In Bearbeitung

Bitte warten ...

Einstellungen

Einstellungen

1. WO2020000003 - BIEGEWERKZEUG MIT DISTANZELEMENT

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.
Biegewerkzeug mit Distanzelement

Die Erfindung betrifft ein gekröpftes Biegewerkzeug für eine Biegemaschine, insbesondere Gesenkbiegemaschine, welches ein mit einer Vorspannkraft vorgespanntes Distanzelement zur Kompensation eines Kippmoments umfasst.

Biegewerkzeuge, welche als Oberwerkzeug in einer Biegemaschine zur Umformung eines Blechteils eingesetzt werden, können häufig einen Werkzeugkörper mit komplizierter Geo metrie aufweisen. Dabei kann es Vorkommen, dass der Werkzeugkörper gekröpft, also abwei chend von der Biegerichtung zumindest einfach gewinkelt ausgebildet ist. Bei derartigen Werkzeuggeometrien liegt der Werkzeugschwerpunkt häufig nicht mehr in einer vertikalen Symmetrieebene der Werkzeugaufnahme bzw. des Werkzeugschafts, sondern in eine Quer richtung seitlich dazu versetzt.

Der seitliche Versatz des Werkzeugschwerpunkts von der Symmetrieebene bewirkt ein Kipp moment des gekröpften Werkzeugs an und/oder in der Werkzeugaufnahme. Bei einem Wech sel des Biegewerkzeugs kann dieses Kippmoment zu erhöhtem Verschleiß des Biegewerk zeugs und/oder der Werkzeugaufnahme an den Kontaktflächen, bis hin zu einem Verklemmen des Biegewerkzeugs in der Werkzeugaufnahme, führen.

Um eine Beschädigung des Werkzeugs zu verhindern, wurde in der WO2014/007640 Al vor geschlagen im Werkzeugschaft oder an der Werkzeugschulter eines Biegewerkzeugs eine starr angeordnete Rolle anzubringen, welche die Fortbewegung des Biegewerkzeugs im Auf nahmeschacht erleichtern soll. Die starr gelagerte Rolle soll darin sehr steif ausgeführt sein um das Biegewerkzeug an der Werkzeugaufnahme abstützen zu können.

Zukünftig werden immer niedrigere Fertigungstoleranzen und/oder sehr hohe Passgenauigkei ten der Werkzeugaufnahme und des Werkzeugkörpers gefordert. Dies bedeutet, dass eine möglichst spielfreie Fagerung und/oder Bewegung des Werkzeugschafts im Aufnah meschacht der Werkzeugaufnahme erforderlich sind. Dem Stand der Technik bekannte Sys tem, wie etwa in WO2014/007640 Al offenbart, sind jedoch nur eingeschränkt praxistauglich da sie den Nachteil aufweisen, dass die Rollen teilweise stark verschleißen können und durch eine übliche Klemmung des Biegewerkzeugs in der Werkzeugaufnahme beschädigt werden können. Zudem ist ein automatisierter Wechselvorgang eines Biegewerkzeugs durch externe Manipulatoren und/oder Roboter nur sehr schwer möglich.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es, die Nachteile des Standes der Technik zu über winden und ein gekröpftes Biegewerkzeug zur Verfügung zu stehen, welches eine Reduktion des Verschleißes am Biegewerkzeug und/oder der Werkzeugaufnahme ermöglicht. Eine wei tere Aufgabe der Erfindung hegt darin, dass der Verschiebewiderstand eines Biegewerkzeugs in der Werkzeugaufnahme reduziert wird und ein Verklemmen des Biegewerkzeugs in oder an der Werkzeugaufnahme verhindert wird. Ferner dient das erfindungsgemäße Biegewerk zeug dazu beidseitig, also im Wesentlichen unabhängig von der Einsteckrichtung, verwendbar zu machen.

Diese Aufgabe wird durch ein Biegewerkzeug gemäß den Ansprüchen gelöst.

Das erfindungsgemäße gekröpfte Biegewerkzeug für eine Biegemaschine, insbesondere Ge-senkbiegemaschine, umfasst einen Werkzeugkörper, zumindest ein Bewegungsmittel und zu mindest ein Distanzelement. Der Werkzeugkörper weist zumindest einen Werkzeugschaft zur zumindest teilweisen Aufnahme des Biegewerkzeugs in einer Biegerichtung in einem dafür vorgesehenen Aufnahme schacht der Werkzeugaufnahme auf, wobei der Werkzeugkörper ei nen am Werkzeugschaft in Biegerichtung anschließenden Werkzeugkopf aufweist, welcher einen Werkzeugschwerpunkt außerhalb einer vertikalen Symmetrieebene des Aufnah meschachts und/oder des Werkzeugschafts aufweist und in eine Querrichtung zumindest ein seitig eine Werkzeug Schulter aufweist. Am Werkzeug schaft ist zur Bewegung des Biegewerk zeugs in Längsrichtung der Biegemaschine zur Aufnahme in einer Nut zumindest ein Bewe gungsmittel ausgebildet, welches Bewegungsmittel zumindest einseitig am Werkzeugschaft relativ zu einer jeweiligen Werkzeugschaftoberfläche hervorragend ausgebildet ist. Zumindest ein Distanzelement ist zur Aufbringung einer, einem durch Abweichung des Werkzeug schwerpunkts von der Symmetrieebene in Querrichtung bewirkten Kippmoments, entgegen wirkenden Stützkraft auf zumindest eine Oberfläche der Werkzeugaufnahme ausgebildet. Das zumindest eine Distanzelement umfasst, zumindest einen mit einer Vorspannkraft gelagerten Rollkörper, welcher an oder zumindest teilweise innerhalb des Werkzeugkörpers zumindest in Richtung der Vorspannkraft beweglich gelagert ist und zumindest teilweise relativ zu einer, bevorzugt den zumindest einen Rollkörper benachbarten, Oberfläche des Werkzeugkörpers hervorragend angeordnet ist.

Das Kippmoment wirkt vereinfacht ausgedrückt um die Längsachse des Biegewerkzeugs bzw. der Werkzeugaufnahme und verursacht ein Anpressen des Biegewerkzeugs an zumindest ei ner Kontaktstelle. Durch die Ausbildung des zumindest einen Distanzelements mittels zumin dest eines Rollkörpers, welcher direkt oder indirekt mit einer Vorspannkraft vorgespannt ist, kann das zumindest eine Distanzelement eine Kompensation des Kippmoments durch Über tragung einer Stützkraft vom Biegewerkzeug auf die Werkzeugaufnahme ausüben. Hierdurch kann bei einer Bewegung des Biegewerkzeugs in der Werkzeugaufnahme die Reibung zwi schen dem Aufnahmeschacht und dem Werkzeugschaft und/oder zwischen der Unterseite der Werkzeugaufnahme und einer Werkzeugschulter bzw. der Werkzeug schulterebene reduziert werden. Die Reduktion der Reibung ermöglicht eine Reduktion des Verschleißes an den ge nannten Kontaktflächen. Überdies kann ein Verklemmen des Biegewerkzeugs an und/oder in nerhalb der Werkzeugaufnahme vermieden werden.

Ferner wird durch die bewegliche Lagerung bzw. Vorspannung des zumindest einen Rollkör pers in Richtung der Vorspannkraft ein Einführen des Biegewerkzeugschaftes in den dafür vorgesehenen Aufnahme schacht der Werkzeugaufnahme erleichtert. Hierdurch kann ein Wechsel eines derartigen Biegewerkzeugs relativ einfach und schnell erfolgen, wobei der Ausgleich des Kippmoments zu einer Erhöhung der Sicherheit und reduziertem Verschleiß führen kann.

Des Weiteren kann es zweckmäßig sein, wenn der zumindest eine Rollkörper zur Aufbrin gung der Stützkraft, normal zur Biegerichtung bzw. Querrichtung auf eine Innenseite des Auf nahmeschachts und/oder in Biegerichtung auf eine Unterseite der Werkzeugaufnahme, an und/oder zumindest teilweise im Werkzeugkörper angeordnet ist.

Die bewegliche Lagerung bzw. Vorspannung des zumindest einen Rollkörpers in Richtung der Vorspannkraft bewirkt somit eine selbsttätige Kopplung des Rollkörpers mit einer korres pondierenden Oberfläche der Werkzeugaufnahme. Dies ist besonders vorteilhaft bei einem automatisiertem Wechsel eines Biegewerkzeugs, da ein Roboter oder dergleichen keine zu- - zu sätzliche Mechanik betätigen muss und das zumindest eine Distanzelement bzw. der Rollkör per zumindest zeitweise vollständig hinter eine Oberfläche des Werkzeugkörpers zurücktreten kann.

Darüber hinaus kann durch die geeignete Positionierung des zumindest einen Distanzelements am Werkzeugkörper ein Optimum bezüglich der erforderlichen Stütz- bzw. Vorspannkraft und dem Platzbedarf an und/oder innerhalb des Werkzeugkörpers gefunden werden. Bei spielsweise erfordert der relativ kurze Hebelarm bei Positionierung eines Distanzelements am oder innerhalb des Werkzeugschaftes eine höhere Vorspannkraft um die erforderliche Stütz kraft auf die Innenseite des Aufnahmeschachtes aufzubringen, als wenn das Distanzelement am oder innerhalb einer Werkzeug Schulter angeordnet ist, da hier unter Umständen ein größe rer Hebelarm genutzt werden kann.

Es können auch mehr als ein Distanzelement am Werkzeugkörper, insbesondere in Längsrich tung, vorgesehen sein. Es ist auch vorstellbar, dass ein Distanzelement zur Aufbringung eines Teils der Abstützkraft am Werkzeugschaft gegenüber der Innenfläche des Aufnahmeschachts, sowie ein weiteres Distanzelement zur eines Teils der Abstützkraft am Werkzeugkopf in Richtung der Unterseite der Werkzeugaufnahme ausgebildet ist. Auf eine derartige Weise können die erforderlichen Teilvorspannkräfte relativ gering gewählt werden, wodurch das Einführen des Biegewerkzeugs besonders einfach zu bewerkstelligen ist.

Ferner kann vorgesehen sein, dass das zumindest eine Distanzelement eine Verstellvorrich tung zur Einstellung der Höhe der Vorspannkraft aufweist.

Der Vorteil einer Ver Stellvorrichtung liegt darin, dass eine einfache Anpassung an unter schiedliche Werkzeuggeometrien und/oder Werkzeuggewichte und die damit verbundenen, erforderlichen Stützkräfte bzw. Vorspannkräfte vorgenommen werden kann. Dies kann z.B. nach einer Reparatur eines Biegewerkzeugs dazu genutzt werden, die Stützkraft auf eine ge änderte Position des Werkzeugschwerpunkts anzupassen.

Eine derartige Verstellvorrichtung kann z.B. durch ein Federelement, bevorzugt eine Schrau benfeder, ausgebildet sein, welche durch einen einstellbaren Federweg eine vorgebbare Feder kraft bzw. Vorspannkraft aufbringen kann. Ebenso kann eine Ver Stellvorrichtung z.B. durch eine einstellbare Ab Stützeinrichtung eines Federelements, wie etwa eines Biegestabs, ausge bildet sein und Verstellschraube umfassen. Eine Verstellvorrichtung ist vorteilhafterweise von außen zugänglich, wodurch im Grenzfall sogar bei einem in der Werkzeugaufnahme aufge nommenen Biegewerkzeug eine Anpassung bzw. Einstellung der Vorspannkraft vorgenom men werden kann.

Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass das Distanzelement zumindest zwei Rollkörper umfasst, welche vorzugsweise nebeneinander in einer Rollkörperaufnahme angeordnet sind.

Auf diese Weise kann eine verbesserte Übertragung der Stützkraft an mehreren Kontaktpunk ten erfolgen, wodurch eine geringere lokale Flächenpressung der jeweiligen Rollkörper im Kontakt mit einer Oberfläche der Werkzeugaufnahme ermöglicht wird. Dies senkt zum einen den Widerstand bzw. Kraftaufwad beim Einführen des Biegwerkzeugs in den

Aufnahmeschacht und kann zum anderen den Verschleiß reduzieren.

Vorteilhaft ist auch eine Ausprägung, gemäß welcher vorgesehen sein kann, dass das zumin dest eine Distanzelement eine Rollkörperaufnahme und zumindest ein Begrenzungselement umfasst, welches Begrenzungselement zur Begrenzung einer Auslenkung der Rollkörperauf nahme bzw. des Rollkörpers mittels zumindest eines Befestigungsmittels mit dem Werkzeug körper in Richtung der Vorspannkraft beweglich verbunden ausgebildet ist.

Zumindest ein Rollkörper ist dabei in der Rollkörperaufnahme rotierend gelagert, wobei das Begrenzungselement an der Rollkörperaufnahme seitlich als auch innen derart angeordnet sein kann, dass eine begrenzte Bewegung der Rollkörperaufnahme und somit des Rollkörpers ermöglicht wird. Ein derartiges Begrenzungselement kann z.B. am und/oder im Werkzeugkör per oder in einem Distanzelementgehäuse beweglich verbunden sein, wodurch das jeweilige Distanzelement gegen Verlust durch z.B. Herausfallen und/oder Herabfallen gesichert ist. Zu dem dient ein derartiges Begrenzungselement dazu, dass das Distanzelement bzw. der Roll körper nicht über eine vorgebbare Höhe über die Oberfläche des Werkzeugkörpers hervortritt, was insbesondere für ein erleichtertes Einführen vorteilhaft ist.

Ein Begrenzungselement kann durch z.B. eine Nut oder einen entsprechend ausgebildeten Fortsatz der Rollkörperaufnahme ausgebildet sein, um das Befestigungsmittel zumindest teil weise aufzunehmen. Im einfachsten Fall kann das Befestigungsmittel eine Schraube sein, de ren Kopf als Verlustsicherung dient und deren Gewinde und/oder Schaft bzw. gewindeloser Teil als Führung und Anschlag für das Begrenzungselement in Richtung der Vorspannkraft dient.

Gemäß einer Weiterbildung ist es möglich, dass das zumindest eine Distanzelement in einem Distanzelementgehäuse angeordnet ist, welches zumindest zur Aufnahme der Rollkörperauf nahme und des zumindest einen Begrenzungselements, sowie zur Abstützung der Verstellvor richtung gegenüber der Rollkörperaufnahme ausgebildet ist.

Ein derartig ausgebildetes Distanzelement kann als eine funktionelle Einheit angesehen wer den, welche relativ einfach herstellbar ist und zudem ermöglicht, dass die Verstellvorrichtung innerhalb des Distanzelementgehäuses und nicht erforderlicherweise am Werkzeugkörper ab gestützt ist. Hierdurch kann auf einfache Weise eine Art„Nachrüstelement“ geschaffen wer den, welches am und/oder innerhalb eines bestehenden Werkzeugkörpers relativ einfach an-bringbar und/oder auswechselbar ist.

Ferner kann es zweckmäßig sein, wenn das zumindest eine Distanzelement außen am Werk zeugkopf zur Abstützung des Biegewerkzeugs an der Unterseite der Werkzeugaufnahme an geordnet ist.

Eine derartige Anordnung ist vorteilhaft, da eine gute Zugänglichkeit von außen für z.B. die Einstellung der Vorspannkraft gegeben ist. Zudem wird ein vergleichsweise großer Hebelarm zwischen dem Rollkörper und der Symmetrieebene ausgenutzt, wodurch die erforderliche Stützkraft bzw. Vorspannkraft relativ niedrig gewählt werden kann.

Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass das Distanzelement als Biegestab derart ausgebil det ist, dass der zumindest eine Rollkörper an einem freien Ende des Biegestabes angeordnet ist und ein festes Ende des Biegestabes normal zur Biegerichtung und/oder in Biegerichtung im Werkzeugkörper, bevorzugt Werkzeugkopf, befestigt ist.

Der Biegestab weist eine vorgebbare Nachgiebigkeit in zumindest eine Richtung auf, wodurch die Vorspannkraft im Wesentlichen durch die Geometrie des Biegestabs, insbeson dere den lokalen Querschnitt des Biegestabs, den Rollkörperdurchmesser und die verfügbare Biegelänge, eingestellt werden kann. Ein Biegestab ist relativ einfach und kostengünstig her stellbar. Der Biegestab kann in einer dafür vorgesehenen Aufnahmeöffnung, welche z.B. auch als Bohrung ausgebildet sein kann, innerhalb des Werkzeugkörpers aufgenommen werden. Die Aufnahmeöffnung durchdringt den Werkzeugkörper vorteilhafterweise nicht und weist einen größeren Durchmesser auf, als der Biegestab bzw. der Rollkörper um eine Bewegung des Distanzelements zumindest in Richtung der Vorspannkraft zu ermöglichen. Das feste Ende ist vorteilhafterweise im Werkzeugkörper verschraubt und der zumindest eine Rollkör per am freien Ende rotierbar befestigt.

Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass der zumindest eine Rollkörper zumindest teilweise gegenüber einer Werkzeugschulteroberseite hervorragend angeordnet ist und der Rollkörper zur Aufbringung der Stützkraft in Biegerichtung gegenüber der Werkzeugaufnahme mit dem festen Ende des Biegestabes normal zur Biegerichtung im Werkzeugkopf befestigt ist.

Auf diese Weise kann eine besonders große Biegelänge des Biegestabes mit gut einstell- bzw. vorgebbarer Steifigkeit bzw. Nachgiebigkeit realisiert werden. Der Rollkörper kann derart an geordnet sein, dass er in Querrichtung über die Oberfläche der Werkzeug Schulter hervorragt. Bevorzugt ist das freie Ende und/oder der Rollkörper in Querrichtung fluchtend oder sogar hinter die in Längsrichtung angrenzende Oberfläche des Werkzeugkopfes zurückgesetzt. Hierdurch werden über den Werkzeugkörper überstehende Elemente vermieden, welche ein Handling des Biegewerkzeugs behindern können. Dies begünstigt unter anderem den Einsatz von automatisierten Werkzeugwechselvorrichtungen.

Gemäß einer besonderen Ausprägung ist es möglich, dass der Biegestab zumindest einen Ge windeabschnitt zur Aufnahme des Biegestabs im Werkzeugkopf und/oder Werkzeugschaft, einen Biegeabschnitt mit einer vorgebbaren Biegelänge, sowie einen Rollkörperabschnitt um fasst, und die Verstellvorrichtung zur Einstellung der Vorspannkraft durch Verstellung eines vorgebbaren Abstützabstandes zwischen Gewindeabschnitt und Rollkörperabschnitt, den Bie geabschnitt zumindest teilweise abstützend angeordnet ist.

Der Gewindeabschnitt ist als festes Ende zur Aufnahme im Werkzeugkörper vorgesehen, während der Rollkörperabschnitt zur Aufnahme des zumindest einen Rollkörpers am freien Ende des Biegestabs angeordnet ist. Zwischen diesen Abschnitten erstreckt sich die zur Aus übung und/oder Einstellung der Vorspannkraft verfügbare Biegelänge entlang des Biegeab schnitts. Die Verstellvorrichtung dieser Ausführungsform umfasst bevorzugt eine Stell schraube und/oder einen Spindeltrieb, welche im Werkzeugkörper rotierbar gelagert ist. Die Ver Stellvorrichtung kann ferner ein Abstützelement aufweisen, welches parallel zum Biege stab beweglich und mit der Stellschraube bzw. dem Spindeltrieb zusammenwirkend ausgebil det ist. Auf diese Weise kann mittels der Verstellvorrichtung eine Zwei-Punkt- Lagerung des Biegestabs ausgebildet werden. Die freie Biegelänge des Biegestabs kann relativ einfach durch Einstellung des Abstützabstandes zum Gewindeabschnitt eingestellt werden, wodurch die Vorspannkraft einstellbar wird. Das Ab Stützelement kann z.B. eine Hülse oder ein C- oder V-förmiges Profil sein, um den Biegestab zumindest einseitig, bevorzugt ummantelnd abzu stützen.

Entsprechend einer vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass der Biegestab als taillierter Biegestab ausgebildet ist, wobei der Biegeabschnitt als ein erster Taillenabschnitt und der Rollkörperabschnitt als ein zweiter Taillenabschnitt ausgebildet ist und zumindest ein Taillenabschnittsdurchmesser des ersten und/oder zweiten Taillenabschnitts kleiner ist als ein Gewindeabschnittsdurchmesser ausgebildet ist.

Es hat sich gezeigt, dass eine Querschnittsabnahme des Biegestabs vom Gewindeabschnitt hin zum freien Ende, bevorzugt als zwei Taillenabschnitte, zu einer Erhöhung der Dauerfestigkeit des Biegestabs führen kann. Zudem wird durch die geringeren Durchmesser des Biegeab schnitts und/oder Rollkörperabschnitts eine leichtere Konstruktion des Biegestabs ermöglicht. Die geringeren Taillenabschnittsdurchmesser können ebenso genutzt werden die Steifigkeit bzw. die Vorspannkraft des Biegestabs auf relativ einfache Weise zu optimieren.

Die Taillenabschnittsdurchmesser, insbesondere des ersten Taillenabschnitts bzw. des Biege abschnitts, können auch nicht stetig, also einer mathematischen Funktion folgend, ausgebildet sein. Dies kann vom Fachmann dazu genutzt werden, unterschiedliche lokale Taillenab schnittsdurchmesser vorzusehen, welche die Steifigkeitsanforderungen entlang des Biegestabs im Hinblick auf die notwendige Vorspannkraft und/oder Dauerfestigkeit optimieren.

Insbesondere kann es vorteilhaft sein, wenn die Verstellvorrichtung zur Verstellung eines vor-gebbaren Abstützabstandes ein, den Biegeabschnitt zumindest teilweise ummantelnd ausge bildetes, bevorzugt hülsenförmiges Ab Stützelement umfasst.

Durch diese Maßnahme kann eine Zwei-Punkt-Lagerung des Biegestabes am festen Ende und am Ab Stützelement der Verstellvorrichtung relativ einfach und stabil ausgebildet werden. Die zumindest teilweise Ummantelung und insbesondere ein hülsenförmiges Ab Stützelement kann eine lokale Durchbiegung des Biegestabes in Richtung der aufzubringenden Vorspannkraft am Ab Stützelement verhindern, wodurch eine verbesserte und stabilere Lagerung erzielt wer den kann.

Ferner kann vorgesehen sein, dass zumindest zwei Bewegungsmittel in Längsrichtung neben einander als Gleitelement oder bevorzugt als Rollelement ausgebildet sind.

Durch diese Maßnahme kann die lokale Reibung und/oder die lokale Flächenpressung auf das jeweilige Bewegungsmittel reduziert werden, wodurch die Gefahr von Verschleiß sowie die Neigung zum Verkeilen des Biegewerkzeugs in der Werkzeugaufnahme verringert werden können. Die Gleitelemente sind dabei vorteilhafterweise aus einem Material mit niedrigem Reibkoeffizienten gegenüber der Werkzeugaufnahme und hoher mechanischer Festigkeit aus gebildet. Bevorzugt kommen Polymere, wie etwa PTFE, PEEK, PPSU, PAEK oder derglei chen zum Einsatz, da sie zudem eine hohe Lösungsmittel- und/oder Schmiermittelbeständig keit aufweisen können. Besonders vorteilhaft ist der Einsatz von Rollelementen, welche ähn lich den Rollkörper als z.B. kugelgelagerte Rollen ausgebildet sein können. Der Vorteil der Rollelemente liegt in der sehr geringen Rollreibung und hohen mechanischen Stabilität.

Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass zumindest zwei Bewegungsmittel in Querrichtung an gegenüberliegenden Seiten des Werkzeug Schafts, bevorzugt symmetrisch gegenüberlie gend, ausgebildet sind.

Dies erlaubt einen verbesserten Lastabtrag des Gewichts des Biegewerkzeugs in die Werk zeugaufnahme und kann besonders in Kombination mit zumindest einem Distanzelement zur

Kompensation des Kippmoments eine deutliche Reduktion des Verschleißes der Bewegungs mittel bewirken.

In einer besonderen Ausführungsform kann das zumindest eine Bewegungsmittel einteilig mit dem Werkzeugschaft als Fortsatz ausgebildet sein.

Ein derartiges Bewegungsmittel wirkt als Gleitelement und ist als integraler Fortsatz des Werkzeugschaftes ausgebildet. Solche Gleitelemente können bei der Herstellung bzw. Bear beitung des Werkzeug schafts berücksichtigt und somit einfach hergesteht werden. Hierbei ist es besonders vorteilhaft, wenn zumindest dieses als Fortsatz des Werkzeugschaftes ausgebil dete Bewegungsmittel mit einer Oberflächenschicht mit einem niedrigen Reibkoeffizienten, wie etwa PTFE, beschichtet und/oder lackiert ist. Als Oberflächenschicht kommen vor allem kohlenstoffbasierte Niedrigreibschichten, wie etwa amorpher Kohlenstoff (DLC), in Frage, wodurch die Reibung des zumindest einen Fortsatzes effizient reduziert werden kann.

Sämtliche erfindungsgemäßen Ausführungsmöglichkeiten haben zudem den Effekt, dass der Werkzeugschaft bzw. das Biegewerkzeug beidseitig in die Werkzeugaufnahme einführbar wird, da die Kompensation des Kippmoments durch das zumindest eine Distanzelement im Wesentlichen ohne zusätzliche Änderungen an der Werkzeugaufnahme durchführbar ist.

Ferner werden zur zeitweiligen Befestigung des Biegewerkzeugs in der Werkzeugaufnahme in der Regel Spann- bzw. Klemmsysteme eingesetzt, welche das Biegewerkzeug am Werk zeugschaft in einer oder mehreren dafür vorgesehenen Klemmnuten klemmen. Im Optimalfall werden dabei die Oberseite des Werkzeugschafts gegen den Aufnahmeschacht gepresst und allenfalls vorhandene Werkzeug schultern gegen die Unterseite der Werkzeugaufnahme ge presst. Erfindungsgemäß, tritt bei einer Werkzeugklemmung bzw. -Spannung das zumindest eine Distanzelement hinter die jeweilige Oberfläche des Werkzeugkörpers zurück, wodurch der Verklemmvorgang ungehindert erfolgen kann und ein schiefes„Einspannen“ des Biege werkzeugs effizient vermieden werden kann. Außerdem kann eine Beschädigung der Spann-bzw. Klemmsysteme, der Werkzeugaufnahme und/oder des Biegewerkzeugs vermieden wer den.

Die vorliegende Erfindung lässt sich ferner auch auf Biegewerkzeuge mit einem Werkzeug schwerpunkt in der Symmetrieebene sinngemäß übertragen. Es ist dabei im Sinne der vorlie genden Erfindung, dass die zuvor genannten Ausführungsbeispiele gekröpfter Biegewerk zeuge mit erfindungsgemäß ausgebildeten Distanzelemente auch zur Kompensation von Kippmomenten auch in Quer- und/oder Längsrichtung bei nicht gekröpften Biegewerkzeugen oder gekröpften Werkzeugen deren Werkzeugschwerpunkt in der Symmetrieebene liegt ver wendet werden können. Die Kippmomente derartiger Biegewerkzeuge können durch eine Verschiebung der Biegewerkzeuge in Längsrichtung auftreten und Schwingbewegungen und/oder Verklemmungen verursachen. Die Distanzelemente können dabei z.B. zweiseitig in Querrichtung am Werkzeugkörper angeordnet sein um Schwingbewegungen und/oder Ver klemmungen beim Einführvorgang in die Werkzeugaufnahme zu minimieren, wodurch die Einfahrgeschwindigkeit erhöht und die Rüstzeit verringert werden kann.

Entsprechend einer vorteilhaften Weiterbildung kann vorgesehen sein, dass das zumindest eine Bewegungsmittel einen Rollstift umfasst, welcher Rollstift mittels wenigstens einem Drehlagerungselement innerhalb des Werkzeugschaftes relativ zum Werkzeugkörper drehbar gelagert ist. Dadurch können gekröpfte Biegewerkzeuge, welche als Oberwerkzeuge fungie ren, bei inaktiver Klemmvorrichtung besonders prozessstabil, insbesondere leichtgängig und verklemmungsfrei, relativ zu ihrer schienenartigen Werkzeugaufnahme verschoben und be darfsgerecht positioniert werden.

Insbesondere kann es vorteilhaft sein, wenn das wenigstens eine Drehlagerungselement durch zumindest ein in einer Aufnahmebohrung des Werkzeugschaftes gehaltertes, insbesondere eingepresstes Gleitlagerelement oder Wälzlagerelement gebildet ist. Dadurch ist ein robuster und zugleich möglichst wirtschaftlicher Aufbau des Biegewerkzeuges ermöglicht.

Ferner kann vorgesehen sein, dass der wenigstens eine Rollstift einteilig ausgebildet ist und dabei den Werkzeugschaft unter Zwischenschaltung des wenigstens einen Drehlagerungsele ments derart durchsetzt, dass seine einander gegenüberliegenden Endabschnitte relativ zu den einander gegenüberliegenden Werkzeugschaftoberflächen jeweils vorragen. Der einteilige Rollstift bietet dabei ein hohe Robustheit, während das wenigstens eine Drehlagerungsele- ment eine hohe Lagerungsstabilität gewährleistet. Zudem ist dadurch eine zuverlässige, gleit bewegliche Führung des Biegewerkzeuges relativ zur Werkzeugaufnahme und/oder relativ zu Führungsschienen abseits der Biegemaschine erzielbar.

Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass das zumindest eine Distanzelement eine Rollkör peraufnahme umfasst, in welcher Rollkörperaufnahme zumindest ein als zylindrischer Wälz körper ausgebildeter Rollkörper drehbar gelagert ist. Dadurch ist ein besonders robustes und zugleich kostengünstig umsetzbares Distanzelement geschaffen. Insbesondere ist dadurch ein funktional kombiniertes Gleit- und Rollkörperelement gebildet, dessen„Gleitstein“ als Auf nahmekörper für den wenigstens eine Rollkörper fungiert.

Vorteilhaft ist auch eine Ausprägung, gemäß welcher vorgesehen sein kann, dass der zumin dest eine zylindrische Wälzkörper in zumindest einer in der Rollkörperaufnahme ausgebilde ten Bohrung gehaltert ist, wobei eine Längsachse der zumindest einen Bohrung derart positio niert ist, dass ein Teilabschnitt der Mantelfläche des zylindrischen Wälzkörpers gegenüber ei ner äußeren Oberfläche der Rollkörperaufnahme vorragt. Dadurch wird eine verschleißfreie und zugleich hochfeste Drehlagerung für den zylindrischen Wälzkörper erreicht. Weiters kann dadurch eine hochstabile und mechanisch zuverlässige Drehlagerung für den zumindest einen als Wälzkörper ausgeführten Rollkörper erzielt werden.

Gemäß einer Weiterbildung ist es möglich, dass die Rollkörperaufnahme abschnittsweise in nerhalb einer Ausnehmung in der zumindest einen Werkzeug Schulter oder der zumindest ei nen Werkzeugschaftoberfläche aufgenommen ist und relativ zu dieser Ausnehmung unter Aufbringung der Vorspannkraft federelastisch nachgiebig gelagert ist. Dadurch ist ein Distan zelement geschaffen, welches einerseits eine leichtgängige Verschiebung des gekröpften Bie gewerkzeuges bei inaktiver Klemmvorrichtung ermöglicht und andererseits eine exakte bzw. plangemäße Ausrichtung relativ zur Werkzeugaufnahme gewährleistet, wenn die Klemmvor richtung an bzw. in der Werkzeugaufnahme aktiviert wird. Zudem können dadurch punktuelle Lastspitzen bzw. Beschädigungsrisiken für das Biegewerkzeug und/oder die Werkzeugauf nahme hintan gehalten werden.

Ferner kann es zweckmäßig sein, wenn die Rollkörperaufnahme in wenigstens einem ihrer auf die Längsrichtung bezogenen Endabschnitte eine Anlaufschräge oder zumindest in deren Mit telabschnitt eine bombierte Oberfläche aufweist. Dadurch kann die Zuverlässigkeit und Leichtgängigkeit eines Biegewerkzeug-Wechselvorganges und/oder eines Biegewerkzeug-Positioniervorganges weiter verbessert werden.

Darüber hinaus kann vorgesehen sein, dass der zumindest eine zylindrische Wälzkörper aus Metall gebildet ist und die Rollkörperaufnahme aus einem davon unterschiedlichen Werk stoff, insbesondere aus Kunststoff, gebildet ist. Dadurch ist eine gute Langzeitstabilität des Wälzkörpers erzielbar. Zudem kann dadurch eine verschleißfreie bzw. reibungsminimierte Drehlagerung für den Wälzkörper erzielt werden.

Weiters kann vorgesehen sein, dass die auf die Rollkörperaufnahme und den wenigstens einen Rollkörper einwirkende Vorspannkraft durch zumindest zwei in Längsrichtung voneinander distanzierte, vorzugsweise auf die Endabschnitte der Rollkörperaufnahme einwirkende Fe derelemente bereitgestellt ist. Dadurch ist eine möglichst verkippungsfreie und damit auch funktionszuverlässige Lagerung der Rollkörperaufnahme erzielbar.

Schließlich kann es auch zweckmäßig sein, wenn der zumindest eine Rollkörper eine in Be zug auf metallische Oberflächen reibungserhöhende Abroll-Mantelfläche, insbesondere aus einem Kunststoff, vorzugsweise aus einem elastomeren Kunststoff, aufweist. Dadurch kann erreicht werden, dass der Rollkörper beim Vorliegen von Stützkräften und Verschiebekräften gegenüber dem Biegewerkzeug zuverlässig gedreht wird bzw. abrollt. Unerwünschte Schleif bewegungen des Rollkörpers gegenüber der Werkzeugaufnahme bzw. gegenüber sonstigen Halte- bzw. Führungsschienen können dadurch vermieden werden. Darüber hinaus ist dadurch ein relativ geräuscharmer Verschiebe- bzw. Wechselvorgang von Biegewerkzeugen erzielbar. Dies vor allem dann, wenn die Biegewerkzeuge mit relativ hohen Bewegungsge schwindigkeiten über Übergänge, Querspalten oder geringfügig zueinander versetzte Füh rungselemente verfahren werden.

Die Erfindung kann auch durch eine Biegemaschine bzw. durch eine Werkzeugaufnahme ei ner Biegemaschine definiert sein, welche das hierin beschriebene Biegewerkzeug haltert.

Zum besseren Verständnis der Erfindung wird diese anhand der nachfolgenden Figuren näher erläutert.

Es zeigen jeweils in stark vereinfachter, schematischer Darstellung:

Fig. 1 schematische Übersichtsdarstellung in Schrägansicht eines gekröpften Biegewerk zeugs in der Werkzeugaufnahme;

Fig. 2 schematische Schnittansichten eines Biege Werkzeugs mit unterschiedlich ange ordneten Distanzelementen an oder innerhalb des Werkzeugkörpers (a-f);

Fig. 3 schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels eines Biegewerkzeugs mit einem Distanzelement am bzw. im Werkzeugschaft mit einem Rollkörper (a) bzw. zwei Rollkörpern (b);

Fig. 4 schematische Schnittdarstellung eines Ausführungsbeispiels eines Biegewerk zeugs mit einem Distanzelement mit einem Distanzelementgehäuse;

Fig. 5 schematische Schnittdarstellung eines Ausführungsbeispiels eines Biegewerk zeugs mit einem Distanzelement welches als Biegestab (a) bzw. taillierter Biege stab und Ver Stellvorrichtung (b) ausgebildet ist;

Fig. 6 eine perspektivische Darstellung eines gekröpften Biegewerkzeuges mit mehreren

Distanzelementen, welche jeweils federelastisch gelagerte Biegestäbe umfassen;

Fig. 7 einen Querschnitt durch das Biegewerkzeug nach Fig. 6 im Bereich eines Distan zelementes;

Fig. 8 eine perspektivische Darstellung eines gekröpften Biegewerkzeuges mit mehreren

Distanzelementen, welche federelastisch gelagerte Rollkörperaufnahmen umfas sen;

Fig. 9 einen Querschnitt durch das Biegewerkzeug nach Fig. 8 im Bereich eines Distan zelementes;

Fig. 10 eine alternative Ausführungsform zu dem in Fig. 9 veranschaulichten Distanzele ment.

Einführend sei festgehalten, dass in den unterschiedlich beschriebenen Ausführungsformen gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen versehen wer den, wobei die in der gesamten Beschreibung enthaltenen Offenbarungen sinngemäß auf glei che Teile mit gleichen Bezugszeichen bzw. gleichen Bauteilbezeichnungen übertragen wer den können. Auch sind die in der Beschreibung gewählten Lageangaben, wie z.B. oben, un ten, seitlich usw. auf die unmittelbar beschriebene sowie dargestellte Figur bezogen und sind diese Lageangaben bei einer Lageänderung sinngemäß auf die neue Lage zu übertragen.

In Fig. 1 ist eine schematische Darstellung eines gekröpften Biege Werkzeugs 1 gezeigt. Das Biegewerkzeug 1 umfasst einen Werkzeugkörper 3, welcher zumindest einen Werkzeugschaft 4 und einen Werkzeugkopf 9 aufweist. Der Werkzeugschaft 4 ist zur Aufnahme in einem Auf nahmeschacht 15 der Werkzeugaufnahme 14 vorgesehen. Der Werkzeugkopf 9 ist am Werk zeugschaft 4 in Biegerichtung anschließend ausgebildet. Wie aus Fig. 1 ersehen werden kann, liegt der Werkzeugschwerpunkt 10 außerhalb bzw. seitlich versetzt zu einer vertikalen Sym metrieebene 17 des Aufnahmeschachtes 15. Durch den exzentrischen Werkzeugschwerpunkt 10 kommt es zur Ausbildung eines Kippmoments 13. In Fig. 1 ist eine Situation schematisch dargestellt, in welcher das Biegewerkzeug 1 mit seinem Werkzeugschaft 4 über ein Bewe gungsmittel 8 in der Werkzeugaufnahme 14 in eine Nut 16 abgestützt ist. Durch diese Abstüt zung am Bewegungsmittel 8 bewirkt das Kippmoment 13, dass der Werkzeugkörper 3 an zu mindest einer Kontaktposition die Werkzeugaufnahme 14 berührt. Im dargestellten Fallen können derartige Kontaktpositionen zwischen der Werkzeugschaftoberfläche 7 und einer In nenseite 18 des Aufnahmeschachts 15 oder auch zwischen einer Werkzeugschulteroberseite 12 und einer Unterseite 19 der Werkzeugaufnahme 14 Vorkommen. Ebenso werden Kontakt positionen zwischen den Bewegungsmitteln 8 und der Nut 16 ausgebildet. Bei Verschiebung des Biegewerkzeugs 1 in Längsrichtung 22 kann es an diesen Kontaktpositionen zu erhöhtem Verschleiß kommen.

Femer kann aus Fig. 1 ersehen werden, dass am Werkzeugschaft 4 zumindest eine Klemmnut 6 ausgebildet ist, welche zur Spannung des Biege Werkzeugs 1 mittels eines nicht dargestellten Spann- bzw. Klemmsystems vorgesehen ist.

In den Fig. 2 bis 5 werden unterschiedliche Ausführungsbeispiele von Distanzelementen 2 vorgestellt und schematisch dargestellt. Dabei üben die dargestellten Distanzelemente 2 eine Stützkraft 23 auf zumindest eine Oberfläche, wie etwa eine Innenseite 18 und/oder Unterseite

19, der Werkzeugaufnahme 14 aus, wodurch eine Kompensation des Kippmoments 13 be wirkt wird. Das zumindest eine Distanzelement 2 umfasst dabei erfindungsgemäß einen mit einer Vorspannkraft 24 gelagerten Rollkörper 25, welcher an oder zumindest teilweise inner halb des Werkzeugkörpers 3 angeordnet ist. Das Distanzelement 2 und/oder der Rollkörper 25 sind dabei zumindest in Richtung der Vorspannkraft 24 beweglich gelagert. Wobei der zumin dest eine Rollkörper 25 zumindest teilweise relativ zu einer den zumindest einen Rollkörper benachbarten Oberfläche, wie etwa der Werkzeugschaftoberfläche 7, oder der Werkzeug schulteroberseite 12, des Werkzeugkörpers 3 hervorragend angeordnet ist.

In Fig. 2 sind unterschiedliche Anordnungen und mögliche Positionierungen eines Distanzele ments 2 an und/oder innerhalb eines Werkzeugkörpers 3 schematisch dargestellt.

In den Fig. 2a, 2b und 2f sind Ausführungsbeispiele gezeigt, in welchen das Distanzelement 2 die Stützkraft 23 in Querrichtung 21 auf die Werkzeugaufnahme 14 überträgt. Die jeweiligen Distanzelemente 2 sind dabei am oder innerhalb des Werkzeugschafts 4 des Werkzeugkörpers 3 angeordnet. In Fig. 2a ist das Distanzelement 2 derart im Werkzeug schaft 4 angeordnet, dass es bündig mit der Oberseite 5 des Werkzeugschafts 4 abschließt. In Fig. 2b ist das Dis tanzelement 2 innerhalb des Werkzeugschafts 4 derart aufgenommen, dass die Oberseite 5 des Werkzeugschafts 4 in Längsrichtung 22 und Querrichtung 21 im Wesentlichen durchgehend ausgebildet sein kann. Sinngemäß sind diese Anordnungen auf das Distanzelement 2 zu über tragen, welches in Fig. 2f schematisch als Biegestab 31 dargestellt ist.

In den Fig. 2c, 2d und 2e sind Beispiele gezeigt, in denen das Distanzelement 2 an oder inner halb des Werkzeugkopfs 9 bzw. der Werkzeugschulter 11 angeordnet sind. Die Aufbringung der Stützkraft 23 erfolgt dabei im Wesentlichen in bzw. entgegengesetzt zur Biegerichtung

20. In Fig. 2c ist das Distanzelement 2 derart in der Werkzeug Schulter 11 positioniert, dass der zumindest eine Rollkörper 25 zumindest teilweise die Werkzeugschulteroberseite überra gen kann. Analog dazu ist in Fig. 2d die Anordnung eines Distanzelements 2 schematisch an gedeutet, wobei das Distanzelement 2 mittels eines Distanzelementgehäuses 30 in Querrich tung 21 seitlich an der Werkzeugschulter 11 befestigt ist. In Fig. 2e ist ein Ausführungsbei spiel gezeigt, wobei das Distanzelement 2 einen Biegestab 31 umfasst und innerhalb des Werkzeugkopfs 9 derart aufgenommen ist, dass wiederum ein Rollkörper 25 zumindest teil weise die Werkzeugschulteroberseite 12 überragen kann.

Die in Fig. 2a bis f schematisch dargestellten Anordnungen sind miteinander kombinierbar oder auch einzeln verwendbar.

In den Fig. 3a und 3b sowie Fig. 4 sind Beispiele von Distanzelementen 2 gezeigt, bei denen der zumindest eine Rollkörper 25 in einer Rollkörperaufnahme 27 angeordnet ist. Die Auf bringung der Vorspannkraft 24 kann direkt zwischen dem Werkzeugkörper 3 und der Rollkör peraufnahme 27 durch zum Beispiel ein oder mehrere Federelemente ausgebildet sein. Die Federelemente sind beispielhaft als Schraubenfedem dargestellt, obwohl auch Teller-, Blattfe dern und dergleichen für die Ausführung der Erfindung geeignet sein können. Auf eine Dar stellung dieser direkten Abstützung der Rollkörperaufnahme 27 am Werkzeugkörper 3 wird verzichtet, da eine derartige Ausführungsform für den Fachmann einfach vorstellbar ist. Im Folgenden wird auf die Beschreibung einer Verstellvorrichtung 26 zur einstellbaren Höhe der Vorspannkraft 24 näher eingegangen.

Wie in Fig. 3a ersichtlich, ist der Rollkörper 25 in der Rollkörperaufnahme 27 rotierbar ange ordnet. Die Aufbringung der Stützkraft 23 erfolgt durch Übertragung der Vorspannkraft 24 auf die Rollkörperaufnahme 27. Die Rollkörperaufnahme 27 kann zumindest ein Begren zungselement 28 aufweisen. Die als Schrauben dargestellten Befestigungsmittel 29 sind mit dem Werkzeugkörper 3 bzw. Werkzeugschaft 4 verbunden. Das Begrenzungselement 28 kann eine Ausnehmung oder Nut aufweisen, welche eine begrenzte Auslenkung der Rollkörperauf nahme 27 bzw. des Distanzelements 2 in Richtung der Vorspannkraft 24 ermöglicht. Das Be festigungsmittel 29 dient somit einerseits als Anschlag in Querrichtung 21 und überragt in Längs- und/oder Querrichtung 22, 21 zumindest Teile des Begrenzungselements 28, wodurch ein unbeabsichtigtes Herausfallen des Distanzelements 2 verhindert werden kann. Weiters ist aus Fig. 3a eine Verstellvorrichtung 26 ersichtlich. Die dargestellte Ausführungsform der Ver stellvorrichtung 26 umfasst zumindest ein Federelement zur Aufbringung der Vorspannkraft 24, welches aus z.B. zwei Schraubenfedem und einer abstützenden Gegenplatte gebildet ist. Weiters kann der Federweg des Federelements durch zum Beispiel eine Verstellschraube 47 oder dergleichen eingestellt werden. Eine derartige Verstellschraube 47 kann im Werkzeug körper 3 bzw. dem Werkzeug schaft 4 drehbar gelagert sein und zur einfachen Verstellung der Gegenplatte, und somit des Federwegs, ausgebildet. Vorteilhafterweise ist die Verstellvorrich tung 26 innerhalb des Werkzeugschafts 4 derart angeordnet, dass keine Komponente über die Werkzeugschaftoberfläche 7 hervortritt.

Unter Einbezug der Beschreibung von Fig. 2 und Fig. 3a, ist in Fig. 3b ein weiteres Ausfüh rungsbeispiel schematisch dargestellt, wobei das Distanzelement 2 zwei in Längsrichtung 22 nebeneinander angeordnete Rollkörper 25 aufweist. Auf eine Wiederholung der Funktions weise wird, insbesondere unter Bezugnahme auf die Beschreibung der Fig. 3a, verzichtet.

In Fig. 4 ist eine weitere und gegebenenfalls für sich eigenständige Ausführungsform eines Distanzelements 2 gezeigt, wobei wiederum für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen wie in den vorangegangen Fig. 1 bis 3 verwendet werden. Die Funktionsweise zur Aufbringung der Stützkraft 23 unter Ausübung einer vorgebbaren Vorspannkraft 24 auf den Rollkörper 25 er folgt analog zur Beschreibung von Fig. 3a bzw. 3b. In Fig. 4a ist ein Distanzelement 2 ge zeigt, welches in einem Distanzelementgehäuse 30 angeordnet ist. Das Distanzelementge häuse 30 dient zur Aufnahme der Rollkörperaufnahme 27 des zumindest einen Begrenzungs elements 28 sowie zur Abstützung der Ver Stellvorrichtung 26 gegenüber der Rollkörperauf nahme 27. Hierdurch werden die Rollkörperaufnahme 27 und die Ver Stellvorrichtung 26 ge gen Verschmutzung und/oder mechanische Einwirkung von außen geschützt. In der gewähl ten Darstellung sind zwei Begrenzungselemente 28 in der Rollkörperaufnahme 27 als teil weise Ausnehmungen ausgebildet. Das Distanzelementgehäuse 30 weist dafür formkomple mentäre Durchtrittsöffnungen auf, welche in der Schnittdarstellung nicht ersichtlich sind, je doch eine Installation der Befestigungsmittel 29 von außen ermöglichen. Die Befestigungs mittel 29 ermöglichen wiederum eine begrenzte Auslenkung der Rollkörperaufnahme 27 in Richtung der Vorspannkraft 24. Diese Anordnung ist besonders platzsparend. Ebenso ist die Ver Stellvorrichtung 26 bzw. die Verstellschraube 47 sehr einfach von außen zu erreichen.

Die dargestellten Ausführungsbeispiele des Distanzelements 2 der Fig. 3a, 3b und Fig. 4 kön nen in Zusammenschau mit Fig. 2 auch anders an oder zumindest teilweise innerhalb des Werkzeugkörpers 3 angeordnet sein. Auf eine detaillierte Beschreibung alternativer Positio nierungen und/oder Kombinationen derartiger Distanzelemente 2 ist für den Fachmann klar ersichtlich und wird deshalb nicht näher erläutert.

In Fig. 5 sind schematisch Ausführungsbeispiele gezeigt, wobei das Distanzelement 2 als Bie gestab 31 derart ausgebildet ist, dass der zumindest eine Rollkörper 25 an einem freien Ende 32 angeordnet ist und ein festes Ende 33 normal und/oder in Biegerichtung 20 im Werkzeug kopf 9 befestigt ist.

In Fig. 5a ist der Biegestab 31 mit einem Gewindeabschnitt 34 im Werkzeugkopf 9 ver schraubt. Es ist ebenso denkbar, dass der Biegestab 31 an seinem festen Ende 33 außerhalb des Werkzeugkopfes 9 befestigt ist. Wie in Fig. 5a ersichtlich, wird der Biegestab 31 bei der Aufnahme des Biegewerkzeugs 1 in der Werkzeugaufnahme 14 in Biegerichtung 20 ausge lenkt, wie durch einen Bewegungspfeil schematisch angedeutet. Die Steifigkeit des Bie gestabs 31 wird durch das Material sowie den Durchmesser und/oder die Biegelänge 36 des Biegestabs 31 einstellbar. Beim Kontaktieren des Rollkörpers 25 mit der Unterseite 19 der Werkzeugaufnahme 14 wird der Biegestab 31 gebogen, wodurch die Vorspannkraft 24 auf den Rollkörper 25 aufgebracht wird. Um eine begrenzte Auslenkung des freien Endes 32 des Biegestabs 31 zu ermöglichen, ist im Werkzeugkörper 3 eine Aufnahmeöffnung 46 vorgese hen. In einer derartigen Ausführungsform ist der Rollkörper 25 somit in Biegerichtung 20 und/oder Längsrichtung 22 zumindest teilweise beweglich gelagert.

Eine weitere Möglichkeit zur Ausführung eines Distanzelements 2 als Biegestab 31 ist in Fig. 5b schematisch dargestellt. In der gezeigten Darstellung ist eine Verstellvorrichtung 26 ange deutet. Die zu einem Biegestab 31 korrespondierende Verstellvorrichtung 26 kann eine von außen zugängliche Verstellschraube 47 umfassen, welche zur Einstellung des Abstützabstands

42 zwischen dem Gewindeabschnitt 34 und einem Quer zur Biegerichtung 20 beweglich gela gerten Abstützelement 43 ausgebildet ist. Auf diese Weise wird die zur Verfügung stehende Biegelänge 36 mittels der Verstellvorrichtung 26 einstellbar, wodurch die Vorspannkraft 24 bzw. Stützkraft 23 einstellbar wird. Ferner ist aus Fig. 5b ersichtlich, dass das Abstützelement

43 den Biegeabschnitt 35 zur Ausbildung eines Zwei-Punkt- Auflagers abstützt. Bevorzugt ist das Abstützelement 43 als Hülse ausgebildet, welche den Biegestab 31 an einem Teil des Bie geabschnitts 35 zumindest teilweise ummantelt.

Des Weiteren kann aus Fig. 5b ein weiteres Ausführungsbeispiel ersehen werden, worin der Biegestab 31 als taillierter Biegestab 31 ausgebildet ist. Hierbei ist der Biegeabschnitt 35 als ein erster Taillenabschnitt 38 und der Rollkörperab schnitt 37 als ein zweiter Taillenabschnitt 39 angedeutet. Zumindest ein Taillenabschnittsdurchmesser 40 des ersten und/oder zweiten Taillenabschnitts 38, 39 ist dabei kleiner als ein Gewindeabschnittsdurchmesser 41 ausgebil det. Analog zur Beschreibung von Fig. 5a kann die Steifigkeit des taillierten Biegestabs 31 durch die lokalen Durchmesser und/oder Material etc. des Biegestabs 31 relativ einfach einge stellt werden.

Aus den Fig. 1 bis 5 sind weiters die Ausbildung zumindest eines Bewegungsmittels 8 er sichtlich, welches zumindest einseitig am Werkzeugschaft 4 relativ zu einer jeweiligen Werk zeugschaftoberfläche 7 hervorragend ausgebildet ist. Derartige Bewegungsmittel 8 dienen zur Aufnahme in einer Nut 16 der Werkzeugaufnahme 14 und ermöglichen eine Bewegung des Biegewerkzeugs 1 in Längsrichtung 22. Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, zumin dest zwei Bewegungsmittel 8 in Längsrichtung 22 nebeneinander als Gleitelement 44 bzw. Rollelement 45 auszubilden. Ein derartiges Gleitelement 44 ist bevorzugt als längserstreckter Gleitkörper mit dem Werkzeugschaft 4 verbunden und zumindest auf der Seite des Biege werkzeugs angeordnet, an welcher der Werkzeugschwerpunkt 10 gelagert ist. Analog dazu kann das zumindest eine Bewegungsmittel 8 als Rollelement 45 ausgeführt sein. Schemati sche Darstellungen hierfür sind aus den Fig. 1 bis 5 ersichtlich.

In einer weiteren Ausführungsform sind zumindest zwei Bewegungsmittel 8 in Querrichtung 21 an gegenüberliegenden Seiten des Werkzeugschafts 4 ausgebildet, wie aus der Zusammen schau und Diskussionen der Fig. 1 bis 5 leicht herleitbar ist.

In einer besonderen Ausführungsform kann das Bewegungsmittel 8 bzw. Gleitelement 44 auch als integraler Fortsatz des Werkzeugschaftes 4 ausgebildet und somit einteilig mit dem Werkzeugschaft 4 hergestellt sein. Derartige Bewegungsmittel können bevorzugt in Längs richtung 22 eine größere Erstreckung als in Biegerichtung 20 aufweisen, wodurch ein guter

Lastabtrag erzielt werden kann. Ein als Fortsatz des Werkzeugschaftes 4 ausgebildetes Bewe gungsmittel 8 wird bevorzugt mit einer nicht dargestellten Oberflächenschicht mit einem niedrigen Reibkoeffizienten versehen.

In den Fig. 6 und 7 ist eine weitere und gegebenenfalls für sich eigenständige Ausführungs form eines gekröpften Biegewerkzeuges 1 gezeigt, wobei wiederum für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen wie in den vorangegangen Fig. 1 bis 5 verwendet werden. Vorhergehende Be schreibungsteile sind dabei auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen übertragbar. Dieses Biegewerkzeug 1 umfasst aufgrund seiner relativ großen Fängserstreckung insgesamt drei voneinander beabstandete Bewegungsmittel 8, welche am bzw. im Werkzeugschaft 4 gehal tert sind. Jedes dieser Bewegungsmittel 8 weist je einen Rollstift 48 auf, welcher vorzugs weise einteilig ausgebildet ist und den Werkzeugschaft 4 in Querrichtung 21 via eine Aufnah mebohrung 50 durchsetzt. Diese Bohrung 50 ist dabei durchgängig zylindrisch ausgeführt und damit einfach herstellbar. Der Rollstift 48 ist durch wenigstens ein Drehlagerungselement 49, vorzugsweise durch zwei axial voneinander beabstandete Drehlagerungselemente 49, relativ zum Werkzeugschaft 4 frei drehbar gelagert. Das wenigstens eine Drehlagerungselement 49 ist bevorzugt durch ein Gleitlagerelement 51 gebildet, kann alternativ dazu aber auch durch ein Wälzlagerelement, insbesondere durch ein Zylinderrollenlager oder Nadellager gebildet sein. Die vorzugsweise paarweise ausgeführten Drehlagerungselemente 49 können in die Auf nahmebohrung 50 eingepresst und/oder eingeklebt sein. Ein zwischen einem solchen Paar aus Drehlagerungselementen 49 angeordneter Halteflansch 48‘ am Rollstift 48 kann dabei in vor teilhafter Weise als axiale Verschiebesicherung für den drehbar gelagerten Rollstift 48 fungie ren.

Die einander gegenüberliegenden Endabschnitte 52, 53 des Rollstifts 48 ragen gegenüber den Werkzeugschaftoberflächen 7 jeweils vor und können so in Nuten 16 (Fig. 1) des Aufnah meschachtes 15 einer Werkzeugaufnahme 14 abrollen, wenn das Biegewerkzeug 1 in der Werkzeugaufnahme 14 lastabtragend aufgenommen, darin aber nicht festgeklemmt ist, son dern in Fängsrichtung 22 verschiebbar gehaltert ist. Erst durch eine bedarfsweise Aktivierung einer an sich bekannten Klemmvorrichtung an bzw. in der Werkzeugaufnahme 14 (Fig. 1) wird das zumindest eine Biegewerkzeug 1 positionsfest gehaltert bzw. festgeklemmt und in der Regel mit seiner zumindest einen Werkzeugschulteroberseite 12 gegen die zumindest ein- seitig ausgebildete Unterseite 19 der Werkzeugaufnahme 14 gedrängt. Eine solche Klemm vorrichtung kann - wie an sich bekannt - eine Mehrzahl von paarweise bzw. gegenüberlie gend angeordneten, keilförmig zulaufenden Klemmkolben umfassen, welche mit den im Querschnitt keil- bzw. trapezförmig ausgestalteten Klemmnuten 6 am Werkzeug schaft 4 inter agieren können.

Vorzugsweise im Bereich der Längsenden des Biegewerkzeuges 1 - auf die Längsrichtung 22 bezogen - ist jeweils ein Distanzelement 2 ausgebildet. Diese Distanzelemente 2 sind entspre chend der Ausführungsform gemäß Lig. 5a oder Lig. 5b ausgebildet. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird auf die jeweiligen Bezugszeichen und auf die vorangegangen Beschrei bungsteile verwiesen.

In den Lig. 8 und 9 ist eine weitere und gegebenenfalls für sich eigenständige Ausführungs form eines gekröpften Biegewerkzeuges 1 gezeigt, wobei wiederum für gleiche Teile gleiche Bezugszeichen wie in den vorangegangen Lig. 1 bis 7 verwendet werden. Vorhergehende Be schreibungsteile sind dabei auf gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen übertragbar. Hierbei sind zwei in Längsrichtung 22 voneinander beabstandete Distanzelemente 2 vorgesehen, wel che an einer der beiden Werkzeugschultem 11 bzw. in einer der beiden Werkzeugschulter oberseiten 12 ausgebildet sind. Jedes Distanzelement 2 weist eine block- oder leistenförmige Rollkörperaufnahme 27 für den darauf gehalterten Rollkörper 25 auf. Der Rollkörper 25 ist dabei zylindrisch bzw. walzenförmig ausgeführt und unmittelbar in der Rollkörperaufnahme 27 drehbar gelagert. Der Rollkörper 25 kann somit auch als Wälzkörper 54 bezeichnet wer den.

Der Wälzkörper 54, welcher vorzugsweise aus Metall, insbesondere aus Stahl gebildet ist, ist in eine Aufnahmebohrung 55 drehbeweglich eingesetzt, welche in der Rollkörperaufnahme 27 ausgebildet ist. Eine Dreh- bzw. Längsachse 56 des Wälzkörpers 54 verläuft dabei in Qu errichtung 21 zum Biegewerkzeug 1. Ein Teilabschnitt der Mantelfläche des zylindrischen Wälzkörpers 54 ragt dabei gegenüber einer äußeren Oberfläche 57 der Rollkörperaufnahme 27 vor. Dies wird durch geeignete Positionierung der Längsachse 56 der Bohrung 55 relativ zur Rollkörperaufnahme 27 bewerkstelligt. Eine axiale Länge des Wälzkörpers 54 beträgt vorzugsweise ein Mehrfaches seines Durchmessers.

Die Rollkörperaufnahme 27 ist teilweise bzw. abschnittsweise innerhalb einer Ausnehmung 58 angeordnet, welche Ausnehmung 58 in der zumindest einen Werkzeug Schulter 11 ausge bildet ist, oder in der zumindest einen Werkzeugschaftoberfläche 7 aufgenommen ist. Die Rollkörperaufnahme 27 ist dabei mittels Wandflächen der Ausnehmung 58 relativbeweglich gehaltert, insbesondere unter Einwirkung der Vorspannkraft 24 federelastisch nachgiebig ge lagert. Vorzugsweise liegt eine federbelastete Gleitbeweglichkeit zwischen der Rollkörperauf nahme 27 und der Ausnehmung 58 vor. Das entsprechende Distanzelement 2 ist somit zumin dest teilweise, insbesondere zum überwiegenden Teil in der Werkzeugschulter 11 integriert, wodurch eine robuste und zugleich kostenoptimierte Ausführung geschaffen ist.

Der zylindrische Wälzkörper 54 ist vorzugsweise aus Metall gebildet, während die Rollkör peraufnahme 27 aus einem davon unterschiedlichen Werkstoff, insbesondere aus Kunststoff, gebildet sein kann. Gegebenenfalls kann die block- oder leistenförmige Rollkörperaufnahme 27 auch aus einem metallischen Gleitlagerwerkstoff, insbesondere mit Messing- Anteilen, ge bildet sein.

Um bei manuellen und/oder automatisierten Verschiebungen des Biegewerkzeuges 1 uner wünschte Verklemmungen bzw. Verkantungen des Distanzelementes 2 und in weitere Folge des Biegewerkzeuges 1 verstärkt hintan zu halten, kann auch vorgesehen sein, dass die Roll körperaufnahme 27 in wenigstens einem ihrer distalen Endabschnitte eine Anlaufschräge 59 oder zumindest in deren Mittelabschnitt eine bombierte Oberfläche 57 aufweist. Die Endab schnitte der Rollkörperaufnahme 27 beziehen sich dabei auf die Längsrichtung 22 des Biege werkzeuges 1 bzw. der damit ausgestatteten Biegemaschine.

Die vom Distanzelement 2 ausübbare, federelastisch nachgiebige Stützkraft 23 des Biege werkzeuges 1 wird durch die auf die Rollkörperaufnahme 27 einwirkende Vorspannkraft 24 bereitgestellt. Bei der Ausführungsform nach Fig. 9 ist die auf die Rollkörperaufnahme 27 und den wenigstens einen Rollkörper 25 einwirkende Vorspannkraft 24 durch genau zwei, o-der durch zumindest zwei in Längsrichtung 22 voneinander distanzierte, an der Rollkör peraufnahme 27 abgestützte Federelemente 60, 61 bereitgestellt. Vorzugsweise wirken diese Federelemente 60, 61, welche als Schraubenfedern ausgeführt sein können, auf die Endab schnitte der Rollkörperaufnahme 27 ein. Der Wälzkörper 54 ist hierbei im Bereich der Längs mitte der Rollkörperaufnahme 27 angeordnet, also in einem Abschnitt zwischen den beiden Federelementen 60, 61 positioniert. Dadurch sind mechanisch stabile Zustände für das Distan zelement 2, insbesondere für die block- bzw. leistenartig ausgebildete, federelastisch nachgie big gelagerte Rollkörperaufnahme 27 erzielbar.

Alternativ zur Ausführungsform nach Fig. 9 ist es auch möglich, an der Rollkörperaufnahme 27 zwei drehbar gelagerte Wälzkörper 54 vorzusehen, wie dies in Fig. 10 beispielhaft veran schaulicht ist. Die beiden zylindrischen Wälzkörper 54 sind dabei jeweils im Bereich der Längsenden der Rollkörperaufnahme 27 angeordnet, während in dessen mittleren Abschnitt das Begrenzungselement 28 positioniert ist. Insbesondere ist hierbei lediglich ein einziges Be festigungsmittel 29 vorgesehen, mit welchem das Distanzelement 2 bzw. dessen Rollkör peraufnahme 27 unverlierbar am Biegewerkzeug 1 befestigt bzw. befestigbar ist. Dieses Be festigungsmittel 29, insbesondere eine einzelne Schraube, ist dabei ausgehend von der Werk zeugschulteroberseite 12 in eine zentrale Bohrung in der Rollkörperaufnahme 27 einsetzbar, wodurch eine rasche und einfache Montage bzw. Wartung dieses Distanzelementes 2 erziel bar ist.

Wie am besten aus Fig. 7 ersichtlich ist, kann der zumindest eine Rollkörper 25 eine in Bezug auf metallische Oberflächen reibungserhöhende Abroll-Mantelfläche 62, insbesondere aus ei nem Kunststoff, vorzugsweise aus einem elastomeren Kunststoff, aufweisen. Der Rollkörper 25 kann dabei an seiner Abrollfläche entsprechend beschichtet sein, oder zu einem überwie genden Teil aus einen entsprechenden Kunststoff gebildet sein. Dies kann insbesondere bei der Ausführung des Distanzelementes 2 in Kombination mit einem freikragend gelagerten Biegestab 31 zweckmäßig sein.

Die Ausführungsbeispiele zeigen mögliche Ausführungsvarianten, wobei an dieser Stelle be merkt sei, dass die Erfindung nicht auf die speziell dargestellten Ausführungsvarianten dersel ben eingeschränkt ist, sondern vielmehr auch diverse Kombinationen der einzelnen Ausfüh rung s Varianten untereinander möglich sind und diese Variationsmöglichkeit aufgrund der Lehre zum technischen Handeln durch gegenständliche Erfindung im Können des auf diesem technischen Gebiet tätigen Fachmannes liegt.

Der Schutzbereich ist durch die Ansprüche bestimmt. Die Beschreibung und die Zeichnungen sind jedoch zur Auslegung der Ansprüche heranzuziehen. Einzelmerkmale oder Merkmals kombinationen aus den gezeigten und beschriebenen unterschiedlichen Ausführungsbeispie len können für sich eigenständige erfinderische Lösungen darstellen. Die den eigenständigen erfinderischen Lösungen zugrundeliegende Aufgabe kann der Beschreibung entnommen wer den.

Sämtliche Angaben zu Wertebereichen in gegenständlicher Beschreibung sind so zu verste hen, dass diese beliebige und alle Teilbereiche daraus mitumfassen, z.B. ist die Angabe 1 bis 10 so zu verstehen, dass sämtliche Teilbereiche, ausgehend von der unteren Grenze 1 und der oberen Grenze 10 mit umfasst sind, d.h. sämtliche Teilbereiche beginnen mit einer unteren Grenze von 1 oder größer und enden bei einer oberen Grenze von 10 oder weniger, z.B. 1 bis 1,7, oder 3,2 bis 8,1, oder 5,5 bis 10.

Der Ordnung halber sei abschließend darauf hingewiesen, dass zum besseren Verständnis des Aufbaus Elemente teilweise unmaßstäblich und/oder vergrößert und/oder verkleinert darge stellt wurden.

B e z u g s z e i c h e n a u f s t e l l u n g

Biegewerkzeug 31 Biegestab

Distanzelement 32 freies Ende

Werkzeugkörper 33 festes Ende

Werkzeugschaft 34 Gewindeabschnitt

Oberseite des Werkzeugschafts 35 Biegeabschnitt

Klemmnut 36 Biegelänge

Werkzeugschaftoberfläche 37 Rollkörperab schnitt

Bewegungsmittel 38 erster Taillenabschnitt

Werkzeugkopf 39 zweiter Taillenabschnitt Werkzeugschwerpunkt 40 Taillenabschnittsdurchmesser Werkzeug Schulter 41 Gewindeabschnittsdurchmesser Werkzeug schulteroberseite 42 Abstützabstand

Kippmoment 43 Abstützelement

Werkzeugaufnahme 44 Gleitelement

Aufnahmeschacht 45 Rollelement

Nut 46 Aufnahmeöffnung

Symmetrieebene 47 Verstellschraube

Innenseite des Aufnahmeschachts 48 Rollstift

Unterseite der Werkzeugaufnahme 48‘ Halteflansch

Biegerichtung 49 Drehlagerungselement Querrichtung 50 Aufnahmebohrung

Längsrichtung 51 Gleitlagerelement

Stützkraft 52 Endabschnitt

Vorspannkraft 53 Endabschnitt

Rollkörper 54 zylindrischer Wälzkörper Verstellvorrichtung 55 Bohrung

Rollkörperaufnahme 56 Längsachse

Begrenzungselement 57 Oberfläche

Befestigungsmittel 58 Ausnehmung

Distanzelementgehäuse 59 Anlauf schräge

Federelement Federelement Abroll-Mantelfläche