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1. WO2020007870 - BÜGEL-BELADESTATION FÜR HÄNGEFÖRDERER

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

Büqel-Beladestation für Hänqeförderer

[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Beladestation zum automatisierten Beladen eines primären Ladungsträgers (z.B. Rolladapters) eines Hängeförderers mit einem sekundären Ladungsträger (z.B. Kleiderbügel) für Hängeware, wie z.B. Kleidungsstücke. Ferner betrifft die vorliegende Erfindung einen entsprechenden Hängeförderer inklusive einer entsprechenden Beladestation.

[0002] Die Erfindung kommt insbesondere in der Modeindustrie zum Einsatz, wo Kleidungs- stücke (innerbetrieblich) mit Hängeförderern auf (Kleider-)Bügeln hängend gelagert und transportiert werden. Die Kleidungsstücke werden in diesem Zusammenhang auch als Hängeware bezeichnet. Der Transport der Hängeware, d.h. der Kleider auf den Bügeln, erfolgt mit den Hängeförderern.

[0003] Es gibt unterschiedliche Typen von Hängeförderern. Bei einem ersten Typ werden die

Kleiderbügel auf einer Gleitschiene von Mitnehmern geschoben. Die Mitnehmer sind

separat oberhalb der Gleitschiene angeordnet und an eine Antriebskette gekoppelt, die in einer weiteren, separaten Führungsschiene oberhalb der Gleitschiene angeordnet ist. Bei einem zweiten Typ werden sogenannte Rolladapter eingesetzt, die rollend auf der Trans- portschiene sitzen und die einen Körper aufweisen, der durch einen Schlitz in der Trans- portschiene hindurchreicht, so dass ein Teil des Rolladapters nach unten aus der Trans- portschiene vorsteht. Dieser vorstehende untere Abschnitt des Rolladapters weist eine Transportöffnung auf, in die z.B. Kleiderbügel oder Transporttaschen eingehängt werden können. Die Rolladapter werden durch eine Antriebskette bewegt, die frei an die Roll adapter koppelt. Vorzugsweise sind beim zweiten Typ die Rolladapter und die Antriebs- kette innerhalb der gleichen Schiene (d.h. innerhalb der Transportschiene) angeordnet. In diesem Fall spricht man auch von innenlaufenden Rolladaptern, deren Transportöffnung jedoch aus der Schiene -vertikal nach unten - herausragt, wie es nachfolgend noch näher erläutert werden wird. Die Erfindung betrifft den zweiten Typ von Hängeförderern.

[0004] Bekannte Rolladapter und Hängeförderer sind z.B. in den Dokumenten DE 297 09 545

U1 , DE 297 09 547 U1 und EP 1 462 393 B1 beschrieben.

[0005] Um die Rolladapter mit den Kleiderbügeln zu beladen, ist eine Beladestation bekannt, wie sie schematisch in Fig. 16 gezeigt ist.

[0006] In Fig. 16 blickt man entlang einer Förderrichtung, d.h. die Förderrichtung verläuft

senkrecht zur Zeichnungsebene, auf die vorbekannte Beladestation 10', die eine schräg- gestellte Staustrecke 12' umfasst, die in der Fig. 16 durch ein Hohlprofil (Transportschiene 22‘) implementiert ist. Die Staustrecke 12' ist gegenüber der vertikalen Richtung Y mit einem Winkel a geneigt, um eine Fläche der Transportöffnung 48‘ des Rolladapters 36‘ in der horizontalen XZ-Ebene möglichst groß zu machen. Je größer die Fläche der Trans- portöffnung 48‘ ist, desto einfacher ist es, den Kleiderbügel 32‘, der über eine Schiene 33‘ zugeführt wird, die in der Längsrichtung X parallel zur Förderrichtung orientiert ist, senk- recht (d.h. parallel zur Richtung Y) in die Transportöffnung 48‘ fallen zu lassen, wie es durch einen Pfeil angedeutet ist. Danach wird der so beladene Rolladapter 36‘ durch eine nicht dargestellte Drehvorrichtung aktiv, d.h. angetrieben, aus der schrägen Stellung in die vertikale normale Transportstellung (vgl. Rolladapter 36‘ und Bügel 32‘ in Strichlinie

dargestellt), wie es durch einen weiteren Pfeil dargestellt ist.

[0007] Die durch eine aktive Drehbewegung induzierte Rückbewegung des schräg orientierten

Rolladapters 36‘ in seine im Wesentlichen vertikal orientierte Normal- bzw. Transportstel- lung führt dazu, dass der Kleiderbügel 32‘ zu schaukeln beginnt, wie es wiederum durch Pfeile angedeutet ist. Wenn der Kleiderbügel 32‘ schwingt, schwingen auch die daran aufgehängten (nicht dargestellten) Kleidungsstücke. Das Kleidungsstück bewegt sich unkontrolliert. Dies ist in der Modeindustrie nicht gewünscht.

[0008] Ferner kann es Vorkommen, dass der Kleiderbügel 32‘ aufgrund der Schwingung aus der

Transportöffnung 48‘ herausfällt. Auch dies ist nicht erwünscht.

[0009] Schließlich werden die Rolladapter 36‘ selbst durch die Schwingung der Kleidungsstücke und/oder der Kleiderbügel 32‘ unnötig belastet. Dies resultiert in einen erhöhten Ver- schleiß der Rolladapter 36‘.

[0010] Ferner werden viele mechanische Komponenten benötigt. Die Rolladapter 36‘ werden üblicherweise in der vertikalen Ausrichtung durch die (nicht dargestellte) Hängeförderan- lage transportiert. Das Auslenken in die schräge Stellung (durchgezogene Linie in Fig. 16) erfordert ein Auskoppeln aus einer Hauptförderstrecke. Dies kostet Zeit. Das Gleiche gilt für die Rückführung aus der ausgelenkten Stellung in die normale vertikale Transportstel- lung (Strichlinie in Fig. 16).

[0011] Es ist daher eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die oben beschriebenen Nachteile beim automatisierten Beladen von Kleiderbügeln in primäre Ladungsträger eines Hänge- förderers zu überwinden.

[0012] Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Beladestation zum automatisierten Beladen eines primären Ladungsträgers, insbesondere eines Rolladapters, eines Hängeförderers mit einem sekundären Ladungsträger, insbesondere einem Kleiderbügel, für Hängeware, insbesondere Kleidungsstücke, wobei der während eines Transports im Wesentlichen

vertikal orientiere, primäre Ladungsträger mittels eines Paars von Laufrollen innerhalb einer Transportschiene des Hängeförderers geführt beweglich gelagert ist, wobei die Beladestation aufweist: eine Staustrecke, die vorzugsweise als Stauförderer implementiert ist, wobei die Staustrecke eingerichtet ist, primäre Ladungsträger, die in einer Förderrich- tung entlang der Staustrecke bewegbar sind, in der Förderrichtung hintereinander aufzu- stauen; eine Vereinzelungseinrichtung, die seitlich zur Staustrecke angeordnet ist und die aufweist: erste und zweite, insbesondere fingerförmige, Stoppelemente, wobei die ersten und zweiten Stoppelemente jeweils (horizontal) quer zur Staustrecke so beweglich gelagert sind, dass jedes der Stoppelemente, wenn es sich in seiner Stoppposition befindet, in einen Förderweg der primären Ladungsträger, insbesondere zwischen zwei der aufgestauten Ladungsträger, hineinbewegt ist, um die primären Ladungsträger aufzustauen, und, wenn es sich in seiner Freigabeposition befindet, aus dem Förderweg herausbewegt ist, um eine Bewegung der primären Ladungsträger in der Förderrichtung zuzulassen; und einen Schalter; eine Steuereinheit; eine Zuführeinrichtung, die (horizon- tal) seitlich zur Staustrecke angeordnet ist und die eingerichtet ist, einen bügelförmigen Kopfabschnitt des sekundären Ladungsträgers durch eine Transportöffnung im primären Ladungsträger zu führen, um den primären Ladungsträger zu beladen, wenn sich der primäre Ladungsträger in einer Beladeposition befindet, die einer ersten Stauposition, die insbesondere einem stromabwärts gelegenen Ende der Staustrecke entspricht, die durch die Stoppposition des ersten Stoppelements definiert ist; wobei der Schalter gegenüber- liegend zur Zuführeinrichtung angeordnet ist, so dass sich der primäre Ladungsträger in der Beladeposition (horizontal) zwischen dem Schalter und der Zuführeinrichtung, insbe- sondere einer Rutsche der Zuführeinrichtung, befindet, wobei der Schalter durch den sekundären Ladungsträger aus einer Normalstellung in eine Vereinzelungsstellung bewegt wird, sobald der sekundäre Ladungsträger durch die Transportöffnung im pri- mären Ladungsträger hindurchgetreten ist, und ein Vereinzelungssignal an die Steuerein- heit sendet; und wobei die Steuereinheit, wenn die Steuereinheit das Vereinzelungssignal empfängt, veranlasst, dass, vorzugsweise nur, der beladene primäre Ladungsträger die Staustrecke in Richtung einer Hauptförderstrecke des Hängeförderers bzw. die Beladepo- sition verlässt.

[0013] Die Beladestation ist so ausgebildet, dass die primären Ladungsträger (vorzugsweise

Rolladapter) in ihrer Normalstellung, d.h. in einer vertikal orientierten Stellung, mit den sekundären Ladungsträgern (Kleiderbügeln) beladen werden können. Dies bedeutet, dass die Rolladapter nicht gegenüber der Vertikalen ausgelenkt werden, um beladen zu werden. Die Belastung der Rolladapter wird dadurch minimiert.

[0014] Es wird Zeit gewonnen, weil die Rolladapter nicht aus einer ausgelenkten Stellung in die vertikale Normalstellung (aktiv) zurückgedreht werden müssen. So lässt sich eine Belade- leistung von z.B. bis zu 7.000 Bügeln pro Stunde erreichen, was bereits experimentell durch die Anmelderin nachgewiesen wurde. Höhere Leistungen von bis zu 10.000 Bügeln pro Stunde sind möglich, was aktuell untersucht wird.

[0015] Die sekundären Ladungsträger bzw. Bügel werden kontrolliert zugeführt. Dies bedeutet insbesondere, dass die Kleidungsstücke, die an den entsprechenden Bügeln hängen, während der Beladung nicht ins Schwingen kommen. Dadurch ist es ausgeschlossen, dass die Kleidungsstücke während der Beladung von den Bügeln herunterfallen. Eine gewünschte Ausrichtung der Kleidungsstücke auf dem Bügel bleibt erhalten. Eine Kollisi- on von Kleidungsstücken untereinander wird vermieden. Eine Blockade bzw. ein Verha- ken der Kleidungsstücke während des Beladungsvorgangs wird vermieden.

[0016] Da die Bügel bzw. Kleidungsstücke nicht schwingen, wird der primäre Ladungsträger bzw.

Rolladapter während der Beladung weniger stark belastet. Die Lebensdauer der primären Ladungsträger erhöht sich, weil der Verschleiß verringert wird.

[0017] E in Abtransport der primären Ladungsträger aus der Beladeposition in Richtung einer

Hauptförderstrecke des Hängeförderers kann schneller erfolgen, weil die Rotationsbewe- gung zum Verbringen der primären Ladungsträger in ihre Normalstellung entfällt. Die primären Ladungsträger können direkt aus ihrer Beladeposition heraus bewegt, insbeson- dere beschleunigt, werden.

[0018] Die Prozesssicherheit ist sehr hoch. Dies bedeutet, dass 100 % der Bügel sicher in ihren

Rolladapter eingeführt werden, ohne herunterzufallen.

[0019] Insgesamt kommt die Beladestation mit weniger mechanischen Komponenten als eine herkömmliche Beladestation aus. Die Beladestation baut kompakter. Die Beladestation baut kürzer. Die Investitionskosten sind aufgrund der reduzierten Anzahl von Komponen- ten geringer. Die Drehkomponente fehlt.

[0020] Die primären Ladungsträger bzw. Rolladapter müssen nicht ausgeschleust werden, um schräggestellt zu werden. Dies bedeutet mit anderen Worten, dass die Staustrecke in den Hauptförderer integriert werden kann. Die Staustrecke ist dann ein Abschnitt des Haupt- förderers.

[0021] Vorzugsweise ist der primäre Ladungsträger in der Beladeposition und entlang der

Staustrecke im Wesentlichen vertikal orientiert.

[0022] Damit lassen sich die oben erwähnten Vorteile erzielen, nämlich auf die

Rückführbewegung verzichten zu können und den primären Ladungsträger direkt aus der Beladeposition heraus bewegen zu können.

[0023] Insbesondere weist die Zuführeinrichtung eine Rutsche auf, die eine schiefe Ebene

definiert, die in Richtung der Beladeposition abfällt und entlang welcher der sekundäre Ladungsträger, vorzugsweise durch Schwerkraft, in die Transportöffnung des primären Ladungsträgers gleitet, der sich in der Beladeposition befindet.

[0024] Mit der Rutsche lassen sich die sekundären Ladungsträger passiv, d.h. ohne aktiven

Antrieb, in die Transportöffnung des primären Ladungsträgers einführen. Die Bewegung erfolgt durch Gleiten, hervorgerufen durch Schwerkraft. Das Einführen ist prozesssicher, d.h. die Bügel werden immer sicher in die Transportöffnung eingeführt und fallen nicht daneben.

[0025] Bei einer weiteren Ausgestaltung weist ein vertikal orientierter Querschnitt der Rutsche einen erhabenen Abschnitt, auf dem ein Scheitelpunkt des bügelförmigen Kopfabschnitts in Richtung der Beladeposition gleitet, und einen angrenzenden, vertieften Abschnitt auf, der eingerichtet ist, eine Spitze des bügelförmigen Abschnitts in Richtung der Beladeposi- tion zu führen.

[0026] Der Scheitelpunkt des Bügelkopfes gleitet nahezu permanent auf dem erhabenen

Abschnitt (Grat) in Richtung der Beladeposition. Der vertiefte Abschnitt (Rinne) dient der Führung der Spitze des Bügelkopfes. Die Bügelköpfe können prinzipiell unterschiedlich ausgestaltet sein. Dies äußert sich insbesondere in einer unterschiedlichen Position der Bügelkopfspitze. Bei längeren Bügelköpfen ist die Spitze tiefer angeordnet als bei kürze- ren Bügelköpfen. Bei den längeren Bügelköpfen führt der vertiefte Abschnitt die Spitze durch Kontakt sicher in die Transportöffnung. In diesem Fall gibt es zwei Kontaktpunkte zwischen der Rutsche und dem Bügelkopf, nämlich zum einen zwischen der Rutsche (Grat) und dem Bügelkopfscheitelpunkt und zum anderen zwischen der Rutsche (Rinne) und der Spitze.

[0027] Vorzugsweise definieren der erhabene Abschnitt und der vertiefte Abschnitt in einer

Draufsicht auf die Rutsche parabelförmige Führungsbahnabschnitte, die von geradlinigen parallelen Führungsbahnabschnitten startend in die Beladeposition münden, und wobei vorzugsweise der parabelförmige Führungsbahnabschnitt des erhabenen Abschnitts eine größere Steigung als der parabelförmige Führungsbahnabschnitt des vertieften Abschnitts aufweist.

[0028] Dies bedeutet, dass die Rutsche in ihrem stromabwärtigen Endbereich parabelförmige

Führungsbahnen aufweist, um den Scheitelpunkt und/oder die Spitze des Bügelkopfes sicher in die Transportöffnung des primären Ladungsträgers in der Beladeposition zu führen.

[0029] Die Zuführung der sekundären Ladungsträger kann anfangs nahezu parallel zur

Staustrecke erfolgen. Es ist nicht zwingend erforderlich, senkrecht zur Staustrecke zuzuführen.

[0030] Die unterschiedlichen Steigungen der parabelförmigen Führungsbahnabschnitte

bewirken, dass der Bügelkopf während der finalen Zuführung so gedreht wird, dass die Spitze nahezu senkrecht durch eine Ebene hindurchtritt, die durch die Transportöffnung des primären Ladungsträgers definiert ist. Vorzugsweise wird die Ebene, in der der Bügelkopf liegt, während der Beladung über die Senkrechte hinaus gedreht. Dies bedeu- tet, dass die Spitze des Bügelkopfes stromaufwärts zur Förderrichtung orientiert ist und ein gegenüberliegender Teil des Bügelkopfes stromabwärts orientiert ist. Dies ist von Vorteil, weil der primäre Ladungsträger in der Förderrichtung aus der Beladeposition heraus beschleunigt wird, so dass sich das Kleidungsstück bzw. der Bügel beim Be- schleunigen "gerade" stellt. Dies bedeutet wiederum, dass eine Hängeebene des Klei dungsstücks im Wesentlichen senkrecht zur Förderrichtung orientiert ist, wie es ge- wünscht ist.

[0031] Bei einer weiteren besonderen Ausgestaltung erfolgt der Schritt, bei dem die Steuerein- heit veranlasst, dass (nur) der primäre Ladungsträger die Staustrecke in Richtung der Hauptförderstrecke verlässt, indem das erste Stoppelement aus der Stoppposition in die Freigabeposition bewegt wird, während das zweite Stoppelement aus der Freigabepositi- on in die Stoppposition bewegt wird, so dass der primäre Ladungsträger die Staustrecke verlässt, während alle anderen primären Ladungsträger, die sich stromaufwärts zur Beladeposition befinden, durch das zweite Stoppelement aufgehalten bzw. aufgestaut werden.

[0032] Die ersten und zweiten Stoppelemente werden so betätigt, dass nur der primäre

Ladungsträger in der Beladeposition zum Abtransport freigegeben wird, während alle anderen primären Ladungsträger (aufgrund eines Staudrucks) weiterhin aufgestaut werden. Dies ist insbesondere von Vorteil, wenn die anderen Ladungsträger einem hohen Staudruck ausgesetzt sind. Der hohe Staudruck stellt sicher, dass die anderen primären Ladungsträger mit hoher Geschwindigkeit nachgeführt werden, insbesondere in die Beladeposition, sobald der beladene primäre Ladungsträger das stromabwärtige Ende des Stauförderers, also die Beladeposition, verlassen hat.

[0033] Auch diese Maßnahmen erhöhen die Prozesssicherheit. Außerdem stellen sie sicher, dass eine hohe Beladeleistung erzielbar ist, weil die leeren primären Ladungsträger schnell und sicher nachgeführt werden.

[0034] Bei einer anderen besonderen Konfiguration weist die Vereinzelungseinrichtung ferner einen (horizontal) umlaufenden, in sich geschlossenen Förderstrang, wie z.B. einen Riemen, auf, der mindestens einen nach außen vorstehenden Mitnehmer aufweist, wobei der Förderstrang so angeordnet ist, dass der mindestens eine Mitnehmer von den aufge- stauten primären Ladungsträgern nur den primären Ladungsträger in der Beladeposition berührt und anschließend parallel zur Förderrichtung anschiebt.

[0035] Die Vereinzelungseinrichtung sorgt also dafür, dass der beladene primäre Ladungsträger aus seiner Beladeposition heraus beschleunigt wird, um später in die Hauptstrecke eingeschleust zu werden. Der Förderstrang ist so angeordnet (und ausgebildet), dass nur der beladene Ladungsträger beschleunigt wird. Der Mitnehmer berührt nur den beladenen primären Ladungsträger. Alle anderen leeren primären Ladungsträger werden nicht berührt, so dass Kollisionen und Blockaden verhindert werden.

[0036] Vorzugsweise wird der Förderstrang getaktet bewegt, wenn der Förderstrang mehrere

Mitnehmer aufweist, wobei die Mitnehmer entlang des Förderstrangs gleich beabstandet angeordnet sind und wobei ein Takt durch den Abstand zwischen benachbarten Mitneh- mern definiert ist.

[0037] Insbesondere ist ein relativer (lichter) Abstand des ersten und zweiten Stoppelements entlang der Förderrichtung kleiner als ein Abstand zwischen zwei aufgestauten primären Ladungsträgern.

[0038] Auf diese Weise wird sichergestellt, dass nur der beladene primäre Ladungsträger

vereinzelt wird, während alle anderen leeren primären Ladungsträger sicher aufgehalten werden.

[0039] Bei einer vorteilhaften Konfiguration ist der Schalter ein Kontaktschalter oder eine

Schaltwippe, der bzw. die nach einer Auslenkung durch den sekundären Ladungsträger und einem Abtransport des beladenen primären Ladungsträgers selbsttätig in die Normal- position zurückkehrt.

[0040] Somit ist die Beladestation für einen neuen Beladevorgang bereit.

[0041] Der Schalter stellt ein binäres System dar (primäre Ladungsträger beladen oder nicht beladen), so dass die Prozesssicherheit hoch ist.

[0042] Des Weiteren wird die obige Aufgabe durch einen Hängeförderer bzw. ein Hängeförder- system mit einer Beladestation gelöst, die wie oben beschrieben ausgestaltet ist.

[0043] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu

erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.

[0044] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:

Figur 1 eine schematische Veranschaulichung einer Beladestation, die Teil eines

(nicht dargestellten) Hängeförderers ist;

Figur 2 eine perspektivische Ansicht eines isoliert dargestellten primären Ladungsträ- gers, der als Rolladapter implementiert ist;

Figur 3 eine schematische Seitenansicht einer Transportschiene, wobei man in ein

Inneres der Schiene blickt, um den primären Ladungsträger der Fig. 2 zu se- hen;

Figur 4 eine aufgebrochene perspektivische Teilansicht der Beladestation der Fig. 1 ;

Figur 5 eine perspektivische schematische Ansicht einer Rutsche einer Zuführeinrich- tung der Beladestation der Fig. 1 ;

Figur 6 eine perspektivische Veranschaulichung eines ersten Zustandes einer Belade- sequenz;

Figur 7 eine Veranschaulichung eines zweiten Zustands der Beladesequenz;

Figur 8 eine Veranschaulichung eines dritten Zustands der Beladesequenz;

Figur 9 eine Veranschaulichung eines vierten Zustands der Beladesequenz;

Figur 10 einen ersten Zustand einer Vereinzelungssequenz;

Figur 1 1 einen zweiten Zustand einer Vereinzelungssequenz;

Figur 12 einen dritten Zustand einer Vereinzelungssequenz;

Figur 13 einen vierten Zustand einer Vereinzelungssequenz;

Figur 14 einen fünften Zustand einer Vereinzelungssequenz;

Figur 15 einen sechsten Zustand einer Vereinzelungssequenz; und

Figur 16 eine Beladestation gemäß dem Stand der Technik.

[0045] Fig. 1 zeigt eine perspektivische Veranschaulichung einer Beladestation 10, die eine

Staustrecke 12, eine Vereinzelungseinrichtung 14 und eine Zuführeinrichtung 16 aufweist. Die Staustrecke 12, die Vereinzelungseinrichtung 14 und die Zuführeinrichtung 16 treffen sich in einem Materialflusspunkt, wie es unten noch näher ausgeführt wird. Die Beladesta- tion 10 ist Teil eines hier nicht näher dargestellten Hängeförderers 18, der z.B. stromauf- wärts an die Staustrecke 12 und stromabwärts an Vereinzelungseinrichtung 14 gekoppelt ist. Die Beladestation 10 ist in diesem Fall direkt in einen Streckenverlauf des Hängeför- derers 18 integriert. Alternativ kann die Beladestation 10 auch maschen- oder schleifen- förmig an den Hängeförderer 18 koppeln.

[0046] Die Staustrecke 12 kann passiv oder aktiv ausgebildet sein.

[0047] In der passiven Ausführung ist kein Antrieb vorgesehen. Die Staustrecke 12 ist in diesem

Fall z.B. durch eine geneigte Schiene implementiert, die die Schwerkraft zum Transport nutzt.

[0048] In der aktiven Variante ist ein Antrieb vorgesehen, um primäre Ladungsträger 34

angetrieben entlang der Staustrecke 12 zu bewegen. In diesem Fall ist die Staustrecke 12 ein Stauförderer. Ein exemplarischer Stauförderer ist in der WO 2017/109042A1 gezeigt, auf die hier Bezug genommen wird.

[0049] In der Fig. 1 ist exemplarisch ein kartesisches Koordinatensystem XYZ gezeigt. Die

Staustrecke 12 erstreckt sich exemplarisch parallel zur Längsrichtung X und definiert damit auch die Förderrichtung 20, da sich eine (Transport-)Schiene 22 der Staustrecke 12 (und des Hängeförderers 18) parallel zur Längsrichtung X erstreckt.

[0050] Die Zuführeinrichtung 16 kann (horizontal) schräg zur Längsrichtung X angeordnet sein, so dass eine Zuführeinrichtung 24 und die Förderrichtung 20 exemplarisch einen Winkel 30° bis 40° zueinander definieren. Es versteht sich, dass jeder andere beliebige Winkel, vorzugsweise bis 90°, wählbar ist. Ferner versteht es sich, dass die Beladestation 10, die in Fig. 1 im Wesentlichen horizontal, d.h. in der XZ-Ebene, liegt, (zusätzlich) auch gegen- über der Horizontalen geneigt angeordnet sein kann.

[0051] Die Staustrecke 12, die Vereinzelungseinrichtung 14 und die Zuführeinrichtung 16 treffen sich in einem gemeinsamen Punkt (Beladepunkt), wie es nachfolgend noch näher erläu- tert werden wird.

[0052] Die Vereinzelungseinrichtung 14 ist (horizontal) seitlich zu einem stromabwärtigen Ende der Staustrecke 12 angeordnet. Die Zuführeinrichtung 16 ist gegenüberliegend zur

Vereinzelungseinrichtung 14 ebenfalls (horizontal) seitlich zum stromabwärtigen Ende der Staustrecke 12 angeordnet.

[0053] Die Zuführeinrichtung 16 dient der vereinzelten Zuführung von sekundären

Ladungsträgern 38 (z.B. Bügel 32 oder Taschen) und umfasst eine Rutsche 26, die insbesondere in Bezug auf Fig. 5 noch näher erläutert werden wird.

[0054] Ferner kann die Zuführeinrichtung 16 optional ein Zuführband 28 und/oder eine

Zuführspindel 30 umfassen, wobei das Zuführband 28 und die Spindel 30 vorzugsweise synchronisiert zueinander betrieben werden. Das Zuführband 28 und die Spindel 30 sorgen dafür, dass die Bügel 32 mit einem gewünschten Abstand zueinander transportiert werden. Dieser Abstand wird benötigt, um die primären Ladungsträger 34 (vgl. Fig. 2), die als Rolladapter 36 oder andere Halteelemente implementiert sind, mit großer Prozesssi- cherheit zu beladen. Die Bügel 32 stellen exemplarisch sekundäre Ladungsträger 38 dar.

[0055] Ferner weist die Beladestation 10 eine Steuereinheit 40 auf, die über Leitungen 42

und/oder drahtlos (vgl. Doppelpfeil 44) mit den einzelnen Komponenten der Beladestation 10 verbunden ist.

[0056] Fig. 2 zeigt eine perspektivische Veranschaulichung eines primären Ladungsträgers 34, der als Rolladapter 36 implementiert ist. Der primäre Ladungsträger 34 wird in der Belade- station 10 der Fig. 1 eingesetzt. Nachfolgend wird ausschließlich der Rolladapter 36 als bevorzugte Ausführungsform des primären Ladungsträgers 34 betrachtet werden. Es versteht sich, dass der primäre Ladungsträger 34 auch durch andere Halteelemente implementiert sein kann, die in der Transportschiene 22 geführt beweglich sind.

[0057] Der Rolladapter 36 weist einen Körper 46 auf, der in seiner normalen T ransportstellung im

Wesentlichen entlang der vertikalen XY-Ebene orientiert ist. Natürlich weist der Körper 46 auch eine Ausnehmung in der Querrichtung Z auf. Dennoch ist der Körper 46 im Wesent- lichen vertikal orientiert. Eine Längsrichtung des Körpers 46 ist parallel zur Richtung Y orientiert.

[0058] Der Körper 46 weist in einem unteren Abschnitt eine Transportöffnung 48 auf. Die

Transportöffnung 48 ist eingerichtet, einen bügelförmigen Kopfabschnitt 50 (vgl. Fig. 16) des Bügels 32 (vgl. Fig. 1 ) aufzunehmen, indem eine Spitze 52 (vgl. Fig. 16) des zumin- dest teilweise offen ausgebildeten Kopfabschnitts 50 durch die Transportöffnung 48 (vgl. Fig. 2) hindurchtritt. In der normalen Transportstellung des Rolladapters 36 erstreckt sich die Transportöffnung 48 im Wesentlichen in der vertikalen XY-Ebene.

[0059] Der Rolladapter 36 weist ein erstes Paar von Laufrollen 54 und ein (optionales) zweites

Paar von Stützrollen 56 auf. Die Rollen 54 und 56 sind jeweils auf einer (nicht näher bezeichneten, horizontalen) Drehachse gelagert, die sich parallel zur Querrichtung Z erstreckt. In der Querrichtung Z ist auf jeder Seite des Körpers 46 eine der Rollen 54 bzw. 56 angeordnet.

[0060] Oberhalb der Laufrollen 54 erstreckt sich ein (nicht näher bezeichneter) stegartiger

Mitnehmerabschnitt des Körpers 46. Der stegartige Mitnehmerabschnitt wird aus einem Kopfsteg 58 und einem (optionalen) Mitnehmersteg 60 gebildet. Der Kopfsteg 58 erstreckt sich im Wesentlichen in der vertikalen Richtung Y, wohingegen sich der Mitnehmersteg 60 im Wesentlichen parallel zur Querrichtung Z erstreckt.

[0061] Der Rolladapter 36 kann in seinem unteren Abschnitt ferner eine Identifizierungseinrich- tung 62 (z.B. einen RFID-Tag oder Ähnliches) aufnehmen oder angebracht haben, um den entsprechenden Rolladapter (ein-) eindeutig zu unterscheiden.

[0062] Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht einer (hier nicht näher bezeichneten) Hauptförderstrecke, die wie die Staustrecke 12 in Fig. 1 eine Transportschiene 22 umfasst. In der Darstellung der Fig. 3 ist die Schiene 22 so dargestellt, dass man in ein Inneres der Schiene 22 blicken kann.

[0063] Im Inneren der Schiene 22 ist eine Antriebskette 64 des Hängeförderers 18 geführt

beweglich gelagert. Die Antriebskette 64 weist hier nicht näher bezeichnete Lauf- und Stützrollen auf, um innerhalb der Schiene 22 geführt bewegt zu werden. In einem unteren Abschnitt der Antriebskette 64 sind kammartige Mitnehmerelemente 66 vorgesehen. Die

Mitnehmerelemente 66 sind an die Kette 64 gekoppelt und erstrecken sich im Wesentli- chen in der Längsrichtung X. Die Mitnehmerelemente 66 sind mit (hier nicht näher bezeichneten) Zinken ausgebildet, die sich im Wesentlichen in der vertikalen Richtung Y erstrecken. Diese Zinken kämmen mit dem Kopf der Rolladapter 36, um die Rolladapter 36 in der Förderrichtung 20 zu bewegen.

[0064] Die Laufrollen 54 der Rolladapter 36 sind innerhalb der Schiene 22 angeordnet, wohin- gegen die optionalen Stützrollen 56 außerhalb und unterhalb der Schiene 22 positioniert sind. Die Rolladapter 36 sind innenlaufend. Die Rolladapter 36 werden über ihre Laufrol- len 54 auf unteren (hier nicht näher bezeichneten) Querstegen der Schiene 22 abgestützt.

[0065] Der untere Abschnitt des Rolladapters 36 ragt unten aus der Schiene 22 heraus.

Insbesondere die Transportöffnung 48 ragt unten aus der Schiene 22 heraus.

[0066] Fig. 4 zeigt eine schematische perspektivische Veranschaulichung der Beladestation 10 der Fig. 1 , wobei einige Komponenten der Beladestation 10 zur Vereinfachung eines Verständnisses nicht explizit dargestellt sind.

[0067] In der Fig. 4 sind die Staustrecke 12, die Vereinzelungseinrichtung 14 und die Zuführ- einrichtung 16 der Fig. 1 nur teilweise dargestellt. Ferner ist z.B. die Schiene 22 der Staustrecke 12 nicht gezeigt.

[0068] Die Staustrecke 12 ist im Wesentlichen durch aufgestaute primäre Ladungsträger 34-1 bis

34-5 angedeutet.

[0069] Die Vereinzelungseinrichtung 14 ist durch ihre ersten und zweiten Stoppelemente 68-1 und 68-2 sowie einen Förderstrang 70 angedeutet. Der Förderstrang 70 weist z.B. einen in sich geschlossenen (Antriebs-)Riemen 72 mit mindestens einem Mitnehmer 74 auf. In der Fig. 4 sind zwei Mitnehmer 74-1 und 74-2 erkennbar, die nach außen aus dem

Riemen 72 (senkrecht) vorstehen. Der Förderstrang 70 ist in der horizontalen Ebene XZ angeordnet. Die Mitnehmer 74 sind eingerichtet, mit einem verjüngten Abschnitt des Körpers 46 der Rolladapter 36 zusammenzuwirken. Der (hier nicht näher bezeichnete) verjüngte Abschnitt des Körpers 46 ist vertikal zwischen den Laufrollen 54 und den

Stützrollen 56 angeordnet (vgl. Fig. 2).

[0070] Die Stoppelemente 68 sind beweglich gelagert. Die Stoppelemente 68 erstrecken sich in der Querrichtung Z und sind in der Querrichtung Z z.B. entlang (hier nicht näher bezeich- neten) Führungsschienen beweglich. Das erste, stromabwärts gelegene Stoppelement 68-1 ist in der Fig. 4 in einer Stoppposition gezeigt. In der Stoppposition ist das entspre- chende Stoppelement 68 in einen (hier nicht näher bezeichneten) Förderweg der Rolla- dapter 36 hineingefahren. Dies bedeutet, dass das Stoppelement 68 in seiner Stoppposi- tion einen Transport der Rolladapter 36 in der Förderrichtung 20 unterbindet. Das erste Stoppelement 68-1 ist in der positiven Querrichtung Z ausgefahren. Das erste Stoppele- ment 68 ist in einem vorderen Abschnitt klammerförmig ausgebildet.

[0071] Das zweite Stoppelement 68-2 ist in einer (zurückgezogenen) Freigabeposition in der

Fig. 4 gezeigt. Auch das zweite Stoppelement 68-2 ist in der Querrichtung Z beweglich gelagert. Das zweite Stoppelement 68-2 kann in der positiven Querrichtung Z in den Förderweg der Rolladapter 36 eingefahren werden, um alle Rolladapter 36, die sich stromaufwärts zum zweiten Stoppelement 68-2 befinden, aufzuhalten, wie es nachfolgend noch näher erläutert werden wird.

[0072] Grundsätzlich können die Stoppelemente 68 fingerförmig bzw. stabförmig ausgebildet sein.

[0073] In der Stoppposition hält das Stoppelement 68-1 den primären Ladungsträger 34-1 in einer Beladeposition. In der Fig. 4 ist angedeutet, dass ein sekundärer Ladungsträger 38 in Form eines Bügels 32 in die Transportöffnung 38 bereits eingeführt ist. Die Spitze 52 des Bügels 32 berührt einen Schalter 76. Der Schalter 76 ist Teil der Vereinzelungsein- richtung 14. In der Fig. 4 ist der Schalter 76 in einer Schaltposition gezeigt. In der Schalt- position ist der Schalter 76 durch den Bügel 32 ausgelenkt, wie es durch einen Doppel- pfeil angedeutet ist.

[0074] Unter Bezugnahme auf die Fig. 5 bis 9 werden nachfolgend ein Aufbau und eine

Funktionsweise der Bügelzuführung bzw. Bügelbeladung näher beschrieben werden.

[0075] In Fig. 5 ist die Rutsche 26 der Zuführeinrichtung 16 der Fig. 1 isoliert dargestellt. Fig. 5 zeigt eine perspektivische Ansicht der Rutsche 26.

[0076] Eine Stirnseite 78, die in der vertikalen XY-Ebene orientiert ist, veranschaulicht einen vertikal orientierten Querschnitt durch die Rutsche 36 an einem stromabwärtigen Ende von Führungsbahnen 80-1 und 80-2, die in der Fig. 5 durch Strichlinien angedeutet sind. Die Führungsbahnen 80 stellen mögliche Kontaktpunkte zwischen dem bügelförmigen Kopfabschnitt 50 der Bügel 32 und der Rutsche 26 dar.

[0077] Die Führungsbahnen 80 können geradlinige Führungsbahnabschnitte 82-1 und 82-2

sowie parabelförmige Führungsbahnabschnitte 84-1 und 84-2 umfassen.

[0078] Die geradlinigen Abschnitte 82-1 und 82-2 sind vorzugsweise horizontal, d.h. in der XZ- Ebene orientiert. Die geradlinigen Abschnitte 82-1 und 82-2 sind vorzugsweise parallel zueinander auf unterschiedlichen Höhen angeordnet. Der obere geradlinige Abschnitt 82- 1 kann durch zwei (hier nicht näher bezeichnete) Auflagestege definiert werden, wo der (hier nicht gezeigte) Kopfabschnitt 50 des (hier nicht gezeigten) Bügels 32 an zwei Orten zur Auflage kommt. Der untere geradlinige Abschnitt 82-2 dient zur Führung der (hier nicht dargestellten) Spitze 52 des Bügels 32.

[0079] Stromabwärts an die geradlinigen Abschnitte 82 schließen sich vorzugsweise

parabelförmige Abschnitte 84 an. Insbesondere die parabelförmigen Abschnitte 84 liegen in schiefen Ebenen, die in der Zuführeinrichtung 24 (vgl. Fig. 1 ) in Richtung der Beladepo- sition (vgl. Fig. 4) abfallen. Der obere parabelförmige Abschnitt (84-1 ) dient zur Führung eines Scheitelpunkts des Kopfabschnitts 50 der Bügel 32. Der untere parabelförmige Abschnitt 84-2 dient zur Führung der Spitze 52 des Kopfabschnitts 50.

[0080] Eine (mathematische) Steigung des oberen parabelförmigen Abschnitts 84-1 ist vorzugs- weise größer als eine Steigung des unteren parabelförmigen Abschnitts 84-2. Dies

bedeutet, dass sich der Abschnitt 84-1 stärker in Richtung der Beladeposition (Fig. 4) in der stromabwärtigen Richtung krümmt als der Abschnitt 84-2.

[0081] I m vertikalen Querschnitt bildet der (obere) parabelförmige Abschnitt 84-1 einen Scheitel- punkt eines erhabenen (Querschnitt- )Abschnitts 86, wohingegen der untere parabelförmi- ge Abschnitt 84-2 einen (unteren) Scheitelpunkt eines (Querschnitt- )Abschnitts 88 bildet.

[0082] Obwohl die Bügel 32 normalerweise im Wesentlichen Kontakt mit dem oberen parabel- förmigen Abschnitt 84 haben, kann der untere parabelförmige Abschnitt 84-2 mit der Spitze 52 zusätzlich in Kontakt kommen, wenn der Kopfabschnitt 50 besonders groß bzw. lang dimensioniert ist.

[0083] Durch diese spezielle Geometrie wird sichergestellt, dass die Bügel 32 prozesssicher in den am weitesten stromabwärts positionierten primären Ladungsträger 34-1 (vgl. Belade- position der Fig. 4) eingeführt werden.

[0084] Unter Bezugnahme auf die nachfolgenden Fig. 6 bis 9 werden verschiedene Zustände einer Bügel-Beladesequenz in zeitlicher Abfolge verdeutlicht. Die Fig. 6 bis 9 zeigen perspektivische vergrößerte Ansichten der Fig. 4 mit einem Fokus auf die Bügelzufüh- rung.

[0085] Fig. 6 zeigt einen Übergang des Bügels 32 vom geradlinigen Abschnitt 82 der Führungs- bahn in den parabelförmigen Abschnitt 84. Der (leere) Rolladapter 36-1 wird durch das ausgefahrene, erste Stoppelement 68-1 in der Beladeposition gehalten.

[0086] In Fig. 7 ist der Bügel 32 bereits ein Stück abgerutscht. Die Fig. 7 zeigt einen zweiten

Zustand der Bügelzuführung zu einem späteren Zeitpunkt als die Fig. 6. Der Bügel 32 bewegt sich (durch Schwerkraft) in der Zuführeinrichtung 24 entlang des parabelförmigen Abschnitts 84 der Rutsche 26.

[0087] Fig. 8 zeigt den Bügel 32 in einem dritten Zustand, nachdem der Bügel 32 noch ein Stück weiter abgerutscht ist. Die Spitze 50 des Bügels 32 ist durch die Transportöffnung 48 des Rolladapters 36-1 hindurchgetreten und berührt den Schalter 76. Der Schalter 76 wird dadurch in seine Schaltstellung bewegt, insbesondere verschwenkt, wie es durch einen Pfeil 90 angedeutet ist.

[0088] Die Fig. 9 zeigt das Ende des Bügelzuführ- und Beladevorgangs, wo die Spitze 52 des

Bügels 32 den Schalter 76 voll ausgelenkt hat. Der Schalter 76 befindet sich spätestens dann sicher in seiner Schaltposition. In der Schaltposition sendet der Schalter 76 ein (nicht dargestelltes) Vereinzelungssignal an die Vereinzelungseinrichtung 14 bzw. die Steuereinheit 40, um den beladenen Rolladapter 36-1 aus der Beladeposition am strom- abwärtigen Ende der Staustrecke 12 abzutransportieren.

[0089] Die Vereinzelung des beladenen Rolladapters 36-1 wird nachfolgend unter Bezugnahme auf die Fig. 10 bis 15 beschrieben werden, die zeitlich hintereinander liegende Zustände eines Vereinzelungsvorgangs verdeutlichen.

[0090] Fig. 10 zeigt einen ersten Zustand eines Vereinzelungsprozesses, der durch das

Vereinzelungssignal des Schalters 76, der sich in seiner Vereinzelungsstellung befindet, ausgelöst wird. Das Vereinzelungssignal wird von der Steuereinheit 40 (vgl. Fig. 1 ) empfangen, um die nachfolgend beschriebenen Vorgänge zu veranlassen. Die Fig. 10 entspricht der Fig. 4 und zeigt den gleichen Zustand wie die Fig. 9, jedoch in verkleinerter Darstellung. Die Fig. 10 zeigt neben der Rutsche 26 auch die Vereinzelungseinrichtung 14 mit ihrem umlaufenden Förderstrang 70, welcher exemplarisch durch einen Riemen 72 implementiert ist. In der Fig. 10 befindet sich das erste Stoppelement 68-1 in der (ausge- fahrenen) Stoppstellung, wohingegen sich das zweite Stoppelement 68-2 in der (zurück- gezogenen) Freigabestellung befindet. Die Fig. 10 repräsentiert den Startzeitpunkt des Vereinzelungsprozesses.

[0091] Fig. 1 1 zeigt einen zeitlich späteren Zustand. Der Riemen 72 wird im Uhrzeigersinn

bewegt (vgl. Pfeil 92), wodurch auch die am Riemen 72 fest angebrachten Mitnehmer 74 bewegt werden. In der Fig. 11 ist lediglich einer der Mitnehmer 74 im Bereich eines Umlenkrads des Riemens 72 zu erkennen. Ein weiterer Mitnehmer 74 befindet sich in

unmittelbarer Nähe zum ersten Rolladapter 36-1 , um diesen in der Förderrichtung 20, d.h. parallel zur Längsrichtung X anzuschieben.

[0092] Das erste Stoppelement 68-1 wird (in der negativen Querrichtung Z) zurückgezogen (vgl.

Pfeil 94), während das zweite Stoppelement 68-2 beginnt, sich in seine Stoppstellung zu bewegen, indem es in der positiven Querrichtung Z ausgefahren wird (vgl. Pfeil 96). Der beladene Rolladapter 36-1 wird aber noch immer durch das erste Stoppelement 68-1 gehalten.

[0093] Fig. 12 zeigt den nächsten Zustand des Vereinzelungsprozesses, der zeitlich kurz hinter dem Zustand der Fig. 1 1 liegt. Der Riemen 72 wird weiterhin im Uhrzeigersinn bewegt (vgl. Pfeil 92). Das erste Stoppelement 68-1 ist vollständig zurückgezogen und befindet sich somit in seiner Freigabestellung, so dass der beladene Rolladapter 36-1 von dem Mitnehmer 74-2 angeschoben wird, um aus der Beladeposition heraus bewegt zu werden. Das zweite Stoppelement 68-2 ist vollständig ausgefahren und befindet sich somit in seiner Stoppstellung. Das zweite Stoppelement 68-2 hält den zweiten Rolladapter 36-1 und alle nachfolgenden fest, um ein Nachrücken des Rolladapters 36-2 in die Beladeposi- tion zu verhindern.

[0094] Die Fig. 13 zeigt die Fig. 12 zu einem leicht späteren Zeitpunkt. Der Riemen 72 wird

weiterhin, vorzugsweise kontinuierlich, im Uhrzeigersinn bewegt. Der Rolladapter 36-1 hat die Beladeposition sicher verlassen, so dass das erste Stoppelement 68-1 wieder ausge- fahren werden kann (vgl. Pfeil 98).

[0095] Fig. 14 zeigt die leere Beladeposition zu einem späteren Zeitpunkt als die Fig. 13. Es befindet sich kein Rolladapter 36 in der Beladeposition.

[0096] In der Fig. 14 ist das erste Stoppelement 68-1 wieder nahezu vollständig ausgefahren und befindet sich somit kurz vor seiner Stoppposition. Der Riemen 72 wird weiterhin im Uhrzeigersinn bewegt. Das zweite Stoppelement 68-2 befindet sich weiterhin in seiner Stoppposition. Der Rolladapter 36-1 wird weiterhin durch den Mitnehmer 74-2 in der

Förderrichtung 20 angeschoben, um die Vereinzelungseinrichtung 14 bzw. die Beladepo- sition endgültig zu verlassen.

[0097] Fig. 15 zeigt die erneut bestückte Beladeposition zu einem späteren Zeitpunkt als die Fig.

14. Das erste Stoppelement 68-1 befindet sich in seiner Stoppposition, d.h. ist in der positiven Querrichtung Z vollständig ausgefahren. Während das zweite Stoppelement 68- 2 zurückgezogen wird, um den Förderweg der aufgestauten Rolladapter 36-2 bis 36-6 freizugeben. Die nicht beladenen Rolladapter 36-2 bis 36-6 rücken um eine Position stromabwärts, so dass sich der Rolladapter 36-2 in der Beladeposition befindet.

[0098] Der Riemen 72 wird weiter im Uhrzeigersinn gedreht (nicht mehr gezeigt), um den

Mitnehmer 74-3 in eine Position zu bringen, die der Position des Mitnehmers 74-2 in der Fig. 10 entspricht. Der Mitnehmer 74-2 befindet sich dann in der Position des Mitnehmers 74-1 in Fig. 10. Sobald sich der Mitnehmer 74-2 bzw. 74-3 in dieser Position befindet, ist der Vereinzelungszyklus abgeschlossen. Danach kann ein nächster Vereinzelungszyklus beginnen, wie es in Fig. 10 dargestellt ist.

[0099] Somit ist der Vereinzelungsprozess vollständig beschrieben.

[00100] Es versteht sich, dass je nach Länge des Riemens 42 mehr oder weniger Mitnehmer 74 in einem geeigneten Abstand zueinander außen am Riemen 32 angebracht sind. Im Beispiel der Fig. 10 bis 15 sind exemplarisch drei Mitnehmer 74-1 bis 74-3 vorgesehen.

[00101] E in relativer Abstand der ersten und zweiten Stoppelemente 68-1 und 68-2 in der Längs- richtung X bzw. der Förderrichtung 20 ist so gewählt, dass das zweite Stoppelement 68-2 in den Förderweg des Rolladapters 36 bzw. sekundären Ladungsträgers 38 eingefahren werden kann, der direkt stromaufwärts zum Rolladapter 36 bzw. sekundären Ladungsträ- ger 38 in der Beladeposition positioniert ist.

[00102] E in lichter Abstand zwischen dem Schalter 76 und dem Rolladapter 36-1 in der Querrich- tung Z (vgl. z.B. Fig. 6) ist so gering wie möglich gewählt, um den Vereinzelungsprozess (vgl. Fig. 10 bis 15) so schnell wie möglich zu initiieren, sobald der Bügel 32 die Trans- portöffnung 48 passiert hat.

[00103] Wie in den Fig. 8 und 9 gezeigt, ist die Rutsche 26 in der Querrichtung Z ebenfalls

möglichst nah zum Rolladapter 36-1 in der Beladeposition angeordnet. In der Längsrich- tung X bzw. der Förderrichtung 20 ist die Rutsche 26 vorzugsweise so positioniert, dass eine stromaufwärts angeordnete Seitenwand des vertieften Abschnitts 88 ungefähr auf der Höhe der stromaufwärtigen Seitenwand der Transportöffnung 48 positioniert ist. Der obere parabelförmige Abschnitt 84-1 der oberen Führungsbahn 80-1 (vgl. Fig. 5) reicht vorzugsweise über ein stromabwärtiges Ende des Rolladapters 36-1 in seiner Beladeposi- tion hinaus (vgl. Fig. 8).

[00104] Die parabelförmige Ausgestaltung der Führungsbahnen 80-1 und 80-2 inklusive den

erhabenen und vertieften Abschnitte 86 und 88 sorgen dafür, dass der Bügel 32 immer sicher durch die Transportöffnung 48 hindurchgeführt wird.

Bezuqszeichenliste

10 Beladestation 70 Förderstrang

12 Stau strecke 72 Riemen

14 Vereinzelungseinrichtung 74 Mitnehmer

16 Zuführeinrichtung 76 Schalter

18 Hängeförderer 78 Stirnseite von 26

20 Förderrichtung 80 Führungsbahn

22 Transportschiene 82 Geradlinige Abschnitte von 80 24 Zuführeinrichtung 84 Parabelförmige Abschnitte von 80 26 Rutsche 86 Erhabener Abschnitt

28 Zuführband 88 Vertiefter Abschnitt

30 Zuführspindel 90 Schwenkbewegung

32 (Kleider-)Bügel 92 Riemenbewegung

34 Primärer Ladungsträger 94 Rückzugbewegung von 68-1 36 Rolladapter 96 Ausfahrbewegung von 68-2 38 sekundäre Ladungsträger 98 Ausfahrbewegung von 68-1 40 Steuereinheit 100 Rückzugbewegung von 68-2 42 Signal/Daten-Leitung

44 Drahtlose Kommunikation

46 Körper von 34

48 Transportöffnung

50 Kopfabschnitt von 32

52 Spitze von 50

54 Laufrollen

56 Stützrollen

58 Kopfsteg

60 Mitnehmersteg

62 ID-Einrichtung

64 Antriebskette

66 Mitnehmerelement von 64

68 Stoppelement