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1. (WO2018157970) MAGNETISCHE PRÜFUNG VON WERTDOKUMENTEN
Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

P a t e n t a n s p r ü c h e

1. Verfahren zur Prüfung von magnetischen Eigenschaften eines Wertdokuments (1) mit folgenden Schritten:

- Vorbeitransportieren eines Wertdokuments (1) an einem Magnetsensor (10) entlang einer Transportrichtung (x), wobei der Magnetsensor, quer zur Transportrichtung des Wertdokuments, eine Mess-Sensorzeile mit mehreren magnetosensitiven Mess-Sensorelementen (7) aufweist, die in einem Sollabstand (d) zu einer Transportebene des Wertdokuments angeordnet sind, und wobei der Magnetsensor mindestens ein weiteres magnetosensitives Sensorelement (8) aufweist, das, von dem vorbeitransportierten Wertdokument aus betrachtet, hinter der Mess- Sensorzeile angeordnet ist und einen größeren Abstand von der Transportebene des Wertdokuments aufweist als die Mess-Sensorelemente, Detektieren von Messsignalen (M) des Wertdokuments durch die Mess- Sensorelemente (7) an mehreren Messpunkten (y) des Wertdokuments, die entlang einer Messlinie quer zur Transportrichtung (x) auf dem Wertdokument angeordnet sind,

Detektieren eines Korrektursignals (K) durch mindestens eines der weiteren Sensorelement an zumindest einem Korrektur-Messpunkt des Wert- dokuments,

Ermitteln von korrigierten Messsignalen (Μ') der Messpunkte durch Korrigieren der an den Messpunkten (y) detektierten Messsignale mit Hilfe des an dem mindestens einen Korrektur-Messpunkt detektierten Korrektursignals,

- Prüfen von magnetischen Eigenschaften des Wertdokuments auf Basis der korrigierten Messsignale (Μ') mehrerer Messpunkte (y).

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zum Korrigieren der an den Messpunkten (y) des Wertdokuments detektierten Messsignale folgende Schritte durchgeführt werden:

- Vergleichen des jeweiligen Messsignals (M) eines Messpunkts (y) mit ei- nem für diesen Messpunkt ermittelten Korrektursignal (K) und

- Ermitteln eines Abstands des jeweiligen Messpunkts (y) des Wertdokuments von dem jeweiligen Mess-Sensorelement (7) anhand eines Signalabfalls, den das für diesen Messpunkt (y) ermittelte Korrektursignal (K) im Vergleich zu dem Messsignal des jeweiligen Messpunkts aufweist, - Korrigieren des jeweiligen Messsignals (M), das das jeweilige Mess- Sensorelement (7) an dem jeweiligen Messpunkt detektiert hat, mit Hilfe des ermittelten Abstands des Wertdokuments von dem Mess- Sensorelement (7) unter Zuhilfenahme einer bekannten Abstandsabhängigkeit des Messsignals der Mess-Sensorelemente (7).

3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Messsignal (M) der Mess-Sensorelemente (7) nach oben korrigiert wird, falls der ermittelte Abstand (a) den Sollabstand (d) überschreitet und nach unten korrigiert wird, falls der ermittelte Abstand (a) den Sollabstand unterschreitet und die Größe dieser Korrektur vom Verhältnis des jeweiligen Messsignals (M) eines Messpunkts (y) zu dem für diesen Messpunkt (y) ermittelten Korrektursignal (K) abhängt.

4. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass zum Korrigieren des jeweiligen Messsignals, der für den jeweiligen Messpunkt

(y) ermittelte Abstand (a) in eine bekannte Abstandsabhängigkeit des Messsignals der Mess-Sensorelemente (7) eingesetzt wird, um einen für den jeweiligen Messpurtkt (y) geltenden Korrekturfaktor zu ermitteln, der mit dem Messsignal des jeweiligen Messpunkts verrechnet wird.

5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Korrektursignale der Korrektur-Messpunkte gleichzeitig mit den Messsignalen der Messpunkte detektiert werden.

6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzahl der weiteren Sensorelemente (8) mindestens zwei beträgt, insbesondere aber geringer ist als die Anzahl der Mess-Sensorelemente (7), und das Messsignal der Messpunkte solcher Mess-Sensorelemente, hinter denen kein weiteres Sensorelement (8) angeordnet ist, mit Hilfe der Korrektursignale von mindestens zwei Korrektur-Messpunkten korrigiert wird, insbesondere mit Hilfe der zwei am nächsten zu dem Messpunkt benachbarten Korrektur-Messpunkte.

7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass, zum Korrigieren des Messsignals der Mess-Sensorelemente (7), hinter denen kein weiteres Sensorelement (8) angeordnet ist, die Korrektursignale der weiteren Sensorelemente oder aus diesen Korrektursignalen abgeleitete Werte interpoliert werden.

8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Korrigieren der detektierten Messsignale nur für solche Messsignale der Mess-Sensorelemente durchgeführt wird, die eine vorgegebene Schwelle (S) erreichen oder überschreiten.

9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass während des Vorbeitransportierens des Wertdokuments an dem Magnetsensor, die Messsignale von Messpunkten eines zweidimensionalen Abschnitts (11) des Wertdokuments detektiert werden, der sich sowohl quer zur Transportrichtung als auch entlang der Transportrichtung erstreckt, und dass die Messsignale (M) der Messpunkte dieses zweidimensionalen Abschnitts (11) mit einer vorgegebenen Schwelle verglichen werden und dass für solche Messpunkte, deren Messsignal die vorgegebene Schwelle unterschreitet, dieses Messsignal mit Hilfe der Korrektursignale von mindestens zwei, bevorzugt mindestens drei, Korrektur-Messpunkten dieses zweidimensionalen Abschnitts (11) korrigiert wird, die entlang der Transportrichtung zu diesen Messpunkten versetzt sind, und ggf. zusätzlich auch mit Hilfe des Korrektursignals eines oder mehrerer Korrektur-Messpunkte die-ses zweidimensionalen Abschnitts (11) korrigiert wird, die quer zur Transportrichtung zu diesen Messpunkten versetzt sind.

10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass aus den Korrektursignalen von zwei oder von mehr als zwei Korrektur-Messpunkten für den zweidimensionalen Abschnitts (11) insgesamt ein mittlerer Abstand ermittelt wird, den der zweidimensionale Abschnitt von den Mess-Sensorelementen aufweist, und die Messsignale aller Messpunkte dieses zweidimensionalen Abschnitts (11) mit Hilfe dieses mittleren Abstands des zweidimensionalen Abschnitts (ROI) korrigiert werden

11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass einer der zur Bestimmung des mittleren Abstands verwendeten Korrektur-Messpunkte - in Transportrichtung des Wertdokuments betrachtet - am Anfang des zweidimensionalen Abschnitts (11) und ein weiterer Korrektur-Messpunkt am Ende des zweidimensionalen Abschnitts (11) liegt.

12. Magnetsensor zur Prüfung von magnetischen Eigenschaften eines Wertdokuments (3), das in einer Transportebene entlang einer Transportrichtung an dem Magnetsensor vorbei transportiert wird, umfassend

- eine quer zur Transportrichtung des Wertdokuments angeordneten Mess- Sensorzeile, die mehrere magnetosensitive Mess-Sensorelemente aufweist, die in einem Sollabstand (d) zur Transportebene des Wertdokuments angeordnet sind,

- mindestens ein weiteres magnetosensitives Sensorelement, das, in Bezug auf das vorbeitransportierte Wertdokument, hinter der Mess-Sensorzeile angeordnet sind und entlang einer Linie parallel zu den Mess-Sensorelementen angeordnet ist und einen größeren Abstand von der Transportebene des Wertdokuments aufweist als die Mess-Sensorelemente, gekennzeichnet durch

- eine Steuereinrichtung, die dazu eingerichtet ist, die Mess-Sensorzeile so zu steuern, dass die Mess-Sensorelemente an mehreren Messpunkten des Wertdokuments Messsignale des Wertdokuments detektieren, die entlang einer Messlinie quer zur Transportrichtung auf dem Wertdokument angeordnet sind, und das mindestens eine weitere Sensorelement so zu steuern, dass dieses an zumindest einem Korrektur-Messpunkt des Wertdokuments mindestens ein Korrektursignal detektiert,

- eine Auswerteeinrichtung, die dazu eingerichtet ist, die an den Messpunkten des Wertdokuments detektierten Messsignale mit Hilfe des an dem min-destens einen Korrektur-Messpunkt des Wertdokuments detektierten Korrektursignals zu korrigieren, um dadurch die Abstandsabhängigkeit der Messsignale herauszurechnen, und die magnetischen Eigenschaften des Wertdokument auf Basis der korrigierten Messsignale mehrerer der Messpunkte zu prüfen.

13. Magnetsensor nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Mess-Sensorelemente (7) und das mindestens eine weitere Sensorelement (8) an den einander gegenüberliegenden Seiten desselben Trägers angeordnet sind.

14. Magnetsensor nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Magnetsensor mehrere weitere Sensorelemente (8) aufweist, die entlang einer Linie senkrecht zur Transportrichtung des Wertdokuments angeordnet sind, wobei die Dichte der weiteren Sensorelemente des Magnetsensors senkrecht zur Transportrichtung des Wertdokuments insbesondere so gewählt ist, dass der Magnetsensor für jeden 20mm- Abschnitt des Wertdokuments senkrecht zur Transportrichtung des Wertdokuments mindestens ein weiteres Sensorelement (8) aufweist.

15. Vorrichtung (1) zur Prüfung von magnetischen Eigenschaften eines Wertdokuments (3), umfassend:

- eine Transporteinrichtung zum Transportieren des Wertdokuments (1) in einer Transportebene entlang einer Transportrichtung (x),

- einen Magnetsensor gemäß Anspruch 13 oder 14.