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1. (WO2019011426) STECKBARE HOCHSPANNUNGSDURCHFÜHRUNG UND ELEKTRISCHES GERÄT MIT STECKBARER HOCHSPANNUNGSDURCHFÜHRUNG
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Beschreibung

STECKBARE HOCHSPANNUNGSDURCHFÜHRUNG UND ELEKTRISCHES GERÄT MIT STECKBARER HOCHSPANNUNGSDURCHFÜHRUNG

Die Erfindung betrifft eine steckbare Hochspannungsdurchführung mit einem Innenleiter, der sich in einer Längsrichtung zwischen einem Hochspannungsanschluss und einem Steckabschnitt der Hochspannungsdurchführung erstreckt, wobei der Steckabschnitt zum Einstecken der Hochspannungsdurchführung in ein Geräteanschlussteil eines elektrischen Gerätes eingerichtet ist, sowie mit einem Isolierkörper, der den Innenleiter umschließt.

Im Allgemeinen hat eine solche Hochspannungsdurchführung die Aufgabe, den im Betrieb der Hochspannungsdurchführung auf einem Hochspannungspotential liegenden Innenleiter der Hochspannungsdurchführung von einer auf Erdpotential befindlichen Umgebung, beispielsweise einer Wandung einer Hochspannungsanlage, zu isolieren. Dazu ist der Innenleiter durch den Isolierkörper hindurchgeführt.

Eine Hochspannungsdurchführung der eingangs genannten Art ist aus der DE 10 2007 022 641 AI bekannt. Dort ist ein Transformator offenbart, dessen Gehäuse ein Geräteanschlussteil aufweist, in das eine Hochspannungsdurchführung zum Anschluss des Transformators an ein Hochspannungsnetz einsteckbar ist. Durch die Verwendung einer derartigen steckbaren Hochspannungsdurchführung ist es möglich, den Transformator mit der Hochspannungsdurchführung mit einem relativ geringen Montageaufwand aufzubauen und in Betrieb zu nehmen.

Der Steckabschnitt der Hochspannungsdurchführung und das Geräteanschlussteil sind derart ausgestaltet, dass ein zuverlässiger elektrischer Kontakt zwischen dem Innenleiter der Hochspannungsdurchführung und dem Geräteanschlussteil herstellbar ist, wobei das Geräteanschlussteil mit weiteren Elementen des elektrischen Gerätes, wie beispielsweise einem in- nerhalb des Gehäuses angeordneten Aktivteil des elektrischen Gerätes, elektrisch verbunden ist. Zugleich ist die Verbindung an den Kontaktflächen zwischen dem Geräteanschlussteil und dem Steckabschnitt dielektrisch ausreichend verfestigt, so dass ein Betrieb auf Hochspannungsniveau ermöglicht ist.

Zur Herstellung des Isolierkörpers werden üblicherweise Isolierlagen aus Papier um den Innenleiter gewickelt.

Die Aufgabe der Erfindung ist es, die steckbare Hochspannungsdurchführung der eingangs genannten Art zu schaffen, die eine erhöhte Spannungsfestigkeit aufweist.

Die Aufgabe wird bei einer artgemäßen Hochspannungsdurchfüh-rung dadurch gelöst, dass der Isolierkörper ein textiles Flächengebilde umfasst.

Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, neben oder anstelle von Papier das textile Flächengebilde im Isolierkörper zu verwen-den. Ein Vorteil der Erfindung besteht darin, dass das textile Flächengebilde ein Eindringen von Feuchtigkeit in den Isolierkörper der Hochspannungsdurchführung verhindern oder zumindest vermindern kann. Dadurch können die elektrischen Eigenschaften wie Spannungsfestigkeit der Hochspannungsdurch-führung verbessert werden. Ein textiles Flächengebilde wird im Sinne der Erfindung als ein flächenförmiges Gebilde verstanden, wie beispielsweise ein Gewebe, Geflechte oder ein Vliesstoff .

Bevorzugt weist das textile Flächengebilde ein wasserabweisendes Trägermaterial auf, so dass das Eindringen von Feuchtigkeit in das textile Flächengebilde verhindert ist. Feuchtigkeit würde zu einer Herabsetzung der Spannungsfestigkeit führen. Das Trägermaterial ist bevorzugt zunächst als flexib-le Wicklungslage ausgestaltet, die bei der Herstellung der

Hochspannungsdurchführung um den Innenleiter gewickelt wird. Anschließend wird der Wickel in flüssiges Harz getaucht, das anschließend aushärtet.

Bevorzugt ist das textile Flächengebilde ein Vliesstoff. Der Vliesstoff kann beispielsweise aus Fasern oder Filamenten einer beliebigen, insbesondere endlichen Länge zusammengesetzt sein bzw. diese umfassen. Es ist auch denkbar, dass der

Vliesstoff sogenannte Endlosfilamente umfasst. Als Endlosfi-lamente werden dabei Fasern unbegrenzter Länge bezeichnet. Der Vliessstoff kann beispielsweise ein Kunststoff-Vliesstoff, bevorzugt ein synthetischer Kunststoff-Vliesstoff, sein. Ein Kunststoff-Vliesstoff zeichnet sich dabei durch Kunststofffasern aus, die das Vliesmaterial ausbilden .

Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung umfasst der Isolierkörper kapazitive Steuereinlagen, die voneinander durch Isolierlagen getrennt sind, wobei die Isolierlagen den Vliesstoff umfassen, und wobei die Steuereinlagen konzentrisch um den Innenleiter angeordnet sind und sich in den Steckabschnitt hinein erstrecken. Die kapazitiven Steuerein-lagen dienen dabei zur kapazitiven Feldsteuerung des elektrischen Feldes der Hochspannungsdurchführung bei deren Betrieb. Die Steuereinlagen erstrecken sich in den Steckabschnitt der Hochspannungsdurchführung hinein. Auf diese Weise kann das elektrische Feld auch im Steckbereich effektiv gesteuert wer-den, so dass der sensible Bereich der Verbindung zwischen dem Geräteanschlussteil und der Hochspannungsdurchführung verbesserte elektrische Eigenschaften aufweist. Gemäß dieser Ausführungsform ersetzen die Isolierlagen aus Vliesstoff die aus dem Stand der Technik bekannten Isolierlagen aus Papier. Ei-gene Untersuchungen haben ergeben, dass bei Verwendung der

Isolierlagen mit dem Vliesstoff die Steuereinlagen gleichmäßigere Oberflächen aufweisen als bei entsprechender Verwendung von Papier. Gleichmäßige Oberflächen der Steuereinlagen ergeben eine verbesserte Feldsteuerung aufgrund verminderter Feldüberhöhungen an den Steuereinlagen. Damit ergibt sich also eine weitere Verbesserung der elektrischen Eigenschaften der Hochspannungsdurchführung. Dieser Vorteil ist bei der steckbaren Hochspannungsdurchführung von besonderer Bedeu- tung, weil eine gleichmäßige Feldsteuerung im Steckabschnitt der Hochspannungsdurchführung besonders wichtig ist, um die notwendige Spannungsfestigkeit in diesem begrenzten Bauraum bereitzustellen.

Vorzugsweise weist der Vliesstoff ein synthetisches Polymer auf. Das synthetische Polymer kann beispielsweise ein Polyester, besonders bevorzugt Polyethylenterephthalat (PET), sein. Synthetische Polymere sind apolar und somit feuchtigkeitsab-weisend.

Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung beträgt ein radialer Abstand zwischen den Steuereinlagen zwischen 1 mm und 3 mm, besonders bevorzugt zwischen 1,5 mm und 2,5 mm. Mit die-ser Wahl des Abstands kann eine effektive Absteuerung des elektrischen Feldes auch unter Berücksichtigung einer mechanischen Verformung der Isolierlagen aus Vliesstoff im Her-stellungsprozess erreicht werden. Geeigneterweise beträgt eine Variation des Abstands weniger als 0,5 mm, bevorzugt weni-ger als 0,2 mm, besonders bevorzugt weniger als 0,1 mm. Damit ist eine vorteilhaft glatte Oberfläche der Steuereinlagen bereitgestellt. Die Glätte der Steuereinlagen wird im Herstel-lungsprozess durch eine geeignete Einstellung des Wicklungszuges bei einem Aufwickeln der Isolierlagen und der Steuer-einlagen beeinflusst.

Bevorzugt umfasst der Isolierkörper ein ausgehärtetes Harz. Beispielsweise kann die Hochspannungsdurchführung während des Herstellungsprozesses, beispielsweise nach einem Aufwickeln der Isolierlagen, mit einem aushärtbaren Harz getränkt werden. Nach dem Aushärten des Harzes kann damit ein verbessert isolierter Isolierkörper erhalten werden. Der Isolierkörper liegt dabei in Form eines kompakten Blocks vor, so dass auf eine Hauptisolation mit einem Gas verzichtet werden kann.

Vorzugsweise erstreckt sich die Hochspannungsdurchführung in Längsrichtung über eine Länge von 2 m bis 30 m, besonders bevorzugt zwischen 6 m bis 10 m. Damit kann die Hochspannungs- durchführung insbesondere auch bei Betriebsspannungen von mehr als 500 kV eingesetzt werden. Der Innenleiter kann als Hohlleiter oder Massivleiter ausgebildet sein. Der Innenleiter kann beispielsweise aus Kupfer oder Aluminium bestehen.

Bevorzugt weist der Innenleiter ein Außendurchmesser von mindestens 5 cm auf. Damit kann die Hochspannungsdurchführung auch bei Betriebsströmen von mehr als 2 kA eingesetzt werden.

Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung weist der Steckabschnitt eine Außenbeschichtung aus einem flexiblen isolierenden Beschichtungsmaterial auf. Die Außenbeschichtung kann sich beispielsweise auf einen Teil der Außenoberfläche des Steckabschnitts erstrecken, bevorzugt auf denjenigen Teil der beim Einstecken der Hochspannungsdurchführung in das Geräte-anschlussteil mit ihr in Kontakt steht. Die Beschichtung erlaubt eine besonders gute dielektrische Verfestigung der beim Einstecken entstehenden Fuge. Die Beschichtung umfasst vorzugsweise Silikon.

Zweckmäßigerweise umfasst die Hochspannungsdurchführung ferner einen Befestigungsflansch zur Befestigung der Hochspannungsdurchführung an einem Gehäuse des elektrischen Gerätes.

Die Erfindung betrifft ferner ein elektrisches Gerät mit einem fluiddichten Gehäuse und einer Hochspannungsdurchführung.

Ein solches Gerät ist aus der bereits zuvor erwähnten DE 10 2007 022 641 AI bekannt.

Die Aufgabe der Erfindung ist es, ein solches Gerät bereitzustellen, das eine erhöhte Spannungsfestigkeit aufweist.

Die Aufgabe wird bei einem artgemäßen elektrischen Gerät da-durch gelöst, dass die Hochspannungsdurchführung eine Hochspannungsdurchführung gemäß dem Patentanspruch 1 ist, wobei ein Geräteanschlussteil zur Aufnahme und Kontaktierung der Hochspannungsdurchführung vorgesehen ist.

Die Vorteile des erfindungsgemäßen elektrischen Geräts ergeben sich insbesondere aus den zuvor beschriebenen Vorteilen der erfindungsgemäßen Hochspannungsdurchführung.

Vorzugsweise ist das Geräteanschlussteil mittels eines Befestigungsabschnitts an dem Gehäuse befestigt, von dem sich ein hohler Aufnahmeabschnitt aus einem elektrisch nicht leitenden Isolierstoff in das Gehäuse hinein erstreckt, wobei an einem geschlossenen verjüngten Endbereich ein metallisches Kontaktteil angeordnet ist, das sich durch den Isolierstoff des Aufnahmeabschnitts hindurch erstreckt oder diesen zum geschlossenen Endbereich hin verlängert. Gemäß dieser Ausführung der Erfindung weist jedes Geräteanschlussteil ein offen liegendes Ende etwa in Höhe eines Gehäusedeckels des Gehäuses des elektrischen Geräts auf, welches das Einstecken des Steckabschnitts der Hochspannungsdurchführung ermöglicht. In Einsteckrichtung erstreckt sich von dem Befestigungsabschnitt des Geräteanschlussteils ein Aufnahmeabschnitt in das Innere des Gehäuses hinein, wobei der Aufnahmeabschnitt aus einem

Isolierstoff gefertigt ist, der die notwenige Isolierung zwischen dem im Betrieb auf einem Hochspannungspotenzial liegenden Kontaktstück und dem Gehäuse des elektrischen Gerätes, beispielsweise eines Transformators, bereitstellt, das sich auf einem Erdpotenzial befindet. Um hier die notwendige Spannungsfestigkeit bereitzustellen, sind der Aufnahmeabschnitt und der Steckabschnitt formkomplementär zueinander ausgebildet, so dass unter Zuhilfenahme des Eigengewichts der Hochspannungsdurchführung der Steckabschnitt fest gegen die In-nenwandung des Aufnahmeabschnitts gepresst wird, um auf diese Weise eine ausreichende elektrische Spannungsfestigkeit zwischen Hochspannungsdurchführung und Geräteanschlussteil zu gewährleisten .

Bevorzugt ist das Kontaktteil über eine sich innerhalb des Gehäuses erstreckende Wicklungsanschlussleitung mit einer Wicklung verbunden, beispielsweise einer Wicklung eines

Transformators. Durch das Einstecken der Hochspannungsdurch- führung in das Geräteanschlussteil liegt der Innenleiter der Hochspannungsdurchführung am Kontaktteil an, so dass der Hochspannungsanschluss der Hochspannungsdurchführung über die Wicklungsanschlussleitung mit einer Wicklung des elektrischen Gerätes verbunden ist.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist die Wicklungsanschlussleitung mit einem Stromsensor, beispielsweise einem Stromwandler, bestückt. Dadurch, dass der Strom-sensor innerhalb des Gehäuses angeordnet ist, muss der Stromsensor nicht mehr aufwändig bei der Montage des elektrischen Gerätes vor Ort in den Leitungsstrang integriert werden. Mit anderen Worten kann das elektrische Gerät gemäß der Erfindung schnell vor Ort in Betrieb genommen werden. Eine aufwändige Montage des Stromsensors ist bei dieser Ausführung vermieden. Zweckmäßigerweise sind Montageöffnungen in dem Gehäuse vorgesehen, um nach Ablassen der Isolierflüssigkeit einen Zugriff auf den oder die Stromsensoren zu ermöglichen.

Die Erfindung soll im Folgenden anhand von Figuren 1 bis 4 näher erläutert werden.

Figur 1 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfin- dungsgemäßen Hochspannungsdurchführung in einer schematischen QuerschnittsdarStellung,·

Figur 2 zeigt ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen elektrischen Gerätes mit einer erfindungsgemäßen Hochspannungsdurchführung in einer schematischen perspektivischen Darstellung;

Figur 3 zeigt eine schematische Schnittansicht des Steckabschnitts der Hochspannungsdurchführung und eines Geräteanschlussteils des elektrischen Gerätes der Figur 2;

Figur 4 zeigt eine nicht geschnittene Seitenansicht des Ge- räteanschlussteils mit der Hochspannungsdurchführung der Figuren 2 und 3.

Im Einzelnen ist in Figur 1 ein Teilausschnitt einer steckbaren Hochspannungsdurchführung 1 dargestellt. Die Hochspa-nungsdurchführung ist in der Darstellung der Figur 1 in ein Geräteanschlussteil 2 eines elektrischen Hochspannungsgerätes in Form eines Transformators 3 eingesteckt. Das Gerätean-schlussteil 2 ist an einer Gehäusewandung 4 befestigt. Die Gehäusewandung 4 ist Teil eines Transformatorgehäuses des Transformators 3, das mit einem Isoliermittel, beispielsweise Isolieröl, befüllt ist. Die Befestigung des Geräteanschluss-teils am Gehäuse ist isoliermitteldicht ausgeführt, so dass das Isoliermittel nicht aus dem Gehäuse austreten kann. Das Geräteanschlussteil 2 umfasst einen leitenden Anschlussteil 14 zur Herstellung einer elektrischen Verbindung zwischen der Hochspannungsdurchführung 1 und einer figürlich nicht dargestellten Wicklung des Transformators 3, die innerhalb des mit Isolieröl befüllten Gehäuses angeordnet ist.

Die Hochspannungsdurchführung 1 umfasst einen Innenleiter 5, der als Hohlleiter aus Aluminium oder Kupfer ausgebildet ist. Der Innenleiter 5 ist von einem Isolierkörper 6 konzentrisch umgeben. Der Isolierkörper 6 umfasst leitende Steuereinlagen 7a-c zur kapazitiven Feldsteuerung, die konzentrisch um den Innenleiter 5 gewickelt sind. Die Steuereinlagen 7a-c sind durch Isolierlagen 8a-b aus einem PET-Vliesstoff voneinander getrennt, die nach dem Aufwickeln auf den Innenleiter 5 in Harz getränkt worden sind. Die Steuereinlagen 7a-c sind in einem radialen Abstand A von 2 mm zueinander angeordnet.

Die Hochspannungsdurchführung 1 umfasst ferner einen Steckabschnitt 9 zum Einstecken der Hochspannungsdurchführung 1 in das Geräteanschlussteil 2. Der Steckabschnitt 9 umfasst einen sich konisch verjüngenden Teil des Isolierkörpers 6 sowie einen Anschlussleiterabschnitt, der in Form eines Leiterbolzens 10 mit dem Innenleiter 5 verschweißt ist. An den Leiterbolzen 10 schließt sich ein Kontaktsystem 11 an, das die elektrische Verbindung zwischen der Hochspannungsdurchführung 1 und dem Transformator 3 herstellt.

Ein Zwischenraum 12 zwischen dem Steckabschnitt 9 der Hochspannungsdurchführung 1 und dem Geräteanschlussteil 2 ist mit einem Silikonmaterial ausgefüllt, das den Zwischenraum 12 dielektrisch verfestigt.

Figur 2 zeigt in einer perspektivischen Ansicht ein Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen elektrischen Geräts, das hier als Transformator 20 ausgeführt ist. Der Transformator 20 weist ein Gehäuse 21 auf, das mit einem Kühlmodul 22, einem Ausdehnungsgefäß 23, einem Hilfsstrommodul 24 sowie Hochspannungsdurchführungen 25-27 bestückt ist. Die genannten Komponenten oder Module sind lösbar miteinander verbunden, können somit einfach demontiert und unabhängig voneinander transportiert werden. Zum Schutz der Hochspannungsdurchführungen 25-27 und dem in dem Gehäuse 21 angeordneten Aktivteil des Transformators 20, also einer mit der Hochspannungsdurchführung 25 oder 26 verbundenen Oberspannungswicklung sowie einer mit der Hochspannungsdurchführung 27 verbundenen Unterspannungswicklung und eines Kerns der Wicklungen dienen Abieiter 28, die innerhalb ihres Ableitergehäuses einen nicht-linearen Widerstand aufweisen, der bei Überspannungen von einem nicht leitenden Zustand in einen leitenden Zustand übergeht und somit die parallel zu ihm geschalteten Bauteile schützt .

Die Hochspannungsdurchführungen 25-27 sind wieder als

steckbare Hochspannungsdurchführungen ausgeführt und können mit ihrem Steckabschnitt 33 (Figur 3) in passende Geräteanschlussteile 29 des Transformators 20 eingeführt werden. Die Geräteanschlussteile 29 sind rotationssymmetrisch ausgebildet und begrenzen eine zum Gehäusedeckel hin offen liegende Ausnehmung, die formkomplementär zu dem jeweiligen Steckabschnitt der Hochspannungsdurchführung 25-27 ausgebildet ist. Die Geräteanschlussteile 29 sind ferner fluiddicht an dem Ge- häuse 21 befestigt, so dass der Innen- oder Ölraum des einphasigen Transformators 20 isoliermitteldicht , also luft- und flüssigkeitsdicht von der Außenatmosphäre abgeschlossen ist. An einem geschlossenen Ende des Geräteanschlussteils 29 ist ein figürlich nicht erkennbarer Bolzen als Kontaktteil gehalten, der wenn die Hochspannungsdurchführung 25, 26 bzw. 27 in das jeweilige Geräteanschlussteil 29 eingeführt ist, in leitendem Kontakt mit einem sich durch die jeweilige Hochspannungsdurchführung 25-27 erstreckenden Innenleiter steht. Der besagte Bolzen erstreckt sich in das Innere des Gehäuses 21, also in dessen Ölraum hinein, wo er in Kontakt mit einer Wicklungsanschlussleitung steht, die somit das Geräteanschlussteil 29 elektrisch mit der jeweiligen Ober- oder Unterspannungswicklung des Transformators 20 verbindet.

Zur Montage und Fixierung der Hochspannungsdurchführung 25, 26 oder 27 weisen diese jeweils einen Befestigungsanschluss 30 auf. Von dem Befestigungsanschluss 30 erstreckt sich ein Säulenabschnitt 31 zu einem Hochspannungsanschluss 32, der in dem in Figur 2 gezeigten Ausführungsbeispiel ein Freiluftan-schluss ist.

Jede Hochspannungsdurchführung 25, 26 oder 27 umfasst einen Isolierkörper 251, durch den sich ein Innenleiter 252 hin-durch erstreckt. Der Isolierkörper 251 umfasst leitende, um den Innenleiter 252 konzentrisch angeordnete Steuereinlagen 253a-c. Die Steuereinlagen 253a-c sind durch Isolierlagen aus einem Vliesstoff aus einem synthetischen Kunststoff voneinander getrennt. Nach dem Aufwickeln der Isolierlagen und der Steuereinlagen auf den Innenleiter 252 ist der Isolierkörper 251 in Harz getränkt worden. Einige der Steuereinlagen 253a-c erstrecken sich in den Steckabschnitt 33 der Hochspannungsdurchführung 25 hinein. Es ist hierbei anzumerken, dass die Anzahl der in den Figuren 1 und 3 figürlich dargestellten drei Steuereinlagen lediglich illustrativen Zwecken dient und selbstverständlich nicht auf drei beschränkt ist.

Figur 3 zeigt ein Geräteanschlussteil 29 und die Hochspannungsdurchführung 25 in einer geschnittenen Seitenansicht, wobei die Hochspannungsdurchführung 25 mit einem Steckabschnitt 33 in das Geräteanschlussteil 29 eingeführt ist. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die übrigen Hochspannungsdurchführungen 26 und 27 aus Figur 2 zur Hochspannungs-durchführung 26 gleichartig aufgebaut.

Es ist erkennbar, dass das Geräteanschlussteil 29 einen

Befestigungsabschnitt 34 aufweist, mit dem diese fest auf einem Deckel 35 des Gehäuses 21 montiert ist. Hierzu dienen beispielsweise geeignete Schraubverbindungen. Um das Geräteanschlussteil 29 isoliermitteldicht an dem Gehäuse

21 zu befestigen, sind figürlich nicht dargestellte Dichtmittel vorgesehen.

Jedes Geräteanschlussteil 29 weist ferner einen Aufnahmeabschnitt 36 auf, der aus einem elektrisch nichtleitenden Material besteht. Dabei verjüngt sich der Aufnahmeabschnitt 36 zu einem geschlossenen Ende 37 hin. An dem geschlossenen Ende 37 wird die Wandung des Aufnahmeabschnitts 36 von einem bolzenförmigen Kontaktteil 38 durchragt. An seinem in den Innenraum 39 oder Ölraum des Gehäuses 21 hineinragenden Abschnitt ist das Kontaktteil 38 mit einer Wicklungsanschlussleitung 40 und einer Abschirmkalotte 41 als Abschirmung verbunden. Die Wicklungsanschlussleitung 40 ist ferner mit einem Stromsensor in Form eines Stromwandlers 42 bestückt (Figur

4) . Der Stromwandler 42 ist somit fest im Gehäuse installiert und dient zur Erfassung eines über die Wicklungsanschlussleitung 40 zur oder von der jeweiligen Wicklung fließenden elektrischen Stroms.

Der Steckabschnitt 33 der Hochspannungsdurchführung 25 erstreckt sich von dem Befestigungsabschnitt 34 in den Aufnahmeabschnitt 36 des Geräteanschlussteils 29 hinein. Dabei ist der Steckabschnitt 33 formkomplementär zum Aufnahmeabschnitt 36 ausgebildet, so dass es zu einem passgenauen Anliegen der beiden Komponenten aneinander kommt und Luft oder sonstige Einschlüsse vermieden werden können.

Figur 4 zeigt die Durchführungssteckbuchse 10 in einer

ungeschnittenen Seitenansicht. In dieser Ansicht ist die Ausgestaltung des Aufnahmeabschnitts 36 sowie des Stromwandlers 42 und dessen Lage zu den restlichen Komponenten besonders gut zu erkennen. Im Übrigen gelten die zu Figur 3 gemachten Ausführungen hier entsprechend.