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1. (WO2018149584) VERFAHREN ZUR DARSTELLUNG VON INFORMATIONEN FÜR EINEN NUTZER EINES FAHRZEUGS
Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

Verfahren zur Darstellung von Informationen für einen Nutzer eines

Fahrzeugs

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Darstellung von

Informationen für einen Nutzer eines Fahrzeugs mittels eines

Projektionssystems sowie ein Projektionssystem und ein Fahrzeug.

Zur Darstellung von Informationen, wie bspw. Navigationshinweisen, werden häufig sogenannte "Head-up Displays" verwendet, die darauf beruhen, dass die Informationen mittels einer Projektionseinheit auf ein Projektionsfeld projiziert werden. In einem Fahrzeug befindet sich ein Projektionsfeld in der Regel auf einer Frontscheibe des Fahrzeugs, so dass ein Fahrer, der eine Sitzposition zum manuellen Steuern des Fahrzeugs eingenommen hat, die auf dem Projektionsfeld dargestellten Informationen erkennen kann.

Wechselt ein Fahrer bspw. aufgrund einer Aktivierung eines autonomen Fahrbetriebs eines Fahrzeugs von einer aufrechten Sitzposition, wie sie zum manuellen Steuern des Fahrzeugs erforderlich ist, in eine bspw. waagerechte Komfortposition, kann es vorkommen, dass der Fahrer auf einem

Projektionsfeld, das auf einer Frontscheibe des Fahrzeugs vorgesehen ist, dargestellte Informationen nicht mehr erkennen kann, da ein Sichtfeld des Fahrers aufgrund der waagerechten Komfortposition von der Frontscheibe zu einem Dachhimmel des Fahrzeugs wandert.

In der deutschen Druckschrift DE 10 2009 028 498 A1 wird eine

Projektionsanzeigevorrichtung für Fahrzeuge offenbart, bei der eine Lage einer Bildinformation an eine veränderte Sitzposition angepasst wird.

Die deutsche Druckschrift DE 10 2007 015 877 A1 offenbart ein Verfahren zur Abbildung von Informationen mit einer Abbildungseinrichtung, bei dem eine Positionierung eines virtuellen Bildes auf einer Windschutzscheibe in Abhängigkeit von einer erfassten Sitzposition erfolgt.

Ein Verfahren zur Bedienung von Multimediainhalten in einem

Fortbewegungsmittel ist in der deutschen Druckschrift DE 10 2014 216 661 A1 offenbart.

Vor diesem Hintergrund ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Möglichkeit zum Betrachten von mittels einer Projektionseinheit

darzustellender Informationen sowohl in einer Sitzposition zum manuellen Steuern eines Fahrzeugs als auch in einer Komfortsitzposition, in der ein Fahrer des Fahrzeugs im Wesentlichen liegend angeordnet ist,

bereitzustellen.

Zur Lösung der voranstehend genannten Aufgabe wird ein Verfahren zur

Darstellung von Informationen für einen Nutzer eines Fahrzeugs mittels eines Projektionssystems mit einer Projektionseinheit, einem Steuergerät, einem ersten Projektionsfeld und mindestens einem zweiten Projektionsfeld vorgestellt, bei dem die Informationen von dem Steuergerät an die

Projektionseinheit übermittelt werden, und bei dem das Projektionssystem in Abhängigkeit einer aktuellen Position eines Sitzes des Nutzers von einem ersten Strahlengang, bei dem von der Projektionseinheit erzeugte

Lichtstrahlen auf das erste Projektionsfeld gerichtet werden, auf einen zweiten Strahlengang, bei dem von der Projektionseinheit erzeugte

Lichtstrahlen auf das mindestens eine zweite Projektionsfeld gerichtet werden, umgeschaltet wird, wobei mittels des mindestens einen zweiten Projektionsfelds die von der Projektionseinheit erzeugten Lichtstrahlen zu einem Sichtfeld des Nutzers umgelenkt werden.

Ausgestaltungen der vorgestellten Erfindung ergeben sich aus der

Beschreibung und den abhängigen Ansprüchen.

Das vorgestellte Verfahren dient insbesondere zum Darstellen von

Informationen für einen Fahrer in verschiedenen Sitzpositionen. Dazu ist vorgesehen, dass die Informationen mittels eines Projektionssystems mit einer Projektionseinheit, einem Steuergerät, einem ersten Projektionsfeld und mindestens einem zweiten Projektionsfeld dargestellt werden. Um die Informationen sowohl in einer Sitzposition als auch in einer zweiten

Sitzposition für den Fahrer sichtbar darzustellen, ist vorgesehen, dass das Projektionssystem in Abhängigkeit einer aktuellen Position eines Sitzes des Nutzers von einem ersten Strahlengang, bei dem von der Projektionseinheit erzeugte Lichtstrahlen auf das erste Projektionsfeld gerichtet werden, auf einen zweiten Strahlengang, bei dem von der Projektionseinheit erzeugte Lichtstrahlen auf das mindestens eine zweite Projektionsfeld gerichtet werden, umgeschaltet wird. Dies bedeutet, dass, je nach aktueller

Sitzposition, ein zur Darstellung der Informationen geeignetes Projektionsfeld gewählt wird und ein Strahlengang des Projektionssystems so angepasst bzw. umgeschaltet wird, dass von der Projektionseinheit erzeugte

Lichtstrahlen in ein Sichtfeld des Fahrers fallen.

Unter einem Projektionsfeld ist im Kontext der vorgestellten Erfindung eine Fläche zu verstehen, mittels derer von einer Projektionseinheit erzeugte Lichtstrahlen reflektiert und, dadurch bedingt, umgelenkt werden können. Ein Projektionsfeld kann eine Projektionsfläche sein, auf der einem Nutzer

Informationen dargestellt werden. Dazu ist insbesondere vorgesehen, dass ein Projektionsfeld so ausgerichtet ist, dass von dem Projektionsfeld reflektierte Lichtstrahlen in einem Sichtfeld eines Nutzers zu erkennen sind. Es ist in Ausgestaltung des vorgestellten Verfahrens denkbar, dass jeweilige von einer Projektionseinheit erzeugte Lichtstrahlen über mehrere

Projektionsfelder hinweg zu einem Nutzer, d. h. in ein Sichtfeld eines

Nutzers, bspw. gemäß einem zweiten Strahlengang, reflektiert werden.

Es ist vorgesehen, dass jeweilige darzustellende Informationen von einem Steuergerät des Projektionssystems aus bspw. einem Speicher ausgelesen und an die Projektionseinheit übermittelt werden. Die Projektionseinheit wandelt die von dem Steuergerät übermittelten Informationen in Bildpunkte um und projiziert diese, je nach aktuell eingestelltem Strahlengang, auf das erste Projektionsfeld oder auf das zweite Projektionsfeld.

Um jeweilige darzustellende Informationen für einen Fahrer sichtbar darzustellen, ist vorgesehen, dass das erste Projektionsfeld und das mindestens eine zweite Projektionsfeld eine zumindest teilweise

reflektierende Oberfläche aufweisen, so dass der Fahrer beim Betrachten des ersten Projektionsfelds bzw. des mindestens einen zweiten

Projektionsfelds die darzustellenden Informationen wahrnehmen kann.

Unter einem Sichtfeld eines Nutzer ist im Kontext der vorliegenden Erfindung ein Bereich zu verstehen, den ein Nutzer in seiner aktuellen Position bei entspannter Haltung, d. h. ohne seinen Kopf aktiv zu bewegen, betrachten kann. Ein Sichtfeld umgibt eine Sichtachse eines Nutzers, so dass ein Projektionsfeld, das eine Sichtachse eines Nutzers schneidet bzw. auf einer Sichtachse eines Nutzers liegt, in der Regel innerhalb eines Sichtfelds des Nutzers liegt. Es ist ferner denkbar, dass ein Projektionsfeld Lichtstrahlen, die auf das Projektionsfeld auftreffen, in das Sichtfeld des Nutzers reflektiert.

Unter einem Strahlengang ist im Kontext der vorliegenden Erfindung ein Pfad zu verstehen, entlang dem Lichtstrahlen, die von einer Projektionseinheit erzeugt werden, verlaufen. Ein Strahlengang kann bspw. mittels

Projektionsfeldern vorgegeben werden, die insbesondere als Spiegel

ausgestaltet und dazu geeignet sind, Lichtstrahlen auf ihrem Weg

umzulenken. Zum Umschalten von einem ersten Strahlgang, d. h. einem ersten Pfad, entlang dem Lichtstrahlen geleitet werden, auf einen zweiten Strahlengang, d. h. auf einen zweiten Pfad, entlang dem Lichtstrahlen geleitet werden, kann entsprechend in der Projektionseinheit selbst eine Geometrie eines Raums, durch den die Lichtstrahlen geleitet werden oder eine Position der Projektionseinheit bzw. eine Position jeweiliger

Gegenstände, auf die die Lichtstrahlen treffen, verändert werden.

Insbesondere ist vorgesehen, dass ein Winkel, mit dem ein Projektionsfeld, auf das die Lichtstrahlen treffen, zu einer jeweiligen das Projektionsfeld tragenden Struktur, wie bspw. einem Dachhimmel ausgerichtet ist, verändert wird, um zwischen einem ersten Strahlengang und einem zweiten

Strahlengang umzuschalten. Dazu kann insbesondere vorgesehen sein, dass das erfindungsgemäß vorgesehene zweite Projektionsfeld bewegt wird, um die Lichtstrahlen in einem Winkel zu reflektieren bzw. abzustrahlen, der dazu führt, dass die Lichtstrahlen auf ein Sichtfeld eines Nutzers treffen.

In einer möglichen Ausgestaltung des vorgestellten Verfahrens ist

vorgesehen, dass, wenn das Projektionssystem von dem ersten

Strahlengang auf den zweiten Strahlgang umgeschaltet wird, eine

Ausrichtung der Projektionseinheit zu dem mindestens einen zweiten

Projektionsfeld in Abhängigkeit der aktuellen Position des Sitzes solange verändert wird, bis die von der Projektionseinheit erzeugten Lichtstrahlen auf das Sichtfeld des Nutzers treffen.

Um von einer Projektionseinheit erzeugte Lichtstrahlen in ein Sichtfeld eines Nutzers zu leiten, wenn dieser bspw. von einer ersten Sitzposition in eine zweite Sitzposition bewegt wurde, kann vorgesehen sein, dass mindestens ein zu einem aktuell verwendeten ersten Projektionsfeld zusätzliches zweites Projektionsfeld angestrahlt wird. Durch ein zweites Projektionsfeld, das bspw. an einem Dachhimmel angeordnet ist, können auf das zusätzliche

Projektionsfeld gerichtete Lichtstrahlen in Bereiche umgelenkt bzw. reflektiert werden, die außerhalb eines Bereichs liegen, in den von der

Projektionseinheit abgestrahlte Lichtstrahlen mittels eines ersten

Projektionsfelds, das bspw. auf einer Frontscheibe angeordnet ist, umgelenkt werden können. Entsprechend können mittels verschiedener

Projektionsfelder wahlweise verschiedene Bereiche mit Lichtstrahlen aus der Projektionseinheit versorgt bzw. angestrahlt werden.

In einer weiteren möglichen Ausgestaltung des vorgestellten Verfahrens ist vorgesehen, dass eine Ausrichtung des mindestens einen zweiten

Projektionsfelds zu dem Sitz solange verändert wird, bis die von der

Projektionseinheit erzeugten Lichtstrahlen auf das Sichtfeld des Nutzers treffen.

Zum exakten Ausrichten eines Projektionsfelds auf ein Sichtfeld eines Nutzers kann vorgesehen, dass das mindestens eine zweite Projektionsfeld bzw. eine das mindestens eine zweite Projektionsfeld bildende Oberfläche relativ zu dem Nutzer bzw. einem Sitz des Nutzers bewegt wird. Um eine Position des Sichtfelds des Nutzers zu bestimmen und ein jeweiliges

Projektionsfeld bzw. eine jeweilige Projektionseinheit entsprechend auszurichten, kann es vorgesehen sein, dass ein vorgegebener Punkt an dem Sitz des Nutzers einem Mittelpunkt des Sichtfelds des Nutzers zugeordnet wird. Dabei kann insbesondere vorgesehen sein, dass der vorgegebene Punkt an dem Sitz in Abhängigkeit einer Körpergröße des

Nutzers, die bspw. vor einer Benutzung des Projektionssystems bereitgestellt werden kann, gewählt wird. Da die Position des Punkts an dem Sitz bei einer Bewegung des Sitzes durch ein Koordinatensystem, in dem sich der Sitz bewegt, stets bekannt ist, können das Projektionsfeld und/oder die

Projektionseinheit exakt auf die Position bzw. die Koordinate ausgerichtet werden, an der sich der Punkt an dem Sitz aktuell befindet.

Selbstverständlich ist es auch denkbar, dass die Position des Sichtfelds des Nutzers mittels mindestens eines Sensors, wie bspw. einer Kamera erfasst und unter Verwendung eines Bildverarbeitungsprogramms berechnet wird. Dabei kann eine kontinuierliche Aktualisierung der Position des Sichtfelds erfolgen, wodurch das Projektionsfeld kontinuierlich neu ausgerichtet werden kann, um sich einer Bewegung des Nutzers anzupassen.

In einer weiteren möglichen Ausgestaltung des vorgestellten Verfahrens ist vorgesehen, dass für den Fall, dass der Nutzer einen Kalibrierungsmodus aktiviert, eine Ausrichtung der Projektionseinheit und/oder des mindestens einen zweiten Projektionsfelds zu dem Nutzer solange verändert wird, bis der Nutzer den Kalibrierungsmodus beendet.

Um einen Strahlengang zu einem Nutzer nach individuellen Vorlieben des Nutzers auszurichten, kann es vorgesehen sein, dass der Nutzer den

Strahlengang kalibriert, indem jeweilige in dem Strahlgang vorgesehene Objekte, wie bspw. mehrere Projektionsfelder bzw. mehrere ein

Projektionsfeld aufweisende Oberflächen bewegt werden bzw. eine

Geometrie eines Raums, durch den von einer Projektionseinheit erzeugte Lichtstrahlen geleitet werden, verändert wird. Bei einem derartigen

Kalibrierungsvorgang kann bspw. ein sogenannter "Offset-Wert" ermittelt werden, der eine nutzerbedingte Abweichung zu einem Standardwert angibt und der beim Einstellen eines Strahlengangs zukünftig berücksichtigt wird.

In einer weiteren möglichen Ausgestaltung des vorgestellten Verfahrens ist vorgesehen, dass das Projektionssystem von dem ersten Strahlengang auf den zweiten Strahlgang umgeschaltet wird, wenn der Sitz in eine

Konnfortposition bewegt wurde, in der ein Sichtfeld des Nutzers von einem ersten Bereich des Fahrzeugs, wie bspw. einer Frontscheibe zu einem zweiten Bereich des Fahrzeugs, wie bspw. einem Dachhimmel bewegt wurde bzw. wird.

Um bspw. bei einem Umschalten einer Sitzposition von einer Fahrposition, in der ein Fahrer im Wesentlichen vertikal gegenüber einem Chassis eines jeweiligen Fahrzeugs ausgerichtet ist, in eine Komfortposition, in der der Fahrer im Wesentlichen horizontal gegenüber dem Chassis des Fahrzeugs ausgerichtet ist, eine Darstellung von Informationen in einem Blickfeld des Fahrers sicherzustellen, ist es vorgesehen, dass der erfindungsgemäß vorgesehene Umschaltvorgang, bei dem von einem ersten Strahlengang auf einen zweiten Strahlengang gewechselt wird, dann erfolgt, wenn der Nutzer zwischen der Fahrposition und der Komfortposition gewechselt hat bzw. wechselt. Dazu kann der Umschaltvorgang, bei dem von dem ersten

Strahlengang auf den zweiten Strahlengang gewechselt wird, in Abhängigkeit eines Steuerbefehls zum Wechseln von der Fahrposition in die

Komfortposition oder umgekehrt erfolgen.

Alternativ kann es vorgesehen sein, dass der Umschaltvorgang, bei dem von dem ersten Strahlengang auf den zweiten Strahlengang gewechselt wird, dann erfolgt, wenn der Sitz eine vorgegebene Koordinate in einem

Koordinatensystem des Fahrzeugs erreicht bzw. sich über diese Koordinate hinweg bewegt. Selbstverständlich kann auch ein Umschaltvorgang von dem zweiten Strahlengang auf der ersten Strahlgang erfolgen, wenn der Sitz entsprechend gegenläufig bewegt wird.

Ferner betrifft die vorliegende Erfindung ein Projektionssystem zum

Darstellen von Informationen in einem Fahrzeug, mit einer Projektionseinheit, einem Steuergerät, einem ersten Projektionsfeld und mindestens einem

zweiten Projektionsfeld, wobei das Projektionssystenn dazu konfiguriert ist, in Abhängigkeit einer aktuellen Position eines Sitzes eines Nutzers des

Fahrzeugs von einem ersten Strahlengang, bei dem von der

Projektionseinheit erzeugte Lichtstrahlen auf das erste Projektionsfeld gerichtet werden, auf einen zweiten Strahlgang, bei dem von der

Projektionseinheit erzeugte Lichtstrahlen auf das mindestens eine zweite Projektionsfeld gerichtet werden, umzuschalten, wobei das mindestens eine zweite Projektionsfelds dazu konfiguriert ist, die von der Projektionseinheit erzeugten Lichtstrahlen zu einem Sichtfeld des Nutzers in einer zweiten Sitzposition zu reflektieren, und wobei das erste Projektionsfeld dazu konfiguriert ist, die von der Projektionseinheit erzeugten Lichtstrahlen zu einem Sichtfeld des Nutzers in einer ersten Sitzposition zu reflektieren

Das vorgestellte Projektionssystem dient insbesondere zur Durchführung des vorgestellten Verfahrens.

In einer möglichen Ausgestaltung des vorgestellten Projektionssystems ist vorgesehen, dass das mindestens eine zweite Projektionsfeld dazu konfiguriert ist, die von der Projektionseinheit erzeugten Lichtstrahlen dann zu dem Sichtfeld des Nutzers zu reflektieren, wenn ein autonomer

Fahrbetrieb des Fahrzeugs aktiviert wurde.

Das vorgestellte Projektionssystem dient insbesondere zum Darstellen von Informationen in einem Sichtfeld eines Fahrers eines Fahrzeugs, wenn dieser seine Sitzposition von einer Fahrposition bei einem manuellen

Fahrbetrieb in eine Komfortposition bei einem autonomen Fahrbetrieb wechselt. Dazu kann vorgesehen, dass ein Steuerbefehl zum Umschalten des Fahrzeugs von dem manuellen Fahrbetrieb in den autonomen

Fahrbetrieb an ein Steuergerät des Projektionssystems übertragen wird und das Steuergerät das Projektionssystem für den autonomen Fahrbetrieb

konfiguriert. Dazu schaltet das Steuergerät von einem ersten Strahlengang auf einen zweiten Strahlengang um, wodurch ein gegenüber dem manuellen Fahrbetrieb anderes Projektionsfeld angestrahlt wird und von einer

Projektionseinheit des Projektionssystems erzeugte Lichtstrahlen zu einem Sichtbereich des Fahrers in der Komfortposition umgelenkt werden.

Selbstverständlich ist das Steuergerät dazu konfiguriert, das

Projektionssystem bei einer entsprechend gegenläufigen Bewegung des Sitzes bzw. bei einem Umschalten von dem autonomen Fahrbetrieb in den manuellen Fahrbetrieb entsprechend für den manuellen Fahrbetrieb optimiert zu konfigurieren und von dem zweiten Strahlengang auf den ersten

Strahlgang umzuschalten.

Ferner betrifft die vorliegende Erfindung ein Fahrzeug mit einem

Projektionssystem, das ein erstes Projektionsfeld und mindestens ein zweites Projektionsfeld sowie eine Projektionseinheit umfasst, wobei das mindestens eine zweite Projektionsfeld an einer Vorrichtung oder einer Kombination von Vorrichtungen der folgenden Liste an Vorrichtungen des Fahrzeugs angeordnet ist: Dachhimmel, Träger, Frontscheibe oder

Sonnenblende.

Das vorgestellte Verfahren dient insbesondere zum Betrieb des vorgestellten Fahrzeugs.

Weitere Vorteile und Ausgestaltungen ergeben sich aus der Beschreibung und den beiliegenden Zeichnungen.

Es versteht sich, dass die voranstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen

Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.

Die Erfindung ist anhand von Ausführungsformen in den Zeichnungen schematisch dargestellt und wird unter Bezugnahme auf die Zeichnungen schematisch und ausführlich beschrieben.

Die Figuren werden zusammenhängend und übergreifend beschrieben. Gleiche Merkmale sind durch gleiche Bezugszeichen gekennzeichnet.

Figur 1 zeigt eine schematische Darstellung einer möglichen

Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Projektionssystems in einer

Fahrposition.

Figur 2 zeigt eine schematisch Darstellung des Projektionssystems aus Figur 1 in einer Komfortposition.

In Figur 1 ist ein Fahrzeug 1 mit einem Sitz 3 und einer Projektionseinheit 5 dargestellt. Die Projektionseinheit 5 erzeugt ein Bild und projiziert dieses auf ein erstes Projektionsfeld 7. Dazu erzeugt die Projektionseinheit 5

Lichtstrahlen und projiziert dies über einen ersten Strahlengang 9 auf das erste Projektionsfeld 7. Die Lichtstrahlen werden von dem ersten

Projektionsfeld 7 zumindest teilweise in einem Winkel α zwischen einer ersten Sichtachse 13 eines Fahrers 1 1 und dem ersten Strahlengang 9 reflektiert, so dass die von der Projektionseinheit 5 erzeugten Lichtstrahlen zumindest teilweise in einem Sichtbereich des Fahrers 1 1 liegen und von dem Fahrer 1 1 zu erkennen sind. Entsprechend fügen sich auf dem ersten Projektionsfeld 7 dargestellte Informationen und in einem Sichtbereich des Fahrers befindliche Umweltmerkmale zu einem Gesamtbild 15 zusammen, das letztlich von dem Fahrer 1 1 wahrgenommen wird. Vorliegend wird der Sichtbereich, der sich selbstverständlich räumlich erstreckt, durch die

Sichtachse 13, die mittig durch den Sichtbereich des Fahrers1 1 läuft, angedeutet. Entsprechend liegt das Projektionsfeld 7, das von der

Sichtachse 13 geschnitten wird, im Sichtbereich des Fahrers 1 1 .

In Figur 2 ist der Sitz 3 in einer Komfortposition dargestellt, in die der Sitz 3 bewegt wurde, nachdem das Fahrzeug 1 von einem manuellen Fahrbetrieb, wie er in Figur 1 dargestellt ist, in einen automatischen bzw. autonomen Fahrbetrieb umgeschaltet wurde.

In der Komfortposition ist der Sitz 3 gegenüber der Position für den manuellen Fahrbetrieb weiter geneigt, so dass der Fahrer 1 1 im Vergleich zu der Position für den manuellen Fahrbetrieb deutlich weiter horizontal bezüglich eines Chassis des Fahrzeugs 1 ausgerichtet ist. Entsprechend hat sich die erste Sichtachse 13 zusammen mit einem Sichtfeld des Fahrers 1 1 gegenüber der in Figur 1 dargestellten Position hin zu einer zweiten

Sichtachse 23 verschoben.

Um die von der Projektionseinheit 5 darzustellenden Informationen weiterhin in das Sichtfeld des Fahrers 1 1 zu projizieren, wird die Projektionseinheit 5 umgeschaltet, so dass von der Projektionseinheit 5 erzeugte Lichtstrahlen in einem zweiten Strahlengang 17 nicht mehr auf das erste Projektionsfeld 7, sondern auf ein zweites Projektionsfeld 19 gestrahlt werden. Das zweite Projektionsfeld 19 ist in einem Winkel ß zu der zweiten Sichtachse 23 des Fahrers 1 1 angeordnet, so dass das zweite Projektionsfeld 19 die durch den zweiten Strahlengang 17 einfallenden Lichtstrahlen zumindest teilweise in einen Sichtbereich des Fahrers 1 1 reflektiert. Entsprechend bilden jeweilige durch den zweiten Strahlengang 17 übertragene und mittels des zweiten Projektionsfelds 19 umgeleitete Lichtstrahlen zusammen mit einer

Umgebung im Sichtbereich des Fahrers 1 1 ein Gesamtbild 25, das von dem Fahrer 1 1 wahrgenommen wird.