In Bearbeitung

Bitte warten ...

Einstellungen

Einstellungen

1. WO2020002308 - MITTEL ENTHALTEND REKOMBINANTE POLYESTERASE

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

Patentansprüche

1. Mittel, insbesondere ein Wasch- oder Reinigungsmittel, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Polyesterase enthält, die kovalent mit mindestens einer heterologen Peptidsequenz verbunden ist, welche Affinität zu Polyestern aufweist.

2. Das Mittel nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Peptidsequenz, welche Affinität zu Polyestern aufweist, ausgewählt wird aus anti-mikrobiellen oder anti-fungalen Peptiden, insbesondere solchen mit einer ß-Faltblattstruktur, vorzugsweise aus

Tachystatinen, Androctoninen, Thanatinen und bakteriellen antimikrobiellen Peptiden.

3. Das Mittel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Peptidsequenz, welche Affinität zu Polyestern aufweist, ausgewählt wird aus Peptidsequenzen, die mindestens eine der in SEQ ID NO:2 bis SEQ ID NO:5 angegebenen Sequenzen oder ein funktionelles Homolog davon umfassen oder daraus bestehen.

4. Das Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass

(a) die Peptidsequenz mit Affinität für Polyester zwischen 5 und 200 Aminosäuren lang ist, vorzugsweise zwischen 10 und 100 Aminosäuren, weiter bevorzugt zwischen 15 und 60 Aminosäuren; und/oder

(b) die Peptidsequenz mit Affinität für Polyester N- und/oder C-terminal zu der

Polyesterasesequenz lokalisiert ist, vorzugsweise C- oder N-terminal mit der

Polyesterasesequenz verknüpft ist, besonders bevorzugt mit dem C-Terminus der Polyesterase verknüpft ist, insbesondere über einen Peptidlinker.

5. Das Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die

Peptidsequenz mit Affinität für Polyester über einen Linker mit der Polyesterase verbunden ist, vorzugsweise über einen Peptidlinker.

6. Das Mittel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Peptidlinker

(a) eine Länge von 1 bis 100 Aminosäuren, bevorzugt 2 bis 30 Aminosäuren, noch

bevorzugter 5 bis 25 Aminosäuren aufweist; und/oder

(b) ausgewählt ist aus AEAAAKEAAAKEAAAKA (SEQ ID NO: 6) oder

PPGGNRGTTTTRRPATTTGSSPGP (SEQ ID NO:7) oder Homologen davon.

7. Das Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die

Polyesterase in N- zu C-terminaler Orientierung folgende Struktur aufweist:

(i) Polyesterase-SEQ ID NO:7-SEQ ID NO:2;

(ii) Polyesterase-SEQ ID NO:7-SEQ ID NO:3;

(iii) Polyesterase-SEQ ID NO:7-SEQ ID NO:4;

(iv) Polyesterase-SEQ ID NO:7-SEQ ID NO:5;

(v) Polyesterase-SEQ ID NO:6-SEQ ID NO:2;

(vi) Polyesterase-SEQ ID NO:6-SEQ ID NO:3;

(vii) Polyesterase-SEQ ID NO:6-SEQ ID NO:4; oder

(viii) Polyesterase-SEQ ID NO:6-SEQ ID NO:5

8. Das Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die

Polyesterase eine Aminosäuresequenz aufweist, die zu der in SEQ ID NO:1 , 1 1 oder 12 angegebenen Aminosäuresequenz über deren Gesamtlänge zu mindestens 71 %, 72 %,

73 %, 74 %, 75 %, 76 %, 77 %, 78 %, 79 %, 80 %, 81 %, 82 %, 83 %, 84 %, 85 %, 86 %,

87 %, 88 %, 89 %, 90 %, 90,5 %, 91 %, 91 ,5 %, 92 %, 92,5 %, 93 %, 93,5 %, 94 %, 94,5 %, 95 %, 95,5 %, 96 %, 96,5 %, 97 %, 97,5 %, 98 %, 98,5 %, 98,8 %, 99,0 %, 99,2 %, 99,4 % oder 99,6 % identisch ist.

9. Das Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Polyesterase in einer Menge von 0,00001 bis 1 Gew.-%, bevorzugt in einer Menge von 0,0001 bis 0,5 Gew.-%, besonders bevorzugt in einer Menge von 0,001 bis 0, 1 Gew.-% in dem Mittel enthalten ist.

10. Verfahren zur Reinigung von Textilien, dadurch gekennzeichnet, dass in mindestens einem Verfahrensschritt ein Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 9 angewendet wird.

1 1. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Textilien Polyester

enthalten oder daraus bestehen.

12. Verwendung eines Mittels nach einem der Ansprüche 1 bis 9 zur Entfernung von

Anschmutzungen, insbesondere von Polyester-haltigen Textilien.

13. Verwendung einer Polyesterase, die kovalent mit mindestens einer heterologen

Peptidsequenz verbunden ist, welche Affinität zu Polyestern aufweist, zur Verringerung von Pilling-Effekten und/oder Steigerung der Anti-Grau-Wirkung eines Mittels, vorzugsweise eines Waschmittels, besonders bevorzugt eines Flüssigwaschmittels, wobei das Mittel die Polyesterase enthält.

14. Die Verwendung nach Anspruch 13, wobei

(a) die Polyesterase wie in einem der Ansprüche 2 bis 8 definiert ist; und/oder

(b) die Polyesterase in einer Menge wie in Anspruch 9 definiert in dem Mittel enthalten ist.