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1. (WO2019007722) VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUR HERSTELLUNG EINES AKKUMULATORS UND AKKUMULATOR
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Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Akkumulators

und Akkumulator

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Akkumulators, insbeson-dere ein Verfahren zur Herstellung einer Elektrodenableitung eines Akkumulators, eine Vorrichtung zur Herstellung eines Akkumulators und ein nach dem erfindungsgemäßen Verfahren herstellbaren Akkumulator.

Bei modernen Akkumulatoren werden in zunehmendem Maße höhere Anforderun-gen an das Verhältnis von Bauraum zur Leistung gestellt. Hierdurch ergibt sich eine Vielzahl technischer Herausforderungen. Eine ist es, die Elektroden effizient zu kontaktieren.

Nach dem Stand der Technik werden hierfür Metallfolien verwendet, die flächig mit den Elektroden, also Anode und Kathode, verbunden sind.

Um den Akkumulator selbst mit einer technischen Einrichtung zu koppeln, weist ein Akkumulator regelmäßig geeignet gestaltete Pole auf. Diese dienen der Herstellung des elektrischen Kontakts zwischen dem Akkumulator und der technischen Einrichtung, in der der Akkumulator verwendet wird. Hierfür müssen die Pole gewissen geometrischen Anforderungen genügen. Weiterhin ist eine hinreichend robuste Ausführung der Pole notwendig, um gegebenenfalls auch einen häufigen Ein- und Ausbau der Akkumulatoren zu ermöglichen.

Es versteht sich daher, dass sich die Metallfolien selbst in der Praxis nicht als Pole eignen. Es wird daher notwendig, zwischen den Polen und der Metallfolie eine geeignete elektrische Verbindung zu schaffen. Hierfür werden Kontaktelemente als zusätzliche Bauteile verwendet, die eine elektrisch leitende Verbindung zwischen den Metallfolien und den Polen des Akkumulators herstellen.

Das Herstellen einer elektrisch leitenden Verbindung zwischen Kontaktelement und Metallfolie stellt hierbei eine technische Herausforderung dar. Nach dem Stand der Technik kommen hier insbesondere Lötverfahren zum Einsatz. Ebenso sind mechanische Verfahren, wie - Anpressen oder Anklemmen - bekannt. Diese Verfah-

ren können jedoch zur Bildung von Lokalelementen führen, wodurch es zu Korrosion und/oder eine Verminderung der Leitfähigkeit kommt.

Andere bekannte Kontaktierungsarten, zum Beispiel das Verkleben mit leitfähigem Kleber und/oder das Ultraschallschweißen, können zur Versprödung und damit schlimmstenfalls zum Bruch von Bestandteilen des Akkumulators - gegebenenfalls mit Unterbrechung des Stromweges - führen.

Aus der DE 102 50 839 A1 ist ein Verfahren zum Herstellen eines Akkumulators bekannt, bei dem ein Kontaktelement durch ein Laserschweißverfahren mit einer Metallfolie verbunden wird. Dabei kommen Laser zum Anheften der Folie an dem Kontaktelement zum Einsatz. Das Verfahren konnte sich in der Praxis jedoch nicht durchsetzen, da insbesondere aufgrund von Reflexionen der zu verschweißenden Metalle in der Praxis unbefriedigende Ergebnisse erzielt worden sind.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung eines Akkumulators und einen Akkumulator zur Verfügung zu stellen, bei denen die vorgenannten Nachteile nicht oder zumindest im geminderten Umfang auftreten.

Die Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren, eine Vorrichtung und einen Akkumulator mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche. Die Merkmale der abhängigen Ansprüche betreffen vorteilhafte Ausführungsformen.

Erfindungsgemäß wird ein Randbereich der Metallfolie mit einer ersten Seite des Kontaktelements in Kontakt gebracht und durch die Beaufschlagung einer von der ersten Seite des Kontaktelements abgewandten zweiten Seite des Kontaktelements mit Laserstrahlung mit dem Kontaktelement verschweißt.

Es hat sich überraschenderweise gezeigt, dass auf diese Weise eine zuverlässige Verschweißung zwischen der Metallfolie und dem Kontaktelement erzielt werden kann.

Hierbei ist es besonders vorteilhaft, wenn das Kontaktelement aus dem gleichen Material besteht wie die Metallfolie. Als Materialien kommen insbesondere die Metalle Kupfer und/oder Aluminium sowie Aluminiumlegierungen und/oder Kupferlegierungen in Betracht.

Akkumulator

Bei dem Akkumulator handelt es sich vorzugsweise um einen Lithium-Ionen-Akkumulator. Lithium-Ionen-Akkumulatoren ermöglichen die Speicherung ver-gleichsweise große Mengen Energie bei geringem Gewicht und Raumbedarf. Das erfindungsgemäße Verfahren bietet daher insbesondere bei der Herstellung dieser Akkumulatoren einen hohen Mehrwert.

Bevorzugt weist der Akkumulator eine, zumindest im Wesentlichen, zylindrische Geometrie auf. Unter einer zumindest im Wesentlichen zylindrischen Geometrie ist insbesondere eine Geometrie zu verstehen, bei der die Hauptabmessungen des Akkumulators eine zylindrische Geometrie bilden. Einzelne Elemente des Akkumulators, beispielsweise die Pole, können hierbei eine von einer strengen Zylinderform abweichende Gestaltung aufweisen. Akkumulatoren mit zylindrischer Geo-metrie sind als Bauform bereits standardisiert, weshalb regelmäßig ein einfacher Austausch der Akkumulatoren möglich ist.

Bevorzugt sind die Metallfolien, welche insbesondere die Anode und/oder die Kathode des Akkumulators kontaktieren, gemeinsam mit anderen flächigen Bestand-teilen des Akkumulators, wie insbesondere den Elektroden des Akkumulators, vorzugsweise spiralförmig, aufgewickelt.

Der Akkumulator nimmt durch die spiralförmige Aufwicklung eine, zumindest im Wesentlichen, zylindrische Form an. Die Achse der spiralförmigen Wicklung ent-spricht hierbei bevorzugt der Mittelachse des Zylinders. Unter der Achse ist hierbei insbesondere das linienförmige Zentrum der spiralförmigen Wicklung zu verstehen. Eine physische Achse im Sinne eines entsprechenden Bauteils kann vorhanden sein, ist jedoch nicht zwingend notwendig.

Alternativ zur vorstehend beschriebenen spiralförmigen Wicklung sind jedoch auch andere Aufbauten des Akkumulators denkbar. So kann die Metallfolie beispielsweise mit weiteren flächigen Bestandteilen des Akkumulators zu einem Block gefaltet werden. Auch hierbei ist es vorteilhaft, wenn die Metallfolie in einem, zumindest im Wesentlichen, rechten Winkel mit dem Kontaktelement in Kontakt gebracht und verschweißt wird.

Es ist vorteilhaft, wenn die Metallfolie, insbesondere der mit dem Kontaktelement zu verbindende Bereich der Metallfolie, gegenüber den anderen flächigen bzw. schichtförmigen Bestandteilen des Akkumulators, wie beispielsweise der Kathode, der Anode oder einer weiteren Metallfolie, in Richtung des Kontaktelements, vorzugsweise in Richtung der Achse, vorsteht. Hierbei ist es vorteilhaft, wenn die Metallfolie gegenüber den anderen schichtförmigen Bestandteilen des Akkumulators wenigstens 1 mm, vorzugsweise wenigstens 3 mm, und/oder höchstens 8 mm, vorzugsweise höchstens 6 mm, vorsteht. Dieser vorstehende Bereich der Metallfolie ermöglicht es, die Metallfolie mit dem erfindungsgemäßen Verfahren zu kontaktieren, wobei das Risiko, andere schichtförmige Bestandteile des Akkumulators durch die Verschweißung zu beeinträchtigen und/oder zu beschädigen, ausgeschlossen oder zumindest gesenkt wird.

Es ist vorteilhaft, wenn ein Bereich der Metallfolie umgebogen wird. Das Umbiegen des Bereichs der Metallfolie kann zweckmäßigerweise vor dem Aufwickeln der Metallfolie erfolgen. Es kann eine Vielzahl von Biegeverfahren zum Einsatz kommen, bevorzugt handelt es sich um ein Bördelverfahren. Das Verschweißen der Metallfo-lie mit dem Kontaktelement erfolgt dann vorzugsweise im Bereich der erzeugten Biegung. Hierdurch wird die Anlagefläche der Metallfolie am Kontaktelement vergrößert, was sich positiv auf die Verschweißung auswirkt. Bei der Biegung kann es sich beispielsweise um eine Umbiegung um 180° handeln. Es sind jedoch auch andere Gestaltungen der Biegung denkbar, insbesondere kann auch ein mehrfa-ches Umbiegen erfolgen. Es versteht sich in diesem Zusammenhang, dass unter dem Randbereich, der mit dem Kontaktelement verbunden wird, im Zweifel nicht der Randbereich der ursprünglichen Metallfolie vor dem Umbiegen zu verstehen ist, sondern vielmehr der Teil der Metallfolie, der nach dem Umbiegen der Metallfolie den durch das Umbiegen erzeugten neuen Rand der Metallfolie bildet.

In vorteilhafter Weise kann das erfindungsgemäße Verfahren genutzt werden, um sowohl die Anode, als auch die Kathode mit jeweils einer Metallfolie elektrisch zu kontaktieren. Hierbei wird das erfindungsgemäße Verfahren bevorzugt derart durchgeführt, dass ein erstes Kontaktelement mit einer ersten Metallfolie und ein zweites Kontaktelement mit einer zweiten Metallfolie verschweißt wird. Die Kontaktelemente befinden sich dabei vorteilhafterweise an voneinander abgewandten Enden des Akkumulators. Hierdurch kann bei einem - aufgewickelten oder gefalteten - schichtförmigen Aufbau des Akkumulators jede der Metallfolien sowohl gegenüber der jeweils anderen Metallfolie, als auch gegenüber den weiteren schicht-förmigen Bestandteilen des Akkumulators in Richtung des Kontaktelements, mit dem die jeweilige Metallfolie verbunden wird, vorstehen.

Die Dicke des flächigen Kontaktelements beträgt bevorzugt wenigstens 0,05 mm, besonders bevorzugt wenigstens 0,15 mm, und/oder bevorzugt höchstens 1 ,5 mm, besonders bevorzugt höchstens 0,6 mm.

Es ist vorteilhaft, wenn die Metallfolie an einen vorspringenden Bereich der ersten Fläche des Kontaktelements angeschweißt wird. Ein derartiger vorspringender Bereich an dem Kontaktelement ermöglicht es, einen definierten lokalen Kontakt zwi-sehen der Metallfolie und dem Kontaktelement herzustellen, an dem die Schweißung erfolgt. Dabei weist das Kontaktelement bevorzugt an seiner dem vorspringenden Bereich gegenüberliegenden Fläche einen zurückspringenden Bereich auf. Dieser ist bevorzugt hinsichtlich seiner Form komplementär zu dem vorspringenden Bereich gestaltet. Zweckmäßigerweise können der vorspringende Bereich und der zurückspringende Bereich gemeinsam als Sicke in dem Kontaktelement ausgeführt sein. Diese Gestaltung hat den Vorteil, dass sie in einfacher Weise herzustellen ist und dazu führt, dass die Dicke des Kontaktelements im betroffenen Bereich zumindest annähernd konstant bleibt.

Der vorspringende Bereich springt bevorzugt um wenigstens 0,1 mm, besonders bevorzugt um wenigstens 0,3 mm, und/oder bevorzugt um höchstens 0,8 mm, besonders bevorzugt um höchstens 0,5 mm gegenüber der umliegenden ersten Fläche des Kontaktelements vor.

Der vorspringende Bereich bzw. die Sicke ist bevorzugt linienförmig gestaltet und weist eine Breite von bevorzugt wenigstens 0,1 mm, besonders bevorzugt von wenigstens 0,2 mm, und/oder bevorzugt um höchstens 1 ,5 mm, besonders bevorzugt von höchstens 3 mm auf. Dabei kreuzt sich in der Ebene, in der die Metallfolie mit dem vorspringenden Bereich in Kontakt gelangt, der vorspringende Bereich bevorzugt mit der Metallfolie. Bei gefalteter und/oder aufgewickelten Bauweise des Akkumulators ergeben sich so eine Mehrzahl einzelner Berührungspunkte zwischen dem Randbereich der Metallfolie und dem Kontaktelement, was zu einer zuverlässigen Verschweißung an diesen Stellen führt.

Die Metallfolie weist bevorzugt eine Dicke von wenigstens 0,001 mm, besonders bevorzugt von wenigstens 0,05 mm, und/oder bevorzugt von höchstens 0,1 mm, besonders bevorzugt von höchstens 0,02 mm auf.

Polelement

Es ist vorteilhaft, wenn ein Polelement zur Bildung des Pols des Akkumulators mit dem Kontaktelement verbunden, insbesondere verschweißt, wird. Auf diese Weise kann das Kontaktelement in seiner Geometrie, die bevorzugt flächig bzw. plätt-chenförmig ist, unabhängig von der Form des Pols gestaltet werden. Dies ist insbesondere deswegen von Vorteil, da die Form des Pols Beschränkungen unterliegt, die regelmäßig von der geplanten Verwendung des hergestellten Akkumulators und/oder technischen Standards abhängen.

Die Verbindung des Polelements mit dem Kontaktelement kann beispielsweise durch eine Überlappungs-Verschweißung oder eine Kehlnaht-Verschweißung erfolgen.

In vorteilhafter Weise kann die Verbindung des Polelements mit dem Kontaktele-ment mit demselben Laser erfolgen wie die Verschweißung der Metallfolie mit dem Kontaktelement. Dies ermöglicht es beispielsweise, die Verschweißung der Metallfolie mit dem Kontaktelement und die Verschweißung des Polelements mit dem Kontaktelement in der gleichen Vorrichtung vorzunehmen, was die Herstellung des Akkumulators vereinfacht.

Das Polelement kann beispielsweise ein Gewinde zur Bildung des Pols des Akkumulators aufweisen. Mit einem derartigen Gewinde kann der Akkumulator zuverlässig elektrisch mit der von dem Akkumulator versorgten Einrichtung verbunden werden.

Es ist vorteilhaft, wenn das Polelement eine Dichtfläche aufweist. Die Dichtfläche dient insbesondere der Verbindung des Polelements mit einer äußeren Hülle des Akkumulators. Auf diese Weise kann ein dichter und vorzugsweise elektrisch iso-lierter Akkumulator geschaffen werden, wobei die Polelemente zum Zwecke der elektrischen Kontaktierung des Akkumulators zugänglich bleiben.

Bevorzugt überdeckt das Polelement - zumindest teilweise - Schweißnähte zum Verbinden der Metallfolie mit dem Kontaktelement. Eine solche Bauweise des Ak-kumulators lässt sich insbesondere erzeugen, indem zunächst die Metallfolie mit dem Kontaktelement, und danach das Kontaktelement mit dem Polelement verschweißt wird. Auf diese Weise kann das Polelement und insbesondere die Dichtfläche des Polelements in einem Bereich auf der zweiten Fläche des Kontaktelements angeordnet werden, der ebenfalls zum Verschweißen des Kontaktelements mit der Metallfolie genutzt wird.

Es ist vorteilhaft, wenn das Polelement beim Verschweißen mit dem Kontaktelement an das Kontaktelement angepresst wird. Es hat sich gezeigt, dass auf diese Weise die Bildung von Spalten, zu denen es zwischen dem Polelement und dem Kontaktelement kommen kann, wirksam verhindert werden kann.

Laser

Bevorzugt handelt es sich bei dem Laser um einen Faserlaser. Faserlaser, die auch als Faser bezeichnet werden, nutzen den dotierten Kern einer Glasfaser als aktives Medium. Der Vorteil der Faserlaser ist, dass durch die mögliche große Länge der laseraktiven Faser eine hohe Verstärkung möglich ist.

Der Laser wird hierbei vorzugsweise kontinuierlich, also als Dauerstrich-Laser, be- trieben. Bei diesem Betrieb wird der Laserstrahl insbesondere nicht gepulst. Es hat sich gezeigt, dass sich mit dem kontinuierlichen Betrieb des Lasers besonders gute Ergebnisse hinsichtlich der Verschweißung erzielen lassen.

Bevorzugt beträgt die mittlere Leistung, insbesondere die konstante Leistung des Lasers im kontinuierlichen Betrieb des Lasers beim Verschweißen der Metallfolie mit dem Kontaktelement wenigstens 100 W, besonders bevorzugt wenigstens 200 W und/oder höchstens 700 W, besonders bevorzugt höchstens 500 W. Bei diesen Leistungen konnten besonders gute Ergebnisse hinsichtlich der Verschweißung erzielt werden.

Wenn mit dem Laser ebenfalls das Polelement mit dem Kontaktelement verschweißt wird, so ist es sinnvoll, die Laserleistung zu diesem Zweck zu erhöhen. Beim Verschweißen des Polelements mit dem Kontaktelement beträgt die mittlere Leistung, insbesondere die konstante Leistung des Lasers im kontinuierlichen Betrieb bevorzugt wenigstens 500 W, besonders bevorzugt wenigstens 700 W, und/oder bevorzugt höchstens 1500 W, besonders bevorzugt höchstens 1000 W.

Die Wellenlänge des Lasers beträgt vorzugsweise 1070 nm. Mit einem Laser die-ser Wellenlänge können gute Ergebnisse erzielt werden, zudem sind Laser dieser Wellenlänge kommerziell verfügbar.

Bevorzugt wird ein Singlemode-Laser verwendet. Bei diesen Lasern werden lediglich Wellen einer einzigen gewünschten Mode verstärkt, während andere Moden unterdrückt werden. Derartige Laser weisen im Idealfall lediglich eine einzige, schmale Spektrallinie auf. Hierdurch erreicht der Laserstrahl eine hohe optische Qualität, was sich insbesondere auf dessen gute Fokussierbarkeit auswirkt.

Bevorzugt wird der Laser mit einer Fokussieroptik fokussiert. Eine solche Fokus-sieroptik ermöglicht die Bündelung des Laserstrahls. Es hat sich gezeigt, dass für das erfindungsgemäße Verfahren Fokussieroptiken mit einer Brennweite von wenigstens 10 mm, vorzugsweise wenigstens 100 mm und/oder höchstens 5000 mm, vorzugsweise höchstens 500 mm, zu besonders guten Ergebnissen führen. Dies gilt sowohl für die Verschweißung der Metallfolie mit dem Kontaktelement, als auch für die Verschweißung des Kontaktelements mit dem Polelement.

Bevorzugt weist der verwendete Laserstrahl einen Fokusdurchmesser von wenigstens 1 μιτι, vorzugsweise wenigstens 10 μιτι und/oder höchstens 500 μιτι, vorzugs-weise höchstens 50 μιτι auf. Es hat sich gezeigt, dass sich mit diesen Fokusdurchmessern eine besonders gute Verschweißung der Metallfolie mit dem Kontaktelement erzielen lässt. Dies gilt sowohl für die Verschweißung der Metallfolie mit dem Kontaktelement, als auch für die Verschweißung des Kontaktelements mit dem Polelement.

Strahlbewegung

Bevorzugt wird der Auftreffpunkt des Lasers auf dem Kontaktelement, bei dem es sich vorzugsweise um den Fokus des Laserstrahls handelt, entlang einer Bewegungsbahn bewegt, die sich aus der Überlagerung einer Vorschubbewegung und einer oszillierenden Bewegung ergibt. Beim Verschweißen des Kontaktelements mit dem Polelement gilt dies gegebenenfalls für den Aufreffpunkt des Laserstrahls auf dem Polelement.

Bei der Vorschubbewegung handelt es sich um die Bewegung, mit der der Auf-treffpunkt des Lasers dem Verlauf der herzustellenden Schweißnaht folgt. Die Geschwindigkeit, mit der der Auftreffpunkt sich auf der Oberfläche des Kontaktelements bzw. gegebenenfalls des Polelements entlang der Schweißnaht bewegt, wird in diesem Zusammenhang als Vorschubgeschwindigkeit bezeichnet. Die Vor-Schubgeschwindigkeit beträgt vorzugsweise wenigstens 10 mm/s, vorzugsweise wenigstens 70 mm/s, und/oder höchstens 200 mm/s, vorzugsweise höchstens 150 mm/s. Es hat sich gezeigt, dass sich mit diesen Vorschubgeschwindigkeiten eine vergleichsweise schnelle Herstellung der Schweißnähte mit gleichzeitig hoher Qualität erzielen lässt. Es versteht sich, dass - im Fall der Überlagerung der Vorschub-bewegung mit einer oszillierenden Bewegung - nicht die absolute Geschwindigkeit der resultierenden Bewegung in Vorschubrichtung, sondern eine mittlere Bewegungsgeschwindigkeit in Vorschubrichtung als Vorschubgeschwindigkeit anzusehen ist.

Die oszillierende Bewegung, die vorzugsweise von der Vorschubbewegung überlagert wird, weist vorzugsweise eine Frequenz von wenigstens 100 Hz, vorzugsweise wenigstens 500Hz und/oder höchstens 5000 Hz, vorzugsweise höchstens 1500 Hz auf. Die Amplitude der oszillierenden Bewegung beträgt vorzugsweise wenigstens 0,02 mm, vorzugsweise wenigstens 0,1 mm, und/oder höchstens 0,5 mm, vorzugsweise höchstens 1 mm. Es hat sich gezeigt, dass eine örtliche Leistungsmodulation realisiert werden kann, die eine besonders gute Schmelzbadkontrolle ermöglicht.

Es kann sich bevorzugt um eine kreisförmige oszillierende Bewegung handeln. In diesem Fall entspricht der Radius des durch die oszillierende Bewegung beschriebenen Kreises der Amplitude im Hinblick auf die vorstehend angegebenen Werte. Im Fall komplexer oszillierender Bewegungen, wie beispielsweise einer elliptischen oszillierenden Bewegung, ist entsprechend eine mittlere Amplitude als Amplitude anzusehen.

Vorrichtung

Die erfindungsgemäße Vorrichtung dient insbesondere zur Herstellung eines Ak-kumulators nach dem vorstehend beschriebenen Verfahren. Die Vorrichtung weist hierfür eine Fixiereinrichtung zur Fixierung eines Kontaktelements auf. Die Fixierung des Kontaktelements ist vorteilhaft, da sich eine genaue Positionierung des Kontaktelements im Hinblick auf die Fokussierung des Laserstrahls vorteilhaft auswirkt.

Darüber hinaus weist die Vorrichtung eine Aufnahmeeinrichtung zur Aufnahme einer Anordnung aus einer Metallfolie und weiteren Bestandteilen des Akkumulators auf. Erfindungsgemäß ist die Vorrichtung dazu ausgebildet, einen Randbereich der Metallfolie mit einer ersten Fläche des Kontaktelements in Kontakt zu bringen. Das Kontaktelement ist hierbei rechtwinklig zur Metallfolie orientiert.

Mit einer derartig ausgestalteten Vorrichtung lässt sich die Anordnung, bei der es sich beispielsweise um eine zylindrische Wicklung aus flächigen Bestandteilen des Akkumulators handeln kann, exakt relativ zum Kontaktelement positionieren und mit diesem in Kontakt bringen.

Die Vorrichtung weist erfindungsgemäß einen Laser auf, der zum Verschweißen der Metallfolie mit dem Kontaktelement dient. Hierbei ist die Vorrichtung dazu ausgebildet, eine von der ersten Fläche abgewandte zweite Fläche des Kontaktelements mit dem Laser zu beaufschlagen.

Nach einer vorteilhaften Weiterbildung weist die erfindungsgemäße Vorrichtung darüber hinaus eine Spannvorrichtung auf, mit der ein Polelement gegen das Kontaktelement gespannt werden kann. Eine solche Vorrichtung erlaubt es, ein Polelement an das Kontaktelement anzuschweißen, wobei durch die Verspannung eine mögliche Spaltbildung zwischen dem Polelement und dem Kontaktelement verhindert werden kann. Bevorzugt kann der Laser sowohl zum Verschweißen der Metallfolie mit dem Kontaktelement, als auch zum Verschweißen des Polelements mit dem Kontaktelement verwendet werden.

Ausführungsbeispiele

Die Erfindung wird im Folgenden anhand der Figuren 1 bis 8 und durch Ausführungsbeispiele schematisch näher erläutert.

Fig. 1 zeigt eine schematische perspektivische Darstellung eines Teils eines beispielhaften, mit dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Akkumulators.

Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung eines beispielhaften Kontaktelements in einer Draufsicht.

Fig. 3 zeigt eine Detaildarstellung einer beispielhaften erfindungsgemäßen Ver-schweißung der Metallfolie mit dem Kontaktelement.

Fig. 4 zeigt eine schematische Darstellung einer beispielhaften Bewegungsbahn des Lasers beim Verschweißen.

Fig. 5 zeigt eine Seitenansicht eines beispielhaften Polelements.

Fig. 6 zeigt das Polelement in eine Schnittdarstellung.

Fig. 7 zeigt das Polelement in einer Draufsicht.

Fig. 8 zeigt das Polelement in einer perspektivischen Darstellung.

Der beispielhafte erfindungsgemäße Akkumulator 1 weist ein Kontaktelement 2 auf, welches mit einer Metallfolie 3 verschweißt ist. Zur Herstellung des in Fig. 1 dargestellten Akkumulators 1 wird ein Randbereich der Metallfolie 3 mit einer ersten Fläche 4 des Kontaktelements 2 in Kontakt gebracht. Durch die Beaufschlagung einer von der ersten Fläche 4 des Kontaktelements 2 abgewandten zweiten Fläche 5 des Kontaktelements 2 mit einem Laserstrahl 6 wird das Kontaktelement 2 mit der Metallfolie 3 verschweißt.

Dabei ist im Darstellungsbeispiel die Metallfolie 3 mit weiteren flächigen Bestandteilen des Akkumulators, insbesondere den Elektroden, zu einer spiralförmigen Wicklung aufgewickelt. Hieraus ergibt sich ein zylindrischer Aufbau des Akkumula-tors 1 . Die Metallfolie 3 ist im gezeigten Beispiel rechtwinklig zur ersten Fläche 4 des Kontaktelements 2 angeordnet.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform weist das Kontaktelement 2 im dargestellten Beispiel eine Öffnung 7, bevorzugt eine Mehrzahl von Öffnungen 7 auf.

Wie in Fig. 3 dargestellt ist, weist die erste Fläche 4 des Kontaktelements 2 im gezeigten Beispiel eine Mehrzahl vorspringender Bereiche 8 auf. Die vorspringenden Bereiche 8 sind vorteilhaft als Sicken 9 ausgeführt. Die Metallfolie 2 und die vorspringenden Bereiche 8 sind in vorteilhafter Weise derart zueinander orientiert, dass sie sich kreuzen.

Im gezeigten Beispiel weist das Kontaktelement 2 eine Dicke von 0,3 mm auf. Die vorspringenden Bereiche 8 springen gegenüber der ersten Fläche um 0,4 mm vor.

Die Metallfolie 3 weist im gezeigten Beispiel einen umgebogenen Bereich 10 auf. Die Metallfolie 2 liegt im Bereich der Biegung 1 1 an dem vorspringenden Bereich 9 der ersten Fläche 4 des Kontaktelements 2 an. Die Dicke der Metallfolie 3 beträgt bevorzugt 0,01 mm.

Zur besseren Übersichtlichkeit ist die der Fig. 3 entsprechende Schnittlinie 12 in Fig. 2 schematisch eingezeichnet.

In den nachstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen für das erfindungsge-mäße Verfahren werden die Metallfolie und das Kontaktelement jeweils mit einem Singlemode-Faserlaser mit einer Wellenlänge von 1070 nm verschweißt. Dabei ergibt sich die in Fig. 4 schematisch dargestellte Bewegungsband 13 des Laserstrahls aus der Überlagerung einer Vorschubbewegung 14 und einer kreisförmig oszillierenden Bewegung 15.

1 . Ausführungsbeispiel

Gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel beträgt die Laserleistung des kontinuierlich betriebenen Lasers 300 W. Die Geschwindigkeit der Vorschubbewegung 14 beträgt 100 mm/s. Die Frequenz der oszillierenden Bewegung 15 beträgt 1000 Hz. Die Amplitude 16 der oszillierenden Bewegung 15 beträgt 0,2 mm. Das Material des Kontaktelements 2 und der Metallfolie 3 ist Kupfer. Die verwendete Fokussier-optik hat eine Brennweite von 160 mm, der Fokusdurchmesser beträgt 14 μιτι.

2. Ausführungsbeispiel

Gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel beträgt die Laserleistung des kontinuierlich betriebenen Lasers 300 W. Die Geschwindigkeit der Vorschubbewegung 14 beträgt 120 mm/s. Die Frequenz der oszillierenden Bewegung 15 beträgt 1000 Hz. Die Amplitude 16 der oszillierenden Bewegung 15 beträgt 0,3 mm. Das Material des Kontaktelements 2 und der Metallfolie 3 ist Aluminium. Die verwendete Fokus-sieroptik hat eine Brennweite von 160 mm, der Fokusdurchmesser beträgt 14 μιτι. 3. Ausführungsbeispiel

Gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel beträgt die Laserleistung des kontinuierlich betriebenen Lasers 400 W. Die Geschwindigkeit der Vorschubbewegung 14 beträgt 1 10 mm/s. Die Frequenz der oszillierenden Bewegung 15 beträgt 1000 Hz. Die Amplitude 16 der oszillierenden Bewegung 15 beträgt 0,3 mm. Das Material des Kontaktelements 2 und der Metallfolie 3 ist Kupfer. Die verwendete Fokussier-optik hat eine Brennweite von 330 mm, der Fokusdurchmesser beträgt 29 μιτι.

4. Ausführungsbeispiel

Gemäß einem vierten Ausführungsbeispiel beträgt die Laserleistung des kontinuierlich betriebenen Lasers 300 W. Die Geschwindigkeit der Vorschubbewegung 14 beträgt 1 10 mm/s. Die Frequenz der oszillierenden Bewegung 15 beträgt 1000 Hz. Die Amplitude 16 der oszillierenden Bewegung 15 beträgt 0,3 mm. Das Material des Kontaktelements 2 und der Metallfolie 3 ist Aluminium. Die verwendete Fokus-sieroptik hat eine Brennweite von 330 mm, der Fokusdurchmesser beträgt 29 μιτι.

In vorteilhafter Weise kann der Laser im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfah-rens ebenfalls dazu verwendet werden, ein Polelement 17 an das Kontaktelement 2 anzuschweißen. Das Polelement 17 weist im gezeigten Beispiel eine Dichtfläche 18 auf. Es dient dazu, einen Pol des Akkumulators 1 zur Verfügung zu stellen, der im gezeigten Beispiel zweckmäßigerweise ein Gewinde 19 aufweist. Wie sich insbesondere aus dem Vergleich der Fig. 1 und der Fig. 2 ergibt, überdeckt das Polelement 17 mit seiner Dichtfläche 18 teilweise die Sicken 9, entlang derer die Schweißnähte zwischen Kontaktelement 2 und Metallfolie 3 ausgeführt sind.

Das Anschweißen des Polelements 17 kann beispielsweise im Bereich eines Verbindungsbereichs 20 des Polelements erfolgen. Im gezeigten Beispiel umgibt der Verbindungsbereich 20 die Dichtfläche 18.

Zweckmäßigerweise wird zum Verschweißen des Polelements 17 mit dem Kontaktelement 2 die Laserleistung auf beispielsweise 800 W erhöht. Die Brennweite der verwendeten Fokussieroptik beträgt im Ausführungsbeispiel 330 mm. Die Vor-

Schubbewegung 14 des Laserstrahls wird auch beim beispielhaften Anschweißen des Polelements von einer oszillierenden Bewegung 15 überlagert. Die Frequenz der kreisförmig oszillierenden Bewegung beträgt beispielhaft 800 Hz, die Amplitude 0,2 mm. Die Vorschubgeschwindigkeit kann beispielsweise 100 mm/s betragen. Im gezeigten Beispiel besteht das Polelement 17 in vorteilhafter Weise aus dem gleichen Material wie das Kontaktelement 2, bevorzugt aus Kupfer oder Aluminium.

Bezugszeichenliste:

1 Akkumulator

3 Metallfolie

2 Kontaktelement

4 erste Fläche

5 zweite Fläche

6 Laserstrahl

7 Öffnung

8 vorspringender Bereich

9 Sicke

10 umgebogene Bereich

1 1 Bereich der Biegung

12 Schnittlinie

13 Bewegungsbahn

14 Vorschubbewegung

15 oszillierende Bewegung

16 Amplitude

17 Polelement

18 Dichtfläche

19 Gewinde

20 Verbindungsbereich