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1. WO2020002501 - KAROSSERIE FÜR EIN KRAFTFAHRZEUG

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

Karosserie für ein Kraftfahrzeug

BESCHREIBUNG:

Die Erfindung betrifft eine Karosserie für ein Kraftfahrzeug, mit wenigstens einem ein Fahrzeugrad zumindest teilweise umgebenden Kotflügel nach der im Oberbegriff von Anspruch 1 näher beschriebenen Art.

Derartige Karosserien von Kraftfahrzeugen sind aus dem allgemeinen Stand der Technik bekannt.

Bei der Gestaltung der Karosserie heutiger Kraftfahrzeuge bilden gesetzliche Vorgaben zur Überdeckung der Fahrzeugräder durch die Karosserie die Grundlage für die Gestaltung des Radhauses. Basierend auf der Bereifung eines Basisfahrzeugs und der Spurbreite desselben ergibt sich durch die Verwendung breiterer Räder und/oder einer größeren Spurbreite die gesetz-liche Anforderung, das Fahrzeug im Bereich der Radhäuser zu verbreitern, um die Radüberdeckung auch dann zu gewährleisten, wenn aus den ge-nannten Gründen die Außenfläche des Fahrzeugrads bzw. der Fahrzeugrä-der weiter nach außen verschoben wird.

Eine Verbreiterung des Fahrzeugs, wie sie bei der Verwendung breiterer Rä-der und/oder einer größeren Spurbreite zwangsläufig auftritt, führt aufgrund der geänderten Geometrie und des sich dadurch ändernden Anströmwinkels zu einer Verschlechterung der Umströmung der Räder und dadurch zu einem Anstieg des Luftwiderstands.

In der DE 10 2014 118 800 A1 ist ein Bug eines Kraftfahrzeugs beschrieben, der einen Stoßfänger mit einer Lufteinlassöffnung und mit einem von der Luf-teinlassöffnung ausgehenden Luftkanal aufweist.

Die DE 297829 A beschreibt eine Vorrichtung zum Kühlen von Automobilrei-fen, bei dem ein ein Fahrzeugrad zumindest teilweise umgebendes Schutz-blech mit Düsenschlitzen versehen ist.

Aus der DE 695 10 345 T2 ist ein Kotflügel zur Kühlung von Reifen und Bremsen bekannt, der eine Mehrzahl von Lamellen und zwischen denselben definierte Strömungskanäle aufweist.

Einen ähnlichen Stand der Technik zeigt auch die SU 1553432 A1.

Diese bekannten Lösungen sind jedoch nicht in der Lage, die oben beschrie-bene Verschlechterung der Radumströmung zu kompensieren, ohne dass erhebliche Änderungen an der gesamten Karosserie notwendig sind.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Karosserie für ein Kraftfahrzeug zu schaffen, bei der eine Verbreiterung im Bereich des Rad-laufs ohne eine Verschlechterung der Umströmung des jeweiligen Fahrzeug-rads und ohne größere Änderungen an der Karosserie möglich ist.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die in Anspruch 1 genannten Merkmale gelöst.

Durch die wenigstens eine zur Durchleitung von Luft durch dieselbe dienen-de Öffnung in der Kotflügelverbreiterung in dem sich vor und/oder hinter dem Fahrzeugrad befindenden Bereich ergibt sich eine Durchströmung der Kot-flügelverbreiterung, so dass das Fahrzeugrad in einem ähnlichen Winkel wie bei einer Karosserie ohne eine solche Kotflügelverbreiterung angeströmt werden kann, wodurch sich gegenüber bekannten Lösungen eine Verringe-

rung des Luftwiderstands der Karosserie ergibt. Die erfindungsgemäße Lö-sung verbessert damit den Luftwiderstandsbeiwert der gesamten Karosserie.

Mit einer derartigen Kotflügelverbreiterung als modulares, d.h. mit einer ver-änderbaren Breite ausführbares Anbauteil ist es demnach möglich, die ge-setzlichen Anforderungen zur Radüberdeckung zu erfüllen, ohne dass das Fahrzeug im Bereich der Stoßfänger, Kotflügel oder Radlaufschalen in zu hohem Maße angepasst werden muss und ohne dass Nachteile im Hinblick auf den Luftwiderstand in Kauf genommen werden müssen. Dem gegenüber ist es bei den bekannten Lösungen erforderlich, sowohl den Stoßfänger als auch den Kotflügel und die Radlaufschale anzupassen.

Im Gegensatz zu den bekannten Lösungen wird die mit der wenigstens einen Öffnung versehene Kotflügelverbreiterung demnach als zusätzliches Bauteil bzw. Anbauteil außen am Radhaus des Kotflügels befestigt, so dass nicht das Radhaus selbst, sondern der äußere Bereich durchströmt und damit das Fahrzeugrad angeströmt bzw. umströmt wird.

Die erfindungsgemäße Lösung ermöglicht damit die modulare Verbreiterung der Karosserie bzw. des Kraftfahrzeugs bei gleichzeitiger Kompensation der Verschlechterung des Luftwiderstands. Dadurch können geringere Kraftstoff-verbräuche bzw. größere Reichweiten erreicht werden.

In einer sehr vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Kotflügelverbreiterung aus einem Kunststoffmaterial besteht. Dies stellt eine einfache und kostengünstige Möglichkeit zur Realisierung der Kotflügelverbreiterung dar.

Um die Stabilität der Kotflügelverbreiterung zu erhöhen, kann des Weiteren vorgesehen sein, dass dieselbe mehrere Einzelteile aufweist.

In diesem Zusammenhang ist es besonders vorteilhaft, wenn die wenigstens eine Öffnung sich in einem von dem Kotflügel abgewandten, äußeren Teil

der Kotflügelverbreiterung befindet. Dies ermöglicht auch bei der Verwen-dung mehrerer Einzelteile eine sehr einfache Fertigung der erfindungsgemä-ßen Kotflügelverbreiterung mit der wenigstens einen Öffnung sowie eine zu-verlässige Funktion derselben.

Bei einer solchen Karosserie mit wenigstens einer zur Durchleitung von Luft dienenden Öffnung in dem vorderen Stoßfänger ist damit eine Verbreiterung der Karosserie im Bereich des jeweiligen Radlaufs möglich, ohne dass sich eine Verschlechterung der Umströmung des Fahrzeugrads und damit eine Erhöhung des Luftwiderstands ergibt, wodurch geringere Kraftstoffverbräu-che bzw. größere Reichweiten erreicht werden können.

Eine Erhöhung der Steifigkeit und damit eine mögliche Vergrößerung der wenigstens einen Öffnung ergibt sich, wenn die wenigstens eine Öffnung durch mehrere Rippen unterbrochen ist.

Bei einer mehrteiligen Ausführung der Kotflügelverbreiterung kann dabei vor-gesehen sein, dass die Rippen sich in einem dem Kotflügel zugewandten in-neren Teil der Kotflügelverbreiterung befinden. Auf diese Weise kann eine einfache Fertigung der Kotflügelverbreiterung erreicht werden.

Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung kann darin bestehen, dass die wenigstens eine Öffnung mittels eines Abdeckelements verschließ-bar ist. Dies kann in bestimmten Anwendungsfällen von Vorteil sind.

Eine gute Durchströmung bei geringem Bauraumbedarf ergibt sich, wenn die wenigstens eine Öffnung schlitzförmig ausgebildet ist.

Nachfolgend sind Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung prinzipmäßig dargestellt.

Es zeigt:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform der er- findungsgemäßen Karosserie;

Fig. 2 eine Vorderansicht der Karosserie aus Fig. 1 ;

Fig. 3 eine erste perspektivische Ansicht einer Kotflügelverbreiterung der

Karosserie aus Fig. 1 ;

Fig. 4 eine zweite Ansicht der Kotflügelverbreiterung aus Fig. 3;

Fig. 5 eine Vorderansicht einer nicht zu der Erfindung gehörenden Ka- rosserie.

Fig. 1 zeigt auf schematische Weise einen Teil einer Karosserie 1 für ein in seiner Gesamtheit nicht dargestelltes Kraftfahrzeug. Die Karosserie 1 weist einen Kotflügel 2 auf, der sich an einen vorderen Stoßfänger 3 anschließt und ein Fahrzeugrad 4 zumindest teilweise umgibt. An dem Kotflügel 2 ist ei-ne als zusätzliches Bauteil ausgebildete Kotflügelverbreiterung 5 angebracht. Solche Kotflügelverbreiterungen 5 werden üblicherweise verwendet, wenn in einem Fahrzeug einer Baureihe breitere Fahrzeugräder 4 verbaut werden und/oder das Kraftfahrzeug eine größere Spurbreite aufweist, um ein und denselben Kotflügel für mehrere Fahrzeugvarianten einsetzen zu können. Abhängig von der Breite des Fahrzeugrads 4 kann die Kotflügelverbreitung 5 sich weiter nach außen erstrecken, so dass eine vollständige Abdeckung des Fahrzeugrads 4 von oben gewährleistet ist.

Um eine verbesserte Anströmung bzw. Umströmung des Fahrzeugrads 4 durch die auf die Karosserie 1 auftreffende Luft zu erreichen, weist die Kot-flügelverbreiterung 5 in einem sich vor und/oder hinter dem Fahrzeugrad 4 befindenden Bereich wenigstens eine Öffnung 6 auf, die zur Durchleitung von Luft durch die Kotflügelverbreiterung 5 auf das Fahrzeugrad 4 dient. Im vorliegenden Fall ist die Öffnung 6 schlitzförmig ausgeführt, es sind jedoch auch andere Ausführungen derselben denkbar. Durch die wenigstens eine

Öffnung 6 wird eine ähnliche Durchströmung des Fahrzeugrads 4 erreicht wie bei einer Version der Karosserie 1 ohne die Kotflügelverbreiterung 5 und mit einem schmaleren Fahrzeugrad. Durch die Öffnung 6, die einen Strö-mungskanal bildet, strömt die Luft im Wesentlichen parallel zu der Fahrtrich-tung des Kraftfahrzeugs.

Die Öffnung 6 erstreckt sich im vorliegenden Fall in einem Winkelbereich zwischen 30 und 90 Grad gegenüber einer vertikalen Linie durch die Mitte des Fahrzeugrads 4 bzw. gegenüber der Vertikalen. Selbstverständlich sind je nach Anforderung auch andere Winkelbereiche möglich.

In Fig. 1 ist des Weiteren erkennbar, dass die wenigstens eine Öffnung 6 durch mehrere Rippen 7 unterbrochen ist bzw. dass die gegenüberliegenden Ränder der Öffnung 6 mittels der Rippen 7 miteinander verbunden sind. Dadurch erhöht sich die Festigkeit der Kotflügelverbreiterung 5 und die Rip-pen 7 können außerdem zur gezielten Durchströmung durch die Öffnung 6 eingesetzt werden. Die Rippen 7 weisen dabei in Längsrichtung des Kraft-fahrzeugs eine gewisse Länge auf, so dass eine Leitwirkung für die die Öff-nung 6 durchströmende Luft erreicht wird. Alternativ oder zusätzlich zu den Rippen 7 wäre es auch möglich, mehrere der Öffnungen 6 vorzusehen und gegebenenfalls auf die Rippen 7 zu verzichten. In der Vorderansicht von Fig. 2 sind die Rippen 7 nochmals deutlich zu erkennen.

Die Figuren 3 und 4 zeigen die Kotflügelverbreiterung 5, wobei zu erkennen ist, dass diese mehrere Einzelteile, nämlich ein äußeres Teil 8 und ein inne-res Teil 9 aufweist, die direkt an der Karosserie 1 befestigt werden können. Hierbei befindet sich die Öffnung 6 in dem von dem dem Kotflügel 2 abge-wandten, äußeren Teil der Kotflügelverbreiterung 5. Die Rippen 7 befinden sich dagegen in dem Kotflügel 2 zugewandten, inneren Teil 9 der Kotflügel-Verbreiterung 5. Gegebenenfalls könnte die Kotflügelverbreiterung 5 auch weitere Einzelteile aufweisen und insbesondere dreiteilig ausgebildet sein. Vorzugsweise besteht die Kotflügelverbreiterung 5 aus einem geeigneten Kunststoffmaterial. Entsprechend den jeweiligen Anforderungen könnten für das äußere Teil 8 und das innere Teil 9 unterschiedliche Kunststoffmateria-lien angesetzt werden. In einer nicht dargestellten Ausführungsform könnte die Öffnung 6 mittels eines Abdeckelements verschließbar sein.

Das äußere Teil 8 und das innere Teil 9 können mittels geeigneter Clips-Verwendungen miteinander verbunden werden. Die Befestigung der Kotflü gelverbreiterung 5 an dem Kotflügel 2 kann auf an sich bekannte Weise er-folgen.

Fig. 5 zeigt eine nicht zu der Erfindung gehörende Ausführungsform der Ka-rosserie 1 , bei der ein sich vor dem Fahrzeugrad 4 befindender, vorderer Stoßfänger 3 vorgesehen ist. Der vordere Stoßfänger 3 weist in einem sich vor dem Fahrzeugrad 4 befindenden Bereich die wenigstens eine Öffnung 6 zur Durchleitung von Luft durch den Stoßfänger 3 auf das Fahrzeugrad 4 auf. Bei dieser in Fig. 5 dargestellten Ausführungsform wurde der gesamte Stoß-fänger 3 sowie die gesamte Karosserie 1 in diesem Bereich an das verbreite-te Fahrzeugrad 4 angepasst. Auch auf diese Weise ist eine verbesserte An-strömung bzw. Umströmung des Fahrzeugrads 4 zu erreichen.

Im vorliegenden Fall ist die Öffnung 6 jeweils lediglich im vorderen Bereich der Kotflügelverbreiterung 5 dargestellt. Es wäre jedoch auch möglich, die Öffnung 6 zusätzlich oder alternativ in einem hinteren Bereich, also in einem Bereich hinter dem Fahrzeugrad 4, vorzusehen. Des Weiteren wäre es mög-lich, eine solche Kotflügelverbreiterung 5 oder eine zumindest ähnliche Kot-flügelverbreiterung an einem der hinteren Fahrzeugräder anzubringen.