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1. (WO2018162693) TEILKOFFERDAM
Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

Teilkofferdam

Die Erfindung betrifft einen Teilkofferdam zur Abschirmung von zu behandelnden Zähnen, um den Zufluss von Flüssigkeit wie bspw. Speichel oder Blut zu verhindern.

Im Stand der Technik - bspw. aus der WO 96/39984 - ist es bekannt, zur Abschirmung eines zu behandelnden Zahns vom übrigen Mundraum einen sog. Kofferdam zu verwenden, so dass jeglicher Zufluss von Speichel zu dem zu behandelnden Zahn unterbunden wird. Gleichzeitig kann verhindert werden, dass zahnärztliche Flüssigkeiten, Pasten o. ä. mit anderen Bereichen, insbesondere der Gingiva, als dem zu behandelnden Zahn in Berührung kommen oder verschluckt werden können. Der Kofferdam kann den gesamten Mundraum eines Patienten abdecken. Es sind aber auch Kofferdamtücher verfügbar, die nur einen Teil des Mundraums abdecken.

Bei dem Kofferdam handelt es sich um ein flüssigkeitsundurchlässiges Tuch, meist aus elastischem Kunststoff oder Gummi, mit einer Öffnung für den zu behandelnden Zahn. Der Kofferdam muss mit Klammern, Keilen und/oder sonstigen Hilfsmitteln auf-gespannt und zwischen den Zähnen des Patienten festgeklemmt werden. Das Anlegen eines Kofferdams durch einen Zahnarzt ist dabei sehr zeitaufwendig und für den Patienten häufig unangenehm oder sogar schmerzhaft. Aufgrund der letztgenannten Nachteile ist nur eine geringe Akzeptanz des Kofferdams in der zahnärztlichen Praxis zu beobachten.

Aus der DE 20 2014 010 138 Ul ist ein Teilkofferdam bekannt, mit dem eine lokale Trockenlegung eines einzelnen zu behandelnden Zahns einfach möglich ist. Der Teilkofferdam umfasst ein zwischen zwei Betätigungselementen angeordnetes elasti-sches Spanntuch mit wenigstens einem Steg. Der Querschnitt des wenigstens einen Stegs kann durch Auseinanderziehen der beiden Betätigungselemente derart verringert werden, dass er sich problemlos in einen Zahnzwischenraum einführen lässt. Nach erneuter Entspannung des Spanntuches vergrößert sich der Quer-schnitt des Steges wieder, sodass er an der interdentalen Gingiva und den Approximalflachen der den Zahnzwischenraum bildenden Zähne anliegt. Die an den Steg angrenzenden Bereiche des Spanntuches liegen ebenfalls an den fraglichen Zähnen an, sodass auch hier eine Abdichtung erreicht wird. Sind die Betä-tigungselemente u-förmig ausgestaltet, sodass die Endbereiche der Schenkel an den Zähnen und der die Schenkel verbindende Profilsteg an der Gingiva anliegen, wird weiterhin erreicht, dass Spanntuch im Wesentlichen in apikale Richtung gezogen und so unter Spannung gehalten wird, dass der eigentliche Behand-lungsbereich freigehalten wird.

Auch wenn bei dem aus DE 20 2014 010 138 Ul bekannten Teilkof-ferdam bei Abschirmung eines einzelnen Zahnzwischenraum zu einem weit überwiegenden Anteil eine ausreichende Abdichtung erreicht wird, kann es insbesondere bei Zahlfehlstellungen der den Zahnzwischenräume bildenden Zähne, bei der wenigstens ein Zahn oral oder vestibulär von der idealen Bogenform abweicht, zu einer unzureichenden Abdichtung durch den Teilkofferdam kommen. Dies gilt insbesondere auch für einen Teilkofferdam mit zwei parallelen Stegen zur Abdichtung zweier benachbarter Zahnzwischenräume.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ausgehend von der DE 20 2014 010 138 Ul einen verbesserten Teilkofferdam zu schaffen, bei dem auch im Falle von Zahnfehlstellungen eine ausreichende Abdichtwirkung erreicht wird.

Gelöst wird diese Aufgabe durch ein Teilkofferdam gemäß dem Hauptanspruch. Vorteilhafte Weiterbildungen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Demnach betrifft die Erfindung einen Teilkofferdam zur Ab-schirmung von zu behandelnden Zähnen umfassend ein elastisches Spanntuch mit einem Zentralbereich, der wenigstens zwei Durchführungsöffnungen für Zähne aufweist, deren jeweils zur Durchführung vorgesehener Querschnitt im entspannten Zustand des Spanntuches kleiner ist als der Querschnitt des Zahnhalses der jeweils hindurchzuführenden Zähne, wobei zwei benachbarte

Durchführungsöffnungen jeweils durch einen Steg getrennt sind, der in einem ersten, durch Ziehen des Spanntuchs in eine Zugrichtung parallel zur Längsrichtung des Stegs erreichbaren Einsetzzustand zur Einführung in einen Zahnzwischenraum und in einem Einsatzzustand des Teilkofferdams zum dichtenden Anliegen an der interdentalen Gingiva und den Approximalflächen der den Zahnzwischenraum bildenden Zähne ausgebildet ist, wobei sich an zwei gegenüberliegenden Seiten des Spanntuchs erstreckende u-förmige Stabilisierungselemente angeordnet sind, de-ren Profilsteg bei Anlage der Endbereiche der Schenkel an Zähnen im Einsatzzustand an der Gingiva anliegt und die eine ausreichende Steifigkeit aufweisen, um das Spanntuch im Einsatzzustand unter Spannung zu halten, wobei der Profilsteg jedes Stabilisierungselementes wenigstens zwei erste Bereiche mit reduzierter Steifigkeit aufweist, wobei die ersten Bereiche auf Höhe der die beiden äußeren Durchführungsöffnungen zu einer Seite begrenzenden Stege angeordnet sind, um die Anlage des Profilsteges an die Gingiva auch bei Zahnfehlstellungen zu verbessern .

Die Erfindung hat erkannt, dass bei einem Teilkofferdam mit einem zwischen zwei Stabilisierungselementen angeordneten Spanntuch, bei dem die Stabilisierungselemente im Einsatzzu- stand an den Zähnen und/oder der Gingiva anliegen und das Spanntuch leicht in apikaler Richtung zieht, um den eigentliche Behandlungsbereich freizuhalten, die Stabilisierungselemente insbesondere im Falle von Zahnfehlstellungen, bei denen einzelne durch das Spanntuch hindurchgeführte Zähne oral oder vestibulär von der idealen Bogenform abweicht, nicht immer ausreichend eng an der Gingiva anliegen. In der Folge wird auch das Spanntuch in diesen Bereichen nicht mehr hauptsächlich in apikaler Richtung gezogen. Vielmehr kann es auch von den Zähnen weggezogen werden, sodass in diesen Bereichen keine abdichtende Anlage des Spanntuchs an den Zähnen bzw. der

Gingiva mehr sichergestellt ist.

Um auch im Falle von Zahnfehlstellungen eine möglichst vollständige Anlage der Stabilisierungselemente und dadurch eine vollständig dichtende Abschirmung der zu behandelnden Zähne zu erreichen, ist erfindungsgemäß vorgesehen, die Steifigkeit der Profilstege der Stabilisierungselemente in einzelnen Bereichen gezielt zu schwächen. Dadurch werden die Profilstege abschnittsweise biegsam (er) und können sich so - auch im Falle von Zahnfehlstellungen - enger an die Gingiva anliegen. In der Folge wird das Spanntuch in sämtlichen Bereichen in hauptsächlich apikaler Richtung gezogen, womit eine gute Abdichtung über das gesamte Spanntuch sichergestellt ist.

Die Bereiche mit reduzierter Steifigkeit sind dabei an defi-nierten Stellen entlang der Stabilisierungselemente vorzusehen, die sich aufgrund der durch die Durchführungsöffnung des Spanntuchs definierten Lage der Zähne im Einsatzzustand der Vorrichtung an Positionen befinden, an denen im Falle einer Zahnfehlstellung mit Abweichung von der idealen Bogenform Kni-cke oder Biegungen in den Stabilisierungselementen entstehen müssen, damit der Profilsteg eines Stabilisierungselements über seine gesamte Länge möglichst eng an der Gingiva anliegt.

Die Ausbildung eben dieser Knicke oder Biegungen im Einsatzzustand des Teilkofferdams wird durch die erfindungsgemäß vorgesehene reduzierte Steifigkeit in den genannten Bereichen erleichtert .

Die ersten Bereiche mit reduzierter Steifigkeit sind jeweils auf Höhe der die beiden äußeren Durchgangsöffnungen begrenzenden Stege angeordnet, womit die Bereiche gegenüber diesen beiden Durchgangsöffnungen also nach Innen versetzt sind. Insbesondere wenn das Spanntuch lediglich zwei Durchgangsöffnungen aufweist, ist es möglich, dass die beiden ersten Bereiche auf der Höhe ein und desselben Steges angeordnet sind. In diesem Fall können die beiden ersten Bereiche sogar ineinander übergehen .

Weist das Spanntuch drei Durchgangsöffnungen auf, ist es be-vorzugt, wenn der Profilsteg jedes Stabilisierungselementes einen zweiten Bereich mit reduzierter Steifigkeit aufweist, der auf der Höhe der mittleren Durchführungsöffnung angeordnet ist. Durch einen entsprechenden Bereich mit reduzierter Steifigkeit kann eine möglichst enge Anlage des Stabilisierungs-elementes auch in den Fällen erreicht werden, in denen bei dem durch das mittlere Durchgangloch geführten Zahn eine Fehlstellung vorliegt.

Die reduzierte Steifigkeit im ersten und/oder zweiten Bereich kann durch einen veränderten Querschnitt, insbesondere eine Verjüngung des Querschnitts erreicht werden. Der letztendlich im ersten und/oder zweiten Bereich gewählte Querschnitt kann im Hinblick auf sonstige Stabilitätsanforderungen des Profilsteges in diesen Bereich angepasst sein. So kann die Querschnittsverjüngung bspw. derart ausgeprägt sein, dass die Bie-gesteifigkeit in der für ein enges Anliegen des Profilsteges an die Gingiva relevante Richtung stärker reduziert wird als in die Richtung, die für das Ziehen des Spanntuchs vom eigentlichen Behandlungsbereich weg relevant ist. Insbesondere kann also die Höhe des Stabilisierungselementes in Richtung senkrecht zur Spanntuchfläche im Einsatzzustand reduziert sein.

Die äußeren Durchführungsöffnungen im Spanntuch können einseitig - nämlich insbesondere auf der dem Steg gegenüberliegenden Seite - offen sein. Es ist aber auch möglich, dass eine solche Durchführungsöffnung durch einen parallel zu dem die Durchführungsöffnung begrenzenden Steg verlaufenden Gurt geschlossen ist. Der Gurt kann dann in den Zahnzwischenraum eingeführt werden, der benachbart zu dem Zahnzwischenraum ist, in den der genannte Steg eingeführt wird. Der wenigstens eine Gurt wird -analog zu den Stegen - im Einsetzzustand des erfindungsgemäßen Teilkofferdams elastisch verformt und unterstützt im Einsatz-zustand die Anlage der Stabilisierungselemente an wenigstens einem Zahn und/oder an der umgebenden Gingiva. Der wenigstes eine Gurt kann dabei dem wenigstens einen Steg ähneln, wobei jedoch eine dichtende Anlage an der interdentalen Gingiva und den Approximalflächen der Zähne, zwischen die der Gurt einge-führt ist, nicht erforderlich ist.

Es ist bevorzugt, wenn der Teilkofferdam im entspannten Zustand einen bogenförmigen oder u-förmigen Querschnitt aufweist, sodass das Spanntuch im entspannten Zustand eine Krümmung senkrecht zur Richtung des wenigstens einen Stegs auf-weist und die beiden Stabilisierungselemente um eine Ebene normal zur Richtung des wenigstens einen Stegs gespiegelt angeordnet sind. Durch eine entsprechende Formgebung des Teilkofferdams wird dessen Anwendung vereinfacht.

Bei einem bogenförmigen oder u-förmigen Querschnitt des Teilk-offerdams im entspannten Zustand können die Schenkel der eiförmigen Stabilisierungselemente über das gekrümmt verlaufende Spanntuch hinausragen, wobei vorzugsweise die jeweils gegenüberliegenden Schenkel der u-förmigen Stabilisierungselemente über elastisch verformbare Zusatzgurte miteinander verbunden sind. Die Zusatzgurte liegen dann im entspannten Zustand des Teilkofferdams nicht in einer Ebene mit dem wenigstens einen Steg und/oder einem Gurt, sondern verlaufen davon beabstandet. Durch entsprechende Zusatzgurte kann die Anlage der Stabilisierungselemente im Einsatzzustand des Teilkofferdams weiter verbessert werden, sodass insbesondere die Gefahr eines Ver-rutschens der Stabilisierungselemente weiter verringert wird. Die Zusatzgurte können einstückig mit den Stabilisierungselementen ausgeführt sein.

Die Stabilisierungselemente sind bevorzugt einstückig mit dem Spanntuch ausgestaltet. Auch Gurte und/oder Zusatzgurte können - sofern vorhanden - bevorzugt einstückig mit den Stabilisierungselementen bzw. dem Spanntuch ausgestaltet sein. Da in diesem Fall die Stabilisierungselemente aus dem grundsätzlich elastischem Material des Spanntuches sind, sind sie hinsichtlich der Form und Größe so auszugestalten, dass sie auch bei der Zugbelastung im Einsetzzustand des Teilkofferdams im Wesentlichen formstabil sind. Die Stabilisierungselemente können bevorzugt wenigstens teilweise eine höhere Dicke als das

Spanntuch aufweisen.

Die Durchführungsöffnungen sind vorzugsweise rund, kreisrund oder oval, vorzuweise elliptisch ausgestaltet. Bei einer elliptischen Ausgestaltung ist vorzugsweise die Halbachse parallel zur Linie, auf der die Durchführungsöffnungen angeordnet sind, größer als die dazu senkrecht stehende Halbachse. Beispielsweise können die Halbachsen 2,5 mm und 1,1 mm lang sein.

Der wenigstens eine Steg ist vorzugsweise flach ausgestaltet. Die Dicke des Spanntuchs oder eines Stegs ist im entspannten Zustand des Teilkofferdams vorzugsweise kleiner gleich 1 mm, weiter vorzugsweise zwischen 0,1 mm und 0,5 mm, weiter vorzugsweise zwischen 0,2 mm und 0,4 mm. Ein Steg ist an seiner schmälsten Stelle im entspannten Zustand vorzugsweise 2 mm bis 8 mm, weiter vorzugsweise 3 mm bis 7 mm, weiter vorzugsweise 5 mm bis 6 mm breit. In einer alternativen Ausführung kann ein Steg an seiner schmälsten Stelle im entspannten Zustand auch vorzugsweise 1,5 mm bis 5 mm, weiter vorzugsweise 2 mm bis 3 mm, weiter vorzugsweise 2,5 mm breit sein. Der Abstand zwi-sehen den beiden Stabilisierungselementen im Ausgangszustand und damit die Länge des Spanntuchs im entspannten Zustand beträgt vorzugsweise weniger als 10 mm, weiter vorzugsweise 4 mm bis 8 mm, weiter vorzugsweise 4,5 mm bis 6,5 mm, weiter vorzugsweise 5,5 mm.

Das Spanntuch weist bevorzugt eine Dehnbarkeit von 1 bis 4, weiter vorzugsweise von 2 bis 3 bei nahezu vollständigem Rückstellvermögen auf. Das bedeutet, dass beim Spanntuch eine Längenänderung von 100 % bis 400 % bzw. 200 % bis 300 % gegenüber der ursprünglichen Länge möglich ist, ohne dass sich dabei ei-ne sichtbare plastische Dehnung zeigt. In anderen Worten soll die Zugbeanspruchung bei der angegebenen Dehnung des Spanntuchs unterhalb der Streckgrenze, zumindest jedoch unter der 0 , 2%-Dehngrenze des Spanntuchs liegen.

Vorzugsweise weist das Spanntuch eine Reißfestigkeit gemäß DIN 53504:2009-10 von größer 5 N/mm2auf, wobei die Reisfestigkeit insbesondere anhand von S3-Prüfkörpern ermittelt werden kann .

Als Material für das Spanntuch und/oder die Stabilisierungselemente sind alle Materialen mit ausreichenden elastischen Eigenschaften geeignet. Vorzugsweise sind das Spanntuch und/oder die Stabilisierungselemente aus Silikon oder Latex, weiter vorzugsweise aus 2-Komponenten-Silikonen oder einem thermoplastischen Elastomer.

Die Erfindung wird nun anhand vorteilhafter Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen beispielhaft beschrieben. Es zeigen:

Figur 1: eine dreidimensionale Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Teilk- offerdams ;

Figur 2: eine Seitenansicht des Teilkofferdams aus Figur

1;

Figur 3a, b: weitere Ansichten des Teilkofferdams aus Figuren

1 und 2 ; und

Figur 4 eine dreidimensionale Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Teilk- offerdams.

In Figuren 1, 2 und 3a, b ist ein erfindungsgemäßer Teilkof-ferdam 1 zur Abschirmung von zu behandelnden Zähnen dargestellt. Der Teilkofferdam 1 umfasst ein Spanntuch 10 aus elastischem Material und zwei, einstückig mit dem Spanntuch 10 ausgebildete Stabilisierungselemente 20, die an zwei gegenüberliegenden Enden des Spanntuchs 10 angeordnet sind.

Das elastische Spanntuch 10 weist einen Zentralbereich mit drei auf einer geraden Linie 11 angerordneten Durchführungsöffnungen 12, 12 zur Durchführung von Zähnen wobei die bei-den äußeren Durchführungsöffnungen 12 λ nach außen hin offen sind. Die Durchführungsöffnungen 12, 12 λ weisen jeweils eine elliptische Form auf, wobei die parallel zur Linie 11 verlaufende Halbachse mit 2,5 mm größer als die dazu senkrecht ste- hende Halbachse mit nur 1,1 mm Länge ist. Der Querschnitt der Durchführungsöffnungen 12, 12 λ ist im Ausgangszustand also kleiner als der Querschnitt des jeweiligen Zahnhalses der hindurchzuführenden Zähne.

Zwischen jeweils zwei benachbarten Durchführungsöffnungen 12, 12 λ ist jeweils ein Steg 13 vorgesehen, dessen Längsrichtung 13 λ senkrecht zur Linie 11 verläuft. Durch Ziehen des Spanntuchs 10 in eine Zugrichtung parallel zur Längsrichtung 13 λ der Stege 13 erreichbaren Einsetzzustand verjüngen sich die Stege 13 ausreichend, um einfach in jeweils einen Zahnzwischenraum eingeführt zu werden. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel werden die beiden Stege 13 in die zwei einen Zahn umgebenden Zahnzwischenräume eingeführt, nämlich um einen durch die mittlere Durchführungsöffnung 12 hindurchgeführten Zahn. Nach dem Einführen in die Zahnzwischenräume wird das

Spanntuch 10 wieder entspannt, sodass sich in diesem Einsatzzustand des Teilkofferdams 1 die Stege 13 wieder derart breiten, dass sie dichtend an der interdentalen Gingiva und den Approximalflächen der den Zahnzwischenraum bildenden Zähne an-liegen.

Im entspannten Zustand weist der Teilkofferdam 1 den in den Figuren 1 bis 3, insbesondere Figur 3a gezeigten bogenförmigen Querschnitt auf. Das Spanntuch 10 weist in der Folge im entspannten Zustand eine Krümmung senkrecht zur Längsrichtung 13 λ der Stege 13 auf.

An zwei gegenüberliegenden Seiten des Spanntuchs 10 sind, um eine Ebene normal zur Längsrichtung 13 λ der Stege 13 des

Spanntuchs 10 Stabilisierungselemente 20 angeordnet. Diese Stabilisierungselemente 20 sind u-förmig ausgestaltet und um-fassen daher einen zwei Schenkel 21 miteinander verbindenden Profilsteg 22. Der Profilsteg 22 erstreckt sich jeweils ent- lang einer Seite des Spanntuches 10, während die Schenkel 21 über das gekrümmt verlaufende Spanntuch 10 hinausragen. Die über das Spanntuch 10 hinausragenden Enden der Schenkel 12 sind über Zusatzgurte 23 miteinander verbunden.

Die Stabilisierungselemente 20 sind einstückig mit dem Spanntuch 10 ausgebildet und in der Folge aus demselben elastischen Material. Die Stabilisierungselemente 20 sind dabei derart steif, dass bei Anlage der Endbereiche der Schenkel 21 an den durch die Durchführungsöffnungen 12 λ hindurchgeführten oder dazu benachbarten Zähnen im Einsatzzustand des Teilkofferdams 1 der Profilsteg 22 an der Gingiva anliegt und das Spanntuch 10 dabei derart unter Spannung hält, um den Behandlungsbereich frei zu halten. Um diese Stabilität zu erreichen, weisen die Stabilisierungselemente 20 eine gegenüber dem Spanntuch 10 deutlich größere Dicke auf.

Aufgrund der aus den vorbeschriebenen Gründen erforderlichen gegenüber dem Spanntuch 10 erhöhten Steifigkeit der Stabilisierungselemente 20 wäre bei gleichbleibender Steifigkeit des Profilssteges 22 über seine gesamte Länge insbesondere bei Zahnfehlstellungen der durch die Durchgangsöffnungen 12, 12 λ geführten Zähne ein enges Anliegen des Profilsteges 22 an die Gingiva nicht gegeben, was ggf. auch zu einer mangelnden Abdichtung des Spanntuches 10 gegenüber den durch die Durchgangsöffnungen 12, 12 λ hindurchgeführten Zähnen zur Folge hat. Um ein enges Anliegen des Profilsteges 22 auch in solchen Fällen zu gewährleisten, weisen die Profilstege 22 der Stabilisierungselemente 20 jeweils insgesamt drei Bereiche 24, 25 mit reduzierter Steifigkeit auf. Die ersten beiden Bereiche 24 mit reduzierter Steifigkeit sind auf Höhe der die beiden äußeren Durchführungsöffnungen 12 λ zu einer Seite begrenzenden Stege 13 angeordnet. Der zweite Bereich 25 befindet sich auf Höhe der mittleren Durchführungsöffnung 12. Die Reduktion der Stei- figkeit wird dabei durch Veränderung, nämlich Verkleinerung des Querschnitts der Profilstege 22 erreicht, wie sie in Figuren 1 und 2 ersichtlich ist.

Durch die Reduktion der Steifigkeit des Profilsteges 22 in den vorgegebenen Bereichen 24, 25 wird erreicht, dass sich der Profilsteg 22 an eben diesen Stellen einfacher biegen lässt, an denen der Profilsteg 22 im Falle einer Zahnfehlstellung regelmäßig gebogen werden muss, um möglichst eng an der Gingiva anzuliegen .

Im dargestellten Ausführungsbeispiel beträgt die Dicke des

Spanntuchs 10 und damit auch der Stege 13 0,2 mm. Ein Steg 13 ist an seiner schmälsten Stelle im entspannten Zustand 5 mm breit. Der Abstand zwischen den beiden Stabilisierungselementen 20 im Ausgangszustand und damit die Länge des Spanntuchs 10 im entspannten Zustand betragen 5,5 mm.

Das Spanntuch 10 weist eine Dehnbarkeit von mehr als 3 bei nahezu vollständigem Rückstellvermögen auf. Das bedeutet, dass beim Spanntuch 10 eine Längenänderung von 300 % oder mehr gegenüber der ursprünglichen Länge möglich ist, ohne dass sich dabei eine sichtbare plastische Dehnung zeigt. Gleichzeitig weist das Spanntuch eine Reißfestigkeit gemäß DIN 53504:2009-10 von größer 5 N/mm2auf, wobei die Reisfestigkeit insbesondere anhand von S3-Prüfkörpern ermittelt werden kann.

Das Spanntuch 10 und die einstückig damit ausgebildeten Stabi-lisierungselemente 20 sind aus Silikonkautschuk gefertigt, nämlich aus Silikonkautschuk Addisil™ 1140M der Firma Momenti-ve™, der eine Reißfestigkeit gemäß DIN 53504:2009-10 von

12 N/mm2, eine Shore-A-Härte gemäß DIN 53505 von 42 und eine Bruchdehnung gemäß DIN 53504 von 940 % aufweist.

In Figur 4 ist ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Teilkofferdams 1 zur Abschirmung von zu behandelnden Zähnen dargestellt gezeigt. Analog zum Ausführungsbeispiel der vorherigen Figuren umfasst der Teilkofferdam 1 ein Spanntuch 10 aus elastischem Material und zwei, einstückig mit dem Spanntuch 10 ausgebildete Stabilisierungselemente 20, die an zwei gegenüberliegenden Enden des Spanntuchs 10 angeordnet sind .

Das elastische Spanntuch 10 weist in seinem Zentralbereich zwei auf einer geraden Linie 11 angerordnete Durchführungsöffnungen 12 λ auf, die analog zu dem Ausführungsbeispiel gemäß Figuren 1 bis 3 dimensioniert sind.

Zwischen den beiden Durchführungsöffnungen 12 λ ist ein Steg 13 vorgesehen, dessen Längsrichtung 13 λ senkrecht zur Linie 11 verläuft. An den Außenseiten sind die Durchführungsöffnungen 12 λ durch jeweils einen Gurt 14 begrenzt. Durch Ziehen des Spanntuchs 10 in eine Zugrichtung parallel zur Längsrichtung 13 λ der Stege 13 erreichbaren Einsetzzustand verjüngen sich die Stege 13 und die Gurte 14 ausreichend, um einfach in je-weils benachbarte Zahnzwischenräume eingeführt zu werden. Nach dem Einführen in die Zahnzwischenräume wird das Spanntuch 10 wieder entspannt, sodass sich in diesem Einsatzzustand des Teilkofferdams 1 der Stege 13 wieder derart breitet, dass er dichtend an der interdentalen Gingiva und den Approximalflä-chen der den Zahnzwischenraum bildenden Zähne anliegt. Auch die Gurte 14 liegen dichtend an den durch die jeweils benachbarte Durchführungsöffnungen 12 λ geführten Zähnen an.

Der Teilkofferdam 1 aus Figur 4 weist analog zu dem Teilkof-ferdam 1 aus Figuren 1 bis 3 einen bogenförmigen Querschnitt auf sowie zwei an gegenüberliegenden Seiten des Spanntuchs angeordnete Stabilisierungselemente 20, deren über das Spanntuch 10 hinausragenden Schenkel 12 über Zusatzgurte 23 miteinander verbunden sind. Zur weiteren Erläuterung der Stabilisierungselemente 20 wird auf die Ausführungen zu Figuren 1 bis 3 verwiesen .

Um ein enges Anliegen der Profilstege 22 der Stabilisierungselemente 20 des Ausführungsbeispiels aus Figur 4 auch bei einer Zahnfehlstellung zu gewährleisten, weisen die Profilstege 22 jeweils zwei erste Bereiche 24 mit reduzierter Steifigkeit auf. Diese ersten Bereiche 24 sind auf Höhe des die beiden Durchführungsöffnungen 12 λ trennenden Steg 13 angeordnet. Die Reduktion der Steifigkeit wird dabei durch Veränderung, nämlich Verkleinerung des Querschnitts der Profilstege 22 erreicht, wie sie in Figur 4 ersichtlich ist.

Die Dimensionierung des Spanntuchs 10 sowie die Materialeigenschaften und Materialwahl des Teilkofferdams 1 aus Figur 4 entsprechend denjenigen des Ausführungsbeispiels gemäß Figuren 1 bis 3.