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1. WO2020001829 - TRANSPORTVORRICHTUNG, INSBESONDERE KINDERWAGEN, MIT EINER ELEKTRISCHEN ANTRIEBSEINHEIT

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.
Beschreibung

Titel

Transportvorrichtunq, insbesondere Kinderwagen, mit einer elektrischen An-triebseinheit

Stand der Technik

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Transportvorrichtung, insbesondere einen Kinderwagen, mit mindestens drei Rädern zur Bewegung auf einem Untergrund und einem Handgriff für einen Benutzer, wobei mindestens ein Rad als Antriebs-rad ausgebildet ist, das mittels einer zugeordneten elektrischen Antriebseinheit elektromotorisch antreibbar ist, um in einem Betriebszustand eine zumindest teilweise elektromotorische Unterstützung eines manuellen Schiebe- oder Zieh-betriebs der Transportvorrichtung durch den Benutzer zu ermöglichen.

Aus dem Stand der Technik ist eine als Kinderwagen ausgebildete Transportvor-richtung bekannt, die einen elektrischen Antrieb zur aktiven elektromotorischen Schiebe- oder Ziehunterstützung eines Benutzers aufweist. Ein derartiger Kin-derwagen weist dabei mindestens drei Räder und einen Handgriff für einen Be-nutzer auf. Von den mindestens drei Rädern ist wenigstens ein Rad als Antriebs-rad mittels einer elektrischen Antriebseinheit antreibbar.

An gebräuchlichen Transportvorrichtungen ohne elektromotorisch unterstützten Schiebe- oder Ziehbetrieb sowie entsprechenden Kinderwagen sind mittels eines Fußpedals bzw. einer Fußraste betätigbare mechanische Feststellbremsen oder Feststeller bekannt, um das unkontrollierte Wegrollen einer zum Beispiel für La-de- oder Abladevorgänge, oder auf geneigten Untergründen abgestellten Trans-portvorrichtung, zu unterbinden.

Offenbarung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung stellt eine Transportvorrichtung, insbesondere einen Kinderwagen, mit mindestens drei Rädern zur Bewegung auf einem Untergrund und einem Handgriff für einen Benutzer bereit, wobei mindestens ein Rad als An-triebsrad ausgebildet ist, das mittels einer zugeordneten elektrischen Antriebs-einheit elektromotorisch antreibbar ist, um in einem Betriebszustand eine zumin-dest teilweise elektromotorische Unterstützung eines manuellen Schiebe- oder Ziehbetriebs der Transportvorrichtung durch den Benutzer zu ermöglichen. Das Antriebsrad weist eine zumindest elektromagnetisch wirkende Arretiervorrichtung auf, die dazu ausgebildet ist, das Antriebsrad in einem Fehlerfall, insbesondere bei einer Abwesenheit des Benutzers oder einem zumindest teilweisen Ausfall einer Stromversorgung, zum schnellen Wechsel vom Betriebszustand in einen Blockierzustand selbsttätig zu blockieren.

Die Erfindung ermöglicht somit die Bereitstellung einer Transportvorrichtung, bei der eine hohe Betriebssicherheit, insbesondere gegenüber unkontrollierten Fahr-bewegungen der Transportvorrichtung in einem Fehlerfall, gegeben ist. Die Arre-tiervorrichtung fungiert somit neben einer obligatorischen mittels einer Fußraste bzw. eines Fußpedals betätigbaren, rein mechanischen Feststellbremse der Transportvorrichtung als eine zusätzliche, elektrische "Bremse" bzw. Sicherheits-Vorrichtung, um im Fehlerfall, z.B. bei einer Abwesenheit eines Benutzers, einem niedrigen Ladezustand eines zum Betrieb notwendigen Akkumulators, etwaigen Softwarefehlern etc., eine unkontrollierte Fortbewegung der elektromotorisch un-terstützten Transportvorrichtung bzw. des Kinderwagens zu verhindern.

Vorzugsweise weist das Antriebsrad einen Rotorträger mit einer Felge für einen Reifen auf, wobei der Rotorträger und die Felge einteilig oder zweiteilig ausgebil-det sind. Infolgedessen können Standardreifen für die Transportvorrichtung zum Einsatz kommen. Im Fall der einteiligen Variante sind der Rotorträger und die Felge unlösbar miteinander verbunden oder einstückig ausgeführt. Bei der zwei-teiligen Variante ist ein besonders einfacher Wechsel eines auf die Felge aufge-zogenen Reifens möglich.

Im Fall einer technisch günstigen Weiterbildung weist die Arretiervorrichtung ei-nen bestrombaren Zylindermagneten mit einem Stößel und ein Blockierglied auf, wobei das Blockierglied dazu ausgebildet ist, im Blockierzustand den Rotorträger an einer Drehung zu hindern. Somit kann die Arretiervorrichtung kostenoptimal mit Zylindermagneten nach Industriestandard realisiert werden.

Gemäß einer Ausführungsform weist das Blockierglied einen Blockierabschnitt auf, der im Blockierzustand mit einer Eingriffsgeometrie am Rotorträger zumin-dest bereichsweise formschlüssig in Eingriff bringbar ist, wobei die Eingriffsgeo-metrie nach Art einer Verzahnung, einer Rastung und/oder einer Ausnehmung ausgebildet ist. Somit kann ein robuster Aufbau der Arretiervorrichtung bei einer zugleich mechanisch zuverlässigen Blockade des Antriebsrads ermöglicht wer-den.

Bevorzugt ist das Blockierglied als Bolzen ausgebildet und koaxial oder parallel zu einer Achse des Rotorträgers angeordnet. Somit kann die Arretiervorrichtung auf einfache Art und Weise an unterschiedliche Einbauvorgaben angepasst wer-den.

Bei einer Ausgestaltung ist dem Blockierglied ein Federelement zugeordnet, das dazu ausgebildet ist, das Blockierglied in den Blockierzustand vorzuspannen. In-folgedessen sind vergleichsweise geringe elektromagnetische Betätigungskräfte von dem Zylindermagneten aufzubringen.

Im Fall einer Ausführungsform weist das Blockierglied eine Ringnut auf, wobei zur Anordnung des Blockierglieds im Betriebszustand ein Rastelement in der Ringnut angeordnet ist oder der Stößel des Zylindermagneten in der Ringnut an-geordnet ist. Somit kann auf einfache und unkomplizierte Art und Weise eine elektromagnetisch betätigbare Sperre des Blockierglieds realisiert werden.

Bevorzugt ist der Zylindermagnet in axialer oder radialer Richtung des Blockier-glieds angeordnet. Somit können für den Zylindermagneten verschiedene Ein-bauvarianten bereitgestellt werden.

Vorzugsweise zieht sich der Stößel im unbestromten Zustand des Zylindermag-neten selbsttätig zumindest teilweise in ein Gehäuse des Zylindermagneten zu-rück oder schiebt sich aus dem Gehäuse heraus. Hierdurch ergeben sich vielfäl-tige konstruktive Gestaltungsmöglichkeiten hinsichtlich der elektromagnetischen Auslösung der Arretiervorrichtung.

Vorzugsweise weist die Arretiervorrichtung eine Anzeigevorrichtung zur opti-schen Signalisierung des Blockierzustands und des Betriebszustands auf. Hier-durch ist eine eindeutige visuelle Information des Benutzers über den aktuellen Betriebsstatus des Kinderwagens bzw. der Transportvorrichtung gegeben.

Bevorzugt ist ein Wechsel vom Blockierzustand in den Betriebszustand aus-schließlich durch einen benutzerseitigen mechanischen Eingriff des Benutzers möglich. Infolgedessen kann eine selbsttätige, unkontrollierte Wiederaufnahme des Betriebszustands durch die Transportvorrichtung zumindest annähernd ver-hindert werden.

Bei einer weiteren Ausführungsform wirkt die Arretiervorrichtung derart mit einer mechanischen Feststellbremse zusammen, dass der Wechsel vom Blockierzu-stand in den Betriebszustand durch benutzerseitiges Betätigen einer der Fest-stellbremse zugeordneten Fußraste unabhängig von der Arretiervorrichtung er-folgt. Hierdurch ist eine Kombination mit einer konventionellen, mittels einer Fuß-raste bzw. eines Fußpedals betätigbaren, rein mechanisch wirkenden Feststell-bremse der Transportvorrichtung möglich.

Bevorzugt erfolgt das Zurücksetzen des Blockierzustands in den Betriebszustand ausschließlich durch eine benutzerseitige mechanische Betätigung der Anzeige-vorrichtung des Blockierglieds oder der Fußraste der Feststellbremse. Hierdurch kann zunächst ein zusätzliches Betätigungselement zum Zurücksetzen des Blo-ckierzustands in den Betriebszustand entfallen. Zugleich signalisiert die sich be-vorzugt mechanisch zur Anzeige von Blockierzustand und Betriebszustand zwi-schen zwei Lagen bewegende Anzeigevorrichtung dem Benutzer auf intuitiv ein-deutig wahrnehmbare Weise, auf welchem Wege das Zurücksetzen des Blo-ckierzustands der Transportvorrichtung zu erfolgen hat.

Bevorzugt ist der Arretiervorrichtung eine Steuervorrichtung zugeordnet, die dazu ausgebildet ist, den Zylindermagneten elektronisch zu steuern. Hierdurch können komplexe Steuerungs- und/oder Regelungsvorgänge realisiert werden. Die Fuß-raste der Feststellbremse blockiert die Transportvorrichtung stets mechanisch. Unterlässt der Benutzer es beispielsweise, die Fußraste der Feststellbremse zu aktivieren, kann dies von der Steuervorrichtung registriert und der Zylindermag-net der Arretiervorrichtung aktiviert werden, so dass ein ungewolltes Entladen der Stromversorgung der Transportvorrichtung durch ständiges Ansteuern der elekt-romotorisch mittels der elektrischen Antriebseinheiten angetriebenen Antriebsrä-der (s.g. "Smart Wheels") zur Aufrechterhaltung einer konstanten Position der Transportvorrichtung verhindert wird.

Im Fall einer weiteren Ausführungsform weist das zumindest eine Antriebsrad ei-nen Achshalter auf und der Arretiervorrichtung ist eine Drehscheibe mit einer Schräge zugeordnet, wobei die Drehscheibe verdrehbar in Relation zu dem Achshalter ist und wobei eine Rotation der Drehscheibe das Blockierglied entlang der Schräge axial in den Blockierzustand oder den Betriebszustand bewegt. Hierdurch kann eine robuste und benutzerfreundliche Betätigung der Arretiervor-richtung ermöglicht werden.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die Erfindung ist anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbei-spielen in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer exemplarisch als Kinderwagen ausgebildeten T ransportvorrichtung,

Fig. 2 einen vergrößerten Querschnitt des mittels einer elektrischen Antriebs- einheit elektromotorisch antreibbaren Antriebsrads des Kinderwagens von Fig. 1 ,

Fig. 3 eine vergrößerte Darstellung des Ausschnitts III von Fig. 2 mit einer Aus- führungsform der Arretiervorrichtung,

Fig. 4 die Arretiervorrichtung von Fig. 3 im Blockierzustand,

Fig. 5 eine Querschnittsdarstellung einer Unterform der Ausführungsform von Fig. 2 der Arretiervorrichtung im Betriebszustand,

Fig. 6 eine Querschnittsdarstellung einer weiteren Ausführungsform der Arre- tiervorrichtung im normalen Betriebszustand,

Fig. 6a die Arretiervorrichtung von Fig. 6 im Blockierzustand,

Fig. 6b eine perspektivische Ansicht der Arretiervorrichtung von Fig. 6a im Blo- ckierzustand,

Fig. 7 eine Querschnittsdarstellung einer alternativen Ausführungsform einer Arretiervorrichtung im normalen Betriebszustand,

Fig. 7 a eine Querschnittsdarstellung der Arretiervorrichtung von Fig. 7 im Blo- ckierzustand,

Fig. 8 eine Querschnittsdarstellung einer weiteren Ausführungsform einer Arre- tiervorrichtung im normalen Betriebszustand,

Fig. 8a die Arretiervorrichtung von Fig. 8 im Blockierzustand,

Fig. 9 eine perspektivische Ansicht einer Eingriffsgeometrie der Arretiervorrich- tung von Fig. 8 und 8a,

Fig. 10 eine Querschnittsdarstellung einer fünften Ausführungsform einer Arre- tiervorrichtung mit einer fußbetätigten Feststellbremse im normalen Be- triebszustand,

Fig. 1 1 eine perspektivische Ansicht des Antriebsrads mit der Arretiervorrich- tung von Fig. 10 im normalen Betriebszustand,

Fig. 12 eine Querschnittsdarstellung der Arretiervorrichtung von Fig. 10 im Blo- ckierzustand,

Fig. 13 eine perspektivische Ansicht des Antriebsrads mit der Arretiervorrich- tung von Fig. 12,

Fig. 14 eine auseinander gezogene perspektivische Darstellung einer weiteren Ausführungsform einer Arretiervorrichtung mit einer fußbetätigbaren Feststellbremse im normalen Betriebszustand,

Fig. 14a eine vergrößerte perspektivische Detailansicht der Arretiervorrichtung von Fig. 14,

Fig. 14b eine perspektivische Ansicht der Arretiervorrichtung von Fig. 14,

Fig. 14c eine teilperspektivische Schnittdarstellung der Arretiervorrichtung von Fig. 14 im normalen Betriebszustand, und

Fig. 14d eine teilperspektivische Schnittdarstellung der Arretiervorrichtung von Fig. 14 im Blockierzustand.

Beschreibung der Ausführungsbeispiele

Fig. 1 zeigt eine Transportvorrichtung 100, die beispielhaft als Kinderwagen aus-gebildet ist und nachfolgend auch als "Kinderwagen 102" bezeichnet wird. Der Kinderwagen 102 verfügt vorzugsweise über mindestens drei Räder 120, 122,

124 zur Bewegung auf einem Untergrund 1 16. Die vorzugsweise drei Räder 120, 122, 124 sind drehbar an einem Fahrgestell 106 angeordnet, das über einen Handgriff 112 für einen nicht dargestellten Benutzer verfügt. Das vor der Zei-chenebene liegende Rad 122 verdeckt hierbei das hinter der Zeichenebene be- findliche Rad 124, wobei die Räder 122, 124 axial versetzt entlang einer gemein-samen Achse 110 angeordnet sind.

Mindestens eins der vorzugsweise drei Räder 120, 122, 124 ist bevorzugt als An-triebsrad 130, 132 ausgebildet und zu diesem Zweck mittels einer elektrischen Antriebseinheit 140, 142 antreibbar. Bevorzugt sind die beiden hinteren Räder 122, 124 als Antriebsräder 130, 132 ausgeführt und vorzugsweise mittels jeweils einer elektrischen Antriebseinheit 140, 142 unabhängig voneinander antreibbar. Mit Hilfe der beiden Antriebsräder 122, 124 ist in einem Betriebszustand des Kin-derwagens 102 eine zumindest teilweise elektromotorische Unterstützung eines manuellen Schiebe- oder Ziehbetriebs durch den Benutzer möglich, wobei sich der Kinderwagen 102 im Wesentlichen entlang einer Schiebe- oder Ziehrichtung 1 14 in Relation zu dem Untergrund 116 bewegt. Dabei wird unter einem Be-triebszustand im Kontext der vorliegenden Erfindung ein Stillstand des Kinder-wagens 102 und/oder ein Fahrzustand verstanden. Hierbei kann ein Stillstand auf einem ebenen Untergrund und/oder einer schiefen Ebene bzw. Schräge er-folgen.

Zur Regelung der elektrischen Antriebseinheiten 140, 142, die bevorzugt mit ge-triebelosen sowie permanenterregten Gleichstrommotoren realisiert sind, verfügt der Kinderwagen 102 vorzugsweise ferner über eine elektronische Steuer-und/oder Regeleinrichtung 160. Zumindest eins, bevorzugt jedes der hier bei-spielhaft zwei aktiv elektromotorisch unterstützten Antriebsräder 130, 132, ver-fügt aus Sicherheitsgründen über eine erfindungsgemäße Arretiervorrichtung 150, 152. Mittels der Arretiervorrichtung 150, 152 werden die Antriebsräder 130, 132 in einem Fehlerfall - insbesondere bei einer Abwesenheit des Benutzers o-der eines zumindest teilweisen Ausfalls einer zentralen elektrischen Stromver-sorgung 144 des Kinderwagens 102 - zum schnellen Wechsel von dem norma-len Betriebszustand mit aktiver elektromotorischer Schiebe- oder Ziehunterstüt-zung in den Blockierzustand selbsttätig und unabhängig voneinander blockiert.

Fig. 2 zeigt das Antriebsrad 130 des Kinderwagens 102 von Fig. 1 , das unter an-derem über einen Rotorträger 200 mit einer Felge 202 für einen Reifen 204 ver-fügt. Die Felge 202 und der Rotorträger 200 sind dabei vorzugsweise einteilig ausgebildet. An dem Rotorträger 200 ist bevorzugt eine Vielzahl von umfangssei-tig gleichmäßig zueinander beabstandeten und radial einwärts gerichteten Per- manentmagneten 206 befestigt. Der Rotorträger 200 bildet vorzugsweise zu-sammen mit einem an einem Achszapfen 208 befestigten Statorträger 210 die elektrische Antriebseinheit 140 des einen Antriebsrads 130 des Kinderwagens aus. Der Statorträger 210 verfügt vorzugsweise über eine Vielzahl von elektri-schen Wicklungen 212 und ist drehfest mit dem Fahrgestell 106 des Kinderwa-gens 100 verbunden, während der Rotorträger 200 mittels einer Lagerung 214 drehbar auf dem Achszapfen 208 befestigt ist.

Das Antriebsrad 130 weist eine Ausführungsform der Arretiervorrichtung 150 auf, die in einem Ausschnitt III dargestellt ist und beispielhaft koaxial in den Achszap-fen 208 integriert ist. Die Arretiervorrichtung 150 ist vorzugsweise mittels einer elektronischen Steuervorrichtung 220 ansteuerbar, die hier als eine separate Komponente ausgebildet ist. Alternativ kann die Steuervorrichtung 220 auch als ein funktionaler Bestandteil der zentralen Steuer- und/oder Regelvorrichtung 160 des Kinderwagens 102 ausgeführt sein.

Fig. 3 zeigt den Ausschnitt III von Fig. 2 mit der Arretiervorrichtung 150, die unter anderem über einen Zylindermagneten 228 mit einem Gehäuse 230 verfügt, in dem ein Stößel 232 zur axialen elektromagnetischen Betätigung eines Blockier-glieds 234 aufgenommen ist. Der Rotorträger 200 ist mittels der Lagerung 214 drehbar an dem Achszapfen 208 des Fahrgestells 106 des Kinderwagens 102 befestigt. Der Rotorträger 200 und der Achszapfen 208 weisen eine gemeinsame Achse 236 auf.

Das Blockierglied 234 ist hier lediglich beispielhaft mit einem Bolzen 238 reali siert, der koaxial im Achszapfen 208 positioniert und darin axial verschiebbar, je-doch drehfest, aufgenommen ist. Das Blockierglied 234 verfügt vorzugsweise über einen Blockierabschnitt 242, der beispielhaft mit einer (Außen-)Verzahnung 244 gebildet ist. Der Rotorträger 200 verfügt über eine zu dem Blockierabschnitt 242 komplementäre Eingriffsgeometrie 246, die hier exemplarisch als eine (In-nen-)Verzahnung 248 ausgestaltet ist.

In den Bolzen 238 ist ferner eine Ringnut 250 eingelassen, in die im hier gezeig-ten Betriebszustand bevorzugt drei radial einwärts federnd, vorgespannte und umfangsseitig gleichmäßig zueinander beabstandet angeordnete Rastelemente eingreifen, von denen hier lediglich ein Rastelement 252 dargestellt ist. Das Blo- ckierglied 234 ist darüber hinaus bevorzugt mittels eines Federelements 254 in axial auswärts weisender Richtung bzw. in Richtung des Rotorträgers 200 vorge-spannt, ist jedoch vorzugsweise bei unbestromtem Zylindermagneten 228 durch die in die Ringnut 250 eingreifenden Rastelemente 252 in der gezeigten Axialpo-sition fixiert. Der Bolzen 238 durchsetzt ferner eine Stufenbohrung 258 des Ro-torträgers 200 und trägt vorzugsweise eine optische Anzeigevorrichtung 260 mit einem Zylinder 262. Ein axial äußerer Abschluss des Zylinders 262 wird bevor-zugt von einer kreisrunden Anschlagplatte 264 gebildet, die an einer Außenseite 266 des Rotorträgers 200 anliegt, während der Zylinder 262 vorzugsweise bün-dig in einem nicht bezeichneten, durchmessergrößeren Abschnitt 268 der Stu-fenbohrung 256 liegt. In dem hier illustrierten normalen Betriebszustand des Kin-derwagens 102 befinden sich die Verzahnung 244 des Bolzens 238 sowie die Verzahnung 248 des Rotorträgers 200 bevorzugt außer Eingriff, so dass sich der Rotorträger 200 frei in Relation zum Achszapfen 208 verdrehen kann und sich der Kinderwagen im normalen Betriebszustand befindet. Dieser Status wird dem Benutzer zugleich mittels der Anzeigevorrichtung 260 durch den verdeckten Zy -linder 262 des Blockierglieds 234 signalisiert.

Durch ein bevorzugt zumindest kurzzeitiges Bestromen des Zylindermagneten 228 werden das Rastelement 252 und die weiteren Rastelemente aus der Ringnut 250 entrastet und der Stößel 232 des Zylindermagneten 228 schiebt den Bolzen 238 vorzugsweise soweit nach außen, bis die Verzahnung 244 des Bol-zens 238 zumindest bereichsweise formschlüssig in die Verzahnung 248 des Ro-torträgers 200 eingreift (vgl. insb. Fig. 4) und das an diesem befestigte Antriebs-rad 130 gegen jede Drehbewegung in Relation zum Achszapfen 208 gesichert ist. Zugleich wird der Zylinder 262 der Anzeigevorrichtung 260 bevorzugt aus der Stufenbohrung 258 des Rotorträgers 200 axial herausgeschoben, wodurch dem Benutzer der Blockierzustand angezeigt wird. Im unbestromten Zustand zieht ei-ne nicht dargestellte, gehäuseinterne Feder vorzugsweise den Stößel 232 zu-mindest abschnittsweise wieder in das Gehäuse 230 des Zylindermagneten 228 zurück. Durch die Wirkung des bevorzugt als Druckfeder ausgebildeten Fe-derelements 254 bleibt der Blockierzustand bis zu dessen Aufhebung bevorzugt durch einen mechanischen Benutzereingriff dauerhaft erhalten.

Fig. 4 zeigt die Arretiervorrichtung 150 von Fig. 3 im Blockierzustand, wobei die Verzahnung 244 des koaxial im Achszapfen 208 aufgenommenen Bolzens 238

zumindest bereichsweise formschlüssig in die Verzahnung 248 des Rotorträgers 200 eingreift. Dabei zeigt der Zylinder 262 der Anzeigevorrichtung 260 den Blo-ckierzustand des Kinderwagens 102 an. Der Stößel 232 des hierbei unbestrom-ten Zylindermagneten 228 ist teilweise in das Gehäuse 230 zurückgezogen. Der Blockierzustand bleibt hierbei ohne äußeren mechanischen Benutzereingriff vor-zugsweise durch die Wirkung des Federelements 254 dauerhaft aufrechterhal-ten. Um den Blockierzustand aufzuheben, ist es bevorzugt erforderlich, dass der Benutzer das Blockierglied 234, wie mit dem Pfeil 270 angedeutet, in axialer Richtung soweit entgegen der Kraftwirkung des Federelements 254 in den Achs-zapfen 208 hineindrückt, bis das Rastelement 252 sowie alle weiteren Rastele-mente wieder in die Ringnut 250 einrasten können und die Arretiervorrichtung 150 in den normalen Betriebszustand von Fig. 3 übergeht. Der normale Betriebs-zustand bleibt vorzugsweise bis zu einer erneuten Bestromung des Zylindermag-neten 228 dauerhaft aufrechterhalten.

Fig. 5 zeigt eine weitere Ausführungsform 300 der Arretiervorrichtung 150, bei der ein Rotorträger 302 des ersten Antriebsrads 130 des Kinderwagens 102 zweiteilig bzw. zweigeteilt ausgebildet ist. Dabei ist der Rotorträger 302 bevor-zugt zweiteilig bzw. zweigeteilt mit einem wicklungstragenden Innenteil 304 und einem mit diesem verbundenen, jedoch im Bedarfsfall wieder demontierbaren, felgentragenden Außenteil 306 für einen Reifen des Antriebsrads 130 des Kin-derwagens 102 aufgebaut. Infolgedessen kann z.B. auf einfache Art ein Reifen des Antriebsrads 130 gewechselt werden.

Im Übrigen entspricht der konstruktive Aufbau der Arretiervorrichtung 300 mit dem koaxial und axial verschiebbar im Achszapfen 208 aufgenommenen und mittels des Zylindermagneten 228 axial verschiebbaren Bolzens 238, dessen Verzahnung 244 zur Aktivierung des Blockierzustands wiederum mit einer zu dieser komplementären (Innen-)Verzahnung 308 im Außenteil 306 des Rotorträ-gers 302 in Eingriff bringbar ist, exakt der Ausführungsform der Arretiervorrich-tung 150 von Fig. 2 bis Fig. 4, sodass an dieser Stelle zwecks Kürze und Knapp-heit der Beschreibung auf die Erläuterungen der Fig. 2 bis 4 verwiesen sei.

Fig. 6 zeigt eine Querschnittsdarstellung einer alternativen Ausführungsform 430 der Arretiervorrichtung 150 im normalen Betriebszustand. In einem Achshalter 400 des Fahrgestells 106 des Kinderwagens 102 ist bevorzugt eine Steckachse 402 drehtest aufgenommen, die eine Achse 404 aufweist. Ein Rotorträger 410 des Antriebsrads 130 des Kinderwagens 102 ist vorzugsweise mit einer Vielzahl von radial einwärts gerichteten Permanentmagneten 414 als Teil einer elektri-schen Antriebseinheit 416 des Antriebsrads 130 ausgestattet. Der Rotorträger 410 ist mit einer Felge 418 für einen nicht dargestellten Reifen verbunden, wobei diese Verbindung erforderlichenfalls wieder lösbar ist.

Der Rotorträger 410 und die Felge 418 sind bevorzugt mittels einer Lagerung 420 sowohl auf dem Achshalter 400 als auch auf der Steckachse 402 des Fahr-gestells 106 drehbar gelagert. An einem Statorträger 422 des Achshalters 400 ist vorzugsweise eine Vielzahl von elektrischen Wicklungen 424 angeordnet, die zu-sammen mit den Permanentmagneten 414 des Rotorträgers 410 die elektrische Antriebseinheit 416 des Antriebsrads 130 des Kinderwagens 102 ausbilden. Das Antriebsrad 130 und die elektrische Antriebseinheit 416 sind illustrativ rotations-symmetrisch zu der Achse 404 aufgebaut.

Die Arretiervorrichtung 430 umfasst den Zylindermagneten 228 mit dem Gehäu-se 230, sowie ein Blockierglied 432, das bevorzugt zumindest im Wesentlichen mit einem Bolzen 434 gebildet ist, der axial verschiebbar in einer Halterung 436 aufgenommen ist. Im Unterschied zu der Ausführungsform von Fig. 2 bis Fig. 4 und der zugehörigen Unterform von Fig. 5 verläuft das Blockierglied 432 hierje-doch bevorzugt parallel beabstandet zur Achse 404 und der Stößel 232 des Zy-lindermagneten 228 ist vorzugsweise senkrecht zur Achse 404 ausgerichtet. Als ein weiterer Unterschied zieht der bestromte Zylindermagnet 228 bei dieser Aus-führungsform den Stößel 232 zumindest teilweise in das Gehäuse 230 hinein, während eine gehäuseinterne Feder den Stößel 232 im stromlosen Zustand wie-der aus dem Gehäuse 230 des Zylindermagneten 228 herausschiebt.

Der Bolzen 434 verfügt bevorzugt über eine näherungsweise mittig eingebrachte Ringnut 438, in die der Stößel 232 des Zylindermagneten 228 hier radial einwärts federbelastet eingreift. Eine Eingriffsgeometrie 440 des Rotorträgers 410 ist vor-zugsweise mit einer Vielzahl von hier exemplarisch zylindrischen sowie umfangs-seitig gleichmäßig zueinander beabstandeten Ausnehmungen, von denen hier lediglich eine Ausnehmung 442 sichtbar ist, nach Art einer Rastung 444 realisiert. Die Ausnehmungen sind hier lediglich exemplarisch als zylindrische (Sack-

)Bohrungen ausgeführt, können jedoch auch eine beliebig andere Form aufwei-sen, z.B. eine eckige Form.

An einem dem Rotorträger 410 zugewandten freien Ende des Bolzens 434 ist bevorzugt ein Blockierabschnitt 446 vorgesehen, der beispielhaft mit einem end-seitig halbkugelförmig abgerundeten Zylinderabschnitt 448 gebildet ist. An einem von dem Zylinderabschnitt 448 weggerichteten Ende des Bolzens 434 ist bevor-zugt eine kreisförmige Platte 450 angeordnet. Der Bolzen 434 ist zudem mittels eines Federelements 452, das sich zwischen einem Gehäuse 454 der Arretier-vorrichtung 430 und einem auf dem Bolzen 434 befestigten Sicherungsring 456 abstützt, in Richtung des Rotorträgers 410 axial vorgespannt.

Darüber hinaus verfügt die Arretiervorrichtung 430 bevorzugt über eine mecha-nisch-optische Anzeigevorrichtung 458 mit einem in dem Gehäuse 454 ver-schwenkbar gelagerten Kipphebel 460, dessen illustrativ langer Hebelarm vor-zugsweise an der Platte 450 anliegt und dessen kürzerer Hebelarm an einem in dem Gehäuse 454 axial verschiebbar aufgenommenen Stufenzylinder 462 an-liegt. In dem in Fig. 6 illustrierten Zustand befindet sich die Arretiervorrichtung 430 im normalen Betriebszustand, da sich der Bolzen 434 in der axial am weites-ten zurückgezogenen Position befindet und der Blockierabschnitt 446 nicht im Eingriff mit der Eingriffsgeometrie 440 des Rotorträgers 410 steht bzw. diesen freigibt. Infolgedessen können sich der Rotorträger 410 und die mit diesem ver-bundene Felge 418 des Antriebsrads 130 frei in Relation zum Achshalter 400 drehen. Der Bolzen 434 wird in diesem Zustand bevorzugt durch den in die Ringnut 438 eingreifenden Stößel 232 des stromlos geschalteten Zylindermagne-ten 228 entgegen der Kraftwirkung des Federelements 452 sicher gehalten. Zu-gleich zieht die Platte 450 des Bolzens 434 vorzugsweise mit Hilfe des Kipphe-bels 460 einen nicht bezeichneten durchmessergrößeren, geeignet markierten Abschnitt 464 des Stufenzylinders 462 in das Gehäuse 454 der Arretiervorrich-tung 430 zurück, wodurch dem Benutzer der Status des normalen Betriebszu-standes visuell eindeutig angezeigt wird.

Fig. 6a zeigt die Arretiervorrichtung 430 von Fig. 6 im Blockierzustand, der sich bevorzugt durch kurzes Bestromen des Zylindermagneten 228 erreichen lässt. Dadurch zieht sich der Stößel 232 zumindest teilweise in das Gehäuse 230 des Zylindermagneten 228 zurück. Hierdurch kommen der Stößel 232 und die

Ringnut 438 des Bolzens 434 außer Eingriff, sodass das Federelement 452 den abschnittsweise als Zylinderabschnitt 648 realisierten Blockierabschnitt 446 in die bohrungsartige Ausnehmung 442 der Eingriffsgeometrie 440 unter Schaffung ei-nes zumindest bereichsweisen Formschlusses einschieben kann. Infolgedessen wird vorzugsweise jede Drehbewegung zwischen dem Rotorträger 410 des An-triebsrads 130 und dem Achshalter 400 des Fahrgestells 106 des Kinderwagens 102 zuverlässig unterbunden. Zugleich drückt die Platte 450 des Bolzens 434 bevorzugt mittels des Kipphebels 460 den Stufenzylinder 462 der Anzeigevor-richtung 458 aus dem Gehäuse 454 der Arretiervorrichtung 430 heraus, sodass der durchmessergrößere Abschnitt 464 des Stufenzylinders 462 für den Benutzer sichtbar wird und den Blockierzustand anzeigt.

Nach vorzugsweise fünf Sekunden wird der Zylindermagnet 228 z.B. mittels der zentralen Steuer- und/oder Regeleinrichtung des Kinderwagens 102 (vgl. Fig. 1 ; Bezugsziffer 160) oder der dezentralen Steuereinrichtung der Arretiervorrichtung 430 (vgl. Fig. 2, Bezugsziffer 220) bevorzugt selbsttätig stromlos geschaltet, wodurch der Stößel 232 aufgrund der gehäuseinternen Feder des Zylindermag-neten 228 wieder in seine axial maximal herausgefahrene Position von Fig. 6 ge-schoben wird und der Stößel 232 radial einwärts federnd-vorgespannt an dem Bolzen 434 anliegt. Anschließend kann der durchmessergrößere Abschnitt 464 des Stufenzylinders 462 der Anzeigevorrichtung 458 durch Benutzereingriff be-vorzugt soweit in das Gehäuse 454 hineingedrückt werden, bis dieser außen bündig mit dem Gehäuse 454 abschließt und hierdurch abgedeckt ist. Bei diesem Vorgang wird der Bolzen 434 vorzugsweise mittels des die Platte 450 untergrei-fenden Kipphebels 460 axial soweit verschoben, bis der Zylinderabschnitt 446 des Bolzens 434 und die Ausnehmung 442 der Eingriffsgeometrie 440 außer Eingriff kommen und der Stößel 232 des Zylindermagneten 228 wieder in die Ringnut 438 des Bolzens 434 einrasten kann. Durch den Stößel 232 des Zylin-dermagneten 228 ist der Bolzen 434 in dem dann wieder eingenommenen, nor-malen Betriebszustand des Kinderwagens 102 dauerhaft entgegen der Feder-kraft des Federelements 452 in der axialen Position von Fig. 6 fixiert.

Fig. 6b zeigt die Arretiervorrichtung 430 von Fig. 6a im Blockierzustand. Die Arre-tiervorrichtung 430 ist vorzugsweise im Bereich des Fahrgestells 106 des Kin-derwagens 102 angeordnet. Der Blockierzustand wird bevorzugt durch den aus einem kreisrunden Gehäusedeckel 470 des Gehäuses 454 der Arretiervorrich-

tung 430 hervorragenden, durchmessergrößeren Abschnitt 464 des Stufenzylin-ders 462 optisch-mechanisch für den Benutzer auf eindeutige Art und Weise zur Anzeige gebracht.

Fig. 7 zeigt eine weitere Ausführungsform 510 der Arretiervorrichtung 150 im normalen Betriebszustand. An einem Achshalter 500 des Fahrgestells 106 des Kinderwagens 102 sind bevorzugt ein Rotorträger 502 mit einer Felge 504 für ei-nen nicht dargestellten Reifen mittels einer Lagerung 506 drehbar befestigt. Die Arretiervorrichtung 510 umfasst vorzugsweise unter anderem ein Blockierglied 512, das hier mit einem Bolzen 514 gebildet ist, der im Achshalter 500 und einer daran befestigten Halterung 516 axial verschiebbar aufgenommen ist. Der Bol-zen 514 verfügt bevorzugt über eine Ringnut 518, in der analog zur Ausführungs-form von Fig. 6 der Stößel 232 des unbestromten Zylindermagneten 228 radial einwärts federnd eingreift. Im unbestromten Zustand des Zylindermagneten 228 wird der Stößel 232 vorzugsweise mittels einer internen Feder zumindest teilwei-se aus dem Gehäuse 230 des Zylindermagneten 228 herausgeschoben, wäh-rend der Stößel 232 durch das Bestromen des Zylindermagneten 228 zumindest teilweise wieder in das Gehäuse 230 hineingezogen wird und die Ringnut 518 freigibt. Die räumliche Anordnung von Blockierglied 512 und Zylindermagnet 228 sowie die Ausgestaltung von Achshalter 500 und Rotorträger 502 entspricht im Wesentlichen der Ausführungsform von Fig. 6.

Der Rotorträger 502 verfügt vorzugsweise über eine Eingriffsgeometrie 520 mit einer Vielzahl von Ausnehmungen, die nach Art einer Rastung 524 ausgebildet sind, wobei von den Ausnehmungen hier lediglich eine Ausnehmung 522 sichtbar ist, die beispielhaft nach Art einer zylindrischen (Sack-)Bohrung ausgeführt ist. Der Bolzen 514 verfügt bevorzugt an seinem freien Ende über einen Blockierab-schnitt 526, der mit einem endseitig halbkugelförmig gerundeten Zylinderab-schnitt 528 realisiert ist. An einem von dem Zylinderabschnitt 528 weggerichteten Ende des Bolzens 514 ist vorzugsweise eine kreisrunde Platte 530 vorgesehen. Der Bolzen 514 ist durch eine Durchgangsbohrung 532 eines Gehäuses 534 der Arretiervorrichtung 510 geführt und bevorzugt mittels eines Federelements 536, das sich zwischen dem Gehäuse 534 und einem auf dem Bolzen 514 befestigten Sicherungsring 538 abstützt, in Richtung des Rotorträgers 502 axial vorgespannt.

Darüber hinaus ist bevorzugt eine mechanisch-optische Anzeigevorrichtung 548 vorgesehen, die mit einer hohlzylindrischen, den Bolzen 514 abschnittsweise umschließenden Hülse 540 mit einem Sichtfenster 542 und mit zwei beispiels-weise farblich unterschiedlich gestalteten Markierungen 544, 546 des Bolzens 514, gebildet ist. Die Markierung 544 ist z.B. grün und steht für den normalen Be-triebszustand, während die Markierung 546 z.B. rot ist und für den Blockierzu-stand des Kinderwagens 102 steht. Die Hülse 540 ist hierbei bevorzugt außer-halb der Durchgangsbohrung 532 am Gehäuse 534 befestigt bzw. stellt eine axi-ale Fortsetzung der Durchgangsbohrung 532 des Gehäuses 534 sowie zugleich einen axialen Endanschlag für die Platte 530 dar.

In dem in Fig. 7 eingezeichneten, normalen Betriebszustand der Arretiervorrich-tung 510 befinden sich der Zylinderabschnitt 528 des Bolzens 514 und die Ein-griffsgeometrie 520 bzw. die bohrungsförmige Ausnehmung 522 des Rotorträ-gers 502 bevorzugt außer Eingriff, so dass sich der Rotorträger 502 zusammen mit der Felge 504 in Relation zum Achshalter 500 frei verdrehen kann. Die axiale Lage des Bolzens 514 ist auch im unbestromten Zustand des Zylindermagneten 228 vorzugsweise durch den in die Ringnut 518 eingreifenden Stößel 232 dauer-haft fixiert. Die beiden Markierungen 544, 546 des Bolzens 514 sind bevorzugt axial so angebracht, dass im normalen Betriebszustand die Markierung 544 für den Benutzer innerhalb des Sichtfensters 542 der Hülse 540 sichtbar ist. Zum Aktivieren des Blockierzustands (vgl. Fig. 7a) ist bevorzugt lediglich eine kurzzei-tige Bestromung des Zylindermagneten 228 erforderlich, wodurch sich der Stößel 232 teilweise in das Gehäuse 230 zurückzieht und die Ringnut 518 zur axialen Verschiebung des Bolzens 514 in Richtung des Rotorträgers 502 aufgrund des vorgespannten Federelements 536 freigibt. Hierdurch wird der Zylinderabschnitt 528 des Bolzens 514 aufgrund der Kraftwirkung des Federelements 536 unter Schaffung eines zumindest bereichsweisen Formschlusses in die Eingriffsgeo-metrie 520 des Rotorträgers 502 eingeschoben. Gleichzeitig verschiebt sich die auf dem Bolzen 514 angebrachte Markierung 546 vorzugsweise bis in den Be-reich des Sichtfensters 542 der Anzeigevorrichtung 548 zur Anzeige des dann eingenommenen Blockierzustands.

Fig. 7a zeigt die Arretiervorrichtung 510 von Fig. 7 im Blockierzustand, in dem das Federelement 536 vorzugsweise den halbkugelförmigen Zylinderabschnitt 528 des als Bolzen 514 ausgeführten Blockierglieds 512 in die bohrungsartige

Ausnehmung 522 der Eingriffsgeometrie 520 im Rotorträger 502 drückt, sodass dieser sich nicht mehr in Relation zu dem Achshalter 500 des Fahrgestells 106 des Kinderwagens 102 drehen kann. Der Zylindermagnet 228 befindet sich hier im bestromten Zustand, sodass der Stößel 232 bevorzugt zumindest teilweise in das Gehäuse 230 zurückgezogen ist und die Ringnut 518 des Bolzens 514 frei-gegeben ist. Die Markierung 546 befindet sich vorzugsweise innerhalb des Sicht-fensters 542 der Hülse 540, sodass eine eindeutige Signalisierung des Blockier-zustands gegeben ist.

Wird der Zylindermagnet 228 entströmt, so fährt der Stößel 232 bevorzugt radial federbelastet bis an den Bolzen 514 heran und kommt zunächst außerhalb der Ringnut 518 zur Anlage an den Bolzen 514. Der Bolzen 514 wird in diesem Sta-dium vorzugsweise noch durch das Federelement 536 gehalten, das sich zwi-schen dem Sicherungsring 538 und dem Gehäuse 534 der Arretiervorrichtung 510 abstützt. Durch das axiale Herausziehen des Bolzens 514 entgegen der Kraftwirkung des Federelements 536 durch benutzerseitiges Ergreifen der Platte 530 wird der Bolzen 514 - wie mit dem Pfeil 550 angedeutet - bevorzugt soweit axial aus der Ausnehmung 522 des Rotorträgers 502 herausgezogen, dass der radial einwärts federbelastete Stößel 232 vorzugsweise in die Nut 518 eingreifen kann und der normale Betriebszustand der Arretiervorrichtung 510 wieder er-reicht ist. Dieser wird durch die dann innerhalb des Sichtfensters 542 der Hülse 514 befindliche Markierung 544 signalisiert.

Im Blockierzustand bildet die Hülse 540 vorzugsweise zugleich einen axialen Endanschlag für die Platte 530 aus. Eine Schulter 552 einer Stufenbohrung 554 zur Durchführung des Bolzens 514 durch die Halterung 516 stellt einen Endan-schlag für den Sicherungsring 538 dar. Der Bolzen 514 ist mittels eines der bes-seren zeichnerischen Übersicht halber nicht bezeichneten durchmesserkleineren Abschnitts der Stufenbohrung 554 geführt, während das Federelement 536 und der Sicherungsring 538 innerhalb des, aus Gründen der besseren zeichnerischen Übersicht ebenfalls nicht bezeichneten, durchmessergrößeren Abschnitts der Stufenbohrung 554 angeordnet sind.

Fig. 8 zeigt eine weitere Ausführungsform 610 der Arretiervorrichtung 150 im normalen Betriebszustand. An einem Achshalter 600 des Fahrgestells 106 des Kinderwagens 102 ist vorzugsweise ein Rotorträger 602 mit einer Felge 604 für einen nicht dargestellten Reifen mittels einer Lagerung 606 drehbar befestigt. Die Arretiervorrichtung 610 umfasst vorzugsweise ein Blockierglied 612, das hier mit einem Bolzen 614 gebildet ist, der in einem der besseren zeichnerischen Über-sicht halber nicht bezeichneten durchmessergrößeren Abschnitt einer Stufenboh-rung 616 in einer am Achshalter 600 befestigten Halterung 618 axial verschieb-bar aufgenommen ist. In den Bolzen 614 ist analog zu den Ausführungsformen der Arretiervorrichtungen von Fig. 6 und Fig. 7 eine Ringnut 620 eingelassen, in die der Stößel 232 des unbestromten Zylindermagneten 228 radial einwärts fe-dernd eingreifen kann.

Im stromlosen Zustand des Zylindermagneten 228 wird der Stößel 232 bevorzugt selbsttätig zumindest teilweise aus dem Gehäuse 230 herausgeschoben, wäh-rend der Stößel 232 durch das Bestromen des Zylindermagneten 228 vorzugs-weise zumindest teilweise wieder in das Gehäuse 230 hineingezogen wird und die Ringnut 620 des Bolzens 614 freigibt. Die räumliche Anordnung des Blo-ckierglieds 612 und des Zylindermagneten 228 sowie die Ausgestaltung des Achshalters 600 und des Rotorträgers 602 entspricht im Wesentlichen wiederum den Ausführungsformen der Arretiervorrichtung von Fig. 6 und Fig. 7.

Der Rotorträger 602 weist vorzugsweise eine Eingriffsgeometrie 626 auf, die mit einer radial einwärts offenen Ringnut 628 und mit einer Scheibe 630 gebildet ist. Die Scheibe 630 ist bevorzugt drehfest mit dem Rotorträger 602 verbunden und verfügt radial einwärts über eine Vielzahl von kreisbogenförmigen Ausnehmun-gen 632, die umfangsseitig näherungsweise nach Art einer kreisförmig abgewi-ckelten Zykloide ausgebildet sind. Der Bolzen 614 weist an seinem freien Ende bevorzugt einen Blockierabschnitt 636 auf, der mit einem scheibenartig bzw. stempelartig verdickten Zylinderabschnitt 638 realisiert ist. Ein (Außen-Durchmesser D des Zylinderabschnitts 638 ist vorzugsweise deutlich größer als ein (Außen-)Durchmesser d eines Schaftes 640 des Bolzens 614 und eine axiale Länge h bzw. Höhe des Zylinderabschnitts 638 ist klein gegenüber dessen Durchmesser D. Der Zylinderabschnitt 638 ist vorzugsweise zumindest be-reichsweise formschlüssig in jeweils eine der kreisbogenförmigen Ausnehmun-gen 632 der Scheibe 630 einbringbar.

An einem von dem Zylinderabschnitt 638 weggerichteten Ende des Bolzens 614 ist bevorzugt eine mechanisch-optische Anzeigevorrichtung 646 in der Form ei- ner hier beispielhaft nach Art einer Bandage ausgeführten, z.B. farbigen Markie-rung 648 vorgesehen. Der Schaft 640 des Bolzens 614 ist hierbei bevorzugt in dem nicht bezeichneten, durchmesserkleineren Abschnitt der Stufenbohrung 616 der Halterung 618 axial verschiebbar geführt. Der Bolzen 614 ist vorzugsweise mittels eines Federelements 650, das sich zwischen einer Schulter 652 der Stu-fenbohrung 616 und einem auf dem Schaft 640 des Bolzens 614 befestigten Si-cherungsring 654 abstützt, vom Rotorträger 602 weggerichtet vorgespannt. Die Anzeigevorrichtung 646 durchsetzt zur Gewährleistung der Sichtbarkeit für den Benutzer bevorzugt eine Bohrung 656 eines Gehäuses 660 der Arretiervorrich-tung 610.

In dem hier gezeigten normalen Betriebszustand befindet sich der Blockierab-schnitt 636 bzw. der Zylinderabschnitt 638 des Bolzens 614 vorzugsweise ledig-lich im Bereich der Ringnut 628 des Rotorträgers 602, so dass sich dieser frei gegenüber dem Achshalter 600 drehen kann. Der Bolzen 614 wird in der hier ge-zeigten axialen Lage durch den im unbestromten Zustand des Zylindermagneten 228 in die Ringnut 620 eingreifenden Stößel 232 zuverlässig gehalten. Zum Akti vieren des Blockierzustands der Arretiervorrichtung 610 ist bevorzugt eine zu-mindest kurze Bestromung des Zylindermagneten 228 ausreichend. Hierdurch kommen der Stößel 232 und die Ringnut 620 vorzugsweise außer Eingriff, so dass der Bolzen 614 mittels des axial vorgespannten Federelements 650 aus dem Zylinderabschnitt 638 der Ringnut 628 im Rotorträger 602 herausgezogen und in eine der zykloiden Ausnehmungen 632 innerhalb der Scheibe 630 der Eingriffsgeometrie 626 eingerückt wird, wodurch jede Drehbewegung zwischen dem Rotorträger 602 und dem Achshalter 600 blockiert ist (vgl. insb. Fig. 8a).

Fig. 8a zeigt die Arretiervorrichtung 610 von Fig. 8 im Blockierzustand, in dem sich der Stößel 232 des Zylindermagneten 228 sowie die Ringnut 620 des Bol-zens 614 außer Eingriff befinden, da der Stößel 232 des Zylindermagneten 228 zumindest teilweise in sein Gehäuse 230 entgegen der Kraftwirkung einer ge-häuseinternen Feder zurückgezogen ist. Aufgrund dessen zieht das zwischen der Schulter 652 der Stufenbohrung 616 der Halterung 618 und dem Sicherungs-ring 654 abgestützte sowie axial vorgespannte Federelement 650 bevorzugt den Blockierabschnitt 636 bzw. den Zylinderabschnitt 638 des Bolzens 614 aus der Ringnut 628 im Rotorträger 602 heraus und rückt den Zylinderabschnitt 638 in die Ausnehmung 632 der Eingriffsgeometrie 626 der Scheibe 630 des Rotorträ- gers 602 ein. Infolgedessen wird hier eine Drehbewegung des Rotorträgers 602 in Relation zu dem Achshalter 600 verhindert und der Blockierzustand der Arre-tiervorrichtung 610 ist gegeben. Dieser Status wird durch die aus dem Gehäuse 660 axial herausragende Anzeigevorrichtung 646 mit der Markierung 648 signali siert. Der Blockierzustand bleibt auch bei Stromloswerden des Zylindermagneten 228 aufgrund der Kraftwirkung des Federelements 650 aufrechterhalten, wobei der Stößel 232 federbelastet radial einwärts am Schaft 640 des Bolzens 614 au-ßerhalb der Ringnut 628 zur Anlage kommt.

Ausschließlich durch das benutzerseitige Hineindrücken der knopfartigen, opti-schen Anzeigevorrichtung 646 entgegen der Kraftwirkung des teilentspannten Federelements 650 kann bei stromlosem Zylindermagneten 228 der Stößel 232 wieder mit der Ringnut 620 des Bolzend 614 verrastet und der Betriebszustand wieder aktiviert werden. Hierbei wird zugleich der Zylinderabschnitt 638 des Bol-zens 614 aus der Ausnehmung 632 der Scheibe 630 außer Eingriff gebracht und axial soweit in Richtung des Rotorträgers 602 verschoben, bis der Zylinderab-schnitt 638 im Bereich der Ringnut 628 des Rotorträgers 602 positioniert ist und die Arretiervorrichtung 610 in den normalen Betriebszustand versetzt ist, in dem sich der Rotorträger 602 frei in Relation zu dem Achshalter 600 drehen kann. Durch das Hineindrücken des Bolzens 614 in das Gehäuse 660 der Arretiervor-richtung 610 verschwindet zugleich die endseitige Markierung 648 der Anzeige-vorrichtung 646 des Bolzens 614 bevorzugt innerhalb des Gehäuses 660 bzw. schließt außenseitig mit diesem bündig ab, wodurch die Aktivierung des norma-len Betriebszustands der Arretiervorrichtung 610 des Kinderwagens 102 mecha-nisch-optisch angezeigt wird.

Fig. 9 zeigt eine Eingriffsgeometrie der Arretiervorrichtung 610 von Fig. 8 und Fig. 8a im gelösten bzw. normalen Betriebszustand. Die Eingriffsgeometrie 626 des Rotorträgers 602 umfasst die Ringnut 628 und die axial daran anschließen-de, bevorzugt massive Scheibe 630 mit den daran nach Art von Zykloiden 662 umfangsseitig gleichmäßig beabstandet ausgebildeten, jeweils näherungsweise kreisbogenförmigen Ausnehmungen 632. Die Scheibe 630 ist hier exemplarisch mittels einer Nut-Feder-Verbindung 664 mit dem Rotorträger 602 zumindest drehfest verbunden. Der Zylinderabschnitt 638 des als Blockierglied 612 fungie-renden Bolzens 614 steht nicht im Eingriff mit einer der kreisbogenförmigen Aus-nehmungen 632 der Scheibe 630 und befindet sich axial im Bereich der Ringnut 628 der Scheibe 630 des Rotorträgers 620, so dass der normale Betriebszustand aktiv ist.

Fig. 10 zeigt eine alternative Ausführungsform 720 der Arretiervorrichtung 150 mit einer fußbetätigbaren Feststellbremse im normalen Betriebszustand. In ei-nem Achshalter 700 ist bevorzugt eine Steckachse 702 drehfest aufgenommen, die eine Achse 704 aufweist. Ein Rotorträger 710 ist vorzugsweise mit einer Fel-ge 712 zum Aufziehen eines nicht dargestellten Reifens im Bedarfsfall wieder lösbar verbunden. Der Rotorträger 710 und die Felge 712 sind bevorzugt mittels einer Lagerung 714 sowohl auf dem Achshalter 700 als auch auf der Steckachse 702 drehbar gelagert. An einem Statorträger 716 des Achshalters 700 sind vor-zugsweise elektrische Wicklungen 718 angeordnet. Das hier nicht dargestellte Antriebsrad mit der Felge 712 (vgl. insb. Fig. 11 ; Bezugsziffer 130), der Rotorträ-ger 710, sowie die Steckachse 702 sind illustrativ jeweils rotationssymmetrisch zur Achse 704 ausgebildet.

Die Arretiervorrichtung 720 des Kinderwagens 102 umfasst bevorzugt wiederum im Wesentlichen den Zylindermagneten 228 mit dem Gehäuse 230 und ein Blo-ckierglied 724, das vorzugsweise mit einem im Wesentlichen zylindrischen Bol-zen 726 gebildet ist, der axial verschiebbar in einer Durchgangsbohrung 728 des Statorträgers 716 aufgenommen ist. Der bestromte Zylindermagnet 228 zieht den Stößel 232 bevorzugt zumindest teilweise in das Gehäuse 230 hinein, während der Stößel 232 im stromlosen Zustand des Zylindermagneten 230 selbststätig wieder aus dem Gehäuse 230 ausfährt. Der Bolzen 726 weist an einem freien Ende bevorzugt einen Blockierabschnitt 730 auf, der hier lediglich exemplarisch mit einem endseitig halbkugelförmig gerundeten Zylinderabschnitt 732 realisiert ist. Der Bolzen 726 ist vorzugsweise mittels eines Federelements 734, das sich zwischen einem am Bolzen 726 befestigten Sicherungsring 736 und einer Rand-zone der Durchgangsbohrung 728 des Statorträgers 716 abstützt, axial wegwei-send von dem Rotorträger 710 vorgespannt.

An einem vom Zylinderabschnitt 732 weggerichteten Ende des Bolzens 726 ist bevorzugt ein plattenartiger, kreisrunder Kopf 738 ausgeformt. Der Bolzen 726 ist illustrativ weiterhin durch eine axial zwischen dem Sicherungsring 736 und dem Kopf 738 befindliche durchgehende (Gehäuse-)Bohrung 740 eines Gehäuses 742 der Arretiervorrichtung 720 geführt. Das als Bolzen 726 ausgeführte Blo-

ckierglied 724 sowie der Zylindermagnet 228 sind jeweils parallel beabstandet zu der Achse 704 bzw. exzentrisch zu dieser angeordnet. Eine Eingriffsgeometrie 744 des Rotorträgers 710 ist bevorzugt mit einer Vielzahl von hier exemplarisch zylindrischen sowie umfangsseitig gleichmäßig zueinander beabstandeten Aus-nehmungen, von denen hier lediglich eine Ausnehmung 746 sichtbar ist, nach Art einer Rastung 748 bzw. rasterförmig realisiert. Die Ausnehmungen sind hierbei lediglich exemplarisch als zylindrische (Sack-)Bohrungen ausgeführt.

Im Unterschied zu sämtlichen vorstehend beschriebenen Ausführungsformen weist die Arretiervorrichtung 720 eine vom Benutzer mit dem Fuß zu betätigende Fußraste 750 zur Betätigung einer rein mechanisch wirkenden Feststellbremse 752 des Kinderwagens 102 auf. Der normale Betriebszustand der Arretiervorrich-tung 720 des Kinderwagens 102 lässt sich - wie mit dem symbolisierten Pfeil 756 angedeutet - z.B. durch das Niedertreten der Fußraste 750 einstellen, wobei sich eine mit der Fußraste 750 gekoppelte Drehscheibe 754 bevorzugt um etwa 90° um den Achshalter 700 verdreht, bis der bei unbestromtem Zylindermagneten 228 vorzugsweise axial in Richtung der Drehscheibe 754 ausfedernde Stößel 232 in eine Rastgeometrie 758 der Drehscheibe 754 einrastet und die Fußraste 750 in der erreichten Drehposition arretiert ist. Bei der durch den Benutzer be-wirkten Rotationsbewegung der Drehscheibe 754 wird bevorzugt zugleich ein Torsionsfederelement 760 der Arretiervorrichtung 720 umfangsseitig mechanisch vorgespannt.

Die Drehscheibe 754 verfügt bevorzugt ferner über eine Schräge 762 bzw. eine umlaufende, schiefe Anlaufebene für den Kopf 738 des Bolzens 726. Aufgrund der axialen Vorspannung des Bolzens 726 mit Hilfe des Federelements 734 liegt der Kopf 738 des Bolzens 726 vorzugsweise zumindest im Wesentlichen spielfrei an der Schräge 762 an. Beim Niedertreten der Fußraste 750 der Feststellbremse 752 vollzieht der Bolzen 726 - wie mit dem Pfeil 764 angedeutet - aufgrund des axial vorgespannten Federelements 734 eine vom Rotorträger 710 weggerichte-te, axiale Ausfahrbewegung aus dem Gehäuse 742 heraus, wodurch der Blo-ckierabschnitt 730 des Bolzens 726 und die Eingriffsgeometrie 744 außer Eingriff kommen. Infolgedessen kann sich der Rotorträger 710 im hier gezeigten norma-len Betriebszustand in Bezug zum Achshalter 700 frei verdrehen.

Ein Wechsel vom normalen Betriebszustand der Arretiervorrichtung 720 in den sicheren Blockierzustand kann zum einen durch zumindest kurzzeitiges Bestro-men des Zylindermagneten 228 oder zum Beispiel durch benutzerseitiges Anhe-ben der Fußraste 750 mit dem Fuß entgegen der Richtung des symbolisch an-gedeuteten Pfeils 756 bzw. aus der Zeichenebene heraus erfolgen. In beiden Fällen wird der Bolzen 726 bzw. das Blockierglied 724 bevorzugt aufgrund der Kraftwirkung des vorgespannten Torsionsfederelements 760 mit Hilfe der sich axial vorschiebenden Schräge 762 der rotierenden Drehscheibe 754 selbsttätig axial in die Eingriffsgeometrie 744 des Rotorträgers 710 eingeschoben.

Fig. 1 1 zeigt eine perspektivische Ansicht des Antriebsrads 130 mit der Arretier-vorrichtung 720 von Fig. 10 im normalen Betriebszustand. Zum Beispiel kann durch das benutzerseitige Anheben der Fußraste 750 der mechanischen Fest-stellbremse 752 in Richtung des Pfeils 766 ausgehend vom hier gegebenen Be-triebszustand der Blockierzustand der Arretiervorrichtung 120 des mittels der elektrischen Antriebseinheit 140 elektromotorisch antreibbaren Antriebsrads 130 des Kinderwagens 102 unabhängig vom elektromagnetischen Teil der Arretier-vorrichtung 720 aktiviert werden, wobei zugleich das hier nicht sichtbare Torsi-onsfederelement vorgespannt wird (vgl. insb. Fig. 12). Im Zuge der mittels der Fußraste 750 bewirkten Rotationsbewegung der Drehscheibe 754 schiebt deren Schräge 762 das Blockierglied 724 bevorzugt bis zum Erreichen des Blockierzu-stands axial in den Rotorträger 710 hinein.

Fig. 12 zeigt die Arretiervorrichtung 720 von Fig. 10 im Blockierzustand. In dem hier gezeigten Blockierzustand besteht zwischen dem Blockierabschnitt 730 bzw. dem Zylinderabschnitt 732 des Bolzens 726 und der Eingriffsgeometrie 744 des Rotorträgers 710 bevorzugt ein zumindest bereichsweiser Formschluss.

Der Normalzustand kann vorzugsweise ausschließlich durch benutzerseitiges Anheben der Fußraste 750 in Richtung des symbolisch angedeuteten Pfeils 768 eingestellt werden, wobei die Drehscheibe 754 ausgehend von der hier gezeig-ten Drehstellung bevorzugt eine Rotationsbewegung um ca. 90° vollzieht und zu-gleich das Torsionsfederelement 760 umfangsseitig vorgespannt wird. Am Ende dieser Rotationsbewegung kommen der axial federnd aus dem unbestromten Elektromagneten 228 herausragende Stößel 232 und die Rastgeometrie 758 der Drehscheibe 754 vorzugsweise in Eingriff, so dass die Drehscheibe 754 arretiert ist. Aufgrund der im Zuge der Rotationsbewegung axial zurückweichenden Schräge 762 der rotierenden Drehscheibe 754 wird der Bolzen 726 bevorzugt aufgrund der Kraftwirkung des axial vorgespannten Federelements 734, wie mit dem Pfeil 770 angedeutet, aus der Eingriffsgeometrie 744 des Rotorträgers 710 herausgeschoben.

Durch zumindest kurzes Niedertreten der Fußraste 750 lassen sich bevorzugt die Rastgeometrie 758 der Drehscheibe 754 und der Stößel 232 des Elektromagne-ten 228 zum Aktivieren des Blockierzustands wieder außer Eingriff bringen und der sichere Blockierzustand einstellen. Alternativ lässt sich der Blockierzustand der Arretiervorrichtung 720 vorzugsweise durch zumindest kurzzeitiges Bestro-men des Zylindermagneten 228 aktivieren, wodurch der Stößel 232 und die Ein-griffsgeometrie 758 der Drehscheibe 754 außer Eingriff kommen und die einset-zende Rotationsbewegung der Drehscheibe 754 zum selbsttätigen Einschieben des Bolzens 726 in den Rotorträger 710 durch die Kraftwirkung des vorgespann-ten Torsionsfederelements 760 ausgelöst wird. Die jeweilige (Drehwinkel-)Stellung der Fußraste 750 (angehoben oder niedergedrückt) der Feststellbrem-se 752 fungiert vorzugsweise zugleich als eine mechanisch-optische Anzeige des Blockierzustands und des normalen Betriebszustands der Arretiervorrichtung 720 für den Benutzer.

Fig. 13 zeigt das Antriebsrad 130 mit der Arretiervorrichtung 720 von Fig. 10 im Blockierzustand. Durch das beispielhafte Niedertreten der Fußraste 750 der me-chanischen Feststellbremse 752 des Kinderwagens 102 in Richtung des Pfeils 772 verdreht sich bevorzugt die Drehscheibe 754, wodurch das hier nicht sicht-bare Torsionsfederelement vorgespannt wird. Aufgrund der dann axial zurück-weichenden Schräge 762 der Drehscheibe 754 kommen vorzugsweise das gleichfalls axial in Richtung der Drehscheibe 754 vorgespannte Blockierglied 724 und der Rotorträger 710 der elektrischen Antriebseinheit 140 des Antriebsrads 130 des Kinderwagens 102 außer Eingriff und der normale Betriebszustand der Arretiervorrichtung 720 ist wieder erreicht. Dieser Zustand bleibt aufgrund des Einrastens des hier nicht eingezeichneten Stößels des Zylindermagneten 228 in die Rastgeometrie der Drehscheibe 754 auch entgegen der Kraftwirkung des dann vorgespannten Torsionsfederelements bevorzugt dauerhaft aufrechterhal-ten.

Fig. 14 zeigt eine weitere Ausführungsform 800 der Arretiervorrichtung 150 mit einer fußbetätigbaren Feststellbremse 868 im normalen Betriebszustand. Das an dem Fahrgestell 106 des Kinderwagens 102 drehbar befestigte Antriebsrad 130 des Kinderwagens 102 ist mittels der elektrischen Antriebseinheit 140 zur teilwei-sen Unterstützung des Schiebe- und Ziehbetriebs elektromotorisch antreibbar. Die Arretiervorrichtung 800 umfasst bevorzugt unter anderem den Zylindermag-neten 228 mit dem Gehäuse 230 und dem Stößel 232 sowie ein Blockierglied 802, das mit einem im Wesentlichen zylindrischen Bolzen 804 gebildet ist, sowie eine mittels eines Torsionsfederelements 808 umfangsseitig mechanisch vor-spannbare Drehscheibe 810. Im unbestromten Zustand des Zylindermagneten 228 schiebt sich der Stößel 232 bevorzugt aufgrund der Kraftwirkung einer ge-häuseinternen Feder selbststätig aus dem Gehäuse 230 heraus. Durch das Bestromen des Zylindermagneten 228 zieht sich der Stößel 232 hingegen vor-zugsweise zumindest teilweise in das Gehäuse 230 des Zylindermagneten 228 zurück.

Der Bolzen 804 ist bevorzugt mittels eines Federelements 814 axial in Richtung der Drehscheibe 810 vorgespannt. Die Drehscheibe 810 verfügt vorzugsweise über einen ringförmigen Grundkörper 820 mit einer bohrungsartigen Eingriffsge-ometrie 822 für den Stößel 232 des Zylindermagneten 228. An der Drehscheibe 810 ist ferner bevorzugt ein radial auswärts gerichteter, kreissegmentförmiger Halter 824 ausgebildet. An dem Halter 824 ist vorzugsweise ein in Richtung des Bolzens 804 weisender Keilkörper 826 mit einer axial zurückweichenden Schrä-ge 828 für den Bolzen 804 angeformt. Der Keilkörper 826 verfügt näherungswei-se über eine Geometrie, die der eines Hohlzylindersegments entspricht.

Fig. 14a zeigt die Arretiervorrichtung 800 von Fig. 14, wobei der Stößel 232 des Zylindermagneten 228 in Eingriff mit der Drehscheibe 810 steht. Insbesondere steht der Zylindermagnet 228 bevorzugt in einem zumindest bereichsweise form-schlüssigen Eingriff mit der dem vorzugsweise ringförmigen Grundkörper 820 zugeordneten Eingriffsgeometrie 822 der Drehscheibe 810. Bevorzugt ist die Drehscheibe 810 dabei mittels des Torsionsfederelements 808 umfangsseitig vorgespannt. Ein Rotorträger 830 der elektrischen Antriebseinheit (vgl. insb. Fig 14, Bezugsziffer 140) des Kinderwagens 102 verfügt bevorzugt über eine Ein-griffsgeometrie 834, die mit einer Vielzahl von umfangsseitig vorzugsweise gleichmäßig zueinander beabstandet angeordneten Ausnehmungen 836 bzw.

Aussparungen realisiert ist, die eine Rastung 838 darstellen. Die Ausnehmungen 836 sind hier lediglich exemplarisch als nicht durchgehende, zylindrische (Sack-Bohrungen ausgeführt, in die ein Blockierabschnitt 840 des Bolzens 804 im Blo-ckierzustand der Arretiervorrichtung 800 zumindest bereichsweise formschlüssig einbringbar ist. Der Blockierabschnitt 840 des Bolzens 804 ist zur Erleichterung des Einschiebens des Bolzens 804 bevorzugt mit einem endseitig angefasten Zy -linderabschnitt 842 gebildet. Aufgrund der axialen Vorspannung des Bolzens 804 durch das Federelement 814 liegt der Bolzen 804 vorzugsweise stets mit einer definierten Kraft an der Schräge 828 des Keilkörpers 826 der Drehscheibe 810 an. An dem Halter 824 der Drehscheibe 810 ist darüber hinaus eine bogenförmig gekrümmte Führungsrippe 832 zur Führung der Drehscheibe 810 an einem hier nicht dargestellten Gehäuseteil der Arretiervorrichtung 800 ausgeformt.

Fig. 14b zeigt die dem Antriebsrad 130 des Kinderwagens 102 zugeordnete Arre-tiervorrichtung 800, die bevorzugt unter anderem den Zylindermagneten 228 um-fasst. Der Stößel 232 des Zylindermagneten 228 befindet sich im Eingriff mit der Eingriffsgeometrie 822 der mittels des Torsionsfederelements 808 vorgespann-ten Drehscheibe 810. Hierdurch wird die Drehscheibe 810 bevorzugt daran ge-hindert, sich in Richtung des Drehpfeils 844 bzw. der Kraftwirkung des umfangs-seitig vorgespannten Torsionsfederelements 808 folgend zu verdrehen und den Bolzen 804 zur Aktivierung des Blockierzustands der Arretiervorrichtung 800 in eine der Ausnehmungen 836 der Eingriffsgeometrie 822 hinein zu schieben. Der vorzugsweise mittels des Federelements 814 axial in Richtung der Schräge 828 des Keilkörpers 826 der Drehscheibe 810 vorgespannte Bolzen 804 und die Ein-griffsgeometrie 834 des Rotorträgers 830 des Antriebsrads 130 befinden sich demzufolge nicht im Eingriff, so dass der normale Betriebszustand der Arretier-vorrichtung 800 dauerhaft aktiviert ist.

Axial benachbart zu dem als Blockierabschnitt 840 fungierenden Zylinderab-schnitt 842 des Bolzens 804 bzw. des Blockierglieds 802 ist bevorzugt ein erster Sicherungsring 846 auf einem Schaft 848 des Bolzens 804 angeordnet. An ei-nem hiervon weggerichteten Anlageende 850 des Bolzens 804 für die Schräge 828 der Drehscheibe 810 ist vorzugsweise ein zweiter Sicherungsring 852 befes-tigt. Zwischen den beiden Sicherungsringen 846, 852 ist vorzugsweise das Fe-derelement 814 auf dem Schaft 848 des Bolzens 804 angeordnet. Zwischen dem Federelement 814 und dem zweiten Sicherungsring 852 ist bevorzugt ein kreis-ringförmiger Unterleger 854 für das Federelement 814 vorgesehen.

Fig. 14c zeigt die Arretiervorrichtung 800 von Fig. 14 im normalen Betriebszu-stand. Das Antriebsrad 130 mit dem daran befestigten Rotorträger 830 ist dabei mittels einer Lagerung 856 auf einem Achshalter 860 des Fahrgestells 106 des Kinderwagens 102 drehbar aufgenommen. Der Bolzen 804 ist bevorzugt in ei-nem der besseren zeichnerischen Übersicht halber nicht bezeichneten durch-messerkleineren Abschnitt einer Stufenbohrung 862 im Achshalter 860 axial ver-schiebbar aufgenommen. Das Federelement 814 ist vorzugsweise abschnitts-weise in einem, gleichfalls der besseren zeichnerischen Übersicht halber nicht bezeichneten, durchmessergrößeren Abschnitt der Stufenbohrung 862 angeord-net und stützt sich zwischen einer Schulter 864 der Stufenbohrung 862 und dem an dem Sicherungsring 852 benachbart anliegenden Unterleger 854 ab. Das An-lageende 850 des Bolzens 804 liegt demzufolge federbelastet an der Schräge 828 der Drehscheibe 810 an. Der als Blockierabschnitt 840 dienende Zylinderab-schnitt 842 befindet sich nicht im Eingriff mit der Eingriffsgeometrie 834 des Ro-torträgers 830, sodass sich dieser in dem hier gegebenen normalen Betriebszu-stand der Arretiervorrichtung 800 in Relation zum Achshalter 860 frei drehen kann. In dem hier mittels des Torsionsfederelements 808 umfangsseitig vorge-spannten Zustand der Drehscheibe 810 wird dieses bevorzugt von dem verdeck-ten Stößel 232 des Zylindermagneten 228 gehalten und an einer Rotation in Richtung des Drehpfeils 844 gehindert.

Die Aktivierung des Blockierzustands der Arretiervorrichtung 800 kann durch das benutzerseitige Anheben einer hier zeichnerisch lediglich angedeuteten Fußraste 866 der Feststellbremse 868 oder durch kurzzeitiges Bestromen des Zylinder-magneten 228 erfolgen. Dabei ist die Feststellbremse 868 bzw. die Fußraste 866 bevorzugt mit der Drehscheibe 810 auf geeignete Art und Weise mechanisch ge-koppelt. In beiden Fällen wird die mittels des Torsionsfederelements 808 um-fangsseitig mechanisch vorgespannte Drehscheibe 810 freigegeben, so dass diese vorzugsweise eine in Richtung des Drehpfeils 844 erfolgende Rotations-bewegung vollzieht. Infolgedessen wird der Zylinderabschnitt 842 des Bolzens 804 - entgegen der Kraftwirkung des Federelements 814 - bevorzugt durch die sich in Richtung des Rotorträgers 830 proportional mit dem Drehwinkel axial vor-schiebende Schräge 828 der Drehscheibe 810 in die Eingriffsgeometrie 834 des Rotorträgers 830 eingerückt bzw. eingeschoben. Dieser Prozess kann automati-siert durch elektronisches Ansteuern des Zylindermagneten 228 mittels der Steuer- und/oder Regelvorrichtung (vgl. Fig.1 ; Bezugsziffer 160) oder der in die Arretiervorrichtung 800 integrierten Steuervorrichtung (vgl. Fig. 2, Bezugsziffer 220) ausgelöst werden, um z.B. einen erhöhten Stromverbrauch des Kinderwa-gens 102 zu vermeiden. Ein erhöhter Stromverbrauch des Kinderwagens 102 kann beispielsweise dann auftreten, wenn dessen Antriebsräder (so genannte "SmartWheels®") zur Beibehaltung einer konstanten Position auf dem Untergrund ständig bestromt werden.

Fig. 14d zeigt die Arretiervorrichtung 800 von Fig. 14 im Blockierzustand. Im hier illustrierten Blockierzustand der Arretiervorrichtung 800 drückt vorzugsweise ein erster Endabschnitt 870 der Schräge 828 der Drehscheibe 810 den Zylinderab-schnitt 842 des Bolzens 804 entgegen der Kraftwirkung des vorgespannten Fe-derelements 814 in die Eingriffsgeometrie 834 des Rotorträgers 830 des An-triebsrads 130 hinein. Dabei weist der erste Endabschnitt 870 der Schräge 828 bzw. des Keilkörpers 826 eine maximale axiale Höhe Hi auf. Hierdurch kann sich der Rotorträger 830 mit dem Antriebsrad 130 nicht mehr in Relation zu dem Achshalter 860 verdrehen und der Blockierzustand der Arretiervorrichtung 800 ist aktiv. Das Torsionsfederelement 808 ist im Blockierzustand vorzugsweise zu-mindest teilweise entspannt.

Das Aufheben des Blockierzustands der Arretiervorrichtung 800 ist unter ande-rem aus Sicherheitsgründen bevorzugt ausschließlich durch einen unmittelbaren, mechanischen Benutzereingriff möglich. Dieser Benutzereingriff kann z.B. durch das Niedertreten der zeichnerisch hier lediglich angedeuteten Fußraste 866 der Feststellbremse 868 am Fahrgestell 106 des Kinderwagens 102 erfolgen. Dabei wird die Drehscheibe 810 bevorzugt in Richtung des Drehpfeils 872 unter gleich-zeitiger Spannung des Torsionsfederelements 808 verdreht, bis der Stößel 232 des hier verdeckten Zylindermagneten 228 mit der Drehscheibe 810 verrastet und der normale Betriebszustand der Arretiervorrichtung 800 erreicht ist.

Im normalen Betriebszustand liegt ein zweiter Endabschnitt 874 der Schräge 828, in dessen Bereich der Keilkörper 826 der Drehscheibe 810 eine minimale axiale Höhe H2 aufweist, bevorzugt am Anlageabschnitt 850 des Bolzens 804 an. Dadurch ist der Zylinderabschnitt 842 des Bolzens 804 durch das Federelement 814 vorzugsweise vollständig aus der Eingriffsgeometrie 834 des Rotorträgers 830 ausgerückt und gibt diesen frei. Hierdurch ist der normale Betriebszustand der Arretiervorrichtung 800 wieder erreicht, in dem sich der Rotorträger 830 mit dem Antriebsrad 130 frei in Relation zu dem Achshalter 860 verdrehen kann.

Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die gezeigten Ausführungsformen le-diglich beispielhaften Charakter haben und die vorliegende Erfindung nicht auf die gezeigten Ausführungsformen beschränkt ist. So können die einzelnen Aus-führungsformen auch miteinander kombiniert werden. Dabei können beispiels-weise die Ausführungsformen der Arretiervorrichtung 150 von Fig. 2 bis Fig. 4,

300 von Fig. 5, 430 von Fig. 6 bis Fig. 6b, 510 von Fig. 7 bis Fig. 7a, 610 von Fig. 8 bis Fig. 8a eine Festellbremse 752 von Fig. 10 bis Fig. 13 bzw. 868 von Fig. 14 bis Fig. 14d aufweisen, die mit der Arretiervorrichtung gekoppelt ist. Des Weite-ren können die Ausführungsformen der Anzeigevorrichtung 260 von Fig. 3, 458 von Fig. 6 bis Fig. 6a, 548 von Fig. 7 bis Fig. 7a, 646 von Fig. 8 und Fig. 8a auch untereinander kombiniert werden und/oder mit den Arretiervorrichtungen 720 von Fig. 10 bis Fig. 13, 800 von Fig. 14 bis Fig. 14d kombiniert werden. Darüber hin-aus können die einzelnen Arretiervorrichtungen 150 von Fig. 2 bis Fig. 4, 300 von Fig. 5, 430 von Fig. 6 bis Fig. 6b, 510 von Fig. 7 bis Fig. 7a, 610 von Fig. 8 bis Fig. 8a, 720 von Fig. 10 bis Fig. 13, 800 von Fig. 14 bis Fig. 14d die Eingriffsge-ometrie 246 von Fig. 2 bis Fig. 5, 440 von Fig. 6 bis Fig. 6b, 520 von Fig. 7 bis Fig. 7a, 626 von Fig. 8 bis Fig. 9, 744 von Fig. 10, 834 von Fig. 14a nach Art ei-ner Verzahnung 248, 308, einer Rastung 444, 524, 748, 838 und/oder einer Aus-nehmung 632, 246 aufweisen. Hierbei können die jeweiligen Ausführungsformen der Eingriffsgeometrien auch miteinander kombiniert werden.