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1. (WO2018127409) VERSTELLBARER HANDWAGEN
Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

VERSTELLBARER HANDWAGEN

GEBIET DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Handwagen, insbesondere zur Beförderung von Waren.

STAND DER TECHNIK

In Supermärkten gekaufte Waren werden in der Regel zuerst mit einem vom Supermarkt zur Verfügung gestellten Supermarkt-Einkaufswagen von den Regalen zur Kassa befördert, dann für den Kassiervorgang aus diesem Supermarkt-Einkaufswagen

entnommen und unmittelbar danach wieder in den Supermarkt-Einkaufswagen zurückgelegt und erst in der Folge in ein eigenes Transportmittel des Kunden oder der Kundin umgeladen. Auch Kundinnen und Kunden, die für den Weg zum und vom

Supermarkt einen eigenen Handwagen oder Fahrradanhänger verwenden, nützen diesen üblicherweise nicht für den Transport der Waren innerhalb des Supermarkts, weil der Laderaum dieser Handwagen oder Fahrradanhänger zu tief liegt, sodass sowohl das sukzessive Einräumen der gekauften Ware vom Regal in den Handwagen bzw. Fahrradanhänger, als auch das Entnehmen und Wiedereinräumen im Zuge des Kassiervorgangs zu umständlich und unbequem wäre .

Bereits zum Stand der Technik zählende Lösungsansätze

betreffend Handwagen oder Fahrradanhänger mit verstellbarer Ladehöhe lösen das Problem unzureichend oder haben andere gravierende Nachteile: Einkaufswagen mit einem Scherengitter-Mechanismus zur Anhebung der gesamten Ladefläche ähnlich

AT 402 063 B sind zur Verwendung als Handwagen, insbesondere zur Mitnahme in öffentlichen Verkehrsmitteln und zur

Aufbewahrung in Wohnungen, zu sperrig. Handwagen mit

umklappbarem Behälter, wie in GB 2 488 324 A dargestellt, haben wiederum den Nachteil, dass bei der Drehung zwischen waagrechter und senkrechter Position der Inhalt beeinträchtigt werden kann und/oder ein aufwändiges und durchdachtes

Einschlichten des Einkaufs erforderlich ist.

AUFGABE DER ERFINDUNG

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen

Handwagen zur Verfügung zu stellen, der die oben geschilderten Nachteile vermeidet. Insbesondere soll der erfindungsgemäße Handwagen beim Einkaufen ein Beladen in einer für den Benutzer bequemen Höhe ermöglichen und sich darüberhinaus auch in öffentlichen Verkehrsmitteln bequem transportieren lassen.

DARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Erfindungsgemäß wird die genannte Aufgabe gelöst durch einen multifunktionellen, verstellbaren Hand- bzw. Einkaufswagen, der zwei verschiedene Zustände annehmen kann. Im ersten

Zustand ist der erfindungsgemäße Handwagen dem bekannten

Supermarkt-Einkaufswagen ähnlich: der Handwagen ist deutlich länger als breit, d.h. er hat entlang einer Längsrichtung eine größere Erstreckung als quer dazu, und das Ladevolumen

konzentriert sich auf die obere Hälfte des auf vier Rädern rollenden Handwagens. Im zweiten Zustand ähnelt der

erfindungsgemäße Handwagen einem bekannten Handwagen: Der Handwagen weist eine reduzierte Länge auf, ist dabei vorzugsweise höchstens so lang wie breit, und das Ladevolumen verteilt sich gleichmäßig über seine Höhe. Leicht schräg geneigt kann der Handwagen auf zwei Rädern rollend von Hand gezogen werden. Das Verstellen des multifunktionellen

Einkaufswagens bzw. des erfindungsgemäßen Handwagens ist zeitsparend, vorzugsweise in einer einzigen Bewegung, möglich, und der Laderaum wird im Zuge des Verstellens gegenüber der Horizontalen nicht geneigt.

Entsprechend ist erfindungsgemäß ein Handwagen vorgesehen, insbesondere zur Beförderung von Waren, mit ersten vertikalen Streben an einem ersten Wagenende und zweiten vertikalen

Streben an einem zweiten Wagenende, wobei die ersten

vertikalen Streben mit den zweiten vertikalen Streben durch diagonale Streben verbunden sind, wobei obere Enden der diagonalen Streben mit den vertikalen Streben drehbar

verbunden sind und wobei untere Enden der diagonalen Streben mit den vertikalen Streben drehbar und vertikal verschiebbar verbunden sind, wobei weiters mindestens ein Behälter an der oberen Hälfte der ersten vertikalen Streben befestigt ist und wobei mindestens ein weiterer Behälter über eine Führung entlang der zweiten vertikalen Streben vertikal verschiebbar ist und über Drehgelenke mit jenen diagonalen Streben

verbunden ist, die mit ihren unteren Enden mit den zweiten vertikalen Streben verbunden sind.

Die beiden Wagenenden liegen einander gegenüber.

Eine Längsrichtung verläuft vom ersten Wagenende zum zweiten Wagenende .

Vorzugsweise sind die ersten vertikalen Streben mit den zweiten vertikalen Streben jeweils über zwei diagonale Streben verbunden .

Die Begriffe „oben/obere/hoch/höhere" und

„unten/untere/tief/tiefere" sowie „vertikal/horizontal" sind auf eine Orientierung des erfindungsgemäßen Handwagens bei bestimmungsgemäßer Verwendung als Einkaufswagen bezogen, d.h. wenn der Handwagen mit seinen Rädern stabil auf einem

waagrechten ebenen Boden steht.

Die Begriffe „obere (s) Ende (n) " und „untere (s) Ende (n) " der diagonalen Streben sind jeweils als ein gewisser Bereich der jeweiligen diagonalen Strebe aufzufassen, der das obere Ende bzw. das untere Ende der jeweiligen diagonalen Strebe umfasst.

Es sind prinzipiell mehrere Behälter denkbar, die insbesondere quer zur Längsrichtung nebeneinander montiert/angeordnet sein können. Vorzugsweise ist der mindestens eine Behälter im

Wesentlichen starr an der oberen Hälfte der ersten vertikalen Streben befestigt.

Ebenso sind prinzipiell auch mehrere weitere Behälter denkbar, die insbesondere quer zur Längsrichtung nebeneinander

montiert/angeordnet sein können.

Die genannten Merkmale ermöglichen es, den Handwagen zwischen dem ersten Zustand, der insbesondere zum Einkaufen (z.B. im Supermarkt) vorgesehen ist, und dem zweiten Zustand, der insbesondere vorgesehen ist für das Zurücklegen des Weges zwischen Einkaufsort und Wohnort, einfach und rasch hin und her überführen zu können.

Eine zwischen den beiden Wagenenden, d.h. in Längsrichtung, gemessene Länge des Handwagens ist im zweiten Zustand kleiner als im ersten Zustand. D.h. die ersten vertikalen Streben sind von den zweiten vertikalen Streben im ersten Zustand weiter entfernt als im zweiten Zustand. Beim Überführen vom ersten Zustand in den zweiten Zustand werden die ersten und zweiten vertikalen Streben relativ zueinander aufeinander zu bewegt. Beim Überführen vom zweiten Zustand in den ersten Zustand

werden die ersten und zweiten vertikalen Streben relativ zueinander voneinander weg bewegt.

Aufgrund der drehbaren und verschiebbaren Verbindungen

zwischen den vertikalen Streben und den diagonalen Streben im Bereich von deren unteren Enden bewegen sich die unteren Enden der diagonalen Streben beim Überführen vom ersten Zustand in den zweiten Zustand von oben nach unten und umgekehrt.

Entsprechend bewegt sich auch der mindestens eine weitere Behälter beim Überführen vom ersten Zustand in den zweiten Zustand von oben nach unten. D.h. der mindestens eine weitere Behälter ist im ersten Zustand höher angeordnet als im zweiten Zustand .

Der mindestens eine Behälter hingegen ändert seine Höhe -genauer: seine Position bezogen auf die Längserstreckung der ersten (oder zweiten) vertikalen Streben - im Wesentlichen nicht. Insbesondere wird hierdurch ermöglicht, dass der weitere Behälter im zweiten Zustand unter dem ersten Behälter angeordnet ist, was besonders platzsparend ist. Weiters kann insbesondere der weitere Behälter im ersten Zustand im

Wesentlichen auf gleicher Höhe wie der Behälter - genauer: auf gleicher Position wie der Behälter bezogen auf die

Längserstreckung der ersten (oder zweiten) vertikalen Streben - angeordnet sein, was beim Einkaufen eine besonders angenehme Position darstellt.

Zur drehbaren Verbindung der diagonalen Streben mit den vertikalen Streben können an sich bekannte erste

Verbindungsmittel verwendet werden, z.B. Drehgelenke.

Zur drehbaren und vertikal verschiebbaren Verbindung der diagonalen Streben mit den vertikalen Streben können an sich bekannte zweite Verbindungsmittel verwendet werden.

Entsprechend ist es bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Handwagens vorgesehen, dass zumindest

teilweise die unteren Enden der diagonalen Streben drehbar mit Profilteilen verbunden sind, welche in korrespondierenden Profilen der vertikalen Streben angeordnet und gleitend bewegbar sind. Vorzugsweise gilt dies für alle unteren Enden der diagonalen Streben. Alternativ ist es bei einer

bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Handwagens vorgesehen, dass zumindest teilweise die unteren Enden der diagonalen Streben drehbar mit Rollenschlitten verbunden sind, welche die vertikalen Streben zumindest abschnittsweise umschließen und mittels Führungsrollen zumindest

abschnittsweise entlang der vertikalen Streben verfahrbar sind. Die Führungsrollen laufen dabei auf der jeweiligen vertikalen Strebe. Vorzugsweise gilt dies für alle unteren Enden der diagonalen Streben. Darüberhinaus sind auch

Kombinationen dieser beiden Varianten denkbar.

Bei einer ökonomisch besonders vorteilhaften Ausführungsform des erfindungsgemäßen Handwagens ist vorgesehen, dass genau ein Behälter und genau ein weiterer Behälter vorgesehen sind.

Um eine konstruktiv besonders einfache Herstellung zu

ermöglichen, ist bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Handwagens vorgesehen, dass der mindestens eine weitere Behälter über die Drehgelenke mit den unteren Enden jener diagonalen Streben verbunden ist, die mit ihren unteren Enden mit den zweiten vertikalen Streben verbunden sind.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass der Behälter und/oder der weitere Behälter Wände aus flexiblem Material aufweist, welche Wände mit vertikalen

Versteifungselementen und/oder diagonalen

Versteifungselementen versehen sind, wobei die vertikalen Versteifungselemente und/oder die diagonalen

Versteifungselemente vorzugsweise durch quer zu einer

Längsrichtung des Handwagens verlaufende weitere

Versteifungselemente verbunden sind. Dies erlaubt eine möglichst platzsparende Aufbewahrung, da sich die Wände zumindest abschnittsweise falten lassen. Die

Versteifungselemente, die z.B. in Form von festen,

eingeschobenen Streben realisiert sein können, garantieren trotzdem eine hervorragende Stabilität für die Aufnahme von Waren. Die quer zur Längsrichtung verlaufenden

Versteifungselemente können insbesondere horizontal verlaufen.

Um das Ladegut auch an Orten abstellen oder in Fahrzeugen weiter befördern zu können, für die der gesamte verstellbare Handwagen zu groß wäre, und um die Reinigung zu erleichtern, soll das Behältnis (ggf. die Behältnisse) für das Ladegut von der übrigen Konstruktion getrennt werden können. Insbesondere kann hierzu der mindestens eine Behälter sowie der mindestens eine weitere Behälter in an sich bekannter Weise leicht und ohne Werkzeug abnehmbar sein.

Für besonders schwere und voluminöse Artikel, insbesondere für Getränkekisten, soll auch eine Möglichkeit bestehen, diese unmittelbar im unteren Bereich des Laderaums in der einem Handwagen entsprechenden Form einzuladen und dabei möglichst wenig Höhenunterschied überwinden zu müssen. Entsprechend ist es bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Handwagens vorgesehen, dass der mindestens eine weitere

Behälter eine Getränkekisten-Halterung ausbildet, wobei der mindestens eine weitere Behälter eine vertikale Rückwand, eine Trageplatte und mindestens ein diagonales Zugelement,

insbesondere eine diagonale Strebe, umfasst. Als Zugelement kommt z.B. ein Seil, insbesondere Stahlseil, in Frage, welches sich einfach zusammenfalten lässt, um einen sehr kompakten zweiten Zustand des Handwagens zu ermöglichen (z.B. wenn dieser verstaut werden soll) .

Bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist hingegen vorgesehen, dass das mindestens eine diagonale Zugelement als mindestens eine zusammenklappbare diagonale Strebe ausgeführt ist und dass und die Trageplatte mit der vertikalen Rückwand drehbar verbunden ist. Auch hierdurch wird ein sehr kompakter zweiter Zustand ermöglicht bei gleichzeitig hoher Stabilität.

Beim Umstellen von der einem bekannten Handwagen

entsprechenden Form (d.h. vom zweiten Zustand) zu der einem Supermarkt-Einkaufswagen entsprechenden Form (d.h. zum ersten Zustand) muss unvermeidlich ein Teil der Last angehoben werden. Damit auch weniger kräftige Benutzerinnen und Benutzer schwerere Einkäufe bewältigen können, soll dieser Hebevorgang durch das Hinunterdrücken eines Bedienelements, insbesondere mit einem Fuß, bewältigt werden können. Daher ist es bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Handwagens vorgesehen, dass der mindestens eine weitere Behälter an

Tragseilen aufgehängt ist, welche über drehbar gelagerte

Seilspulen mit abschnittsweise unterschiedlichen Durchmessern mit Zugseilen verbunden sind, wobei die Tragseile jeweils auf einem Abschnitt der jeweiligen Seilspule mit einem ersten Durchmesser aufliegen und die Zugseile jeweils auf einem

Abschnitt der jeweiligen Seilspule mit einem zweiten

Durchmesser, wobei der zweite Durchmesser kleiner ist als der erste Durchmesser, sodass eine Bewegung der Zugseile mit einer größeren Bewegung der Tragseile einhergeht. Die Drehachsen, um die die Seilspulen drehbar gelagert sind, sind vorzugsweise parallel zur Längsrichtung.

Unter „Seilspule" ist auch eine Seilspule zu verstehen, die aus mehreren konzentrisch angeordneten Einzelseilspulen zusammengesetzt ist, wobei jede Einzelseilspule nur einen bestimmten Durchmesser aufweist. Die unterschiedlichen

Einzelseilspulen bilden dann die unterschiedlichen Abschnitte der Seilspule.

Vorzugsweise sind genau zwei Zugseile vorgesehen.

Der Benutzer kann durch eine Bewegung der Zugseile, vorzugsweise über entsprechende Angriffsmittel zum Bedienen der Zugseile, den mindestens einen weiteren Behälter in der Höhe verstellen bzw. vertikal bewegen. Beim Angriffsmittel kann es sich z.B. um ein Querverbindungsseil handeln, das die Zugseile miteinander verbindet und zwischen diesen angeordnet ist. Konkret wird dann erreicht, dass ein Hinunterdrücken des Querverbindungsseiles eine Abwärtsbewegung der Zugseile bewirkt sowie eine mittels der Seilspulen relativ größere Aufwärtsbewegung des vertikal verschiebbaren weiteren

Behälters. Gleichzeitig wird hierbei der Handwagen vom zweiten Zustand in den ersten Zustand überführt, d.h. die Länge des Handwagens nimmt zu. Beim Überführen vom ersten Zustand in den zweiten Zustand hilft die Schwerkraft, insbesondere wenn sich Waren im weiteren Behälter befinden.

Um den Handwagen im jeweiligen Zustand einfach fixieren zu können, ist es bei einer besonders bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Handwagens vorgesehen, dass die Zugseile miteinander verbunden sind, wobei die Zugseile wahlweise in zwei übereinander angeordnete Zugseil-Fixierungshaken

einhängbar sind. Durch das Einhängen wird der weitere Behälter in der jeweiligen Position fixiert bzw. der Handwagen im jeweiligen Zustand.

Um zu gewährleisten, dass der Handwagen, insbesondere beim Einkaufen, von Personen unterschiedlicher Körpergröße bequem geschoben oder gezogen werden kann, ist es bei einer

bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Handwagens vorgesehen, dass eine Schiebestange über mindestens eine

Verbindungsstrebe mit mindestens einer der ersten vertikalen Streben oder der zweiten vertikalen Streben verbunden ist, wobei die mindestens eine Verbindungsstrebe mit der mindestens einen der ersten vertikalen Streben oder der zweiten

vertikalen Streben drehbar und fixierbar verbunden ist. Auf diese Weise wird eine höhenverstellbare Verbindung der

Schiebestange mit der vertikalen Strebe oder den vertikalen Streben ermöglicht. Die drehbare und fixierbare Verbindung kann dabei in an sich bekannter Weise realisiert werden.

Vorzugsweise ist die mindestens eine Verbindungsstrebe mit zwei, besonders bevorzugt mit allen, ersten oder zweiten

Streben verbunden, wobei vorzugsweise zwei Verbindungsstreben vorgesehen sind. Vorzugsweise ist die Schiebestange am zweiten Wagenende angeordnet, wobei die Verbindungsstrebe/n mit der/den zweiten vertikalen Streben verbunden ist.

Der multifunktionale Einkaufswagen soll auch als

Fahrradanhänger verwendet werden können. Daher ist es bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen

Handwagens vorgesehen, dass eine Schiebestange vorgesehen ist sowie mindestens ein Kupplungselement und ein Kardangelenk, um den Handwagen mit einem Gepäckträger eines Fahrrads verbinden zu können.

Weiters soll der Handwagen von Personen unterschiedlicher Körpergröße ergonomisch bedient werden können und leicht lenkbar sein. Zugleich soll es auf mäßig unebenem Untergrund (übliche Straßenoberflächen außerhalb von Gebäuden) zu keinen unangemessenen Vibrations- und Stoßbelastungen für das

Material des Wagens selbst, das Ladegut und den Benutzer oder die Benutzerin kommen. Daher ist es bei einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Handwagens vorgesehen, dass die Schiebestange im Bereich des ersten Wagenendes oder des zweiten Wagenendes angeordnet ist und dass der Handwagen schwenkbare Räder im Bereich des anderen der beiden Wagenenden aufweist. Vorzugsweise sind die schwenkbaren Räder dabei jeweils um eine Schwenkachse schwenkbar, die mit der

Längsachse der jeweiligen vertikalen Strebe zusammenfällt oder parallel zu dieser Längsachse ist.

KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN

Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Die Zeichnungen sind beispielhaft und sollen den Erfindungsgedanken zwar darlegen, ihn aber keinesfalls

einengen oder gar abschließend wiedergeben.

Dabei zeigt:

Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Handwagen in einem ersten

Zustand in Seitenansicht

Fig. 2 den erfindungsgemäßen Handwagen aus Fig. 1 in einem zweiten Zustand in Seitenansicht

Fig. 3 den erfindungsgemäßen Handwagen aus Fig. 1 in einem besonders platzsparenden zweiten Zustand in

Seitenansicht

Fig. 4 eine Detailansicht des unteren Teils einer weiteren

Ausführungsform des erfindungsgemäßen Handwagens analog zu Fig. 2, wobei ein weiterer Behälter des Handwagens eine Getränkekisten-Halterung ausbildet

Fig. 5 eine Detailansicht analog zu Fig. 4, wobei der

Handwagen in einem besonders platzsparenden zweiten Zustand ist

Fig. 6 eine Frontansicht einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Handwagens mit einem

Seilzugmechanismus, wobei sich der Handwagen im ersten Zustand befindet

Fig. 7 eine Darstellung analog zu Fig. 6, wobei sich der

Handwagen im zweiten Zustand befindet

Fig. 8 eine Detaildarstellung einer höhenverstellbaren

Schiebestange einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Handwagens in Seitenansicht

Fig. 9 eine Darstellung analog zu Fig. 8, wobei die Höhe der Schiebestange geringer eingestellt ist

Fig. 10 eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen

Handwagens, der an den Gepäckträger eines Fahrrads angekuppelt ist

Fig. 11 eine Detaildarstellung von drehbaren und vertikal

verschiebbaren Verbindungen zwischen vertikalen

Streben und unteren Enden diagonaler Streben mittels ineinander gleitenden Profilteilen bei einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Handwagens in

Seitenansicht

Fig. 12 eine Detaildarstellung der drehbaren und vertikal

verschiebbaren Verbindungen zwischen den vertikalen Streben und den unteren Enden der diagonalen Streben mittels Rollenschlitten bei einer weiteren

Ausführungsform des erfindungsgemäßen Handwagens in Seitenansicht

WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG

Der erfindungsgemäße Handwagen umfasst ein Gerüst das aus ersten vertikalen Streben 1 an einem ersten Wagenende A und zweiten vertikalen Streben 2 an einem gegenüberliegenden zweiten Wagenende B sowie aus diagonalen Streben 3, 4 gebildet wird. Über erste Verbindungsmittel 5 (z.B. über Drehgelenke) sind die diagonalen Streben 3, 4 an oberen Enden drehbar mit den vertikalen Streben 1, 2 verbunden. Über zweite

Verbindungsmittel 6 sind die diagonalen Streben 3, 4 an unteren Enden drehbar und vertikal verschiebbar mit den vertikalen Streben verbunden.

Das Ladevolumen des Wagens ist auf zwei Behälter, nämlich auf einen Behälter 7 und einen weiteren Behälter 8, verteilt. Der Behälter 7 ist starr am oberen Ende der vertikalen Streben 1 im Bereich des ersten Wagenendes A befestigt. Der weitere Behälter 8 ist über ein Drehgelenk mit dem unteren Ende der diagonalen Streben 3 verbunden und entlang der vertikalen Streben 2 geführt vertikal verschiebbar. Durch das Absenken des unteren Endes der Strebe 3 wird somit eine Länge des gesamten Handwagens reduziert, wobei die Länge in einer vom ersten Wagenende A zum zweiten Wagenende B weisenden

Längsrichtung 32 gemessen ist. Gleichzeitig wird in

Längsrichtung 32 gesehen der weitere Behälter 8 aus einer Position hinter dem Behälter 7 in eine Position unter dem Behälter 7 gebracht, siehe Fig. 1 und Fig. 2.

Wände der Behälter 7, 8 sind aus flexiblem Material (Stoff, Plane etc.) gefertigt. Vertikale Versteifungselemente 9 und diagonale Versteifungselemente 10, welche jeweils durch weitere Versteifungselemente quer zur Längsrichtung 32

miteinander verbunden sein können, verleihen den Behältern 7, 8 dennoch ausreichende Steifigkeit, damit diese im beladenen Zustand nicht übermäßig durchhängen und am Boden schleifen oder den Verstellmechanismus (zum Überführen zwischen dem ersten und zweiten Zustand hin und her) beeinträchtigen. Im leeren Zustand kann dank dieser flexiblen Bauform der Behälter 7, 8 der weitere Behälter 8 noch weiter abgesenkt werden, selbst wenn dadurch der Abstand zwischen den vertikalen

Streben 1,2 geringer wird, als die Länge der Behälter 7, 8 im aufgefalteten Zustand bzw. im ersten Zustand des Handwagens. So wird ein maximal platzsparender zweiter Zustand des

Handwagens erreicht, vgl. Fig. 3, der auch als dritter Zustand bezeichnet werden könnte.

Die Verbindungen des Behälters 7 mit den ersten vertikalen Streben 1 sowie jene des Behälters 8 mit den zweiten

vertikalen Strebe 2 und der diagonalen Strebe 3 sind rasch und ohne Werkzeug lösbar, sodass die Behälter 7, 8 wie abnehmbare Einkaufskörbe verwendet werden können.

Der mit den zweiten vertikalen Streben 2 verbundene weitere Behälter 8 kann alternativ eine Getränkekisten-Halterung ausbilden. Diese Getränkekisten-Halterung umfasst eine

vertikale Rückwand 11, die über ein Drehgelenk mit dem unteren Ende der diagonalen Streben 3 verbunden und entlang der vertikalen Streben 2 geführt vertikal verschiebbar ist, die Getränkekisten-Halterung weiters umfassend eine drehbar mit der vertikalen Rückwand 11 verbundenen Trageplatte 12 sowie eine diagonale Strebe 13 als diagonales Zugelement. Die diagonale Strebe 13 ist zusammenklappbar ausgeführt, sodass sie bei beladener Getränkekisten-Halterung auf Zug belastet wird und ein Wegkippen der Trageplatte 12 nach unten

verhindert, aber dennoch das Hochklappen der Trageplatte 12 im maximal platzsparenden zweite Zustand (bzw. im dritten

Zustand) des Handwagens ermöglicht, vgl. Fig. 4 und Fig. 5.

Bei der in Fig. 6 und Fig. 7 gezeigten Ausführungsform sind an den oberen Enden der zweiten vertikalen Streben 2 der in

Längsrichtung 32 gesehen rechten und linken Wagenseiten

Seilspulen 17, jeweils bestehend aus zwei miteinander fest verbundenen und konzentrisch angeordneten Einzelseilspulen unterschiedlicher Durchmesser, drehbar gelagert angebracht. Auf den Einzelseilspulen mit größerem Durchmesser sind zum vertikal verschiebbaren weiteren Behälter 8 führende Tragseile 14 aufgewickelt. Auf den Einzelseilspulen mit kleinerem

Durchmesser sind Zugseile 15 aufgewickelt, welche an ihren unteren Enden miteinander direkt sowie mittels eines

zusätzlichen Querverbindungsseils 16 verbunden sind. In der Mitte zwischen den in Längsrichtung 32 gesehen rechten und linken Wagenseiten befinden sich zwei mit den zweiten

vertikalen Streben 2 verbundene Zugseil-Fixierungshaken 18, 19. Um den vertikal verschiebbaren weiteren Behälter 8 anzuheben, steigt der Benutzer oder die Benutzerin mit einem Fuß auf das Querverbindungsseil 16 und zieht über dieses die Zugseile 15 hinunter, bis er oder sie diese in den Zugseil-Fixierungshaken 18 einhängen kann. Um den vertikal

verschiebbaren weiteren Behälter 8 wieder abzusenken, hängt er oder sie die Zugseile 15 wieder aus dem Zugseil-Fixierungshaken 18 aus und lässt diese aufwickeln, bis die Zugseile 15 den Zugseil-Fixierungshaken 19 erreicht haben und hängt sie in diesen ein, siehe Fig. 6 und Fig. 7. Die

unterschiedlichen Durchmesser der Abschnitte der Seilspulen 17 bzw. der miteinander verbundenen, konzentrischen

Einzelseilspulen bewirken, dass der Höhenunterschied zwischen den zwei Zugseil-Fixierungshaken 18, 19 geringer ist, als der Höhenunterschied zwischen den zwei Positionen des vertikal verschiebbaren weiteren Behälters 8, sodass der Fuß des

Benutzers / der Benutzerin zur Betätigung nicht impraktikabel hoch angehoben werden muss.

Zwecks ergonomischer Benutzbarkeit für Personen

unterschiedlicher Körpergröße weist der erfindungsgemäße

Handwagen in einer weiteren Ausführungsform eine

höhenverstellbare Schiebestange 27 auf, welche über eine

Verbindungsstrebe 28 und eine an sich bekannte, drehbare und fixierbare Verbindung 29 am zweiten Wagenende B im Bereich des oberen Endes der zweiten vertikalen Streben 2 montiert ist, siehe Fig. 8 und Fig. 9.

Von der Mitte (normal zur Längsrichtung 32 gesehen) dieser Schiebestange 27 kann über Kupplungselemente 30 und ein

Kardangelenk 31 eine Verbindung zum Gepäckträger 35 eines Fahrrads 34 hergestellt werden, um den erfindungsgemäßen

Handwagen, insbesondere im zweiten Zustand, als

Fahrradanhänger zu verwenden, siehe Fig. 10.

Um insbesondere innerhalb des Supermarkts eine bessere Manövrierbarkeit sicherzustellen, sind mit den ersten

vertikalen Streben 1 verbundene Räder 33 schwenkbar

ausgeführt. Erforderlichenfalls können die mit den ersten vertikalen Streben 1 verbundenen Räder 33 am Wagenende A einen kleineren Durchmesser aufweisen als mit den zweiten vertikalen Streben 2 verbundene Räder 33 λ am Wagenende B, da im für

Vibrations- und Stoßbelastungen anfälligeren Betrieb als geneigt gezogener Handwagen oder Fahrradanhänger außerhalb von Gebäuden üblicherweise nur die mit den zweiten vertikalen

Streben 2 verbundenen Räder 33 λ am Wagenende B benutzt werden.

Die zweiten Verbindungsmittel 6, welche die vertikalen Streben 1, 2 mit den diagonalen Streben 3, 4 an ihren jeweils unteren Enden verbinden, können erfindungsgemäß insbesondere in zwei unterschiedlichen Formen realisiert werden: Eine Lösung besteht darin, dass die vertikale Translationsbewegung durch ein Gleiten von Profilteilen 21, 22 in den vertikalen Streben 1, 2 - bzw. in korrespondierenden Profilen der vertikalen Streben 1, 2 - bewerkstelligt wird, die Drehbewegung hingegen durch eine an sich bekannte drehbare Verbindung 20 (z.B.

Drehgelenk) zwischen diesen Profilteilen 21, 22 und den diagonalen Streben 3, 4, siehe Fig. 11.

Die andere Lösung besteht darin, dass die vertikalen Streben 1, 2 von je einem Rollenschlitten 23, 24 zumindest

abschnittsweise umschlossen werden. Diese Rollenschlitten 23,

24 laufen mit Führungsrollen 26 vertikal entlang der Streben 1, 2 und sind mit einer an sich bekannten drehbaren Verbindung

25 (z.B. Drehgelenk) mit den diagonalen Streben 3, 4

verbunden, siehe Fig. 12.

BEZUGSZEICHENLISTE

Erstes Wagenende

Zweites Wagenende

Erste vertikale Strebe (am Wagenende A)

Zweite vertikale Strebe (am Wagenende B)

diagonale Strebe mit oberem Ende an Wagenende A und unterem Ende an Wagenende B

Diagonale Strebe mit oberem Ende an Wagenende B und unterem Ende an Wagenende A

Erste Verbindungsmittel für eine drehbare Verbindung zwischen vertikaler und diagonaler Strebe

Zweite Verbindungsmittel für eine drehbare und vertikal verschiebbare Verbindung zwischen vertikaler und diagonaler Strebe

Behälter (nicht vertikal verschiebbar)

Weiterer Behälter (vertikal verschiebbar)

Vertikales Versteifungselement

Diagonales Versteifungselement

Rückwand der Getränkekisten-Halterung

Trageplatte der Getränkekisten-Halterung

Zusammenklappbare diagonale Strebe der Getränkekisten-Halterung

Mit dem vertikal verschiebbaren weiteren Behälter verbundene Tragseile

Miteinander verbundene Zugseile

16. Querverbindungsseil

17 Seilspulen

18 Zugseil-Fixierungshaken für hohe Position des weiteren

Behälters

19 Zugseil-Fixierungshaken für niedrige Position des weiteren Behälters

20 Drehbare Verbindung zwischen diagonaler Strebe und in

vertikaler Strebe gleitendem Profilteil

21 In der vertikalen Strebe am Wagenende B gleitendes

Profilteil

22 In der vertikalen Strebe am Wagenende A gleitendes

Profilteil

23 Die vertikale Strebe am Wagenende B umschließender

Rollenschlitten

24 Die vertikale Strebe am Wagenende A umschließender

Rollenschlitten

25 Drehbare Verbindung zwischen diagonaler Strebe und

Rollenschlitten

26 Entlang der vertikalen Streben laufende Führungsrollen der Rollenschlitten

27 Schiebestange

28 Verbindungsstrebe zwischen Schiebestange und vertikaler Strebe am Wagenende B

29 Drehbare und fixierbare Verbindung zwischen

Verbindungsstrebe und Wagenende B

30 Kupplungselemente

Kardangelenk Längsrichtung , 33 λ Rad

Fahrrad Gepäckträger