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1. WO2020007830 - VORMONTIERTE BESCHLAGGRUPPE UND BESCHLAGANORDNUNG FÜR EIN FENSTER ODER EINE TÜR

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

Vormontierte Beschlaaoruppe u c eschlaaanordnunq

für ein Fenster oder eine Tür

Die Erfindung betrifft eine Beschlaganordnung für ein Fenster oder eine Tür sowie ein Fenster oder eine Tür.

Aus der EP 2 829 679 Al ist eine Beschlaganordnung bekannt geworden, die ein fest an einem Flügel anordenbares Führungsteil und einen am Führungsteil geführten Querschieber aufweist. Der Querschieber weist eine geschwungen verlaufende Steuerkulisse auf, in der ein Steuervorsprung geführt ist, wobei der Steu-ervorsprung fest mit einem Betätigungsmechanismus in Form einer Treibstange verbunden ist.

Die DE 10 2014 220 837 B3 offenbart einen Betätigungsmechanismus mit einer Rollanordnung. Die Rollanordnung umfasst ein an einem Flügel anordenbares Führungsteil und einen relativ zum Führungsteil verschiebbaren Querschieber und ein Rolllager.

Die eingangs beschriebenen Beschlaganordnungen werden so montiert, dass zunächst ein Grundbeschlag an einen Flügel montiert wird. Mit Bohrschablonen werden dann Positionen von Bauteilen, wie das Führungsteil, abgebohrt. Anschließend wird das Bauteil auf das Bohrbild montiert. Das Führungsteil wird also auf den Flügel geschraubt, Position und Lage des Führungsteils wird allein durch die Bohrungen definiert. Bei der Montage am Flügel wird eine Treibstange des Grundbeschlags mit dem Querschieber gekoppelt. Dadurch besteht ein großer Montageaufwand für den Verarbeiter. Es sind viele profilspezifische Bohrschablo-nen notwendig, was zu einem erhöhten Arbeitsaufwand und Kosten führt. Ein weiteres Problem besteht darin, dass die Führungsteile zum Teil„schräg" montiert werden, was zu einer Schwergängigkeit der Beschlaganordnung führt. Bei ungenauen Bohrungen stimmt die Position des Führungsteils (relativ zum Steuerzapfen) und/oder die Lageausrichtung zur Beschlagnut bzw. zum Verschiebeweg des Steuerzapfens nicht mehr. Bei schräg montierten Führungsteilen muss an einem Griff, mit dem der Betätigungsmechanismus angetrieben wird, ein erhöh-tes Drehmoment eingebracht werden.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Beschlaggruppe bereitzustellen, mit der die Montage vereinfacht wird und eine Schwergängigkeit vermieden wird.

Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch eine vormontierte Beschlag-gruppe für eine Fenster oder eine Tür, wobei die Beschlaggruppe Folgendes auf-weist:

a) Einen Treibstangenabschnitt, der in Falzumfangsrichtung bewegbar ist;

b) ein erstes Steuerelement, das am Treibstangenabschnitt angeordnet ist;

c) ein zweites Steuerelement, das an einem Querschieber angeordnet ist;

d) wobei das erste und das zweite Steuerelement Zusammenwirken und

derart aufeinander abgestimmt sind, dass eine Verlagerung des ersten Steuerelements durch den Treibstangenabschnitt eine Verlagerung des Querschiebers bewirkt;

e) ein ortsfest am Flügel montierbares Führungsteil, wobei der Querschieber zumindest teilweise relativ zum Führungsteil bewegbar ist.

Dadurch, dass der Treibstangenabschnitt mit dem ersten Steuerelement an der Beschlaggruppe vormontiert ist, stimmt die Position des Führungsteils zum Steu-erelement genau. Die Bewegung des Treibstangenabschnitts und damit des Steuerelements kann immer parallel zur Längsrichtung des Führungsteils erfol-gen.

Zumindest ein Führungselement kann zur Ausrichtung der Beschlaggruppe in o-der an einem Fenster oder einer Tür, insbesondere einer Beschlagnut eines Flügels, vorgesehen sein. Das Führungselement kann insbesondere nach unten vor-stehen und dazu bestimmt sein, in die Beschlagnut zu ragen. Das Führungseie- ment kann eine Breite aufweisen, welche im Wesentlichen der Breite der Be-schlagnut entspricht. Vorzugsweise ist das FOhrungselement mit dem Führungsteil verbunden oder an ihm ausgebildet. Dies ist insbesondere vorteilhaft bei Aluminiumfenstern, bei denen üblicherweise keine Stulpschiene vorgesehen ist. Alternativ oder zusätzlich kann an der Beschlaggruppe ein ortsfest am Flügel montierbares Beschlagteil, insbesondere ein Stulpschienenabschnitt vorgesehen sein, über den eine Ausrichtung der Beschlaggruppe am Flügel erfolgen kann.

Wenn eine Ausrichtung der Beschlaggruppe an einer Beschlagnut erfolgen kann, stimmt die Lageorientierung der Beschlaggruppe und damit des Führungsteils genau, Eine Schwergängigkeit kann auf diese Weise vermieden werden.

Wenn das Führungsteil mit einem ortsfest am Flügel montierbaren Beschlagteil verbunden ist, kann das Führungsteil gemeinsam mit den anderen Komponenten einer Beschlaganordnung am Flügel montiert werden. Insbesondere kann ein Be-tätigungsmechanismus, insbesondere eine Treibstange, in eine Beschlagnut des Flügels eingesetzt werden. Gleichzeitig mit der Treibstange, deren Bestandteil der Treibstangenabschnitt ist, kann das Führungsteil zusammen an dem Flügel angeordnet werden. Dadurch, dass das Führungsteil mit einem ortsfest am Flügel montierbaren Beschlagteil verbunden ist, ist dieses bereits richtig angeordnet und ausgerichtet. Unter „verbunden" ist dabei zu verstehen, dass das Füh rungsteil und das Beschlagteil allenfalls minimal, z.B. im Rahmen eines ge-wünschten Spiels, relativ zueinander bewegbar sind.

Das Bohren von Befestigungsöffnungen zum Befestigen des Führungsteils an dem Flügel kann mittels des Führungsteils selbst als Schablone erfolgen. Zusätzliche Bohrschablonen sind nicht notwendig. Eine Schwergängigkeit wird dadurch vermieden, dass das Führungsteil bereits an dem Beschiagteil befestigt ist und somit in der richtigen Ausrichtung angeordnet ist bzw. über das Führungselement richtig ausgerichtet werden kann. Eine schräge Montage, d.h. eine nicht-parallele Ausrichtung der Längsachse des Führungsteils zur Beschlagnut, ist dadurch unmöglich.

Besondere Vorteile ergeben sich, wenn das Führungsteil mit dem ortsfest am

Flügel montierbaren Beschlagteil und/oder dem Führungselement verbunden, insbesondere das Führungselement am Führungsteil mit Spiel, vernietet, verschraubt, verschweißt oder anderweitig verbunden ist oder das Führungselement am Führungsteil ausgebildet ist. Das Führungselement kann auch einstückig am Führungsteil angeformt sein. Vernieten stellt eine einfache Befestigungsmöglichkeit dar. Wenn das Führungsteil mit Spiel mit dem Beschlagteil vernietet ist, können Toleranzen ausgeglichen werden. Das Spiel liegt dabei vorzugsweise nur in Höhenrichtung (Längsrichtung des Niets) vor. Insbesondere kann eine Anpas-sung an unterschiedliche Beschlagnuten erfolgen. Vorzugsweise ist das Führungsteil über zumindest zwei Niete mit dem ortsfest am Flügel montierbaren Beschlagteil verbunden oder sind zwei Niete mit jeweils einem Führungselement verbunden. Wenn zwei Niete vorgesehen sind, kann das Führungsteil automatisch richtig in Falzumfangsrichtung und somit parallel zum Betätigungsmecha-nismus ausgerichtet sein. Eine Verdrehung des Führungsteils relativ zur Falzumfangsrichtung, insbesondere zur Bewegungsrichtung des Betätigungsmechanismus, kann vermieden werden. Alternativ zum zweiten Niet kann eine Führung vorgesehen sein, die für sich oder gemeinsam mit dem ersten Niet für eine rich tige Ausrichtung sorgt.

Das ortsfest am Flügel montierbare Beschlagteil kann vorzugsweise als Stulpschiene ausgebildet sein. Eine Stulpschiene ist häufig ohnehin vorgesehen, so dass keine zusätzlichen Beschlagteile notwendig sind, um das Führungsteil in der richtigen Orientierung an der Beschlaganordnung festzu legen. Zu Montagezwe-cken kann die Stulpschiene mit dem Betätigungsmechanismus, insbesondere der Treibstange, verbunden sein. Dabei kann eine Mittenfixierung die Position der Treibstange oder eines Treibstangenabschnitts relativ zur Stulpschiene festlegen.

Die Stulpschiene kann im Bereich des Führungsteils auch entfallen. Bei Alumini-umfenstern ist grundsätzlich keine Stulpschiene vorhanden. Ein Führungselement greift dann zur Lageausrichtung in die Beschlagnut ein. Eine Mittenfixierung kann dann zwischen Führungsteil und Querschieber angeordnet sein.

Eines der Steuerelemente kann als sich zumindest abschnittsweise quer zur Falz-umfangsrichtung erstreckende Steuerkontur und das andere Steuerelement als mit der Steuerkontur zusammenwirkender Steuervorsprung ausgebildet sein. Beispielsweise kann an dem Treibstangenabschnitt ein Steuerzapfen oder Steu-ervorsprung vorgesehen sein, der in eine entsprechende Steuerkontur des Querschiebers eingreift. Die Steuerkontur kann beispielsweise als Kulisse ausgebildet sein. Auf diese Art und Weise kann eine besonders einfache Steuerung des Quer-schiebers erfolgen. Insbesondere kann der Steuervorsprung am Treibstangenab-schnitt angeordnet oder ausgebildet sein und die Steuerkontur kann am Quer-Schieber angeordnet oder ausgebildet sein.

Der Querschieber kann am Führungsteil geführt sein, wobei der Querschieber quer zur Hauptebene des Flügels, insbesondere senkrecht, zur Hauptebene des Flügels, geführt ist. Dadurch kann eine Bewegung des Treibstangenabschnitts in Falzumfangsrichtung in eine Bewegung quer zur Falzumfangsrichtung umgesetzt werden, insbesondere quer zur Hauptebene des Flügels. Der Querschieber kann dabei für unterschiedliche Einsatzzwecke verwendet werden und ausgebildet werden. Beispielsweise kann der Querschieber verwendet werden, um ein Anziehen oder Andrücken des Flügels an einen festen Rahmen zu bewirken, so dass der Flügel gegen eine Dichtung, die zwischen Flügel und festem Rahmen ange-ordnet ist, gedrückt wird. Weiter ist es denkbar, dass der Querschieber mit ei-nem Riegelelement verbunden ist und durch die Verlagerung des Querschiebers eine Verriegelung des Flügels erfolgt,

Der Querschieber kann ausschließlich mit seinen in Falzumfangsrichtung gesehen äußeren Enden am Führungsteil geführt sein. Insbesondere können bisher im Stand der Technik vorgesehene schwalbenschwanzförmige Führungen in einem Mittenbereich des Querschiebers entfallen. Die Führungen sind somit nach außen verlagert. Im Zentrum des Führungsteils bzw. des Querschiebers kann somit mehr Material vorgesehen sein, wodurch die Verwindungssteifigkeit von Querschieber und Führungsteil erhöht werden. Außerdem bestehen weniger Toleran-zen bezüglich eines Verdrehens des Querschiebers relativ zum Führungsteil.

Durch Verwendung einer erfindungsgemäßen Beschlaganordnung können auch Kugellager oder Wälzlager eingesetzt werden, beispielsweise zur Lagerung des Querschiebers am Führungsteil und/oder zur Führung des Steuervorsprungs in dem Führungsteil und/oder in dem Querschieber, Kugellager oder Wälzlager können nicht mehr wegen eines fehlerhaften, insbesondere schrägen, Einbaus des Führungsteils beschädigt werden.

Außerdem können weniger Befestigungsstellen vorgesehen sein. Eine Baugruppe kann nun mit weniger, insbesondere mit 4 statt 6 Schrauben am Flügel montiert werden. Auch die Stulpschiene kann mit weniger Schrauben mit dem Flügel verschraubt werden. Somit wird der Montageaufwand reduziert, ohne die Stabilität der Verbindung von Beschlaggruppe und Flügel zu mindern.

Besondere Vorteile ergeben sich, wenn die Beschlaggruppe als Verlagerungsan-Ordnung zur Verlagerung eines Flügels des Fensters oder Tür quer zur Hauptebe-ne eines festen Rahmens des Fensters oder der Tür ausgebildet ist. Insbesondere kann dadurch eine leichtgängige Verlagerung des Flügels erreicht werden. Dadurch, dass das Führungsteil nicht mehr„schräg" am Flügel montiert werden kann und somit eine Leichtgängigkeit der Beschlaggruppe gewährleistet ist, kann mit geringem Kraftaufwand eine Verlagerung des Flügels hin zum festen Rahmen erfolgen.

Zu diesem Zweck kann die Beschlaggruppe eine am Querschieber angeordnete oder ausgebildete Rollenanordnung zum Verschieben des Flügels und/oder eine Stützanordnung zur Abstützung am festen Rahmen aufweisen. Die Stützanord nung kann eine Rolle mit einer Drehachse aufweisen, wobei die Drehachse insbe sondere parallel zur Hauptebene des Flügels und senkrecht zur z. B. Stulpschiene ausgerichtet ist.

Weiterhin kann lediglich eine einzige Mittenfixierung vorgesehen sein, insbeson-dere zwischen Treibstangenabschnitt und ortsfestem Beschlagteil, insbesondere Stulpschiene, oder zwischen Querschieber und Flügelteil. Die Mittenfixierung kann durch eine Bewegung des Betätigungsmechanismus in Falzumfangsrichtung lösbar sein. Im Stand der Technik war es erforderlich, wenn das Führungsteil nachträglich montiert wurde, dass beide genannten Mitenfixierungen vorhanden waren. Dies war mit einem erhöhten Kraftaufwand verbunden. Insbesondere, wenn mehrere Baugruppen montiert wurden und die beiden Mittenfixierungen jeder der mehreren Baugruppen durch eine einzige Treibstangenbewegung gelöst werden mussten, war dies häufig nur mit erhöhtem Kraftaufwand möglich. Mit der erfindungsgemäßen Beschlaganordnung kann auch die Mittenfixierung von mehreren Baugruppen der Beschlaganordnung mit geringem Kraftaufwand gelöst werden.

An dem Flügelteil kann ein thermisches Trennelement angeordnet sein. Insbesondere kann ein thermisches Trennelement vorgesehen sein, wenn das Flügel-teil auf einen Aluminiumflügel montiert werden soll. Das thermische Trennelement kann beispielsweise aus Kunststoff ausgebildet sein. Es kann auf das Flü-gelteil aufgeclipst sein.

Die Beschlaggruppe kann als Bohrschablone verwendet werden. Dadurch wird die Montage vereinfacht.

In den Rahmen der Erfindung fällt außerdem eine Beschlaganordnung mit zu mindest einer erfindungsgemäßen Beschlaggruppe, wobei der Treibstangenab schnitt Bestandteil eines Betätigungsmechanismus ist. Die Beschlaganordnung kann mehrere Beschlaggruppen aufweisen. Die verschiedenen Beschlaggruppen, die an einem Flügel vorgesehen sind, können durch weitere Elemente, wie bei-spielsweise Treibstangenabschnitte und Stulpschienenabschnitte, miteinander verbunden werden.

In den Rahmen der Erfindung fällt außerdem ein Fenster oder eine Tür mit einem festen Rahmen, einem Flügel und einer erfindungsgemäßen Beschlaganordnung.

Dabei kann der Flügel in Form eines vom festen Rahmen abstellbaren und parallel zum festen Rahmen verschiebbaren Schiebeflügels ausgebildet sein.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgen-den detaillierten Beschreibung von Ausführungsbeispielen der Erfindung, aus den Patentansprüchen sowie anhand der Figuren der Zeichnung, die erfindungswesentliche Einzelheiten zeigt. Die verschiedenen Merkmale können je einzeln für sich oder zu mehreren in beliebigen Kombinationen bei Varianten der Erfindung verwirklicht sein. Die in der Zeichnung gezeigten Merkmale sind derart dargestellt, dass die erfindungsgemäßen Besonderheiten deutlich sichtbar gemacht werden können.

Es zeigen;

Fig. 1 eine Darstellung einer Beschlaganordnung ;

Fig. 2 eine teilweise Explosionsdarstellung gemäß II. der Fig. 1;

Fig. 3 eine Seitenansicht der Darstellung gemäß Fig. 2 in zusammengebautem Zustand;

Fig. 4 eine perspektivische Darstellung der Anordnung gemäß der Fig. 3;

Fig. 5 eine Explosionsdarstellung einer Beschlaggruppe mit einer Stulpschiene;

Fig. 6 eine Seitenansicht der Darstellung gemäß Fig. 5 in zusammengebautem Zustand.

Fig. 7 eine perspektivische Darstellung gemäß der Fig. 6;

Fig. 8 eine Ansicht von der Verschlussseite auf einen Flügel mit einer Ver- schlussanordnung, wobei der Flügel beabstandet zu einem festen Rah- men angeordnet ist;

Fig. 9 eine der Figur 8 entsprechende Darstellung, wobei der Flügel gegenüber der Darstellung der Fig. 8 quer zur Hauptebene des festen Rahmens ver lagert wurde.

Fig. 1 zeigt eine als Verlagerungsanordnung abgebildete Beschlaganordnung 10 mit einem als umlaufender Treibstangenbeschlag ausgebildeten Betätigungsme chanismus 12, der über einen Betätigungsgriff 14 bedient werden kann. Der Be tätigungsmechanismus 12 wird an einem/einer in den Fign. 8 und 9 dargestellten Fenster oder Tür montiert und erstreckt sich entlang der Falzumfangsrich-tung 16. Die Falzumfangsrichtung 16 erstreckt sich in der Hauptebene 18 (in Fig. 1 lediglich angedeutet) des Fensters oder der Tür. Im gezeigten Ausführungs beispiel weist die Verlagerungsanordnung 10 zwei Stellen a, b mit einer Rollenano rdnung 20a, 20b und zwei Stellen c, d mit einer Stützanordnung 22a, 22b auf, wo bei die Rollenanordnungen 20a, 20b und die Stützanordnungen 22a, 22b jeweils quer zur Falzumfangsrichtung 16 verlagerbar sind.

Am rechten vertikalen Holm ist weiterhin eine Riegelanordnung zu sehen, dessen Riegelelement ebenfalls quer zur Falzumfangsrichtung verlagerbar ist.

Fig. 2 zeigt eine Darstellung einer Beschlaggruppe 25 des Details II gemäß Fig. 1. Die Stützanordnung 22a bzw. Beschlaggruppe 25 weist eine Stützrolle 32 auf, die um eine vertikale Drehachse drehbar angeordnet ist. Die Beschlaggruppe 25 weist einen Querschieber 28 mit einem als Steuerkulisse (nicht sichtbar) ausge-bildeten Steuerelement auf, in das ein als Steuervorsprung ausgebildetes Steue-relement 24a eingreift. Weiterhin weist die Beschlaggruppe 25 ein Führungsteil 34 auf. Das Führungsteil 34 ist über Niete 50, 52 mit Führungselementen 56, 58 verbunden, die auf eine Beschlagnut abgestimmt sind und zur Ausrichtung der Beschlaggruppe 25 dienen. Die Niete 50,52 durchgreifen Langlöcher des Treibstangenabschnitts 12a und verbinden somit die genannten Bauteile. Das Führungsteil 34 ist unbeweglich am Flügel 40 (siehe Fign. 8, 9) montiert. Das Steuerelement 24a ist zur Verringerung der Reibung bei der Bedienung des Treibstangenabschnitts 12a des Betäfigungsmechanismus 12 in Falzumfangsrich tung 16 an einer Führungskulisse im Führungsteil 34 gelagert. Das Steuerele- ment 24a durchgreift das Führungsteil 34 und greift in den Querschieber 28, insbesondere eine an dessen Unterseite ausgebildete Steuerkontur, ein.

An der Unterseite des Führungsteils 34 können thermische Trennelemente 60, 62 angeordnet, insbesondere aufgeclipst werden. Diese thermischen Trennelemen-te 60,62 sind links und rechts des Treibstangenabschnitts 12a zwischen Führungsteil 34 und Flügelprofil angeordnet. Sie verhindern einen Wärmeübergang durch das Führungsteil 34 von der Außenseite zur Innenseite des Flügelprofils (bzw. umgekehrt).

Die Fign. 3 und 4 zeigen die Anordnung gemäß der Fig. 2 in einer Seitenansicht bzw. in einer perspektivischen Ansicht von oben. Es werden dieselben Bezugsziffern verwendet wie in der Fig. 2. Der Fig. 1 kann man entnehmen, dass die Beschlaganordnung 10 verschiedene Beschlaggruppen 25, wie sie beispielhaft durch die Stützanordnung 22a gezeigt sind, aufweist. Diese Beschlaggruppen können an unterschiedlichen Stellen des Flügels 40 montiert werden und durch Treibstangenabschnitte und gegebenenfalls durch Stulpschienenabschnitte mitei-nander verbunden werden. Die Beschlagteile der Beschlaggruppen sind mitei-nander verbunden, so dass die Beschlaggruppe in ihrer Gesamtheit am Flügel 40 montiert werden kann. Insbesondere der Fig. 4 kann man entnehmen, dass der Querschieber 28 lediglich an seinen zwei gegenüberliegenden Enden 28a, 28b an dem Führungsteil 34 geführt ist. Außerdem ist zu erkennen, dass das Führungsteil 34 Befestigungsöffnungen 34a bis 34d aufweist, mit denen das Füh-rungsteii 34 am Flügel 40 befestig bar ist. Die Befestigungsöffnungen 34a- 34d können als Bohrschablone verwendet werden.

Fig. 5 zeigt eine Darstellung einer Beschlaggruppe 25a ähnlich der in Fig. 2 gezeigten Beschlaggruppe 25. Die Beschlaggruppe 25a weist eine Stützrolle 32 auf, die um eine vertikale Drehachse drehbar angeordnet ist. Die Beschlaggruppe 25a weist einen Querschieber 28 mit einem als Steuerkulisse (nicht sichtbar) ausgebildeten Steuerelement auf, in das ein als Steuervorsprung ausgebildetes Steue relement 24a eingreift. Weiterhin weist die Beschlaggruppe 25a ein Führungsteil 34 auf. Das Führungsteil 34 ist über Niete 50, 52 an einem ortsfest an dem Flü- gel 40 montierbaren bzw. montierten Beschlagteil 54 befestigt. Das Beschlag teil 54 ist als Stulpschiene ausgebildet. Das Führungsteil 34 ist unbeweglich am Flügel 40 (siehe Fign. 5, 8, 9) montiert. Das Steuerelement 24a ist zur Verringerung der Reibung bei der Bedienung des Treibstangenabschnitts 12a in Falzum-fangsrichtung 16 an einer nicht gezeigten ersten Führungskulisse im Führungsteil 34 gelagert. Das Steuerelement 24a durchgreift das Führungsteil 34 und greift in den Querschieber 28, insbesondere eine an dessen Unterseite aus-gebildete Steuerkontur, ein.

Die Fign, 6 und 7 zeigen die Anordnung gemäß der Fig. 5 in einer Seitenansicht bzw. in einer perspektivischen Ansicht von oben. Es werden dieselben Bezugsziffern verwendet wie in der Fig. 5. Insbesondere der Fig. 7 kann man entnehmen, dass der Querschieber 28 lediglich an seinen zwei gegenüberliegenden En-den 28a, 28b an dem Führungsteil 34 geführt ist. Außerdem ist zu erkennen, dass das Führungsteil 34 Befestigungsöffnungen 34a bis 34d aufweist, mit denen das Führungsteil 34 am Flügel befestigbar ist. Die Befestigungsöffnungen 34a-34d können als Bohrschablone verwendet werden.

Fig. 8 zeigt eine Ansicht von der Verschlussseite auf ein Fenster oder eine Tür 36 mit einem festen Rahmen 38 und einem Flügel 40. Der Betätigungsmechanis-mus 12 ist an den Flügel 40 montiert. Dieser stützt sich über die Rollenanord-nung 20a an einer Laufschiene 42 ab. Zwischen dem Flügel 40 und dem festen Rahmen 38 ist ein Spalt 44. Der Flügel 40 liegt demnach nicht an einer umlau-fenden Dichtung 46 des festen Rahmens 38 an,

Die Stützrolle 32 liegt an einer als vertikaler Steg ausgebildeten Führung 48 des festen Rahmens 38 an. In der gezeigten Stellung kann der Flügel 40 bezüglich des festen Rahmens 38 verschoben werden, wobei sich die Stützrolle 32 an der Führung 48 abstützen bzw. sich an dieser abrollen kann.

Im oberen Bereich des Fensters oder der Tür 36 weist der feste Rahmen 38 ebenfalls eine Führung 48 auf, die hier nutartig ausgebildet ist. In der Füh rung 48 ist die Stützrolle 32 geführt.

Fig. 9 zeigt das Fenster oder die Tür 36 nach dem Bedienen des Betätigungsme-chanismus 12. Durch die Betätigung des Betätigungsmechanismus 12 werden die Rolienanordnungen (in Fig. 9 ist die Rollenanordnung 20a sichtbar) und die Stützanordnungen (in Fig. 9 ist die Stützanordnung 22a sichtbar) verlagert. Dies bedeutet, dass sich der Flügel 40 dem festen Rahmen 38 annähert, sodass die Dichtung 46 zwischen dem Flügel 40 und dem festen Rahmen 38 eingeklemmt und komprimiert wird.