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1. (WO2018234387) BREMSSYSTEM
Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

Patentansprüche

1. Bremssystem mit

- einer Betätigungseinrichtung, insbesondere einem Bremspedal,

- einer ersten Kolben-Zylinder-Einheit (Hauptzylinder) mit zwei Kolben, insbesondere einem Hilfskolben (HiKo) und einem zweiten Kolben (SK), um über eine Ventileinrichtung Bremskreise mit Druckmittel zu beaufschlagen, wobei einer der Kolben, insbesondere der Hilfskolben mittels der Betätigungseinrichtung betätigbar ist,

- einer zweiten Kolben-Zylinder-Einheit mit einem elektromotorischen Antrieb,

- einem Getriebe und

- zumindest einem Kolben (Druckversorgung DV), um zumindest einem der Bremskreise über eine Ventileinrichtung Druckmittel zuzuführen, und

- einer Motor-Pumpen-Einheit, mit Ventileinrichtung (ABS/ESP-Einheit), um den Bremskreisen Druckmittel zuzuführen,

dadurch gekennzeichnet,

dass ein hydraulischer Wegsimulator (WS) mit einem Druck- bzw. Arbeitsraum der ersten Kolben-Zylinder-Einheit verbunden ist.

2. Bremssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Kolben-Zylinder-Einheit einen ersten Druck- bzw. Arbeitsraum aufweist, in dem ein (einziger) Kolben (SK) angeordnet ist und an den zumindest ein Bremskreis angeschlossen ist und einen zweiten Druck-bzw. Arbeitsraum, an den zumindest ein Bremskreis angeschlossen ist, und dass dieser Bremskreis über eine hydraulische Leitung mit einem Druck-bzw. Arbeitsraum der zweiten Kolben-Zylinder-Einheit (Druckversorgung DV) verbunden ist.

Bremssystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Kolben-Zylinder-Einheit eine Trennwand mit Dichtung für einen durchgreifenden Stößel (16a) aufweist, zur Bildung eines dritten Druckbzw. Arbeitsraumes, in dem ein Kolben (Hilfskolben 16) angeordnet ist, der insbesondere über eine Ventileinrichtung (FV) mit einem Bremskreis (BK1) verbunden ist.

Bremssystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Stößel (16a) bei Ausfall von Bremskreis (BK1) die Kraft des Bremspedals auf den zweiten Kolben (SK) überträgt und damit Druck im zweiten Bremskreis (BK2) erzeugt.

Bremssystem nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Stößel (16a) eine signifikant kleinere Querschnittsfläche als die Kolben der ersten Kolben-Zylinder-Einheit aufweist, insbesondere um einen Faktor 5 kleinere Querschnittsfläche, und unwesentlich zum Druckaufbau beiträgt und zur Drucksensierung im Bremskreis dient und der Stößel eine Kraft auf das Bremspedal überträgt und somit eine haptische Rückmeldung auf das Bremspedal insbesondere beim ABS-Betrieb und/oder Fading erzeugt.

Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wegsimulator eine insbesondere über eine hydraulische Verbindungsleitung mit dem Arbeitsraum des Hilfskolbens verbundener Kolbensimulator (WS) oder/und ein mit einem Arbeitsraum des zweiten Kolbens (SK) in Verbindung stehender Stösselsimulator (16a) ist.

Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckversorgung (DV) mit einem Bremskreis (BK1) in Verbindung ist und über einen Kolben (SK ) ein zweiter Bremskreis (BK2) mit Druck versorgt wird .

Bremssystem mit einer Betätigungseinrichtung, insbesondere einem Bremspedal, einer ersten Kolben-Zylinder-Einheit (Hauptzylinder), die mittels der Betätigungseinrichtung betätigbar ist, um über eine Ventileinrichtung zumindest einen Bremskreis mit Druckmittel zu beaufschlagen, einer zweiten Kolben-Zylinder-Einheit (Druckversorgung), mit einem elektro-motorischen Antrieb und einem Getriebe, um zumindest einem der Bremskreise über eine Ventileinrichtung Druckmittel zuzuführen, und einer Motor-Pumpen-Einheit (ABS/ESP-Einheit) mit Ventileinrichtung, um den Bremskreisen Druckmittel zuzuführen, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mittels einer Steuerungseinrichtung der Motor des elektromotorischen Antriebes der zweiten Kolben-Zylinder-Einheit (DV) und der Motor der Motor-Pumpen-Einheit (ABS/ESP) gemeinsam oder unabhängig voneinander nutzbar sind .

Bremssystem nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckversorgung mittels der zweiten Kolben-Zylinder-Einheit (DV) und der Motor-Pumpen-Einheit (ABS/ESP-Einheit) parallel oder seriell geschaltet ist, wobei bei jeder Schaltung die Druckversorgereinheit einen Vordruck auf die ABS/ESP-Pumpeneinheit erzeugt.

Bremssystem nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die ESP-Pumpe (P) insbesondere eine zwei-kreisige Zahnradpumpe oder eine Kolbenpumpe/Stufenkolbenpumpe ist, die einen unabhängigen Exzenter für jeden Kolben aufweist.

Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei Ausfall der Druckversorgung der Motor-Pumpen-Einheit die ABS-Funktion durch die Kolbensteuerung der Druckversorgereinheit (DV) insbesondere zusammen mit Druckregelventilen der Motor-Pumpen-Einheit (ABS/ESP)-Einheit) ausgeführt wird .

Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Kolben-Zylinder-Einheit (Druckversorgung DV) nur in einem bestimmten Druckbereich, insbesondere bis zur Radblockiergrenze 80-100 bar wirksam ist und dass für einen weiteren, insbesondere höheren Druckbereich die Motor-Pumpen-Einheit (ABS/ESP) zur Druckerzeugung verwendet wird .

Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Kolben-Zylinder-Einheit (Druckversorgung DV) die Exzenterkolben der Kolbenpumpe/Stufenkolbenpumpe der ESP-Einheit mit Vordruck beaufschlagt, so dass der Pumpenmotor der

ABS/ESP-Einheit auf einen geringes Maximaldrehmoment ausgelegt werden kann (pmax,Esp = Maximaldruck System pmax- pVor,Dv) -

Bremssystem nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektromotoren von Motor-Pumpen-Einheit (ABS/ESP) und die zweite Kolben-Zylinder-Einheit (Druckversorgung (DV)), insbesondere beim schnellen Druckaufbau (TTL), gleichzeitig betrieben werden und somit jeder Motor jeweils auf eine wesentlich geringere Leistung als die erforderliche Maximalleistung, insbesondere jeder etwa 50% der Maximalleistung, ausgelegt sind und der Vordruck der Druckversorgung DV auf die Exzenterpumpe für eine effektive Parallelschaltung genutzt wird .

Bremssystem nach Ansprüche 13, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Kolben-Zylinder-Einheit (Druckversorgung DV) in einem Druckbereich bis 70-90 bar betrieben wird, und dass für einen weiteren, höheren Druckbereich >70-90 bar die Motor-Pumpen-Einheit (ABS/EP) und gleichzeitig die Druckversorgung DV zum weiteren Druckaufbau in Reihenschaltung betrieben werden, wobei über die Druckversorgung DV ein Vordruck in der Pumpe der ABS/ESP-Einheit zum schnellen weiteren Druckaufbau genutzt werden kann.

Bremssystem nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Kolben-Zylinder-Einheit (Druckversorgung DV) die Exzenterkolben der Kolbenpumpe/Stufenkolbenpumpe der ABS/ESP-Einheit mit Vordruck beaufschlagt, so dass der Pumpenmotor der ABS/ESP-Einheit auf einen geringes Maximaldrehmoment ausgelegt werden kann (pmax,Esp = Maximaldruck System pmax- pVor,Dv) .

Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Pumpe der Motor-Pumpen-Einheit (ABS/ESP Einheit) in speziellen Situationen, wie z. B. einer schnellen Pedalbewegung eingeschaltet wird, um z. B. einen schnellen Druckanstieg zu erzielen oder eine Leistungsreduzierung des Motors der zweiten Kolben-Zylinder- Einheit (Druckversorgung DV).

18. Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung der zweiten Kolben-Zylinder-Einheit (ABS/ESP Einheit) über den Pedalweg und den Druck mittels entsprechender Bremskraftverstärker (BKV)-Kennlinie erfolgt.

19. Bremssystem nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass anstelle des Druckes der Motorstrom zur Regelung der Druckversorgung DV, insbesondere schnellen Vorsteuerung verwendet wird .

20. Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Steuerung der Druckversorgung sowie Diagnose die Druck-Volumen-Kennlinie verwendet wird .

21. Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einem

Wegsimulator, dadurch gekennzeichnet, dass der Wegsimulator (WS) abschaltbar ist und in einem ersten Bereich die nicht wirksam ist und die Bremspedalkraft durch ausschließlich durch eine Rückstellfeder (18) bestimmt wird und in einem zweiten Bereich durch Rückstellfeder (18) und Wegsimulatorkolben bestimmt wird .

22. Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, mit einem

Wegsimulator, dadurch gekennzeichnet, dass dem Wegsimulator ein Schaltventil (WA) vorgeschaltet ist, um den Wegsimulator bei Bedarf zuzuschalten oder abzuschalten.

23. Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nur ein Stößelsimulator (16a) vorgesehen ist, wobei der vom Pedalweg abhängige Steuerdruck auf den Stößel wirkt.

24. Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolben der ersten Kolben-Zylinder-Einheit (Hauptzylinder) unterschiedliche Durchmesser aufweisen und dass insbesondere der Hilfskolben 16) kleiner dimensioniert ist, zur Anpassung an kleinere Pedalkräfte in der Rückfallebene (RFE).

25. Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Modul der 2-Box (X-Boost/ESP) an eine 12V- Batterie bzw. 12-V-Spannungsnetz und das andere Modul an ein DC/DC- Wandler bzw. 48V-Bordnetz bzw. andere Bordnetz mit höherer Spannung angeschlossen ist, wobei insbesondere der X-Boost vom DC/DC-Wandler bzw. vom 48V-Bordnetz versorgt wird .

26. Bremssystem nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, beide Module jeweils redundant an beide Bordnetze insbesondere 12V-Batterie und DC/DC-Wandler angeschlossen werden.

27. Bremssystem, mit

- einer Betätigungseinrichtung, insbesondere einem Bremspedal,

- einer ersten Kolben-Zylinder-Einheit (Hauptzylinder), mit zwei Kolben, einem Hilfskolben (HiKo 16) und einem zweiten Kolben (SK),um über eine Ventileinrichtung Bremskreise mit Druckmittel zu beaufschlagen, wobei einer der Kolben (HiKo, SK) mittels der Betätigungseinrichtung betätigbar ist

- einer zweiten Kolben-Zylinder-Einheit mit einem elektromotorischen Antrieb,

- einem Getriebe und

- zumindest einem Kolben (Druckversorgung DV), um zumindest einem der Bremskreise über eine Ventileinrichtung Druckmittel zuzuführen, und

- einer Motor-Pumpen-Einheit, mit Ventileinrichtung (ABS/ESP-Einheit), um den Bremskreisen Druckmittel zuzuführen,

insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass zur Rekuperations-Steuerung ein 4-Rad- Blending erfolgt, wobei die Drucksteuerung über den DV-Kolben bei offenen Ventilen der ESP-Einheit (USV1, USV2, EV offen) erfolgt.

28. Bremssystem, mit

- einer Betätigungseinrichtung, insbesondere einem Bremspedal,

- einer ersten Kolben-Zylinder-Einheit (Hauptzylinder), mit zwei Kolben, einem Hilfskolben (HiKo 16) und einem zweiten Kolben (SK), um über eine Ventileinrichtung Bremskreise mit Druckmittel zu beaufschlagen, wobei einer der Kolben (HiKo, SK) mittels der Betätigungseinrichtung betätigbar ist

- einer zweiten Kolben-Zylinder-Einheit mit einem elektromotorischen Antrieb,

- einem Getriebe und

- zumindest einem Kolben (Druckversorgung DV), um zumindest einem der Bremskreise über eine Ventileinrichtung Druckmittel zuzuführen,

- und einer Motor-Pumpen-Einheit, mit Ventileinrichtung (ABS/ESP- Einheit), um den Bremskreisen Druckmittel zuzuführen,

insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein 2-Rad-Blending erfolgt, wobei die Drucksteuerung über DV-Kolben und Ventile der ESP-Einheit (USV1, USV2, EV offen) erfolgt.

Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe der Druckversorgung (DV) eine Trapezspindel mit Selbsthemmung aufweist, mit einer selbsthemmenden Wirkung bei Ausfall des Antriebes.

Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung des Ventiles (FV) mittels Pulsweitenmodulation (PWM) erfolgt zur Erzeugung von Kraftfeedback auf das Bremspedal (haptische Rückwirkung bei ABS).

Bremssystem insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die aktive Rückbewegung der Bremsbeläge mittels einer starken, Rollbackdichtung erfolgt, die insbesondere gegenüber den heute bei solchen Bremssystemen verwendeten Rollbackdichtungen, ein um 30 bis 50% vergrößertes Lüftspiel einstellt.

Bremssystem mit einem Wegsimulator, insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Dichtung, insbesondere in Form einer Rollbackdichtung, mindestens einer Radbremse ein Lüftspiel in der Radbremse einstellt.

33. Bremssystem nach Anspruch 32, dadurch gekennzeichnet, dass die durch Verformung der Dichtung erzeugte Rückstellkraft zur Erzeugung des Lüftspiels dient.

34. Bremssystem nach Anspruch 32 oder 33, dadurch gekennzeichnet, dass das Lüftspiel gegenüber üblichen Lüftspielen um 30-50% vergrößert ist.

35. Bremssystem nach einem der Ansprüche 32 bis 34, dadurch gekennzeichnet, dass die Dichtung das Lüftspiel aufbaut, sobald kein Druck mehr im jeweiligen Bremskreis aufgebaut ist.

36. Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steckverbindung (ST) für das System unterhalb des Vorratsbehälters (VB) angeordnet ist und nach innen zur Gerätemitte hin gerichtet ist, um ein seitliches Abziehen des zugehörigen Steckers zu ermöglichen. (Fig .3)

37. Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Kolben-Zylinder-Einheit (Druckversorgung DV) parallel oder senkrecht zur Achse der ersten Kolben-Zylinder-Einheit (Hauptzylinder) ausgerichtet ist.

38. Bremssystem, mit

- einer Betätigungseinrichtung, insbesondere einem Bremspedal,

- einer ersten Kolben-Zylinder-Einheit (Hauptzylinder), mit zwei Kolben, insbesondere einem Hilfskolben (HiKo 16) und einem zweiten Kolben (SK), um über eine Ventileinrichtung Bremskreise mit Druckmittel zu beaufschlagen, wobei einer der Kolben mittels der Betätigungseinrichtung betätigbar ist,

- einer zweiten Kolben-Zylinder-Einheit mit einem elektromotorischen Antrieb,

- einem Getriebe und

- zumindest einem Kolben (Druckversorgung DV), um zumindest einem der Bremskreise über eine Ventileinrichtung Druckmittel zuzuführen, und

- einer Motor-Pumpen-Einheit, mit Ventileinrichtung (ABS/ESP-Einheit), um den Bremskreisen Druckmittel zuzuführen,

insbesondere nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Kolben (SK, 12) der ersten Kolben-Zylinder-Einheit (Hauptzylinder) neben dem mit zwei Dichtungen (D4, D5) versehenen Durchgang (Schnüffelloch) der zum Vorratsbehälter

(VB) führenden Leitung einen weiteren Durchgang aufweist, der mit einer weiteren Dichtung (D4.1) versehen ist und der insbesondere über eine Drossel (Dr4.1) mit der zum Vorratsbehälter führenden Leitung verbunden ist. (Fig . 5)

39. Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zu mindestens einer Kolbendichtung (D2, D3) der ersten Kolben-Zylinder-Einheit (Hauptzylinder) eine redundante Dichtung (D2.1, D3.1) angeordnet ist, wobei zwischen den parallel zueinander angeordneten Dichtungen ein in der Zylinderwandung angeordneter Hydraulikkanal (50, 51) in dem Zylinder mündet, welcher den Zylinderinnenraum der ersten Kolben-Zylinder-Einheit (Hauptzylinder) direkt oder über eine mit ihm verbundene Hydraulikleitung mit einem Vorratsbehälter (VB) verbindet, wobei in dem Hydraulikkanal (50, 51) oder der Hydraulikleitung eine Drossel (Dr2.1, Dr3.1) angeordnet ist.

40. Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zu einer Kolbendichtung (D6) der Kolben- Zylinder-Einheit des Wegsimulators (WS) eine redundante Dichtung (D6.1) angeordnet ist, wobei zwischen den parallel zueinander angeordneten Dichtungen (D6, D6.1) ein in der Zylinderwandung oder dem Kolben angeordneter Hydraulikkanal (53) in dem Zylinder mündet, welcher den Zylinderinnenraum der Kolben-Zylinder-Einheit des Wegsimulators (WS) direkt oder über eine Hydraulikleitung mit einem Vorratsbehälter (VB) oder in den Drucklosen Bereich des Wegsimulators (WS) oder nach Außen verbindet, wobei in dem Kanal oder der Hydraulikleitung eine Drossel (Drö. l) angeordnet ist.

Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in oder an der Leiterplatte (PCB) ein Niveaugeber (33, 34) angeordnet oder integriert ist, wobei insbesondere mittels des Niveaugebers (33, 34) eine insbesondere linearer Auswertung des Flüssigkeitsstandes im Vorratsbehälter (VB) zur frühzeitigen Erkennung von Undichtigkeiten erfolgt.

42. Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mittels einer Wärmeleitung (37) die Wärme von der Leiterplatte (PCB) zum Gehäuse des Hauptzylinders (THZ) und Stirnwand (39) abgeführt wird .

43. Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein redundantes Trennventil (FVred) in Reihe zum Ventil (FV) in einer Hydraulikleitung angeordnet ist, derart, dass die Hydraulikleitung wahlweise von einem der beiden Ventile (FV, FVred) absperrbar ist.

44. Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Absperrventil (36) zur Absicherung der Funktion des Wegsimulators (WS) bei Ausfall der Dichtung (D2) im Hauptzylinder (THZ), und zur Diagnose der Funktion des Wegsimulators (WS) vorgesehen ist.

45. Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bremssystem einen Minispeicher (35) für Hydraulikflüssigkeit zur kontinuierlichen Speisung der ESP-Rückförderpumpen (P) mit Hydraulikflüssigkeit und/oder zur Positionierung des SK-Kolbens (12) aufweist.

46. Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Bremssystem ein zusätzliches Trennventil (TV1) im ersten Bremskreis (BK1) zur Absicherung der Funktion der Druckversorgung (DV) bei Undichtigkeit des ersten Bremskreises (BK1) aufweist.

47. Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckversorgung (DV) derart gesteuert wird, dass die Pedalcharakteristik, welche insbesondere durch die Beziehung Pedal- kraft zu Pedalweg und vom Wegsimulator bestimmt wird, im Fehlerfall aufrechterhalten bleibt bzw. nicht von anderen Einflüssen verändert wird.

Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine vorgespannte Feder (41a) und/oder einer Sollbruchstelle (2al l) im Sensorstößel (2al) zur Vermeidung eines blockierten Bremspedals (1) vorgesehen ist bzw. sind, derart, dass insbesondere bei einem klemmenden Pedalwegsensor (2a) das Bremspedal (1) nicht blockiert.

Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückstellung des Pedals (1) mittels mindestens einer Feder (18a, 18b), welche parallel oder coaxial zu einem Stößel (2al, 2bl) eines Pedalwegsensors (2a, 2b) angeordnet ist, erfolgt und/oder unterstützt wird .

Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein zusätzliches Magnetventil (MVs) zwischen Saugventil (28) und Rücklaufleitung (R) zum Vorratsbehälter (VB) zur Absicherung der Funktion der Druckversorgung (DV) bei Undichtigkeit des Saugventils (28) vorgesehen bzw. angeordnet ist.

Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zu mindestens einer Kolbendichtung (D8) der Druckversorgung (DV) eine redundante Dichtung (D8.1) angeordnet ist, wobei zwischen den parallel zueinander angeordneten Dichtungen (D8, D8.1) ein in der Zylinderwandung angeordneter Hydraulikkanal (53) in dem Zylinder mündet, welcher den Zylinderinnenraum der Druckversorgung (DV) direkt oder über eine mit ihm verbundene Hydraulikleitung mit einem Vorratsbehälter (VB) verbindet, wobei in dem Hydraulikkanal (53) oder der Hydraulikleitung eine Drossel (Dr8.1) angeordnet ist.

Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine zusätzliche Dichtung (D9) im Bereich einer Zwischenstellung des Kolbens (10) der Druckversorgung (DV) angeordnet

ist, welche insbesondere zur Absicherung der Funktion der Druckversorgung (DV) bei Undichtigkeit des Saugventils (28) dient.

53. Verfahren zum Bremsen auf einer glatten Fahrbahn bei Ausfall des elektronischen Stabilitätsprogramms ESP, mittels eines Bremssystems nach einem vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mittels des Schaltventils (TVl) ein Blockieren der Räder der Vorderachse verhindert wird.

54. Verfahren nach Anspruch 53, dadurch gekennzeichnet, dass das Ventil (TVl) geschlossen wird, wenn die Räder an der Vorderachse, welche dem ersten Bremskreis (BK1) bei einer II-Bremskreisaufteilung zugeordnet sind, eine Blockierneigung zeigen, wobei danach der Bremsdruck in den Radbremszylindern an der Hinterachse, welche dem zweiten Bremskreis (BK2) zugeordnet sind, mit der Druckversorgung (DV) weiter erhöht wird, bis die Räder der Hinterachse ebenfalls eine Blockierneigung zeigen.

55. Verfahren nach Anspruch 54, dadurch gekennzeichnet, dass nach der Druckerhöhung in den Radbremszylindern an der Hinterachse, der Druck in den Radbremszylindern an der Vorderachse durch kurzes Öffnen des Ventils TVl weiter erhöht wird .

56. Verfahren nach Anspruch 55, dadurch gekennzeichnet, dass bei einer X- Bremskreisaufteilung das Ventil (TVl) geschlossen wird, wenn das Vorderrad vom ersten Bremskreis (BK1) eine Blockierneigung zeigt, wobei danach bei geschlossenem Ventil (TVl) der Druck im zweiten Bremskreis (BK2) weiter erhöht wird, bis das Hinterrad vom zweiten Bremskreis (BK2) eine Blockierneigung zeigt.

57. Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltventile (TVl, TV2) als Ersatz für die Umschaltventile (USV1, USV2) in das ESP-Modul (ESP) integriert sind .

58. Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltventile (TVl, TV2) für ABS und Blending, insbesondere individuell für jeden Bremskreis, genutzt wird .

59. Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Einlassventile (EV) bei Ausfall des ESP-Systems für radindividuelles ABS genutzt werden.

60. Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mittels der Schaltventile (TVl, TV2) eine kontinuierliche Nachförderung von Hydraulikmedium erfolgt.

61. Bremssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass X-Boost und ESP, insbesondere für spezielle Funktionen, eine redundante ECU verwenden, welche insbesondere aus Redundanzgründen über mindestens zwei Anschlüsse (Sl, Sn) mit dem Bordnetz in Verbindung ist.