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1. (WO2018162463) MOEBEL MIT WENIGSTENS EINER TRAGSTANGE
Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

Möbel mit wenigstens einer Tragstange

Die Erfindung betrifft ein Möbel mit wenigstens einer Tragstange der im Oberbegriff von Anspruch 1 angegebenen Art. Derartige Möbel finden vielfach Verwendung, vor allem im Ladenbau, auf Messen, bei Ausstellungen, können aber auch in Wohn- und Geschäftsräumen, Büros und Ähnlichem eingesetzt werden. Die Tragstange wird dabei an einer Platte angeordnet, wobei an der Tragstange weitere Elemente vorgesehen sein können, wie Warenträger, dekorative Elemente, informative Elemente oder Ähnliches. Als Warenträger kommen dabei Regelböden, Abhängearme, Konfektionsstangen, Haken und Anderes in Frage.

Eine derartige Vorrichtung beschreibt die EP 2 499 935 AI . Hier ist ein Möbel mit einer Tragstange vorgesehen, wobei wenigstens eine erste Platte mit einer ersten Ausnehmung und eine darunter angeordnete zweite Platte mit einer zweiten Ausnehmung vorgesehen sind, wobei das eine Ende der Tragstange beide Ausnehmungen durchgreifen kann, um in der Platte angeordnet zu werden. Die Tragstange weist dabei einen sternförmigen Querschnitt auf, wobei die beiden Ausnehmungen ebenfalls sternförmig und vorzugsweise ähnlich zum Querschnitt der Tragstange ausgebildet sind. Nachteilig bei dieser Anordnung ist es, dass es nicht vorgesehen ist, elektrischer Verbraucher, wie Beleuchtungseinrichtungen, Displays, Lautsprecher, Kameras oder Ähnliches mit anzuschließen. Werden derartige Verbraucher gewünscht, so müssen diese entweder mit Hilfe einer Elektrofachkraft nachgerüstet werden oder die Geräte müssen zusätzlich über Steckdosen angeschlossen und an dem Möbel angebracht werden. Dies ist jedoch unpraktisch, insbesondere wenn hierfür Fachpersonal erforderlich ist, und das Möbel büßt viel von seiner Flexibilität und auch von seinen optischen Eigenschaften ein.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, den vorgenannten Nachteil zu vermeiden und das Möbel um eine Elektrifizierung zu erweitern, welche einfach funktioniert, auch wenn die Tragstangen montiert und demontiert werden wobei dafür kein Fachpersonal erforderlich ist, um das Möbel trotzdem nicht in seiner Flexibilität einzuschränken. Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale von Anspruch 1 gelöst, denen folgende besondere Bedeutung zukommt.

Die Tragstange umfasst elektrische Leiterbahnen mittels derer ein Verbraucher, der mittelbar oder unmittelbar an der Tragstange vorgesehen ist, mit elektrischer Energie versorgt werden kann. An dem einen Ende der Tragstange sind dabei elektrische Kontaktstellen vorgesehen, um die elektrischen Leiterbahnen mit elektrischer Energie zu versorgen. Weiterhin ist eine Platine vorgesehen, welche elektrische Gegenkontaktstellen aufweist, die mit den elektrischen Kontaktstellen in Wirkverbindung bringbar sind. Die Platine ist dabei so beschaffen, dass die Kontaktierung zwischen den elektrischen Kontaktstellen und den elektrischen Gegenkontaktstellen erfolgt, unabhängig von der Ausrichtung der Tragstange in den Ausnehmungen.

Hierdurch erfolgt eine einfache Kontaktierung zwischen den elektrischen Kontaktstellen und den elektrischen Gegenkontaktstellen. Die Platine wird dabei einmalig bei der Montage der ersten und zweiten Platte auf üblichem Wege mit elektrischer Energie versorgt, beispielsweise über eine Lötverbindung. Wird dann eine erfindungsgemäße Tragstange in die erste und zweite Ausnehmung eingebracht, erfolgt die elektrische Kontaktierung und damit die Energieversorgung des bzw. der Verbraucher automatisch. Dies geschieht auch, wenn die Tragstange von einem ersten Paar Ausnehmungen zu einem anderen Paar Ausnehmungen versetzt wird und ist unabhängig von der genauen Ausrichtung der achsensymmetrischen Tragstange. Eine Bedienperson kann somit, falls mehrere Paare von Ausnehmungen vorhanden sind, eine Tragstange von einem Ausnehmungspaar in ein anderes Ausnehmungspaar umstecken bzw. die Tragstange entnehmen und wieder in das gleiche Ausnehmungspaar stecken, ohne dass eine Fachkraft die elektrische

Energieversorgung wieder herstellen müsste. Die Tragstangen können in das Ausnehmungspaar eingesteckt und wieder entnommen werden, wobei beim Einstecken und Herstellen des Montagezustandes auch gleichzeitig automatisch die Elektrifizierung vorgenommen wird. Die Platten selber können am Boden oder auch an einer Wand befestigt sein. Bei einer Befestigung in der Wand, spezielle Tragstangen verwendet werden, welche auf ihrer einen Seite an einem Zacken des sternförmigen Querschnitts eine Aussparung aufweisen, mit der sich die Tragstange im Montagezustand an der zweiten Ausnehmung in der zweiten Platte verhaken kann, um ein unbeabsichtigtes Herausrutschen zu verhindern. Auch können die Tragstangen noch auf der der einen Seite abgewandten anderen Seite einen Vorsprung aufweisen, um beispielsweise einen Regalboden sicher zu haltern oder um bei der Verwendung als Abhängearm zu verhindern, dass ein Kleiderbügel von der Tragstange rutschen kann.

Eine erfindungsgemäße Platine ist vorteilhafterweise so ausgebildet, dass sie einen zentralen ersten Bereich umfasst, der in etwa in Form eines Schlüsselloches ausgebildet ist und der eine erste elektrische Gegenkontaktstelle bildet, während ein den ersten Bereich teilweise umgebender zweiter Bereich vorgesehen ist, der eine zweite elektrische Gegenkontaktstelle bildet, wobei die beiden Bereiche so angeordnet sind, dass immer die eine elektrische Kontaktstelle der Tragstange mit dem ersten Bereich und die andere elektrische Kontaktstelle der Tragstange mit dem zweiten Bereich in Wirkverbindung steht, unabhängig von der Ausrichtung der Tragstange. Durch die besondere Form der Platine ist es möglich, beide Kontaktbereiche zur Außenkante der Platine zu führen, von wo aus sie auf üblichem Wege einer elektrischen Stromversorgung zugeführt werden kann. Sind beispielsweise vier Einsteckrichtungen für die Tragstange möglich und vorgesehen, so kann der schlüssellochförmige erste Bereich der Platine so ausgerichtet sein, dass der Teil, wo der zweite Bereich den ersten Bereich nicht umschließt, auf 45 Grad ausgerichtet ist, wenn die Kontaktierung der Platine auf 0 Grad, 90 Grad, 180 Grad und 270 Grad erfolgt. Somit kann sichergestellt werden, dass das Zusammenwirken der elektrischen Kontaktstellen und der Platine keinen Kurzschluss hervorruft, da immer eine Kontaktstelle mit dem ersten Bereich und die andere Kontaktstelle mit dem zweiten Bereich in Verbindung steht. Selbstverständlich sind hier auch andere Formen der Platine und der Tragstange denkbar.

Bevorzugterweise ist unterhalb der zweiten Ausnehmung eine Halterung für die Platine vorgesehen. Hierdurch wird die Platine vor mechanischer Beanspruchung durch die Tragstangen geschützt. Auch ist es so möglich, ein bestehendes Möbelstück, welches keine Elektrifizierung aufweist, nachzurüsten, indem beispielsweise eine Halterung mit Platine unterhalb der zweiten Ausnehmung angeordnet und angeschlossen wird. Dann müssen lediglich die Tragstangen ebenfalls nachgerüstet oder durch Tragstangen mit elektrischen Leiterbahnen ausgetauscht werden und schon kann die Elektrifizierung des bestehenden Möbels erfolgen.

Besonders einfach ist es, wenn die elektrischen Kontaktstellen als steckerförmiger Kontaktausnehmer ausgebildet sind. Diese bieten einen gewissen mechanischen Schutz und stellen eine sichere Kontaktierung der Gegenkontaktstellen auf der Platine sicher. Vorteilhafterweise weist dabei die Tragstange noch eine Aufnahme auf, in welche der Kontaktabnehmer einbringbar ist. Hierdurch werden sowohl der Kontaktabnehmer als auch die elektrischen Kontaktstellen zusätzlich geschützt, da sie quasi in die Tragstange eingebracht werden. So kann beim Demontieren und Lagern der Tragstangen nicht so leicht eine Beschädigung der elektrischen Kontaktstellen erfolgen. Darüber hinaus ist der Kontaktabnehmer im Montagezustand der Tragstange unterhalb der ersten Platte angeordnet und somit von außen nicht sichtbar. Hierdurch ergibt sich ein gutes optisches Gesamtbild des Möbels. Der Kotaktabnehmer vereinfacht dabei das Einstecken der elektrischen Kontaktstellen in die erste Ausnehmung.

Bevorzugterweise kann die Tragstange pulverbeschichtet sein. Dies ist es hinlänglich bekanntes Verfahren und ermöglicht es, eine Tragstange vorzusehen, die ein ansprechendes Äußeres hat und vor Korrosion und Beschädigung geschützt ist. Darüber hinaus kann die Pulverbeschichtung in

verschiedensten Arten und Weisen erfolgen, so dass verschiedenste Farbgebungen und Ähnliches möglich sind.

Besonders unauffällig ist das Aufbringen der elektrischen Leiterbahnen, wenn diese auf die Tragstange aufgedruckt werden. Dies ist mit heute üblichen SD-Duckverfahren möglich, die auch das Drucken von Metallen oder anderen elektrisch leitenden Materialien erlauben. Alternativ können die elektrischen Leiterbahnen selbstverständlich auf die Tragstange aufgeklebt werden. Dies ist insbesondere auch bei einer nachträglichen Elektrifizierung, also einem Nachrüsten einer bestehenden Tragstange sinnvoll. Bei beiden Methoden ist es dabei vorteilhaft, wenn die Leiterbahnen möglichst flach ausgebildet werden, damit sie optisch nicht so hervortreten und den optischen Gesamteindruck der Tragstange nicht stören.

Die Tragstange selbst kann aus mehreren flächigen Bauteilen bestehen, die zusammengesteckt werden, insbesondere unter Zwischenschaltung einer oder mehrerer Aufnahmen. Dabei sind die flächigen Bauteile vorzugsweise aneinander festlegbar, insbesondere durch Schweißen, Kleben oder Ähnliches. Die flächigen Bauteile können dabei kongruent zueinander ausgebildet sein, was das Fertigungsverfahren der flächigen Bauteile vereinfacht und damit preiswerter macht.

Eine erste Ausführungsform des Möbels sieht vor, dass eine Buchse vorgesehen ist, welche die erste und die zweite Platte bildet, wobei die Buchse über je eine erste und eine zweite Ausnehmung und eine Platine verfügt und eine Tragstange in die Buchse einbringbar ist, wobei die Buchse in einem Möbelstück anordbar ist. Hier ist es möglich, Möbelstücke aus allen möglichen Materialien mit einer derartigen Buchse zu versehen und dann je eine Tragstange in jede der Buchsen einzusetzen.

Bei einer weiteren Ausführungsform des Möbels ist ein Gehäuse vorgesehen, welches die erste und die zweite Platte bildet, wobei die erste Platte über mehrere erste und die zweite Platte über mehrere zweite Ausnehmungen

verfügt. Vorzugsweise ist eine einzige Platine in Einsteckrichtung unterhalb der zweiten Ausnehmungen angeordnet und zwar derart, dass unterhalb jeder der zweiten Ausnehmungen ein Paar von Gegenkontaktstellen auf der Platine vorhanden ist. In jede der ersten und zweiten Ausnehmungen ist jeweils eine Tragstange einbringbar, wobei es jedoch auf den konkreten Anwendungsfall ankommt, wie viele Tragstangen vorgesehen sind und in welche Ausnehmungen diese eingebracht werden. Hier können also unterschiedliche Anzahlen von Tragstangen beliebig in den Ausnehmungen angeordnet werden. Durch die einzelne Platine ist nur eine Installation bzw. ein Anschließen an die elektrische Stromversorgung notwendig und die Tragstangen können in jedes Paar von Ausnehmungen durch einfaches Einstecken und Herstellen des Montagezustandes elektrisch kontaktiert werden, wobei die vorhandenen Verbraucher mit Strom versorgt werden können.

Darüber hinaus können noch eine oder mehrere weitere Elemente einstückig mit einer Tragstange ausgebildet sein bzw. an dieser festgelegt werden.

Erfindungsgemäß vorteilhaft ist es, wenn die Tragstange und/oder die erste Platte und/oder die zweite Platte und/oder das Gehäuse und/oder die Buchse ganz oder teilweise aus Metall und/oder Kunststoff und/oder Glas und/oder aus einem Verbundmaterial bestehen. Die genauen Materialien, die hier zum Einsatz kommen, sind variabel und können je nach Einsatzzweck variieren. Die Tragstange und/oder die erste und/oder die zweite Platte können dabei zumindest bereichsweise aus einem durchsichtigem Material bestehen, welcher beleuchtet werden kann, wobei die Beleuchtung bereits durch eine einfaches Einbringen der Tragstange in die beiden Ausnehmungen und Kontaktierung mit den Gegenkontaktstellen auf der Platine mit elektrischer Energie versorgt werden kann.

Weitere Vorteile und Ausführungsbeispiele ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, den Unteransprüchen sowie den Zeichnungen. In den Zeichnungen ist die Erfindung in zwei Ausführungsbeispielen dargestellt. Es zeigen:

Fig. 1 : eine erfindungsgemäße Vorrichtung mit Buchse, perspektivisch,

Fig. 2: die Vorrichtung aus Fig. 1 im Montagezustand,

Fig. 3 : die Vorrichtung aus Fig. 2 in Seitenansicht,

Fig. 4: die Vorrichtung aus Fig. 2 im Schnitt,

Fig. 5: das eine Ende der erfindungsgemäßen Tragstange mit

Kontaktabnehmer,

Fig. 6: die Buchse aus den Fig. 1 bis 4 mit Halterung und Platine,

Fig. 7: die erfindungsgemäße Buchse mit Tragstange vor dem

Einbau in ein Möbelstück,

Fig. 8: die Vorrichtung gemäß Fig. 7 im Montagezustand, perspektivisch,

Fig. 9: die Vorrichtung aus Fig. 8 in Seitenansicht,

Fig. 10: ein erfindungsgemäßes Gehäuse in Draufsicht,

Fig. 1 1 : das Gehäuse von Fig. 10 mit Tragstange vor dem

Montagezustand,

Fig. 12: die Elemente aus Fig. 1 1 im Montagezustand,

Fig. 13a: ein Gehäuse mit Platine für die Bodenmontage als

Explosionsdarstellung,

Fig. 13b: eine Gehäuse mit Platine für die Wandmontage in Explosionsdarstellung,

Fig. 14: ein fertig montiertes Möbel mit Warenträgern und Gehäuse sowie zwei Tragstangen,

Fig. 15: ein Beispiel für einen Verbraucher an einer Tragstange.

Die Fig. 1 bis 4 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung. Die Tragstange 10 besitzt einen sternförmigen Querschnitt 13 und ist mit ihrem einen Ende 1 1 durch eine erste Ausnehmung 21 in der ersten Platte 20 und durch eine parallel zu dieser ersten Ausnehmung 21 angeordnete zweite Ausnehmung 23 in der zweiten Platte 22 führbar. Unterhalb der zweiten Platte 22, die die zweite Ausnehmung 23 aufweist, ist eine Halterung 55 mit einer Platine 50 angeordnet.

Das eine Ende 1 1 der Tragstange 10 weist eine Verjüngung 14 auf sowie elektrische Kontaktstellen 41. Mit dieser Verjüngung 14 greift die Tragstange 10 in die beiden Ausnehmungen 21 , 23 ein, wobei nach Durchdringen der zweiten Ausnehmung 23 die elektrischen Kontaktstellen 41 mit den elektrischen Gegenkontaktstellen 51 , 52 auf der Platine 50 in elektrische Wirkverbindung gebracht werden. Die beiden Platten 20, 22 sind parallel zueinander angeordnet und parallel dazu ist auch die Halterung 55 mit der Platine 50 ausgerichtet. Die beiden Platten 20, 22 und die Halterung 55 sind dabei so angeordnet, dass die erste Ausnehmung 21 in der ersten Platte 20 die zweite Ausnehmung 23 in der zweiten Platte 22 sowie die Platine 50 auf der Halterung 55 miteinander fluchten und die elektrischen Kontaktstellen 41 an der Tragstange 10 mit den elektrischen Gegenkontaktstellen 51 , 52 auf der Platine 50 beim Herstellen des Montagezustandes 30.1 der Tragstange 10 automatisch in elektrische Wirkverbindung gebracht werden.

In diesem Ausführungsbeispiel bilden die beiden Platten 20 und 22 eine Buchse 31, in der je eine erste 21 und zweite Ausnehmung 23 sowie eine Platine 50 angeordnet sind. Somit kann in dieser Buchse 31 genau eine Tragstange 10 angeordnet werden. Die Tragstange 10 selber besteht aus zwei flächigen Bauteilen 16, die zusammengesteckt und miteinander verschweißt sind. Die hier gezeigte Tragstange 10 weist dabei einen sternförmigen Querschnitt 13 mit vier Zacken auf. Selbstverständlich ist es auch möglich, anders geformte sternförmige Querschnitte vorzusehen, die mehr oder weniger Zacken aufweisen. Der Querschnitt 13 der Tragstange 10 und die beiden Ausnehmungen 21 , 23 sind ähnlich zueinander ausgebildet. Die elektrischen Leiterbahnen 40 sind an einem der Zacken der Tragstange 10 flächig angeordnet.

In Fig. 5 ist erkennbar, dass an dem einen Ende 1 1 der Tragstange 10 ein Paar von elektrischen Leiterbahnen 40 angeordnet ist. Diese sind flach ausgebildet, damit sie den optischen Gesamteindruck der Tragstange 10 möglichst wenig beeinflussen. Die elektrischen Leiterbahnen 40 können dabei entweder direkt auf den entsprechenden flächigen Bauteil 16 der Tragstange 10 aufgedruckt oder auf diesen aufgeklebt werden. Auch ist es möglich, die elektrischen Leiterbahnen 40 auf der Tragstange 10 bzw. dem flächigen Bauteil 16 anzubringen und danach noch eine Beschichtung, beispielsweise eine Pulverbeschichtung, vorzusehen, so dass die elektrischen Leiterbahnen 40 kaum oder gar nicht sichtbar sind.

Des Weiteren ist eine Aufnahme 43 an dem flächigen Bauteil 16 der Tragstange 10, welcher die elektrischen Leiterbahnen 40 aufweist, vorgesehen, in welche ein Kontaktabnehmer 42, welcher die elektrischen Kontaktstellen 41 beinhaltet, aufgenommen werden kann. Auch der Kontaktabnehmer 42 mit den beiden elektrischen Kontaktstellen 41 ist dargestellt. Dieser ist sehr klein, flach und unauffällig gehalten. Die Aufnahme 43 in der Tragstange 10 sorgt dafür, dass der Kontaktabnehmer 42 korrekt platziert wird und damit auch eine richtige Kontaktierung zwischen den elektrischen Leiterbahnen 40 bzw. den elektrischen Kontaktstellen 41 und der Platine 50 bzw. den elektrischen Gegenkontaktstellen 51 , 52 hergestellt wird. Darüber hinaus ist der Kontaktabnehmer 42 in der Aufnahme 43 optisch versteckt angeordnet,

insbesondere da dieser Bereich auch im Montagezustand 30.1 zwischen der ersten Platte und der zweiten Platte 22 angeordnet ist. Aber die Aufnahme 43 sorgt auch dafür, dass sich die elektrischen Kontaktstellen 41 bei Einstecken der Tragstange 10 in die Ausnehmungen 21 , 23 nicht verhaken können.

Fig. 6 zeigt einen genaueren Aufbau der Buchse 31 mit erster Platte 20 und zweiter Platte 22 sowie erste Aufnahme 21 und zweiter Aufnahme 23 sowie mit der Platine 50 und der Halterung 55. An der Platine 50 erkennt man den ersten Bereich 53, der die erste elektrische Gegenkontaktstelle 51 bildet sowie den zweiten Bereich 54, der die zweite elektrische Gegenkontaktstelle 52 bildet. Beide Gegenkontaktstellen 51 , 52 sind konzentrisch zueinander aufgebaut, wobei der erste Bereich 53 in etwa die Form eines Schlüsselloches aufweist. Hier ist der längliche Teil des ersten Bereiches 53 des Schlüssellochs um ca. 45 Grad versetzt, so dass es nicht zu einem Kurzschluss kommen kann, sondern im Montagezustand 30.1 immer die elektrischen Kontaktstellen 41 an den elektrischen Gegenkontaktstellen 51 , 52 anliegen und einen elektrischen Kontakt herstellen. Die Halterung 55 und die Platine 50 sind so beschaffen, dass sie bei bestehenden Vorrichtungen und Buchsen 31 , welche nicht elektrifiziert sind, nachgerüstet werden können.

In den Fig. 7 bis 9 wird gezeigt, wie die Buchse 31 in einem Möbelstück Verwendung findet, um das Möbel 30 herzustellen. Hierzu wird die Buchse 31 in das Möbelstück eingesetzt und dort festgelegt, vorzugsweise verschraubt. Die Platine 50 muss dann noch mit einer elektrischen Stromversorgung kontaktiert werden, beispielsweise durch eine Lötverbindung, um eine elektrische Versorgung der Leiterbahnen 40 und eventueller Verbraucher 18 sicherzustellen. Danach ist es möglich, die Tragstange 10 beliebig in die Ausnehmungen 21 , 23 der Buchse 31 einzubringen und aus dieser wieder zu entfernen. Die elektrische Kontaktierung erfolgt beim Einbringen der Tragstange 10 in die Ausnehmungen 21 , 23 dabei automatisch.

Die Fig. 10 bis 12 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung. Hier ist ein Gehäuse 32 vorgesehen, welches die erste Platte 20 und die zweite Platte 22 bildet. Unterhalb der zweiten Platte 22 ist dann noch die Platine 50 vorgesehen. In der ersten Platte 20 sind dabei mehrere erste Ausnehmungen 21 vorgesehen, während die zweite Platte 22 mehrere zweite Ausnehmungen 23 aufweist. Die Platine 50 weist mehrere Paare von elektrischen Gegenkontaktstellen 51 , 52 auf und zwar jeweils für jedes Paar von Ausnehmungen 21 , 23, ein Paar von Gegenkontaktstellen 51 , 52. Die ersten Ausnehmungen 21 und zweiten Ausnehmungen 23 sowie die Gegenkontaktstellen 51 , 52 sind dabei im Wesentlichen genauso ausgestaltet, wie in den bisher gezeigten Figuren. Die Ausnehmungen 21 , 23 sind wiederum ähnlich zum Querschnitt 13 der Tragstange 10 und die elektrischen Gegenkontaktstellen 51 , 52 weisen wieder die beschriebenen ersten 53 und zweiten Bereiche 54 auf. Da nur eine Platine 50 für alle Gegenkontaktstellen 51, 52 verwendet wird, muss auch hier nur eine einzige elektrische Kontaktierung an eine Stromversorgung erfolgen. Die Tragstange 10 wird wieder in bekannter Weise mit ihrem einen Ende 1 1 , welches verjüngt 14 ausgebildet ist und die elektrischen Kontaktstellen 41 für die elektrischen Leiterbahnen 40 aufweist, in die ersten 21 und zweiten Ausnehmungen 23 eingebracht und automatisch mit den Gegenkontaktstellen 51 , 52 auf der Platine 50 kontaktiert.

Die Fig. 13a und 13b zeigen nähere Ausgestaltungen und Explosionsdarstellungen dieser Ausführungsformen. Bei beiden Figuren wurde die Platine 50 nur exemplarisch dargestellt, und auf die Darstellung der Gegenkontaktstellen 51 , 52 aus Gründen der Übersichtlichkeit verzichtet. Fig. 13a zeigt dabei in einer Art Explosionsdarstellung ein erfindungsgemäßes Möbel 30 mit Gehäuse 32, welches als Bodenmöbel, also als auf dem Boden stehendes Möbel 30, vorgesehen ist. Hierzu sind auch Füße 33 vorgesehen, um das Möbel 30 auf dem Boden auszurichten.

Fig. 13b zeigt eine Variante, ebenfalls mit Gehäuse 32, wobei dieses Möbel 30 an der Wand montiert werden kann. Somit sind die dort eingebrachten Tragstangen 10 dann horizontal ausgerichtet. Vorzugsweise weist eine hierfür vorgesehene Tragstange 10 an ihrem einen Ende 1 1 an einem Zacken ihres

sternförmigen Querschnitts 13 eine Aussparung auf, mit der sie sich im Monatezustand in der zweiten Ausnehmung 23 verhaken kann. So kann die Tragstange 10 nicht aus den beiden Ausnehmungen 21 , 23 herausrutschen, so dass die Kontaktierung der elektrischen Kontaktstellen 41 und der elektrischen Gegenkontaktstellen 51 , 52 bestehen bleibt.

Schließlich zeigt die Fig. 14 eine beispielhaftes fertiges Möbel 30 mit zwei Tragstangen 10 sowie mit Warenträgern. Die Füße 33 sind hier durch eine Abdeckung verdeckt, so dass sich ein schönes optisches Gesamtbild ergibt.

Fig. 15 zeigt exemplarisch einen elektrischen Verbraucher 18, hier eine Beleuchtung. Der Verbraucher 18 in an dem anderen Ende 19 einer Tragstange 10 angeordnet. Die Beleuchtung kann beispielsweise darunter befindliche Auslagen mit Waren oder Ähnlichem beleuchten oder auch anderen Beleuchtungszwecken dienen.

Abschließend sei noch darauf hingewiesen, dass die hier dargestellten Ausführungsformen lediglich beispielhafte Verwirklichungen der Erfindung sind. Diese ist nicht darauf beschränkt. Es sind vielmehr noch Abänderungen und Abwandlungen möglich.

B e z u g s z e i c h e n l i s t e :

10 Tragstange

11 Eines Ende von 10

12 Weiteres Element

13 Sternförmiger Querschnitt von 10

14 Verjüngung an 10

15 Einsteckrichtung von 10

16 Flächiges Bauteil von 10

17 Warenträger

18 Verbraucher

19 Anderes Ende von 10

20 Erste Platte

21 Erste Ausnehmung

22 Zweite Platte

23 Zweite Ausnehmung

30 Möbel

30.1 Montagezustand

31 Buchse

32 Gehäuse

33 Fuß

34 Dem Boden zugewandte Seite von 30 oder 32

40 Elektrische Leiterbahn

41 Elektrische Kontaktstellen

42 Kontaktabnehmer

43 Aufnahme an 10

50 Platine

51 Erste elektrische Gegenkontaktstelle

52 Zweite elektrische Gegenkontaktstelle

53 Erster Bereich an 50

54 Zweiter Bereich an 50

55 Halterung