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1. (WO2018134004) KOMBIINSTRUMENT MIT VERFORMBARER ANZEIGE
Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

Kombiinstrument mit verformbarer Anzeige

Die Erfindung betrifft ein Kombiinstrument mit einer verformbaren Anzeige. Darüber hinaus betrifft die Erfindung ein Fahrzeug, das mit einem

entsprechenden Kombiinstrument ausgestattet ist.

Fahrzeuge für den Straßenverkehr sind üblicherweise mit einer Anzeige ausgestattet, die es dem Fahrer erlaubt, momentane Fahrzeuginformationen bzw. Fahrzeugzustände abzulesen. Dazu gehören üblicherweise die momentane Geschwindigkeit, die momentane Drehzahl des Motors, die Tankfüllmenge und weitere Informationen. Solche Anzeigen werden auch Kombiinstrumente genannt, da sie eine kombinierte Darstellung von

Informationen gestatten. Des Weiteren gibt es weitere Anzeigeeinrichtungen, die z.B. zwischen dem Fahrer und dem Beifahrer in einer sogenannten Mittelkonsole angeordnet sind. Andere Anzeigeeinrichtungen sind bspw. in der Rückenlehne eines Vordersitzes angeordnet, um dem jeweiligen

Fahrgast, der hinter diesem Sitz im Fahrzeug sitzt, ein

Unterhaltungsprogramm anzubieten.

Bisher ist es - wie in Figur 10 gezeigt - üblich, diese Anzeigeeinrichtungen 1 10 mit einer Anzeige 120 statisch im Fahrzeug anzuordnen, d.h., dass die Anzeigeeinrichtungen 1 10 bzw. die Anzeige 120 nicht schwenkbar oder in ihrer Form veränderbar angeordnet sind. Bekannt sind jedoch gebogene Anzeigen oder Anzeigen, die insgesamt herausklappbar sind. Damit die Anzeigen 120 bei Sonneneinstrahlung dennoch gut ablesbar und der Inhalt erkennbar ist, ist im Bereich um die Anzeigeeinrichtung 1 10 üblicherweise eine Sonnenschutzeinrichtung 130 in Form eines Überhangs der Verkleidung oder einer Abschirmung vorgesehen. Besonders gut ist dies in Figur 10 bei der Armaturentafel für den Fahrer vor dem Lenkrad zu erkennen. Alternativ ist auch bekannt mit einer Änderung der Helligkeit der Anzeige auf die Sonneneinstrahlung zu reagieren.

Aus der DE 10 2014 009 609 A1 ist eine Displayanordnung für eine

Mittelkonsole bekannt, bei der das Display ein Fach hinter dem Display verdeckt, wobei das Display klappbar ist, um das verdeckte Fach freizugeben und den Zugang dazu zu ermöglichen. Das klappbare Display kann dabei mit oder ohne Scharnier ausgeführt sein.

Aus der CN 104 163 134 A ist ein flexibles transparentes OLED (Organic Light Emitting Diode)-Display bekannt, das an einer Windschutzscheibe eines Fahrzeugs angeordnet ist. Das Display und wenigstens zwei weitere Infrarotkameras sind mit einem Steuerungssystem im Fahrzeug verbunden. Ein Trägermaterial des flexiblen Displays und ein Gehäuse sind aus einem flexiblen Material hergestellt. Das Display zeigt Umgebungsinformationen außerhalb des Fahrzeugs an, die von den wenigstens zwei Infrarotkameras aufgenommen wurden.

Aus der DE 10 2014 019 125 A1 , die von der selben Anmelderin wie die vorliegende Erfindung stammt, ist eine Interieureinrichtung mit einem berührungsempfindlichen Bildschirm zur Steuerung einer steuerbaren Einrichtung bekannt, wobei die Neigung, die Krümmung und/oder die

Position des Bildschirms relativ zu der Interieureinrichtung verstellbar ist, wobei eine Steuereinrichtung des Kraftfahrzeugs dazu ausgelegt ist, die Neigung, Krümmung und/oder Position des Bildschirms in Abhängigkeit von einer Lehnenneigung einer Rückenlehne und/oder Position des Sitzes in Vorwärtsrichtung zu steuern.

Nachteilig bei dem bekannten Stand der Technik ist, dass das Display jeweils ausschließlich als Ganzes in seiner Position verstellbar ist, d.h. zu

schwenken oder zu drehen ist, um z.B. den Komfort zu erhöhen.

Insbesondere ist ein schwenkbares Display nur für Unterhaltungsanzeigen wie in der Mittelkonsole oder in der Rückenlehne des Vordersitzes

vorgesehen. Darüber hinaus sind bisherige Displays nur dazu eingerichtet, über die Inhalte des Displays flexibel auf Situationen zu reagieren.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit, wenigstens einige der angesprochenen Nachteile und Probleme zu adressieren. Insbesondere soll eine Lösung angegeben werden, die es erlaubt, eine Anzeigeeinrichtung in jeder Situation gut ablesen zu können. Zumindest soll zu den bekannten Lösungen wenigstens eine Alternative vorgeschlagen werden.

Die Aufgabe wird gelöst durch ein Kombiinstrument gemäß Patentanspruch 1 sowie durch ein Fahrzeug gemäß Patentanspruch 14. Weitere jeweilige Ausgestaltungen gehen aus den abhängigen Patentansprüchen und der Beschreibung hervor.

Erfindungsgemäß wird somit ein Kombiinstrument zum Anzeigen von

Fahrzeuginformationen mit einer verformbaren Anzeige, einer Stützstruktur, mindestens einem Sensorelement und mindestens einem

Bewegungselement vorgeschlagen, wobei die verformbare Anzeige auf der Stützstruktur angeordnet ist und die Stützstruktur abhängig von von dem Sensorelement wahrgenommenen Umwelteinflüssen aus einer ersten Stellung in eine zweite Stellung mittels des wenigstens einen

Bewegungselements bewegbar ist.

Die verformbare Anzeige ist somit auf einer Struktur angeordnet, die für sich verstellbar ist. Die Bewegungselemente steuern die Stützstruktur und erlauben, dass die Stützstruktur in eine beliebige Stellung bewegbar ist. Die Bewegungselemente können Aktuatoren umfassen, die auf die Stützstruktur einwirken. Da die Anzeige selber verformbar ist und auf der Stützstruktur angeordnet ist, folgt sie der Bewegung der Stützstruktur in die jeweilige vorgesehene Richtung. Das Sensorelement ist dazu eingerichtet, z.B. die Lichtintensität, die auf die Anzeige fällt zu messen und zu verarbeiten. Die von dem Sensorelement aufgenommenen Werte werden an eine

Steuereinrichtung weitergeleitet. Die Steuerung der Bewegungselemente erfolgt über eine Steuereinrichtung.

Ein Fahrer kann dadurch auch die Anzeige zum Anzeigen von

Fahrzeuginformationen und Fahrzeugzuständen individuell an seine

Bedürfnisse anpassen. Erkennt die Steuereinrichtung, dass die

Lichtintensität hoch ist, wird beispielsweise die Stützstruktur so verstellt, dass ein Schattenwurf von der Anzeige selber auf die übrige Anzeige fällt.

Dadurch nimmt die Lichtintensität auf der Anzeige ab und die Anzeige ist besser ablesbar und es kann auf eine gesonderte Abschirmung für die

Anzeige im Fahrzeug verzichtet werden. Somit kann die Instrumenteneinheit leichter ausgeführt werden. Der Innenraum bietet ein erhöhtes Raumgefühl und wirkt optisch modern. Das Kombiinstrument ist aber auch dazu ausgelegt, sich automatisch an Umgebungsbedingungen anzupassen.

Eine vorteilhafte Weiterbildung des Kombiinstruments ist dadurch

gekennzeichnet, dass die Stützstruktur mehrere einzelne Stützelemente umfasst, die unabhängig voneinander bewegbar sind. Dadurch wird die Einstellung der Anzeige für den Fahrer nach den eigenen Bedürfnissen weiter individualisierbar. Beispielsweise kann bei Sonneneinstrahlung aus einer bestimmten Richtung gezielt ein Stützelement so verstellt werden, dass ein Schatten auf die abzulesende Anzeige geworfen wird, so dass die Anzeige weiterhin gut ablesbar ist. Die individuelle Verstellung des

Kombiinstruments kann aber auch automatisch als Folge des erkannten und

ausgewerteten Sensorwertes erfolgen, um die Lesbarkeit der Anzeige zu gewährleisten.

Eine andere vorteilhafte Ausgestaltung des Kombiinstruments ist dadurch gekennzeichnet, dass die Stützstruktur abhängig von einer

Fahrzeugeinstellung aus der ersten Stellung in die zweite Stellung bewegbar ist. Beispielsweise verändert sich die Stellung der Anzeige abhängig vom Fahrtmodus, d.h., dass bei Auswahl eines Sportmodus nur die

notwendigsten Informationen für den Fahrer sichtbar sind, indem die Anzeige sich so verstellt, dass ein Teil der Informationen verdeckt ist, wohingegen bei einem anderen Fahrtmodus alle Informationen für den Fahrer sichtbar sind, indem die Anzeige vollständig für den Fahrer einsehbar ist.

Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung des Kombiinstruments ist dadurch gekennzeichnet, dass die verformbare Anzeige um eine erste Achse und/oder um wenigstens eine zweite Achse zumindest abschnittweise drehbar und dadurch verformbar ist. Die Anzeige ist somit nicht nur in eine Richtung verformbar. Demzufolge sind auch die einzelnen Stützelemente einzeln um die erste und/oder zweite Achse bewegbar, da diese die verformbare Anzeige bewegen.

Eine noch weitere vorteilhafte Weiterbildung des Kombiinstruments ist dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine zweite Achse zu der ersten Achse im Wesentlichen parallel angeordnet ist. Dadurch kann die Anzeige in wenigstens drei Abschnitte eingeteilt werden, wodurch die

Abschnitte unabhängig voneinander um die jeweiligen Achsen gedreht werden können. Die einzelnen Abschnitte der Anzeige können somit individuell zueinander eingestellt werden, um bspw. sich gegenseitig vor starkem Lichteinfall zu schützen, um eine gute Ablesbarkeit der einzelnen Abschnitte zu gewährleisten.

Eine andere vorteilhafte Ausgestaltung des Kombiinstruments sieht vor, dass die zweite Achse im Wesentlichen quer zu der ersten Achse angeordnet ist. Dadurch kann die Anzeige in verschiedene Richtungen verstellt werden. Ein Abschnitt kann somit seitlich verstellt werden, wohingegen ein anderer Abschnitt nach oben oder unten verstellt werden kann.

Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung des Kombiinstruments ist dadurch gekennzeichnet, dass in der ersten Stellung die verformbare Anzeige im Wesentlichen ebenflächig ausgebildet ist. In dieser Stellung ist somit die gesamte Anzeige sichtbar. Eine solche Stellung nimmt die Anzeige bspw. bei wenig Lichteinfall oder in einem entsprechenden Fahrtmodus ein.

Eine noch weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Kombiinstruments sieht vor, dass in einer Zwischenstellung zwischen der ersten und der zweiten Stellung und/oder in der ersten Stellung und/oder in der zweiten Stellung wenigstens ein Stützelement einen von Null Grad (0°) verschiedenen Winkel zu den jeweiligen anderen Stützelementen aufweist. Der Winkel wird dabei in Bezug auf die Ebene gemessen, in der die Stützelemente bzw. die verformbare Anzeige im Wesentlichen ebenflächig vorliegen. Die Stützelemente stehen somit in einem Winkel ungleich 180° oder 360° zueinander, wenn sie in der zweiten Stellung angeordnet sind. Dadurch weisen auch Abschnitte der Anzeige einen Winkel ungleich 180° oder 360° zueinander auf. Daher kann die Anzeige so verstellt werden, dass bei starkem Lichteinfall die Anzeige selber eine Abschirmung gegen den Lichteinfall bietet.

Das Kombiinstrument wird vorteilhaft dadurch weitergebildet, dass das Kombiinstrument dazu eingerichtet ist, die Anzeigen der Fahrzeuginformation in Abhängigkeit der Stellung der Stützstruktur für einen Fahrer in einem gleichbleibenden Winkel anzuzeigen. Ist z.B. die Stützstruktur geneigt, um die Anzeige vor Sonneneinstrahlung zu schützen, kann der Fahrer weiterhin die Anzeige so ablesen, als wäre die Stützstruktur nicht geneigt. Dazu ist das Kombiinstrunnent dazu eingerichtet, die Darstellung der Infornnationen auf der Anzeige so zu verzerren, dass, wenn der Fahrer in einem Winkel, d.h. nicht von vorne bzw. nicht senkrecht, auf die geneigte Anzeige schaut, er die Darstellungen auf der Anzeige unverzerrt wahrnimmt, als wäre die

Stützstruktur nicht geneigt.

Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung des Kombiinstruments ist dadurch gekennzeichnet, dass das Kombiinstrument eingerichtet ist, einen Augpunkt des Fahrers zu verfolgen und die Darstellung der Informationen auf der verformbaren Anzeige an eine Position des Augpunktes anzupassen. Ändert z.B. der Fahrer die Neigung des Sitzes oder nimmt ein anderer größerer oder kleinerer Fahrer Platz, schaut der Fahrer also aus einem anderen Winkel auf die Anzeige, ändert sich die Darstellung der Information auf der Anzeige so, dass der Fahrer sie gleichbleibend wahrnimmt.

Eine andere vorteilhafte Ausgestaltung des Kombiinstruments sieht vor, dass die verformbare Anzeige eine OLED-Anzeige ist. Eine solche Anzeige eignet sich besonders für verformbare Anzeigen.

Das Kombiinstrument wird dadurch weitergebildet, dass das

Bewegungselement eine Hebelanordnung zum Bewegen der Stützelemente umfasst. Mittels der Hebelanordnung können die Stützelemente in einfacher Weise bewegt werden. Eine solche Ausführung mit Hebeln ist besonders kostengünstig und wartungsarm.

Eine andere vorteilhafte Weiterbildung des Kombiinstruments ist dadurch gekennzeichnet, dass die Stützelemente in Schichten, die in Bezug zueinander verschiebbar sind, übereinander angeordnet sind. Dadurch wird eine besonders Platz sparende Anordnung des Kombiinstruments

ermöglicht.

Des Weiteren wird erfindungsgemäß ein Fahrzeug mit einem

Fahrzeuginnenraum vorgeschlagen, der wenigstens ein Kombiinstrument nach einer der vorstehenden beschriebenen Ausführungsformen umfasst.

Eine Ausgestaltung des Fahrzeugs ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Instrumententafel wenigstens ein Kombiinstrument nach einer vorstehend beschriebenen Ausführungsform umfasst.

Eine andere Ausgestaltung des Fahrzeug sieht vor, dass die

Instrumententafel frei von einer Abschirmvorrichtung zum Abschirmen der verformbaren Anzeige vor Sonnenlicht ist. Dadurch kann die

Instrumenteneinheit und somit das Fahrzeug insgesamt leichter ausgeführt werden.

Weitere Vorteile und Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und den beiliegenden Zeichnungen. Die Erfindung ist anhand von Ausführungsformen in den Zeichnungen schematisch dargestellt und wird unter Bezugnahme auf die begleitenden Zeichnungen schematisch und ausführlich beschrieben, wobei in den Figuren gleiche Elemente mit gleichen Bezugszeichen versehen sind.

Fig. 1 zeigt perspektivische Ansichten einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Kombiinstruments,

Fig. 2 zeigt Draufschnittansichten der Ausführungsform des

Kombiinstruments der Fig. 1 ,

Fig. 3 zeigt perspektivische Ansichten einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Kombiinstruments,

Fig. 4 zeigt Seitenschnittansichten der Ausführungsform des

Kombiinstruments der Fig. 3,

Fig. 5 zeigt Seitenschnittansichten einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Kombiinstruments,

Fig. 6 zeigt perspektivische Ansichten einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Kombiinstruments,

Fig. 7 zeigt eine Seitenansicht eines Fahrzeuginnenraums mit einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Kombiinstruments,

Fig. 8 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Fahrzeuginnenraums mit einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Kombiinstruments,

Figur 9 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Bediendisplays, und

Fig. 10 zeigt einen Fahrzeuginnenraum des Stands der Technik.

Figur 1 zeigt auf der linken Seite ein Kombiinstrument 10 in einer ersten Stellung und auf der rechten Seite das Kombiinstrument 10 in einer zweiten Stellung. Das Kombiinstrument 10 weist eine verformbare Anzeige 12 auf. Die verformbare Anzeige 12 ist auf einer Stützstruktur 14 angeordnet. Die Stützstruktur 14 weist in dieser Ausführungsform drei Stützelemente 16', 16", 16"' auf. Die verformbare Anzeige 12 ist eine OLED-Anzeige. Alternativ könnte auch eine Aktivmatrix-OLED-Anzeige (AMOLED) verwendet werden.

Mittels Bewegungselementen 18 sind die Stützelemente 16', 16", 16"' bewegbar. Die Bewegungselemente 18 bewegen die Stützelemente 16', 16", 16"' entlang Schienen 20. Die Schienen 20 sind dazu eingerichtet, die Stützelemente 16', 16", 16"' auf der jeweiligen Bahn zu führen. Während der Bewegung der Stützelemente 16', 16", 16"' entlang der Schienen 20, verändern die Stützelemente 16', 16", 16"' ihre Stellung um jeweilige

Drehachsen 22, wie durch die Pfeile 24 angedeutet ist. Die Drehachsen 22 sind im Wesentlichen parallel zueinander ausgerichtet.

In der Anzeige 12 ist ein Sensorelement 13 integriert angeordnet. Das Sensorelement 13 ist dazu eingerichtet, eine auf die Anzeige 12 einfallende Lichtintensität zu messen und auszuwerten. Entsprechend der

ausgewerteten Lichtintensität kann die Anzeige 12 über die jeweiligen Stützelemente 16', 16", 16"' so verformt werden, dass einzelne Abschnitte der Anzeige 12 einen Schatten auf einen anderen Abschnitt der Anzeige 12 werfen. Dadurch bleiben auf der verformbaren Anzeige 12 angezeigte Inhalte 26 gut ablesbar. Die Bewegungselemente 18 zum Steuern der

Stützelemente 16', 16", 16"' können also abhängig von einer einfallenden Lichtintensität oder anderen Umwelteinflüssen gesteuert werden. Dazu wird entsprechend der ausgewerteten Lichtintensität ein Signal an eine nicht gezeigte Steuereinrichtung gesendet, die dann die Bewegungselemente 18 ansteuert.

Das Sensorelement 13 kann alternativ auch in einem Bereich um die verformbare Anzeige 12 angeordnet sein, um die Lichtintensität in dem Bereich der verformbaren Anzeige 12 zu messen. Ist das Sensorelement in einem Bereich um die verformbare Anzeige 12 angeordnet, wird kein

Schatten von der verformten Anzeige auf das Sensorelement 13 geworfen. Dadurch kann das Sensorelement 13 unbeeinflusst von dem Schatten, also auch unbeeinflusst von der Stellung der verfornnbaren Anzeige 12 die

Lichtintensität im Bereich der verfornnbaren Anzeige 12 messen.

In der ersten Stellung des Kombiinstruments 10, die auf der linken Seite der Figur 1 gezeigt ist, sind für den Fahrer Inhalte 26, wie bspw.

Basisinformationen, wahrnehmbar, die auf einem mittleren Abschnitt der Anzeige 12 angezeigt werden. Der mittlere Abschnitt ist auf dem

Stützelement 16" angeordnet. Die jeweils anderen beiden Abschnitte, die mit den jeweiligen Stützelementen 16' bzw. 16"' verbunden sind, sind nach innen geklappt, wodurch sich die Krümmung der Anzeige 12 geändert hat. Dadurch ist die verformbare Anzeige 12 gekrümmt angeordnet. Die auf diesen

Abschnitten der verformbaren Anzeige 12 angezeigten Informationen sind für den Fahrer ausgeblendet. Das Kombiinstrument 10 wird eine solche Stellung z.B. während eines ausgewählten Sportfahrmodus einnehmen. Die nach innen geklappten Abschnitte der verformbaren Anzeige 12 schützen den Abschnitt der Anzeige 12, der die Basisinformation 26 anzeigt auch vor Sonneneinstrahlung, z.B. bei seitlichem Sonnenlicht, und erhöhen damit die Lesbarkeit der Anzeige 12.

In der auf der rechten Seite der Figur 1 gezeigten zweiten Stellung des Kombiinstruments 10 sind die Stützelemente 16', 16", 16"' durch die

Bewegungselemente 18 entlang der Schienen 20 nach außen bewegt wurden. Die verformbare Anzeige 12 ist nun im Wesentlichen ebenflächig ausgebildet. Für den Fahrer sind nun auf der verformbaren Anzeige 12 alle Informationen 28 wahrnehmbar. Diese Stellung wird das Kombiinstrument 10 bzw. die Anzeige 12 z.B. bei geringem Lichteinfall einnehmen.

In der Draufsicht der Figur 2 erkennt man, dass die verformbare Anzeige 12 mit den drei Stützelementen 16', 16", 16"' verbunden ist. Die jeweiligen Stützelemente 16', 16", 16"' weisen einen Abstand zueinander auf, wodurch sich in der gezeigten Ausführungsform die verformbare Anzeige 12 in drei Abschnitte teilt. Die Bereiche der verformbaren Anzeige 12, die nicht mit den Stützelementen 16', 16", 16"' verbunden sind, sind verformbar und

ermöglichen die Bewegung der verformbaren Anzeige 12, wenn die

Stützelemente 16', 16", 16"' entlang der Schienen 20 bewegt werden.

Insbesondere ändern diese Bereiche der verformbaren Anzeige 12 ihre Krümmung, wenn die Stützelemente 16', 16", 16"' bewegt werden.

Die Stellung der Stützelemente 16', 16", 16"' kann abhängig von der gemessenen Lichtintensität oder von einem jeweiligen von dem Fahrer wählbaren Fahrtmodus verändert werden. In der linken Stellung schirmen bei einer hohen einfallenden Lichtintensität die zu den Stützelementen 16"' und 16' zugehörigen Abschnitte der Anzeige 12 den zu dem Stützelement 16" zugehörigen Abschnitt der Anzeige 12 vor dem hohen Lichteinfall ab, so dass die Inhalte in diesem Abschnitt gut ablesbar sind. Alternativ kann die Stellung auf der linken Seite auch bei einem Sportfahrmodus eingenommen werden. Dabei werden nur wesentliche Informationen auf dem abgeschirmten

Abschnitt angezeigt.

Die auf der rechten Seite gezeigte Stellung wir bei geringer gemessenen Lichtintensität eingenommen. Alternativ kann diese Stellung auch bei einem Normalfahrtmodus eingenommen werden, so dass mehr Inhalte sichtbar sind, wie bspw. zusätzliche Navigationsinhalte 28, wie in Figur 1 auf der rechten Seite erkennbar.

Figur 3 zeigt eine Ausführungsform des Kombiinstruments 10, bei der die Drehachse 22 so angeordnet ist, dass wenigstens ein Abschnitt, hier der obere Abschnitt der verformbaren Anzeige 12, nach oben bzw. nach unten schwenkt, wie durch den Pfeil 30 angedeutet ist. Das Sensorelement 13 ist bei dieser Ausführungsform auf einem unteren Abschnitt der Anzeige 12

angeordnet. Der obere Abschnitt des Kombiinstruments 10 wird entlang der Schienen 20 bewegt, die nun ebenfalls entsprechend der anderen

Anordnung der Drehachse 22 angeordnet sind. Auf der verformbaren

Anzeige 12 werden die Basisinfornnationen 26 nun auf dem unteren Abschnitt angezeigt. Diese Stellung wird das Kombiinstrument z.B. bei starkem

Lichteinfall einnehmen.

In der zweiten Stellung, die in Figur 3 auf der rechten Seite veranschaulicht ist, ist die verformbare Anzeige 12 wieder im Wesentlichen ebenflächig ausgebildet. Dadurch sind alle anzeigbaren Informationen 28 wahrnehmbar. Diese Stellung wird das Kombiinstrument z.B. bei wenig Lichteinfall einnehmen.

Figur 4 zeigt eine Seitenschnittansicht der Ausführungsform des

Kombiinstruments 10 der Figur 3. Die verformbare Anzeige 12 ist in zwei Abschnitten mit jeweiligen Stützelementen 16' und 16" verbunden. In dem Abschnitt, der nicht mit Stützelementen 16', 16" verbunden ist, ändert sich die Krümmung der verformbaren Anzeige 12, wenn das Stützelement 16' entlang der Schienen 20 bewegt und entlang des Pfeils 30 geschwenkt wird.

Der in der Figur 4 obere Abschnitt der verformbaren Anzeige 12 ist so ausgerichtet, dass der Fahrer 32 entlang des Sichtstrahls 34 die Anzeige 12 im unteren Abschnitt wahrnehmen kann.

Auf der rechten Seite der Figur 4 ist das Kombiinstrument 10 wieder in der zweiten Stellung dargestellt, in der die verformbare Anzeige 12 im

Wesentlichen ebenflächig angeordnet ist. Durch diese lichtabhängige

Verstellbarkeit kann das Kombiinstrument 10 ohne Schutzabdeckung, einer sogenannten Hutze, ausgebildet sein.

Figur 5 zeigt eine weitere Seitenansicht des Kombiinstrunnents 10. Figur 5 zeigt, dass die Stellung der verformbaren Abschnitte der verformbaren Anzeige 12 abhängig von dem Lichteinfall sein können. Dazu schwenkt das Kombiinstrument 10 entlang des Pfeils 36. In der Stellung auf der linken Seite der Figur 5 ist das Kombiinstrument 10 insgesamt etwas steiler angeordnet als in der Stellung auf der rechten Seite. Die Stellung auf der linken Seite wird das Kombiinstrument 10 einnehmen, wenn wenig Licht einfällt oder die Sonne 38 einen entsprechenden Stand relativ zu der verformbaren Anzeige 12 einnimmt. Die Stellung auf der rechten Seite der Figur 5 wird das Kombiinstrument einnehmen, wenn viel Licht auf die verformbare Anzeige 12 fällt, um eine entsprechend gute Lesbarkeit zu gewährleisten. In jedem Fall ist das Kombiinstrument 10 so angeordnet, dass der Fahrer 32 die verformbare Anzeige 12, zumindest teilweise über den Sichtstrahl 34 einsehen kann.

Figur 5 zeigt darüber hinaus zwei Möglichkeiten zur Ausführung der

Bewegung des Kombiinstruments 10. Die Bewegungselemente 18 umfassen auf der linken Seite der Figur 5 eine Hebelanordnung 40. Bei Betätigung der Bewegungselemente 18 schwenkt die Hebelanordnung 40 entlang des Pfeils 42. Dadurch wirkt die Hebelanordnung 40 auf das obere Stützelement 16' oder das untere Stützelement 16" ein und verändert deren jeweilige Stellung.

Auf der rechten Seite der Figur 5 wird das obere Stützelement 16', wie bereits beschrieben, mittels in dieser Figur nicht gezeigten

Bewegungselementen 18 entlang der Schienen 20 bewegt. Dadurch schwenkt das obere Stützelement 16' entlang des Pfeils 36. Das

Kombiinstrument 10 ist in Fahrtrichtung vor einem Lenkrad 44 angeordnet.

Figur 6 zeigt weitere Ansichten einer weiteren Ausführungsform des

Kombiinstruments 10 mit drei Abschnitten, die zueinander verformbar sind.

Die verformbare Anzeige 12 ist auf drei Stützelementen 16', 16", 16"' angeordnet. Dabei ist das obere Stützelement 16' und das untere

Stützelement 16"' um eine jeweilige Drehachse 22 schwenkbar. Wie vorstehend bereits beschrieben, werden die Stützelemente 16', 16"' entlang der Schienen 20 bewegt. Das obere Stützelement 16' schwenkt dabei entlang des Pfeils 52'. Das untere Stützelement 16"' schwenkt dabei entlang des Pfeils 52"'. Die Drehachsen 22 sind dabei parallel zueinander

angeordnet.

In der unteren linken Ansicht in Figur 6 ist das Kombiinstrument 10 in einer perspektivischen Basisdarstellung gezeigt. Dabei sind das obere

Stützelement 16' und das untere Stützelement 16"' jeweils eingeklappt. Ein Fahrer nimmt in dieser Anordnung des Kombiinstruments 10 die

Basisinformation 26 (Fig. 1 ) auf dem mittleren Abschnitt wahr.

In der unteren rechten Ansicht der Figur 6 sind die angezeigten Inhalte 28 komplett dargestellt. Das obere Stützelement 16' und das untere

Stützelement 16"' sind entlang der Pfeile 52' bzw. 52"' ausgeklappt. In dieser Anordnung nimmt der Fahrer die dargestellten Informationen 28 komplett wahr. In dem mittleren Abschnitt ist das Sensorelement 13 angeordnet, um den Lichteinfall zu messen.

Figur 7 zeigt eine Ausführungsform des Kombiinstruments 10, bei der ein Augpunkt 46 des Fahrers 32 erkannt und ausgewertet wird. Der Augpunkt kann dabei von einem Sensorelement 13, das in einem Bereich um das

Kombiinstrument 10 angeordnet ist, erfasst werden. Das Kombiinstrument 10 ist zum Schutz vor Sonneneinstrahlung um einen Winkel α geneigt. Damit der Fahrer 32 die Informationen auf der verformbaren Anzeige 12 weiterhin ungehindert wahrnehmen kann, ist das Kombiinstrument dazu eingerichtet, die Darstellung der Informationen zu verzerren. Der linke vergrößerte

Ausschnitt der verformbaren Anzeige 12 zeigt eine solche verzerrte

Darstellung. Die Informationen 28 sind etwas nach oben in die Länge gezogen bzw. verzerrt. Dadurch nimmt der Fahrer 32 die Informationen 28 in einer Darstellungsebene 48 unverzerrt wahr, wie in der rechten vergrößerten Darstellung gezeigt ist.

Ändert sich nun die Lage des Augpunktes 46 in Bezug auf das

Kombiinstrument 10, weil z.B. ein größerer oder kleinerer Fahrer 32 am Lenkrad 44 Platz nimmt, ändert sich auch der Winkel 50, mit dem auf die verformbare Anzeige 12 geblickt wird, wie durch die unterschiedliche

Linienführung angedeutet ist. Das Kombiinstrument 10 ist nun dazu eingerichtet, diese Änderung des Augpunktes 46 zu erkennen, bspw. durch ein Kamerasystem. Erkennt das Kombiinstrument 10 eine Änderung, ist es dazu eingerichtet, die Verzerrung derart anzupassen, damit der Fahrer 32 die Darstellung der Information 28 weiterhin unverzerrt wahrnimmt.

Figur 8 zeigt einen Fahrzeuginnenraum 100 eines Fahrzeugs mit einem Kombiinstrument 10. Der Fahrzeuginnenraum 100 ist frei von einer

Sonnenschutzeinrichtung für die verformbare Anzeige 12.

Figur 9 zeigt eine Ausführungsform eines Bediendisplays 10' mit einer verformbaren Anzeige 12, das in einer Mittel konsole 58 angeordnet ist. Figur 9 zeigt somit, dass die Merkmale des Kombiinstruments 10 auch auf andere Anzeigevorrichtungen in einem Fahrzeug anwendbar sind. Die Mittelkonsole 58 weist einen Gangwahlhebel 56 auf. Bei der gezeigten Ausführungsform des Bediendisplays sind die Stützelemente 16', 16", 16"' übereinander in Schichten angeordnet. In der in Figur 9 gezeigten zweiten Stellung, sind die Stützelemente 16', 16", 16"' so zueinander verschoben, dass die verformbare Anzeige 12 ablesbar ist. Die Stützelemente 16', 16", 16"' können dabei in der zweiten Stellung nebeneinander angeordnet sein. Die jeweiligen Ränder der Stützelemente 16', 16", 16"' können jeweils mit einer benachbarten Schicht überlappen. In der nicht gezeigten ersten Stellung liegen die Stützelemente 16', 16", 16"' in Schichten übereinander vor. An einem oberen Ende 54 des Bediendisplays 10' ist das Sensorelement 13 angeordnet.

Figur 10 zeigt den Stand der Technik einer bisherigen Ausführungsform eines Kombiinstruments in einer Instrumenteneinheit. Deutlich zu erkennen ist die dominierende Sonnenblende zum Abschirmen des Kombiinstruments

In jedem Fall der vorliegenden Erfindung ist das Kombiinstrument 10 frei von einer zusätzlichen Sonnenschutzeinrichtung, wodurch die Instrumententafel leichter ausgeführt werden kann. Dadurch entsteht ein erhöhtes Raumgefühl und bewirkt eine optische Modernität. Darüber hinaus kann über die Form bzw. die Stellung des Kombiinstruments ein jeweiliger Fahrmodus zum Ausdruck gebracht werden. Des Weiteren stellt eine solche Inszenierung eine Differenzierung zum Wettbewerb dar.