Einige Inhalte dieser Anwendung sind momentan nicht verfügbar.
Wenn diese Situation weiterhin besteht, kontaktieren Sie uns bitte unterFeedback&Kontakt
1. (WO2018046679) VERFAHREN ZUR SICHEREN BEREITSTELLUNG VON GESPEICHERTEN INFORMATIONEN BEI EINER ELEKTRONIKKOMPONENTE
Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

Verfahren zur sicheren Bereitstellung von gespeicherten Informationen bei einer

Elektronikkomponente

Patentansprüche

1 . Verfahren zur sicheren Bereitstellung von gespeicherten Informationen bei einer Elektronikkomponente (10) mit einem nicht-flüchtigen Datenspeicher

(1 1 ),

gekennzeichnet durch die nachfolgenden Schritte:

- Auslesen von wenigstens zwei Datenstrukturen (200) aus dem nichtflüchtigen Datenspeicher (1 1 ),

- Durchführen von jeweils einer Fehlerprüfung (100) bei jeder der

Datenstrukturen (200), sodass jeweils eine Datenkorrektheit der jeweiligen Datenstruktur (200) bestätigt wird,

- Ermitteln von jeweils wenigstens einem Versionsmerkmal (220) aus jeder der Datenstrukturen (200),

- Durchführen einer Versionsprüfung (1 10) bei den Datenstrukturen (200) anhand der ermittelten Versionsmerkmale (220), sodass eine definierte Versionsabhängigkeit zwischen den Datenstrukturen (200) bestätigt wird,

- Ermitteln von jeweils einer Nutzdateninformation (210) aus jeder der Datenstrukturen (200),

- Durchführen einer Redundanzprüfung (120) bei den Datenstrukturen (200), sodass eine Übereinstimmung der ermittelten

Nutzdateninformationen (210) der Datenstrukturen (200) bestätigt wird,

- Bereitstellen wenigstens einer der übereinstimmenden

Nutzdateninformationen (210) in Abhängigkeit von der Fehlerprüfung (100) und der Versionsprüfung (1 10) und der Redundanzprüfung (120).

Verfahren nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet,

dass eine Treibereinheit (350), insbesondere ein Flash-Emulator, zur

Steuerung zumindest eines Datenzugriffs bei dem nicht-flüchtigen

Datenspeicher (1 1 ) vorgesehen ist, wobei das Auslesen der wenigstens zwei Datenstrukturen (200) über die Treibereinheit (350) erfolgt, und das

Bereitstellen der Nutzdateninformation (210) und/oder die Durchführung der Fehlerprüfung (100) und/oder Versionsprüfung (1 10) und/oder

Redundanzprüfung (120) separat von der Treibereinheit (350) durch eine Schnittstelleneinheit (300) erfolgt.

Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet,

dass bei jeder der Fehlerprüfungen (100), vorzugsweise als

Übertragungsfehlerprüfungen (100), eine Datenauswertung der jeweiligen Datenstruktur (200) erfolgt, wobei die Datenauswertung jeweils wenigstens einen der nachfolgenden Schritte umfasst:

- Ermitteln eines Prüfergebnisses anhand einer Prüfinformation,

insbesondere einer Prüfsumme, der jeweiligen Datenstruktur (200), wobei das Prüfergebnis in Abhängigkeit von den vollständigen Daten der jeweiligen Datenstruktur (200) berechnet wird, und wobei die vollständigen Daten zumindest die Nutzdateninformation (210) und das Versionsmerkmal (220) und insbesondere die Prüfinformation umfassen,

- Vergleichen des Prüfergebnisses mit einem Sollergebnis, welches für eine Fehlerfreiheit, insbesondere in Bezug auf Übertragungsfehler, der Daten spezifisch ist,

- Positives Bestätigen der Datenkorrektheit, wenn das Prüfergebnis mit dem Sollergebnis übereinstimmt.

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass bei der Versionsprüfung (1 10) wenigstens ein erstes Versionsmerkmal (221 ) einer ersten Datenstruktur (201 ) mit wenigstens einem zweiten

Versionsmerkmal (222) einer zweiten Datenstruktur (202) verglichen wird, und vorzugsweise die Versionsabhängigkeit nur dann positiv bestätigt wird, wenn ein Ergebnis des Vergleichs mit einer Abhängigkeitsvorgabe übereinstimmt.

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass bei der Redundanzprüfung (120) eine erste Nutzdateninformation (21 1 ) einer ersten Datenstruktur (201 ) mit einer zweiten Nutzdateninformation (212) einer zweiten Datenstruktur (202) verglichen wird, und vorzugsweise die Übereinstimmung nur dann positiv bestätigt wird, wenn die erste

Nutzdateninformation (21 1 ) mit der zweiten Nutzdateninformation (212) vollständig übereinstimmt.

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Fehlerprüfungen (100) jeweils eine zyklische Redundanzprüfung (120) anhand der Daten der jeweiligen Datenstruktur (200) umfassen.

Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass zum Bereitstellen die Nutzdateninformation (210) an eine

Applikationseinheit (400) übergeben wird, wenn die Bestätigungen der Übereinstimmung und der Versionsabhängigkeit und der jeweiligen

Datenkorrektheit der Datenstrukturen (200) jeweils positiv sind, wobei vorzugsweise andernfalls die Elektronikkomponente (10) in einen sicheren Zustand überführt wird.

8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass für eine Speicherung der Nutzdateninformation (210) in dem nichtflüchtigen Datenspeicher (1 1 ) zumindest einer der nachfolgenden Schritte durchgeführt wird:

- Hinterlegen der zu speichernden Nutzdateninformation (210) als eine erste Nutzdateninformation (21 1 ) in eine erste Datenstruktur (201 ),

- Hinterlegen der zu speichernden Nutzdateninformation (210) als eine zweite Nutzdateninformation (212) in eine zweite Datenstruktur (202), sodass die erste Nutzdateninformation (21 1 ) der ersten Datenstruktur (201 ) und die zweite Nutzdateninformation (212) der zweiten

Datenstruktur (202) übereinstimmen,

- Generieren eines erstes Versionsmerkmals (221 ) für die erste

Datenstruktur (201 ) und eines zweiten Versionsmerkmals (222) für die zweite Datenstruktur (202), insbesondere durch einen Abhängigkeitsalgorithmus, sodass eine definierte Abhängigkeit erzeugt wird, wobei sich das erste Versionsmerkmal (221 ) von dem zweiten Versionsmerkmal (222) unterscheidet,

- Hinterlegen des ersten Versionsmerkmals (221 ) in der ersten

Datenstruktur (201 ) und des zweiten Versionsmerkmals (222) in der zweiten Datenstruktur (202), sodass die erste Datenstruktur (201 ) gegenüber der zweiten Datenstruktur (202) die definierte Abhängigkeit aufweist,

- Generieren einer ersten Prüfinformation für die erste Datenstruktur

(201 ) , sodass die erste Prüfinformation für die Daten, insbesondere für die erste Nutzdateninformation (21 1 ) mit dem ersten Versionsmerkmal (221 ), der ersten Datenstruktur (201 ) spezifisch ist,

- Generieren einer zweiten Prüfinformation für die zweite Datenstruktur

(202) , sodass die zweite Prüfinformation für die Daten, insbesondere für die zweite Nutzdateninformation (212) mit dem zweiten

Versionsmerkmal (222), der zweiten Datenstruktur (202) spezifisch ist, - Übermitteln der ersten und zweiten Datenstruktur (201 , 202) an den nicht-flüchtigen Datenspeicher (1 1 ), insbesondere über eine

Treibereinheit (350),

wobei vorzugsweise die Versionsmerkmale (220) derart generiert werden, dass sie für eine vorbestimmte Anzahl von Schreibvorgängen eindeutig sind, insbesondere in Abhängigkeit von einem Schreibcounter, und

wobei vorzugsweise die Prüfinformationen und/oder die Daten der

Datenstrukturen (200) sich voneinander unterscheiden.

9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass eine Diagnoseeinheit (500) vorgesehen ist, wobei ausschließlich durch die Diagnoseeinheit (500) sicherheitsrelevante Schreibvorgänge und/oder eine Speicherung der Nutzdateninformation (210) in dem nicht-flüchtigen Datenspeicher (1 1 ) durchgeführt werden.

10. Computerprogrammprodukt, welches dazu ausgeführt ist, ein Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche durchzuführen.