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1. (WO2018077370) VERBRENNUNGSKRAFTMASCHINE, INSBESONDERE FÜR EINEN KRAFTWAGEN
Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

Verbrennungskraftmaschine, insbesondere für einen Kraftwagen

Die Erfindung betrifft eine Verbrennungskraftmaschine, insbesondere für einen

Kraftwagen, gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 1.

Eine solche Verbrennungskraftmaschine, insbesondere für einen Kraftwagen wie beispielsweise einen Personenkraftwagen, ist bereits der DE 10 201 1 086 361 A1 als bekannt zu entnehmen. Die Verbrennungskraftmaschine weist einen von Luft

durchströmbaren Ansaugtrakt auf, mittels welchem die den Ansaugtrakt durchströmende Luft zu wenigstens einem Brennraum der Verbrennungskraftmaschine geführt wird. Ferner weist die Verbrennungskraftmaschine wenigstens einen in dem Ansaugtrakt angeordneten Sensor auf, mittels welchem ein Druck in dem Ansaugtrakt erfassbar ist. Mit anderen Worten ist der Sensor als Drucksensor ausgebildet, mittels welchem ein in dem Ansaugtrakt herrschender Druck erfasst wird. Dieser Druck wird insbesondere durch die den Ansaugtrakt durchströmende bzw. im Ansaugtrakt aufgenommene Luft bewirkt.

Die Verbrennungskraftmaschine umfasst ferner wenigstens ein Gehäuseelement, welches mindestens einen Aufnahmeraum zum zumindest teilweisen Aufnehmen wenigstens einer Welle der Verbrennungskraftmaschine aufweist. Bei der Welle handelt es sich beispielsweise um eine Abtriebswelle, über welche die

Verbrennungskraftmaschine Drehmomente zum Antreiben des Kraftwagens bereitstellt. Die Abtriebswelle ist beispielsweise eine Kurbelwelle, wobei dann die

Verbrennungskraftmaschine als Hubkolben-Verbrennungskraftmaschine ausgebildet ist. Bei dem Gehäuseelement kann es sich somit um Kurbelgehäuse handeln, in welchem die Kurbelwelle zumindest teilweise aufgenommen ist. Dabei ist die Welle beispielsweise an dem Gehäuseelement um eine Drehachse relativ zu dem Gehäuseelement drehbar gelagert.

Darüber hinaus umfasst die Verbrennungskraftmaschine wenigstens eine

Entlüftungsleitung, welche einerseits mit dem Ansaugtrakt und andererseits mit dem Aufnahmeraum fluidisch verbunden ist. Mittels der Entlüftungsleitung ist ein Gas aus dem Aufnahmeraum abführbar und in den Ansaugtrakt einleitbar. Die Entlüftungsleitung kann dabei insbesondere Bestandteil einer so genannten Kurbelgehäuseentlüftung sein, mittels welcher Gas in Form von so genanntem Blow-by oder Blow-by-Gas aus dem

Aufnahmeraum und somit dem Kurbelgehäuse abgeführt und in den Ansaugtrakt eingeleitet wird. Im Falle des Kurbelgehäuses ist der Aufnahmeraum beispielsweise ein so genannter Kurbelraum des Kurbelgehäuses.

Durch das Abführen des Gases aus dem Aufnahmeraum kann ein übermäßiger

Druckanstieg in dem Aufnahmeraum und somit in dem Gehäuseelement vermieden werden. In dem Gas, insbesondere dem Blow-by, können Bestandteile wie unverbrannte Kohlenwasserstoffe und Schmiermittelbestandteile aufgenommen sein. Um zu

verhindern, dass diese Bestandteile ohne weiteres an die Umgebung bzw. Umwelt gelangen, werden die Bestandteile zusammen mit dem Gas in den Ansaugtrakt eingeleitet. Die den Ansaugtrakt durchströmende Luft kann das in den Ansaugtrakt eingeleitete Gas und somit die im Gas enthaltenen Bestandteile mitnehmen und in den beispielsweise als Zylinder ausgebildeten Brennraum transportieren. Die Bestandteile bzw. das Gas können somit in dem Brennraum an einem Verbrennungsvorgang teilnehmen und danach einen Abgastrakt und insbesondere eine in dem Abgastrakt angeordnete Abgasnachbehandlungseinrichtung der Verbrennungskraftmaschine durchströmen.

Des Weiteren offenbart die DE 103 20 054 A1 ein Verfahren zum Betreiben einer Brennkraftmaschine, mit einem Saugrohr und einem Entlüftungskanal einer Entlüftung, insbesondere einer Tank- oder Kurbelgehäuseentlüftung, der dem Saugrohr der

Brennkraftmaschine zugeführt wird. Dabei ist es vorgesehen, dass wenigstens eine Druckdifferenz zwischen einerseits einem Saugrohrdruck oder Umgebungsdruck oder einem Umgebungsdruck und andererseits einem Druck im Entlüftungskanal ermittelt wird und dass in Abhängigkeit von der wenigstens einen Druckdifferenz ein Fehler der Entlüftung diagnostiziert wird.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Verbrennungskraftmaschine der eingangs genannten Art derart weiterzuentwickeln, dass eine besonders einfache

Diagnose und somit Erfassung von Leckagen der Entlüftungsleitung realisierbar sind.

Diese Aufgabe wird durch eine Verbrennungskraftmaschine mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen mit zweckmäßigen

Weiterbildungen der Erfindung sind in den übrigen Ansprüchen angegeben.

Um eine Verbrennungskraftmaschine der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Art derart weiterzuentwickeln, dass eine besonders einfache und insbesondere kostengünstige Diagnose und somit Erfassung von Leckagen der

Entlüftungsleitung realisierbar sind, ist erfindungsgemäß eine Diagnosevorrichtung vorgesehen, welche wenigstens eine zumindest einen Längenbereich der

Entlüftungsleitung umgebende Hüllleitung umfasst. Die Diagnoseeinrichtung weist ferner wenigstens einen zwischen der Hüllleitung und dem Längenbereich angeordneten Diagnoseraum und eine Diagnoseleitung auf, welche einerseits mit dem Diagnoseraum und andererseits mit dem Ansaugtrakt fluidisch verbunden ist. Die Diagnoseeinrichtung umfasst ferner den Sensor, mittels welchem wenigstens eine in dem Längenbereich angeordnete Leckage der Entlüftungsleitung erfassbar ist.

Die Hüllleitung umgibt die Entlüftungsleitung beispielsweise in Umfangsrichtung der Entlüftungsleitung vollständig, wobei ferner vorzugsweise vorgesehen ist, dass die Hüllleitung bezogen auf die Längserstreckung der Entlüftungsleitung diese zumindest teilweise, insbesondere überwiegend oder gar vollständig, umgibt. Die Hüllleitung umgibt die Entlüftungsleitung dabei derart, dass die Hüllleitung von der Entlüftungsleitung beabstandet ist, sodass zwischen der Entlüftungsleitung der Hüllleitung der

Diagnoseraum gebildet ist. Der Diagnoseraum ist ein Kontrollvolumen bzw. wird als Kontrollvolumen genutzt. Im Regelfall bzw. Normalfall, in welchem die Entlüftungsleitung in dem Längenbereich keine Leckage aufweist, herrscht in dem Kontrollvolumen

(Diagnose) der gleiche Druck wie im Ansaugtrakt, da der Diagnoseraum über die

Diagnoseleitung fluidisch mit dem Ansaugtrakt verbunden ist. Der im Ansaugtrakt herrschende Druck, welcher mittels des Sensors erfasst wird bzw. erfassbar ist, ist beispielsweise ein so genannter Saugrohrdruck, da der Sensor beispielsweise in einem im Ansaugtrakt angeordneten Saugrohr angeordnet und die Diagnoseleitung mit dem Saugrohr fluidisch verbunden ist.

Kommt es zu einer Leckage der Entlüftungsleitung in dem Längenbereich, sodass beispielsweise zumindest ein Teil des die Entlüftungsleitung durchströmenden und aus dem Aufnahmeraum abgeführten Gases aus der Entlüftungsleitung aus- und in den Diagnoseraum einströmen kann, so ändert sich dadurch der im Kontrollvolumen

(Diagnoseraum) herrschende Druck bzw. durch diese Leckage wird der im Diagnoseraum herrschende Druck beeinträchtigt. Infolge der fluidischen Verbindung des Diagnoseraums mit dem Ansaugtrakt ändert sich auch zumindest kurzfristig der im Ansaugtrakt herrschende Druck bzw. auch der Druck im Ansaugtrakt herrschende Druck wird durch die Leckage beeinträchtigt. Diese Änderung bzw. Beeinträchtigung des Drucks kann mittels des beispielsweise als Saugrohrdrucksensor ausgebildeten Sensors erfasst werden. Somit ist es möglich, Leckagen der Entlüftungsleitung mittels des ohnehin vorhandenen und als Drucksensor ausgebildeten Sensors zu erfassen und somit zu diagnostizieren, sodass zur Diagnose der Entlüftungsleitung keine zusätzlichen Sensoren erforderlich sind. Dadurch können der Bauraumbedarf, die Kosten, die Teileanzahl und das Gewicht zur Realisierung der Diagnose der Entlüftungsleitung besonders gering gehalten werden bei gleichzeitiger Realisierung einer Entlüftung des Aufnahmeraums, wobei das Abführen des Gases aus dem Aufnahmeraum als Entlüftung bezeichnet wird.

Insbesondere ist es möglich, mittels der Diagnoseeinrichtung die Entlüftung des

Aufnahmeraums im Rahmen einer On-Board-Diagnose (OBD - On Board Diagnose) zu überwachen, ohne dass hierzu eine zusätzliche Drucksensorik erforderlich ist. Ferner können Änderungen am beispielsweise als Kurbelgehäuse ausgebildeten

Gehäuseelement vermieden werden.

Die der Erfindung zugrundeliegende Idee ist, den ohnehin vorhandenen, im Ansaugtrakt angeordneten Sensor eine Doppelfunktion zukommen zu lassen. Zum einen wird der Sensor nämlich zum Erfassen des im Ansaugtrakt herrschenden Drucks verwendet. Zum andern wird der Sensor zum Erfassen einer etwaigen Leckage der Entlüftungsleitung verwendet.

Die Diagnoseeinrichtung ist besonders vorteilhaft verwendbar, wenn die

Entlüftungsleitung als externe Leitung und insbesondere als externer Volllast-Entlüftungspfad ausgelegt ist. Bei der erfindungsgemäßen Verbrennungskraftmaschine ist dabei eine besonders einfache Diagnose der externen Leitung bzw. des externen Volllast-Entlüftungspfads möglich. Unter einer solchen externen Leitung ist zu verstehen, dass die Entlüftungsleitung bzw. die Entlüftung des Aufnahmeraums nicht in das

Gehäuseelement konstruktiv integriert ist, sondern die Entlüftung bzw. Entlüftungsleitung verläuft beispielsweise außerhalb des Gehäuses, insbesondere außerhalb des

Aufnahmeraums.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels sowie anhand der Zeichnung. Die vorstehen in der Beschreibung genannten Merkmale und

Merkmalskombinationen sowie nachfolgend in der Figurenbeschreibung genannten und/oder in der einzigen Figur alleine gezeigten Merkmale und Merkmalskombinationen sind nicht nur in der jeweils angegebene Kombination, sondern auch in anderen

Kombinationen oder Alleinstellung verwendbar, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.

Die Zeichnung zeigt in der einzigen Fig. eine schematische Darstellung einer

Verbrennungskraftmaschine für einen Kraftwagen, mit einer Entlüftungsleitung zum Entlüften eines Kurbelgehäuses der Verbrennungskraftmaschine, und mit einer

Diagnoseeinrichtung zur Diagnose der Entlüftungsleitung.

Die einzige Fig. zeigt in einer schematischen Darstellung eine

Verbrennungskraftmaschine 10 für einen Kraftwagen, insbesondere einen

Personenkraftwagen. Die Verbrennungskraftmaschine 10 umfasst ein Gehäuseelement 12, welches vorliegend als Zylinderkurbelgehäuse ausgebildet ist. Das

Zylinderkurbelgehäuse weist dabei ein Mehrzahl von Brennräumen in Form von Zylindern 14 auf. Vorliegend umfasst die Verbrennungskraftmaschine 10 genau vier Zylinder 14, welche in Reihe angeordnet sind. Somit ist die Verbrennungskraftmaschine 10 als Vier-Zylinder-Reihenmotor ausgebildet. Die Verbrennungskraftmaschine 10 umfasst ferner eine in der Fig. nicht erkennbare Abtriebswelle, welche an dem Zylinderkurbelgehäuse (Gehäuseelement 12) um eine Drehachse relativ zu dem Gehäuseelement 12 drehbar gelagert ist. Im jeweiligen Zylinder 14 ist ein in der Fig. nicht erkennbarer Kolben translatorisch bewegbar aufgenommen, wobei der jeweilige Kolben über ein Pleuel gelenkig mit der Kurbelwelle verbunden ist. Infolge dieser gelenkigen Kopplung können die translatorischen Bewegungen des jeweiligen Kolbens in eine rotatorische Bewegung der Kurbelwelle um ihre Drehachse umgewandelt ist. Somit kann die

Verbrennungskraftmaschine 10 über die Abtriebswelle (Kurbelwelle) Drehmomente zum Antreiben des Kraftwagens bereitstellen.

Die Verbrennungskraftmaschine 10 umfasst einen von Luft durchströmbaren Ansaugtrakt 16, mittels welchem die den Ansaugtrakt 16 durchströmende Luft zu den Zylindern 14 geführt wird. Im Ansaugtrakt 16 ist ein Saugrohr 18 angeordnet, welches - wie im

Folgenden noch erläutert wird - als Luftverteiler, insbesondere Ladeluftverteiler, wirkt und die den Ansaugtrakt 16 durchströmende Luft auf die Zylinder 14 verteilt. Im Ansaugtrakt 16 ist ferner ein Luftfilter 20 angeordnet, mittels welchem die Luft gefiltert wird.

Den Zylindern 14 werden somit die den Ansaugtrakt 16 durchströmende Luft sowie Kraftstoff, insbesondere flüssiger Kraftstoff zugeführt. Aus dieser Zufuhr resultiert ein jeweiliges Kraftstoff-Luft-Gemisch im Zylinder 14. Dieses Kraftstoff-Luft-Gemisch wird verbrannt, woraus Abgas der Verbrennungskraftmaschine 10 resultiert. Die

Verbrennungskraftmaschine 10 weist dabei einen von dem Abgas durchströmbaren Abgastrakt 22 auf, mittels welchem das Abgas aus den Zylindern 14 abgeführt wird.

Darüber hinaus umfasst die Verbrennungskraftmaschine 10 einen Abgasturbolader 24, welcher eine in der Fig. nicht erkennbare, in dem Abgastrakt 22 angeordnete und von dem Abgas antreibbare Turbine aufweist. Ferner umfasst der Abgasturbolader 24 einen in der Fig. nicht erkennbaren und in dem Ansaugtrakt 16 angeordneten Verdichter, mittels welchem die den Ansaugtrakt 16 durchströmende Luft verdichtet wird. Dabei ist der Verdichter von der Turbine antreibbar, sodass im Abgas enthaltene Energie zum

Verdichten der Luft genutzt werden kann.

Ferner ist im Ansaugtrakt 16 ein Sensor in Form eines Drucksensors 26 angeordnet, mittels welchem ein in dem Ansaugtrakt 16 herrschender Druck erfassbar ist bzw. erfasst wird. Vorliegend ist der Drucksensor 26 ein Saugrohrdrucksensor, da mittels des

Drucksensors 26 ein im Saugrohr 18 herrschender Druck, welcher auch als

Saugrohrdruck bezeichnet wird, erfasst wird. Außerdem umfasst die

Verbrennungskraftmaschine 10 eine Entlüftungseinrichtung in Form einer

Kurbelgehäuseentlüftung 28, mittels welcher das Gehäuseelement 12, d.h. das

Zylinderkurbelgehäuse, entlüftet wird. Das Zylinderkurbelgehäuse weist einen in der Fig. nicht erkennbaren Aufnahmeraum auf, welcher als Kurbelraum bezeichnet wird, da die Kurbelwelle zumindest teilweise und insbesondere zumindest überwiegend oder vollständig in dem Kurbelraum aufgenommen ist.

Beispielsweise im Rahmen eines gefeuerten Betriebs der Verbrennungskraftmaschine kann Gas aus den Zylindern 14 zwischen den jeweiligen Kolben und jeweiligen, die jeweiligen Zylinder 14 begrenzenden Wandungen hindurchströmen und in den

Kurbelraum einströmen. Da die genannten Wandungen die jeweiligen Zylinder 14 begrenzen, werden die Wandungen auch als Zylinderwandungen oder Zylinderwände bezeichnet. Das aus den Zylindern 14 in den Kurbelraum strömende Gas wird auch als Blow-by oder Blow-by-Gas bezeichnet und kann sich im Kurbelraum (Aufnahmeraum) sammeln.

Um einen übermäßigen, aus dem Blow-by resultierenden Druckanstieg im Kurbelraum zu vermeiden, ist die Kurbelgehäuseentlüftung 28 vorgesehen, mittels welcher das Blow-by aus dem Kurbelraum abgeführt wird. Hierzu umfasst die Kurbelgehäuseentlüftung 28 wenigstens eine Entlüftungsleitung 30, welche an einer Abzweigstelle fluidisch mit dem Kurbelraum verbunden ist. An einer Einleitstelle E ist die Entlüftungsleitung 30 fluidisch mit dem Ansaugtrakt 16 verbunden. Mittels der Entlüftungsleitung 30 kann zumindest ein Teil des Blow-by an der Abzweigstelle aus dem Kurbelraum abgezweigt werden, wobei das abgezweigte Blow-by die Entlüftungsleitung 30 durchströmt. Das die

Entlüftungsleitung 30 durchströmende Blow-by (Gas) kann an der Einleitstelle E in den Ansaugtrakt 16 eingeleitet werden, wobei die Einleitstelle E stromauf des Drucksensors 26 und insbesondere stromauf des Verdichters angeordnet ist.

Im Ansaugtrakt 16 ist ferner ein Drosselelement in Form einer Drosselklappe 32 angeordnet, mittels welcher eine Menge der den Ansaugtrakt 16 durchströmende Luft einstellbar ist. Aus der Fig. ist erkennbar, dass die Drosselklappe 32 in

Strömungsrichtung der Luft durch den Ansaugtrakt 16 stromauf des Drucksensors 26 angeordnet ist, wobei die Drosselklappe 32 stromab des Verdichters angeordnet ist. Ferner ist die Einleitstelle E in Strömungsrichtung der Luft durch den Ansaugtrakt 16 stromauf der Drosselklappe 32 angeordnet.

Das Blow-by enthält Bestandteile wie beispielsweise unverbrannte Kohlenwasserstoffe, welche zusammen mit dem Blow-by in der Einleitstelle E in den Ansaugtrakt 16 geleitet werden. Das Blow-by und somit die im Blow-by enthaltenen, unverbrannten

Kohlenwasserstoffe werden von der den Ansaugtrakt 16 durchströmenden Luft mitgenommen und in die Zylinder 1 transportiert, wo die unverbrannten

Kohlenwasserstoffe an der Verbrennung des Kraftstoff-Luft-Gemisches teilnehmen. Dadurch werden die unverbrannten Kohlenwasserstoffe verbrannt und nicht etwa unverbrannt an die Umgebung entlassen.

Aus der Fig. ist erkennbar, dass die Entlüftungsleitung 30 vorliegend als externe Leitung und dabei als Volllast-Entlüftungspfad ausgebildet ist, mittels welchem der

Aufnahmeraum, insbesondere bei Volllast der Verbrennungskraftmaschine 10, entlüftet wird bzw. entlüftet werden kann. Unter der externen Leitung ist zu verstehen, dass die Entlüftungsleitung 30 nicht etwa in das Gehäuseelement 12 integriert ist, sondern außerhalb des Gehäuseelements 12, insbesondere außerhalb des Kurbelraums, verläuft.

Um nun eine besonders einfache Diagnose, d.h. Überwachung der Entlüftungsleitung 30 zu realisieren, umfasst die Verbrennungskraftmaschine 10 eine Diagnoseeinrichtung 34. Die Diagnoseeinrichtung 34 weist dabei wenigstens eine Hüllleitung 36 auf, welche zumindest einen Längenbereich der Entlüftungsleitung 30 umgibt. Aus der Fig. ist erkennbar, dass die Entlüftungsleitung 30 bezogen auf ihre Längserstreckung zumindest überwiegend oder vorzugsweise vollständig in der Hüllleitung 36 aufgenommen ist, welche die Entlüftungsleitung 30 in Umfangsrichtung der Entlüftungsleitung 30

vorzugsweise vollständig umgibt. Dabei ist die Hüllleitung 36 von der Entlüftungsleitung 30 beabstandet, sodass ein zwischen der Hüllleitung 36 und der Entlüftungsleitung 30 angeordneter Diagnoseraum 38 der Diagnoseeinrichtung 34 vorgesehen ist. Vorliegend ist der Diagnoseraum 38, welcher auch als Kontrollvolumen bezeichnet wird, einerseits durch die Entlüftungsleitung 30 und andererseits durch die Hüllleitung 36 begrenzt.

Die Diagnoseeinrichtung 34 weist ferner eine Diagnoseleitung 40 auf, welche an wenigstens einer ersten Stelle 42 fluidisch mit dem Diagnoseraum 38 (Kontrollvolumen) verbunden ist. An wenigstens einer zweiten Stelle 44 ist die Diagnoseleitung 40 fluidisch in dem Ansaugtrakt 16 verbunden. Die Diagnoseeinrichtung 34 umfasst dabei ferner den Drucksensor 26, mittels welchem wenigstens eine in dem von der Hüllleitung 36 umgebenen Längenbereich angeordnete Leckage der Entlüftungsleitung 30 erfassbar ist. Aus der Fig. ist erkennbar, dass die Stelle 44 stromab des Drucksensors 26 angeordnet ist. Infolge der fluidischen Verbindung der Diagnoseleitung 40 einerseits mit dem

Diagnoseraum 38 und andererseits mit dem Ansaugtrakt 16, insbesondere dem Saugrohr 18, ist der Diagnoseraum 38 über die Diagnoseleitung 40 fluidisch mit dem Ansaugtrakt 16, insbesondere dem Saugrohr 18, verbunden. Somit herrscht in einem Normalbetrieb, in welchem die Entlüftungsleitung 30 keine Leckage aufweist, in dem Kontrollvolumen (Diagnoseraum 38) der gleiche Druck wie in dem Saugrohr 18.

Mit anderen Worten herrscht in diesem Normalbetrieb im Kontrollvolumen der

Saugrohrdruck. Kommt es nun beispielsweise zu einer Leckage der Entlüftungsleitung 30, so kann zumindest ein Teil des die Entlüftungsleitung 30 durchströmenden Blow-by-Gases über die Leckage aus der Entlüftungsleitung 30 ausströmen und in den

Diagnoseraum 38 einströmen. Dadurch wird der im Diagnoseraum 38 herrschende Druck beeinträchtigt. Infolge der fluidischen Verbindung des Diagnoseraums 38 über die

Diagnoseleitung 40 mit dem Saugrohr 18 bzw. dem Ansaugtrakt 16 wird durch die Leckage auch der im Saugrohr 18 herrschende und mittels des Drucksensors 26 erfassbare Druck beeinträchtigt, sodass der Drucksensor 26 zum Erfassen der Leckage genutzt werden kann.

Mit anderen Worten liegt der Verbrennungskraftmaschine 10 die Idee zugrunde, den stromab bzw. hinter der Drosselklappe 32 angeordneten Drucksensor 26 zu nutzen, um einen sich verändernden bzw. veränderten Druck zu erkennen. Dies erfolgt

beispielsweise dadurch, dass mittels des Drucksensors 26 ein Ist-Druck im Ansaugtrakt 16, insbesondere im Saugrohr 18, gemessen wird. Weicht der gemessene Ist-Druck von einem Soll-Druck bzw. einem Soll-Signal ab, insbesondere bei geschlossener

Drosselklappe 32, so ist dies mittels des Drucksensors 26 detektierbar. Zu einer solchen Abweichung kommt bei einer Leckage, sodass diese Abweichung und in der Folge die Leckage mittels des Drucksensors 26 erfasst werden können.

Da die Entlüftungsleitung 30 in der Hüllleitung 36 aufgenommen ist, ist eine Rohr-in-Rohr-Lösung bei der Kurbelgehäuseentlüftung 28 geschaffen. Unter einer Leckage der Entlüftungsleitung 30 ist beispielsweise eine Undichtigkeit der Entlüftungsleitung 30 zu verstehen, wobei infolge der Undichtigkeit zumindest ein Teil des Blow-by-Gases aus der Entlüftungsleitung 30 ausströmen kann. Da die Entlüftungsleitung 30 nun jedoch in der Hüllleitung 36 aufgenommen ist, können das infolge der Undichtigkeit aus der

Entlüftungsleitung 30 ausströmende Blow-by-Gas und insbesondere die in dem Blow-by-Gas aufgenommenen Kohlenwasserstoffe nicht ohne weiteres an die Umwelt gelangen, sondern das über die Leckage aus der Entlüftungsleitung 30 ausgeströmte Blow-by-Gas wird mittels der Diagnoseleitung 40 zum Ansaugtrakt 16 geführt und kann dann in die Zylinder 14 einströmen.

Im Abgastrakt 22 ist beispielsweise wenigstens eine Lambdasonde angeordnet, mittels welcher in dem Abgas der Verbrennungskraftmaschine ein Restsauerstoffgehalt erfassbar ist bzw. erfasst wird. Die Leckage bzw. Undichtigkeit der Entlüftungsleitung 30 kann nun im Zusammenspiel der Lambdasonde bzw. des mittels der Lambdasonde erfassten Restsauerstoffgehalts, der Drosselklappe 32, insbesondere ihrer Stellung, und des Drucksensors 26 bzw. des mittels des Drucksensors 26 erfassten Drucks erkannt werden. In der Folge kann die Kurbelgehäuseentlüftung 28 diagnostiziert bzw. überwacht werden, ohne dass hierzu zusätzliche Sensoren erforderlich sind. In der Folge können die Teilanzahl, das Gewicht, der Bauraumbedarf und die Kosten der

Verbrennungskraftmaschine 10 gering gehalten werden.

Bezugszeichenliste

10 Verbrennungskraftmaschine

12 Gehäuseelement

14 Zylinder

16 Ansaugtrakt

18 Saugrohr

20 Luftfilter

22 Abgastrakt

24 Abgasturbolader

26 Drucksensor

28 Kurbelgehäuseentlüftung

30 Entlüftungsleitung

32 Drosselklappe

34 Diagnoseeinrichtung

36 Hüllleitung

38 Diagnoseraum

40 Diagnoseleitung

42 erste Stelle

44 zweite Stelle

E Einleitstelle