Einige Inhalte dieser Anwendung sind momentan nicht verfügbar.
Wenn diese Situation weiterhin besteht, kontaktieren Sie uns bitte unterFeedback&Kontakt
1. (WO2019025042) VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINER ISOLIERGLASSCHEIBE
Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

Verfahren zur Herstellung einer Isolierglasscheibe

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Isolierglasscheibe sowie ein System, umfassend eine Isolierglasscheibe sowie mindestens ein

Verschlusselement.

Isoliergläser werden oftmals mit einem Spezialgas gefüllt, um damit die technische Isolierwirkung während ihrer Benutzung zu verbessern. Die Füllung der

Isolierglasscheiben erfolgt entweder unmittelbar im Fertigungsprozess der

Isolierglasherstellung oder nach der Isolierglasherstellung durch Befüllung über Gasbefüllungslöcher. Ein übliches zur Befüllung verwendetes Gas ist dabei Argon und/oder Krypton.

Die oben erwähnten Befüllöcher werden nach dem Befüllvorgang durch eine

Dichtmasse, in der Regel Butyl, verschlossen, wie beispielsweise in EP 0 324 333 A2 beschrieben.

Derartige Butyl-Dichtungen können (je nach Material von in der Isolierglasscheibe verwendeten Abstandshaltern) vergleichsweise stark sichtbar sein. Dies wird dann oftmals vom Kunden bemängelt oder im Extremfall abgelehnt.

In der EP0185222 A2, der DE2918581 AI und der DE8426427 Ul sind Verschlüsse und Kappen mit anderen Grundkörpern offenbart.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, ein verbessertes Verfahren zur

Herstellung einer Isolierglasscheibe vorzuschlagen, die auf einfache und

insbesondere optisch ansprechende Art und Weise eine Befüllung eines Hohlraums mit einem Gas ermöglicht. Entsprechend soll ein verbessertes System, umfassend eine Isolierglasscheibe sowie mindestens ein Verschlusselement vorgeschlagen werden, das auf einfache Art und Weise und insbesondere mit optisch

ansprechendem Ergebnis herstellbar sein soll. Weiterhin soll noch eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens bzw. Herstellung des Systems vorgeschlagen werden.

Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch ein Verfahren zur Herstellung einer Isolierglasscheibe nach Anspruch 1 gelöst. Die Erfindung betrifft gemäß den weiteren unabhängigen Ansprüchen auch ein System, umfassend eine

Isolierglasscheibe sowie mindestens ein Verschlusselement, eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens und/oder zur Herstellung des Systems sowie die Verwendung eines Verschlusselementes.

Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung wird die Aufgabe durch ein Verfahren zur Herstellung einer Isolierglasscheibe gelöst, wobei die Isolierglasscheibe mindestens einen Hohlraum aufweist, der über mindestens eine Öffnung mit einem Gas befüllt wird und/oder über mindestens eine Öffnung entleert wird, wobei die Öffnung nach der Befüllung und/oder Entleerung mit mindestens einem Verschlusselement verschlossen wird, das einen (in einem Zustand, bevor er in die jeweilige Öffnung gebracht wird) formstabilen Grundkörper aufweist.

Ein Kerngedanke der Erfindung liegt darin, ein Verschlusselement vorzugschlagen, das einen formstabilen Grundkörper aufweist. Dadurch kann auf einfache Weise ein mit Gas zu füllender (oder zu entleerender) Hohlraum verschlossen werden. Das Material des Verschlusselements (insbesondere eines Abschnittes, der nach innen weist bzw. von einem auf die Scheibe von innen blickenden Beobachter sichtbar ist) kann so gewählt werden, dass es dem umgebenden Material (üblicherweise eines Abstandshalters) entspricht oder zumindest angeglichen wird. Dadurch kann der optische Gesamteindruck verbessert werden. Ein weiterer Gedanke der Erfindung ist es, ein Verschlusselement vorzuschlagen, das eine verbesserte Abdichtung einer Isolierverglasung ermöglicht. Dazu kann das Verschlusselement eine Butyl-Komponente umfassen. Beim Einführen in die Öffnung kann durch das

Vorhandensein der Butyl-Komponente eine verbesserte Abdichtung der Öffnung erzielt werden. Im Vergleich zu einem Verfahren, bei dem eine Dichtkomponente in der Öffnung beziehungsweise in der Hohlraumbegrenzung angeordnet werden muss, ist die Verwendung eines Verschlusselements mit Butyl-Komponente wesentlich einfacher durchzuführen.

Das Verschlusselement für den Hohlraum der Isolierglasscheibe als solches mit den obigen (und nachfolgend) beschriebenen Merkmalen ist als ein weiterer

unabhängiger Aspekt der Erfindung zu sehen.

Vorzugsweise wird der Hohlraum mit Argon und/oder Krypton befüllt. Die Öffnung kann einen Durchmesser von mindestens 2 mm2, vorzugsweise mindestens 10 mm2 und/oder höchstens 50 cm2, vorzugsweise höchstens 10 cm2 aufweisen. Ein die Öffnung verschließender Abschnitt des Verschlusselementes kann einen Querschnitt mit einer Fläche aufweisen, der den obigen Werten bezüglich der Öffnung

entspricht. Wenn mehrere Öffnungen vorgesehen sind, können diese durch jeweils ein eigenes Verschlusselement oder ein gemeinsames Verschlusselement

verschlossen werden. Insoweit ein gemeinsames Verschlusselement vorliegt, kann dieses dann ggf. einstückig (jedoch insbesondere mit voneinander abgegrenzten Verschlussabschnitten) ausgebildet sein. Es kann/können (genau) ein Hohlraum oder mehrere Hohlräume vorgesehen sein. Beispielsweise kann es sich bei der

Isolierglasscheibe um eine Isolierglasscheibe mit drei Einzelscheiben handeln, wobei beidseitig gegenüber einer mittleren Einzelscheibe jeweils ein Hohlraum (durch jeweils eine Außenscheibe) gebildet wird . Öffnungen, die den verschiedenen

Hohlräumen zugeordnet sind, können wiederum durch jeweils (eigene)

Verschlusselemente verschlossen werden oder ggf. durch ein gemeinsames

Verschlusselement.

Unter einem formstabilen Grundkörper ist insbesondere ein Abschnitt des

Verschlusselementes zu verstehen, der (insbesondere auch in einem Zustand, bevor er in die jeweilige Öffnung gebracht wird) seine Form (zumindest weitgehend) beibehält, also insbesondere nicht pastös oder flüssig ist. Dies schließt jedoch nicht aus, dass ggf. auch Abschnitte nicht-formstabil sind oder zumindest in einen nicht-formstabilen Zustand gebracht werden können (z. B. durch Wärmebeaufschlagung), insbesondere, um das Verschlusselement gegenüber den übrigen Komponenten der Isolierglasscheibe (insbesondere einen Abstandshalter) abzudichten. Ein Gewicht des Grundkörpers macht vorzugsweise mindestens 20 %, noch weiter vorzugsweise mindestens 50 %, noch weiter vorzugsweise mindestens 70 %, noch weiter vorzugsweise mindestens 90 % des Gesamtgewichtes des Verschlusselementes aus.

Gegebenenfalls kann auch das gesamte Verschlusselement formstabil sein. Der Grundkörper durchdringt die jeweilige Öffnung vorzugsweise vollständig. Als

Material für den Grundkörper kommen insbesondere (feste) Kunststoffe und/oder Metall (wie z. B. Stahl und/oder Aluminium und/oder eine Aluminiumlegierung) in Frage. Gegebenenfalls kann das Verschlusselement eine Komponente aus Kunststoff sowie eine Komponente aus Metall aufweisen. Beispielsweise kann ein

Hauptbestandteil des Hauptkörpers aus Kunststoff bestehen (z. B. über 50 Gew. -% oder 80 Gew. -% oder über 90 Gew. -% des Hauptkörpers). Weiterhin kann eine Metallbeschichtung (insbesondere auf einer im montierten Zustand nach außen weisenden Fläche des Verschlusselementes) vorgesehen sein. Eine solche

Metallbeschichtung übernimmt die Funktion einer gasdichten und

feuchtigkeitsdichten Barriere. Gegebenenfalls ist ein nach innen weisender Abschnitt des Verschlusselementes aus einem anderen (Kunststoff-)Material als die übrigen Bestandteile. Dieser nach innen weisende Abschnitt kann mindestens 0, 1 Gew. -%, vorzugsweise mindestens 1 Gew. -% und/oder weniger als 20 Gew.-%, vorzugsweise weniger als 10 Gew.-% des Gesamtgewichts des Verschlusselementes betragen. Durch eine derartige materialmäßige Aufteilung kann einerseits der nach innen weisende Abschnitt (insbesondere optisch) auf einen verwendeten Abstandshalter abgestimmt werden und andererseits für die übrigen (optisch weniger relevanten) Bestandteile ein entsprechend kostengünstiges bzw. auf den jeweiligen

Verwendungszweck angepasstes Material zum Einsatz kommen. Der innere

Endabschnitt kann beispielsweise derjenige Abschnitt sein, der durch eine

Innenwandung eines Abstandshalters (bzw. Abstandshalter-Rahmenteils) dringt.

Vorzugsweise ist eine gasdichte und feuchtigkeitsdichte Barriere auf einer nach außen weisenden Fläche des Verschlusselements angeordnet. Die gasdichte und feuchtigkeitsdichte Barriere auf dem Verschlusselement verbessert die Dichtigkeit des Systems und vereinfacht das Verfahren, da eine nachträgliche Abdichtung mit einer Folie oder Beschichtung nicht mehr notwendig ist. Dabei bezieht sich außen auf die Position in der fertigen Isolierglasscheibe und bezeichnet den Teil des Verschlusselements, der in Richtung der äußeren Umgebung weist, also nicht in Richtung des Hohlraums der Isolierglasscheibe.

Vorzugsweise ist mindestens eine Eingangsöffnung zur Befüllung des Hohlraumes mit Gas und eine Ausgangsöffnung zum Entfernen von Gas aus dem Hohlraum vorgesehen. Dadurch kann dann beispielsweise ein zuvor in dem Hohlraum aufgenommenes Gas (wie z. B. Luft) durch ein Isoliergas (z. B. Argon und/oder Krypton) auf einfache Art und Weise ausgetauscht werden.

Zumindest eine nach innen weisende Fläche des Verschlusselementes hat vorzugsweise dieselbe Farbe, wie eine Hohlraumbegrenzung, insbesondere in Form eines Abstandshalters. Alternativ oder zusätzlich kann eine nach innen weisende Fläche des Verschlusselementes aus demselben Material gebildet sein, wie eine Hohlraumbegrenzung, insbesondere in Form eines Abstandshalters. Dadurch wird der optische Gesamteindruck weiter verbessert.

In einer Ausführungsform wird durch ein einzelnes, bestimmtes, Verschlusselement genau eine Öffnung des Hohlraums verschlossen.

Alternativ oder zusätzlich können bevorzugt zwei oder mehr Öffnungen desselben oder verschiedener Hohlräume, insbesondere zweier durch einen Doppel-Spacer (Doppel-Abstandshalter) begrenzter Hohlräume, durch (nur) ein (ggf. einzelnes) Verschlusselement verschlossen werden. Somit vereinfacht sich das Verfahren zum Verschluss von zwei Öffnungen, da nur ein einziges Verschlusselement in einem einzigen Verfahrensschritt eingesetzt werden muss. Dagegen werden bei der Verwendung von zwei einzelnen Verschlusselementen zwei Verfahrensschritte benötigt. Der Doppel-Spacer kann vorzugsweise so ausgebildet sein, dass er zur Ausbildung einer 3-fach-Isolierverglasung konfiguriert ist. Beispielsweise können zwei Außen-Scheiben an zwei (gegenüberliegenden) Außenseiten des Doppel-Spacers vorgesehen werden und eine dritte (mittlere) Scheibe in einer

(insbesondere zentralen) Ausnehmung des Doppel-Spacers aufgenommen werden.

Das Verschlusselement wird vorzugsweise von einer Saugeinrichtung aufgenommen und/oder an die Öffnung herangeführt (um es zum Verschließen der Öffnung anzuordnen). Dadurch kann das Verschlusselement auf einfache und effektive Art und Weise integriert werden.

Vorzugsweise ist/wird eine Vielzahl von Verschlusselementen in einer (insbesondere stapelbaren) Aufnahmeschale bereitgestellt. Ggf. können mehrere Aufnahmeschalen vorgesehen (und insbesondere übereinandergestapelt) werden. Beispielsweise können die Verschlusselemente in einem regelmäßigen Muster (z. B. in Spalten und Reihen oder in einem hexagonalen Muster) in der jeweiligen Aufnahmeschale angeordnet sein. In einer Aufnahmeschale können beispielsweise mindestens vier oder mindestens 10 oder mindestens 20 Verschlusselemente aufgenommen werden. Insgesamt kann dadurch auf einfache Art und Weise eine Vielzahl von

Verschlusselementen bereitgestellt werden, wodurch das Verfahren vereinfacht und beschleunigt werden kann.

Vorzugsweise wird das Verschlusselement von einer Halteeinrichtung, insbesondere der obigen Saugeinrichtung, aufgenommen und/oder an die Öffnung herangeführt, wobei die Halteeinrichtung beheizt wird. Die Halteeinrichtung kann beispielsweise von außen beheizt werden (und entsprechend zumindest einen Abschnitt zur Aufnahme von Wärme aufweisen). Gegebenenfalls kann die Wärmeeinrichtung auch so ausgebildet sein, dass sie aktiv beheizt werden kann (z. B. durch Vorsehen eines elektrischen Heizwiderstandes, wie beispielsweise eines Heizwendel und/oder einer elektrischen Heizbeschichtung). Durch eine derartige beheizbare Halteeinrichtung kann auf einfache Art und Weise das Verschlusselement erwärmt werden, so dass eine Anordnung in der entsprechenden Öffnung (bzw. den entsprechenden

Öffnungen) verbessert werden kann. Beispielsweise kann durch ein Erwärmen ein formstabiles Material aufgeweicht werden, so dass es (einfacher) in die Öffnung eingebracht (z. B. eingepresst) werden kann. Gegebenenfalls können auch aufschmelzbare Abschnitte durch die Wärmebeaufschlagung aufgeschmolzen werden, so dass eine verbesserte Abdichtung mit der Öffnung realisiert werden kann.

Im Allgemeinen wird eine Komponente (insbesondere Butyl-Komponente) des Verschlusselementes in flüssigem oder pastösem Zustand an die Öffnung

herangeführt. Alternativ kann eine Komponente, insbesondere Butyl-Komponente in der Öffnung in einem flüssigen oder pastösen Zustand vorliegen oder in einen flüssigen oder pastösen Zustand überführt werden. Daraufhin kann die Komponente (Butyl-Komponente) zur Abdichtung des Verschlusselementes verfestigt werden. Vorzugsweise ist die Komponente (Butyl-Komponente) Bestandteil des

Verschlusselementes. Alternativ ist es auch vorstellbar, dass eine derartige

Komponente (Butyl-Komponente) als Bestandteil des Abstandshalters vorliegt oder in Form eines separaten Elementes bereitgestellt wird. In der bevorzugten

Ausführung, in der die Komponente (Butyl-Komponente) Bestandteil des

Verschlusselementes ist, ist diese Komponente (Butyl-Komponente) vorzugsweise stoffschlüssig mit dem Verschlusselement (bzw. dem Rest des Verschlusselementes bzw. eines Hauptkörpers des Verschlusselementes) verbunden. Die Komponente (Butyl-Komponente) kann vorzugsweise ringartig (ggf. mit Unterbrechungen) an einem Rand des Verschlusselementes verlaufen, wobei dieser Rand vorzugsweise derjenige Rand ist, der im Kontakt mit einem Abstandshalter (insbesondere einer Außenseite des Abstandshalters) kommt. In jedem Fall kann es eine derartige Komponente (insbesondere Butyl-Komponente) ermöglichen, dass (z. B. durch Aufschmelzen) eine Abdichtung des Verschlusselementes gegenüber der Öffnung (insbesondere einer Öffnung eines Abstandshalters) ermöglicht wird. Im

Allgemeinen kann sich dazu (im montierten Zustand) die Komponente (Butyl-Komponente) zwischen Abstandshalter (insbesondere einer Außenfläche des

Abstandshalters) und Verschlusselement (insbesondere einer pilz- bzw. tellerartigen Erweiterung desselben) befinden.

Das Verschlusselement kann vorzugsweise einen pilz- bzw. tellerartigen Abschnitt aufweisen, von dem sich ein oder mehrere Abschnitte erstrecken, die (im montierten Zustand) die jeweilige Öffnung durchdringen. Im Allgemeinen kann das

Verschlusselement eine Erweiterung aufweisen, die (im montierten Zustand) außerhalb der Öffnung liegt und zumindest abschnittsweise eine Breite der Öffnung übersteigt und/oder an die Öffnung angrenzende Abschnitte (Umgebungsabschnitte) überdeckt.

Die Öffnung und/oder ein in der Öffnung aufzunehmender Abschnitt des

Verschlusselementes kann einen (kreis-) runden oder ovalen oder elliptischen oder vieleckigen (insbesondere viereckigen, vorzugsweise rechteckigen, noch weiter vorzugsweise quadratischen) Querschnitt aufweisen.

Alternativ oder zusätzlich zu einer Abdichtung über eine Komponente (z. B. Butyl-Komponente), die in einem flüssigen oder pastösen Zustand vorliegen kann, kann eine Abdichtung durch O-Ringe (zur Abdichtung zwischen Verschlusselement und entsprechender Öffnung bzw. entsprechender Abstandshalter) realisiert werden.

Grundsätzlich wird der Hohlraum vorzugsweise von mindestens einem

Abstandshalter begrenzt. Der Abstandshalter kann beispielsweise (zumindest abschnittsweise) als Rohr (ggf. Rahmenrohr) ausgebildet sein. Weiterhin

(insbesondere in der Ausbildung als Rohr) kann der Abstandshalter eine innere Wand (unmittelbar an den Hohlraum angrenzend) und eine äußere Wand aufweisen. Die Öffnung oder Öffnungen in dem Abstandshalter erstreckt sich/erstrecken sich dann vorzugsweise sowohl durch die äußere Wand als auch die innere Wand.

In Ausführungsformen ist mindestens eine Öffnung in einem/dem Abstandshalter angeordnet (bzw. dort vorgesehen). Die Öffnung weist vorzugsweise einen äußeren (z. B. kreisrunden) Durchbruch und einen inneren (z. B. kreisrunden) Durchbruch auf. Der äußere Durchbruch kann beispielsweise durch die äußere Wand des

Abstandshalters gehen. Der innere Durchbruch kann beispielsweise durch die innere Wand des Abstandshalters gehen. Weiterhin kann der innere Durchbruch einen geringeren Durchmesser aufweisen als der äußere Durchbruch (so dass sich die Öffnung insgesamt von außen nach innen verjüngt). Allgemein kann eine derartige Verjüngung auch auf andere Weise erfolgen (von außen nach innen). Konkret kann die eine oder mehrere der Öffnung(en) durch ein sich verjüngendes, insbesondere gestuftes, Bohrwerkzeug eingebracht werden. In einer konkreten Ausführungsform wird dazu der innere Durchbruch durch einen vorderen (schmaleren) Abschnitt des Bohrwerkwerkzeugs eingebracht (insbesondere in die Innenwand des

Abstandshalters). Der äußere Durchbruch wird mit einem darauffolgenden breiteren (sich stufenartig von dem schmaleren Abschnitt abgrenzenden) Abschnitt

eingebracht, insbesondere in die Außenwand des Abstandshalters. Insgesamt kann damit auf einfache Art und Weise eine Struktur bereitgestellt werden, die mit einem entsprechend korrespondierenden Verschlusselement auf einfache Art und Weise eine Dichtigkeit ermöglicht.

Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein System, umfassend eine Isolierglasscheibe sowie mindestens ein Verschlusselement vorgeschlagen, wobei die Isolierglasscheibe mindestens einen Hohlraum aufweist, der über mindestens eine Öffnung mit einem Gas befüllbar ist und/oder über mindestens eine Öffnung entleerbar ist, wobei die Öffnung mit dem Verschlusselement verschlossen oder verschließbar ist, wobei das Verschlusselement einen formstabilen (in einem

Zustand, bevor er in die jeweilige Öffnung gebracht) Grundkörper aufweist. In dem Zustand, in dem die Öffnung mit dem Verschlusselement verschlossen ist, kann das System auch als (isolier-) gasgefüllte bzw. entleerte Isolierglasscheibe bezeichnet werden. Generell kann hinsichtlich des Begriffes„Isolierglasscheibe" zwischen einem Zustand unterschieden werden, in dem noch kein (Isolier-) Gas eingefüllt ist bzw. noch keine Entleerung stattgefunden hat und einem Zustand, in dem ein (Isolier-) Gas eingefüllt ist bzw. eine Entleerung stattgefunden hat und somit einen Zustand definiert, in dem die Isolierglasscheibe dann auch (z. B. auf der Baustelle) montiert werden kann.

In einer bevorzugten Ausführungsform des Systems umfassend eine

Isolierglasscheibe kann an der Öffnung eine Butyl-Komponente als Bestandteil des Verschlusselementes angeordnet sein oder anordenbar sein. Dies hat den Vorteil, dass die Öffnung durch das Verschlusselement besser abgedichtet ist und somit die Dichtigkeit des Systems verbessert ist. In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Butyl-Komponente stoffschlüssig mit dem Verschlusselement (bzw. dem Rest des Verschlusselementes bzw. eines Hauptkörpers des Verschlusselementes) verbunden.

In einer bevorzugten Ausführungsform verläuft die Butyl-Komponente ringartig (ggf. mit Unterbrechungen) an einem Rand des Verschlusselementes, wobei dieser Rand vorzugsweise derjenige Rand ist, der im Kontakt mit einem Abstandshalter

(insbesondere einer Außenseite des Abstandshalters) kommt.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Butyl-Komponente in Form einer Butyl-Schicht auf der nach außen weisenden Fläche des Verschlusselements angeordnet, wobei die Butyl-Schicht über den Grundkörper des Verschlusselements hinausragt, sodass die Butyl-Schicht in Kontakt mit einem Abstandhalter

(insbesondere einer Außenseite des Abstandshalters) kommt. Dadurch wird eine einfache und gute Abdichtung erzielt.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist eine gasdichte und

feuchtigkeitsdichte Barriere auf der nach außen weisenden Fläche des

Verschlusselements angeordnet. Somit wird das Entweichen einer gegebenenfalls vorhandenen Gasfüllung verhindert und das Eindringen von Feuchtigkeit in den Hohlraum der Isolierglasscheibe verringert.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Butyl-Komponente in Form einer Butyl-Schicht auf der gesamten nach außen weisenden Fläche des

Verschlusselements angeordnet. Dabei ragt die Butyl-Schicht über den Grundkörper des Verschlusselementes hinaus, wobei die Butyl-Schicht mit einer gasdichten und feuchtigkeitsdichten Barriere nach bedeckt ist. Die Barriere weist in dem Fall nach außen. Somit kann gleichzeitig eine gute Abdichtung durch das Butyl, das über den Grundkörper hinausragt, erzielt werden und die Barriere auf der Butyl-Schicht verbessert zusätzlich die Dichtigkeit des Systems. Die Butyl-Schicht ist mit der Barriere abgedeckt, sodass auch das Verschlusselement im Verfahren gut zu handhaben ist, da das klebrige, pastöse Butyl von der Barriere bedeckt ist.

Die gasdichte und feuchtigkeitsdichte Barriere ist bevorzugt eine Barrierefolie. Die Barrierefolie verhindert das Eindringen von Feuchtigkeit in den Hohlraum des Abstandhalters. Die Barrierefolie kann eine Metallfolie oder Polymerfolie sein. Bevorzugt ist die Barrierefolie eine mehrschichtige Folie mit polymeren und metallischen Schichten oder mit polymeren und keramischen Schichten oder mit polymeren, metallischen und keramischen Schichten. Bevorzugt enthält die

Barrierefolie mindestens eine polymere Schicht sowie eine metallische Schicht oder eine keramische Schicht. Bevorzugt beträgt die Schichtdicke der polymeren Schicht zwischen 5 μιτι und 80 μιτι, während metallische Schichten und/oder keramische Schichten mit einer Dicke von 10 nm bis 200 nm eingesetzt werden. Innerhalb der genannten Schichtdicken wird eine besonders gute Dichtigkeit der Barrierefolie erreicht.

Besonders bevorzugt enthält die Barrierefolie mindestens zwei metallische Schichten und/oder keramische Schichten, die abwechselnd mit mindestens einer polymeren Schicht angeordnet sind. Bevorzugt werden die außen liegenden Schichten dabei von der polymeren Schicht gebildet. Die abwechselnden Schichten der Barrierefolie können auf die verschiedensten nach dem Stand der Technik bekannten Methoden verbunden bzw. aufeinander aufgetragen werden. Methoden zur Abscheidung metallischer oder keramischer Schichten sind dem Fachmann hinlänglich bekannt. Die Verwendung einer Barrierefolie mit abwechselnder Schichtenabfolge ist besonders vorteilhaft im Hinblick auf die Dichtigkeit des Systems. Ein Fehler in einer der Schichten führt dabei nicht zu einem Funktionsverlust der Barrierefolie. Im Vergleich dazu kann bei einer Einzelschicht bereits ein kleiner Defekt zu einem vollständigen Versagen führen. Des Weiteren ist die Auftragung mehrerer dünner Schichten im Vergleich zu einer dicken Schicht vorteilhaft, da mit steigender Schichtdicke die Gefahr interner Haftungsprobleme ansteigt. Ferner verfügen dickere Schichten über eine höhere Leitfähigkeit, so dass eine derartige Folie thermodynamisch weniger geeignet ist.

Die polymere Schicht der Barrierefolie umfasst bevorzugt Polyethylenterephthalat, Ethylenvinylalkohol, Polyvinylidenchlorid, Polyamide, Polyethylen, Polypropylen, Silikone, Acrylonitrile, Polyacrylate, Polymethylacrylate und/oder Copolymere oder Gemische davon. Die metallische Schicht enthält bevorzugt Eisen, Aluminium, Silber, Kupfer, Gold, Chrom und/oder Legierungen oder Oxide davon. Die keramische Schicht der Folie enthält bevorzugt Siliziumoxide und/oder Siliziumnitride.

In einer alternativen bevorzugten Ausführungsform ist die gasdichte und feuchtigkeitsdichte Barriere eine Metallbeschichtung (insbesondere auf einer im montierten Zustand nach außen weisenden Fläche des Verschlusselementes).

Die Isolierglasscheibe weist vorzugsweise mindestens eine Eingangsöffnung zur Befüllung des Hohlraums mit Gas und eine Ausgangsöffnung zum Entfernen von Gas aus dem Hohlraum auf. Die Öffnung/Öffnungen und/oder ein in der jeweiligen Öffnung aufzunehmender Abschnitt des Verschlusselementes kann einen (kreis-) runden oder ovalen oder elliptischen oder vieleckigen (insbesondere viereckigen, vorzugsweise rechteckigen, noch weiter vorzugsweise quadratischen) Querschnitt aufweisen.

Zumindest eine nach innen weisende Fläche des Verschlusselementes kann dieselbe Farbe aufweisen und/oder aus demselben Material gebildet sein, wie eine

Hohlraumbegrenzung, insbesondere in Form eines Abstandshalters. Zwei oder mehr Öffnungen desselben oder verschiedener Hohlräume, insbesondere zweier durch einen Doppel-Spacer begrenzter Hohlräume, können durch (nur) ein

Verschlusselement verschlossen oder verschließbar sein. In und/oder an der Öffnung kann eine Komponente (insbesondere Butyl-Komponente), vorzugsweise als

Bestandteil des Verschlusselementes angeordnet sein oder anordenbar sein, wobei die Komponente in einem flüssigen oder pastösen Zustand vorliegt oder in einen solchen Zustand, insbesondere durch Wärmebeaufschlagung überführbar ist.

Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird eine Vorrichtung zur

Durchführung des obigen Verfahrens und/oder zur Herstellung des obigen Systems (bzw. zur Herstellung einer mit (Isolier-) Gas gefüllten oder (teil-) entleerten Isolierglasscheibe) vorgeschlagen. Die Vorrichtung kann insbesondere eine

Einrichtung zur Aufnahme (Halterung) einer Isolierglasscheibe aufweisen sowie eine Einrichtung zur Halterung (Aufnahme bzw. Anbringung) des Verschlusselementes in/an der Öffnung der Isolierglasscheibe. Die letztgenannte Einrichtung kann insbesondere eine Saugeinrichtung umfassen. Weiterhin kann die Vorrichtung eine Einrichtung zum befüllen des Hohlraums mit Gas und/oder zum Entleeren des Hohlraums umfassen.

Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird die Verwendung eines

Verschlusselementes mit einem formstabilen Grundkörper zum Verschließen einer Öffnung eines Hohlraums einer Isolierglasscheibe (insbesondere der oben

beschriebenen Art) vorgeschlagen. Das verwendete Verschlusselement weist vorzugsweise die weiter oben (und/oder nachfolgend) beschriebenen Merkmale auf.

Insgesamt kann ein dem Erscheinungsbild nach neutrales Verschlusselement

(Verschlussstück) vorliegen, das zu einem optisch ansprechenden Gesamteindruck beiträgt.

Das Verschlusselement (Verschlussstück) kann in einem zu einem (Scheiben-) Innenraum weisenden Abschnitt (Teil) ein Material aufweisen, das einem

Abstandshaltermaterial entspricht. Insbesondere durch eine (geometrische) Passgenauigkeit und ggf. durch ein entsprechendes (geeignetes) Material kann ein dem Erscheinungsbild nach ansprechender (neutraler) Verschluss erreicht werden, der dem Erscheinungsbild von„in der Linie gefüllten" Isoliergläsern entsprechen kann (oder zumindest nahekommen kann). Eine Reklamation aus diesem Grund ist daher von Endkundenseite nicht (mehr) zu erwarten.

Bei dem erfindungsgemäßen Verschlusselement (Verschlussstück) handelt es sich vorzugsweise um ein Element zum Verschließen eines Doppel-Spacers (bzw. von Öffnungen innerhalb des Doppel-Spacers), wie er bei der Herstellung von 3-fach-Verglasungen zum Einsatz kommen kann. Ein derartiger Spacer-Typ kann im Fertigungsprozess eines Rahmens mit den entsprechenden (Befüll-) Löchern hergestellt werden und ggf. nach der Isolierglasfertigung mit dem (Funktions-) Gas befüllt werden.

Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist die Bereitstellung der Verschlusselemente (Verschlussstücke) in speziell dafür vorgesehenen (geformten) Aufnahmeschalen, die neben der eigentlichen Anlage zur Herstellung der Isolierglasscheiben

(stapelbar) bereitstehen können und ggf. eine automatische Verlegung (Montage) der Verschlussstücke erlauben. Jede Aufnahmeschale kann ausreichend Kapazität aufweisen, um nach einer Stapelung mehrerer Aufnahmeschalen eine

Fertigungsschicht abdecken zu können.

Die Verschlussstücke sind vorzugsweise so geformt, dass sie einfach durch einen Saugkopf einer Handhabungseinrichtung (Handhabungsautomaten) aufgenommen werden können. Durch eine vorzugsweise vorgesehene integrierte Heizung in dem Saugkopf kann eine Abdichtung über eine im Verschlusselement (Verschlussstück) integrierte Butyl-Komponente sicher möglich sein.

Die Erfindung wird im Folgenden und anhand der beigefügten Figuren erläutert.

Diese zeigen :

Fig. 1 eine schematische Schrägansicht eines erfind ungsgemäßen Verschlusselementes;

Fig. 2 einen Querschnitt durch das Verschlusselement gemäß Fig . 1 zusammen mit einem Querschnitt durch einen Abstandshalter;

Fig. 3a eine Schrägansicht eines Abschnittes des Verschlusselementes mit dem

Abstandshalter gemäß einer weiteren Ausführungsform;

Fig. 3b ein Querschnitt durch das Verschlusselement mit Abstandshalter gemäß

Fig. 3a mit Abschnitten von zwei Glasscheiben;

Fig. 4 eine Seitenansicht des Verschlusselementes gemäß Figuren 3a und 3b;

Fig. 5 die Seitenansicht des Verschlusselementes gemäß Fig. 4 zusammen mit einem Ausschnitt einer Aufnahme- und Halteeinrichtung;

Fig. 6 einen Ausschnitt einer Aufnahmeschale für eine Vielzahl von

Verschlusselementen;

Fig. 7 eine schematische Schrägansicht einer alternativen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verschlusselementes;

Fig. 8 einen Querschnitt durch die Ausführungsform gemäß Fig. 7;

Fig. 9 ein erfindungsgemäßes Bohrwerkzeug zur Einbringung von Öffnungen;

Fig. 10 einen erfindungsgemäßen Abstandshalter, teilweise geschnitten; und

Fig. 11 einen erfindungsgemäßen Abstandshalter mit einem Verschlusselement gemäß Fig . 7, teilweise geschnitten.

Fig . 1 zeigt ein erfindungsgemäßes Verschlusselement 10 in Schrägansicht. Das Verschlusselement 10 weist einen Hauptkörper 11 sowie ein Dichtmaterial (Butyl) 12a, 12b auf. Der Hauptkörper 11 weist eine Basisplatte 13 auf, von der (im vorliegenden Fall zwei) Vorsprünge 14a, 14b abstehen. Die Vorsprünge weisen an einem jeweiligen von der Basisplatte 13 abgewandten Ende der Vorsprünge

Verjüngungen 15a, 15b auf. Sowohl die Vorsprünge 14a, 14b (ohne die

Verjüngungen 15a, 15b) als auch die Verjüngungen 15a, 15b sind (zumindest im Wesentlichen) zylindrisch (kreis-zylindrisch) ausgebildet, wobei die Verjüngungen 15a, 15b insbesondere einen vergleichsweise flachen Zylinder definieren (dessen axiale Erstreckung geringer, z. B. um 50 %, ggf. 80 % geringer, ist als ein

Durchmesser der Verjüngung).

Die Verjüngungen 15a, 15b sind vorzugsweise aus einem Material, das dem (weiter unten beschriebenen) Abstandshalter-Material entspricht. Die Abschnitte der Vorsprünge 14a, 14b (ohne die Verjüngungen 15a, 15b) können aus einem anderen Material (z. B. einem geeigneten Kunststoff) gefertigt sein. Das Dichtmaterial 12a, 12b läuft (an einer inneren bzw. der dem weiter unten beschriebenen

Abstandshalter zugewandten Fläche der Basisplatte 13) um die Vorsprünge 14a, 14b herum. Auf einer äußeren bzw. dem Abstandshalter abgewandten Fläche ist eine (dünne) Metallbeschichtung 16 als gasdichte und feuchtigkeitsdichte Barriere vorgesehen.

Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch das Verschlusselement 10 gemäß Fig. 1 zusammen mit einem entsprechenden Querschnitt eines Abstandshalters 17 (im vorliegenden Fall konkret eines Doppel-Spacers). In dem Zustand gemäß Fig. 2 verschließt das Verschlusselement 10 den Abstandshalter 17 durchdringende

Öffnungen 18a, 18b. Die Verjüngungen 15a, 15b sind dabei konkret in

Innenwandungen 19a, 19b des Abstandshalters 17 angeordnet. Insgesamt durchdringen die Vorsprünge 14a, 14b die jeweilige Öffnung 18a, 18b vollständig.

Der Abstandshalter 17 bzw. dessen Öffnungen 18a, 18b werden gegenüber dem Verschlusselement 10 mittels des Dichtungsmaterials 12a, 12b abgedichtet.

In Fig. 3a sind Ausschnitte einer weiteren Ausführungsform eines

Verschlusselementes 10 sowie Ausschnitte des Abstandshalters in Schrägansicht (teils geschnitten) dargestellt. Dort ist insbesondere die Anordnung des

Dichtungsmaterials (hier Butylschicht 24) erkennbar. Die Buytlschicht 24 ist auf der gesamten nach außen weisenden Fläche des Verschlusselements 10 bzw. der Basisplatte 26 angeordnet und ragt über die Basisplatte 26 hinaus. In Fig. 3b ist der Abstandshalter 17 zusammen mit dem Verschlusselement 10 zwischen zwei Einzel-

Scheiben 21, 22 erkennbar. Eine dritte (nicht gezeigte) Einzel-Scheibe kann ggf. in einer Ausnehmung 23 (in einem mittleren Abschnitt) des Abstandshalters 17 angeordnet werden, um evtl. eine 3-fach-Isolierverglasung auszubilden. 20a, b kennzeichnen Klebstoff zwischen Abstandshalter 17 und Einzel-Scheiben 21 und 22.

Fig. 4 zeigt eine Seitenansicht des Verschlusselementes gemäß Figuren 3a, 3b in einem Zustand, bevor eine entsprechende Öffnung (bzw. entsprechende Öffnungen) eines Abstandshalterelementes verschlossen wird (werden). Gemäß Fig. 4 kann eine Basisplatte 26 (zumindest in einem Ausgangszustand) gebogen (bzw. konkav) verlaufen und ggf. zwei Schichten aufweisen, nämlich die Butyl-Schicht 24 und darauf eine Metallschicht 25 als gasdichte und feuchtigkeitsdichte Barriere (oberhalb bzw. außenseitig eines Grundkörpers der Basisplatte 26).

Fig. 5 zeigt eine Saugeinrichtung 27 zur Aufnahme des Verschlusselementes 10 gemäß Fig. 4. Die Saugeinrichtung 27 weist einen Saugkanal 28 auf, über den ein Unterdruck zwischen Saugeinrichtung 27 und Verschlusselement 10 hergestellt werden kann, so dass das Verschlusselement 10 über die Saugeinrichtung 27 angehoben (und zur Isolierglasscheibe bzw. deren Abstandshalter) transportiert werden kann. Eine Aufheizung kann über eine oder mehrere Heizzone(n) 30 erfolgen.

Fig. 6 zeigt eine Aufnahmeschale 29a (abschnittsweise) sowie eine Aufnahmeschale 29b (ebenfalls abschnittsweise). In der Aufnahmeschale 29a (genauso wie, was jedoch in Fig. 6 nicht erkennbar ist, in der Aufnahmeschalte 29b) ist eine Vielzahl von Verschlusselementen 10 angeordnet, so dass ein jeweils benötigtes

Verschlusselement 10 von der Aufnahmeschale 29a aufgenommen werden kann (insbesondere durch die Saugeinrichtung gemäß Fig. 5) und an bzw. in einer Öffnung einer Isolierglasscheibe angeordnet werden kann (zum Verschließen derselben).

Fig. 7 zeigt eine alternative Ausführungsform eines erfindungsgemäßen

Verschlusselementes in einer Schrägansicht. Dieses Verschlusselement ist zum Verschließen nur einer Öffnung (siehe auch Fig. 11) vorgesehen. Im Unterschied zu den vorherigen Ausführungsformen weist das Verschlusselement gemäß Fig. 1 nur

einen Vorsprung 14a sowie nur eine Verjüngung 15a auf. Diese sind ansonsten (zumindest prinzipiell) wie bei den vorherigen Ausführungsformen ausgebildet.

Entsprechend ist auch nur ein Dichtmaterial 12a (Butyl) vorgesehen. An den

Vorsprung 14a grenzt sich eine (nach außen gewölbte; flanschartige) Erweiterung 34 an, die wiederum (außenseitig) eine(n) fluiddichte(n) (wasserdichten) Film (Schicht) (gasdichte und feuchtigkeitsdichte Barriere) 35 aufweist.

Das Verschlusselement gemäß den Fig. 7 und 8 kann in einen Abstandshalter gemäß Fig. 10, wie in Fig. 11 gezeigt, eingeführt werden. Um die Öffnung 18a in dem Abstandshalter gemäß Fig. 10 vorzusehen, kann das Bohrwerkzeug 33 gemäß Fig. 9 verwendet werden. Das Bohrwerkzeug 33 weist eine Stufe 36 auf, die einen schmaleren Abschnitt 37 von einem breiteren Abschnitt 38 abgrenzt. Der schmalere Abschnitt 37 kann einen inneren Durchbruch (Bohrung) 32 (siehe Fig. 10) erzeugen. Der breitere Abschnitt 38 kann einen äußeren Durchbruch 31 (Bohrung) erzeugen. Im Ergebnis ist der innere Durchbruch 32 schmaler als der äußere Durchbruch 31. Konkret befindet sich der innere Durchbruch 32 in einer Innenwand 39 des

Abstandshalters 17 und der äußere Durchbruch 31 in einer Außenwand 40 des Abstandshalters 17 (siehe Fig. 10). Insgesamt kann dadurch auf einfache Art und Weise eine gestufte bzw. sich verjüngende Struktur festgelegt werden, die auf einfache Art und Weise eine Aufnahme des Verschlusselementes ermöglicht.

Insbesondere kann auf einfache und wohldefinierte Art und Weise die Verjüngung 15a (siehe Fig. 8 und 11) in der Innenwand 39 des Abstandshalters 17 (bündig) aufgenommen werden. Dadurch wird die Herstellung und Abdichtung vereinfacht.

Bezugszeichenliste

10 Verschlusselement

11 Hauptkörper, Grundkörper

12a Dichtmaterial, Butylkomponente

12b Dichtmaterial, Butylkomponente

13 Basisplatte

14a Vorsprung

14b Vorsprung

15a Verjüngung

15b Verjüngung

16 Metallbeschichtung (Metallstreifen)

17 Abstandshalter

18a Öffnung

18b Öffnung

19a Innenwandung

19b Innenwandung

20a Klebstoff

20b Klebstoff

21 Einzel-Scheibe

22 Einzel-Scheibe

23 Ausnehmung

24 Butyl-Schicht

25 Metallschicht

26 Basisplatte

27 Saugeinrichtung

28 Saugkanal

29a Aufnahmeschale

29b Aufnahmeschale

30 Heizzone

31 äußerer Durchbruch

32 innerer Durchbruch

Bohrwerkzeug Erweiterung

Film (Schicht) Stufe

schmalerer Abschnitt breiterer Abschnitt Innenwand

Außenwand