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1. WO2020001706 - TRENNVORRICHTUNG UND BEHANDLUNGSANLAGE

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

Trennvorrichtung und Behandlungsanlage

Die vorliegende Erfindung betrifft unter anderem das Gebiet der Behandlungs-anlagen, insbesondere der Lackier- und Trocknungsanlagen für die Fahrzeug-industrie.

Ein Erfindungsaspekt befasst sich mit der Minimierung eines Fluidaustauschs zwischen benachbarten Räumen. Beispielsweise aus der

DE 10 2010 043 087 Al ist diesbezüglich ein Luftvorhang oder eine Luft-schleuse bekannt, um einen Luftaustausch zwischen benachbarten Räumen zu minimieren.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zur Minimierung eines Fluidaustauschs zwischen benachbarten Räumen zu schaffen, welche einfach aufgebaut ist und eine effiziente fluidwirksame Trennung zweier benachbarter Räume ermöglicht.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Trennvorrichtung zur Mini-mierung eines Fluidaustauschs zwischen benachbarten Räumen gelöst, wobei die Trennvorrichtung vorzugsweise Folgendes umfasst:

eine Düsenvorrichtung, mittels welcher ein Trennfluidstrom in einen Über-gangsbereich zwischen den benachbarten Räumen einbringbar ist; und ein bewegbares Blendenelement, mittels welchem eine die zwei benachbarten Räume miteinander verbindende Verbindungsöffnung zumindest abschnitts-weise abdeckbar oder verschließbar ist.

Dadurch, dass die Trennvorrichtung vorzugsweise ein bewegbares Blenden-element zum zumindest abschnittsweisen Abdecken oder Verschließen der Verbindungsöffnung umfasst, kann eine fluidwirksame Trennung zwischen den benachbarten Räumen vorzugsweise optimiert werden. Insbesondere kann in Zusammenwirkung mit der Düsenvorrichtung ein Trennfluidstrom eine effi- zientere fluidwirksame Trennung zwischen den beiden benachbarten Räumen bewirken.

Durch das zumindest abschnittsweise Abdecken oder Verschließen der Verbin-dungsöffnung mittels des bewegbaren Blendenelements wird insbesondere eine freie Querschnittsfläche der Verbindungsöffnung verkleinert.

Mittels der Düsenvorrichtung ist vorzugsweise ein Luftvorhang erzeugbar.

Die Düsenvorrichtung umfasst vorzugsweise eine Schlitzdüse, welche einen solchen Luftvorhang erzeugt.

Das Trennfluid ist insbesondere Luft. Beispielsweise kann hierfür Frischluft, konditionierte Luft und/oder Abluft aus einem Behandlungsraum einer

Behandlungsanlage vorgesehen sein.

Das Blendenelement ist insbesondere ein bewegbares Schild.

Vorzugsweise bildet das Blendenelement eine mechanische und/oder physi-kalische Barriere für die in den benachbarten Räumen angeordnete Luft.

Durch die Verwendung des bewegbaren Blendenelements kann insbesondere im Vergleich zu herkömmlichen Torlösungen eine reduzierte Störungsanfällig-keit der Trennvorrichtung erzielt werden. Zudem können vorzugsweise uner-wünschte Querströmungen zwischen den benachbarten Räumen oder inner-halb der jeweiligen Räume vorzugsweise reduziert oder ganz vermieden werden.

Vorteilhaft kann es sein, wenn das Blendenelement einen Fluidführungsab-schnitt zur Weiterleitung des Trennfluidstroms umfasst.

Der Fluidführungsabschnitt bildet insbesondere in einer Schließstellung des Blendenelements eine Düsenverlängerung zur Weiterleitung des Trennfluid-stroms von der Düsenvorrichtung.

Das Blendenelement umfasst vorzugsweise eine Einlassöffnung, insbesondere einen Einlassschlitz, welcher insbesondere parallel zu einer Ausströmöffnung der Düsenvorrichtung angeordnet ist.

Das Blendenelement und/oder die Düsenvorrichtung erstrecken sich vorzugs-weise zumindest näherungsweise über eine gesamte Breite des Übergangs-bereichs und/oder der Verbindungsöffnung.

Insbesondere ragt das Blendenelement bezüglich der Schwerkraftrichtung von oben in die Verbindungsöffnung hinein.

Das Blendenelement kann beispielsweise zwei parallele Deckplatten, bei-spielsweise ebene Bleche, umfassen, welche beispielsweise mittels

Verbindungsstegen und/oder Abstandshaltern beabstandet voneinander festgelegt sind. Zwischen den beiden Deckplatten ist insbesondere ein

Fluidführungsabschnitt zur Weiterleitung des Trennfluidstroms gebildet.

Der Fluidführungsabschnitt ist insbesondere ein Hohlraum zwischen zwei Deckplatten des Blendenelements. Die beiden Enden des Fluidführungs-abschnitts sind insbesondere schlitzförmig ausgebildet, so dass die Einlass-Öffnung insbesondere als Einlassschlitz ausgebildet ist, während die Auslass-Öffnung insbesondere als Auslassschlitz ausgebildet ist.

Die beiden Deckplatten können beispielsweise in einer, zwei oder allen drei Raumrichtungen zumindest näherungsweise identische Abmessungen aufweisen. Alternativ hierzu kann es vorgesehen sein, dass eine erste der beiden Deckplatten im Vergleich zu einer zweiten der beiden Deckplatten verkürzt ausgebildet ist, beispielsweise um mindestens ungefähr 10 %,

vorzugsweise um mindestens ungefähr 25 %, insbesondere um mindestens ungefähr 40 %, einer maximalen und/oder durchschnittlichen Erstreckung der zweiten Deckplatte längs einer Hauptströmungsrichtung des Trennfluidstroms innerhalb des Blendenelements, insbesondere innerhalb des Fluidführungs-abschnitts. Beide Deckplatten enden vorzugsweise gemeinsam an einem der Düsenvorrichtung zugewandten Ende des Blendenelements und erstrecken sich ausgehend davon entsprechend unterschiedlich weit in Richtung des der Düsenvorrichtung abgewandten Endes des Blendenelements.

Wenn die kürzere der beiden Deckplatten an einer einem Behandlungsraum abgewandten Außenseite des Blendenelements angeordnet ist, ergibt sich vorzugsweise eine Zumischung von Luft, insbesondere Kaltluft, von außerhalb des Behandlungsraums. Eine mittels der Trennvorrichtung erzeugbare

Strömungswalze ist dann insbesondere eine Kaltluftwalze.

Alternativ hierzu kann jedoch auch vorgesehen sein, dass die kürzere der beiden Deckplatten an einer einem Behandlungsraum zugewandten Innenseite des Blendenelements angeordnet ist. Es ergibt sich dann vorzugsweise eine Zumischung von Luft, insbesondere Warmluft, von innerhalb des Behandlungs-raums. Eine mittels der Trennvorrichtung erzeugbare Strömungswalze ist dann insbesondere eine Warmluftwalze.

Abhängig von einer Stellung des Blendenelements kann das über die Düsen-vorrichtung zugeführte Trennfluid wahlweise bereits an der Ausströmöffnung der Düsenvorrichtung oder aber erst an einer Auslassöffnung des Blendenele-ments in den freien Raum im Übergangsbereich einströmen.

Vorteilhaft kann es sein, wenn das Blendenelement wahlweise in eine Schließ-stellung zum zumindest abschnittsweisen Abdecken oder Verschließen der Verbindungsöffnung oder in eine Offenstellung zur zumindest näherungsweise vollständigen Freigabe der Verbindungsöffnung bewegbar ist.

Die Trennvorrichtung umfasst vorzugsweise eine Antriebsvorrichtung zum Antreiben des Blendenelements. Insbesondere umfasst die Antriebsvorrichtung einen Elektromotor.

Günstig kann es sein, wenn die Trennvorrichtung eine Positioniervorrichtung umfasst, mittels welcher das Blendenelement bei einem Ausfall der Antriebs-vorrichtung automatisch in die Offenstellung bewegbar ist. Die Positioniervor-richtung ist vorzugsweise eine von der Antriebsvorrichtung verschiedene Vor-richtung.

Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass die Positioniervorrichtung ein oder mehrere Gewichte umfasst, welche ein Gegengewicht zu dem insbesondere drehbar gelagerten Blendenelement bilden und bei einem Ausfall der Antriebs-vorrichtung das Blendenelement in die Offenstellung bewegen. Insbesondere ist das Blendenelement mittels der Positioniervorrichtung bei einem Ausfall der Antriebsvorrichtung aus einem Bewegungspfad von durch die Trennvorrich-tung hindurchbewegten Gegenständen, insbesondere Werkstücken, heraus bewegbar, beispielsweise entgegen der Schwerkraftrichtung nach oben hoch-ziehbar.

Es kann vorgesehen sein, dass das Blendenelement in der Schließstellung mit einer Einlassöffnung eines Fluidführungsabschnitts des Blendenelements einer Ausströmöffnung der Düsenvorrichtung zugewandt ist.

Insbesondere ist das Blendenelement in der Schließstellung mit einer Einlass-Öffnung eines Fluidführungsabschnitts des Blendenelements einer Ausström-öffnung der Düsenvorrichtung derart zugewandt, dass der aus der Ausström-öffnung ausströmende Trennfluidstrom durch die Einlassöffnung in den Fluid-führungsabschnitt des Blendenelements hinein gerichtet ist.

Hierbei kann insbesondere vorgesehen sein, dass in der Schließstellung des Blendenelements die Ausströmöffnung der Düsenvorrichtung insbesondere

berührungslos in die Einlassöffnung des Fluidführungsabschnitts mündet und/oder in dieselbe hineinragt.

Vorteilhaft kann es sein, wenn in der Schließstellung des Blendenelements die Ausströmöffnung der Düsenvorrichtung beabstandet von der Einlassöffnung des Fluidführungsabschnitts ist.

In einer Offenstellung des Blendenelements ist die Einlassöffnung vorzugs-weise weiter von der Ausströmöffnung der Düsenvorrichtung entfernt als in der Schließstellung des Blendenelements. Alternativ oder ergänzend hierzu kann vorgesehen sein, dass die Einlassöffnung in der Offenstellung des Blendenelements bezüglich einer Hauptströmungsrichtung des Trennfluid-stroms seitlich versetzt zu der Düsenvorrichtung angeordnet ist.

Günstig kann es sein, wenn in der Schließstellung des Blendenelements die Ausströmöffnung der Düsenvorrichtung zusammen mit der Einlassöffnung des Fluidführungsabschnitts eine Saugstrahldüse bildet.

Insbesondere können hierbei Schrägflächen, Verjüngungen und/oder Auf-weitungen von Enden der Ausströmöffnung und/oder der Einlassöffnung vor-gesehen sein, um eine Strömung des Trennfluids zu optimieren.

Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Einlassöffnung des Fluidfüh-rungsabschnitts einen trichterförmigen Abschnitt umfasst, in welchen die Aus-strömöffnung der Düsenvorrichtung mündet.

Vorteilhaft kann es sein, wenn in der Schließstellung des Blendenelements zwischen der Düsenvorrichtung und dem Blendenelement ein oder mehrere Zusatzschlitze gebildet sind, durch welche Fluid aus einem der benachbarten Räume oder aus beiden benachbarten Räumen in den Fluidführungsabschnitt führbar, insbesondere saugbar, ist.

Die Zusatzschlitze sind insbesondere einander gegenüberliegend angeordnet und jeweils einem der voneinander zu trennenden benachbarten Räume zuge-wandt.

Mittels eines oder mehrerer Zusatzschlitze kann insbesondere eine Ring-strömung, beispielsweise eine Strömungswalze, einfacher und somit energie-sparender ausgebildet werden.

Ein durch die Düsenvorrichtung und/oder das Blendenelement hindurch-geführter Trennfluidstrom strömt beispielsweise bis in einen Bodenbereich des Übergangsbereichs und wird dort, beispielsweise unter Verwendung eines oder mehrerer Strömungsleitelemente, beispielsweise eines Silhouettenblechs, abgelenkt und/oder aufgeteilt, um letztlich eine fluidwirksame Trennung zwischen den benachbarten Räumen zu erzielen. Insbesondere wird mittels eines oder mehrerer Strömungsleitelemente die Ausbildung einer Strömungs-walze begünstigt.

Vorteilhaft kann es sein, wenn die Trennvorrichtung eine oder mehrere

Absaugöffnungen umfasst, mittels welcher ein Trennfluidstrom und/oder ein sonstiger Fluidstrom, insbesondere aus einem Übergangsbereich zwischen den zwei Räumen und/oder aus einem der Räume und/oder aus beiden Räumen, absaugbar ist.

Unter dem Begriff "Absaugen" ist dabei vorzugsweise ein aktives oder passives Abführen eines Teils oder des gesamten Fluidstroms im Übergangsbereich zwischen den zwei Räumen und/oder aus einem der Räume und/oder aus beiden Räumen zu verstehen.

Die eine oder die mehreren Absaugöffnungen sind insbesondere Bestandteil einer Umluftführung einer Behandlungsanlage, insbesondere einer Umluft-führung in einem an die Trennvorrichtung angrenzenden Behandlungsraum der Behandlungsanlage.

Alternativ oder ergänzend hierzu kann vorgesehen sein, dass die eine oder die mehreren Absaugöffnungen beispielsweise zusammen mit der Düsenvorrich-tung der Trennvorrichtung eine Umluftführung bilden, insbesondere unab-hängig von einer Umluftführung oder einer sonstigen Fluidführung in den angrenzenden Räumen.

Günstig kann es sein, wenn ein Betrag eines Volumenstroms eines mittels der einen oder der mehreren Absaugöffnungen abführbaren Fluidstroms

mindestens ungefähr 50 %, vorzugsweise mindestens ungefähr 100 %, vorzugsweise mindestens ungefähr 200 %, eines Betrags eines

Volumenstroms eines mittels der Düsenvorrichtung zuführbaren Fluidstroms ist.

Alternativ oder ergänzend hierzu kann vorgesehen sein, dass ein Betrag eines Volumenstroms eines mittels der einen oder der mehreren Absaugöffnungen abführbaren Fluidstroms höchstens ungefähr 200 %, vorzugsweise höchstens ungefähr 100 %, vorzugsweise höchstens ungefähr 50 %, eines Betrags eines Volumenstroms eines mittels der Düsenvorrichtung zuführbaren Fluidstroms ist.

Vorteilhaft kann es sein, wenn einer oder mehreren Absaugöffnungen jeweils ein Ventilator oder jeweils mehrere Ventilatoren zum Antreiben des

abzusaugenden Fluidstroms zugeordnet sind.

Eine oder mehrere Absaugöffnungen sind insbesondere in einem Bodenbereich der Trennvorrichtung angeordnet, insbesondere in einen Boden der Trenn-vorrichtung integriert.

Günstig kann es sein, wenn eine oder mehrere Absaugöffnungen punktuell angeordnet und/oder ausgebildet sind.

Insbesondere können zwei oder mehr als zwei Absaugöffnungen zu beiden Seiten einer Fördervorrichtung angeordnet sein.

Alternativ oder ergänzend hierzu kann vorgesehen sein, dass eine oder mehrere Absaugöffnungen linienförmig angeordnet und/oder ausgebildet sind. Insbesondere können eine oder mehrere Absaugöffnungen als Absaugschlitz ausgebildet sein. Eine Haupterstreckungsrichtung eines oder mehrerer

Absaugschlitze ist insbesondere im Wesentlichen horizontal und/oder quer, insbesondere im Wesentlichen senkrecht, zu einer Förderrichtung.

Eine oder mehrere Absaugöffnungen sind insbesondere derart positioniert und/oder ausgebildet, dass ein aus der Düsenvorrichtung austretender Trenn-fluidstrom und/oder ein in der Schließstellung des Blendenelements aus dem Blendenelement austretender Trennfluidstrom auf die eine oder die mehreren Absaugöffnungen gerichtet ist.

Insbesondere sind die eine oder die mehreren Absaugöffnungen in der Schließ-stellung des Blendenelements in direkter Verlängerung des Blendenelements längs einer Strömungsrichtung des Trennfluidstroms an einer Auslassöffnung des Blendenelements angeordnet.

Das Blendenelement ist vorzugsweise an einer drehbaren Welle angeordnet oder umfasst eine drehbare Welle.

Mittels der drehbaren Welle oder zusammen mit der drehbaren Welle ist das Blendenelement vorzugsweise um eine Drehachse drehbar oder schwenkbar. Insbesondere ist die Drehachse des Blendenelements eine Längsmittelachse der Welle.

Günstig kann es sein, wenn die Drehachse des Blendenelements parallel zu der Ausströmöffnung der Düsenvorrichtung und/oder senkrecht zu einer noch zu beschreibenden Förderrichtung eines Fördersystems ausgerichtet ist.

Insbesondere ist die Drehachse vorzugsweise parallel zu einer Trennebene und/oder senkrecht zu einer oder mehreren Seitenwänden der benachbarten Räume.

Die Einlassöffnung, insbesondere der Einlassschlitz, des Blendenelements ist vorzugsweise in einem der Drehachse zugewandten Endbereich des Blenden-elements angeordnet und/oder ausgebildet. Hierdurch kann die Einlassöffnung des Blendenelements vorzugsweise präzise positioniert werden, insbesondere relativ zu der Ausströmöffnung der Düsenvorrichtung.

Ein Wellendurchmesser der drehbaren Welle beträgt vorzugsweise mindestens ungefähr 50 mm, beispielsweise mindestens ungefähr 70 mm, und/oder höchstens ungefähr 250 mm, beispielsweise höchstens ungefähr 150 mm.

Die drehbare Welle und/oder das Blendenelement sind vorzugsweise an Seitenwänden der Trennvorrichtung und/oder der benachbarten Räume gelagert. Insbesondere kann hierdurch die Entstehung von Abrieb über einem durch die Trennvorrichtung verlaufenden Förderbereich vermieden werden.

Als Material für die Welle kann insbesondere Metall, beispielsweise Stahl oder Aluminium, vorgesehen sein. Insbesondere ist die Welle aus Stahl gebildet.

Als Material für das Blendenelement kann insbesondere Metall, beispielsweise Stahl oder Aluminium, vorgesehen sein. Insbesondere ist das Blendenelement aus Aluminium gebildet.

Günstig kann es sein, wenn das Blendenelement mittels einer

Kompensationsvorrichtung an der drehbaren Welle angeordnet, insbesondere gelagert, ist.

Die Kompensationsvorrichtung umfasst beispielsweise ein oder mehrere Längenausgleichselemente zur Kompensation von thermischen

Ausdehnungsänderungen der Welle und/oder des Blendenelements.

Bei einer Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass die Welle und das

Blendenelement mittels einer Schraubverbindung miteinander verbunden sind, wobei ein oder mehrere Schraublöcher dann vorzugsweise als Langlöcher ausgebildet sind, um eine thermische Ausdehnungsänderung kompensieren zu können.

Günstig kann es sein, wenn die Welle und das Blendenelement bezüglich einer horizontal und senkrecht zu einer Förderrichtung verlaufenden Querrichtung und/oder bezüglich einer Haupterstreckungsrichtung der Welle und/oder bezüglich einer Drehachse des Blendenelements und/oder der Welle zumindest näherungsweise mittig unbeweglich miteinander verbunden, beispielsweise verschraubt und/oder verschweißt, sind, so dass eine thermische

Ausdehnungsänderung beispielsweise zu einer Verschiebung an den Enden der Welle und/oder des Blendenelements führt. Insbesondere bei unterschiedlich starken thermischen Ausdehnungsänderungen kann dann an diesen Enden der Welle und/oder des Blendenelements eine Verbindung derselben mittels einer oder mehrerer Längenausgleichselemente, beispielsweise Verschraubungen mit Langlöchern, vorgesehen sein.

Das Blendenelement ist vorzugsweise an einer bezüglich der Schwerkraftrich-tung oberen Seite der Verbindungsöffnung angeordnet, beispielsweise an einer Deckenwandung der Trennvorrichtung.

Zum zumindest abschnittsweisen Abdecken oder Verschließen der Verbin-dungsöffnung ist das Blendenelement vorzugsweise von oben in die Verbin-dungsöffnung einbringbar, insbesondere einschwenkbar.

Alternativ oder ergänzend hierzu kann vorgesehen sein, dass das Blendenele-ment oder ein weiteres Blendenelement von unten in die Verbindungsöffnung einbringbar, insbesondere einschwenkbar ist.

Eine Schwenkrichtung des Blendenelements ist vorzugsweise so gewählt, dass das Blendenelement beim Bewegen desselben aus der Offenstellung in die Schließstellung in Richtung desjenigen Raumes bewegt wird, in welchem eine höhere und damit stärker zu schützende Luftqualität vorherrscht.

Vorteilhaft kann es sein, wenn mittels des Blendenelements ein freier Quer-schnitt oder Öffnungsquerschnitt der Verbindungsöffnung temporär reduzier-bar ist, insbesondere auf höchstens ungefähr 70 %, vorzugsweise auf höchstens ungefähr 50 %, beispielsweise auf höchstens ungefähr 30 %, eines Öffnungsquerschnitts in der Offenstellung des Blendenelements.

Ferner kann es vorteilhaft sein, wenn mittels des Blendenelements ein in der Offenstellung des Blendenelements freier Querschnitt oder Öffnungsquer-schnitt der Verbindungsöffnung temporär vollständig verschließbar oder fast vollständig verschließbar ist, insbesondere auf höchstens ungefähr 20 %, vorzugsweise auf höchstens ungefähr 10 %, beispielsweise auf höchstens ungefähr 5 %, eines Öffnungsquerschnitts in der Offenstellung des

Blendenelements reduzierbar ist.

Das Blendenelement kann insbesondere einteilig oder mehrteilig ausgebildet sein. Insbesondere können ein einziges oder mehrere plattenförmige oder plattenartige Blendenelementabschnitt vorgesehen sein, welche relativ zu einer oder mehreren Wänden und/oder relativ zu einander beweglich, insbesondere schwenkbar, sind. Hierdurch kann insbesondere ein zur

Betätigung des Blendenelements freizuhaltender Schwenkbereich des

Blendenelements minimiert werden.

Die vorstehend beschriebene Trennvorrichtung eignet sich insbesondere zur Verwendung in einer Behandlungsanlage.

Ein Erfindungsaspekt befasst sich somit auch mit einer Behandlungsanlage zur Behandlung von Werkstücken, beispielsweise einer Lackieranlage zum

Lackieren von Werkstücken. Eine solche Lackieranlage umfasst insbesondere einen Trockner, welcher im Sinne eines energieeffizienten Betriebs besonders vor unerwünschten Luftströmungen geschützt werden sollte.

Die Behandlungsanlage umfasst vorzugsweise eine erfindungsgemäße Trenn-vorrichtung, welche insbesondere zur Minimierung eines Fluidaustauschs zwischen einem Behandlungsraum der Behandlungsanlage einerseits und mindestens einem weiteren Raum andererseits dient.

Die Trennvorrichtung kann insbesondere an einem Einlass des Behandlungs-raums oder aber an einem Auslass des Behandlungsraums vorgesehen sein. Ferner können mehrere Trennvorrichtungen, beispielsweise am Einlass, am Auslass und/oder innerhalb des Behandlungsraums, vorgesehen sein.

Der weitere Raum kann beispielsweise ein Abkühlraum sein, welcher sich an einen als Trocknungsraum ausgebildeten Behandlungsraum der Behandlungs-anlage anschließt.

Die Behandlungsanlage umfasst vorzugsweise ferner ein Fördersystem zum Fördern von Werkstücken. Das Blendenelement ragt vorzugsweise in einer Schließstellung desselben in einen Bewegungspfad der Werkstücke hinein.

Der Bewegungspfad ist dabei insbesondere derjenige Raumbereich, welcher bei der Förderung der Werkstücke mittels des Fördersystems von den Werk-stücken überstrichen wird.

Mittels des Fördersystems sind die Werkstücke insbesondere aus einem Raum in den Behandlungsraum hinein, durch den Behandlungsraum hindurch und aus dem Behandlungsraum heraus bis in einen weiteren Raum hinein förder-bar.

Vorteilhaft kann es sein, wenn die Behandlungsanlage eine Steuervorrichtung und/oder eine Sensorvorrichtung umfasst, mittels welcher ein sich dem Über-gangsbereich zwischen den zwei benachbarten Räumen näherndes oder ein bereits vor oder in dem Übergangsbereich angeordnetes Werkstück ermittel-bar ist. Mittels der Steuervorrichtung und/oder der Sensorvorrichtung ist dann insbesondere das Blendenelement aus einer Schließstellung in eine Offen-stellung bringbar. Dadurch ist vorzugsweise ein Bewegungspfad des Werk-stücks im Bereich der Verbindungsöffnung freigebbar.

Bei einer weiteren Ausgestaltung kann vorgesehen sein, dass das Förder-system eine Beschleunigungsvorrichtung umfasst, mittels weicher ein Werk-stück im Vergleich zu einer Fördergeschwindigkeit und/oder Taktzeit im

Behandlungsraum mit einer erhöhten Geschwindigkeit und/oder mit einer reduzierten Taktzeit durch die Verbindungsöffnung hindurchförderbar ist.

Das Blendenelement ist dann im Vergleich zur Förderung der Werkstücke ohne eine solche Beschleunigungsvorrichtung nur eine kürzere Zeit lang geöffnet, wodurch der Fluidaustausch zwischen den benachbarten Räumen, insbeson-dere der Luftaustausch zwischen den benachbarten Räumen, weiter minimiert werden kann.

Ein weiterer Erfindungsaspekt betrifft ein Fördersystem zum Fördern von Gegenständen, insbesondere Fahrzeugkarosserien.

Fördersysteme im Allgemeinen sind bekannt, beispielsweise aus der

EP 0 678 463 Bl .

Ein Fördersystem umfasst vorzugsweise Folgendes:

eine erste Fördervorrichtung zum Fördern der Gegenstände mit einer ersten Geschwindigkeit und/oder mit einer ersten Taktzeit; und

eine zweite Fördervorrichtung, mittels welcher die Gegenstände mit einer zweiten Geschwindigkeit und/oder mit einer zweiten Taktzeit förderbar sind, wobei die zweite Geschwindigkeit vorzugsweise höher ist als die erste

Geschwindigkeit und/oder wobei die zweite Taktzeit vorzugsweise kürzer ist als die erste Taktzeit.

Die Gegenstände sind vorzugsweise mittels der zweiten Fördervorrichtung von der ersten Fördervorrichtung übernehmbar und/oder an die erste Fördervor-richtung übergebbar.

Günstig kann es sein, wenn die zweite Fördervorrichtung eine Hubvorrichtung umfasst, mittels welcher die Gegenstände von der ersten Fördervorrichtung abhebbar und dabei mittels der zweiten Fördervorrichtung aufnehmbar sind.

Die zweite Fördervorrichtung umfasst insbesondere eine Hubvorrichtung, mittels welcher die Gegenstände auf die erste Fördervorrichtung oder auf eine dritte Fördervorrichtung absenkbar und dabei an die erste Fördervorrichtung oder die dritte Fördervorrichtung übergebbar sind.

Bei dem erfindungsgemäßen Fördersystem ist insbesondere vorgesehen, dass mittels der zweiten Fördervorrichtung die Gegenstände von der ersten Förder-vorrichtung abhebbar, dann im Vergleich zur Förderung mittels der ersten Fördervorrichtung beschleunigt oder schneller förderbar sind und schließlich mittels der zweiten Fördervorrichtung auf die erste Fördervorrichtung oder eine dritte Fördervorrichtung absetzbar sind.

Es kann vorgesehen sein, dass mittels der Hubvorrichtung Förderelemente der zweiten Fördervorrichtung anhebbar und dabei insbesondere formschlüssig mit den Gegenständen in Eingriff bringbar sind.

Alternativ oder ergänzend hierzu kann vorgesehen sein, dass mittels der Hub-vorrichtung Förderelemente der zweiten Fördervorrichtung absenkbar und dabei mit den Gegenständen außer Eingriff bringbar sind.

Die Förderelemente ermöglichen insbesondere eine formschlüssige Aufnahme der Gegenstände bezüglich einer Förderrichtung, so dass insbesondere eine exakte Positionierung der Gegenstände bei der Aufnahme und/oder der Abgabe derselben mittels der zweiten Fördervorrichtung längs der Förder-richtung gewährleistet ist.

Die Förderelemente greifen vorzugsweise an den Werkstücken direkt oder an Werkstückaufnahmen zur Aufnahme der Werkstücke, beispielsweise an Skid-kufen eines Skids, an.

Günstig kann es sein, wenn die Förderelemente Laufwagen sind, welche insbe-sondere mittels einer oder mehrerer Ketten antreibbar sind.

Günstig kann es sein, wenn die zweite Fördervorrichtung sich nur längs eines Abschnitts einer Förderstrecke der ersten Fördervorrichtung erstreckt.

Die erste Fördervorrichtung erstreckt sich vorzugsweise beidseitig über die Enden der zweiten Fördervorrichtung hinaus.

Die erste Fördervorrichtung und die zweite Fördervorrichtung umfassen vor-zugsweise voneinander verschiedene Förderelemente, welche insbesondere an voneinander verschiedenen Angriffspunkten an den Werkstücken und/oder Werkstückaufnahmen zur Aufnahme der Werkstücke angreifen.

Insbesondere sind die erste Fördervorrichtung und die zweite Fördervorrich-tung einander überlappend angeordnet.

Beispielsweise kann vorgesehen sein, dass die zweite Fördervorrichtung inner-halb oder außerhalb der ersten Fördervorrichtung bezogen auf eine horizontale Querrichtung, welche senkrecht zur Förderrichtung ausgerichtet ist, ange-ordnet sind.

Bei einer Ausgestaltung des Fördersystems kann vorgesehen sein, dass die erste Fördervorrichtung ein Taktförderer ist, mit welchem die Gegenstände innerhalb einer vorgegebenen Taktzeit jeweils von einer Halteposition zu einer längs einer Förderstrecke darauffolgenden weiteren Halteposition förderbar sind.

Bei Erreichen einer vorgegebenen Halteposition innerhalb eines Takts der ersten Fördervorrichtung und/oder während einer Verweilzeit der Gegenstände an der jeweiligen Halteposition sind die Gegenstände vorzugsweise mittels der zweiten Fördervorrichtung von der vorgegebenen Halteposition aufnehmbar und an eine andere Halteposition bringbar.

Mittels der zweiten Fördervorrichtung sind somit vorzugsweise einzelne oder mehrere Haltepositionen der ersten Fördervorrichtung überspringbar.

Die erste Fördervorrichtung ist vorzugsweise ein Kettenförderer.

Alternativ oder ergänzend hierzu kann vorgesehen sein, dass die zweite Fördervorrichtung ein Kettenförderer ist.

Günstig kann es sein, wenn die erste Fördervorrichtung ein Kettenförderer mit mindestens zwei separaten Ketten ist. Die Ketten sind insbesondere längs der Förderrichtung aufeinanderfolgend angeordnet und decken damit unterschied-liche Teilstrecken einer Gesamtförderstrecke ab.

Vorteilhaft kann es sein, wenn die Ketten miteinander synchronisiert sind, so dass insbesondere bei einer Taktförderung über die gesamte erste Fördervor- richtung hinweg ein einheitlicher Takt sowie einheitliche Verweildauern an den einzelnen Haltepositionen einstellbar sind.

Die längs der Förderrichtung hintereinander angeordneten Ketten der ersten Fördervorrichtung sind insbesondere in voneinander verschiedenen Räumen einer Behandlungsanlage angeordnet. Insbesondere kann hierdurch im Ver-gleich zur Verwendung einer einzelnen Kette ein sich andauernd wiederholen-des Erhitzen und Abkühlen der Kette in unterschiedlichen Räumen vermieden werden.

Die in der Förderrichtung aufeinanderfolgenden Ketten der ersten Fördervor-richtung grenzen an ihren einander zugewandten Enden insbesondere an eine Trennvorrichtung und/oder eine zweite Fördervorrichtung an.

Günstig kann es sein, wenn mittels der ersten Kette die Gegenstände bis zur zweiten Fördervorrichtung förderbar sind. Mittels der zweiten Fördervorrich-tung sind die Gegenstände dann vorzugsweise zur zweiten Kette der ersten Fördervorrichtung förderbar. Mittels dieser zweiten Kette sind die Gegenstände dann vorzugsweise von der zweiten Fördervorrichtung weg förderbar.

Abhängig von der Ausgestaltung der ersten Fördervorrichtung können auch mehr als zwei in der Förderrichtung aufeinanderfolgende Ketten vorgesehen sein.

Alternativ oder ergänzend hierzu können auch mehrere Paare von Ketten längs der Förderrichtung aufeinanderfolgend angeordnet sein.

Das Fördersystem eignet sich insbesondere zur Verwendung in einer Behand-lungsanlage zur Behandlung von Werkstücken. Die vorliegende Erfindung betrifft daher auch eine solche Behandlungsanlage.

Die Behandlungsanlage umfasst vorzugsweise ein erfindungsgemäßes Förder-system. Mittels der ersten Fördervorrichtung sind vorzugsweise Werkstücke durch einen Behandlungsraum der Behandlungsanlage hindurchförderbar. Mittels der zweiten Fördervorrichtung sind die Werkstücke vorzugsweise durch einen Übergangsbereich zwischen dem Behandlungsraum und einem weiteren Raum hindurchförderbar.

Dies kann insbesondere an einem Eingang des Behandlungsraums und/oder an einem Ausgang des Behandlungsraums sein.

Vorteilhaft kann es sein, wenn der Übergangsbereich ein Schleusenbereich zur Minimierung eines Luftaustauschs zwischen dem Behandlungsraum und dem weiteren Raum ist. Der Übergangsbereich erstreckt sich vorzugsweise so weit längs einer Förderstrecke des Fördersystems, dass der Übergangsbereich min-destens eine Halteposition der ersten Fördervorrichtung umfasst oder zumin-dest mindestens eine solche Halteposition umfassen würde, wenn man eine Reihe von Haltepositionen der ersten Fördervorrichtung bis in den Übergangs-bereich hinein verlängern würde.

Die zweite Fördervorrichtung umfasst vorzugsweise eine Aufnahmestation zur Aufnahme der Werkstücke und/oder eine Abgabestation zur Abgabe der Werk-stücke.

Die Aufnahmestation ist beispielsweise im Behandlungsraum oder im Über-gangsbereich oder in einem weiteren Raum angeordnet.

Die Abgabestation ist vorzugsweise im weiteren Raum oder im Behandlungs-raum angeordnet.

Der Behandlungsraum ist beispielsweise ein Trocknungsraum, in welchem die Werkstücke insbesondere zur Lacktrocknung erhitzt werden.

Der weitere Raum ist beispielsweise ein sich an den Trocknungsraum

anschließender Kühlraum.

Vorteilhaft kann es sein, wenn die Behandlungsanlage ein Blendenelement umfasst, welches insbesondere zur temporären Verkleinerung einer Verbin-dungsöffnung zwischen dem Behandlungsraum und dem weiteren Raum in einen Bewegungspfad der Werkstücke im Übergangsbereich einbringbar ist.

Mittels einer Steuervorrichtung der Behandlungsanlage sind das Blendenele-ment und die zweite Fördervorrichtung vorzugsweise derart steuerbar, dass das Blendenelement aus dem Bewegungspfad herausbewegt wird, wenn ein Werkstück mittels der zweiten Fördervorrichtung in den Übergangsbereich ein-gebracht und/oder durch den Übergangsbereich hindurchgefördert und/oder aus dem Übergangsbereich heraus bewegt wird.

Die vorliegende Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Fördern von Gegenständen, insbesondere Werkstücken.

Das Verfahren umfasst vorzugsweise Folgendes:

Fördern der Gegenstände mittels einer ersten Fördervorrichtung mit einer ersten Geschwindigkeit und/oder mit einer ersten Taktzeit;

Fördern der Gegenstände mittels einer zweiten Fördervorrichtung mit einer zweiten Geschwindigkeit und/oder mit einer zweiten Taktzeit, wobei die zweite Geschwindigkeit vorzugsweise höher ist als die erste Geschwindigkeit und/oder wobei die zweite Taktzeit vorzugsweise kürzer ist als die erste Taktzeit.

Die Gegenstände werden vorzugsweise mittels der zweiten Fördervorrichtung von der ersten Fördervorrichtung übernommen und/oder an die erste Förder-vorrichtung übergeben.

Das erfindungsgemäße Verfahren weist vorzugsweise einzelne oder mehrere der im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Fördersystem beschrie-benen Merkmale und/oder Vorteile auf.

Günstig kann es sein, wenn mittels der zweiten Fördervorrichtung eine oder mehrere Haltepositionen, in welchen die Gegenstände bei der Förderung mittels der ersten Fördervorrichtung temporär verweilen oder verweilen würden, übersprungen werden.

Insbesondere werden die Gegenstände mittels der zweiten Fördervorrichtung in einen Übergangsbereich zwischen benachbarten Räumen eingebracht und/oder durch den Übergangsbereich hindurchgefördert und/oder aus dem Übergangsbereich heraus bewegt. Dabei und/oder hierzu wird vorzugsweise ein bewegliches Blendenelement einer im Übergangsbereich angeordneten Trennvorrichtung geöffnet. Zudem wird dabei und/oder hierzu vorzugsweise ein Bewegungspfad der Gegenstände freigegeben.

Der Übergangsbereich ist insbesondere ein Schleusenbereich.

Vorzugsweise ist der Übergangsbereich kein Bereich, in welchem die Gegen-stände zwischen zwei Fördertakten verweilen. Vielmehr ist der Übergangs-bereich vorzugsweise ein Abschnitt, durch welchen die Gegenstände, insbe-sondere die Werkstücke beschleunigt hindurchgefördert werden.

Die Gegenstände, insbesondere die Werkstücke, beispielsweise die Fahrzeug-karosserien werden insbesondere in einer Querfahrweise durch den Über-gangsbereich und/oder durch die Verbindungsöffnung hindurchgefördert.

Bei dieser Querfahrweise ist eine Längsachse der Gegenstände, insbesondere der Werkstücke, beispielsweise der Fahrzeugkarosserien, quer, vorzugsweise senkrecht, zur Förderrichtung ausgerichtet. Zudem ist die Längsachse vor-zugsweise im Wesentlichen horizontal ausgerichtet.

Zur Aufnahme und Förderung der Gegenstände mittels der zweiten Fördervor-richtung umfasst diese insbesondere zwei oder vier Förderelemente, bei-spielsweise Laufwagen.

Bei der Verwendung von vier Laufwagen sind diese insbesondere so dimen-sioniert und so angeordnet, dass sie beispielsweise an einer Werkstück-aufnahme, insbesondere an einem Skid, an vier Eckbereichen, insbesondere an beiden Endbereichen beider Skidkufen des Skids, angreifen können.

Bei der Verwendung von zwei Laufwagen sind diese vorzugsweise so dimen-sioniert, dass jeder Laufwagen jeweils beide Skidkufen erfasst, wobei ein Laufwagen insbesondere an einem bezüglich der Längsachse der Werkstücke, insbesondere der Fahrzeugkarosserien, vorderen Bereich der Skidkufen angreift und wobei ein weiterer Laufwagen insbesondere an einem bezüglich der Längsachse der Werkstücke, insbesondere der Fahrzeugkarosserien, hinteren Bereich der Skidkufen angreift.

Zur korrekten Lokalisierung und Positionierung der Werkstücke relativ zu Förderelementen der ersten Fördervorrichtung und/oder relativ zu Förder-elementen der zweiten Fördervorrichtung sind insbesondere ein oder mehrere Sensorelemente vorgesehen. Als Sensorelemente können insbesondere mechanische oder induktive Sensoren, beispielsweise Initiatoren, vorgesehen sein.

Alternativ oder ergänzend hierzu können feste Anschläge und/oder Licht-schranken und/oder sonstige Kontakte an einer oder mehreren Endpositionen der zweiten Fördervorrichtung vorgesehen sein, um die Gegenstände, insbe-sondere die Werkstücke, beispielsweise an einer Aufnahmestation und/oder einer Abgabestation korrekt zu positionieren, insbesondere relativ zu Förder-elementen der ersten Fördervorrichtung.

Zur korrekten Positionierung und/oder Überwachung der Position der Gegen-stände, insbesondere der Werkstücke, kann ferner ein Inkrementalgeber vor-gesehen sein.

Alternativ oder ergänzend können zudem ein oder mehrere an einer Förder-vorrichtung, beispielsweise der ersten Fördervorrichtung oder der zweiten Fördervorrichtung, mitfahrende Initiatoren vorgesehen sein. Mittels derartiger Initiatoren kann insbesondere ein Gegenstand, insbesondere ein Werkstück oder eine Werkstückaufnahme, in einem vorgegebenen Positionierbereich auf-gefunden, insbesondere geortet, werden. Dies ermöglicht dann insbesondere eine einfache Korrektur der Positionierung der Gegenstände relativ zu einer Fördervorrichtung und/oder eine Korrektur der Positionierung der Förder-vorrichtung relativ zu den Gegenständen.

Zudem können alternativ oder ergänzend ein oder mehrere Positionssensoren, insbesondere Höhensensoren, zur Überwachung der Aufnahme, Abgabe und/oder Übergabe von Werkstücken vorgesehen sein. Ein oder mehrere Positionssensoren erfassen dabei insbesondere ein Anheben und/oder Ab-senken des jeweiligen Werkstücks von einer Fördervorrichtung, beispielsweise einem Kettenförderer, beziehungsweise auf eine Fördervorrichtung, beispiels-weise einen Kettenförderer.

Günstig kann es sein, wenn der eine oder mehreren Positionssensoren mechanisch betätigbar sind, insbesondere durch Aufsetzen eines Werkstücks und/oder einer Werkstückaufnahme auf den einen oder die mehreren

Positionssensoren.

Der eine oder die mehreren Positionssensoren sind insbesondere in einem Aufnahmebereich, in einem Abgabebereich und/oder in einem Übergabe-bereich angeordnet und werden vorzugsweise unmittelbar durch das Werk-stück und/oder unmittelbar durch die Werkstückaufnahme betätigt, wenn das Werkstück und/oder die Werkstückaufnahme angehoben oder abgesenkt wird.

Insbesondere sind mehrere Positionssensoren vorgesehen, welche ein

Anheben und/oder Absenken eines Werkstücks und/oder einer Werkstück-aufnahme an unterschiedlichen Punkten des Werkstücks und/oder der

Werkstückaufnahme erfassen.

Beispielsweise können zwei oder mehr als zwei Positionssensoren zu beiden Seiten einer Fördervorrichtung und/oder längs einer Förderrichtung der

Fördervorrichtung vorgesehen sein, um eine von einer vorgegebenen Sol I-ausrichtung, insbesondere von der horizontalen Ausrichtung, abweichende Ausrichtung des Werkstücks und/oder der Werkstückaufnahme zu erfassen.

Günstig kann es sein, wenn ein oder mehrere Positionssensoren jeweils ein oder mehrere Betätigungselemente, beispielsweise Betätigungsbügel, auf-weisen. Mittels eines solchen Betätigungselements kann der jeweilige

Positionssensor insbesondere über einen großen Raumbereich hinweg betätigt werden. Beispielsweise wird mittels eines Betätigungselements eine gleich-zeitige Betätigung durch unterschiedliche Stellen und/oder Bestandteile des Werkstücks und/oder der Werkstückaufnahme möglich.

Beispielsweise können ein oder mehrere als Betätigungsbügel ausgebildete Betätigungselemente vorgesehen sein, welche beispielsweise bei einer Quer-förderung von auf Skids geförderten Werkstücken jeweils von beiden Skid-kufen des Skids betätigbar sind. Optional kann dann zugleich ermittelt werden, ob beide Skidkufen den Betätigungsbügel gleichmäßig betätigen, woraus auf eine korrekte Ausrichtung des Werkstücks relativ zur Fördervorrichtung schließbar sein kann.

Vorzugsweise kann von einer mittels einer oder mehrerer Positionssensoren ermittelten Position, Höhe und/oder Ausrichtung des Werkstücks und/oder der Werkstückaufnahme auf eine korrekte Anordnung an der Fördervorrichtung,

beispielsweise auf einem Kettenförderer, insbesondere auf Trolleys eines

Kettenförderers, geschlossen werden.

Weitere bevorzugte Merkmale und/oder Vorteile der Erfindung sind Gegen-stand der nachfolgenden Beschreibung und der zeichnerischen Darstellung eines Ausführungsbeispiels.

In den Zeichnungen zeigen :

Fig. 1 eine schematische perspektivische Darstellung einer Trenn- vorrichtung und eines Fördersystems einer Behandlungsanlage, wobei ein Blendenelement einer Trennvorrichtung in einer Offenstellung angeordnet ist;

Fig. 2 eine der Fig. 1 entsprechende schematische Darstellung der

Behandlungsanlage aus Fig. 1, wobei das Blendenelement in einer Schließstellung angeordnet ist;

Fig. 3 einen schematischen vertikalen Längsschnitt durch die

Behandlungsanlage aus Fig. 1;

Fig. 4 einen der Fig. 3 entsprechenden schematischen Längsschnitt durch die Behandlungsanlage gemäß Fig. 2, wobei zusätzlich ein in der Behandlungsanlage zu behandelndes Werkstück dargestellt ist;

Fig. 5 eine vergrößerte Darstellung des Bereichs V in Fig. 3;

Fig. 6 eine vergrößerte Darstellung des Bereichs VI in Fig. 4;

Fig. 7 eine vergrößerte Darstellung des Bereichs VII in Fig. 6;

Fig. 8 eine schematische perspektivische Darstellung des Förder- systems aus Fig. 1;

Fig. 9 eine schematische Seitenansicht des Fördersystems aus Fig. 8;

Fig. 10 eine vergrößerte Darstellung des Bereichs X in Fig. 9;

Fig. 11 eine schematische Draufsicht auf das Fördersystem aus Fig. 8;

Fig. 12 einen schematischen vertikalen Schnitt durch das Fördersystem aus Fig. 8 längs der Linie 12-12 in Fig. 11;

Fig. 13 einen schematischen vertikalen Schnitt durch das Fördersystem aus Fig. 8 längs der Linie 13-13 in Fig. 11; und

Fig. 14 einen schematischen vertikalen Schnitt durch das Fördersystem aus Fig. 8 längs der Linie 14-14 in Fig. 11.

Gleiche oder funktional äquivalente Elemente sind in sämtlichen Figuren mit denselben Bezugszeichen versehen.

Eine in den Fig. 1 bis 14 dargestellte Ausführungsform einer als Ganzes mit 100 bezeichneten Behandlungsanlage ist beispielsweise eine Lackieranlage zum Lackieren von Werkstücken 102, welche beispielsweise verschiedene Behandlungsräume 104 zum Lackieren, Trocknen, Abkühlen, etc. der Werk-stücke 102 umfasst.

Im Sinne einer effizienten Energienutzung sind zwischen verschiedenen Räumen 106, insbesondere den Behandlungsräumen 104, Trennvorrichtungen 108 der Behandlungsanlage 100 angeordnet.

Eine solche Trennvorrichtung 108 ist beispielsweise eine Luftschleiervorrich-tung und auch unter der Bezeichnung "Luftschleuse" bekannt.

Die Trennvorrichtung 108 dient insbesondere dazu, einen Luftaustausch zwischen aneinander angrenzenden Räumen 106 in einem Übergangsbereich 110 zwischen diesen Räumen 106 zu minimieren.

Die Trennvorrichtung 108 dient zugleich jedoch als Verbindungsöffnung 112, mittels welcher Werkstücke 102 von einem Raum 106 in den anderen Raum 106 gelangen können.

Beispielsweise aus der DE 10 2010 043 087 Al ist eine Behandlungsanlage bekannt, bei weicher ein Luftvorhang zur Minimierung eines Luftaustausches zwischen zwei Räumen erzeugt wird.

Insbesondere dann, wenn die Werkstücke 102 Fahrzeugkarosserien sind und als solche eine große Querschnittsfläche bei der Förderung derselben auf-weisen, sind zusätzliche Maßnahmen zur Minimierung des Luftaustauschs wünschenswert.

Insbesondere dann, wenn als Fa h rzeugka rosse rien ausgebildete Werkstücke 102 in der sogenannten Querfahrweise, das heißt mit der jeweiligen Fahr-zeuglängsachse senkrecht zu einer Förderrichtung 114, durch die

Behandlungsanlage 100 gefördert werden, ergibt sich ein noch größerer Quer-schnitt und somit eine erhöhte Gefahr eines unerwünscht großen Luftaus-tauschs zwischen den Räumen 106.

Wie insbesondere den Fig. 1 bis 7 zu entnehmen ist, umfasst die Trennvorrich-tung 108 der dargestellten Behandlungsanlage 100 daher ein Blendenelement 116, welches zur Verkleinerung eines Querschnitts der Verbindungsöffnung 112 zwischen den Räumen 106 in die Verbindungsöffnung 112 hineinbewegbar oder aus derselben herausbewegbar ist.

Das Blendenelement 116 ist insbesondere drehbar oder schwenkbar gelagert, beispielsweise an Wänden 118, insbesondere Seitenwänden, der Trennvor-richtung 108. Hierzu erstreckt sich insbesondere eine Welle 120 zwischen den Wänden 118. An dieser Welle 120 ist vorzugsweise das Blendenelement 116 festgelegt.

Die Welle 120 ist mit einer Antriebsvorrichtung 122 der Trennvorrichtung 108 gekoppelt, beispielsweise über eine Antriebswelle 124, so dass das Blenden-element 116 durch Rotation der Welle 120 letztlich mittels der Antriebsvor-richtung 122 motorisch, insbesondere automatisch, aus der beispielsweise in Fig. 3 dargestellten Offenstellung in die in Fig. 4 dargestellte Schließstellung und umgekehrt aus der Schließstellung in die Offenstellung bringbar ist.

In der Schließstellung verkleinert das Blendenelement 116 die Verbindungs-Öffnung 112 im Vergleich zur Offenstellung des Blendenelements 116 vor-zugsweise um mindestens ungefähr 30 %, beispielsweise mindestens ungefähr 40 %.

Das Blendenelement 116 ragt dabei insbesondere von einer Deckenwandung 126 nach unten in die Verbindungsöffnung 112.

Je größer das Blendenelement 116 ist, desto effizienter kann mittels des Blendenelements 116 in der Schließstellung desselben ein Luftaustausch zwischen den beiden Räumen 106 reduziert werden.

Allerdings kann sich bei entsprechender Dimensionierung des Blendenelements 116 eine Kollision desselben mit den Werkstücken 102 ergeben, wenn diese durch die Verbindungsöffnung 112 hindurchgefördert werden.

Wie insbesondere Fig. 4 zu entnehmen ist, erstreckt sich auch bei der darge-stellten Ausführungsform der Behandlungsanlage 100 das Blendenelement 116

in einen Bewegungspfad 128 der Werkstücke 102 hinein, das heißt, dass das Blendenelement 116 in einen Raumbereich hineinragt, welcher bei der Förde-rung der Werkstücke 102 durch die Verbindungsöffnung 112 von den Werk-stücken 102 überstrichen wird.

Um eine Beschädigung der Werkstücke 102 zu vermeiden, muss das Blenden-element 116 somit aus der Schließstellung (s. Fig. 4) in die Offenstellung (s. Fig. 3) gebracht werden.

Hierfür ist die Antriebsvorrichtung 122 vorgesehen.

Mittels einer Steuervorrichtung 130 ist zudem vorzugsweise steuerbar, dass das Blendenelement 116 nur dann in der Offenstellung angeordnet ist, wenn auch tatsächlich ein Werkstück 102 durch die Verbindungsöffnung 112 hin-durchgeführt werden muss. Im übrigen Zeitraum ist das Blendenelement 116 vorzugsweise in der Schließstellung, um den Luftaustausch zwischen den zwei Räumen 106 zu minimieren.

Ferner kann eine Sensorvorrichtung 132 vorgesehen sein, um alternativ oder ergänzend zu der Steuervorrichtung 130 die Antriebsvorrichtung 122 zu aktivieren und beispielsweise bei einer Annäherung eines Werkstücks 102 an das Blendenelement 116 eine automatische Öffnung desselben zu erzielen.

Mittels einer Positioniervorrichtung 134 kann ferner vorzugsweise einem Aus-fall oder einer sonstigen Fehlfunktion der Antriebsvorrichtung 122 vorgesorgt werden.

Mittels der Positioniervorrichtung 134, welche insbesondere ein oder mehrere Gegengewichte für das beispielsweise exzentrisch bezüglich seiner Drehachse 136 gelagerte Blendenelement 116 umfasst, kann insbesondere gewährleistet werden, dass das Blendenelement 116 ohne eine Betätigung der Antriebsvor- richtung 122 oder ohne eine sonstige Aktivierung der Antriebsvorrichtung 122 stets in die Offenstellung zurückkehrt.

Zusätzlich zu dem Blendenelement 116 umfasst die Trennvorrichtung 108 vor-zugsweise ferner eine Düsenvorrichtung 138.

Die Düsenvorrichtung 138 entspricht hinsichtlich ihrer Funktion im Wesent-lichen der Düsenvorrichtung aus der DE 10 2010 043 087 Al, auf welche hiermit Bezug genommen wird und deren Inhalt hiermit zum Gegenstand der vorliegenden Beschreibung gemacht wird.

Die Düsenvorrichtung 138 erzeugt insbesondere einen Luftvorhang im Über-gangsbereich 110, um einen Luftaustausch zwischen den Räumen 106 zu minimieren.

Die Düsenvorrichtung 138 umfasst hierzu insbesondere eine schlitzförmige Ausströmöffnung 140, welche beispielsweise von der Deckenwandung 126 nach unten in den Übergangsbereich 110 hineingerichtet ist.

Wie insbesondere Fig. 5 zu entnehmen ist, endet die Düsenvorrichtung 138 in der Offenstellung des Blendenelements 116 im Wesentlichen in den freien Raum, so dass sich eine Strömung im Übergangsbereich 110 ergibt, welche im Wesentlichen der in der DE 10 2010 043 087 Al beschriebenen Strömung ent-spricht.

Mittels der Düsenvorrichtung 138 ist dabei insbesondere ein Trennfluidstrom in den Übergangsbereich 110 einbringbar. Dieser Trennfluidstrom ist insbe-sondere ein Luftstrom.

Eine optimierte fluidwirksame Trennung der beiden Räume 106 voneinander ergibt sich bei der in den Fig. 1 bis 7 dargestellten Ausführungsform der Trennvorrichtung 100 vorzugsweise dadurch, dass die Düsenvorrichtung 128 und das Blendenelement 116 miteinander Zusammenwirken.

Das Blendenelement 116 ist hierzu mittels der Welle 120 vorzugsweise unmittelbar neben der Düsenvorrichtung 138, insbesondere unmittelbar neben der Ausströmöffnung 140 der Düsenvorrichtung 138, angeordnet.

Durch Verschwenken des Blendenelements 116, das heißt durch Drehen der Welle 120 samt des daran angeordneten Blendenelements 116 um die Dreh-achse 136 kann das Blendenelement 116 vorzugsweise direkt an oder in die Nähe der Düsenvorrichtung 138 gebracht werden.

Zur Vermeidung von unerwünschtem Abrieb wird vorzugsweise auch in der Schließstellung des Blendenelements 116 ein Abstand zwischen dem

Blendenelement 116 und der Düsenvorrichtung 138 eingehalten, welcher beispielsweise höchstens ungefähr 10 cm, insbesondere höchstens ungefähr 5 cm, beispielsweise höchstens ungefähr 1 cm, beträgt.

Ein der Düsenvorrichtung 138 zugewandtes Ende 142 des Blendenelements 116 weist vorzugsweise eine Einlassöffnung 144 auf.

In der Schließstellung des Blendenelements 116 ist das Blendenelement 116 vorzugsweise derart relativ zu der Düsenvorrichtung 138 positioniert, dass die Ausströmöffnung 140 in die Einlassöffnung 144 hineingerichtet ist, in dieselbe mündet und/oder in dieselbe hineinragt.

Über die Düsenvorrichtung 138 zugeführtes Trennfluid strömt somit in die Einlassöffnung 144 des Blendenelements 116 ein.

Das Blendenelement 116 umfasst vorzugsweise einen Fluidführungsabschnitt 146, welcher insbesondere durch eine insgesamt hohle Ausgestaltung des Blendenelements 116 gebildet ist.

Der an der Einlassöffnung 144 in das Blendenelement 116 einströmende Trennfluidstrom kann somit durch den Fluidführungsabschnitt 146 hindurch-strömen und somit von dem der Düsenvorrichtung 138 zugewandten Ende 142 bis zu einem der Düsenvorrichtung 138 abgewandten Ende 148 des Blenden-elements 116 gelangen.

An diesem Ende 148, welches der Düsenvorrichtung 138 und somit auch der Einlassöffnung 144 gegenüberliegt, kann der Trennfluidstrom aus dem Blen-denelement 116 austreten. Dieses Ende 148 ist hierzu mit einer Auslass-Öffnung 150 versehen, welche somit der Einlassöffnung 144 gegenüberliegt.

Das Blendenelement 116 ist in der Schließstellung desselben vorzugsweise eine Düsenverlängerung 157 zur Verlängerung der Düsenvorrichtung 138.

Das Blendenelement 116 ist insbesondere im Wesentlichen eben und/oder plattenförmig ausgebildet.

Der Fluidführungsabschnitt 146 ist dabei insbesondere ein Hohlraum zwischen zwei Deckplatten 152 des Blendenelements 116. Die beiden Enden 142, 148 sind insbesondere schlitzförmig ausgebildet, so dass die Einlassöffnung 144 insbesondere als Einlassschlitz 154 ausgebildet ist, während die Auslass-Öffnung 150 insbesondere als Auslassschlitz 156 ausgebildet ist.

Aufgrund der hohlen Ausgestaltung des Blendenelements 116 sowie aufgrund der im Sinne einer hohen Effizienz möglichst großen Ausmaße sowie aufgrund der möglichst geringen Masse ist das Blendenelement 116 vorzugsweise mittels eines oder mehrerer Versteifungselemente 158 an der Welle 120 fest-gelegt.

Die beiden Deckplatten 152 können in einer, zwei oder allen drei Raum-richtungen zumindest näherungsweise identische Abmessungen aufweisen.

Alternativ hierzu kann es vorgesehen sein, dass eine erste der beiden

Deckplatten 152 im Vergleich zu einer zweiten der beiden Deckplatten 152 verkürzt ausgebildet ist, beispielsweise um mindestens ungefähr 10 %, vorzugsweise um mindestens ungefähr 25 %, insbesondere um mindestens ungefähr 40 %, einer maximalen und/oder durchschnittlichen Erstreckung der zweiten Deckplatte 152 längs einer Hauptströmungsrichtung des Trennfluid-stroms innerhalb des Blendenelements 116. Beide Deckplatten 152 enden vorzugsweise gemeinsam an dem der Düsenvorrichtung 140 zugewandten Ende 142 des Blendenelements 116 und erstrecken sich ausgehend davon unterschiedlich weit in Richtung des der Düsenvorrichtung 138 abgewandten Endes 148 des Blendenelements 116.

Wenn die kürzere der beiden Deckplatten 152 an einer einem Behandlungs-raum 104 abgewandten Außenseite des Blendenelements 116 angeordnet ist, ergibt sich vorzugsweise eine Zumischung von Luft, insbesondere Kaltluft, von außerhalb des Behandlungsraums 104. Eine mittels der Trennvorrichtung 108 erzeugbare Strömungswalze ist dann insbesondere eine Kaltluftwalze.

Alternativ hierzu kann jedoch auch vorgesehen sein, dass die kürzere der beiden Deckplatten 152 an einer einem Behandlungsraum 104 zugewandten Innenseite des Blendenelements 116 angeordnet ist. Es ergibt sich dann vorzugsweise eine Zumischung von Luft, insbesondere Warmluft, von innerhalb des Behandlungsraums 104. Eine mittels der Trennvorrichtung 108 erzeugbare Strömungswalze ist dann insbesondere eine Warmluftwalze.

Die Versteifungselemente 158 sind insbesondere rippenförmig oder streben-förmig ausgebildet.

Wie insbesondere Fig. 7 zu entnehmen ist, kann am Übergang zwischen der Düsenvorrichtung 138 und dem Blendenelement 116 zur Strömungsopti-mierung eine spezielle Geometrie der Ausströmöffnung 140 sowie der Einlass-Öffnung 144 vorgesehen sein.

Die Ausströmöffnung 140 ist dabei vorzugsweise zu ihrem Ende hin ver-jüngend ausgebildet, während die Einlassöffnung 144 vorzugsweise einen trichterförmigen Abschnitt 160 umfasst.

In diesen trichterförmigen Abschnitt 160 mündet vorzugsweise die Düsen-vorrichtung 138.

Der trichterförmige Abschnitt 160 kann sich beispielsweise durch eine

Krümmung, Biegung, Abkantung oder sonstige Verformung einer oder beider Deckplatten 152 des Blendenelements 116 ergeben.

Bei der in den Fig. 1 bis 7 dargestellten Ausführungsform ist insbesondere lediglich einseitig eine Deckplatte 152 um beispielsweise ungefähr 25° abge-knickt.

Durch den zwischen der Düsenvorrichtung 138 und dem Blendenelement 116 eingehaltenen Abstand ergeben sich zwei Zusatzschlitze 162, durch welche aus der Düsenvorrichtung 138 ausströmendes Trennfluid unter Umgehung des Blendenelements 116 nach außen strömen kann oder durch welche Fluid aus der Umgebung der Düsenvorrichtung 138 und/oder des Blendenelements 116, insbesondere Luft aus den Räumen 106, in das Blendenelement 116 gelangen kann.

Letzteres ergibt sich insbesondere dann, wenn die Ausströmöffnung 140 der Düsenvorrichtung 138 zusammen mit der Einlassöffnung 144 des Blenden-elements 116 eine Saugstrahldüse 164 bilden, wodurch sich ein Unterdrück im Bereich der Zusatzschlitze 162 einstellen kann, der dann wiederum zur Ansaugung von Fluid, insbesondere Luft, aus der Umgebung führt.

Insbesondere kann über die Zusatzschlitze 162 eine gezielte Ringströmung, vorzugsweise eine Strömungswalze, im Übergangsbereich 110 erzeugt

werden, wobei durch die Verwendung des Blendenelements 116 in dessen Schließstellung im Vergleich zu herkömmlichen Luftvorhängen eine geringere Höhe des Übergangsbereichs 110 überbrückt werden muss und somit eine geringere Trennfluidmenge, insbesondere ein geringerer Volumenstrom, zum Betrieb der Trennvorrichtung 108 ausreicht oder aber eine effizientere fluid-wirksame Trennung der Räume 106 erzielt werden kann.

Vorteilhaft kann es insbesondere für die Ausbildung einer optimierten

Strömungswalze sein, wenn die Trennvorrichtung 108 eine oder mehrere Absaugöffnungen 169 umfasst, mittels welcher ein Trennfluidstrom und/oder ein sonstiger Fluidstrom, insbesondere aus einem Übergangsbereich 110 zwischen den zwei Räumen 106 und/oder aus einem der Räume 106 und/oder aus beiden Räumen 106, absaugbar ist (siehe Fig. 4).

Eine oder mehrere Absaugöffnungen 169 sind insbesondere in einem

Bodenbereich 171 der Trennvorrichtung 108 angeordnet, insbesondere in einen Boden integriert.

Die eine oder die mehreren Absaugöffnungen 169 sind insbesondere derart positioniert und/oder ausgebildet, dass ein in der Schließstellung des

Blendenelements 116 aus dem Blendenelement 116 austretender

Trennfluidstrom auf die eine oder die mehreren Absaugöffnungen 169 gerichtet ist.

Wie bereits erwähnt, muss für eine optimierte fluidwirksame Trennung der beiden Räume 106 das Blendenelement 116 möglichst lange in der Schließ-stellung angeordnet sein.

Beim Hindurchfördern eines Werkstücks 102 durch die Verbindungsöffnung 112 hängt die Zeitdauer, in welcher das Blendenelement 116 in der Offen-stellung angeordnet ist, von der Fördergeschwindigkeit ab.

Die Behandlungsanlage 100 umfasst daher vorzugsweise ein optimiertes Fördersystem 170, mittels welchem eine beschleunigte Durchführung des Werkstücks 102 durch die Verbindungsöffnung 112 möglich ist.

Wie insbesondere Fig. 8 zu entnehmen ist, umfasst das Fördersystem 170 eine erste Fördervorrichtung 172, welche beispielsweise als Kettenförderer 174 ausgebildet ist und der kontinuierlichen oder taktweisen Förderung von bei-spielsweise auf Skids montierten Werkstücken 102 dient.

Die erste Fördervorrichtung 172 dient insbesondere dazu, die Werkstücke 102 vergleichsweise langsam durch einen oder mehrere Behandlungsräume 104 der Behandlungsanlage 100 zu fördern, um letztlich eine möglichst lange Behandlungsdauer der Werkstücke 102 auf kurzer Förderstrecke zu erzielen.

Wird nun die erste Fördervorrichtung 172 zur Förderung der Werkstücke 102 durch die Verbindungsöffnung 112 der Trennvorrichtung 108 genutzt, können sich unerwünscht lange Öffnungszeiten des Blendenelements 116 ergeben.

Das Fördersystem 170 umfasst daher vorzugsweise eine zweite Fördervor-richtung 176, welche insbesondere eine im Vergleich zur ersten Fördervor-richtung 172 zügigere Förderung der Werkstücke 102 ermöglicht.

Die zweite Fördervorrichtung 176 erstreckt sich dabei vorzugsweise entlang der ersten Fördervorrichtung 172. Insbesondere weisen beide Fördervorrich-tungen 172, 176 eine gemeinsame Förderrichtung 114 und/oder eine gemein-same Förderstrecke auf.

Die zweite Fördervorrichtung 176 dient insbesondere dazu, die Werkstücke 102 nacheinander einzeln von der ersten Fördervorrichtung 172 abzuheben und kurzzeitig beschleunigt längs der Förderrichtung 114 zu fördern.

Die zweite Fördervorrichtung 176 umfasst insbesondere eine Aufnahmestation 178, an welcher die Werkstücke 102 von der ersten Fördervorrichtung 172 übernommen werden.

Ferner umfasst die zweite Fördervorrichtung 176 eine Abgabestation 180, an welcher die Werkstücke 102 insbesondere zurück an die erste Fördervorrich-tung 172 übergeben werden.

Auch die zweite Fördervorrichtung 176 ist vorzugsweise ein Kettenförderer 174.

Sowohl die erste Fördervorrichtung 172 als auch die zweite Fördervorrichtung 176 umfassen jeweils ein oder mehrere Förderelemente 182, mittels welchen die Fördervorrichtungen 172, 176 insbesondere unmittelbar an einem zu fördernden Werkstück 102 oder einer Werkstückaufnahme, beispielsweise einem Skid, angreifen.

Die Frage, ob die Förderelemente 182 der ersten Fördervorrichtung 172 oder aber die Förderelemente 182 der zweiten Fördervorrichtung 176 an den Werk-stücken 102 angreifen, hängt bei der in den Fig. 8 bis 14 dargestellten Aus-führungsform des Fördersystems 170 davon ab, in welcher Höhe die Förder-elemente 182 der zweiten Fördervorrichtung 176 relativ zu den Förderele-menten 182 der ersten Fördervorrichtung 172 gebracht werden (s. insbeson-dere Fig. 12).

Die zweite Fördervorrichtung 176 umfasst hierzu eine Hubvorrichtung 184, mittels welcher die Förderelemente 182 der zweiten Fördervorrichtung 176 in vertikaler Richtung verstellbar, das heißt höhenverstellbar sind.

Zusammen mit den Förderelementen 182 werden vorzugsweise auch die weiteren üblichen und daher vorliegend nicht näher beschriebenen Kompo- nenten der als Kettenförderer 174 ausgebildeten zweiten Fördervorrichtung 176 in ihrer jeweiligen Höhe verstellt.

Die Förderelemente 182 sind insbesondere Laufwagen 190 des Kettenförderers 174.

Zum Antreiben der Förderelemente 182 der zweiten Fördervorrichtung 176 ist vorzugsweise eine Kettenantriebsvorrichtung 186, beispielsweise ein Elektro-motor, vorgesehen. Diese ist insbesondere mittels einer Kardanwelle 188 mit einer Antriebskette 192 der zweiten Fördervorrichtung 176 gekoppelt, um eine variierende Höhe der Antriebskette 192 durch Betätigung der Hubvorrichtung 184 kompensieren zu können.

Die Hubvorrichtung 184 umfasst vorzugsweise einen Hubantrieb 194.

Mittels des Hubantriebs 194 kann insbesondere ein Tragrahmen 196 der Hub-vorrichtung 184 hinsichtlich seiner Höhe relativ zu einer Grundkonstruktion 198 der zweiten Fördervorrichtung 176 bewegt werden.

Ein oder mehrere Führungselemente 200, beispielsweise Führungsrollen, schränken vorzugsweise die Bewegungsmöglichkeit des Tragrahmens 196 relativ zu der Grundkonstruktion 198 auf eine Bewegung in ausschließlich vertikaler Richtung ein.

Der Tragrahmen 196 ist vorzugsweise mittels Exzenterelementen 202 mit der Grundkonstruktion 198 gekoppelt.

Diese Exzenterelemente 202 sind dabei vorzugsweise mittels des Hubantriebs 194 in unterschiedliche Drehausrichtungen bringbar, um letztlich den Trag-rahmen 196 und damit die Förderelemente 182 der zweiten Fördervorrichtung 176 in unterschiedlichen Höhenpositionen anzuordnen.

Mittels des Hubantriebs 194 können somit die Förderelemente 182 der zweiten Fördervorrichtung 176 insbesondere an der Aufnahmestation 178 mit dem Werkstück 102 oder einer zugehörigen Werkstückaufnahme, beispielsweise einem Skid, in Eingriff gebracht werden, um das Werkstück 102 von der ersten Fördervorrichtung 172 abzuheben.

Durch Antreiben der Antriebskette 192 und somit der daran festgelegten Förderelemente 182 mittels der Kettenantriebsvorrichtung 186 kann das jeweils aufgenommene Werkstück 102 dann längs der Förderrichtung 114 bis zur Abgabestation 180 gefördert werden.

Die Zeitdauer zur Förderung des Werkstücks 102 von der Aufnahmestation 178 bis zur Abgabestation 180 beträgt dabei vorzugsweise höchstens ungefähr 50 %, vorzugsweise höchstens ungefähr 20 %, beispielsweise höchstens ungefähr 10 %, derjenigen Zeitdauer, welche für die Förderung des Werk-stücks 102 um dieselbe Förderstrecke mittels der ersten Fördervorrichtung 172 vergehen würde.

Die zweite Fördervorrichtung 176 ist oder umfasst somit insbesondere eine Beschleunigungsvorrichtung 204, mittels welcher die Werkstücke 102 im Ver-gleich zur ersten Fördervorrichtung 172 beschleunigt förderbar sind.

Mittels der zweiten Fördervorrichtung 176 können dabei insbesondere bei einer Taktförderung der Werkstücke 102 ein oder mehrere Haltepositionen der Werkstücke 102 längs der Förderstrecke der ersten Fördervorrichtung 172 übersprungen werden. Insbesondere dann, wenn sich aufgrund der Ausge-staltung der ersten Fördervorrichtung 172 auch im Übergangsbereich 110 ein oder mehrere Haltepositionen ergeben würden, kann ein unerwünscht langer Aufenthalt der Werkstücke 102 im Übergangsbereich 110 durch die Verwen-dung der zweiten Fördervorrichtung 176 vermieden werden.