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1. WO2020001797 - VERFAHREN ZUM BETREIBEN EINER ANZEIGEEINRICHTUNG IN EINEM KRAFTFAHRZEUG UND ANZEIGESYSTEM FÜR EIN KRAFTFAHRZEUG

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

Verfahren zum Betreiben einer Anzeigeeinrichtung in einem Kraftfahrzeug und Anzeigesystem für ein Kraftfahrzeug

BESCHREIBUNG:

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Anzeigeeinrichtung in einem Kraftfahrzeug beim Zurücklegen einer Fahrstrecke mit dem Kraft-fahrzeug. Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Anzeigesystem für ein Kraft-fahrzeug zum Durchführen eines solchen Verfahrens.

Zukünftig werden sich in Kraftfahrzeugen, insbesondere aufgrund der Fort-schritte im Bereich des autonomen Fahrens, mit hoher Wahrscheinlichkeit verschiedenste Unterhaltungsangebote für Fahrzeuginsassen, auch für Fah-rer, von Kraftfahrzeugen zunehmend etablieren. So zeigt die DE 10 2014 220 053 A1 beispielsweise ein System und ein Verfahren zum Darstellen einer virtuellen Realität während der Fahrt mit einem Kraftfahr-zeug. Es kann ein Virtual-Reality-Angelspiel angezeigt werden, sodass ein die Virtual-Reality-Brille tragender Fahrzeuginsasse während der Fahrt mit dem Kraftfahrzeug virtuell angeln gehen kann. Fährt das Kraftfahrzeug, in welchem ein Träger einer Virtual-Reality-Brille sitzt, tagsüber durch eine bergige Gegend, so können basierend auf dem Standort und der Ausrichtung des Kraftfahrzeugs ein Erscheinungsbild und ein Gelände innerhalb des Angelspiels entsprechend angepasst werden. In Kenntnis eines Standorts des Kraftfahrzeugs kann beispielsweise innerhalb des Spiels auch eine Fischart gewählt werden, welche in der Gegend, in welcher das Kraftfahr-zeug gerade fährt, vorkommt. Auch können Bewegungen eines virtuellen Bootes innerhalb des Spiels beispielsweise an Fahrzeugbewegungen und/oder Bewegungen des Trägeres der Virtual-Reality-Brille angepasst werden.

Die DE 10 2010 036 666 A1 beschreibt eine intelligente Musikauswahl in Fahrzeugen. Die Musikauswahl wird beispielsweise in Abhängigkeit von einer Fahrtdauer und einem Ort angepasst, an dem ein Fahrer dieses Fahr-zeugs einen Tankstop einlegt.

Die DE 10 2012 214 988 A1 zeigt ein Verfahren zum Durchführen eines Augmented-Reality-Spiels während der Fahrt mit einem Kraftfahrzeug. So kann beispielsweise ein Fahrunterrichts-Lernspiel wiedergegeben werden. Ein Fahrzeuginsasse, der das Spiel gerade spielt, kann so innerhalb des Spiels demjenigen Fahrzeug folgen, in dem er gerade sitzt.

Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Lösung bereitzustellen, mittels welcher einem Fahrzeuginsassen eine besonders realistisch anmu-tende und schlüssige virtuelle Unterhaltungsmöglichkeit beim Zurücklegen einer Fahrstrecke in einem Kraftfahrzeug geboten werden kann.

Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren zum Betreiben einer Anzeigeeinrich-tung in einem Kraftfahrzeug sowie durch ein Anzeigesystem mit den Merk-malen der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltun-gen mit zweckmäßigen und nicht-trivialen Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Betreiben einer Anzeigeeinrich-tung in einem Kraftfahrzeug werden beim Zurücklegen einer Fahrstrecke mit dem Kraftfahrzeug mehrere virtuelle Einzelsequenzen bereitgestellt, die mittels der Anzeigeeinrichtung wiedergegeben werden können. Bei der An-zeigeeinrichtung kann es sich beispielsweise um eine Virtual-Reality-Brille, eine Augmented-Reality-Brille, eine Mixed-Reality-Brille oder um eine in eine Fensterscheibe des Kraftfahrzeugs integrierte Anzeigeeinrichtung, insbeson-dere in Form einer kontaktanalogen Anzeige, handeln. Zumindest ein Teil der bereitgestellten Einzelsequenzen wird beim Zurücklegen der Fahrstrecke mit dem Kraftfahrzeug mittels der Anzeigeeinrichtung wiedergegeben, wobei eine Auswahl und Festlegung einer Wiedergabereihenfolge der Einzelse-quenzen passend zu einer Charakteristik der Fahrstrecke und derart erfolgt, dass die Einzelsequenzen eine vorgegebene Eingangssequenz und Endse-quenz zu einem schlüssigen virtuellen Erlebnis verbinden.

Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass spätestens ab dem Ein-satz autonomen Fahrens mit hoher Wahrscheinlichkeit streckenabhängige virtuelle Erlebnisse sich etablieren werden, in denen ein Fahrzeuginsasse während der Fahrt verschiedene virtuelle Erlebnisse durchleben kann. Mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens ist es möglich, dass bestimmte Ab-schnitte dieses virtuellen Erlebnisses auf eine jeweilige Streckencharakteris-tik der betreffenden Fahrstrecke angepasst werden, sodass beispielsweise eine Actionsequenz mit vielen Richtungswechseln in einem kurvenreichen Fahrabschnitt untergebracht wird, während man zum Beispiel bei einer gleichmäßigen Autobahnfahrt oder im Stadtverkehr entsprechend andere virtuelle Erlebnisse durchlebt.

Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es nun vorgesehen, dass man eine Vielzahl von bereitgestellten virtuellen Einzelsequenzen durch eine definierte Anfangssequenz und Endsequenz einfasst und die dazwischen liegenden Einzelsequenzen dynamisch an die Charakteristik der Fahrstrecke anpasst. Das heißt, mittels der Eingangssequenz und Ausgangssequenz wird eine in sich schlüssige Story aufgebaut, wobei die Einzelsequenzen die Eingangssequenz und Endsequenz zu einem schlüssigen Erlebnis miteinan-der verbinden.

Die Auswahl der Einzelsequenzen erfolgt erfindungsgemäß also gemäß der Charakteristik der Fahrstrecke. Die Charakteristik der Fahrstrecke kann bei spielsweise durch ihr Höhenprofil, durch ihr Kurvenprofil, durch eine jeweilige Art zurückzulegender beziehungsweise zu befahrender Straßentypen, der Dauer der Fahrtstrecke und dergleichen beschrieben werden. Dadurch, dass die Einzelsequenzen passend zur Charakteristik der Fahrstrecke und somit zur jeweiligen Charakteristik einzelner Streckenabschnitte der Fahrstrecke ausgewählt und wiedergegeben werden, ergibt sich ein besonders realistisch anmutendes virtuelles Erlebnis für den Fahrzeuginsassen, der die Anzeige-einrichtung betrachtet. Die Wiedergabereihenfolge der ausgewählten Ein-

zelsequenzen wird dabei derart vorgegeben, dass die nacheinander mittels der Anzeigeeinrichtung wiedergegebenen Einzelsequenzen eine schlüssige Story ergeben, welche die vorgegebene Eingangssequenz und Endsequenz schlüssig miteinander verbinden.

Der Fahrzeuginsasse erlebt also beim Zurücklegen der Fahrstrecke mit dem Kraftfahrzeug eine Aneinanderreihung von virtuellen Einzelsequenzen, die eingerahmt durch die Eingangssequenz und die Endsequenz eine schlüssige Story ergeben. Die Eingangssequenz, Endsequenz und die dazwischen liegenden Einzelsequenzen können beispielsweise Teil eines virtuellen Spiels, eines Films oder dergleichen sein.

Enthält die zurückzulegende Fahrstrecke beispielsweise gerade Streckenab-schnitte, auf denen das Kraftfahrzeug wenig bis gar nicht beschleunigt, so können für diese Streckenabschnitte passende Einzelsequenzen ausgewählt werden. Bei diesen Einzelsequenzen kann es beispielsweise vorgesehen sein, dass der Fahrzeuginsasse innerhalb dieser Einzelsequenzen ebenfalls nur ruhige oder kaum virtuelle Bewegungen vornimmt. Enthält die Fahrstre-cke beispielsweise Streckenabschnitte, welche sehr kurvig sind, so können dementsprechende Einzelsequenzen ausgewählt und mittels der Anzeigeein-richtung abgespielt werden. In diesen Einzelsequenzen bewegt sich dann der Fahrzeuginsasse innerhalb einer virtuellen Umgebung beispielsweise relativ schnell nach links und rechts oder dergleichen. Neben der Berücksich-tigung der Streckencharakteristik findet auch das Kriterium Berücksichtigung, dass die Aneinanderreihung der Einzelsequenzen in ihrer chronologischen Reihenfolge auch inhaltlich zueinander passt. Die auf die jeweilige Charakte-ristik einzelner Streckenabschnitte passenden Einzelsequenzen sorgen also für eine sehr realistisch anmutende virtuelle Erfahrung, da virtuelle Bewe-gungen innerhalb der Einzelsequenzen zur realen Fahrzeugbewegungen passen und zudem die Einzelsequenzen inhaltlich aufeinander abgestimmt aufeinander folgen.

Insgesamt wird mittels des erfindungsgemäßen Verfahrens einem Fahrzeu-ginsassen beim Zurücklegen einer Fahrstrecke mit dem Kraftfahrzeug die

Möglichkeit geboten, eine besonders realistisch anmutende und schlüssige Aneinanderreihung von virtuellen Einzelsequenzen konsumieren zu können.

Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass für den Fahrzeuginsassen früher schon einmal wiedergegebene Einzelsequenzen nicht erneut ausgewählt werden. Im Zuge des Verfahrens ist es also möglich, dass sich gemerkt wird, welche Einzelsequenzen bereits schon einmal wie-dergegeben beziehungsweise verwendet wurden. Um eine gewisse Varianz zu erzeugen und Wiederholungen innerhalb eines Erlebnisses zu vermeiden, können die früher schon einmal wiedergegebenen Einzelsequenzen bei einer erneuten Fahrt ausgespart werden. Zum Beispiel kann auch automatisch mittels eines Zählers gezählt werden, wie viele Fahrten der Fahrzeuginsasse seit der Verwendung einer ganz bestimmten Einzelsequenz unternommen hat. Überschreitet der Zähler einen vorgegebenen Wert, wird die betreffende Einzelsequenz zur erneuten Verwendung freigegeben. Es ist auch möglich, dass mittels einer Timers automatisch nachgehalten wird, wie viel Zeit seit der Verwendung einer ganz bestimmten Einzelsequenz verstrichen ist. Über-schreitet der Timer einen vorgegebenen Wert, wird die betreffende Einzelse-quenz zur erneuten Verwendung freigegeben.

Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass für dieselbe Fahrstrecke früher schon einmal wiedergegebene Einzelsequenzen nicht erneut ausgewählt werden. So ist es auch möglich, fahrstreckenabhän-gig Wiederholungen von Einzelsequenzen zu vermeiden, infolgedessen auch für diese ganz bestimmte Fahrstrecken Wiederholungen in Bezug auf die Einzelsequenzen vermieden werden können.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist es vorgesehen, dass dem Fahrzeuginsassen mehrere unterschiedliche virtuelle Erlebnisse angeboten werden, wobei die Eingangssequenz und Endsequenz passend zu einem der vom Fahrzeuginsassen ausgewählten virtuellen Er-lebnisse vorgegeben werden. So kann der Fahrzeuginsasse nach Belieben aus den unterschiedlichen virtuellen Erlebnissen wählen, wobei seine Aus-wahl die Eingangssequenz und Endsequenz vorgibt, welche die Aneinander- reihung der virtuellen Einzelsequenzen entsprechend einrahmt beziehungs-weise einbettet. Vorzugsweise werden die virtuellen Erlebnisse passend zur Charakteristik der Fahrstrecke angeboten. Dies ist insbesondere dann sinn-voll, wenn die gesamte Fahrstrecke im Vorfeld der Fahrt schon bekannt ist. So können nur diejenigen virtuellen Erlebnisse angeboten werden, welche auch zur Charakteristik der Fahrstrecke, beispielsweise im H inblick auf ein Höhenprofil, Kurvenprofil oder Dauer der Fahrstrecke passen, angeboten werden. Dies begünstigt eine besonders realistische Wiedergabe und ein besonders realistisches Erleben der betreffenden virtuellen Erlebnisse wäh-rend des Zurücklegens der Fahrstrecke.

Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass überwacht wird, ob der Fahrzeuginsasse die Wiedergabe der Einzelsequen-zen abbricht, wobei dies bei einer erneuten Auswahl der Einzelsequenzen bei einer späteren Fahrt berücksichtigt wird. Insbesondere bei einer Vielzahl von durchgeführten Fahrten können so beispielsweise Abbruchraten be-stimmt und bei der erneuten Auswahl der Einzelsequenzen genutzt werden. Mit anderen Worten ist es also möglich, dass ein Fahrzeuginsasse oder auch anderen Fahrzeuginsassen dahingehend überwacht werden, ob diese die jeweils wiedergegebenen virtuellen Erlebnisse abbrechen. Insbesondere kann dabei auch berücksichtigt werden, ob ganz bestimmte ausgewählte Einzelsequenzen zu einem Abbruch führen. Dadurch kann das Anbieten und Widergeben der Einzelsequenzen fortlaufend an die Vorlieben des Fahrzeu-ginsassen oder auch an Vorlieben weiterer Fahrzeuginsassen angepasst werden.

In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung ist es vorgesehen, dass eine Abfrage erfolgt, wie dem Fahrzeuginsassen die Wiedergabe der Ein-zelsequenzen gefallen hat, wobei in Abhängigkeit von einer diesbezüglichen Bewertung des Fahrzeuginsassen eine zukünftige Auswahl der Einzelse-quenzen erfolgt. Es ist also auch ein direktes Feedback des Fahrzeuginsas-se oder auch weiterer Fahrzeuginsassen möglich, wobei das Feedback, also die Bewertung des Fahrzeuginsassen, in die zukünftige Auswahl der Ein-zelsequenzen einfließt. Dadurch kann die Bereitstellung und Wiedergabe von virtuellen Erlebnissen während der Fahrt mit dem Kraftfahrzeug sukzessive an die Vorlieben des Fahrzeuginsassen oder auch an weitere Fahrzeugin-sassen angepasst und verbessert werden.

Eine weitere vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass eine Abfrage erfolgt, wie dem Fahrzeuginsassen die Wiedergabereihenfolge der Einzelsequenzen gefallen hat, wobei in Abhängigkeit von einer diesbe-züglichen Bewertung des Fahrzeuginsassen eine zukünftige Festlegung einer Wiedergabereihenfolge der Einzelsequenzen erfolgt. Beispielsweise ist es denkbar, dass dem Fahrzeuginsassen an sich die ausgewählten Ein-zelsequenzen gefallen haben, er jedoch die chronologische Aneinanderrei-hung der ausgewählten Einzelsequenzen nicht optimal fand. So ist es mög-lich, dass der Fahrzeuginsasse eine Bewertung abgeben und/oder Vorschlä-ge machen kann, um zukünftige Wiedergabereihenfolge entsprechend seiner Vorlieben anzupassen.

Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung sieht vor, dass Da-ten bezüglich eines Flöhenprofils, eines Kurvenprofils, der Art von Straßenty-pen und/oder einer Fahrdauer für die Fahrstrecke bereitgestellt und basie-rend darauf auf die Charakteristik der Fahrstrecke geschlossen wird. Dies kann sowohl vor Fahrtantritt der Fahrstrecke als auch kontinuierlich während der Befahrung der Fahrstrecke erfolgen. Die Daten können beispielsweise mittels eines Navigationssystems des Kraftfahrzeugs, mittels Sensoren des Kraftfahrzeugs, mittels Sensoren der Anzeigeeinrichtung, mittels Sensoren eines Smartphones und dergleichen im Vorfeld der Fahrstrecke und/oder kontinuierlich beim Befahren der Fahrstrecke bereitgestellt werden. So ist es möglich, die Charakteristik der Fahrstrecke sowohl vorab als auch während dem Befahren der Fahrstrecke besonders exakt zu bestimmen, um jeweilige virtuelle Erlebnisse besonders gut daran anpassen zu können.

Das erfindungsgemäße Anzeigesystem für ein Kraftfahrzeug umfasst eine Anzeigeeinrichtung und eine Steuereinrichtung zum Durchführen des erfin-dungsgemäßen Verfahrens oder einer vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens.

Die Anzeigeeinrichtung kann eine Virtual-Reality-Brille, eine Augmented-Reality-Brille, eine Mixed-Reality-Brille oder eine in eine Fensterscheibe des Kraftfahrzeugs integrierte Anzeigeeinrichtung sein. Im Falle der Virtual-Reality-Brille wird der Fahrzeuginsasse visuell von der realen Umgebung abgeschottet. Im Falle der Augmented-Reality-Brille, der Mixed-Reality-Brille oder der in die Fensterscheibe des Kraftfahrzeugs integrierten Anzeigeein-richtung hingegen nimmt der Fahrzeuginsasse seine reale Umgebung visuell noch wahr. Allerdings wird die reale Umgebung mittels der Anzeigeeinrich-tung mit der Eingangssequenz und Endsequenz sowie mit den virtuellen Einzelsequenzen überlagert. Einzelne virtuelle Elemente überlagern bezie-hungsweise augmentieren also die Realität.

Vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Anzeigesystems sind als vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens und umgekehrt anzusehen, wobei das Anzeigesystem insbesondere Mittel zur Durchführung der Verfahrensschritte aufweist.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnung. Die vorstehend in der Beschreibung genannten Merkmale und Merkmalskombinationen sowie die nachfolgend in der Figu-renbeschreibung genannten und/oder in der einzigen Figur alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angege-benen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Allein stellung verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.

Die Zeichnung zeigt in der einzigen Figur eine stark schematisierte Darstel-lung eines Kraftfahrzeugs, in dem ein Fahrzeuginsasse sitzt, der eine Virtual-Reality-Brille aufgesetzt hat.

Ein Kraftfahrzeug 1 ist in einer stark schematisierten Darstellung in der einzi-gen Figur gezeigt. In dem Kraftfahrzeug 1 sitzt ein Fahrzeuginsasse 2, der eine Virtual-Reality-Brille 3 aufgesetzt hat. Zudem ist eine Steuereinrichtung 4 vorgesehen, welche dazu ausgelegt ist, die Virtual-Reality-Brille 3 anzu-steuern. Die Virtual-Reality-Brille 3 und die Steuereinrichtung 4 bilden ge-meinsam ein Anzeigesystem, im vorliegenden Ausführungsbeispiel ein Virtu-al-Reality-System 5. Die Steuereinrichtung 4 kann beispielsweise Teil der Virtual-Reality-Brille 3 sein. Alternativ ist es auch möglich, dass die Steuer-einrichtung 4 beispielsweise fahrzeugseitig verbaut ist, wobei ein Datenaus-tausch zwischen Virtual-Reality-Brille 3 und Steuereinrichtung 4 in dem Fall vorzugsweise drahtlos erfolgen kann.

Nachfolgend wird ein Verfahren zum Betreiben der Virtual-Reality-Brille 3 beim Zurücklegen einer Fahrstrecke mit dem Kraftfahrzeug 1 näher erläutert. Es werden mehrere virtuelle Einzelsequenzen bereitgestellt, die mittels der Virtual-Reality-Brille 3 wiedergegeben werden können. Bei den Einzelse-quenzen kann es sich beispielsweise um einzelne Module oder Bestandteile eines virtuellen Spiels, Films, einer virtuellen Sightseeing-Tour oder derglei-chen handeln. Bei den Einzelsequenzen kann es sich prinzipiell um beliebige virtuelle Unterhaltungsformate handeln, welche mittels der Virtual-Reality-Brille 3 wiedergegeben werden können.

Beim Zurücklegen der Fahrstrecke werden einige der bereitgestellten Ein-zelsequenzen mittels der Virtual-Reality-Brille 3 wiedergegeben. Eine Aus-wahl der Einzelsequenzen und eine Festlegung einer Wiedergabereihenfolge bezüglich der ausgewählten Einzelsequenzen erfolgt dabei passend zu einer Charakteristik der Fahrstrecke, die mit dem Kraftfahrzeug 1 zurückgelegt wird. Die Auswahl der Einzelsequenzen und die Festlegung der Wiedergabe-reihenfolge der Einzelsequenzen erfolgt zudem derart, dass die Einzelse-quenzen eine vorgegebene Eingangssequenz und Endsequenz zu einem schlüssigen virtuellen Erlebnis miteinander verbinden. Dies bedeutet, dass mittels der Eingangssequenz und der Endsequenz eine in sich schlüssige Story aufgebaut wird. Beispielsweise soll der Fahrzeuginsasse 2 innerhalb einer bestimmten Zeit virtuell von einem Punkt A zu einem Punkt B kommen oder innerhalb von einer bestimmten Zeit ein virtuelles Objekt von Punkt A zu Punkt B bringen. Die einzelnen virtuellen Einzelsequenzen verbinden dabei die Eingangssequenz und die Endsequenz zu einem schlüssigen virtuellen

Erlebnis für den Fahrzeuginsassen 2, also zu einer schlüssigen Geschichte, die der Fahrzeuginsasse 2 erlebt.

Die Einzelsequenzen werden dabei angepasst an die Charakteristik der Fahrstrecke ausgewählt und die Wiedergabereihenfolge der Einzelsequen-zen ebenfalls entsprechend der Charakteristik der Fahrstrecke vorgegeben. Zudem werden die Einzelsequenzen derart aneinander gereiht, dass diese in ihrer Chronologie zueinander passen und die Eingangssequenz und die Endsequenz dadurch zu einem schlüssigen Erlebnis miteinander verbinden.

Das Virtual-Real ity-System 5 kann sich dabei merken, welche der Einzelse-quenzen bereits schon einmal verwendet worden sind. Um eine gewisse Varianz zu erzeugen und Wiederholungen innerhalb eines virtuellen Erleb-nisses zu vermeiden, kann es dabei vorgesehen sein, dass früher schon einmal wiedergegebene Einzelsequenzen nicht erneut ausgewählt werden. Für dieselbe Fahrstrecke früher schon einmal wiedergegebene Einzelse-quenzen können ebenfalls herausgefiltert werden, sodass diese nicht erneut ausgewählt werden.

Vor dem Fahrtantritt der Fahrstrecke kann es auch vorgesehen sein, dass einem Fahrzeuginsassen zwei oder mehrere unterschiedliche virtuelle Erleb-nisse angeboten werden, aus denen er wählen kann. Diese Auswahlmög-lichkeit kann beispielsweise über die Virtual-Reality-Brille 3 angezeigt wer-den. Die besagte Eingangssequenz und Endsequenz wird dabei passend zu einem der vom Fahrzeuginsassen 2 ausgewählten Erlebnisse vorgegeben. Die virtuellen Erlebnisse selbst können passend zur Charakteristik der Fahr-strecke angeboten werden. Sofern die Fahrstrecke schon vollständig be-kannt sein sollte, kann die Auswahl der virtuellen Erlebnisse also passend zur Charakteristik der Fahrstrecke eingeschränkt werden.

Zudem kann es vorgesehen sein, dass überwacht wird, ob der Fahrzeugin-sasse 2 die Wiedergabe der Einzelsequenzen abbricht. Dies kann bei einer erneuten Auswahl der Eingangssequenzen bei einer späteren Fahrt berück-sichtigt werden. Auch kann eine Abfrage erfolgen, wie dem Fahrzeuginsas- sen 2 die Wiedergabe der Einzelsequenzen gefallen hat. In Abhängigkeit von einer diesbezüglichen Bewertung des Fahrzeuginsassen 2 kann dann eine zukünftige Auswahl der Einzelsequenzen passend zur Bewertung und somit zu den jeweiligen Präferenzen des Fahrzeuginsassen 2 erfolgen. Auch ist es möglich, dass eine Abfrage erfolgt, wie dem Fahrzeuginsassen 2 die Wie-dergabereihenfolge der Einzelsequenzen gefallen hat. Eine diesbezügliche Bewertung kann bei einer späteren Zusammenstellung der Wiedergaberei-henfolge berücksichtigt werden.

Daten bezüglich eines Flöhenprofils, eines Kurvenprofils, der Art von Stra-ßentypen und/oder einer Fahrtdauer für die Fahrstrecke können sowohl fahrzeugseitig als auch mittels der Virtual-Real ity-Brille 3 bereitgestellt wer-den, wobei basierend darauf auf die Charakteristik der Fahrstrecke ge-schlossen wird. Auch ist es beispielsweise möglich, dass mittels eines hier nicht dargestellten Smartphones, welches der Fahrzeuginsasse 2 mit sich führt, die Charakteristik der Fahrstrecke beschreibende Daten bereitgestellt werden. Ist vor Fahrtantritt beispielsweise schon bekannt, wohin der Fahr-zeuginsasse 2 gefahren werden möchte, wobei infolgedessen beispielsweise auch schon die genaue Fahrstrecke bekannt sein kann, so ist es möglich, die Charakteristik der Fahrstrecke vollständig im Vorfeld zu bestimmen und die Auswahl und Festlegung der Wiedergabereihenfolge der Einzelsequenzen vollständig vorher, also vor Fahrtantritt, passend zur Charakteristik der Fahr-strecke anzupassen. Es ist aber auch möglich, dass die Charakteristik der Fahrstrecke dynamisch beim Zurücklegen der Fahrstrecke ermittelt wird. In dem Fall kann auch eine dynamische Anpassung der Auswahl der Wieder-gabereihenfolge der Einzelsequenzen erfolgen, immer auch derart, dass die Einzelsequenzen die vorgegebene Eingangssequenz und Endsequenz zu einem schlüssigen Erlebnis miteinander verbinden.

Mittels des erläuterten Verfahrens und Virtual-Real ity-Systems 5 ist es also möglich, dass der Fahrzeuginsasse 2 beim Befahren unterschiedlichster Fahrstrecken jeweilige virtuelle Erlebnisse bereitgestellt bekommt, die zur jeweiligen Charakteristik der Fahrstrecke passen. Reale Bewegungen der Kraftfahrzeugs können so besonders realistisch anmutend in virtuelle Umge-

bungen der jeweiligen Einzelsequenzen eingebettet werden, wobei die Ein-zelsequenzen zudem die Eingangssequenz und die Endsequenz zu einem schlüssigen Erlebnis verbinden.

Das erläuterte Ausführungsbeispiel ist auch auf Anzeigesysteme für Kraft-fahrzeugs übertragbar, welche statt der Virtual-Reality-Brille (3) anderweitige Anzeigeeinrichtungen aufweisen können, z.B. Anzeigeeinrichtungen in Form einer Augmented-Reality-Brille, einer Mixed-Reality-Brille oder eine in eine Fensterscheibe des Kraftfahrzeugs integrierte Anzeigeeinrichtung. Bei letzte-rem kann es sich um eine kontaktanaloge Anzeigeeinrichtung handeln, wel-che in die Fensterscheibe, z.B. eine Seitenscheibe oder Windschutzscheibe, integriert ist. Es kann sich also um ein Augmented Window des betreffenden Kraftfahrzeugs handeln.