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1. (WO2018229157) VORRICHTUNG UND VERFAHREN FÜR DIE KULTIVIERUNG VON ZELLEN
Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

ANSPRÜCHE

1. Vorrichtung für die Kultivierung von Zellen, umfassend eine eine zentrale Rotationsachse (120) aufweisende Trägerplatteneinheit (110) mit mindestens einer proximal zu der Rotationsachse (120) angeordneten Zugangsöffnung (130), mindestens einer distal zu der Rotationsachse (120) angeordneten Kultivierungskammer (140) und mindestens einem die mindestens eine Zugangsöffnung (130) mit der mindestens einen Kultivierungskammer (140) verbindenden Kanal (150).

2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Trägerplatteneinheit (110) einen Zentralbereich (121) mit mindestens einer Verbindungsvorrichtung, insbesondere mindestens einer Durchgangsöffnung oder mindestens einer Verankerungsvorrichtung (125), für eine Drehvorrichtung aufweist.

3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Vorrichtung mindestens eine, vorzugsweise peripher angeordnete, Arretierungsvorrichtung für eine Drehvorrichtung aufweist.

4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der mindestens eine Kanal (150) ein verzweigter oder unverzweigter Kanal ist.

5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der mindestens eine Kanal (150) die mindestens eine Zugangsöffnung (130) mit mindestens zwei Kultivierungskammer (140) verbindet.

6. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Kanal (150) mindestens über einen Teil seiner Länge mindestens zwei unmittelbar an den Kanal (150) angrenzende Kultivierungskammern (140) aufweist.

7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Kanal (150) mindestens über einen Teil seiner Länge gekrümmt ist.

8. Vorrichtung nach Anspruch 7, wobei der Kanal (150) eine statische oder winkelabhängige Krümmung aufweist.

9. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die mindestens eine Zugangsöffnung (130) als Ladekammer (190) ausgestaltet ist, die mindestens zwei Zugangsöffnungen (131, 132) aufweist.

10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Trägerplatteneinheit (110) mindestens eine erste Trägerplatte (111) und eine darüber oder darunter angeordnete zweite Trägerplatte (112) umfasst.

11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die erste Trägerplatte (111) die mindestens eine Zugangsöffnung (130), die mindestens eine Kultivierungskammer (140) und den mindestens einen die mindestens eine Zugangsöffnung (130) und die mindestens eine Kultivierungskammer (140) verbindenden Kanal (150) aufweist.

12. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die zweite Trägerplatte (112) mindestens eine Medienöffnung (160), mindestens eine Medienkammer (170) und mindestens einen die mindestens eine Medienöffnung (160) mit der mindestens einen Medienkammer (170) verbindenden Medienkanal (180) aufweist.

13. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der mindestens eine Medienkanal (180) mindestens zwei Medienöffnungen (160) mit mindestens einer, vorzugsweise mindestens zwei Medienkammern (170) verbindet.

14. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zwischen der ersten Trägerplatte (111) und der zweiten Trägerplatte (112) mindestens eine Trennvorrichtung (135), insbesondere mindestens eine Membran, angeordnet ist.

15. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die mindestens eine Kultivierungskammer (140) der ersten Trägerplatte (111) und die mindestens eine Medienkammer der zweiten Trägerplatte (112) überlappend ausgestaltet sind und in fluidischer Verbindung stehen.

16. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 15, wobei die Trägerplatteneinheit (110) zusätzlich ein Reservoir für Flüssigkeiten, insbesondere für Zellkulturmedium oder zu untersuchende Wirkstoffe, umfasst.

17. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Trägerplatteneinheit (110) die Form einer Scheibe aufweist.

18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, wobei die Trägerplatteneinheit (110) als Mikrotiterplatte ausgestaltet ist.

19. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Trägerplatteneinheit (110) aus Glas oder einem polymeren Material aufgebaut ist.

20. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Trägerplatteneinheit (110) aus Polydimethylsiloxan (PDMS) oder Cycloolefin-Copolymeren (COC) aufgebaut ist.

21. Verfahren zum Kultivieren von Zellen, wobei die Zellen in einer Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 20 kultiviert werden.

22. Verfahren nach Anspruch 21, wobei die Kultivierung erfolgt durch:

a) Bereitstellen der Zellen und einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20,

b) Einbringen der Zellen in die Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20 durch die mindestens eine Zugangsöffnung (130),

c) Einbringen der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20 in eine eine Rotation der Vorrichtung ermöglichende Drehvorrichtung,

d) in Rotation versetzen der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20,

e) Erhalt von Zellen in der mindestens einen Kultivierungskammer (140) und

f) Kultivieren der Zellen in der mindestens einen Kultivierungskammer (140).

23. Verfahren nach Anspruch 21 oder 22, wobei weiterhin die Verfahrensschritte

g) Einbringen von Zellkulturmedium in die mindestens eine Medienöffnung (160),

h) in Rotation versetzen der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20 und

i) Erhalt von Zellkulturmedium in der mindestens einen Medienkammer (170) zur Versorgung der Zellen in der Kultivierungskammer (140)

durchgeführt werden.

24. Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 23, wobei ein kontinuierliches oder pulsatives Durchströmen der Medienkanäle (180) und Medienkammern (170) mit Zellkulturmedium durch die Erzeugung eines Druckgradienten, externen oder integrierten Pumpen oder durch Rotation der Vorrichtung ermöglicht wird.

25. Verfahren nach Anspruch 21 bis 24, wobei durch das Kultivieren der Zellen in der mindestens einen Kultivierungskammer (140) ein Zellverband, insbesondere ein dreidimensionaler Zellverband, entsteht.

26. Verfahren zur Herstellung eines Zellverbandes, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verfahren zum Kultivieren von Zellen gemäß einem der Ansprüche 21 bis 25 durchgeführt und ein Zellverband erhalten wird.

27. Zellkultur, insbesondere Zellverband, hergestellt nach einem Verfahren nach einem der Ansprüche 21 bis 26.

28. Verfahren zur Herstellung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 20, wobei in einem ersten Verfahrensschritt mindestens ein die Trägerplatteneinheit bildendes Material, insbesondere polymeres Material, bereitgestellt und dieses in einem Form- und Stabilität gebenden Verfahren, insbesondere einem Photolithographie-, Softlithographie-, selektivem Lasersinter-, Laser- Schneide und Fräs-, Laserablations-, Tintenstrahldruck mit Photopolymeren, Schmelzbeschichtungs- (Thermoplastische Extrusion), LOM- (Laminated Object Manufacturing), Stereolithographie-, Heißpräge- (Hot Embossing, insbesondere Mikroheißprägen), Fräs- (CNC-Fräsen, insbesondere Mikrofräsen), Kunststoffspritzguss-(Injection moulding, insbesondere Mikrospritzguss) und/oder 3D-Druck- Verfahren, zu einer Vorrichtung gemäß einem der Ansprüche 1 bis 20 ausgestaltet wird.