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1. (WO2018020352) VERARBEITUNGSSYSTEM MIT DIGITALDRUCK UND WEITERVERARBEITUNGSSTATION
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VERARBEITUNGSSYSTEM MIT DIGITALDRUCK UND WEITERVERARBEITUNGSSTATION

Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft ein Verarbeitungssystem mit mindestens einer Digitaldruck-Anlegestelle zum Anschliessen von mindestens einer Digitaldruckeinheit und mindestens einer Weiterverarbeitungsstation.

Technologischer Hintergrund

Die W099/54244 beschreibt ein Bearbeitungssystem zur Bearbeitung von Stückgut, d.h. der Bearbeitung von im Wesentlichen gleichen oder mindestens ähnlichen Gegenständen, die in grossen Zahlen und in geordneter Abfolge einzeln oder in definierten Gruppen und üblicherweise in einer mehr oder weniger genau definierten Position und räumlichen Lage zu bearbeiten sind. Das Bearbeitungssystem weist ein Fördersystem auf, mit einem in sich geschlossenen, gegebenenfalls Weichen aufweisenden Schienensystem und mit einer Vielzahl von auf dem Schienensystem in einer Richtung unabhängig voneinander verfahrbaren Förder-/Haltemitteln und Vorrichtungen zum Beladen von Förder-/Haltemitteln mit zu bearbeitenden Gegenständen oder Gegenstandsgruppen, Vorrichtungen zum Bearbeiten von Gegenständen oder Gegenstandsgruppen und Vorrichtungen zum Entladen von bearbeiteten Gegenständen oder Gegenstandsgruppen ab Förder-/Haltemitteln. Den Vorrichtungen sind Mittel zur Eingangskontrolle und stromaufwärts davon Sammelstrecken zugeordnet, wobei durch die Eingangskontrolle die von der Vorrichtung geforderte räumliche Lage der Förder-/Haltemittel bzw. der Gegenstände erstellt und die Förder-/Hal-temittel bzw. die Gegenstände in eine von der Vorrichtung geforderte zeitliche Abfolge geordnet werden und wobei auf der Sammelstrecke Förder-/Haltemittel vor der Eingangskontrolle gegebenenfalls aufgestaut werden. Die Vorrichtungen mit den ihnen zugeordneten Mitteln zur Eingangskontrolle sowie auch Weichen sind einzeln oder in Gruppen in autonomen Stationen mit Stationsinternen Steuermitteln organisiert.

Die WO98/03419 beschreibt eine Vorrichtung zum Zubringen von Druckereierzeugnissen zu wenigstens zwei, zum Verarbeiten von Druckereierzeugnissen bestimmten Verarbeitungsstationen. Die Vorrichtung weist eine in sich geschlossene Stammförderstrecke zum Transport der anfallenden, von je einer Klammer gehaltenen Druckereierzeugnisse in einer Förderrichtung und mehrere als Pufferstrecken ausgebildete Zuführstrecken und eine Rückführstrecke auf. Jeder Zuführstrecke ist eine Verarbeitungsstation zugeordnet. Die Zuführstrecken sind mittels gesteuerter Weichen mit der Stammförderstrecke verbunden, so dass in Förderrichtung gesehen, jede der Klammer jeder gewünschten Verarbeitungsstation zugeleitet werden kann.

WO 2007/089408 A2 offenbart eine Vorrichtung zum Herstellen von Buchblöcken mit einer Digitaldruckmaschine. Die digital bedruckten Papierbögen werden gefaltet und zu Stapeln zusammengeführt, die einen Teil eines Buchblocks oder einen ganzen Buchblock bilden. Die zusammengestellten Buchblock- Vorprodukte können anschliessend weiterverarbeitet werden, insbesondere an der Bindekante abgefräst, in einer Bindevorrichtung gebunden, bspw. durch Klebbindung, zugeschnitten und weiterverarbeitet.

US 2010/0051 196 A1 zeigt eine analoge Vorrichtung, bei welcher die gefalteten Papierbögen eines Stapels an geeigneten Stellen temporär miteinander verklebt werden, um ein Verrutschen der einzelnen Bögen eines Stapels vor der definitiven Bindung zu verhindern. Die temporären Klebstellen sind vorzugsweise so gewählt, dass diese beim späteren Bearbeiten des Buchblocks wieder wegfallen.

Darstellung der Erfindung

Der Digitaldruck hat die Produktion von Druckprodukten im Vergleich zum Offsetdruck insofern verändert, als dass in einer Digitaldruckmaschine komplette und insbesondere in hohem Mass individualisierte Druckendprodukte hergestellt werden können. Trotz dieser hohen Flexibilität weist der Digitaldruck im Vergleich zum Offsetdruck entscheidende Nachteile auf, welche insbesondere die Druckweiterverarbeitung betreffen.

Ein Unterschied ist die im Vergleich zum Offsetdruck um Einiges niedrigere Kapazität im Digitaldruck. Ein weiterer Unterschied liegt in den beschränkten Weiterverarbeitungsmöglichkeiten, insbesondere in Bezug auf die Herstellung von Druckproduktkollektionen, bei welchen den Druckhauptprodukten verschiedene Teilprodukte durch Einlegen, Einkleben, Einstecken etc. hinzugefügt werden, oder einem eigentlichen Druckvorgang nachgeordnete Verarbeitungsschritte wie das Falten von Druckbögen, Zusammenstellen von Buchblöcken, Binden, Zuschneiden etc.

Betreffend Weiterverarbeitung sind aus dem Bereich des Offsetdrucks verschiedene Vorrichtungen und Verfahren bekannt, welche eine hocheffiziente Herstellung etwa von Druckproduktkollektionen mit hoher Kapazität bereitstellen. Diese Vorrichtungen und Verfahren erlauben zudem eine im Vergleich zum Digitaldruck hohe Flexibilität in der Weiterbearbeitung. Allerdings sind bei diesen Verfahren die Individualisierungsmöglichkeiten nur in beschränktem Mass gegeben, insbesondere bedingt durch den Offsetdruck.

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Verarbeitungssystem zur Verfügung zu stellen, das eine synergetische Nutzung der Vorteile des Digitaldrucks und der aus dem Offsetdruck und anderen industriellen Druckverfahren bekannten Verfahren und Vorrichtungen zur Weiterverarbeitung ermöglicht. Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst. Dadurch können wenigstens einzelne der im Digitaldruck nicht optimal integrierbaren Funktionen desintegriert werden und über eine er-findungsgemässe Steuerung in eine geeignete Weiterverarbeitungsstation eingebunden werden, insbesondere an eine solche für den Offsetdruck. Mit einem erfindungsgemässen Verarbeitungssystem wird folglich nicht die ansonsten beim Digitaldruck stets angestrebte maximale Funktionsintegration mittels der Digitaldruckeinheit angestrebt, sondern gewisse Funktionen werden, wie nachfolgend erläutert, an eine flexible Weiterverarbeitungsstation übertragen, welche ihrerseits für sich alleine genommen insbesondere nur sehr beschränkte Individualisierungsmöglichkeiten bei der Weiterbearbeitung bieten würde.

Ein erfindungsgemässes Verarbeitungssystem umfasst in der Regel mindestens eine Digitaldruck-Anlegestelle zum Anschliessen von mindestens einer Digitaldruckeinheit und mindestens einer Weiterverarbeitungsstation, die mittels einer Kopplungsstation verbunden sind. Dies erfolgt derart, dass mindestens ein Eingang der mindestens einen Weiterverarbeitungsstation mit mindestens einer Digitaldruck-Anlegestelle verbunden ist. Weiter weist ein erfindungsgemässes Verarbeitungssystem in der Regel eine erste Steuereinheit zum Steuern der Kopplungsstation und eine zweite Steuereinheit zum Steuern der mindestens einen Weiterverarbeitungsstation auf. Der ersten Steuereinheit werden Informationen zum Produkteoutput der mindestens einen Digitaldruckeinheit und mindestens ein Verarbeitungsattribut des Produkteoutputs zugeführt. Die erste Steuereinheit übergibt diese mittels eines dynamischen Datenfeeds an die zweite Steuereinheit direkt oder mittelbar. Die mindestens eine Weiterverarbeitungsstation wird durch die zweite Steuereinheit mittels dieser Informationen gesteuert.

Unter einer Digitaldruck-Anlegestelle kann im Rahmen der vorliegenden Erfindung insbesondere eine Schnittstelle zum Anschliessen einer Digitaldruckmaschine oder einer insbesondere mittels Digitaldruck bedruckten, auf einer Rolle aufgewickelten Papierbahn o-der Folienbahn, respektive einer Abwickelstation zum Abwickeln einer solchen Rolle.

Im Rahmen der Erfindung kann eine Digitaldruckeinheit insbesondere neben einer Digitaldruckmaschine, oder einer wie vorgängig beschriebenen Rolle, aber auch eine Digitaldruck-Zwischenverarbeitungsstation umfassen. In einer solchen kann eine direkt von einer Digitaldruckmaschine oder ab einer Rolle abgewickelte bedruckte Folien- und/oder Papierbahn geschnitten und/oder gefalzt und/oder gefaltet und/oder geheftet und/oder geklebt und/oder gestapelt werden. Eine Papier- und/oder Folienbahn kann so mittels der Zwischenverarbeitungsstation zu einem eigentlichen Haupt- oder Teilprodukt verarbeitet werden. Insbesondere können digital bedruckte Papierbahnen geschnitten, gefaltet, gestapelt, und optional temporär verklebt werden, um Buchblock-Vorprodukte zur späteren Weiterverarbeitung (Binden, Zuschneiden) bereitzustellen.

Im Rahmen der Erfindung ist es jedoch auch vorgesehen, dass eine solche Zwischenverarbeitungsstation einer Digitaldruck-Anlegestelle zugeordnet werden kann und die Zwischenverarbeitungsstation durch die zweite Steuereinheit ebenfalls mittels der dieser von der ersten Steuereinheit mittels des dynamischen Datenfeeds übergebenen Informationen gesteuert wird.

Ein dynamischer Datenfeed kann auch als prozessgesteuerter Datenfeed betrachtet werden, bei dem nicht vorbekannte Daten (wie bei einem statischen Datenfeed), sondern sich laufend verändernde Daten an die zweite Steuereinheit übergeben werden.

Die Verbindung des mindestens einen Eingangs der mindestens einen Weiterverarbeitungsstation mit mindestens einer Digitaldruck-Anlegestelle kann fest oder variabel sein. Das heisst insbesondere, dass der mindestens eine Eingang der mindestens einen Weiterverarbeitungsstation über ein Fördersystem mit festen oder mit variablen Förderpfaden mit mindestens einer Digitaldruck-Anlegestelle verbunden sein kann, wie nachfolgend anhand er Ausführungsbeispiele noch genauer erläutert wird.

Die Informationen zum Produkteoutput der mindestens einen Digitaldruckeinheit und mindestens ein Verarbeitungsattribut des Produkteoutputs können beispielsweise von einem Prozessverarbeitungsspeicher zur Verfügung gestellt werden, insbesondere wenn die auszuführende Betriebsart des Verarbeitungssystems bekannt ist. Alternativ oder in Ergänzung kann z.B. ein Hauptprodukt selber eine entsprechende Information tragen, etwa mittels einem aufgedruckten Tag, durch welche die entsprechenden Informationen und/oder Verarbeitungsattribute an die erste Steuereinheit übergeben werden. Ein Tag kann beispielsweise eine Identifikationsnummer, ein Barcode oder ein zweidimensionaler optischer Code sein oder sonst eine optisch lesbare Markierung sein. Ebenfalls möglich ist das Anbringen eines RFID Tags. Alternativ oder in Ergänzung könnten entsprechende Informationen/Verarbeitungsattribute wenigstens teilweise auch von der zweiten Steuereinheit an die erste Steuereinheit eingespiesen werden.

Eine mögliche Ausgestaltung eines Verarbeitungssystems nach der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die mindestens eine Weiterverarbeitungsstation eine Zusammentragvorrichtung umfasst, mittels der mehrere ein- oder mehrlagige Teilprodukte zu einer Kollektion von aneinanderliegenden Teilprodukten zusammengetragen werden können. Teilprodukte können bspw. Druckprodukte wie Magazine, Werbeprospekte, Broschüren,

Flyer oder bedruckte Bögen sein, mit gleichen oder mit voneinander verschiedenen Abmessungen und/oder Gewichten. Ebenfalls können Teilprodukte Warenproben, CDs und dgl. umfassen. Solche Stapel, bzw. Kollektionen, können bspw. wie nachfolgend beschrieben etwa in Hauptprodukte eingesteckt werden.

Teilprodukte können auch Buchblock-Vorprodukte in Form von einzelnen gefalteten Papierbögen oder Teilstapeln eines gesamten Buchblocks sein, die in der Weiterverarbeitungsstation zu einem kompletten Buchblock zusammengetragen werden können. In diesem Fall bildet der zusammengestellte Buchblock die Kollektion von aneinander liegenden Teilprodukten. Ein solcher Buchblock kann das Vorprodukt beispielsweise eines Buches oder eines Katalogs oder einer Zeitschrift sein. Die Teilprodukte als Bestandteile des zu bildenden Buchblocks können zuvor direkt mit einer Digitaldruckmaschine hergestellt worden sein, oder ab einer bedruckten Rolle bereitgestellt und konfektioniert worden sein, oder mit einem anderem Druckverfahren, beispielsweise Offset. Auch Kombinationen von mit verschiedenen Technologien hergestellten Teilprodukten sind möglich.

Eine mögliche Ausgestaltung eines Verarbeitungssystems nach der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die mindestens eine Weiterverarbeitungsstation eine Einsteckvorrichtung umfasst, mittels welcher Teilprodukte in mindestens ein Hauptprodukt des Produkteoutputs eingesteckt werden können.

Eine andere mögliche Ausgestaltung eines Verarbeitungssystems nach der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die mindestens eine Weiterverarbeitungsstation eine Bindevorrichtung umfasst, mit welcher eines oder mehrere Teilprodukte zu einem Buchblock gebunden werden können.

Vorteilhaft umfasst bei einer solchen Ausgestaltung eines Verarbeitungssystems die mindestens eine Weiterverarbeitungsstation eine Vorrichtung auf, mit welcher ein gebunde-ner Buchblock gefräst und/oder zugeschnitten werden kann.

Eine weitere Ausgestaltung eines Verarbeitungssystems nach der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass das Verarbeitungssystem eine Erfassungsvorrichtung zur Erkennung eines bestimmten Hauptproduktes oder Teilprodukts des Produkteoutputs umfasst, und die zweite Steuereinheit zur Zuführung von einem diesem Hauptprodukt oder Teilprodukt zugeordneten Verarbeitungsattribut an die Weiterverarbeitungsstation mit der Weiterverarbeitungsstation verbunden ist.

Eine für bestimmte Anwendungen vorteilhafte Ausgestaltung eines Verarbeitungssystems nach der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Hauptprodukte oder Teilprodukte des Produkteoutputs der Digitaldruckeinheit eine in der Digitaldruckeinheit aufgebrachte Identifikation tragen, und die Digitaldruckeinheit zur Zuführung eines der Identifikation zugeordneten Verarbeitungsattributes an die erste Steuereinheit mit der ersten Steuereinheit verbunden ist.

Eine solche Identifikation kann insbesondere mittels Digitaldruck aufgebracht sein, oder mittels eines schnellen, auf Distanz funktionierenden Tintenstrahldruckers, wie er beispielsweise in der Verpackungsindustrie verwendet wird.

Gute Resultate für bestimmte Betriebsarten können erzielt werden, wenn die Erfassungsvorrichtung einen optischen Sensor zur Erfassung eines auf einem Hauptprodukt, bzw. Teilprodukt, oder der zugehörigen Transporteinheit angebrachten Markers (z.B. einen Barcode, ein zweidimensionaler Code, eine Identifikationsnummer oder eine Postadresse) und/oder einen elektromagnetischen Sensor zur Erfassung eines auf einem Hauptprodukt, bzw. Teilprodukt, oder der zugehörigen Transporteinheit angebrachten RFI D-Tags aufweist.

Ein besonders effizient zu betreibendes Verarbeitungssystem kann erzielt werden, wenn die Kopplungsstation einen Bereitschaftsrundlauf mit einer Mehrzahl von voneinander unabhängig förderbaren Transporteinheiten umfasst, wie nachfolgend noch genauer erläutert wird. Die Transporteinheiten sind dabei so ausgestaltet, dass sie die vorgesehenen Teilprodukte bzw. Produkte effizient transportieren können. Die Transporteinheiten können beispielsweise Klammern umfassen, um ein oder mehrere Elemente klemmend zu halten, oder auch geeignete Transportbehälter. Es ist auch möglich, verschiedene Arten von Transportelementen vorzusehen, was die Flexibilität in Bezug auf die verarbeitbaren Produkte erhöht.

Eine besonders hohe Förderleistung bei gleichzeitig hoher Flexibilität der Kopplungsstation kann erzielt werden, wenn der Bereitschaftsrundlauf ein (wenigstens bereichsweise) umlaufendes Antriebsmittel aufweist, bspw. eine Kette, welche die Transporteinheiten wenigstens abschnittsweise mitnimmt.

Ein für bestimmte Produktionsarten besonders effizientes Verarbeitungssystem kann erzielt werden, wenn mit wenigstens einzelnen Transporteinheiten mehrere Produkte gefördert werden können. Je nach Bedarf können diese Produkte später zusammen weiterver-arbeitet werden, oder auch wieder vereinzelt werden. Auf diese Weise lässt sich beispielsweise für eine gegebene Anzahl Transporteinheiten das Transportvolumen erhöhen.

Es kann vorgesehen sein, dass die Transporteinheiten Identifikationsmittel, vorzugsweise RFID Tags und/oder Barcodes, aufweisen, welche durch die erste Steuereinheit vor und/oder während und/oder nach der Übergabe eines bestimmten Hauptprodukts des

Produkteoutputs lesbar sind, durch die erste Steuereinheit über eine eindeutige Identifikation mit Zuordnungsdaten verknüpfbar sind, dem Hauptprodukt mittels diesen Zuordnungsdaten zugeordnet werden können und die erste Steuereinheit zur Zuführung der Zuordnungsdaten an die zweite Steuereinheit mit der zweiten Steuereinheit verbunden ist.

Es kann vorgesehen sein, dass die zweite Steuereinheit mit der Weiterverarbeitungsstation, vorzugsweise mit einer Einsteckvorrichtung und/oder einer Bindevorrichtung und/oder einer Zuschneidvorrichtung, zum Erfassen (Einlesen bzw. Auslesen) von Identifikationsmittel der Transporteinheiten und zur Zuführung von den durch die Transporteinheiten geförderten Hauptprodukten zugeordneten Verarbeitungsattributen mittels der Zuordnungsdaten an die Weiterverarbeitungsstation, vorzugsweise an die Einsteckvorrichtung und/oder die Bindevorrichtung und/oder die Zuschneidvorrichtung, verbunden ist.

Eine Ausgestaltung eines Verarbeitungssystems nach der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die erste Steuereinheit Teil einer angeschlossenen Digitaldruckeinheit ist. Auf diese Weise kann ein besonders ökonomisches Verarbeitungssystem mit hoher Flexibilität erzeugt werden.

Es kann vorgesehen sein, dass die zweite Steuereinheit zur Steuerung mindestens einer angeschlossenen Digitaldruckeinheit mit dieser Digitaldruckeinheit verbunden ist. Dadurch wird etwa ein Nachdruck von Hauptprodukten oder Teilprodukten ermöglicht, wie nachfolgend noch genauer erläutert wird. Dabei kann die Steuerung einen Informationsaustausch umfassen.

Eine Ausgestaltung eines Verarbeitungssystem nach der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass das Verarbeitungssystem eine erste Inputkontrolle zur Überwachung des Produkteoutputs der mindestens einen Digitaldruckeinheit bei der Übergabe an die Kopplungsstation umfasst, welche erste Inputkontrolle mit der zweiten Steuereinheit zur Übermittlung von ersten Überwachungsdaten verbunden ist.

Es kann vorgesehen sein, dass die zweite Steuereinheit mit der ersten Inputkontrolle sowie der mindestens einen Weiterverarbeitungsstation und/oder der mindestens einen Digitaldruckeinheit derart verbunden ist, dass die zweite Steuereinheit die ersten Überwachungsdaten zur Steuerung der mindestens einen Weiterverarbeitungsstation und/oder der mindestens einen Digitaldruckeinheit verwenden kann. Auf diese Weise können etwa von der ersten Inputkontrolle festgestellte fehlerhafte Hauptprodukte in der Weiterverarbeitungsstation gesondert bearbeitet werden (bspw. aus dem Verarbeitungssystem ausgeschleust werden) und/oder die mindestens eine Digitaldruckeinheit zur Herstellung eines entsprechenden Ersatzes (Nachdrucks) angewiesen werden.

Ein besonders zuverlässiges Verarbeitungssystem kann erzielt werden, wenn dieses eine zweite Inputkontrolle zur Überwachung des Eingangs der mindestens einen Weiterverarbeitungsstation umfasst, welche zweite Inputkontrolle mit der zweiten Steuereinheit zur Übermittlung von zweiten Überwachungsdaten verbunden ist.

Es kann dabei vorgesehen sein, dass die zweite Steuereinheit mit der zweiten Inputkontrolle, sowie der mindestens einen Digitaldruckeinheit derart verbunden ist, dass die zweite Steuereinheit die zweiten Überwachungsdaten zur Steuerung der mindestens einen Digitaldruckeinheit verwenden kann. Auf diese Weise können bspw. während der vorgängigen Förderung beschädigte oder falsch ausgerichtete Hauptprodukte erkannt und in der Weiterverarbeitungsstation gesondert bearbeitet (bspw. ausgeschleust) werden und/oder die mindestens eine Digitaldruckeinheit zur Herstellung eines entsprechenden Ersatzes (Nachdrucks) angewiesen werden.

Das Verarbeitungssystem kann also ferner derart konfiguriert ist, dass die Digitaldruckeinheit die zweiten Überwachungsdaten zum Nachproduzieren von Hauptprodukten verwenden kann.

Eine Ausgestaltung eines Verarbeitungssystems nach der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass das Verarbeitungssystem eine Kontrolleinrichtung für die mindestens eine Weiterverarbeitungsstation umfasst, welche mit der zweiten Steuereinheit zur Übermittlung von dritten Überwachungsdaten verbunden ist.

Gemäss einer Ausgestaltung eines solchen Verarbeitungssystems kann die zweite Steuereinheit dabei die dritten Überwachungsdaten zur Steuerung der mindestens einen Digitaldruckeinheit und/oder der Kopplungsstation verwenden. Auf diese Weise können etwa Störungen (z.B. Ausfälle, temporär reduzierte Kapazitäten) in der Weiterbearbeitungssta-tion von der zweiten Steuereinheit erfasst und z.B. der Produktoutput mindestens einer Digitaldruckeinheit angepasst und/oder Hauptprodukte bis zur Behebung von Störungen z.B. in Zwischenspeicher umgeleitet werden. Anpassungen eines Produktoutputs können insbesondere Änderungen der Produktionsgeschwindigkeit und der Art der von der Digitaldruckeinheit produzierten Hauptprodukte umfassen.

Es kann vorgesehen sein, dass ein erfindungsgemässes Verarbeitungssystem mindestens eine Digitaldruck-Anlegestelle zum Anschliessen einer bedruckten Papier- oder Folienbahn aufweist, insbesondere einer mittels Digitaldruck bedruckten Papier- oder Folienbahn. Eine solche kann z.B. in einer Abwickelstation abgewickelt, einer Zwischenverarbeitungsstation geschnitten und/oder gefalzt und/oder geheftet und/oder geklebt und anschliessend mittels der Kopplungsstation der Weiterverarbeitungsstation zugeführt werden.

Für bestimmte Anwendungen kann eine Zwischenverarbeitungsstation auch eine Digitaldruckeinheit, insbesondere einen Digitaldruckkopf, aufweisen. Mit einer solchen Digitaldruckeinheit kann bei Bedarf eine alternative oder ergänzende Individualisierung wenigstens von Teilen einer von einer direkt angeschlossenen Digitaldruckmaschine oder von einer angeschlossenen Rolle abgelieferten bedruckten Papier- oder Folienbahn erzeugt werden.

Für bestimmte Anwendungen kann insbesondere mittels einer solchen Digitaldruckeinheit auf eine Papier-oder Folienbahn und/oder auf ein Haupt- oder Teilprodukt eine Identifikation aufgebracht werden, z.B. als aufgedruckter Tag.

Gemäss einer weiteren Ausgestaltung eines solchen Verarbeitungssystems ist die mindestens eine Digitaldruck-Anlegestelle zum Anschliessen einer mittels Digitaldruck bedruckten, auf einer Rolle aufgewickelten Papier- oder Folienbahn mit der zweiten Steuereinheit zur Übermittlung von Informationen zur auf der Rolle aufgewickelten Papier- oder Folienbahn verbunden. Dadurch können der zweiten Steuereinheit bspw. Informationen zum Inhalt bzw. der Art der Papier- oder Folienbahn übermittelt werden.

Gemäss einer weiteren Ausgestaltung eines erfindungsgemässen Verarbeitungssystems ist die zweite Steuereinheit mit der mindestens einen Digitaldruck-Anlegestelle derart verbunden ist, dass die zweite Steuereinheit die ersten Überwachungsdaten (falls vorhanden) und/oder die zweiten Überwachungsdaten (falls vorhanden) und/oder die dritten Überwa-chungsdaten (falls vorhanden) zur Steuerung der Digitaldruck-Anlegestelle zum Anschliessen des Hauptprodukts, bzw. Teilprodukts, verwenden kann.

In einer Ausgestaltung eines Verarbeitungssystems nach der Erfindung umfasst das Verarbeitungssystem einen oder mehrere Zwischenspeicher für die wenigstens temporäre Speicherung von Transporteinheiten mit Produkten und/oder Transporteinheiten ohne Produkte (leere Transporteinheiten).

Ein solcher Zwischenspeicher kann insbesondere Teil der mindestens einen Weiterbear-beitungsstation und/oder Teil der mindestens einen Kopplungsstation sein oder mit der mindestens einen Weiterbearbeitungsstation und/oder mindestens einen Kopplungsstation verbunden sein.

In einem solchen Zwischenspeicher können insbesondere ungenutzte leere Transporteinheiten temporär gespeichert werden und dadurch das Fördersystem an den Produktionsbedarf des Verarbeitungssystems angepasst werden, wodurch dessen Effizienz gesteigert werden kann.

Eine besonders effiziente Nutzung solcher Zwischenspeicher kann insbesondere durch die Verwendung voneinander unabhängig förderbarer Transporteinheiten erzielt werden, die individualisierte Produkte fördern können, wie nachfolgend noch genauer erörtert wird.

Die Zwischenspeicher können eine First-In-First-Out (FIFO) Architektur aufweisen.

Auch ist es möglich Produkte, z.B. in Abhängigkeit gewisser Verarbeitungsattribute in solchen Zwischenspeichern zu sammeln und temporär zwischenzuspeichern. Dadurch kann auch eine (Vor-)Sortierung von Produkten erzielt werden.

Ein wie hier beschriebener Zwischenspeicher erlaubt insbesondere auch eine Optimierung der Auslastung einer an das Verarbeitungssystem angeschlossenen Digitaldruckmaschine.

Insbesondere durch den Einsatz mehrerer seriell und/oder parallel zueinander angeordneter Zwischenspeicher kann ein sehr vielseitig einsetzbares effizientes Verarbeitungssystem erzielt werden.

Mittels Zwischenspeicher können auch z.B. bei temporären Störungen in der Weiterverarbeitungsanlage Produkte zwischengespeichert werden, wodurch etwa eine Komplettabschaltung des Verarbeitungssystems verhindert werden kann.

Solche Zwischenspeicher können insbesondere als Wendel ausgestaltet sein, wodurch besonders raumsparende Zwischenspeicher erzeugt werden können, wie nachfolgend noch genauer dargelegt werden wird.

Ein Zwischenspeicher kann eine Erfassungsvorrichtung zur Erkennung eines bestimmten Produkts umfassen, und die zweite Steuereinheit zur Zuführung von einem diesem Produkt zugeordneten Verarbeitungsattribut an den Zwischenspeicher mit dem Zwischenspeicher verbunden sein. Dadurch kann die Zwischenspeicherung bestimmter Produkte besonders effizient gesteuert und die Flexibilität der Anlage erhöht werden.

Gute Resultate für bestimmte Betriebsarten können erzielt werden, wenn die Erfassungsvorrichtung einen optischen Sensor zur Erfassung eines auf einem Produkt, oder der zugehörigen Transporteinheit angebrachten Markers (z.B. einen Barcode oder eine Postadresse) und/oder einen elektromagnetischen Sensor zur Erfassung eines auf einem Produkt, oder der zugehörigen Transporteinheit angebrachten RFI D-Tags aufweist.

Wie vorgängig beschriebene Zwischenspeicher können auch als eigenes erfinderisches Konzept, unabhängig von einem erfindungsgemässen Verarbeitungssystem, betrachtet werden.

In einer Ausgestaltung eines Verarbeitungssystems nach der vorliegenden Erfindung um-fasst das Verarbeitungssystem mindestens eine Sortiervorrichtung. Eine solche Sortiervorrichtung kann insbesondere Teil der mindestens einen Weiterbearbeitungsstation und/oder Teil der mindestens einen Kopplungsstation sein.

Mittels einer Sortiervorrichtung kann insbesondere die Reihenfolge mehrerer von Transporteinheiten geförderter Produkte geändert werden, insbesondere in Abhängigkeit von wenigstens einem dem von der Transporteinheit transportierten Produkte zugeordneten Verarbeitungsattribut.

Eine Sortiervorrichtung kann eine Erfassungsvorrichtung zur Erkennung eines bestimmten Produkts umfassen, und die zweite Steuereinheit zur Zuführung von einem diesem Produkt zugeordneten Verarbeitungsattribut an die Sortiervorrichtung mit der Sortiervorrichtung verbunden sein. Dadurch kann die Sortierung bestimmter Produkte besonders effizient gesteuert und die Flexibilität und Gesamteffizienz der Anlage erhöht werden.

Gute Resultate für bestimmte Betriebsarten können erzielt werden, wenn die Erfassungsvorrichtung einen optischen Sensor zur Erfassung eines auf einem Produkt, oder der zugehörigen Transporteinheit angebrachten Markers (z.B. einen Barcode oder eine Postadresse) und/oder einen elektromagnetischen Sensor zur Erfassung eines auf einem Produkt, oder der zugehörigen Transporteinheit angebrachten RFI D-Tags aufweist.

Eine wie vorgängig beschriebene Sortiervorrichtung kann auch als eigenes erfinderisches Konzept, unabhängig von einem erfindungsgemässen Verarbeitungssystem, betrachtet werden.

Eine weitere Ausgestaltung eines Verarbeitungssystems nach der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die mindestens eine Digitaldruckeinheit eine Digitaldruckmaschine o-der eine Abwickelstation für eine mittels Digitaldruck bedruckte, auf einer Rolle aufgewickelte Papier- oder Folienbahn ist.

Vorteilhaft umfasst bei einer solchen Ausgestaltung eines Verarbeitungssystems die mindestens eine Digitaldruckeinheit eine Vorrichtung zum Falten von mit der Digitaldruckmaschine bedruckten Papierbögen oder eine Vorrichtung zum Falten der mittels Digitaldruck bedruckten, von der Rolle abgewickelten Papier- oder Folienbahn.

Zusätzlich oder alternativ umfasst bei einer solchen Ausgestaltung eines Verarbeitungssystems die mindestens eine Digitaldruckeinheit eine Vorrichtung zum Abtrennen einzelner Papierbögen von der abgewickelten, gefalteten oder ungefalteten Papier- oder Folienbahn.

Zusätzlich oder alternativ umfasst bei einer solchen Ausgestaltung eines Verarbeitungssystems die mindestens eine Digitaldruckeinheit eine Vorrichtung zum Stapeln von gefalteten oder ungefalteten Papierbögen.

Besonders vorteilhaft umfasst bei den vorgenannten Ausgestaltungen eines Verarbeitungssystems die mindestens eine Digitaldruckeinheit eine Vorrichtung zum temporären oder dauerhaften Verkleben von gefalteten oder ungefalteten Papierbögen. Die entsprechende Verklebung kann dabei beispielsweise während eines Stapelvorganges stattfinden, oder an einem fertigen Stapel vorgenommen werden.

Je nach Seriengrösse und benötigter Flexibilität können mit den vorgenannten Verarbeitungssystemen Buchblock-Vorprodukte direkt mit der Digitaldruckmaschine hergestellt werden, oder mittels der mit Digitaldruck bedruckten, aufgerollt bereitgestellten Papieroder Folienbahn.

Ebenfalls ist es möglich, auf analoge Weise Buch-Einbände und/oder Schutzumschläge bereitzustellen oder zu drucken, und diese an Verarbeitungssysteme zu übergeben, so dass später in einer Weiterverarbeitungsstation zum Beispiel aus einem Buchblock und einem Einband ein Buch fertiggestellt werden kann.

Es ist im Rahmen der Erfindung auch denkbar, dass das Verarbeitungssystem eine dritte Steuereinheit zum Steuern der Kopplungsstation aufweist, wie nachfolgend noch genauer dargelegt wird.

Eine dritte Steuereinheit kann insbesondere auch zum Steuern eines Zwischenspeichers oder eines mehrere Zwischenspeicher umfassenden Zwischenspeichersystems und/oder einer Sortiervorrichtung verwendet werden.

Insbesondere kann eine dritte Steuereinheit dadurch zur Sortierung der Haupt- und Teilprodukte verwendet werden, um die Auslastung mindestens einer Weiterverarbeitungsstation zu optimieren. Dadurch kann ein effizienter Betrieb des Verarbeitungssystems für eine Vielzahl von Betriebsarten erreicht werden.

Für bestimmte Ausgestaltungen eines Verarbeitungssystems nach der Erfindung können die erste und/oder zweite und/oder (falls vorhanden) dritte Steuereinheit auf einer Mehrprozessorplatine angeordnet sein.

Durch die Verwendung einer Digitaldruckeinheit, insbesondere mindestens einer Digitaldruckmaschine, kann gemäss einer Ausgestaltung eines erfindungsgemässen Verarbeitungssystems der Produktoutput so gesteuert werden, dass die von dieser produzierten Hauptprodukte (und gegebenenfalls Teilprodukte) bereits in einer für den effizienten Betrieb die Weiterverarbeitungsstation vorteilhaften Abfolge in die Kopplungsstation einge-spiesen werden können. So können die Vor- (und/oder Hauptprodukte) bspw. in einer

nach bestimmten Verarbeitungsattributen oder anderen Kriterien (z.B. nach Postadressen der Endabnehmer der jeweiligen Produkte, oder der korrekten Reihenfolge von Teilblöcken eines Buchblockes) sortierten Abfolge, oder wenigstens einer für ein separates Sortierverfahren in einer Sortiereinrichtung vorteilhaften Abfolge erzeugt, bzw. an die Kopplungsstation übergegeben werden.

In einer weiteren vorteilhaften Variante eines erfindungsgemässen Verarbeitungssystems umfasst eine Weiterverarbeitungsstation eine oder mehrere Vorrichtungen zur Nachbearbeitung, insbesondere zur Verpackung von fertiggestellten Produkten. Beispielsweise können mit einer solchen Vorrichtung fertige Produkte, beispielsweise Bücher oder Kataloge, foliert werden. Mit einer anderen entsprechenden Vorrichtung können fertige Produkte mit Karton umschlagen oder anderweitig verpackt werden, um so ein versandfertig verpacktes Produkt zu erhalten. Zusätzlich kann auch eine Adressierungsvorrichtung vorgesehen sein.

Die nachbearbeiteten Produkte können anschliessend zur weiteren Verwendung (z.B. Versand, Einlagerung) aus dem Verarbeitungssystem entnommen werden, oder sie können wieder an das Verarbeitungssystem übergeben werden, beispielsweise zur temporären Lagerung in einem Zwischenspeicher, oder sie können einem nachgeordneten Intra-logistiksystem übergeben werden.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit den Zeichnungen näher erläutert werden.

Figur 1 zeigt schematisch eine erste Ausgestaltung eines erfindungsgemässen Verarbeitungssystems.

Figur 2 zeigt schematisch eine zweite Ausgestaltung eines erfindungsgemässen Verarbeitungssystems.

Figur 3 zeigt schematisch eine dritte Ausgestaltung eines erfindungsgemässen Verarbeitungssystems.

Figur 4 zeigt schematisch eine vierte Ausgestaltung eines erfindungsgemässen Verarbeitungssystems.

Figur 5 zeigt schematisch eine fünfte Ausgestaltung eines erfindungsgemässen Verarbeitungssystems.

Figur 6 zeigt schematisch erste Ausgestaltungen von Transporteinheiten für ein erfin- dungsgemässes Verarbeitungssystem.

Wege zur Ausführung der Erfindung

In den nachfolgenden Figuren und der dazugehörigen Beschreibung sind sich entsprechende Teile, soweit nichts anderes vermerkt ist, mit gleichen Bezugszeichen versehen. Die konkreten beschriebenen Ausführungsbeispiele stehen jeweils beispielhaft für den Erfindungsgegenstand und haben keine beschränkende Wirkung.

Figur 1 zeigt eine Ausführungsform eines Verarbeitungssystems 1 umfassend Digitaldruckeinheiten DD1 , DD2, DR1 und DR2, eine Kopplungsstation K1 , eine Weiterverarbeitungsstation WV1 , eine erste Steuereinheit S1 , eine zweite Steuereinheit S2, eine erste Inputkontrolle IK1 und eine zweite Inputkontrolle IK2.

Die Digitaldruckeinheiten DD1 und DD2 sind als Digitaldruckmaschinen ausgebildet, welche über Digitaldruck-Anlegestellen 120a, b an die Kopplungsstation K1 angeschlossen sind.

Die Digitaldruckeinheiten DR1 und DR2 sind als Abwickelstationen für mit Digitaldruck bedruckte Rollen (z.B. Papier- oder Folienbahnen) ausgebildet, welche über Digitaldruck-Anlegestellen 120c,d an die Kopplungsstation K1 angeschlossen sind.

Die Kopplungsstation K1 ist mittels Outputlinien 01 , 02 und 03 mit Eingängen E1 , E2, E3 der Weiterverarbeitungsstation WV1 verbunden. Die Digitaldruckeinheiten DD1 , DD2, DR1 und DR2 sind somit über die Kopplungsstation K1 mit der Weiterverarbeitungsstation WV1 verbunden, welche in der gezeigten Ausführungsform zwei Bearbeitungsstationen B1 , B2 aufweist.

Die Digitaldruckeinheiten DD1 , DD2, DR1 und DR2 produzieren Hauptprodukte HP1 , ... ,HPn und/oder Teilprodukte welche über die Digitaldruck-Anlegestellen 120a-d an die Kopplungsstation K1 übergeben werden. Die erste Steuereinheit S1 ist an den Digitaldruckeinheiten DD1 , DD2, DR1 , DR2 angeordnet. Bei einem Produkteoutput eines Hauptproduktes HP1 zum Beispiel, erhält die erste Steuereinheit S1 ein Verarbeitungsattribut VA1 mit Informationen über die Weiterverarbeitung des Hauptproduktes HP1.

Die Inputkontrolle IK1 ist vor der Kopplungsstation K1 angeordnet, welche den Produkteoutput bei der Übergabe an die Kopplungsstation K1 überwacht und erste Überwachungsdaten an die zweite Steuereinheit S2 übergibt. Die Steuereinheit S1 übergibt Informationen über den Produkteoutput, insbesondere die Verarbeitungsattribute VA1 , ... ,VAn, mittels eines dynamischen Datenfeeds DDF an die zweite Steuereinheit S2.

Erste Überwachungsdaten der Inputkontrolle IK1 können ebenfalls an die zweite Steuereinheit S2 übergeben werden.

Die zweite Inputkontrolle IK2 ist vor der Weiterverarbeitungsstation WV1 angeordnet und überwacht den Eingang E1 , E2, E3 der Weiterverarbeitungsstation WV1 in welche die Outputlinien 01 , 02, 03 von der Kopplungsstation K1 herkommend münden.

Zweite Überwachungsdaten der zweiten Inputkontrolle IK2 können an die zweite Steuereinheit S2 übergeben werden, um bspw. das Erfüllen eines vordefinierten Soll-Zustands der von der Kopplungsstation K1 übernommenen Hauptprodukte HP1 ,... ,HPn zu überwachen.

Die zweite Steuereinheit S2 steuert die Weiterverarbeitungsstation WV1 gemäss den Informationen, welche sie von der ersten Steuereinheit S1 erhalten hat. Z.B. kann die zweite Steuereinheit S2 eine Weiterverarbeitung eines Hauptproduktes HP1 gemäss dem Verarbeitungsattribut VA1 in der Weiterverarbeitungsstation WV1 initiieren und steuern.

Die zweite Steuereinheit S2 kann wie gezeigt mit den Digitaldruckeinheiten DD1 und DD2 rückverbunden sein, so dass die zweite Steuereinheit S2, je nach Information aus den ersten und/oder zweiten Überwachungsdaten vorübergehend durch Ansteuern der Digitaldruckeinheiten DD1 und DD2 den Produkteoutput ändern oder anpassen kann. Dies kann z.B. erforderlich sein, falls für die von den Inputkontrollen IK1 und/oder IK2 festgestellten fehlenden oder fehlerhaften Hauptprodukte ein beschränkter Nachdruck dieser Produkte erforderlich sein sollte. Insbesondere können so z.B. von der zweiten Inputkontrolle IK2 während der vorgängigen Förderung beschädigte oder falsch ausgerichtete Hauptprodukte HP1 , ... ,HPn erkannt und von der zweiten Steuerung S2 gegebenenfalls eine Ausschleusung der entsprechenden Produkte initiiert und falls zweckmässig ein Nachdruck des entsprechenden Produkts initiiert werden.

Alternativ oder in Ergänzung z.B. zu einem solchen Nachdruck durch das Verarbeitungssystem 1 selber, kann die zweite Steuerung S2 auch entsprechende Daten an ein (wahlweise vom Verarbeitungssystem 1 getrenntes) zweites Verarbeitungssystem Z1 liefern, welches einen entsprechenden Nachdruck erstellt und getrennt ausliefert.

Es ist auch denkbar, dass ein solches zweites Verarbeitungssystem Z1 eine online-Schnittstelle umfasst und z. B. fehlende Teile eines Endprodukts dem Endabnehmer online - z.B. abrufbar über das World Wide Web - zur Verfügung stellt.

Die zweite Steuereinheit S2 ist weiter mit den Digitaldruckeinheiten DR1 , DR2 rückverbunden und kann diese bei Bedarf ansteuern, z.B. durch Start/Stopp-Befehle oder Befehle zur Variation der Abrollgeschwindigkeit.

Ebenfalls kann die die zweite Steuereinheit S2 von den Digitaldruckeinheiten DR1 und DR2 Informationen über bspw. den Inhalt der in diesen enthaltenen Digitaldruckprodukte erhalten und diese gegebenenfalls für die Steuerung der Weiterverarbeitungsstation WV1 und/oder wenigstens einer Digitaldruckeinheit DD1 , DD2, DR1 , DR2 verwenden.

Figur 2 zeigt eine Weiterbildung der in Figur 1 gezeigten Ausführungsform eines Verarbeitungssystems 1 , welche eine dritte Steuereinheit S3 zum Steuern der Kopplungseinheit K1 aufweist. Die dritte Steuereinheit S3 kann dabei wie gezeigt Information verwenden, die sie von der zweiten Steuereinheit S2 erhält, welche gegebenenfalls auch auf Informationen basieren können, die die zweite Steuereinheit S2 von der ersten Steuereinheit erhalten hat.

In einer anderen Weiterbildung einer solchen Ausführungsform kann die dritte Steuereinheit S3 auch Informationen direkt von der ersten Steuereinheit S1 beziehen und zur Steuerung der Kopplungseinheit K1 verwenden.

Figur 3 zeigt eine weitere Ausführungsform eines Verarbeitungssystems 1 mit als Digitaldruckmaschinen 1 10a, 110b, sowie Abwickelstationen für mittels Digitaldruck bedruckte Rollen 110c, 1 10d ausgebildeten Digitaldruckeinheiten110a-d, welche über Digitaldruck-Anlegestellen 120a-d an eine Kopplungsstation 200 angeschlossen sind. Anschliessend an die Digitaldruckmaschinen 1 10a, 110b bzw. die Abwickelstationen für mittels Digitaldruck bedruckte Rollen 1 10c, 11 Od sind Zwischenverarbeitungsstationen 130a-d angeordnet, in welchen die digital gedruckten Produkte (nicht im Detail dargestellt) zwischenverarbeitet werden können, z.B. durch geeignetes Schneiden und/oder Falzen und/oder Falten und/oder Heften und/oder Kleben und/oder Bedrucken mittels einer Digitaldruckeinheit und/oder Stapeln mit oder ohne temporäre Verklebung. An die Zwischenverarbeitungsstationen 130a-d anschliessend sind Übergabestellen 140a-d angeordnet, in welchen die digital gedruckten und gegebenenfalls mittels der Zwischenverarbeitungsstationen 130a-d zwischenverarbeiteten Hauptprodukte HP1 , ... ,HPn (nicht im Detail gezeigt) von Transporteinheiten (nicht im Detail gezeigt) aufgenommen werden können.

Eine erste Steuereinheit S1 (nicht im Detail dargestellt) ist mit den Digitaldruckmaschinen 1 10a, 1 10b und den Abwickelstationen für mittels Digitaldruck bedruckte Rollen 1 10c, 1 10d sowie der Kopplungsstation 200 verbunden und erfasst die digital gedruckten Hauptprodukte HP1 , ... ,HPn, indem sie den Hauptprodukten HP1 , ... ,HPn zugeordnete Verarbeitungsattribute VA1 , ... ,VAn abspeichert. Die Transporteinheiten werden über Ausschleusweichen 211 a-d von der Kopplungsstation 200 ausgeschleust und in die Übergabestellen 140a-d eingespiesen, wo sie die Produkte aufnehmen.

Nach der Aufnahme der Hauptprodukte HP1 , ... ,HPn werden die Transporteinheiten durch Einschleusweichen 212a-d in die Kopplungsstation 200 eingeschleust. Die Kopplungsstation 200 ist in der gezeigten Ausführungsform als Bereitschaftsrundlauf ausgebildet auf welchem die Transporteinheiten unabhängig voneinander förderbar sind. Eine mögliche Ausgestaltung entsprechender Transporteinheiten wird nachfolgend bezüglich der Figur 6 noch genauer gezeigt. In der gezeigten Ausführungsform eines erfindungsgemässen Verarbeitungssystems ist jede Digitaldruckeinheit 1 10a-d über eine Übergabestelle 140a-d, eine Ausschleusweiche 21 1a-d und eine Einschleusweiche 212a-d an die Kopplungsstation 200 angeschlossen.

Die Kopplungsstation 200 ist über Ausschleusweichen 231 a-d und Einschleusweichen 232a-d an Outputlinien 301 a-d angeschlossen, welche zur Weiterverarbeitungsstation 300 führt.

In der Figur 3 umfasst die Weiterverarbeitungsstation 300 zwei als Hauptweiterbearbei-tungslinien ausgestalteten Bearbeitungsstationen B1 , B2 mit Einsteckvorrichtungen 310a, b, denen jeweils eine Zusammentragvorrichtung 320a, b vorgeschaltet ist.

Weiter umfasst die gezeigte Ausführungsform einer Weiterverarbeitungsstation 300 zwei Stapelvorrichtungen 330a, b, die jeweils sowohl mit einer der Verarbeitungslinien und über eine Übergabestelle 340a, b mit einer Outputlinie 301a, b verbunden sind.

Die Einsteckvorrichtungen 310a, b sind mit einer zweiten Steuereinheit S2 (nicht dargestellt) verbunden und erhalten von dieser zu den Hauptprodukten HP1 , ... ,HPn zugeordnete Verarbeitungsattribute VA1 ,... ,VAn, gemäss welchen bspw. Teilprodukte in die Hauptprodukte HP1 ,... ,HPn eingesteckt werden können.

Die zweite Steuereinheit S2 ist mit der ersten Steuereinheit S1 verbunden und erhält von dieser die Verarbeitungsattribute VA1 ,... ,VAn übermittelt. Die Transporteinheiten sind in der gezeigten Ausführungsform mit Barcodes (nicht gezeigt) ausgestattet, welche eine Identifikation der jeweiligen Transporteinheiten ermöglichen. Bei der Aufnahme der Hauptprodukte HP1 , ... ,HPn an die Transporteinheiten an den Übergabestellen 140a-d erfasst die erste Steuereinheit S1 den Barcode und ordnet mittels Zuordnungsdaten die jeweilige Transporteinheit dem von dieser Transporteinheit aufgenommenen Hauptprodukt zu. Diese Zuordnungsdaten werden der zweiten Steuereinheit S2 übermittelt.

Mittels der Zuordnungsdaten und Barcode-Lesern, welche in der Weiterverarbeitungsstation 300 vorhanden sind, z.B. bei den Einsteckvorrichtungen 310a,b, kann die zweite Steuereinheit S2 das jeweils benötigte Verarbeitungsattribut abrufen und an die Einsteckvorrichtung 310a,b senden.

An die Einsteckvorrichtungen 310a,b anschliessend sind in der gezeigten Ausführungsform jeweils Stapelvorrichtungen 330a-b angeordnet, in welchen die Hauptprodukte mit den bspw. eingesteckten Teilprodukten TP1 , ... ,TPn gestapelt werden können.

Ein mit einer Transporteinheit gefördertes Hauprodukt kann, nachdem es von der entsprechenden Ausschleusweiche 231 a aus der Kopplungsstation 200 ausgeschleust und weiter auf der zugehörigen Outputlinie 301 a gefördert wird entweder über die entsprechende Übergabestelle 340a von der Transporteinheit abgegeben und direkt zur entsprechenden Stapelvorrichtung 330a geführt werden.

Alternativ kann ein Hauptprodukt auf der Outputlinie 301a weitergefördert werden und an einer nachfolgenden Übergabestelle 340c von der Transporteinheit abgegeben werden und einer ersten Einsteckvorrichtung 310a zugeführt werden.

In der ersten Einsteckvorrichtung 310a kann dem Hauptprodukt bspw. ein in der Zusammentragvorrichtung 320a (Kommissionieranlage) erzeugtes, als Stapel oder Kollektion ausgebildeten Teilprodukt eingesteckt werden.

Die Zusammentragvorrichtung 320a umfasst in der gezeigten Ausführungsform mehrere Zufördereinrichtungen 321 (Feeder) (zur besseren Übersichtlichkeit sind nicht alle Zuför-dereinrichtungen mit Bezugszeichen versehen) mittels welchen Teilprodukte, wie z.B. Einsteckbögen, gegebenenfalls in Abhängigkeit von den Verarbeitungsattributen VA1 , ... , VAn zum Zusammentragen eines Stapels oder einer Kollektion eingespiesen werden können. Dabei ist es auch möglich Teilprodukte mittels einer Wickelstation 380b von einem Wickel 381 abzuwickeln. Solche Wickel 381 können z.B. von zuvor mit demselben Verarbeitungssystem 1 oder mit einer anderen Anlage - etwa einer Offsetdruckanlage (nicht dargestellt) - erzeugt worden sein.

Das Verarbeitungssystem 1 umfasst dazu eine Wickelstation 380d die mittels einer Outputlinie 301 d und einer Übergabestelle 340g mit der Kopplungsstation 200 verbunden ist. In dieser Wickelstation 380d können beispielsweise Hauptprodukte oder Teilprodukte zur Zwischenlagerung oder den Transport auf einen Wickel 381 gewickelt werden. Ein solcher Wickel 381 kann in einem Wickellager 385 zwischengelagert werden, bevor die darauf gewickelten Produkte bspw. einer Zusammentragvorrichtung 320a, b als Teilprodukte zugefügt werden.

Alternativ oder in Ergänzung kann eine solche Wickelstation 380d auch zum Abwickeln von Wickeln genutzt werden, wobei die abgewickelten Haupt- oder Teilprodukte in der Übergabestelle 340g von Transporteinheiten aufgenommen und anschliessend in die Kopplungsstation 200 eingespiesen werden können.

Die mittels der Zusammentragvorrichtungen 320a und der Einsteckvorrichtung 310a erzeugten Endprodukte können anschliessend der Stapelvorrichtung 330a zugeführt und dort gestapelt und/oder paketiert werden.

Wie in Figur 3 ebenfalls schematisch dargestellt, weist die gezeigte zweite Bearbeitungsstation B2 einen der ersten Bearbeitungsstation B1 ähnlichen Aufbau auf. In der zweiten Bearbeitungsstation B2 können Teilprodukte von zwei Wickelstationen 380c,e in die Zusammentragvorrichtung 320b eingespiesen werden. Ebenfalls ist eine Einspeisung von über eine entsprechende Outputlinie 301 c zugeführten und an einer Übergabestelle 340f abgegebenen z.B. zuvor von einer Abwickelstation für mittels Digitaldruck bedruckte Rollen 1 10c,d stammenden Teilprodukten in die Zusammentragvorrichtung 320b möglich.

Wie schematisch dargestellt, können die zusammengetragenen und schliesslich in z.B. ein Hauptprodukt eingesteckten Teilprodukte nach dem Durchlauf durch die Einsteckvorrichtung 310b entweder der zugeordneten Stapelvorrichtung 330b oder der zugeordneten Wickelstation 380a zugeführt werden.

Als Einsteckvorrichtungen 310a,b können beispielsweise die von der Anmelderin unter der Bezeichnung «MiniSert» angebotenen Anlagen verwendet werden.

Leere Transporteinheiten, welche die Hauptprodukte (oder gegebenenfalls Teilprodukte) an die Einsteckvorrichtungen 310a, b oder die Wickelstationen 380a, d abgegeben haben, werden über Rückführlinien 302a-d an die Kopplungsstation 200 zurückgeführt, in welche sie über Einschleusweichen 232a-d eingeschleust werden.

Figur 4 zeigt schematische eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemässen Verarbeitungssystems 1 mit vier Digitaldruck-Anlagestellen 120a-d an denen vier Digitaldruckeinheiten 110a-d angeschlossen, und über eine Kopplungsstation 200 mit einer Weiterverarbeitungsstation 300 verbunden sind.

Eine erste Steuereinheit S1 (nicht im Detail dargestellt) ist mit den Digitaldruckeinheiten 1 10a-d, sowie der Kopplungsstation 200 verbunden und erfasst die digital gedruckten Hauptprodukte HP1 , ... ,HPn, indem sie den Hauptprodukten HP1 , ... ,HPn zugeordnete Verarbeitungsattribute VA1 , ... , VAn abspeichert.

Die Weiterverarbeitungsstation 300 umfasst eine Bearbeitungsstation B1 , die eine Zusammentragvorrichtung 320a mit mehreren Zufördereinrichtungen aufweist, wobei zwei der Zufördereinrichtungen jeweils über zugeordnete Outputlinien 301 c,d mit Hauptprodukten beliefert werden können.

Die Bearbeitungsstation B1 umfasst zudem eine Einsteckvorrichtung 310a, die über eine zugeordnete Outputlinie 301 a mit Haupt- oder Teilprodukten beliefert werden kann.

An die Einsteckvorrichtung 310a anschliessend können die bearbeiteten Haupt- oder Teilprodukte wahlweise entweder mittels einer Übergabestation 340b und einer zugeordneten Rückführlinie 302b der Kopplungsstation 200 zugeführt werden oder direkt (etwa als Endprodukte) weiter zu einer Stapelvorrichtung 330a gefördert werden.

Die Weiterverarbeitungsstation 300 ist mit einer zweiten Steuereinheit S2 (nicht dargestellt) verbunden und erhält von dieser zu den Hauptprodukten HP1 ,... ,HPn zugeordnete Verarbeitungsattribute VA1 , ... ,VAn, gemäss welchen bspw. individuelle Teilprodukte in der Zusammentrageinheit 320a zusammengestellt und in der Einsteckvorrichtung 310a in die Hauptprodukte HP1 ,... ,HPn eingesteckt werden können.

Die zweite Steuereinheit S2 ist mit der ersten Steuereinheit S1 verbunden und erhält von dieser die Verarbeitungsattribute VA1 , ... ,VAn übermittelt.

Der gezeigten Kopplungsstation 200 ist ein Zwischenspeicher 241 für leere Transporteinheiten zugeordnet, der eine räumlich platzsparende Wendelgeometrie aufweist. Da dieser Zwischenspeicher nur für leere Transporteinheiten ausgerichtet ist, also keinen Raum für von diesen getragene Produkte zur Verfügung stellen muss, kann der Speicher besonders kompakt gestaltet werden.

Ebenfalls sind der Kopplungsstation 200 mehrere Zwischenspeicher 240a-t für Hauptprodukte HP1 , ... ,HPn oder Teilprodukte zugeordnet, in denen Produkte tragende Transporteinheiten und/oder leere Transporteinheiten zwischengespeichert werden können.

Ebenfalls ist es möglich in diesen Zwischenspeichern gleichzeitig oder alternativ zu Produkten auch leere Transporteinheiten zwischenzuspeichern. Auf diese Weise kann ein besonders effizienter Betrieb des Verarbeitungssystems 200 für verschiedene Produktionsarten erzielt werden.

Die in Figur 4 dargestellten Zwischenspeicher 240a-t sind als Wendel ausgebildet und haben eine First In - First Out (FIFO) Architektur.

Weiter umfasst das gezeigte Verarbeitungssystem 1 eine Sortiervorrichtung 390, die ebenfalls der Kopplungsstation 200 zugeordnet ist und von der zweiten Steuerung S2 direkt oder indirekt gesteuert werden kann.

Mittels der Sortiervorrichtung 390 kann die Reihenfolge mehrerer von Transporteinheiten geförderten Hauptprodukte HP1 ,... ,HPn geändert werden, insbesondere in Abhängigkeit von wenigstens einem dem von der Transporteinheit transportierten Hauptprodukt HP1 , ... , HPn zugeordneten Verarbeitungsattribut VA1 , ... , VAn.

Die Transporteinheiten können alternativ oder in Ergänzung auch mittels der Zwischenspeicher 240a-t wenigstens vorsortiert, bzw. in eine die Effizienz der eigentlichen Sortiervorrichtung 390 steigernde Anordnung (bspw. Reihenfolge) gebracht werden, bevor sie der Sortiervorrichtung 390 zugeführt werden.

Die Figur 5 zeigt schematisch eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemässen Verarbeitungssystems 1 , das vier Digitaldruck-Anlegestellen 120a-d aufweist, an denen in der dargestellten Ausführungsform jeweils Digitaldruckmaschinen umfassende Digitaldruckeinheiten 1 10a-d angelegt sind.

Alternativ kann an wenigstens einer Digitaldruck-Anlegestelle 120a-d auch eine Abwickelstation für bspw. eine mittels Digitaldruck bedruckte Rolle angelegt werden. Anschliessend an die Digitaldruckeinheiten 1 10a-d sind Zwischenverarbeitungsstationen 130a-d angeordnet, in welchen die digital gedruckten Produkte zwischenverarbeitet werden können, z.B. durch geeignetes Schneiden und/oder Falzen und/oder Heften und/oder Kleben.

An die Zwischenverarbeitungsstationen 130a-d anschliessend sind Übergabestellen 140a-d angeordnet, in welchen die digital gedruckten und gegebenenfalls mittels der Zwischenverarbeitungsstationen 130a-d zwischenverarbeiteten Hauptprodukte HP1 , ... ,HPn (nicht im Detail gezeigt) von Transporteinheiten (nicht im Detail gezeigt) aufgenommen werden können.

Die Transporteinheiten werden über Ausschleusweichen 211 a-d von einer Kopplungsstation 200 ausgeschleust und in die Übergabestellen 140a-d eingespiesen. Eine erste Steuereinheit S1 (nicht im Detail dargestellt) ist mit den Digitaldruckeinheiten110a-d, sowie der Kopplungsstation 200 verbunden und erfasst die digital gedruckten Hauptprodukte HP1 , ... ,ΗΡη, indem sie den Hauptprodukten HP1 ,... ,ΗΡη zugeordnete Verarbeitungsattribute VA1 , ... , VAn abspeichert.

Nach der Aufnahme der Hauptprodukte HP1 , ... ,HPn werden die Transporteinheiten durch Einschleusweichen 212a-d in die Kopplungsstation 200 eingeschleust. Die Kopplungsstation 200 ist in der gezeigten Ausführungsform als Bereitschaftsrundlauf ausgebildet auf welchem die Transporteinheiten unabhängig voneinander förderbar sind.

Das Verarbeitungssystem 1 umfasst zudem eine Weiterbearbeitungsstation 300, die eine Bearbeitungsstation B1 mit einer Zusammentragvorrichtung 320a, einer Einsteckvorrichtung 310a und einer Stapelvorrichtung 330a aufweist, welche mit einer zweiten Steuereinheit S2 (nicht dargestellt) verbunden sind. Von dieser erhalten sie zu den Hauptprodukten HP1 ,... ,HPn zugeordnete Verarbeitungsattribute VA1 , ... ,VAn, gemäss welchen bspw. Teilprodukte in die Hauptprodukte HP1 , ... ,HPn eingesteckt werden können.

Die zweite Steuereinheit S2 ist mit der ersten Steuereinheit S1 verbunden und erhält von dieser die Verarbeitungsattribute VA1 , ... ,VAn übermittelt.

Eine erste Outputlinie 301a ist mittels einer Ausschleusweiche 231 a an Kopplungsstation 200 angeschlossen und kann falls gewünscht die von den Transporteinheiten geförderten

Hauptprodukte an einer ersten Übergabestelle 140g an die Stapelvorrichtung 330a abgeben.

Alternativ können Transporteinheiten von der ersten Outputlinie 301 a mittels einer weiteren Ausschleusweiche 231 b auf eine zweite Outputlinie 301 b gefördert werden und in Abhängigkeit vom dem geförderten Hauptprodukt HP1 , ... ,HPn zugeordneten Verarbeitungsattribut VA1 , ... ,VAn entweder an einer zweiten Übergabestelle 140e an die Einsteckvorrichtung 310a abgegeben werden, wo bspw. ein in der Zusammentragvorrichtung 320a hergestelltes Teilprodukt darin eingesteckt wird, oder an einer dritten Übergabestelle 140f an eine Wickelstation 380c abgegeben werden, wo die Hauptprodukte HP1 , ... ,HPn aufgewickelt werden können.

Die Transporteinheiten können anschliessend wieder über die Rückführlinien 302a, b und Einschleusweichen 232a, b an die Kopplungsstation 200 zurückgeführt werden.

Die Figur 6 zeigt schematisch mehrere als Laufwagen ausgebildete Transporteinheiten 400a-e die jeweils Identifikationsmittel 401 a-e aufweisen, welche in der gezeigten Ausführungsform sowohl einen Barcode, als auch einen RFID Tag umfassen. Entsprechende Transporteinheiten 400a-e wurden beispielsweise in der WO 2016/030275 A1 der Anmelderin veröffentlicht.

Die Transporteinheiten 400a-e umgreifen eine Laufschiene 250, entlang welcher sie voneinander unabhängig förderbar sind. Die Transporteinheiten 400a-e weisen jeweils ein als Klammer ausgebildetes Haltemittel 410a-e auf, in welchem im gezeigten Fall jeweils ein aus einem oder aus mehreren Teilprodukten bestehendes Produkt P1-P5 gehalten wird.

Dabei ist es auch möglich, dass wie vorgängig beschrieben mehrere individuelle Produkte wenigstens temporär gemeinsam mittels Haltemittel von einer Transporteinheit gefördert werden und anschliessend wenigstens temporär wieder vereinzelt werden.

Wie schematisch dargestellt können die Hauptprodukte HP1-HP5 jeweils unterschiedlich ausgebildet sein, etwa auf die individuellen Bedürfnisse eines Endabnehmers angepasst sein. Solche Bedürfnisse können bspw. von den persönlichen Interessen, dem Wohnort, dem Geschlecht und dem genauen Zeitpunkt der Herstellung des Hauptprodukts abhängen.

Durch die Verwendung von Transporteinheiten 400a-e in der dargestellten Ausgestaltung kann ein besonders zuverlässiger Transport auch sehr unterschiedlicher Produkte P1-P5 erzielt werden.

Die vorliegende Erfindung ist in ihrem Umfang nicht auf die hier beschriebenen spezifischen Ausführungsformen beschränkt. Vielmehr ergeben sich für den Fachmann aus der

Beschreibung und den dazugehörigen Figuren zusätzlich zu den hier offenbarten Beispielen verschiedene weitere Modifikationen der vorliegenden Erfindung, die ebenfalls in den Schutzbereich der Ansprüche fallen. Zusätzlich werden in der Beschreibung verschiedene Referenzen zitiert, deren Offenbarungsgehalt hiermit in deren Gesamtheit durch Referenz in die Beschreibung mit aufgenommen wird.