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1. (WO2018137760) AUFNAHMEBEHÄLTER, METHODE ZUM BEFÜLLEN EINES AUFNAHMEBEHÄLTERS, VERFAHREN ZUM TRANSPORT VON AUFNAHMEBEHÄLTERN UND VERWENDUNG EINES AUFNAHMEBEHÄLTERS
Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

Aufnahmebehälter, Methode zum Befüllen eines Aufnahmebehälters, Verfahren zum Transport von Aufnahmebehältern und Verwendung eines Aufnahmebehälters

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Aufnahmebehälter, eine Methode zum Befüllen von Aufnahmebehältern, ein Verfahren zum Transport von Aufnahmebehältern sowie die Verwendung von Aufnahmebehältern nach den unabhängigen Ansprüchen.

Aufnahmebehälter (beispielsweise in Form von Vials) werden unter anderem für die Aufbewahrung und die Analyse von chemischen und biologischen Samples verwendet.

Bei der Befüllung solcher Behälter steigt der Druck im Hohlraum durch die Verdrängung des vorhandenen Gases durch die Probe oder das Befüllen wird durch einen im Behälter vorhandenen Gegendruck verhindert. Es muss sichergestellt werden, dass eine Befüllung möglich ist und dass der Überdruck nicht zu einem Leck führt und der Inhalt ungewollt austritt bzw. dass das Befüllen durch den entstehenden Überdruck nicht verhindert wird.

EP 0 517 121 schlägt ein Vial vor, welches zwei offene Enden aufweist. In ein Ende ist eine Verschlusskappe eingebracht. Die Verschlusskappe weist einen Entlüftungskanal auf. Das Vial wird durch die gegenüberliegende, offene Seite befüllt. Das vorhandene Gas tritt bei der Befüllung über den Entlüftungskanal der Verschlusskappe aus. Nach der Befüllung wird die Verschlusskappe weiter in das Vial eingedrückt, so dass der Entlüftungskanal vollständig im Vial liegt und ein O-Ring die Fluidverbindung zur Umgebung verschliesst .

Da eine Seite des Vials offen bleibt, ist das Vial nach einer Befüllung nicht gegenüber der Umgebung abgedichtet. Eine Konta- mination des Samples nach der Befüllung kann daher nicht verhindert werden. Zudem kann nicht sichergestellt werden, dass das Vial vor der Befüllung durch das offene Ende nicht kontaminiert wird .

Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, leicht befüllbare Behälter bereitzustellen, welche eine zuverlässige Befüllung erlauben und eine Kontamination des Samples einfach verhindern. Diese Aufgabe wird mit einem Behälter des unabhängigen Anspruchs gelöst.

Der Behälter, vorzugsweise ein Vial, umfasst einen Körper und einen Deckel. Der Körper weist ein offenes Ende und ein geschlossenes Ende auf. Der Deckel ist zumindest teilweise in das offene Ende des Körpers einbringbar, um den Körper zu ver-schliessen. Der Deckel umfasst zumindest eine Kunststoffkompo-nente, welche so ausgebildet ist, dass sie von einer Kanüle durchstechbar ist und nach Entfernung der Kanüle fluiddicht (d.h. gegenüber Gas- und Flüssigkeitsdurchtritt abgedichtet) ist. Der Behälter ist so ausgebildet, dass der Deckel zumindest eine erste und eine zweite Verschlussstellung einnehmen kann. In der ersten Verschlussstellung ist ein Hohlraum des Körpers mit einer Kanüle durch den Deckel befüllbar. Gas kann in der ersten Verschlussstellung über zumindest einen Entlüftungspfad vom Hohlraum entweichen. In der zweiten Verschlussstellung ist der mindestens eine Entlüftungspfad verschlossen.

Ein erfindungsgemässer Behälter kann mit Hilfe einer Kanüle befüllt werden, welche direkt durch den Deckel stechbar ist. Das im Hohlraum vorhandene Gas (z.B. Luft oder ein Schutzgas) kann über den Entlüftungspfad entweichen. Dadurch wird sichergestellt, dass kein zu hoher Überdruck im Vial entsteht, welcher zu einem Leck führen könnte oder ein weiteres Befüllen durch den Druck verhindert. Da der Deckel auch in der ersten Verschlussstellung zumindest teilweise in den Behälter eingebracht wird, wird eine Kontamination des Hohlraums vor der Befüllung zumindest minimiert. Nach der Befüllung wird der Deckel in die zweite Verschlussstellung gebracht, in welcher der Entlüftungspfad verschlossen ist. In der zweiten Verschlussstellung ist der Hohlraum mit der Probe hermetisch von der Umgebung getrennt.

Vorzugsweise ist der Deckel in der zweiten Verschlussstellung weiter in den Körper eingebracht, als in der ersten Verschlussstellung. Dadurch kann der Deckel einfach von der ersten in die zweite Verschlussstellung gebracht werden. So kann der Deckel durch Druckausübung manuell oder automatisch weiter in den Behälter eingeführt werden, um die zweite Verschlussstellung ein-zunehmen, in welcher der Entlüftungspfad verschlossen ist.

Alternativ kann die zweite Verschlussstellung beispielsweise durch eine Drehung des Deckels gegenüber dem Behälter erreicht werden .

Der Deckel weist vorzugsweise Nuten mit zumindest teilweise umlaufenden Dichtflächen auf. Der mindestens eine Entflüftungspfad umfasst dabei vorzugsweise eine Ausnehmung in einer Dichtfläche einer ersten Nut. Eine Dichtfläche mindestens einer zweiten Nut ist hingegen umlaufend ausgebildet. Der Behälter weist dabei vorzugsweise zumindest eine Gegenrippe auf, welche mit den

Dichtflächen der Nuten in Wirkverbindung treten kann. In der ersten Verschlussstellung tritt die Gegenrippe mit der Dichtfläche der ersten Nut in Wirkverbindung. Durch die Ausnehmung kann die Luft bei der Befüllung aus dem Hohlraum entweichen. Danach wird der Deckel weiter in den Hohlraum eingeführt, so dass die Gegenrippe mit der umlaufenden Dichtfläche der zweiten Nut in Wirkverbindung tritt. Da diese Dichtfläche umlaufend ausgebildet ist (d.h. keine Ausnehmung besitzt) kann keine Luft aus dem Hohlraum entweichen. Der Entlüftungspfad ist somit verschlossen.

Alternativ ist auch denkbar, dass der Deckel eine Rippe umfasst und der Behälter zumindest zwei Gegennuten mit zumindest teilweise umlaufenden Dichtflächen umfasst, wobei eine Dichtfläche einer ersten Gegennut eine Ausnehmung umfasst und eine Dichtfläche der zweiten Gegennut umlaufend ausgebildet ist. Die Rippe im Deckel kann dabei mit den beiden Dichtflächen in Wirkverbindung treten. In der ersten Stellung kann wiederum Gas durch die Ausnehmung aus dem Hohlraum austreten.

Es ist auch denkbar, dass die Ausnehmung in einer Rippe (im Deckel oder im Behälter) anstelle der Dichtfläche der Nut vorhan-den ist.

Weiter alternativ wäre auch denkbar, dass der Entlüftungspfad eine Bohrung in einer Seitenwand des Behälters umfasst, welche von innen durch Drehung des Deckels verschlossen werden kann. Es wäre auch denkbar, dass der Entlüftungspfad ein Röhrchen in einem zwei- oder mehrteiligen Deckel umfasst. Ein Teil des Deckels könnte gegenüber dem mindestens einem weiteren Teil so verdreht werden, dass das Röhrchen nicht mehr durchgängig ausgebildet ist und ein Entlüftungspfad damit verschlossen ist.

Bevorzugt umfasst der Hohlraum zwischen 0.5 und 2 ml, besonders bevorzugt 1 ml. Behälter mit solchen Hohlräumen haben sich als passend für verschiedene Samples herausgestellt.

Erfindungsgemässe Behälter können auch mit Hohlräumen mit höheren oder tieferen Volumen ausgebildet sein.

Vorzugsweise ist der Körper 30-60 mm, besonders bevorzugt 40-55 mm, weiter besonders bevorzugt 50 mm lang.

Der Deckel weist vorzugsweise einen Bereich auf, welcher nicht in den Körper einbringbar ist. So kann ein Ende des Deckels beispielsweise einen höheren Radius aufweisen, als der Teil des Deckels, welcher in den Behälter einbringbar ist. Der Radius dieses Endes ist vorzugsweise gleich gross, wie ein Aussenradius des Behälters am offenen Ende, so dass eine Aussenseite des De-ckels im eingebrachten Zustand bündig mit der Aussenseite des Behälters ist. Dadurch kann der Deckel über den nicht eingebrachten Bereich einfacher aus dem Behälter entfernt werden, wenn Kraft auf den Deckel über eine nicht eingebrachte Aussenseite gebracht werden kann.

Alternativ ist es auch möglich, dass der Deckel vollständig in den Behälter eingebracht werden kann.

Vorzugsweise weist der Deckel zumindest eine zumindest teilweise umlaufende Haltenut an einer Aussenseite des nicht in den Körper einbringbaren Bereichs auf. Die umlaufende oder partielle Haltenut erleichtert ein manuelles oder maschinelles Entfernen des Deckels zusätzlich. Durch die Haltenut besitzt eine Aussenseite des Deckels im nicht einbringbaren Bereich eine Struktur, wel-eher die Entfernung erleichtert. Ausserdem kann beispielsweise bei einer automatischen Entfernung ein Gegenstück zur Haltenut in die Haltenut eingebracht werden, um eine Kraftübertragung auf den Deckel zu verbessern.

Vorzugsweise weist der Deckel zwei Kunststoffkomponenten auf oder besteht aus zwei Kunststoffkomponenten . Die zwei Komponenten unterscheiden sich in ihrer Shore-Härte. Die Komponente mit der niedrigeren Shore-Härte ist in einem Bereich des Deckels radial innerhalb der Komponente mit der höheren Shore-Härte angeordnet. Zudem ist die shore-härtere Komponente zumindest in einem Bereich des Deckels, welcher in den Körper einbringbar ist, in Umfangsrichtung ohne Unterbrechung ausgebildet.

Die Komponente mit der niedrigeren Shore-Härte erlaubt die Penetration mit der Kanüle und anschliessende Abdichtung gegenüber der Umgebung, wie vorgängig beschrieben. Die shore-härtere Komponente verleiht dem Deckel durch die ununterbrochene Ausbildung zumindest im Bereich, welcher in den Körper eingeführt wird, zusätzliche Stabilität. Durch die erhöhte Stabilität kann die Dichtheit des Deckels wiederum erhöht werden. So bleibt beispielsweise durch die shore-härtere Komponente die Anpresskraft zwischen Körper und Deckel auch nach längerer Lagerung im We-sentlichen gleich gross.

Falls die shore-härtere Komponente die radial äusserste Schicht darstellt, stellt sie einen Kontakt zwischen Körperinnenfläche und Deckelaussenfläche sicher, welcher den Inhalt des Behälters gegen aussen abdichtet.

Alternativ kann eine zusätzliche Komponente radial ganz aussen, zumindest in dem Bereich, welcher in den Körper eingebracht wird vorhanden sein. Diese Schicht ist bevorzugt aus einem shore-weicheren Kunststoff als die umlaufend ausgebildete shore-härtere Komponente gebildet. Mit Hilfe der shore-weicheren Komponente kann wiederum eine erhöhte Dichtwirkung zwischen Deckel und Behälter erreicht werden.

Die shore-weichere Komponente ist vorzugsweise zumindest teilweise in dem Bereich des Deckels, welcher in den Körper einbringbar ist, in Umfangsrichtung von der shore-härteren Komponente umgeben.

Durch eine derartige Anordnung ist der Deckel in dem Bereich, welcher in den Körper einbringbar ist stabil ausgebildet.

Die shore-weichere Komponente des Deckels kann über die gesamte Länge in Richtung Längsachse des Behälters in Umfangsrichtung von der shore-härteren Komponente umgeben sein oder aber zumindest in einem Punkt des Deckels, welcher nicht in den Körper eingebracht wird, radial nach aussen verlaufen.

Die shore-weichere Komponente kann auch im Bereich, welcher in den Körper eingebracht wird, nur über eine gewisse Länge vorhanden sein. In einem Bereich ist dabei zum Beispiel nur die shore-härtere Komponente vorhanden, welche so einen Hohlraum bildet.

Es ist auch möglich, dass die shore-weichere Komponente beispielsweise am in Richtung geschlossenes Ende zeigenden Ende radial nach aussen läuft. Die shore-weichere Komponente kann somit nur über eine bestimmte Länge im Bereich, welcher inner-halb des Deckels anordnenbar ist, von der shore-härteren Komponente umgeben sein.

Bevorzugt ist die shore-härtere Komponente ein Polypropylen und die shore-weichere Komponente ein Elastomer. Als shore weichere Komponenten sind beispielsweise thermoplastische Elastomere, Gummi, oder Silikon möglich. Das thermoplastische Elastomer weist vorzugsweise eine Shore-Härte im Bereich von 35-48 Shore A, nach ISO 7619 gemessen, auf.

Ein Elastomer eignet sich gut für die geforderten Bedingungen. So erlaubt das Elastomer die Penetration mit der Kanüle. Weiter dichtet das Elastomer die Durchtrittstelle nach Entfernung der Kanüle wieder ab.

Andere Kunststoffe, welche die Penetrations- und Dichtungsanforderungen erfüllen, sind denkbar.

Bevorzugt weist der Körper zumindest einen konisch zulaufenden Abschnitt auf der Aussenseite auf. Dieser konische Abschnitt weist das geschlossene Ende auf.

Eine solche Geometrie stellt wiederum sicher, dass keine Ver-hakung zwischen zwei Behältern stattfindet. Zudem kann der Behälter automatisch in eine korrekte Lage überführt werden, wenn die Lage mit Hilfe der Geometrie erkannt wird. So kann beispielsweise für eine Probeentnahme durch die Kanüle der Behälter in eine aufrecht stehende Position gebracht werden.

Alternativ kann der Behälter auch eine andere Geometrie aufweisen. So kann beispielsweise ein konischer Abschnitt auf der Aussenseite fehlen.

Vorzugsweise ist der Körper so ausgebildet, dass er eine Konizität in einem unteren Viertel von 10-15° aufweist und eine Konizität in einem oberen Teil von 1-5° aufweist.

Es ist auch möglich, dass nur das untere Viertel oder nur der obere Teil konisch ausgebildet sind.

Vorzugsweise weist der Körper an einer Aussenfläche einen

Flansch am offenen Ende auf.

Ein Flansch ermöglicht ein einfaches Greifen des Behälters mit einem gabelförmigen Trageelement. Das Trageelement sollte dabei so ausgebildet sein, dass ein Abstand der Zinken grösser ist als der Durchmesser des Behälters unterhalb des Flansches, aber kleiner als der Durchmesser des Behälters beim Flansch. So kann der Behälter in die Zinken eingeführt und angehoben werden.

Zudem stellt der Flansch sicher, dass, falls ein Deckel mit ei-nem grösseren Durchmesser als das Vial verwendet wird, keine zusätzliche Kante durch den Deckel gebildet wird. Der Flansch ist dazu vorzugsweise konisch ausgebildet, wobei der grösste Durchmesser am offenen Ende angeordnet ist. Dieser grösste Aus-sendurchmesser des Flansches sollte dabei dem Aussendurchmesser des Deckels entsprechen, damit keine zusätzliche Kante entsteht.

In einer bevorzugten Ausführungsform umfasst der Körper zwei Kunststoffkomponenten oder besteht daraus. Zumindest eine Komponente ist dabei voll deckend oder opak ausgebildet und am ge-schlossenen Ende des Körpers angeordnet. Diese zumindest eine voll deckende oder opake Komponente weist einen Code, vorzugsweise einen 2D-Barcode, besonders bevorzugt einen Data Matrix Code, zur Identifizierung auf. Alternativ ist auch denkbar, dass der Code auf einer nicht opake bzw. transparenten Komponente aufgebracht ist.

Mit Hilfe des Codes kann der Behälter und dadurch das Sample eindeutig gekennzeichnet und identifiziert werden. Dadurch kann der Behälter einfach vollautomatisch gehandhabt werden und die Probe des Behälters richtig zugewiesen werden. Zudem erlaubt ein solcher Code eine Anonymisierung des Behälters bzw. des Samples.

Alternativ kann auch ein anderer Code als ein 2D Code verwendet werden, wie beispielsweise ein Farbcode.

Vorzugsweise beinhaltet die voll deckende oder opake Komponente Polypropylen oder besteht daraus.

Polypropylen erlaubt eine einfache Herstellung einer voll deckenden oder opaken Komponente. Zudem erlaubt es die Herstellung in einem 2 K Spritzgussverfahren, zusammen mit dem restlichen Körper .

Alternativ kann die voll deckende oder opake Komponente auch aus einem anderen passenden Material hergestellt werden.

Vorzugsweise wird der Deckel und/oder der Körper des Behälters durch ein Spritzgussverfahren, vorzugsweise ein 2 K Spritzgussverfahren, hergestellt.

Ein Spritzgussverfahren erlaubt eine Herstellung der Teile des Behälters mit gleichbleibender, hoher Qualität. Durch das 2 K Spritzgussverfahren können die Teile mit zwei Kunststoffkompo-nenten in einem Herstellungsprozess produziert werden.

Die Erfindung betrifft auch eine Methode zum Befüllen eines Behälters, vorzugsweise eines Behälters wie vorgängig beschrieben. Die Methode umfasst die Schritte:

- Bereitstellen eines Behälters mit einem Körper und einem Deckel, wobei der Deckel in einer ersten Verschlussstellung in den Körper eingebracht ist,

- Durchstechen des Deckels mit einer Kanüle,

- Befüllen des Behälters durch die Kanüle, wobei Gas aus einem Hohlraum über zumindest einen Entlüftungspfad entweicht,

- Anordnen des Deckels in eine zweite Verschlussstellung, so dass der zumindest eine Entlüftungspfad verschlossen ist.

Bevorzugt wird der Deckel weiter in den Körper eingebracht, um den Deckel in der zweiten Verschlussstellung anzuordnen.

Die Erfindung betrifft zudem ein Verfahren zum Transport von Behältern in einem Röhrensystems mit Luftstrom. Im Verfahren wird eines der vorgehend beschriebenen Behälter verwendet.

Des Weiteren betrifft die Erfindung die Verwendung eines der vorgehenden beschriebenen Behälter in einem luftstrombetriebenen Röhrensystem.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der Ausführungsbeispiele in Kombination mit den schematischen Figuren. Es zeigen schematisch:

Fig. 1: Ein Deckel eines erfindungsgemässen Vials;

Fig. 2: Eine Aussenansicht eines erfindungsgemässen Vials in verschlossenem Zustand;

Fig. 3: Eine Aussenansicht eines erfindungsgemässen Vials in offenen Zustand

Fig. 4a-c: Ein Längsschnitt durch ein erfindungsgemässes Vial in verschiedenen VerschlussStellungen;

Fig 5a, b: Ein Längsschnitt durch ein erfindungsgemässes Vial in verschiedenen VerschlussStellungen .

Figur 1 zeigt einen Deckel 3 eines erfindungsgemässen Vials 1 (siehe Figur 2 oder 3) . Der Deckel 3 ist in ein offenes Ende eines Körpers 2 (siehe Figur 2 oder 3) teilweise einbringbar und ist aus zwei Komponenten 3λ, 3λ λ gebildet, welche sich in ihrer Shore-Härte unterscheiden. Der Deckel 3 ist mit einem 2 K

Spritzgussverfahren hergestellt. Die shore-härtere Komponente 3λ ist ein Polypropylen. Die shore-weichere Komponente 3λ λ ist ein thermoplastisches Elastomer mit einer Shore-Härte von 40 Shore A nach ISO 7619 gemessen. Die shore-weichere Komponente 3λ λ ist in einem Bereich des Deckels 3, welcher in den Körper 2 einbringbar ist, in Umfangsrichtung komplett von der shore-härteren Komponente 3λ umgeben. In einem oberen Ende des Deckels 3 läuft die shore-weichere Komponente 3λ λ hingegen radial nach aussen. Die Shore-weichere Komponente 3 λ λ erstreckt sich in Richtung der Längsachse des Vials 1 nur über eine Teilstrecke der shore-härteren Komponente 3 λ . Ein in Richtung geschlossenes Ende zeigendes Ende des Deckels 3 wird nur von der shore-härteren Komponente 3λ gebildet, welche einen zusätzlichen, auf einer Seite offenen Hohlraum bildet.

Die shore-weichere Komponente 3 λ λ erlaubt eine Penetration des Deckels mit einer Kanüle zur Probenbefüllung und/oder Probeentnahme. Nach Entfernung der Kanüle aus dem Deckel 3, verschliesst die shore-weichere Komponente 3λ λ die Durchtrittsöffnung automatisch.

Der Deckel 3 weist einen unteren Bereich 5 auf, welcher in den Körper 2 einbringbar ist. Zudem weist der Deckel 3 einen oberen Bereich 4 auf, welcher einen grösseren Radius als der untere Bereich 5 aufweist und nicht in den Körper 2 einbringbar ist. Der untere Bereich weist zwei Nuten 6 auf. Eine Dichtfläche einer unteren Nut 6λ ist teilweise umlaufend ausgebildet. Eine Ausnehmung 7 unterbricht die Dichtfläche der unteren Nut 6 λ . Eine Dichtfläche einer oberen Nut 6λ λ ist vollständig umlaufend ausgebildet .

In einer ersten Verschlussstellung ist der Deckel 3 so in den Körper 2 eingeführt, dass die Dichtfläche der unteren Nut 6λ mit einer Gegenrippe 12 (siehe Figur 5) des Körpers 2 in Wirkverbindung tritt. Durch die Ausnehmung 7 besteht ein Entlüftungspfad zwischen einem Hohlraum des Vials 1 und der Umgebung.

Dadurch kann Gas bei der Befüllung des Vials 1 aus dem Hohlraum entweichen. Dadurch wird verhindert, dass ein zu grosser Überdruck im Hohlraum entsteht, welcher zu einem Leck führen könnte oder eine weitere Befüllung verhindert.

In einer zweiten Verschlussstellung ist der Deckel 3 weiter in den Körper 2 eingeführt, so dass die Dichtfläche der oberen Nut 6λ λ mit der Gegenrippe 12 in Wirkverbindung tritt. Da die Dichtfläche der oberen Nut umlaufend ausgebildet ist, besteht keine Fluidverbindung mehr zwischen dem Hohlraum und der Umgebung.

Figur 2 zeigt eine Aussenansicht eines erfindungsgemässen Vials 1 mit Körper 2 in verschlossenem Zustand. Der Deckel 3 befindet sich in der zweiten Verschlussstellung.

Der Körper 2 wird durch zwei Kunststoffkomponenten 2λ, 2λ λ gebildet. Beide Komponenten 2λ, 2λ λ sind Polypropylen, wobei eine Komponente 2λ λ opak ausgebildet ist. Der Körper 2 ist wiederum mit einem 2 K Spritzgussverfahren gebildet. Die opake Komponente 2λ λ ist an einem geschlossenen Ende des Körpers 2 angeordnet. An ihrer vom Körper 2 wegweisenden Fläche weist die opake Komponente einen Data Matrix Code (nicht gezeigt) auf. Der Code dient der Identifizierung des Vials. Dadurch kann das Vial automatisch zugeordnet und bearbeitet werden.

Am offenen Ende weist der Körper 2 einen Flansch 10 (siehe Figur 3) auf, welcher durch die nicht opake Polypropylenkomponente 2λ gebildet ist. Der Flansch 10 ist bündig mit einem Aussendurch-messer des oberen Bereichs 4 des Deckels ausgebildet und stellt dadurch sicher, dass sich zwei Vials 1 mit ihren Deckeln 3 nicht verhaken. Es werden durch diese Ausbildung praktisch keine zusätzlichen Kanten durch den Deckel 3 oder den Körper 2 geschaffen .

Am geschlossenen Ende verläuft die Aussenwand im opaken Bereich 2λ λ konisch. Der Bereich weist eine Konizität von 10 ° auf. Der obere Abschnitt weise eine geringe Konizität von 2° auf.

Figur 3 zeigt eine Aussenansicht eines erfindungsgemässen Vials 1 mit Körper 2 in offenem Zustand. Ein Bereich nahe des offenen Endes des Körpers 2 weist eine Gegenrippe 12 (siehe Figur 5) auf, welche mit den Nuten 6λ, 6λ λ in Wirkverbindung treten kann.

Figuren 4a-c zeigen ein erfindungsgemässes Vial 1 in verschiedenen Verschlussstellungen. In Figur 4a ist der Deckel 3 nicht in den Körper 2 eingebracht. Das Vial 1 ist in einer offenen Stellung .

In der Figur 4b ist der Deckel 3 in der ersten Verschlussstellung. Der Deckel 3 ist dabei teilweise in den Körper 2 eingebracht. Durch eine Kanüle 11 kann das Vial 1 befüllt werden. Gas, welches im Vial war, kann über den Entlüftungskanal (mit gestrichelten Pfeilen angezeigt) entweichen. Dadurch wird ein zu hoher Überdruck im Inneren des Vials 1 verhindert.

In Figur 4c ist der Deckel 3 in der zweiten Verschlussstellung. Der Deckel ist weiter in den Körper 2 eingebracht und der Ent-lüftungskanal dadurch verschlossen.

Die Figuren 5a und 5b zeigen einen Längsschnitt durch ein erfin-dungsgmässes Vial 1 in einer ersten und zweiten Verschlussstellung .

In Figur 5a ist der Deckel 3 in der ersten Verschlussstellung. Die untere Nut 6λ des Deckels 3 ist mit der Gegenrippe 12 des Körpers 2 in Wirkverbindung. Gas kann durch die Ausnehmung 7 (siehe Figur 1) bei der Befüllung austreten.

Figur 5b zeigt den Deckel 3 in der zweiten Verschlussstellung. In dieser Stellung ist die obere Nut 6λ λ, welche eine umlaufend ausgebildet Dichtfläche aufweist, mit der Gegenrippe 12 in Wirkverbindung und dichtet den Hohlraum des Vials 1 von der Umgebung ab .