwischen 13 und 18, welcher insbesondere ausgewählt ist aus der Gruppe, welche Polysorbat 80, Polysorbat 20,

Zuckerester aus Speisefettsäuren (E 473) und Phospholipide, insbesondere Lecithin, und Mischungen von zumindest zwei der genannten Emulgatoren umfasst. Wie unten näher

ausgeführt wird, weist das erfindungsgemäße Solubilisat eine verbesserte Bioverfügbarkeit gegenüber nativem

Xanthohumol aus Hopfenextrakten auf sowie eine verbesserte antiinflammatorische Wirkung im Vergleich zu nativem

Xanthohumol .

Bei dem erfindungsgemäßen Solubilisat handelt es sich um ein kolloidal formuliertes Gemisch als Kapselfüllung, in welchem Xanthohumol als bioaktiver Wirkstoff enthalten ist. Mit der Erfindung kann bereits alleine aus Emulgator und Xanthohumol ein Solubilisat mit auch auch unter

physiologischen Bedingungen stabilen Micellen geschaffen werden. Das Solubilisat kann jedoch auch ein Gemisch sein, welches neben Xanthohumol hauptsächlich aus technischen Hilfsstoffen, Trägerstoffen, Füllstoffen und Stabilisatoren besteht. Insbesondere ist das erfindungsgemäße Soluilisat wasserfrei beziehungsweise nicht wässrig. Es ist ausgelegt darauf, als Kapselfüllung verwendet zu werden. Insbesondere ist es zwar flüssig, aber kein Getränk.

Als Voraussetzung für die Absorption von fettlöslichen Mikronährstoffen durch den menschlichen oder tierischen Körper gilt die Bildung von sogenannten „physiologischen Mischmicellen" mit Hilfe von Gallensäuren, Gallensalzen und Enzymen aus dem Verdauungstrakt . Das erfindungsgemäße

Solubilisat weist daher analog zu diesem Naturprinzip und vor dem Hintergrund der Optimierung der Bioverfügbarkeit des Xanthohumols eine stabile micellare Struktur auf. Die Verbesserung der Bioverfügbarkeit kann auf diesem Wege gerade dann erreicht werden, wenn sich die Micelle unter physiologischen Bedingungen - das heißt bei einer

Temperatur von 37° C und pH 1,1 - als stabil erweist und unbeschadet den Dünndarm erreicht.

Aufgrund des hohen Anteils an Xanthohumol sieht die

Erfindung in einer vorteilhaften Ausgestaltung vor, dass das Solubilisat als Quelle für Xanthohumol einen

ethanolischen Auszug der Hartharze aus Hopfen enthält, wobei Xanthohumol in diesem Auszug in einer Konzentration im Bereich zwischen 60 Gew.-% und 95 Gew.-%, bevorzugt auf eine Konzentration im Bereich von 65 Gew.-% bis 85 Gew.-% vorliegt. Insbesondere die unten näher erläuterten Produkte „Xantho-Flav pur" und „Xantho-Flav" können im Rahmen der Erfindung als Xanthohumolquelle verwendet werden.

In einer bevorzugten Ausführungsform enthält das

Solubilisat gemäß der Erfindung als Emulgator Polysorbat 80 oder Polysorbat 20 oder eine Mischung aus Polysorbat 20 und Polysorbat 80. Die Erfindung schafft dabei

vorteilhafterweise die Möglichkeit, für die Herstellung stabiler Micellen von Xanthohumol auch unter

physiologischen Bedingungen (pH 1,1 und 37°C) den Emulgator beziehungsweise die Emulgatorzusammensetzung wählen zu können. So kann als Emulgator auch zumindest ein

Zuckerester einer Speisefettsäure oder eine Mischung mehrerer Zuckerester von Speisefettsäuren verwendet werden. Des Weiteren hat der Erfinder herausgefunden, dass auch die Mischung von Polysorbat 80 oder Polysorbat 20 oder einer Mischung aus Polysorbat 80 und Polysorbat 20 mit zumindest einem Zuckerester einer Speisefettsäure als Emulgator im Rahmen der Erfindung eingesetzt werden kann. Zudem kann eine Mischung zumindest eines Phospholipids, beispielsweise Lecithin, mit zumindest einem Zuckerester einer

Speisefettsäure als Emulgator im Rahmen der Erfindung verwendet werden.

So bietet die Erfindung den Vorteil, die Zusammensetzung abstimmen zu können je nachdem, welche weiteren Komponenten im Solubilisat enthalten sein sollen und in welchen

Mengenverhältnissen, dessen Eigenschaften im Hinblick auf die Bioverfügbarkeit, Lagerstabilität und Wechselwirkungen mit dem Material von Kapseln, in welchen das Solubilisat zur oralen Verwendung bereitgestellt werden soll,

Es hat sich herausgestellt, dass je nachdem, wie viel

Xanthohumol solubilisiert werden soll, und insbesondere auch in Abhängigkeit von der Frage, ob weitere Wirkstoffe zusätzlich zu Xanthohumol mizelliert werden sollen, das Massenverhältnis von Emulgator, insbesondere von

Polysorbat 80, zu Xanthohumol im Bereich zwischen 30:1 und 3:1, bevorzugt im Bereich zwischen 25:1 und 5:1, bevorzugt im Bereich zwischen 9,8:1 bis 6,6:1 angepasst werden kann.

Der Emulgatoranteil, insbesondere der Polysorbatanteil , liegt gemäß der Erfindung dazu bei mindestens 45 Gew, -%, bevorzugt im Bereich zwischen 60 Gew-% und 95 Gew-%, besonders bevorzugt im Bereich zwischen 73 Gew-% und

90 Gew-%. Je nachdem, wie viel Emulgator für einen

bestimmten Verwendungszweck des Solubilisats eingesetzt werden kann, bietet die Erfindung die Möglichkeit, dass das Solubilisat bis zu 35 Gew.-%, bevorzugt bis zu 20 Gew.-%, besonders bevorzugt bis zu 15 Gew.-% Ethanol enthält. Durch Zugabe von Ethanol kann der Anteil von Polysorbat reduziert werden, was im Hinblick auf den ADI-Wert für Polysorbat einen Vorteil darstellt.

In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das Solubilisat bis zu 8 Gew.-%, bevorzugt bis zu 5 Gew.-% Curcumin enthält. Curcumin besitzt nach den Erkenntnissen des Erfinders das Potential als Synergist für Xanthohumol in dessen antiiflammatorischer Wirkung.

Des Weiteren bietet die Erfindung die Möglichkeit, dass das Solubilisat bis zu 7 Gew.-%, bevorzugt bis zu 5 Gew.-% Glavonoid enthält. Glavonoid ist der Handelsname eines Süßholzfolavonoid-haltigen Öl ("Licorice flavonoid oil"

LFO) bestehend aus hydrophoben Polyphenolen des Süßholzes in mittelkettigen Triglyceriden. Diesem wird ein

gewichtsreduzierender Effekt zugeschrieben, welcher mit reduziertem Körperfett in Verbindung gebracht wird. Es wird auch darauf verwiesen, dass ethanolischen Auszügen des Süßholzes antioxidative Eigenschaften zugeschrieben werden.

Für die Ausbildung stabiler Micellen kann es je nachdem, welche Wirkstoffe in welcher Menge solubilisiert werden sollen hilfreich sein, dass das Solubilisat bis zu

25 Gew.-%, bevorzugt bis zu 10 Gew.-% Glycerin enthält. Auch durch Zugabe von Glycerin kann der Anteil von

Polysorbat reduziert werden.

Die Solubilisate gemäß der Erfindung haben auch unter den physiologischen Bedingungen einer Magenpassage eine enge Partikelgrößenverteilung mit kleinen mittleren

Partikelgrößen, bevorzugt reicht die Durchmesserverteilung der Micellen in einer Verdünnung des Solubilisats mit destilliertem Wasser im Verhältnis 1:500 bei pH 1,1 und 37°C von etwa dio=70 nm bis etwa d9o=160 nm. Diese Werte wurden anhand einer Intensitätsverteilung ermittelt.

Einzelheiten zur Partikelgrößenanalyse der Micellen der Solubilisate werden unten erläutert.

Die Erfindung stellt vorteilhafterweise Solubilisate mit sehr guter entzündungshemmenden Eigenschaften zur

Verfügung. Die antiinflamatorische Aktivität des

Xanthohumol-Solubilisats gemessen als Konzentration von C-reaktivem Protein (CRP) im Blutserum arthritischer Ratten nach einmaliger Gabe des Solubilisats in einer Dosierung von 5 mg/kg Körpergewicht liegt im Bereich von etwa 2500 pg/mL bis etwa 2700 pg/mL und damit deutlich niedriger als die Konzentration von C-reaktivem Protein (CRP) im

Blutserum arthritischer Ratten nach einmaliger Gabe von nativem Xanthohumol in einer Dosierung von 5 mg/kg

Körpergewicht, welche im Bereich von etwa 3300 pg/mL bis etwa 3700 pg/mL liegen. Dazu wird auf die beigefügte

Figur lc verwiesen und die Beschreibung dazu im Folgenden.

Die antiinflamatorische Aktivität eines erfindungsgemäßen Solubilisats mit Xanthohumol und Curcumin gemessen als Konzentration von C-reaktivem Protein (CRP) im Blutserum arthritischer Ratten nach einmaliger Gabe des Solubilisats in einer Dosierung von Xanthohumol und Curcumin von jeweils 5 mg/kg Körpergewicht liegt im Bereich von etwa 2000 pg/mL bis etwa 2400 pg/mL und damit deutlich niedriger als die Konzentration von C-reaktivem Protein (CRP) im Blutserum arthritischer Ratten nach einmaliger Gabe von nativem

Xanthohumol und nativem Curcumin in einer Dosierung von jeweils 5 mg/kg Körpergewicht, welche im Bereich von etwa 3200 pg/mL bis etwa 3600 pg/mL liegen. In diesem

Zusammenhang wird auf die beigefügte Figur lb verwiesen und die zugehörige Beschreibung unten.

Die antiinflamatorische Wirkung eines erfindungsgemäßen Xanthohumol-Solubilisats gemessen als Konzentration von Myeloperoxidase (MPO) im Blutserum arthritischer Ratten liegt nach einmaliger Gabe des Solubilisats in einer

Dosierung von 5 mg/kg Körpergewicht im Bereich von etwa 800 mU/mL bis etwa 900 mU/mL und damit deutlich niedriger als die Konzentration von Myeloperoxidase (MPO) im Blutserum arthritischer Ratten nach einmaliger Gabe von nativem

Xanthohumol in einer Dosierung von 5 mg/kg Körpergewicht, welche im Bereich von etwa 1100 mU/mL bis etwa 1200 mU/mL liegen. In diesem Zusammenhang wird auf die beigefügte Figur 4 verwiesen und die zugehörige Beschreibung unten.

Die Enzymeinheit (U) ist eine heute mittlerweile durch das Katal abgelöste Einheit zur Angabe der Enzymaktivität. Da sich bei Verwendung des Katal die Zahlenwerte ändern, wird die Enzymeinheit (U) in Medizin und klinischer Chemie weiterhin genutzt. Eine Enzymeinheit U entspricht einem Mikro-Mol Substratumsatz pro Minute.

Die antiinflamatorische Wirkung eines erfindungsgemäßen Solubilisats mit Xanthohumol und Curcumin gemessen als Konzentration von Myeloperoxidase (MPO) im Blutserum arthritischer Ratten nach einmaliger Gabe des Solubilisats in einer Dosierung von Xanthohumol und Curcumin von jeweils 5 mg/kg Körpergewicht liegt im Bereich von etwa 550 mU/mL bis etwa 600 mU/mL und damit deutlich niedriger als die Konzentration von Myeloperoxidase (MPO) im Blutserum arthritischer Ratten nach einmaliger Gabe von nativem

Xanthohumol und nativem Curcumin in einer Dosierung von jeweils 5 mg/kg Körpergewicht, welche im Bereich von etwa 1100 mU/mL bis etwa 1300 mU/mL liegen. In diesem

Zusammenhang wird auf die beigefügte Figur 3 verwiesen und die zugehörige Beschreibung unten.

Einen Hinweis auf die im Vergleich zu nativem Xanthohumol beziehungsweise nicht gemäß der Erfindung mizellierten Zusammensetzungen von Xanthohumol mit Curcumin und/oder Glavonoid verbesserte Bioverfügbarkeit gibt die

messtechnisch deutlich einfacher zugängliche Bestimmung der Trübung des Solubilisats. Die Trübung des Solubilisats ist vorzugsweise infolge der erfindungsgemäßen Formulierung kleiner als 100 FNU, bevorzugt kleiner als 50 FNU, ist gemessen durch Streulichtmessung mit Infrarotlicht nach den Vorschriften der Norm ISO 7027 bei einer Verdünnung des Solubilisats im Verhältnis 1:50 in Wasser bei pH 1,1 und 37 °C .

Die Korrelation zwischen der Beladung einer Micelle mit Xanthohumol und ihrer Stabilität verläuft dabei umgekehrt proportional. Die Erhöhung der Beladung führt entsprechend zu größerer Instabilität der Micelle. Ausschließlich die intakten Micellen führen zu einer Erhöhung der

Bioverfügbarkeit. Wie die engen Partikelgrößenverteilungen und auch die äußerst geringe Trübung der erfindungsgemäßen Solubilisate zeigen, schafft die Erfindung den großen

Vorteil, hochbeladene stabile Micellen bereit zu stellen, die auch unter physiologischen Bedingungen stabil sind, und daher eine hohe Bioverfügbarkeit des Xanthohumols

erreichen .

Um die orale Anwendung des erfindungsgemäßen Solubilisats in für den Konsumenten beziehungsweise Patienten einfacher und angenehmer Weise zu ermöglichen, stellt die Erfindung zudem eine Kapsel gefüllt mit einem oben beschriebenen wasserfreien Solubilisat zur Verfügung, wobei die Kapsel als Weichgelatinekapsel oder Hartgelatinekapsel oder als weiche, gelatinefreie Kapsel oder als harte, gelatinefreie Kapsel, insbesondere als Cellulosekapsel, ausgebildet ist.

Das erfindungsgemäße Solubilisat kann im Rahmen der

Erfindung zudem in andere Fluide, insbesondere

Flüssigkeiten eingearbeitet werden. Dabei bleiben die wirkstoffgefüllten kleinen Micellen erhalten. Somit stellt die Erfindung auch ein Fluid enthaltend ein oben

beschriebenes Solubilisat zur Verfügung, wobei das Fluid aus der Gruppe ausgewählt ist, welche Lebensmittel,

Getränke, Kosmetika und pharmazeutische Produkte umfasst. Insbesondere kann das Fluid eine wässrige Verdünnung des Solubilisats umfassen.

Damit ermöglicht die Erfindung auch die Verwendung eines oben beschriebenen Solubilisats oder Fluids als

Nahrungsergänzungsmittel und/oder Arzneimittel zur

Behandlung von mit einer Entzündung einhergehenden

Krankheiten, Krebs, Alzheimer, Parkinson, Adipositas, hohen Cholesterinwerten, erhöhtem Blutzucker, Diabetes,

metabolischem Syndrom und/oder Autoimmunkrankheiten, multipler Sklerose (MS) , zur Senkung von visceralem Fett, zur Thermogenese, als cholesterinsenkendes

Nahrungsergänzungsmittel und/oder Arzneimittel,

insbesondere betreffend LDL-Cholesterin, und/oder als

Nahrungsergänzungsmittel und/oder Arzneimittel mit einer Wirkung zur Senkung von Glukose im Blut und/oder von

Triglyceriden im Blut, zur Verbesserung der

Makulapigmentdichte, zum Vermindern von oxidativem Stress und/oder zum Vermindern der Ansammlung von Fett in den Hepatocyten, insbesondere Nahrungsergänzungsmittel und/oder Arzneimittel mit einer Wirkung gegen Fettleber, Friedreich-Ataxie, lysomale Krankheiten, insbesondere Morbus Tay-Sachs, Arteriosklerose, Herzkrankheiten, Arthritis.

Die Erfindung stellt zudem ein Verfahren bereit zur

Behandlung von mit einer Entzündung einhergehenden

Krankheiten, Krebs, Alzheimer, Parkinson, Adipositas, hohen Cholesterinwerten, erhöhtem Blutzucker, Diabetes,

metabolischem Syndrom und/oder Autoimmunkrankheiten, multipler Sklerose (MS) , zur Senkung von visceralem Fett, zur Thermogenese, zur Senkung von Cholesterin, insbesondere LDL-Cholesterin, und/oder zur Senkung von Glukose im Blut und/oder von Triglyceriden im Blut, zur Verbesserung der Makulapigmentdichte, zum Vermindern von oxidativem Stress und/oder zum Vermindern der Ansammlung von Fett in den Hepatocyten, zur Behandlung von Friedreich-Ataxie, lysomale Krankheiten, insbesondere Morbus Tay-Sachs,

Arteriosklerose, Herzkrankheiten, und/oder Arthritis, bei welchem ein oben beschriebenes Solubilisat, insbesondere in einer Kapsel oder als Fluid, dem Patienten, insbesondere oral, verabreicht wird. In einer bevorzugten

Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das Solubilisat dem Patienten in einer Dosis von Xanthohumol im Bereich von 0,5 mg/kg Körpergewicht bis 1 mg/kg

Körpergewicht, bevorzugt mit einer Dosis von 0,81 mg/kg Körpergewicht, insbesondere einmal täglich, verabreicht.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des

erfindungsgemäßen Verfahrens wird das Solubilisat dem

Patienten in einer Dosis von Xanthohumol im Bereich von 0,5 mg/kg Körpergewicht bis 1 mg/kg Körpergewicht,

bevorzugt mit einer Dosis von 0,81 mg/kg Körpergewicht Xanthohumol und gleichzeitig in einer Dosis von Curcumin im Bereich von 0,5 mg/kg Körpergewicht bis 1 mg/kg

Körpergewicht, bevorzugt mit einer Dosis von 0,81 mg/kg Körpergewicht, insbesondere einmal täglich, verabreicht.

Die Erfindung stellt des Weiteren ein Verfahren zum

Herstellen eines oben beschriebenen Solubilisats mit

Xanthohumol mit folgenden Schritten bereit:

a) Vorlegen eines ethanolischen Auszugs der Hartharze aus Hopfen, insbesondere Xantho-Flav pur-Pulver, b) Zugabe von Polysobat 80 und/oder Polysorbat 20

und/oder eine Mischung aus Polysorbat 20 und

Polysorbat 80,

wobei in Schritt b) eine Erwärmung auf eine Temperatur im Bereich von 80°C bis 95°C, bevorzugt auf eine Temperatur im Bereich von 81°C bis 90°C, besonders bevorzugt auf eine Temperatur im Bereich von 83°C und 87°C erfolgt. Auf diese Weise kann einfach und zuverlässig eine stabile

Mizellierung des Xanthohumols herbeigeführt werden.

In einer alternativen Ausführungsform kann das erfindungsgemäße Verfahren mit folgenden Schritten

durchgeführt werden:

a) Vorlegen zumindest eines Emulgators mit einem HLB- Wert im Bereich zwischen 13 und 18, welcher insbesondere ausgewählt ist aus der Gruppe, welche Polysorbat 80, Polysorbat 20, Zuckerester aus Speisefettsäuren (E 473) und Phospholipide, insbesondere Lecithin, und Mischungen von zumindest zwei der genannten Emulgatoren umfasst, b) Zugabe von Ethanol,

c) Erwärmen auf eine Temperatur bis zu 85°C,

bevorzugt bis zu 80°C, unter Mischen

beispielsweise durch Rühren,

d) Zugabe eines ethanolischen Auszugs der Hartharze aus Hopfen, insbesondere Xantho-Flav pur-Pulver und/oder Xantho-Flav-Pulver, unter Mischen beispielsweise durch Rühren,

wobei in Schritt d) eine Erwärmung auf eine Temperatur im Bereich von 80°C bis 95°C, bevorzugt auf eine

Temperatur im Bereich von 81°C bis 90°C, besonders bevorzugt auf eine Temperatur im Bereich von 83°C und 87°C erfolgt.

Soll das Solubilisat gemäß der ersten Verfahrensvariante auch Ethanol enthalten, sieht die Erfindung vor, vor

Schritt b) einen

bl) Lösen des ethanolischen Auszugs der Hartharze aus Hopfen, insbesondere Xantho-Flav pur-Pulver, in Ethanol unter Erwärmung auf eine Temperatur im Bereich von 40°C bis 62°C, bevorzugt auf eine Temperatur im Bereich von 45°C bis 57°C,

besonders bevorzugt auf eine Temperatur im

Bereich von 48°C und 52°C,

durchzuführen .

In jedem Fall kann in Schritt c) bei Bedarf zur

Unterstützung des Mischungs- beziehungsweise

Lösungsvorgangs eine Erwärmung auf eine geringere

Temperatur im Bereich von 40°C bis 62°C, bevorzugt auf eine Temperatur im Bereich von 45°C bis 57°C, besonders

bevorzugt auf eine Temperatur im Bereich von 48°C und 52°C, erfolgen .

Des Weiteren kann im Rahmen der Erfindung je nachdem, welche Emulgatorzusammensetzung für den betreffenden

Anwendungsfall ausgewählt wurde, in Schritt b) eine Zugabe eines Phospholipids, insbesondere eine Zugabe von Lecithin, zusammen mit Ethanol erfolgen. In Schritt b) ist es auch möglich, zusammen mit Ethanol Glycerin und/oder Wasser zuzugeben .

Wird eine Co-Mizellierung von Xanthohumol mit Curcumin und/oder Glavonoid angestrebt, stellt die Erfindung

folgende Variante für ein Herstellungsverfahren zur

Verfügung mit den Schritten

a) Vorlegen von Polysobat 80 und/oder Polysorbat 20 und/oder eine Mischung aus Polysorbat 20 und

Polysorbat 80

b) Zugabe eines ethanolischen Auszugs der Hartharze aus Hopfen, insbesondere Xantho-Flav pur-Pulver, wobei

vor Schritt b) oder nach Schritt b) eine Zugabe von Curcuminpulver erfolgt und

in Schritt a) eine Erwärmung auf eine Temperatur im Bereich von 40°C bis 62°C, bevorzugt auf eine Temperatur im

Bereich von 45°C bis 57°C, besonders bevorzugt auf eine

Temperatur im Bereich von 48°C und 52°C, erfolgt und wobei in Schritt b) eine Erwärmung auf eine Temperatur im Bereich von 60°C bis 75°C, bevorzugt auf eine Temperatur im

Bereich von 61°C bis 70°C, besonders bevorzugt auf eine

Temperatur im Bereich von 63°C und 67°C erfolgt.

In einer Weiterbildung dieses Verfahrens kann vor

Schritt b) ein Schritt

bl) Zugabe von Ethanol bei einer Temperatur im Bereich von 40°C bis 62°C, bevorzugt auf eine Temperatur im Bereich von 45°C bis 57°C, besonders bevorzugt auf eine Temperatur im Bereich von 48°C und 52°C, durchgeführt werden. Des Weiteren kann vor Schritt bl) ein Schritt

bll) Zugabe von Glycerin bei einer Temperatur im

Bereich von 40°C bis 62°C, bevorzugt auf eine Temperatur im Bereich von 45°C bis 57°C, besonders bevorzugt auf eine Temperatur im Bereich von 48 °C und 52°C,

durchgeführt werden.

In einer Weiterbildung dieser Varianten für die Herstellung erfindungsgemäßer Solubilisate ist vorgesehen, dass

Curcuminpulver

vor Schritt bl) bei einer Temperatur im Bereich von 50°C bis 72°C, bevorzugt bei einer Temperatur im

Bereich von 55°C bis 67°C, besonders bevorzugt bei einer Temperatur im Bereich von 58°C und 62°C, oder

nach Schritt b) bei einer Temperatur im Bereich von 70°C bis 92°C, bevorzugt bei einer Temperatur im

Bereich von 75°C bis 87°C, besonders bevorzugt bei einer Temperatur im Bereich von 78°C und 82°C, durchgeführt wird.

Optional kann dazu nach Schritt b) ein weiterer Schritt e) Zugabe von Glavonoid unter Erwärmung auf eine

Temperatur im Bereich von 80°C bis 97°C, bevorzugt auf eine Temperatur im Bereich von 83°C bis 92°C, besonders bevorzugt auf eine Temperatur im Bereich von 85°C und 89°C.

durchgeführt werden.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand von

Ausführungsbeispielen näher erläutert. Dabei wurden die folgenden Komponenten verwendet.

Xanthohumo1

Als Xanthohumol-Quelle wurden die Produkte „Xantho-Flav pur" oder „Xantho-Flav 75 % (65 - 85 %)" der Marke

„Hopsteiner" der Simon H. Steiner, Hopfen, GmbH, Mainburg, Deutschland verwendet. Bei beiden handelt es sich um ein Naturprodukt, das aus Hopfen hergestellt wird. Der aktive Inhaltsstoff ist das Hopfen-Polyphenol Xanthohumol. Es handelt sich um ein gelbfarbenes Pulver mit einem

Xanthohumol-Gehalt nach Herstellerangaben von mindestens 85 % bei „Xantho-Flav pur". Der Xanthohumol-Gehalt von „Xantho-Flav 75 % (65 - 85 %)" betrug bei den im Folgenden vorgestellten Ausführungsbeispielen mindestens 70 %. Die Konzentrationen an Xanthohumol und Isoxanthohumol in „Xantho-Flav pur" werden vom Hersteller nach der UV-spektrophotometrischen Analyse oder nach HPLC EBC 7.8 über externen Kalibrierstandard reines XN (370 nm) bzw. IX (290 nm) quantifiziert. „Xantho-Flav pur" enthält das

prenylierte Flavonoid Xanthohumol in sehr hoher

Konzentration. Für die Ausführungsbeispiele im Rahmen der vorliegenden Anmeldung wurde „Xantho-Flav pur" der

Batchnummer 9432 verwendet.

Polysorbat 80

Als Quelle für Polysorbat 80 wurde das Material „TEGO SMO 80 V FOOD" mit dem Spezifikationscode „K04 EU-FOOD" der Evonik Nutrition & Care GmbH, Essen, Deutschland,

verwendet. Das Produkt entspricht den EU-Anforderungen des Lebensmittelzusatzstoffes E 433. In den im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispielen können alternativ zu dem erwähnten TEGO SMO 80 V von Evonik als Polysorbat 80 auch TEGO SMO 80 V von der InCoPA Gmbh, Illertissen,

Deutschland oder Crillet 4/Tween 80-LQ- (SG) von der CRODA GmbH, Nettetal, Deutschland oder Lamesorb SMO 20 sowie Kotilen-O/1 VL von Univar oder der Kolb Distributions AG, Hedingen, Schweiz verwendet werden.

Zuckerester von Speisefettsäuren (E473)

Als Zuckerester von Speisefettsäuren (E 473) können einzelne Zuckerester von Speisefettsäuren (E 473) oder Mischungen von zumindest zwei Zuckerestern von

Speisefettsäuren verwendet werden. Geeignete Zuckerester von Speisefettsäuren sind insbesondere Sucrose-mono-Laurat, Sucrose-di-Laurat , Sucrose-mono-Palmitat , Sucrose-di-Palmitat, Sucrose-mono-Stearat und Sucrose-di-Stearat . Für die im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiele wurden die Produkte „Ryoto L-1695", „Ryoto P-1670" und „Ryoto M-1695" des Herstellers Mitsubishi-Kagaku Foods Corporation verwendet. Des Weiteren wurde als Zuckerester aus

Speisefettsäuren ( Sucroseester, E 473) das Produkt „DUB SE 16 P" des Herstellers Stearinerie Dubois verwendet. Auch das Produkt „DUB SE 16 S" kann zum Herstellen

erfindungsgemäßer Solubilisate von Xanthohumol eingesetzt werden .

Als Phospholipid wurde Lecithin in Form des Produktes „Epikuron® 135 F" oder „Epikuron® 135 F IP (GMOfrei) (35 % bzw. 32 % Phosphatidylcholin in Sojaöl)" der Cargill Inc. Verwendet .

Glycerin

Als Glycerin wurde im Rahmen der vorliegenden Anmeldung das Produkt „Glycamed 99,7 %" der Glaconchemie GmbH, Merseburg, Deutschland, verwendet. Nach Herstellerangaben liegt der Glycerin-Gehalt dieses Produkts bei mindestens 99,5 %.

Ethanol

Ethanol wurde im Rahmen der vorliegenden Anmeldung von der Berkel pfälzische Spritfabrik GmbH & Co. KG bezogen. Gemäß der Spezifikation für „Neutralalkohol unvergällt" 1411U versteuert" beträgt der Gehalt an Ethanol dieses Produkts etwa 94 +/- 1% %.

Curcumin

Als Curcumin wurde das Produkt mit dem Namen „Turmeric Oleoresin Curcumin Powder 95 %" mit dem Produktcode EP-5001 der Green Leaf Extractions Pvt Limited, Kerala, Indien, verwendet. Das Curcuminpulver trägt die CAS-Nr. 458-37-7.

Es handelt sich um ein Naturprodukt, welches durch

Lösungsmittelextraktion der Rhizome von Curcuma Longa gewonnen wird. Der Curcumin-Gehalt des Pulvers beträgt nach Herstellerangaben mindestens 95 %. Dieser Curcumin-Gehalt wird durch die ASTA-Methode 18.0 bestimmt.

In den im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispielen können alternativ zu dem erwähnten „oleoresin turmeric 95%"-Curcuminpulver von Greenleaf als Curcumin

beispielsweise auch 95%iges Curcuminextrakt von Neelam Phyto-extracts , Mumbai, Indien, oder Curcumin BCM-95-SG beziehungsweise Curcumin BCM-95-CG der eurochem GmbH, Gröbenzell, Deutschland oder Curcuma Oleoresin 95 % der Henry Lamotte OILS GmbH, Bremen, Deutschland verwendet werden .

Glavonoid

„Glavonoid" ist der Produktname für eine Zusammensetzung der Kaneka Corporation, Osaka, Japan, welche als Wirkstoff Glabridin enthält. Glabridin ist ein Flavonoid des Echten Süßholzes ( Glycyrrhiza glabra) . Das Produkt „Kaneka

Glavonoid" enthält nach Herstellerangaben 30 % Süßholzextrakt und 70 % Speiseöl. „Kaneka Glavonoid" ist nach Herstellerangaben auf 3 % Glabridin standardisiert, welches die Hauptkomponente der Polyphenole des Echten Süßholzes ist. Die CAS-Nr. von Glabridin ist 59870-68-7.

Als Wasser wurde destilliertes Wasser verwendet.

Die Partikelgrößenanalysen der Micellen in wässrigen

Verdünnungen erfindungsgemäßer Solubilisate wurden gemessen nach dem Prinzip der dynamischen Lichtstreuung mit

Laserlicht der Wellenlänge 780 nm. Die

Partikelgrößenmessungen wurden mit dem ParticleMetrix

NANOFLEX Rückstreu-Teilchenanalysator durchgeführt. Das Messprinzip beruht auf der dynamischen Lichtstreuung (DLS) in einer 180° Heterodyn-Rückstreuanordnung. Bei dieser Geometrie wird zum gestreuten Licht ein Teil des

Laserstrahls dazu gemischt (Heterodyn-Technik) . Wegen des geringen Lichtweges von 200 Mikrometer bis 300 Mikrometer in der Probe ist die Rückstreuung für absorbierende und hochkonzentrierte Proben von Vorteil. Die Heterodyn-Technik wirkt sich verstärkend auf das Signal/Rausch-Verhältnis und auf die Empfindlichkeit des Sub-100nm-Bereiches aus.

Das Laserlicht wird in die Y-Gabel einer Lichtfaser

eingekoppelt. Zurück kommen in derselben Faser das am

Saphirfenster der Probenkammer teilreflektierte Laserlicht und das von der Probe rückwärts gestreute Licht. Der

Detektor im zweiten Ast der Y-Gabel nimmt die miteinander interferierenden Signale auf. Eine schnelle

Fouriertransformations-Auswertung zerlegt die

fluktuierenden Streulichtanteile in ein frequenzabhängiges sogenanntes „Power-Spektrum". Jeder Frequenzanteil stellt eine Brown" sehe Diffusionskonstate dar und ist damit einer Partikelgröße zuzuordnen. Zur Umrechnung in eine

Partikelgrößenverteilung wird die Stokes-Einstein-Formel verwendet :


In diese Gleichung gehen ein die Diffusionskonstante D, die Boltzmannkonstante k, die Temperatur T, die dynamische Viskosität h des Mediums und der Durchmesser dp der

Partikel. Ein Temperatursensor ist im Messgerät probennah in der Nähe des Saphirfensters angebracht.

Zur experimentellen Bestimmung der Trübung der

erfindungsgemäßen Solubilisate werden die

Trübungsmessgeräte mit einer Standardsuspension kalibriert. Die Anzeige erfolgt somit nicht in Form der gemessenen Lichtintensität, sondern als Konzentration der

Kalibriersuspension. Bei der Messung einer beliebigen

Suspension bedeutet also die Anzeige, dass die betreffende Flüssigkeit die gleiche Lichtstreuung verursacht wie die Standardsuspension der angezeigten Konzentration. Der international festgelegte Trübungsstandard ist Formazin. Zu den geläufigsten Einheiten gehört die Angabe "FNU", das heißt "Formazine Nephelometrie Units". Dies ist die

beispielsweise in der Wasseraufbereitung verwendete Einheit für die Messung bei 90° gemäss den Vorschriften der Norm ISO 7072.

Ausführungsbeispiel 1

10 %iges Xantho Flav pur-Solubilisat

Es werden

100 g Xantho Flav pur und

900 g Polysorbat 80

verwendet .

Dazu wird das Xantho Flav pur-Pulver durch Rühren in

Polysorbat 80 eingearbeitet. Das Pulver wird dabei mit einer solchen Geschwindigkeit zugegeben, dass es

gleichmäßig in den Emulgator eingezogen wird. Unter

Erwärmen auf 83 bis 87°C wird weiter homogenisiert. Nachdem ein homogenes Solubilisat erreicht ist, wird auf eine Temperatur unterhalb von 60° abgekühlt. Das Xantho Flav-Solubilisat wird dann abgefüllt und dunkel und kühl, d.h. bei unter 25°C gelagert.

Ausführungsbeispiel 2

10 %iges Xantho Flav pur-Solubilisat mit Ethanol

Für diese Variante eines erfindungsgemäßen Xanthohumol-Solubilisats werden

100 g Xantho Flav pur,

150 g Ethanol (96 %ig) Neutralalkohol Sorte 1411U und 750 g Polysorbat 80

verwendet .

Zunächst wird das Xantho Flav pur-Pulver in Ethanol gelöst und dabei auf eine Temperatur im Bereich zwischen 48 und 52°C erwärmt. Es entsteht eine homogene Lösung. Polysorbat 80 wird dann unter Erwärmen auf 83 bis 87°C zur Lösung von Xantho Flav pur in Ethanol zugegeben. Die Zugabe erfolgt mit einer solchen Geschwindigkeit, dass sich die beiden Fluide durch Rühren gut homogenisieren. Das entstehende Solubilisat wird auf unter 60°C abgekühlt und abgefüllt sowie dunkel und kühl, d.h. bei Temperaturen unterhalb von 25°C gelagert.

Ausführungsbeispiel 2A

Ein 10 %iges Xantho Flav pur-Solubilisat mit Ethanol kann auch hergestellt werden mit weniger Ethanol und mehr

Polysorbat 80.

Für diese Variante eines erfindungsgemäßen Xanthohumol-Solubilisats werden

100 g Xantho Flav pur,

100 g Ethanol (96 %ig) Neutralalkohol Sorte 1411U und 800 g Polysorbat 80

verwendet .

Zunächst wird das Xantho Flav pur-Pulver in Ethanol gelöst und dabei auf eine Temperatur im Bereich zwischen 56 und 60°C erwärmt. Es entsteht eine homogene Lösung. Die weitere Herstellung entspricht Ausführungsbeispiel 2.

Ausführungsbeispiel 3

12 %iges Xantho Flav pur-Solubilisat mit Ethanol

Zur Herstellung werden

120 g Xantho Flav pur,

150 g Ethanol (96 %ig) Neutralalkohol Sorte 1411U und 730 g Polysorbat 80

verwendet .

Die Herstellung des 12 %igen Xantho Flav pur-Solubilisats erfolgt genauso wie gemäß Ausführungsbeispiel 2.

Die hergestellten Solubilisate sind dunkelbraun und trotz leichter Viskosität gut fließfähig. In einem Verhältnis von 1:50 gelöst in Wasser bei etwa 40 bis 50°C entsteht eine dunkelgelb bis ockerfarbene, leicht trübe Lösung. Mittels HPLC-Messungen wurde beim 10 %igen Xantho Flav-Solubilisat mit Ethanol, der Gehalt des Xantho Flavs von 10 % in die Micellen eingeschlossen, bestätigt. Über eine Aräometer-Messung bei 20°C wurde die Dichte dieses Solubilisats auf 1 bis 1,1 g/cm3 bestimmt. Der pH-Wert des Solubilisats lag zwischen 5 und 7 bei der im Verhältnis 1:50 mit Wasser zubereiteten Lösung. Die Gesamtkeimzahl war kleiner oder maximal gleich 1.000/g. Hefen und Schimmelpilze lagen bei maximal 100/g und in 1 g Solubilisat konnte kein E.-coli bzw. coliforme Keime nachgewiesen werden gemäß der Methode Ph.Eur. der im Oktober 2014 gültigen Version.

Für das Xanthohumol-Solubilisat mit Ethanol gemäß

Ausführungsbeispiel 2 wurden bei einer Verdünnung im

Verhältnis 1:50 in Wasser bei einem pH-Wert von 1,1 und einer Temperatur von 37°C, d.h. unter physiologischen Bedingungen, Trübungsmessungen vorgenommen. Der über drei Proben gemittelte Wert beträgt 40,9 FNU, welcher sich aus Einzelwerten von 26,0 FNU, 6,4 FNU und 90,2 FNU berechnet.

Für die Partikelgrößenmessung des Xanthohumol-Solubilisats mit Ethanol gemäß Ausführungsbeispiel 2 wurde dieses zunächst im Verhältnis 1:500 mit destilliertem Wasser verdünnt und unter ständigem Rühren mit einem Magnetrührer und mit Hilfe einer Heizplatte auf 37°C gebracht.

Anschließend wurde der pH-Wert mit 32 %iger Salzsäure auf 1,1 eingestellt. Die Proben wurden im Anschluss sofort vermessen. Die Ergebnisse der Intensitätsvereilung sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt.

Ausführungsbeispiel 4

Ein erfindungsgemäßes Xanthohumol-Solubilisat kann auch unter Zusatz von Glycerin hergestellt werden. Insbesondere kann ein solches Solubilisat gemäß Ausführungsbeispiel 4 als Zwischenprodukt für die Herstellung eines Co-solubilisats von Xanthohumol, Curcumin und Glavonoid dienen. Ein solches wird weiter unten beschrieben.

3,8 %iges Xantho Flav pur-Solubilisat mit Glycerin

Es werden zur Herstellung von 875 g Solubilisat

33,3 g Xantho-Flav pur-Pulver

33,3 g Glycerin 99,5 %

808,4 g Polysorbat 80

verwendet .

Polysorbat 80 und Glycerin werden unter Rühren gemischt und dabei auf eine Temperatur im Bereich von 48 bis 52°C erwärmt, um die Mischung gut zu homogenisieren. Ethanol wird unter derart starkem Rühren in das Polysorbat-Glycerin-Gemisch eingearbeitet, dass sich eine homogene Lösung bildet. Die Temperatur wird dabei konstant gehalten. Dann wird Xanthohumol in die Lösung aus Polysorbat,

Glycerin und Ethanol eingearbeitet. Dabei wird die

Temperatur auf einen Wert im Bereich zwischen 63 und 67 °C erhöht. Es wird derart stark gerührt, dass sich Xanthohumol homogen mit der vorgelegten Lösung verbindet.

Eine weitere Möglichkeit, ein erfindungsgemäßes Solubilisat herzustellen, liegt in der Verwendung von Zuckerestern von Speisefettsäuren als Emulgator.

Ausführungsbeispiel 5

10 %iges Xantho Flav-Solubilisat

Es werden

100 g Xantho-Flav Pulver,

598.5 g Zuckerester aus Speisefettsäuren (E 473)

„Ryoto L-1695" und,

301.5 g Ethanol 96 %ig Neutralalkohol Sorte 1411U

verwendet .

Der Zuckerester wird mit Ethanol unter Rühren bei

Raumtemperatur im Temperaturbereich von 20 °C bis

einschließlich 25°C vermischt, so dass sich ein homogenes Gemisch bildet. Dieses wird unter Rühren auf eine

Temperatur von maximal 80 °C unter Rühren erwärmt. Es wird so lange weiter gerührt, bis eine homogene, tranparente Lösung erreicht ist. Dann wird das Xantho-Flav Pulver zugegeben und unter Rühren auf eine Temperatur im Bereich von 83°C bis 97°C weiter erhitzt. Es wird derart stark gerührt, dass sich Xanthohumol homogen mit der vorgelegten Lösung verbindet. Das Solubilisat ist nach Abkühlen auf Raumtemperatur dunkelbraun und transparent. In diesem Zustand wird es abgefüllt und dann gelagert.

Ausführungsbeispiel 6

5 %iges Xantho Flav-Solubilisat

Es werden

50 g Xantho-Flav Pulver,

627 g Zuckerester aus Speisefettsäuren (E 473) und 323 g Ethanol 96 %ig Neutralalkohol Sorte 1411U

verwendet .

Der verwendete Zuckerester aus Speisefettsäuren ist ein Gemisch aus

41 Gew.-% Sucrose-mono-Laurat,

32 Gew.-% Sucrose-mono-Palmitat ,

9 Gew.-% Sucrose-di-Laurat ,

8.5 Gew.-% Sucrose-di-Palmitat .

7 Gew.-% Sucrose-mono-Stearat und

2.5 Gew.-% Sucrose-di-Stearat .

Dieser Zuckerester wird mit Ethanol unter Rühren bei

Raumtemperatur im Temperaturbereich von 20 °C bis

einschließlich 25°C vermischt, so dass sich ein homogenes Gemisch bildet. Dabei kann eine leichte Erwärmung auf eine Temperatur im Bereich von 48°C bis 52°C erfolgen. Es wird so lange weiter gerührt, bis eine homogene Mischung

beziehungsweise Lösung erreicht ist. Dann wird das Xantho-Flav Pulver zugegeben und unter Rühren auf eine Temperatur im Bereich von 83°C bis 97°C weiter erhitzt. Es wird derart stark gerührt, dass sich Xanthohumol homogen mit der vorgelegten Lösung verbindet. Das Solubilisat ist nach Abkühlen auf Raumtemperatur dunkelbraun und transparent. In diesem Zustand wird es abgefüllt und dann gelagert.

Ausführungsbeispiel 7

5 %iges Xantho Flav-Solubilisat

Es werden

50 g Xantho-Flav Pulver,

313,5 g Zuckerester aus Speisefettsäuren (E 473)

„Ryoto L-1695",

313,5 g Zuckerester aus Speisefettsäuren (E 473)

„Ryoto P-1670" und

323 g Ethanol 96 %ig Neutralalkohol Sorte 1411U

verwendet .

Die beiden pulvrigen Zuckerester werden zusammen gegeben. Ein Mischvorgang ist für diesen Schritt nicht erforderlich. Die Zuckerester werden dann mit Ethanol unter Rühren bei Raumtemperatur im Temperaturbereich von 20 °C bis

einschließlich 25°C vermischt, so dass sich ein homogenes Gemisch bildet. Dieses wird unter Rühren auf eine

Temperatur von maximal 80 °C unter Rühren erwärmt. Es wird so lange weiter gerührt, bis eine homogene, tranparente Lösung erreicht ist. Dann wird das Xantho-Flav Pulver zugegeben und unter Rühren auf eine Temperatur im Bereich von 83°C bis 97°C weiter erhitzt. Es wird derart stark gerührt, dass sich Xanthohumol homogen mit der vorgelegten Lösung verbindet. Das Solubilisat ist nach Abkühlen auf Raumtemperatur dunkelbraun und transparent. In diesem

Zustand wird es abgefüllt und dann gelagert.

Ausführungsbeispiel 8

5 %iges Xantho Flav-Solubilisat

Es werden

50 g Xantho-Flav Pulver,

613,75 g Zuckerester aus Speisefettsäuren (E 473)

„Ryoto L-1695",

318,25 g Ethanol 96 %ig Neutralalkohol Sorte 1411U

verwendet .

Die Herstellung des Solubilisats entspricht dem in

Ausführungsbeispiel 7 beschriebenen Vorgehen mit einem Zuckerester alleine statt der dort verwendeten zwei.

Ausführungsbeispiel 9

5 % %iges Xantho Flav-Solubilisat

Es werden

50 g Xantho-Flav Pulver,

142.5 g Zuckerester aus Speisefettsäuren (E 473)

„Ryoto L-1695",

332.5 g Zuckerester aus Speisefettsäuren (E 473)

„DUB SE 16 P",

304 g Ethanol 96 %ig Neutralalkohol Sorte 1411U und 171 g Glycerin

verwendet .

Die beiden pulvrigen Zuckerester werden zusammengegeben.

Ein Mischvorgang ist für diesen Schritt nicht erforderlich. Die Zuckerester werden dann mit Ethanol und Glycerin unter so starkem Rühren bei Raumtemperatur im Temperaturbereich von 20°C bis einschließlich 25°C vermischt, dass sich ein homogenes Gemisch bildet. Dieses wird unter Rühren auf eine Temperatur von maximal 80 °C unter Rühren erwärmt. Es wird so lange weiter gerührt, bis eine homogene, tranparente Lösung erreicht ist. Dann wird das Xantho-Flav Pulver zugegeben und unter Rühren auf eine Temperatur im Bereich von 83°C bis 97°C weiter erhitzt. Es wird derart stark gerührt, dass sich Xanthohumol homogen mit der vorgelegten Lösung verbindet. Das Solubilisat ist nach Abkühlen auf Raumtemperatur dunkelbraun und transparent. In diesem

Zustand wird es abgefüllt und dann gelagert.

Ausführungsbeispiel 10

5 % %iges Xantho Flav-Solubilisat

Es werden

50 g Xantho-Flav Pulver,

71.25 g Zuckerester aus Speisefettsäuren (E 473)

„Ryoto L-1695",

166.25 g Zuckerester aus Speisefettsäuren (E 473)

„DUB SE 16 P",

475 g Polysorbat 80,

152 g Ethanol 96 %ig Neutralalkohol Sorte 1411U und

82,5 g Glycerin

verwendet .

Die Zuckerester werden mit Polysorbat 80, Ethanol und

Glyceri nunter Rühren bei Raumtemperatur im

Temperaturbereich von 20°C bis einschließlich 25°C

vermischt, so dass sich ein homogenes Gemisch bildet. Dabei kann eine leichte Erwärmung auf eine Temperatur im Bereich von 48°C bis 52°C erfolgen. Es wird so lange weiter

gerührt, bis eine homogene Mischung beziehungsweise Lösung erreicht ist. Dann wird das Xantho-Flav Pulver zugegeben und unter Rühren auf eine Temperatur im Bereich von 83°C bis 97°C weiter erhitzt. Es wird derart stark gerührt, dass sich Xanthohumol homogen mit der vorgelegten Lösung

verbindet. Das Solubilisat ist nach Abkühlen auf

Raumtemperatur dunkelbraun und transparent.

Ausführungsbeispiel 11

5 %iges Xantho Flav-Solubilisat

Es werden

50 g Xantho-Flav Pulver,

313,5 g Zuckerester aus Speisefettsäuren (E 473)

„Ryoto M-1695",

313.5 g Zuckerester aus Speisefettsäuren (E 473)

„Ryoto P-1670",

9.5 g Lecithin als Phospholipid und

313.5 g Ethanol 96 %ig Neutralalkohol Sorte 1411U

verwendet .

Die beiden pulvrigen Zuckerester werden zusammengegeben.

Ein Mischvorgang ist für diesen Schritt nicht erforderlich. Das Lecithin wird mit Ethanol gemischt. Dabei kann eine leichte Erwärmung auf eine Temperatur im Bereich von 40 °C bis 50°C erfolgen. Die Zuckerestermischung wird dann mit der Mischung aus Ethanol und Lecithin unter so starkem Rühren bei Raumtemperatur im Temperaturbereich von 20 °C bis einschließlich 25°C vermischt, dass sich ein homogenes Gemisch bildet. Bei Bedarf kann dabei eine leichte

Erwärmung auf eine Temperatur im Bereich von 40 °C bis 50 °C erfolgen. Diese kann auch durch die Zugabe des zuvor erwärmten Ethanol-Lecithin-Gemisches erfolgen. Das Gemisch wird unter Rühren auf eine Temperatur von maximal 80 °C unter Rühren erwärmt. Es wird so lange weiter gerührt, bis eine homogene, tranparente Lösung erreicht ist. Dann wird das Xantho-Flav Pulver zugegeben und unter Rühren auf eine Temperatur im Bereich von 83°C bis 97°C weiter erhitzt. Es wird derart stark gerührt, dass sich das Xantho-Flav-Pulver beziehungsweise das Xanthohumol homogen mit der vorgelegten Lösung verbindet. Das Solubilisat ist nach Abkühlen auf Raumtemperatur dunkelbraun und transparent. In diesem

Zustand wird es abgefüllt und dann gelagert.

Ausführungsbeispiel 12

5 %iges Xantho Flav-Solubilisat

Es werden

50 g Xantho-Flav Pulver,

332.5 g Zuckerester aus Speisefettsäuren (E 473)

„Ryoto L-1695",

142.5 g Zuckerester aus Speisefettsäuren (E 473)

„DUB SE 16 P",

152 g Ethanol 96 %ig Neutralalkohol Sorte 1411U,

85.5 g Glycerin und

237.5 g Wasser

verwendet .

Die beiden pulvrigen Zuckerester werden zusammengegeben.

Ein Mischvorgang ist für diesen Schritt nicht erforderlich. Die Zuckerester werden dann mit Ethanol, Wasser und

Glycerin unter so starkem Rühren bei Raumtemperatur im Temperaturbereich von 20°C bis einschließlich 25°C

vermischt, dass sich ein homogenes Gemisch bildet. Dieses wird unter Rühren auf eine Temperatur von maximal 80 °C unter Rühren erwärmt. Es wird so lange weiter gerührt, bis eine homogene, tranparente Lösung erreicht ist. Dann wird das Xantho-Flav Pulver zugegeben und unter Rühren auf eine Temperatur im Bereich von 83°C bis 97°C weiter erhitzt. Es wird derart stark gerührt, dass sich Xanthohumol homogen mit der vorgelegten Lösung verbindet. Das Solubilisat ist nach Abkühlen auf Raumtemperatur dunkelbraun und

transparent. In diesem Zustand wird es abgefüllt und dann gelagert .

Ausführungsbeispiel 13

10 %iges Xantho Flav-Solubilisat

Es werden

100 g Xantho-Flav Pulver,

315 g Zuckerester aus Speisefettsäuren (E 473)

„Ryoto L-1695",

135 g Zuckerester aus Speisefettsäuren (E 473)

„DUB SE 16 P",

144 g Ethanol 96 %ig Neutralalkohol Sorte 1411U,

81 g Glycerin und

225 g Wasser

verwendet .

Die Herstellung des Solubilisats entspricht dem in

Ausführungsbeispiel 12 beschriebenen Vorgehen.

Eine weitere Möglichkeit, ein erfindungsgemäßes Solubilisat herzustellen, liegt in einem Kombinationssolubilisat enthaltend Xanthohumol und Curcumin.

Ausführungsbeispiel 14

5 % Xantho Flav pur / 3 % Curcumin-Solubilisat

Es werden

50 g Xantho-Flav Pur Pulver ,

37.5 g Curcumin Pulver 95%,

75 g Ethanol 96 %ig Neutralalkohol Sorte 1411U und

837.5 g Polysorbat 80

verwendet .

Das Polysorbat wird auf eine Temperatur im Bereich

zwischen 48 und 52 °C erwärmt, dann wird das Curcuminpulver unter Erwärmung auf einen Wert im Bereich zwischen 58 und 62 °C eingearbeitet. Dabei wird so stark gerührt, dass das Curcuminpulver gleichmäßig in das Polysorbat eingezogen wird und sich ein homogenes Solubilisat bildet. Bei

konstanter Temperatur wird daraufhin Ethanol im

Curcuminsolubilisat gelöst. Anschließend erfolgt die Zugabe des Xantho Flav pur-Pulvers. Dabei wird so stark gerührt, dass das Xantho Flav pur-Pulver gleichmäßig in das

ethanolhaltige Curcuminsolubilisat eingezogen wird und sich ein homogenes Co-Solubilisat bildet. Die Temperatur wird bei der Zugabe des Xantho Flav pur-Pulvers auf einen Wert im Bereich von 85 bis 89 °C erhöht. Das Co-Solubilisat wird nach Abkühlen auf eine Temperatur von maximal 45 °C unter Rühren abgefüllt und dunkel bei Temperaturen unterhalb von 25 °C gelagert.

Für eine Partikelgrößenanalyse des unter

Ausführungsbeispiel 14 beschriebenen Solubilisats wurde dieses Solubilisat dieses zunächst im Verhältnis 1:500 mit destilliertem Wasser verdünnt und unter ständigem Rühren mit einem Magnetrührer und mit Hilfe einer Heizplatte auf 37 °C gebracht. Anschließend wurde der pH-Wert mit 32 %iger Salzsäure auf 1,1 eingestellt. Die Proben wurden im

Anschluss sofort vermessen. Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt. Dabei wurden die Daten zweier Messungen gemittelt.


Mit einer derartigen Direktherstellung können auch co-Solubilisate von Xanthohumol und Curcumin hergestellt werden, die eine höhere Beladung mit Wirkstoff haben. Im folgenden wird ein Beispiel dafür beschrieben.

Ausführungsbeispiel 15

6,3 % Xantho Flav pur / 4 % Curcumin-Solubilisat

Es werden

63 g Xantho-Flav Pur Pulver,

43 g Curcumin Pulver 95%,

84 g Ethanol 96 %ig Neutralalkohol Sorte 1411U und

810 g Polysorbat 80

verwendet .

Das Polysorbat wird auf eine Temperatur im Bereich

zwischen 48 und 52 °C erwärmt, dann wird das Curcuminpulver unter Erwärmung auf einen Wert im Bereich zwischen 58 und 62 °C eingearbeitet. Dabei wird so stark gerührt, dass das Curcuminpulver gleichmäßig in das Polysorbat eingezogen wird und sich ein homogenes Solubilisat bildet. Bei konstanter Temperatur wird daraufhin Ethanol im

Curcuminsolubilisat gelöst. Anschließend erfolgt die Zugabe des Xantho Flav pur-Pulvers. Dabei wird so stark gerührt, dass das Xantho Flav pur-Pulver gleichmäßig in das

ethanolhaltige Curcuminsolubilisat eingezogen wird und sich ein homogenes Co-Solubilisat bildet. Die Temperatur wird bei der Zugabe des Xantho Flav pur-Pulvers auf einen Wert im Bereich von 85 bis 89 °C erhöht. Das Co-Solubilisat wird nach Abkühlen auf eine Temperatur von maximal 45 °C unter Rühren abgefüllt und dunkel bei Temperaturen unterhalb von 25 °C gelagert.

Ausführungsbeispiel 16

Zudem kann ein erfindungsgemäßes Solubilisat auch als

Kombinationssolubilisat enthaltend Xanthohumol und

Glavonoid realisiert werden

5 % Xantho Flav pur / 7,5% Glavonoid (=2,25 % Glabridin) -Solubilisat

Es werden

50 g Xantho-Flav Pur Pulver,

75 g Kaneka Glavonoid (3 % Glabridin)

= 2,25 g Glabridin,

75 g Ethanol (96 %ig) Neutralalkohol Sorte 1411U,

50 g Glycerin 99,5 % und

750 g Polysorbat 80

verwendet. Zunächst werden Polysorbat 80 und Glycerin gemischt und auf eine Temperatur im Bereich zwischen 48 und 52 °C unter Rühren erwärmt. Ethanol wird diesem Fluid zugegeben, dabei wird bei konstanter Temperatur so stark gerührt, dass sich die Fluide homogen miteinander

verbinden. Unter weiterer Erwärmung auf eine Temperatur im Bereich zwischen 63 und 67 °C wird Xanthohumol

beziehungsweise Xantho Flav pur-Pulverzugegeben . Ebenso wie bei der folgenden Zugabe des Glavonoids wird dabei so stark gerührt, dass sich die Fluide homogen miteinander

verbinden. Die Zugabe von Glavonoid erfolgt unter Erhöhung der Temperatur auf einen Wert im Bereich zwischen 85 bis 89 °C. Das entstehende Cosolubilisat enthaltend Xanthohumol und Glavonoid wird unter Rühren auf eine Temperatur von maximal 45°C abgekühlt und abgefüllt.

Bei einer Verdünnung im Verhältnis 1:500 in Wasser bei einem pH-Wert von 1,1 und einer Temperatur von 37°C, d.h. unter physiologischen Bedingungen, wurden Trübungsmessungen vorgenommen. Der über zwei Proben gemittelte Wert beträgt 0,6 FNU, welcher sich aus den Einzelwerten 0,6 FNU und 0,6 FNU berechnet.

Für eine Partikelgrößenanalyse wurde dieses Solubilisat dieses zunächst im Verhältnis 1:500 mit destilliertem

Wasser verdünnt und unter ständigem Rühren mit einem

Magnetrührer und mit Hilfe einer Heizplatte auf 37°C gebracht. Anschließend wurde der pH-Wert mit 32 %iger Salzsäure auf 1,1 eingestellt. Die Proben wurden im

Anschluss sofort vermessen. Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt.


Ausführungsbeispiel 17

Ein Co-Solubilisat enthaltend Xanthohumol und Glavonoid kann auch ohne Ethanol hergestellt werden.

6,3 % Xantho Flav pur / 9% Glavonoid (=2,7 % Glabridin) -Solubilisat

Es werden

63 g Xantho-Flav Pur Pulver,

90 g Kaneka Glavonoid (3 % Glabridin)

= 2,25 g Glabridin,

90 g Glycerin 99,5 % und

757 g Polysorbat 80

verwendet. Zunächst werden Polysorbat 80 und Glycerin gemischt und auf eine Temperatur im Bereich zwischen 48 und 52 °C unter Rühren erwärmt. Unter weiterer Erwärmung auf eine Temperatur im Bereich zwischen 63 und 67°C wird

Xanthohumol zugegeben. Ebenso wie bei der folgenden Zugabe des Glavonoids wird dabei so stark gerührt, dass sich die Fluide homogen miteinander verbinden. Die Zugabe von

Glavonoid erfolgt unter Erhöhung der Temperatur auf einen Wert im Bereich zwischen 85 bis 89 °C. Das entstehende Co-Solubilisat enthaltend Xanthohumol und Glavonoid wird unter Rühren auf eine Temperatur von maximal 45 °C abgekühlt und abgefüllt .

Eine weitere Variante des erfindungsgemäßen Solubilisats ist ein Xanthohumolsolubilisat, das zudem Curcumin und Glavonoid enthält. Solche Solubilisate werden in den

Ausführungsbeispielen 18 und 19 beschrieben.

Ausführungsbeispiel 18

2,4 % Curcumin / 3,3 % Xantho Flav pur / 5 % Glavonoid (= 1,5 % Glabridin) -Solubilisat

Es werden

25 g Curcumin-Pulver 95 %ig (= 23,75 Curcumin)

33,3 g Xantho-Flav pur-Pulver

50 g Kaneka Glavonoid (3 % Glabridin)

(= 1,5 g Glabridin)

50 g Ethanol 96 %ig Neutralalkohol Sorte 1411U

33,3 g Glycerin 99,5 %

808,4 g Polysorbat 80

verwendet .

Polysorbat 80 und Glycerin werden unter Rühren gemischt und dabei auf eine Temperatur im Bereich von 48 bis 52°C erwärmt, um die Mischung gut zu homogenisieren. Ethanol wird unter derart starkem Rühren in das Polysorbat-Glycerin-Gemisch eingearbeitet, dass sich eine homogene Lösung bildet. Die Temperatur wird dabei konstant gehalten. Dann wird Xanthohumol in die Lösung aus Polysorbat,

Glycerin und Ethanol eingearbeitet. Dabei wird die

Temperatur auf einen Wert im Bereich zwischen 63 und 67 °C erhöht. Es wird derart stark gerührt, dass sich Xanthohumol homogen mit der vorgelegten Lösung verbindet.

Anschließend wird Curcumin-Pulver in das Xanthohumol-Solubilisat eingearbeitet. Dabei wird die Temperatur auf einen Wert im Bereich zwischen 78 und 82°C erhöht. Wie bei Xanthohumol und auch beim unten beschriebenen Einarbeiten von Glavonoid wird dabei jeweils derart stark gerührt, dass sich die neu zugegebene Komponente des Solubilisats in dem vorgelegten Fluid homogen zum solubilisierten Produkt verbindet. Für die Zugabe von Glavonoid wird die Temperatur weiter auf einen Wert im Bereich zwischen 85 und 98°C erhöht .

Das Produkt ist ein Solubilisat mit co-mizelliertem

Curcumin, Xanthohumol und Glavonoid. Es wird auf einen Wert von maximal 45°C unter Rühren abkühlen gelassen und dann abgefüllt .

Für eine Partikelgrößenanalyse des unter

Ausführungsbeispiel 18 beschriebenen Solubilisats wurde dieses Solubilisat dieses zunächst im Verhältnis 1:500 mit destilliertem Wasser verdünnt und unter ständigem Rühren mit einem Magnetrührer und mit Hilfe einer Heizplatte auf 37 °C gebracht. Anschließend wurde der pH-Wert mit 32 %iger Salzsäure auf 1,1 eingestellt. Die Proben wurden im

Anschluss sofort vermessen. Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle zusammengestellt. Dabei wurden die Daten zweier Messungen gemittelt.


Ausführungsbeispiel 19

3 % Curcumin / 4,4 % Xantho Flav pur /
% Glavonoid

(= 1,8 % Glabridin) -Solubilisat

Es werden

32 g Curcumin-Pulver 95 % (= 30,4 g Curcumin)

44 g Xantho Flav pur-Pulver

60 g Kaneka Glavonoid (= 1,8 g Glabridin)

60 g Ethanol 96 %ig Neutralalkohol Sorte 1411U

44 g Glycerin 99,5 %

760 g Polysorbat 80

verwendet .

Die Herstellung dieses Solubilisats erfolgt in gleicher Weise wie die des oben beschriebenen Solubilisats mit 2 % Curcumin, 3,3 % Xantho Flav pur und 5 % Glavonoid.

Für dieses zuerst beschriebene Co-Solubilisat wurden unter Verdünnung in Wasser im Verhältnis 1:500 bei

physiologischen Bedingungen von pH = 1,1 und einer

Temperatur von 37 °C Trübungsmessungen durchgeführt. Sie lieferten einen Wert für die Trübung der wässrigen

Verdünnung des Solubilisats von 1,3 FNU, dabei handelt es sich um einen Mittelwert aus zwei Messungen (2,5 FNU;

0, 6 FNU) .

Ob eine ausreichend vollständige Homogenisierung der

Komponenten zu einem erfindungsgemäßen Solubilisat

abgeschlossen ist, wird bei der Herstellung über Messungen der Klarheit des Produktes mit Hilfe eines Laserstrahls überprüft. Eine solche Laserstrahlmessung kann

beispielsweise durch Beleuchten der Probe mit Hilfe eines handelsüblichen Laserpointers, insbesondere mit einer Wellenlänge im Bereich zwischen 650 nm und 1700 nm

(Spektralfarbe Rot) , und anschließender Sichtkontrolle des beleuchteten beziehungsweise durchleuchteten Solubilisats. Die Kontrolle wird nicht durch Probenahme und damit außerhalb des Reaktionskessels, sondern im Reaktionskessel durchgeführt. Der Laserstrahl wird durch ein Sichtglas, welches sich auf der Vorderseite des Reaktionskessels befindet, senkrecht zum Reaktionskessel gerichtet. Wenn auf der hinteren Innenseite des Reaktionskesses vollkommen frei von Streuung nur ein Lichtpunkt erscheint, sind die

entstandenen Partikelstrukturen im Reaktionskessel kleiner als die Wellenlänge des sichtbares Lichtes und somit eine optische Bestätigung, dass der Prozess der Micellierung abgeschlossen ist.

Durch die gemessenen kleinen Partikelgrößen wird

vorteilhafterweise die Ausbildung einer insbesondere für die Wahrnehmung mit dem menschlichen Auge klaren

Flüssigkeit erreicht.

Die Klarheit des Solubilisats läßt sich auch durch seine geringe Trübung darstellen. Dazu wird folgende

Arbeitshypothese angewandt: Je klarer eine wässrige

Verdünnung eines Solubilisats oder einer anderen

Formulierung von Xanthohumol beziehungsweise von einer Kombination von Xanthohumol mit Glavonoid und/oder

Curcumin, insbesondere unter physiologischen Bedingungen einer Magenpassage also bei einem pH-Wert von 1,1 und einer Temperatur von 37°C, ist, desto besser ist dessen

Solubilisation . Je besser die Solubilisation, desto besser ist die Bioverfügbarkeit des Wirkstoffes beziehungsweise des ihn enthaltenden Produktes.

Diese lässt sich bereits an der besonders geringen Trübung des Solubilisats ablesen, welche sich als eine Art

Kenngröße für die Bioverfügbarkeit verstehen lässt. Die Trübung der erfindungsgemäßen Solubilisate wurde bestimmt durch Streulichtmessung mit Infrarotlicht nach den

Vorschriften der Norm ISO 7027.

Die erfindungsgemäße transparente und vollständig stabil wasserlösliche Formulierung weist, ohne Hilfsstoffe wie in Weich- und Hartgelatinekapseln, in gelatinefreien Kapseln (hart und/oder weich) und in flüssigen auf Wasser

basierenden Endprodukten pH-unabhängig eine stabile

Transparenz auf. Produkte mit derartiger Transparenz und Wasserlöslichkeit, werden seitens der relevanten Industrie dringend für innovative Produkte als Kapselfüllung gesucht. Eine Xanthohumolformulierung, die diesen Anforderungen gerecht wird, existiert bisher nach Kenntnis des Erfinders noch nicht.

Infolge der erfindungsgemäßen Formulierung in einem

Solubilisat mit sehr kleinen, stabilen und

magensaftresistenten Micellen schafft die Erfindung ein Solubilisat von Xanthohumol zur Verwendung als

Nahrungsergänzungsmittel und/oder Arzneimittel,

insbesondere zur Verwendung als Nahrungsergänzungsmittel und/oder Arzneimittel zur Behandlung von Adipositas.

Im Rahmen der Erfindung können die Gehalte an Xanthohumol und gegebenenfalls Curcumin in den einzelnen Solubilisaten je nach Anwendungsfall auch deutlich höher als im gezeigten Beispiel eingestellt werden.

Werden höhere Beladungen mit Wirkstoff eingestellt, ist dies dadurch begrenzt, dass bei Überschreiten eines für die jeweilige Zusammensetzung individuellen Wirkstoffgehalts kein Solubilisat, sondern eine Emulsion hergestellt wird. Wird der Wirkstoffgehalt erhöht, sinken notwendigerweise die entsprechenden Anteile der anderen Komponenten (in Gew.-%) . Oberhalb einer spezifischen Grenze erhält man ein disperses System, das jedoch nicht wie die

erfindungsgemäßen Solubilisate irreversible in Wasser löslich ist und die für diese Solubilisate unter

physiologischen Bedingungen der Magenpassage, also bei pH 1,1 und 37°C, gemessene sehr niedrige Trübung aufweist. Derartige Dispersionen können (Nano- ) Emulsionen sein, sie sind aber keine Solubilisate, in denen der Wirkstoff oder die Wirkstoffe in den sehr kleinen Micellen eingeschlossen vorliegen. Nur die Solubilisate ermöglichen aber nach den Erfahrungen des Erfinders die deutlich erhöhte

Bioverfügbarkeit des Wirkstoffs oder der Wirkstoffe gemäß der Erfindung, selbst wenn eine Emulsion eine höhere

Wirkstoffbeladung erlaubte.

An der medizinischen Fakultät der Friedrich-Alexander Universität Erlangen Nürnberg (FAU) wurden Untersuchungen zur Wirkung von Xanthohumol auf das Körpergewicht

durchgeführt. Es wurde eine Dosis von 2,5 mg/Kg

Körpergewicht pro Tag Xanthohumol verabreicht. Dazu wurde ein Solubilisat der Anmelderin verwendet. Dieses wurde hergestellt aus 100 g „Xantho-Flav Pur", 150 g 96 %igem Ethanol und 750 g Polysorbat 80. Zum Einstellen der

Konzentration auf 0,375 mg/mL wurde das Solubilisat mit doppelt-destiliertem Wasser („ddH20") verdünnt. In den beigefügten Figuren sind die entsprechenden Daten mit „s-XN" gekennzeichnet.

Zum Vergleich wurden entsprechende Experimente mit

derselben Dosis an nativem Xanthohumol durchgeführt. Zum Lösen des nativen Xanthohumols wurde eine wässrige Lösung von Methyl-Hydroxypropylcellulose (MHPC, 0,2 %, Methocel

E4M Prmium CR, Hypromellose 2910 USP, Fragron Inc. ,

Minnesota, USA) eingesetzt. Die entsprechenden Daten sind mit „n-XN" gekennzeichnet.

Die Lösungen wurden jeweils wöchentlich frisch hergestellt und lichtgeschützt und kühl gelagert.

Männliche Mäuse des Stammes C57BL/6 im Alter von 8 Wochen erhielten entweder übliche Nahrung oder wurden nach der „Western type diet" aus 15 % Schweineschmalz, 15 %

Rindertalg, 4 % Palmitinsäure, 4 % Stearinsäure, 0,2 % Cholesterin und 30 % Saccharose ernährt. Bei der

Kontrollgruppe (CTRL) , welche übliche Nahrung erhielt, wurde als Therapie eine wässrige Lösung von

Methylhydroxypropylcellulose (MHPC, 0,2 %, methocel™ E4M prem) gegeben („Vehikel" VH), ebenso bei der „Western type diet"- Gruppe („WTD") .

Weitere Gruppen erhielten das Xanthohumol-Solubilisat („s-XN") der Anmelderin oder natives Xanthohumol („n-XN") zusätzlich zur WTD. Die Therapie wurde über 8 Wochen durchgeführt .

Nach sieben Wochen der Anwendung des Solubilisates oder des nativen Xanthohumols wurde ein intraperitonealer

Glukosetoleranztest (ipGTT) durchgeführt. Nach 12 Stunden Fasten wurde den Mäusen intraperitoneal eine Glukoselösung in einer Glukosekonzentration von 50 % (Masse an Glukose pro Volumen) in einer Dosis von 3 mg Glukose pro g

Körpergewicht injiziert. Die Konzentration an Glukose im Blut wurde gemessen in Proben, welche aus der Schwanzvene vor („Nüchternglukosewert"; „fasting glucose") und nach 30, 60, 80 und 120 Minuten nach der Glukosegabe entnommen wurden. Die Messung wurde mit einem Glukometer des Modelles „accutrend" (Roche, Mannheim, Deutschland) durchgeführt.

Zur Quantifizierung von Leberlipiden wurden diese

extrahiert und die Menge von Triglyceriden („hepatic triglyceride level") mittels eines „GPO-triglyceride kit" (Sigma, Deisenhofen, Deutschland) bestimmt wie in „Wobser et al . : „Lipid accumulation in hepatocytes induces

fibrogenic activation of hepatic stellate cells", Cell Res 2009; 19: 996 - 1005" beschrieben.

RNA-Isolation aus Lebergewebe, Reverstransskription

(„reverse transccription" ) und quantitative Echtzeit-Polymerasekettenreaktionsanalyse („quantitative real-time PCR analysis") wurden durchgeführt unter Anwendung der „LightCycler"-Technologie (Roche) und spezifischen Tests auf Primer wie in „Hellebrand et al . : „Promoter-hypermethylation is causing functional relevant

downregulation of methylthioadenosine phosphorylase (MTAP) expression in hepatocellular carcinoma", Carcinogenesis 2006; 27: 64 - 72" beschrieben.

Für die histologische Analyse wurden Lebergewebeproben der Mäuse 24 Stunden lang in 4%igem Formalin bei Raumtemperatur fixiert, in aufsteigender Ethanolreihe getrocknet und in Paraffin eingebettet. Abschnitte dieser formalinfixierten Gewebeblöcken mit einer Dicke von 5 Mikrometern wurden mit Xylol deparaffinisiert und mit Hämatoxylin und Eosin gefärbt wie in „Dorn et al . : „Increased expression of c-Jun in nonalcoholic fatty liver disease", Lab Invest. 2014; 94: 394 - 408" beschrieben.

In den beigefügten Figuren sind die Ergebnisse der oben erläuterten Experimente graphisch dargestellt. Es zeigen:

Figuren 1A bis D

Effekte auf die Gewichtszunahme und die

(viszerale) Fettansammlung bei Gabe von

Xanthohumol-Solubilisat (s-XN) oder nativem

Xanthohumol (n-XN) während WTD-Ernährung;

Figur IE und F

Effekte auf den Nüchternglukosewert und die

Glukosetoleranz bei Gabe von Xanthohumol- Solubilisat (s-XN) oder nativem Xanthohumol (n-XN) während WTD-Ernährung;

Figuren 2 Effekte auf die Steatose, das Lebergewicht und die Triglyceridmenge in der Leber bei Gabe von Xanthohumol-Solubilisat (s-XN) oder nativem

Xanthohumol (n-XN) während WTD-Ernährung;

Figuren 3 Effekte auf die Ausschüttung

fibroseprovozierender Gene in der Leber („hepatic expression of pro-fibrogenetic genes" bei Gabe von Xanthohumol-Solubilisat (s-XN) oder nativem

Xanthohumol (n-XN) während WTD-Ernährung;

und

Figuren 4 Effekte auf die Ausschüttung Leberzirrhose

triggernder Proteine bei Gabe von Xanthohumol- Solubilisat (s-XN) oder nativem Xanthohumol (n-XN) während WTD-Ernährung;

Die Angabe in den Figuren bedeutet p < 0,05 im

Vergleich zu den Daten für die „Therapie" mit dem Vehikel (VH) . Die Angabe "#" in den Figuren bedeutet p < 0,05 im Vergleich zu den Daten für Kontrollgruppe (CTR) .

An der Universität Kairo in der Fakultät für Pharmazie am Institut für Pharmakologie wurden von Herrn Prof. Dr . M. T. Khayyal weitere Untersuchungen zum anti-inflammatorischen Effekt von Xanthohumol, auch in Verbindung mit Curcumin, jeweils in nativer oder in gemäß der Erfindung

solubilisierter Form durchgeführt. Die Ergebnisse dieser Versuche sind in den folgenden Figuren graphisch

dargestellt. Es zeigen:

Figur 5 Effekt von Xanthohumol in nativer und

solubilisierter Form auf den Serumgehalt an CRP (pg/L) , und

Figur 6 Effekt von Xanthohumol in nativer und

solubilisierter Form auf den Serumgehalt an MPO (mU/mL) .

Die WTD verursachte nicht nur Gewichtszunahme (Figur 1A) , sondern auch eine signifikante Zunahme der Masse an

visceralem und subkutanem Fettgewebe. Anhand fotografischer Aufnahmen der Versuchstiere gemäß Figuren IC und ID zeigte sich, dass die Gabe des Xanthohumol-Solubilisats zu einer Verringerung der Masse an visceralem Fett führte.

Die Fütterung mit WTD führte des Weiteren zu einem höheren Nüchternglukosewert („fasting glucose") und einer

verringerten Glukosetoleranz verglichen mit Mäusen, welche mit der Kontrolle gefüttert wurden, was auf eine

Insulinresistenz hinweist (vergleiche Figuren IE und 1F) . Die Gabe des erfindungsgemäßen Xanthohumol-Solubilisats führte zu einer signifikanten Verbesserung der erhöhten Nüchternglukosewerte und der Glukosetoleranz, während natives Xanthohumol diesen Effekt nicht herbeiführte.

Im Ergebnis verbesserte die Anwendung von solubilisiertem Xanthohumol gemäß der Erfindung die durch die WTD

induzierte Fettleibigkeit und Insulinresistenz.

Des Weiteren verursachte die WTD eine Zunahme der Größe der Leber der Versuchstiere, welche sich sowohl anhand

fotografischer Aufnahmen der Organe, welche am Ende der Versuchsreihe den Tieren entnommen wurden (Figur 2A) , als auch an einer Zunahme des Gewichts der Leber zeigt (Figur 2B) . Eine helle Färbung der Leber deutet zudem auf eine Fettansammlung in der Leber (Steatose) hin (Figur 2A für die Gabe des Vehikels und natives Xanthohumol) . Die Gabe des erfindungsgemäßen Solubilisats zusätzlich zur WTD führte dazu, dass die Zunahme des Lebergewichts nahezu vollständig aufgehoben wurde, das heißt wieder den

Ausgangswert erreichte (Figur 2B) .

Die WTD führte zudem zu einem Anstieg des

Triglyceridgehalts in der Leber. Auch die Histologie der Leber bestätigte den Befund Fettleber (hepatische

Steatose) . Die Gabe des erfindungsgemäßen Xanthohumol-Solubilisats gemeinsam mit der WTD führte zu einer

bemerkenswerten Abnahme der Menge an Triglyceriden in der Leber (Figur 2C) , welche sich ebenfalls bei histologischen Untersuchungen zeigte, bei welchen nur eine minimale

Steatose im Vergleich zur Kontrollgruppe beobachtet wurde.

Die Marker einer Leberentzündung (Expression des pro entzündlichen Chemokins MCP-1 und des Zytokins CXCL1) wurde durch die WTD signifikant erhöht im Vergleich zur Kontrolle (siehe Figuren 3A und 3B) . Die Gabe des erfindungsgemäßen Xanthohumol-Solubilisats gemeinsam mit der WTD führte zu einem signifikanten Rückgang des Anstiegs dieser beiden Parameter (siehe Figur 3A) .

Eine quantitative qPCR-Analyse der Lebern der mit der WTD gefütterten Mäuse zeigte eine erhöhte Expression des „alpha-smooth muscle actins" (a-SMA) , eines Proteins der glatten Muskulatur, (siehe Figur 4A) . Das Protein a-SMA ist ein etablierter Marker aktivierter hepatischer

Sternzellen (HSC) , welche eine Leberzirrhose triggern. Eine immunhistochemische Analyse des Proteins a-SMA bestätigte, dass die WTD eine deutliche Aktivierung von HSC verursacht (Figur 4B) . Diese geht einher mit einer signifikant

erhöhten Expression des Kollagens Typ 1 (COL1A1) in der Leber von mit WTD gefütterten Mäusen im Vergleich zur

Kontrollgruppe (Figur 4C) . Kollagen Typ 1 (COL1A1) ist quantitativ und qualitativ das wichtigste extrazelluläre Matrixprotein bei der Leberfibrose.

Es ist bemerkenswert, dass die Behandlung mit dem

erfindungsgemäß solubilisierten Xanthohumol die durch die WTD induzierte Expression von a-SMA und des Kollagens

Typ 1 signifikant behindert, während natives Xanthohumol kaum Effekte zeigt (Figuren 4A, 4B und 4C) .

Das erfindungsgemäße Solubilisat ist demnach dazu geeignet, eine sich bereits entwickelnde Leberentzündung, Steatose und Fibrose zurückzuführen.

Diese Befunde sind insbesondere deshalb überraschend, da die Xanthohumol-Gabe mit dem erfindungsgemäßen Solubilisat an bereits durch die zuvor erfolgte Ernährung nach der WTD geschädigte Organismen erfolgte. Es ist in biologischen Systemen beziehungsweise im Zusammenhang mit der

Untersuchung von Wirkstoffen auf Krankheiten deutlich einfacher, eine Wirkung nachzuweisen, wenn der Wirkstoff von Beginn an zusammen mit dem Krankheitsinduzierenden Agens beziehungsweise Mechanismus, hier der WTD,

verabreicht wird. Im Rahmen der oben beschriebenen

Untersuchungen erfolgte die Gabe des erfindungsgemäßen Solubilisats dagegen erst bei bereits manifestierter

Adipositas beziehungsweise bei bereits fortgeschrittener Organ-Schädigung, das heißt in der Therapiephase des

Experiments .

Die den in weiteren Tierversuchen an Ratten ermittelten Dosen entsprechenden Dosierungen für den Menschen wurden wie unten beschrieben errechnet. Die Umrechnung der

Dosierung für Ratten in die Dosierung für Menschen, jeweils in mg pro kg Körpergewicht und Tag, erfolgt nach der

Gleichung

Dosierung Ratte

DosierungMensch

37

Im Folgenden wird ein Beispiel erläutert für die Gabe von 5 mg Xanthohumol:

= 5 mg Xanthohumol/kg Körpergewicht Ratte

0,81 mg Xanthohumol/kg Körpergewicht Mensch.

Auf Basis eines Körpergewichts von 70 kg ergibt sich eine Tagesdosis für Menschen von:

-eXanthohumol :

((5 e- 37) x 6) x 70 = 56, 76 mg Xanthohumol/Mensch/Tag

Für die Tagesdosis eines Menschen ergibt sich daraus folgende Solubilisat-Menge . Die folgende Berechnung wurde durchgeführt für ein 10 %iges Xanthohumol-Solubilisat .

Xanthohumol: 56,76 mg x 10 = 567,60 mg Solubilisat

Daraus ergibt sich für Polysorbat:

567,60 mg Solubilisat x 0,75 = 425,70 mg Polysorbat in der Gesamtmenge an Solubilisat.

Von einem Körpergewicht von 70 kg und der WHO-Empfehlung von einer Tagesaufnahme von 25 mg Polysorbat (= 1.750 mg Polysorbat/Tag) ausgehend, liegen die oben beschriebenen Solubilisate alle innerhalb der empfohlenen täglichen

Aufnahmemenge der WHO.

An der Universität Kairo in der Fakultät für Pharmazie am Institut für Pharmakologie wurden von Herrn Prof. Dr . M. T. Khayyal Untersuchungen zum anti-inflammatorischen Effekt von Curcumin und von Kombinationen aus Curcumin mit

Xanthohumol jeweils in nativer oder in gemäß der Erfindung solubilisierter Form durchgeführt.

Es wurden anti-inflammatorische Marker und die

antioxidative Kapazität bestimmt. Weibliche Wistar-Ratten mit einem Körpergewicht zwischen 150 und 200 g wurden gemäß „Pearson et al . (1956)" der „Adjuvant induced arthritis" ausgesetzt. Den Tieren wurde über eine subplantare

Injektion 0,1 ml Freund's Adjuvans (FCA) am Tag 0 in die rechte Hinterpfote verabreicht. Die Tiere wurden nach dem Zufallsprinzip in 12 Gruppen mit jeweils 8 Tieren

aufgeteilt. Im Rahmen der Untersuchungen zum

erfindungsgemäßen Xanthohumol-Solubilisat sind folgende der Gruppen interessant:

Gruppe 1 bildete die Kontrollgruppe .

Gruppe 2 erhielt Diclofenac als Referenzwirkstoff in einer Dosierung von 3 mg/kg Körpergewicht.

Gruppe 7 erhielt natives Xanthohumol in einer Dosierung von 5 m/kg Körpergewicht und

Gruppe 8 solubilisiertes Xanthohumol in derselben

Dosierung .

Gruppe 12 erhielt eine Mischung aus solubilisiertem

Curcumin und solubilisiertem Xanthohumol in jeweils derselben Dosierung.

Alle Extrakte bzw. Solubilisate wurden einmal täglich von Tag 0 bis Tag 21 nach der Impfung mit dem Adjuvans oral verabreicht. Nach Tag 21 wurden die Tiere getötet und

Serumproben präpariert und bei - 80 °C gelagert. Gemessen wurden Myeloperoxidase (MPO) , C-reaktives Protein (CRP) , die gesamte antioxidative Kapazität (TAC) und die

thiobarbitursäure-reaktiven Substanzen (thiobarbituratic acid reactive substances) (TBARS) .

Die Ergebnisse der Untersuchungen werden im Folgenden anhand der beigefügten Figuren 5 und 6erläutert.

Zunächst wurden die Auswirkungen auf das C-reaktive Protein (CRP) untersucht. C-reaktives Protein ist ein spezifischer Marker für eine antiinflammatorische Aktivität. Xanthohumol alleine hat einen vergleichbaren Effekt wie Diclofenac und zeigte eine bessere antiinflammatorische Aktivität in solubilisierter Form verglichen mit der nativen Form (Figur 5) .

Myeloperoxidase (MPO) im Plasma spielt eine zentrale Rolle als pro-inflammatorischer Mediator in rheumatoider

Arthritis und ist ein Indikator für das Einwandern

neutrophiler Granulozyten in das betroffene Gewebe. Seine Konzentration ist bei Patienten mit rheumatoider Arthritis erhöht und verursacht oxidativen Stress. Die native Form von Xanthohumol selbst hatte nur einen geringen Effekt auf die Serumkonzentration an MPO, während die solubilisierte Form von Xanthohumol nahezu so effizient wie Diclofenac ist (Figur 6) .

Oxidativer Stress ist einer der Hauptfaktoren, die bei rheumatoider Arthritis (RA) zur Gelenkzerstörung beitragen. Ein Anstieg der Produktion von sogenannten „reactive oxigen species (ROS)" führt zu einer verminderten Zufuhr von endogenen Antioxidantien und resultiert schließlich in der Zerstörung von Zellen. Die neutrophilen Granulozyten, welche im rheumatoiden Gelenk freigesetzt werden,

produzieren freie Sauerstoffradikale, die zu einer erhöhten Bildung von Lipidperoxiden führen, welche sich in einem Anstieg im Serum TBARS zeigen. Daher kann der Anstieg im Antioxidantien-Status , welcher durch eine Zunahme im TAC repräsentiert wird, als Anzeige des Schutzes gegen die

Entwicklung degenerativer entzündlicher Prozesse genutzt werden. Es gibt eine inverse Beziehung zwischen dem Level des TAC und dem des TBARS, ein hohes Level der

antioxidativen Kapazität TAC korrespondiert zu einer geringen Konzentration von TBARS.

Die folgende Tabelle enthält Daten zum Effekt von Curcumin und Xanthohumol in nativer und solubilisierter Form

entweder alleine gegeben oder in Kombination mit Diclofenac in einer Dosierung von 3 mg/kg Körpergewicht einmal täglich über 21 Tage auf die antioxidative Kapazität TAC und die thiobarbitursäure-reaktiven Substanzen TBARS im Serum arthritischer Ratten (n=8) . Angegeben sind Mittelwerte ± Standardfehler SEM.


Gemäß der Erfindung solubilisiertes Xanthohumol alleine war dabei fast genauso effektiv wie Diclofenac bei der

Reduzierung von TBARS und der Erhöhung des TAC im Serum der arthritischen Ratten, wie die Daten in der Tabelle zeigen.

Durch die gemessenen kleinen Partikelgrößen wird

vorteilhafterweise die Ausbildung einer insbesondere für die Wahrnehmung mit dem menschlichen Auge klaren

Flüssigkeit erreicht.

Die Klarheit des Solubilisats läßt sich auch durch seine geringe Trübung darstellen. Dazu wird folgende

Arbeitshypothese angewandt: Je klarer eine wässrige

Verdünnung eines Solubilisats oder einer anderen

Formulierung von von Xanhohumol beziehungsweise von

Xanthohumol mit Curcumin, insbesondere unter

physiologischen Bedingungen einer Magenpassage also bei einem pH-Wert von 1,1 und einer Temperatur von 37°C, ist, desto besser ist dessen Solubilisation . Je besser die

Solubilisation, desto besser ist die Bioverfügbarkeit der Wirkstoffe beziehungsweise des sie enthaltenden Produktes.

Diese Bioverfügbarkeit lässt sich bereits an der besonders geringen Trübung des Solubilisats ablesen, welche sich als eine Art Kenngröße für die Bioverfügbarkeit verstehen lässt .

Die erfindungsgemäße transparente und vollständig stabil wasserlösliche Formulierung weist, ohne Hilfsstoffe wie in Weich- und Hartgelatinekapseln, in gelatinefreien Kapseln (hart und/oder weich) und in flüssigen auf Wasser

basierenden Endprodukten pH-unabhängig eine stabile

Transparenz auf. Produkte mit derartiger Transparenz und Wasserlöslichkeit, werden seitens der relevanten Industrie dringend für innovative Produkte als Kapselfüllung gesucht. Eine Formulierung von Xanthohumol beziehungsweise von

Xanthohumol mit Curcumin, die diesen Anforderungen gerecht wird, existiert bisher nach Kenntnis des Erfinders noch nicht .

Infolge der erfindungsgemäßen Formulierung in einem

Solubilisat mit sehr kleinen, stabilen und

magensaftresistenten Micellen schafft die Erfindung ein Solubilisat von Xanthohumol beziehungsweise von Xanthohumol mit Curcumin zur Verwendung als Nahrungsergänzungsmittel und/oder Arzneimittel, insbesondere zur Verwendung als Nahrungsergänzungsmittel und/oder Arzneimittel mit

antiinflammatorischer Wirkung.

Es ist dem Fachmann ersichtlich, dass die Erfindung nicht auf die vorstehend beschriebenen Beispiele beschränkt ist, sondern vielmehr in vielfältiger Weise variiert werden kann. Insbesondere können die Merkmale der einzeln

dargestellten Beispiele auch miteinander kombiniert oder gegeneinander ausgetauscht werden.