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1. (WO2018192946) VERSTÄRKUNGSELEMENT
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Verstärkungselement

Die Erfindung betrifft ein Verstärkungselement zur Verstärkung von Strukturelementen in Fahrzeugen. Des Weiteren betrifft die Erfindung Fahrzeuge mit Strukturelementen, welche durch ein Verstärkungselement verstärkt sind.

Vielfach weisen Bauelemente, wie beispielsweise Karosserien und/oder Rahmen von Transport- und Fortbewegungsmitteln, insbesondere von Fahrzeugen zu Wasser oder zu Land oder von Luftfahrzeugen, Strukturen mit Hohlräumen auf, um leichtgewichtige Konstruktionen zu ermöglichen. Diese Hohlräume verursachen jedoch verschiedenste Probleme. Je nach Art des Hohlraumes muss dieser zum Verhindern des Eindringens von Feuchtigkeit und Verschmutzungen, die zur Korrosion der Bauelemente führen können, abgedichtet werden. Oft ist es auch wünschenswert, die Hohlräume und somit das Bauelement wesentlich zu verstärken, jedoch das geringe Gewicht beizubehalten. Oft ist es auch notwendig, die Hohlräume und somit die Bauelemente zu stabilisieren, um Geräusche, die sonst den Hohlraum entlang oder durch diesen hindurch übertragen werden würden, zu reduzieren. Viele dieser Hohlräume weisen eine unregelmässige Form oder ein enges Ausmass auf, wodurch es erschwert wird, sie richtig abzudichten, zu verstärken und zu dämpfen.

Insbesondere im Automobilbau, aber auch im Flugzeug- und Bootsbau, werden deshalb Abdichtungselemente (englisch: baffle) verwendet, um Hohlräume abzudichten und/oder akustisch abzuschotten, oder Verstärkungselemente (englisch: reinforcer) verwendet, um Hohlräume zu verstärken.

In Fig. 1 ist eine Karosserie eines Automobils schematisch dargestellt. Die Karosserie 10 weist dabei verschiedene Strukturen mit Hohlräumen, wie beispielsweise Säulen 14 und Träger bzw. Verstrebungen 12, auf. Solche Strukturelemente 12, 14 mit

Hohlräumen werden üblicherweise mit Abdichtungs- und/oder Verstärkungselementen 16 abgedichtet bzw. verstärkt.

In Fig. 2 ist schematisch ein bekanntes Konzept zum Abdichten und/oder Verstärken von solchen Strukturelementen mit Hohlräumen in Kraftfahrzeugen dargestellt. Dabei zeigt die Fig. 2 ein Dämmelement 16 in einem Strukturelement 12, 14 vor einer Expansion eines expandierbaren Materials 13. In diesem Beispiel ist das expandierbare Material 13 auf Oberflächen eines Trägerelementes 11 angeordnet, welche in einer Nähe zum Strukturelement 12, 14 angeordnet sind. Das Trägerelement 11 weist in diesem Ausführungsbeispiel einen M- bzw. W-förmigen Querschnitt auf. Dadurch wird eine Steifigkeit des Trägerelementes 11 erhöht.

Dieses Trägerelement 11 bzw. das Dämmelement 16 gemäss dem Stand der Technik ist im Querschnitt derart ausgebildet, dass es auf einfache Art und Weise im

Spritzgussverfahren hergestellt werden kann. Hierzu sind benachbarte Flächen des Trägerelementes 11 mit einem Winkel 15 ausgebildet, welcher geringfügig grösser als 90° ist. Durch eine solche Ausgestaltung des Querschnittes des Trägerelementes 11 kann das spritzgegossene Trägerelement 11 einfach von der Form der

Spritzgussmaschine abgezogen werden.

Eine Oberfläche des Trägerelementes 11, welche jeweils einer Innenseite des

Strukturelementes 12, 14 zugewandt ist, weist typischerweise eine schachbrettartige Form auf. Dabei kann das Verbindungsmaterial bzw. das expandierbare Material 13 jeweils nur auf Flächen angeordnet werden, welche in der Nähe des Strukturelementes 12, 14 angeordnet sind.

Zur weiteren Verstärkung von solchen Verstärkungselementen 16 wurden bereits mehrere Verbesserungen vorgeschlagen. So offenbart beispielsweise die

US 2014/0237941 AI ein Verstärkungselement mit einem U-förmigen Einsatz. Dabei ist dieser U-förmige Einsatz so in das Verstärkungselement integriert, dass dieses an spezifischen Orten mechanisch stärker belastbar gemacht werden kann. Ein anderer Ansatz wird in der US 2009/0085379 AI verfolgt. Hier werden drei nebeneinander liegende Elemente zu einem Verstärkungselement zusammengefügt.

Nachteilig an den bisher bekannten Verstärkungselementen ist es, dass einerseits deren mechanische Stabilität für bestimmte Anwendungen, insbesondere im Bereich von crashrelevanten Strukturen, weiterhin verbesserungswürdig ist. Andererseits haben die bekannten Lösungen den Nachteil, dass Anbindungspunkte für den Klebstoff, um das Verstärkungselement mit dem Strukturelement zu verkleben, an wichtigen Orten des Verstärkungselementes wenig Flächen bieten.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Verstärkungselement zur Verfügung zu stellen, welches eine verbesserte mechanische Stabilität aufweist, insbesondere um crashrelevante Strukturen an einem Fahrzeug besser verstärken zu können. Zudem soll das erfindungsgemäße Verstärkungselement kostengünstig hergestellt und einfach in Fahrzeuge verbaut werden können.

Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verstärkungselement zur Verstärkung von

Strukturelementen in Fahrzeugen, wobei das Verstärkungselement zunächst einen

Träger mit einer Längsachse umfasst. Dabei weist der Träger zumindest eine längliche Öffnung auf, welche in Richtung der Längsachse verläuft. Das Verstärkungselement umfasst weiterhin mindestens ein Einsatzelement mit einer Längsachse, welches dazu ausgebildet ist, in der länglichen Öffnung des Trägers angeordnet zu werden. Das Einsatzelement hat dabei mehrere erste Abschnitte und mehrere zweite Abschnitte. Die ersten Abschnitte sind parallel zu einer ersten Ebene, wobei die Längsachse des

Einsatzelementes in dieser ersten Ebene liegt. Die zweiten Abschnitte sind parallel zu einer zweiten Ebene, wobei die Längsachse des Einsatzelementes orthogonal zu dieser zweiten Ebene liegt. Das Verstärkungselement umfasst weiterhin einen ersten Klebstoff, welcher auf einer Außenseite des Trägers und auf einer ersten Gruppe von ersten

Abschnitten des Einsatzelementes anordenbar ist und welcher dazu ausgebildet ist, den Träger und das Einsatzelement im Strukturelement zu verkleben. Weiterhin umfasst das Verstärkungselement einen zweiten Klebstoff, welcher auf einer zweiten Gruppe von ersten Abschnitten des Einsatzelementes anordenbar ist und welcher dazu ausgebildet ist, das Einsatzelement im Träger zu verkleben.

Diese Lösung hat den Vorteil, dass durch derart mit dem Strukturelement und dem Träger verklebte Einsatzelemente eine sehr hohe mechanische Stabilität des

Verstärkungselementes erreicht werden kann. Dabei ist das Einsatzelement nicht nur mit dem Träger verbunden zu dessen Verstärkung, sondern das Einsatzelement ist seinerseits ebenfalls direkt mit dem Strukturelement verklebbar, so dass eine zusätzliche mechanische Stabilisierung des Gesamtsystems erfolgen kann.

Ein Kerngedanke der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass durch das Vorsehen von separaten Elementen, nämlich des Trägers und des Einsatzelementes, Geometrien des Verstärkungselementes realisiert werden können, welche so durch ein einzelnes Element nicht oder nur sehr schwer zu realisieren wären. Durch ein Verschachteln und ein Verbinden des Trägers mit dem Einsatzelement kann einerseits eine direkte

Verstärkung des Trägers erzielt werden, und andererseits kann durch zusätzliche Oberflächen des Einsatzelementes, welche direkt mit dem Strukturelement verklebbar ausgestaltet sind, eine Verbindungsfläche zwischen Verstärkungselement und

Strukturelement vergrößert werden, was eine Erhöhung der Gesamtstabilität bzw. der mechanischen Belastbarkeit des Gesamtsystems zur Folge hat.

In einer beispielhaften Ausführungsform sind der Träger und/oder das Einsatzelement aus Metallblech gebildet.

In einer alternativen Ausführungsform sind der Träger und/oder das Einsatzelement aus Kunststoff, insbesondere Polyamid, gebildet.

In einer weiteren beispielhaften Ausführungsform sind Träger und Einsatzelement nicht aus demselben Material gebildet, wobei sowohl der Träger aus Metallblech und das Einsatzelement aus Kunststoff gebildet sein kann oder aber der Träger aus Kunststoff und das Einsatzelement aus Metallblech gebildet sein kann.

Je nach Anforderungen an das Verstärkungselement kann hier eine vorteilhafte

Materialwahl getroffen werden. Je nachdem, welche der Faktoren Gewicht, Kosten und

mechanische Stabilität für eine jeweilige Anwendung höher gewichtet werden, kann eine andere Materialkombination vorteilhaft sein.

Für Anwendungen, in welchen eine möglichst hohe mechanische Stabilität erreicht werden soll, wird vorteilhafterweise ein Träger aus Metallblech mit einem

Einsatzelement aus Metallblech kombiniert.

In einer beispielhaften Ausführungsform sind der Träger und/oder das Einsatzelement einstückig ausgebildet.

Das Vorsehen von einstückig ausgebildeten Elementen für das Verstärkungselement bietet den Vorteil, dass dadurch eine mechanische Belastbarkeit weiter erhöht werden kann. Einstückige Elemente können im Fall von Kunststoffelementen beispielsweise durch Spritzgussverfahren erhalten werden, und im Fall von Metallblechen können die einstückigen Elemente durch entsprechendes Biegen von Metallblechen erreicht werden.

In einer beispielhaften Ausführungsform hat der Träger Biegungen, welche entlang der Längsachse des Trägers verlaufen.

Das Vorsehen solcher längsverlaufender Biegungen hat den Vorteil, dass dadurch längliche Öffnungen gebildet werden können, welche das Einsatzelement auf ideale Art und Weise aufnehmen können.

Die Bezeichnung„Biegung" umfasst im Zusammenhang mit dieser Erfindung sowohl Richtungsänderungen, welche tatsächlich durch ein biegendes Verfahren entstanden sind, als auch Richtungsänderungen in Oberflächen, welche durch andere

Herstellungsverfahren entstanden sind.

In einer beispielhaften Ausführungsform hat das Einsatzelement Biegungen, welche quer zur Längsachse des Einsatzelementes verlaufen.

Das Ausbilden solcher quer verlaufender Biegungen hat den Vorteil, dass dadurch das Einsatzelement Abschnitte aufweist, welche quer zu Abschnitten des Trägers verlaufen, so dass eine mechanische Stabilität des Gesamtsystems optimiert werden kann.

Insbesondere werden durch solche Biegungen Abschnitte des Einsatzelementes erzeugt, welche sich ideal eignen, um das Einsatzelement am Träger und am Strukturelement zu verkleben.

In einer beispielhaften Ausführungsform hat der Träger einen mäanderförmigen Querschnitt in Bezug zu seiner Längsachse. Dabei kann eine Anzahl von Biegungen, welche zu einem solchen mäanderförmigen Querschnitt führen, unterschiedlich ausgestaltet sein.

In einer vorteilhaften Weiterbildung hat der Träger einen M-förmigen Querschnitt in Bezug zu seiner Längsachse. In diesem Ausführungsbeispiel hat der Träger sechs Biegungen, so dass drei längliche Öffnungen resultieren.

In alternativen Ausführungsbeispielen hat der Träger weniger oder aber auch mehr als sechs Biegungen, so dass auch eine andere Anzahl an länglichen Öffnungen vorhanden sein kann.

Besonders bevorzugt sind jedoch Ausführungsformen, bei welchen der Träger eine ungerade Anzahl an länglichen Öffnungen hat.

In einer beispielhaften Ausführungsform hat das Einsatzelement einen

mäanderförmigen Längsschnitt in Bezug zu seiner Längsachse.

Das Vorsehen eines solchen mäanderförmigen Längsschnittes des Einsatzelementes hat den Vorteil, dass dadurch Abschnitte des Einsatzelementes gebildet werden, welche quer zu Abschnitten des Trägers verlaufen. Dies bietet eine besonders hohe

mechanische Stabilität des Gesamtsystems bestehend aus Träger und Einsatzelement.

In einer beispielhaften Ausführungsform haben der Träger und/oder das Einsatzelement zumindest ein Loch.

Das Vorsehen solcher Löcher im Träger und/oder im Einsatzelement bietet den Vorteil, dass dadurch ein Gesamtgewicht des Verstärkungselements reduziert werden kann, dass ein Fluss von Beschichtungsflüssigkeit durch das Strukturelement mit eingesetztem Verstärkungselement verbessert werden kann, und dass andere spezifische Ansprüche in der Herstellung des Verstärkungselementes berücksichtigt werden können.

In einer beispielhaften Ausführungsform weist der Träger mehrere längliche Öffnungen auf, welche jeweils in Richtung der Längsachse verlaufen, und das

Verstärkungselement umfasst mehrere Einsatzelemente, welche jeweils dazu ausgebildet sind, in den länglichen Öffnungen des Träges angeordnet zu werden.

Das Vorsehen von mehreren länglichen Öffnungen und mehreren darin anordenbaren Einsatzelementen bietet den Vorteil, dass dadurch eine weitere Verbesserung der mechanischen Stabilität des Verstärkungselementes erreicht werden kann. Durch das Vorsehen von mehreren länglichen Öffnungen kann insbesondere der Träger so ausgestaltet werden, dass er in eine Belastungsrichtung in sich bereits eine erhöhte Stabilität aufweist, beispielsweise durch das Vorsehen eines mäanderförmigen

Querschnittes.

In einer beispielhaften Ausführungsform sind der erste Klebstoff und der zweite Klebstoff verschiedene Klebstoffe. In einer alternativen ausführungsforme sind der erste Klebstoff und der zweite Klebstoff gleiche Klebstoffe.

Je nach Anwendungszweck kann für den ersten bzw. den zweiten Klebstoff eine geeignete Klebstoffzusammensetzung gewählt werden. Wenn in erster Linie eine Strukturverstärkung im Vordergrund steht, ist es von Vorteil, die Klebstoffe nicht oder nur eingeschränkt zu expandieren. Dadurch wird eine erhöhte mechanische Stabilität erzielt. Beispielsweise kann für solche Anwendungszwecke ein Klebstoff, welcher unter dem Handelsnamen SikaPower 960 erhältlich ist, verwenden werden. Dieser Klebstoff hat keine oder im Wesentlichen keine schäumbaren Eigenschaften, sodass eine mechanisch sehr stabile Verbindung zwischen Trägerelement und Strukturelement hergestellt werden kann.

In einem weiteren Ausführungsbeispiel kann für solche Anwendungszwecke ein expandierbares Material, welches unter dem Handelsnamen SikaReinforcer 911-PB erhältlich ist, verwendet werden. Dieses expandierbare Material weist trotz dessen schäumbaren Eigenschaften eine sehr hohe mechanische Stabilität auf, und bietet zudem den Vorteil, dass durch das Schäumen Lücken überwunden bzw. Hohlräume

geschlossen werden können.

Ein weiteres Beispiel eines solchen expandierbaren Materials mit

Verstärkungseigenschaften ist SikaReinforcer® 941, welches von der Sika Corp., USA, vertrieben wird. Dieser Klebstoff ist beschrieben in US 6,387,470.

Falls hingegen in erster Linie das Abschotten bzw. Abdichten von Hohlräumen im Vordergrund steht, kann ein Klebstoff gewählt werden, welcher eine deutlich höhere Expansionsrate aufweist. Für solche Anwendungen ist es in erster Linie wichtig, bestehende Hohlräume zuverlässig zu schliessen. Dies geschieht vorteilhafterweise durch stark expandierbare Klebstoffe. Beispielsweise kann für einen solchen

Anwendungszweck ein stärker expandierbares Material eingesetzt werden, welches unter dem Handelsnamen SikaBaffle 450 erhältlich. Dieses stärker expandierbare Material bietet den Vorteil, dass dadurch beim Schäumen grössere Lücken überwunden bzw. grössere Hohlräume geschlossen werden können.

Ähnlich wie das Expansionsverhalten des Klebstoffes kann auch das Aushärteverhalten des Verbindungsmaterials gezielt dem jeweiligen Zweck angepasst werden.

In einer beispielhaften Ausführungsform ist der erste Klebstoff expandierbar ausgebildet. In einer bevorzugten Weiterbildung ist der erste Klebstoff durch eine Hitzeeinwirkung expandierbar ausgebildet. In einer bevorzugten Weiterbildung ist der erste Klebstoff weiterhin durch eine Hitzeeinwirkung aushärtbar ausgebildet.

Der erste Klebstoff kann dabei beispielsweise eine Expansionsrate zwischen 100% und 1000% aufweisen.

In einer alternativen Ausführungsform ist der erste Klebstoff nicht expandierbar ausgebildet. In einer solchen Ausführungsform wird der erste Klebstoff entweder in einen Zwischenraum zwischen Verstärkungselement und Strukturelement gepumpt, oder das Verstärkungselement wird im offenen Strukturelement verklebt, wobei das

Strukturelement erst nach Einsetzen des Verstärkungselementes geschlossen wird. Nicht expandierbare Klebstoffe bieten den Vorteil, dass sie in der Regel eine höhere mechanische Stabilität aufweisen als expandierbare Klebstoffe.

Expandierbare Klebstoffe bieten hingegen den Vorteil, dass das Einbringen und

Verkleben des Verstärkungselementes im Strukturelement einfacher und

kostengünstiger ausgestaltet werden kann.

In einer beispielhaften Ausführungsform ist der zweite Klebstoff nicht expandierbar ausgebildet.

Ein nicht expandierbarer zweiter Klebstoff bietet den Vorteil, dass das Einsatzelement möglichst stabil mit dem Träger verklebt werden kann.

In einer alternativen Ausführungsform ist der zweite Klebstoff expandierbar

ausgebildet. In einer vorteilhaften Weiterbildung beträgt die Expansion des zweiten Klebstoffes zwischen 50 und 300%.

Die Bezeichnung„nicht expandierbar" umfasst im Zusammenhang mit dieser Erfindung Vorgänge, bei welchen sich ein Volumen entweder gar nicht verändert, oder aber um höchstens plus oder minus 10% des Ausgangsvolumens vergrößert bzw. verkleinert.

In einer beispielhaften Ausführungsform ragt das Einsatzelement nicht über

Außenflächen des Trägers hinaus, wenn das Einsatzelement in der Öffnung des Trägers angeordnet ist.

Derart dimensionierte Einsatzelemente bzw. Träger bieten den Vorteil, dass das

Verstärkungselement kompakt und dadurch mechanisch möglichst stabil ausgebildet werden kann.

In einer vorteilhaften Weiterbildung ist das im Träger angeordnete Einsatzelement bündig mit den Außenflächen des Trägers.

Dies hat den Vorteil, dass dadurch eine möglichst geschlossene äußere Oberfläche des Verstärkungselementes erreicht werden kann.

Zudem wird hier ein Fahrzeug mit einem Strukturelement, wobei das Strukturelement mit einem hier beschriebenen Verstärkungselement verstärkt ist, vorgeschlagen.

Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden im Folgenden anhand von

Ausführungsbeispielen und mit Bezug auf schematische Zeichnungen beschrieben.

Es zeigen:

Fig. 1 eine beispielhafte Darstellung einer Karosserie gemäß Stand der Technik;

Fig. 2 eine schematische Darstellung zur Erläuterung eines beispielhaften

Verstärkungselementes in einem Strukturelement gemäß Stand der

Technik;

Fig. 3a schematische Darstellung eines beispielhaften Trägers;

Fig. 3b schematische Darstellung eines beispielhaften Einsatzelementes;

Fig. 3c schematische Darstellung von beispielhaften Einsatzelementen;

Fig. 4 schematische Darstellung eines beispielhaften Verstärkungselementes;

und

Fig. 5 schematische Explosionsdarstellung eines beispielhaften

Verstärkungselementes in einem beispielhaften Strukturelement.

In Fig. 3a ist ein beispielhafter Träger 11 dargestellt. Der Träger 11 hat eine Längsachse 15. In diesem Ausführungsbeispiel hat der Träger 11 Biegungen, welche entlang der Längsachse 15 verlaufen, so dass der Träger 11 einen mäanderförmigen Querschnitt in Bezug auf seine Längsachse 15 aufweist. In diesem Ausführungsbeispiel hat der Träger 11 einen M-förmigen Querschnitt in Bezug auf seine Längsachse 15. Dies hat zur Folge, dass der Träger 11 drei längliche Öffnungen 17 hat.

In diesem Ausführungsbeispiel ist auf einer gesamten Außenfläche des Trägers 11 ein erster Klebstoff 18 angeordnet. In einem alternativen, nicht dargestellten

Ausführungsbeispiel ist der erste Klebstoff 18 nur auf Teilbereichen der Außenfläche des Trägers 11 angeordnet.

Zudem hat der Träger 11 in einem Abschnitt ein Loch 9. Dieses Loch 9 macht einerseits den Träger leichter, und andererseits erlaubt das Loch 9 den Durchfluss von

Flüssigkeiten, was insbesondere bei einer Tauchlackierung des Strukturelementes mit eingesetztem Verstärkungselement vorteilhaft ist.

In den Fig. 3b und 3c sind jeweils Einsatzelemente 3 dargestellt. Das in Fig. 3b dargestellte Einsatzelement 3 ist dabei vorgesehen zum Einbringen in die mittlere Öffnung 17 des Trägers 11 in Fig. 3a. Die beiden Einsatzelemente in Fig. 3c sind dabei vorgesehen zum Einbringen in die beiden äußeren Öffnungen 17 des Trägers 11 in Fig. 3a.

In diesem Ausführungsbeispiel sind die Einsatzelemente in den Fig. 3b und 3c baugleich ausgestaltet. In einem alternativen, nicht dargestellten Ausführungsbeispiel können Einsatzelemente 3 auch unterschiedlich ausgestaltet sein.

Die dargestellten Einsatzelemente 3 in den Fig. 3b und 3c haben jeweils Biegungen, welche quer zu einer Längsachse 4 der Einsatzelemente 3 verlaufen. Dies führt zu einem mäanderförmigen Längsschnitt der Einsatzelemente 3. Dabei werden die

Einsatzelemente 3 durch die Biegungen in verschiedene Abschnitte unterteilt. Auf den ersten Abschnitten 5a, 5b ist dabei jeweils der erste Klebstoff 18 bzw. ein zweiter Klebstoff 19 angeordnet. Dabei ist der erste Klebstoff 18 auf einer ersten Gruppe 5a von ersten Abschnitten des Einsatzelementes 3 angeordnet, und der zweite Klebstoff 19 ist auf einer zweiten Gruppe 5b von ersten Abschnitten des Einsatzelementes 3 angeordnet. Einsatzelemente 3 werden nun so im Träger 11 gemäß Fig. 3a angeordnet, dass der erste Klebstoff 18 nach außen zu liegen kommt zur Verklebung der Einsatzelemente mit dem Strukturelement 12, 14, und dass der zweite Klebstoff 19 nach innen zu liegen kommt zur Verklebung der Einsatzelemente 3 mit dem Träger 11.

Die Einsatzelemente 3 haben auf verschiedenen Abschnitten Löcher 9. Diese Löcher 9 verringern einerseits ein Gewicht der Einsatzelemente 3 und verbessern andererseits einen Flüssigkeitsdurchfluss bei einer Tauchlackierung des Strukturelementes mit eingesetztem Verstärkungselement.

Die Einsatzelemente 3 im Beispiel gemäß den Fig. 3b und 3c weisen

abwechslungsweise erste Abschnitte 5a, 5b und zweite Abschnitte 6 auf. Dabei liegen die ersten Abschnitte 5a, 5b jeweils parallel zu einer ersten Ebene, wobei die

Längsachse 4 des Einsatzelementes 3 in dieser ersten Ebene liegt. Die zweiten

Abschnitte 6 liegen dabei parallel zu einer zweiten Ebene, wobei die Längsachse 4 des Einsatzelementes 3 orthogonal zu dieser zweiten Ebene liegt. Diese Anordnung von

ersten Abschnitten 5a, 5b und zweiten Abschnitten 6 möglichst einerseits eine ideale Verklebung des Einsatzelementes 3 am Träger 11 und am Strukturelement, und andererseits eine starke Verbesserung der mechanischen Stabilität des

Verstärkungselementes durch die quer zu den Wänden des Trägers 11 liegenden zweiten Abschnitte 6.

In Fig. 4 ist ein Verstärkungselement 16 gezeigt, welches in diesem

Ausführungsbeispiel einen Träger 11 gemäß Fig. 3a mit drei Öffnungen 17 umfasst und drei Einsatzelemente 3 gemäß den Fig. 3b und 3c umfasst, welche jeweils in den Öffnungen 17 des Trägers 11 angeordnet sind. In dieser Darstellung des

Verstärkungselementes 16 wird ersichtlich, dass durch das Vorsehen von

Einsatzelementen 3 mit ersten Abschnitten 5a, 5b und zweiten Abschnitten 6 in Öffnungen des Trägerelementes 11 ein sehr kompaktes Verstärkungselement 16 entsteht, welches zudem eine vergrößerte Außenoberfläche zur Verklebung mit dem Strukturelement hat.

In Fig. 5 ist das Verstärkungselement 16 in einem Strukturelement 12, 14 in einer Explosionsdarstellung gezeigt. Dabei sind auch die Einsatzelemente 3 und der Träger 11 des Verstärkungselementes 16 dargestellt.

Bezugszeichenliste

3 Einsatzelement

4 Längsachse des Einsatzelementes

5a erste Gruppe der ersten Abschnitte des Einsatzelementes

5b zweite Gruppe der ersten Abschnitte des Einsatzelementes

6 zweite Abschnitte des Einsatzelementes

7 Flansch

9 Loch

10 Karosserie

11 Träger

12 Verstrebungen (Strukturelement)

13 Klebstoff

14 Säule (Strukturelement)

15 Längsachse des Trägers

16 Verstärkungselement

17 Öffnung des Trägers

18 erster Klebstoff

19 zweiter Klebstoff