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1. WO2017194182 - BALKENVERSORGUNGSEINHEIT ZUR BEFESTIGUNG MEDIZINISCHER GERÄTE AN EINER DECKE

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Balkenversorgungseinheit zur Befestigung medizinischer Geräte

an einer Decke

B e s c h r e i b u n g

Die Erfindung betrifft eine Balkenversorgungseinheit zur Befestigung medizinischer Geräte an einer Decke, die eine Schienenbahn und eine Laufkatze bzw. einen Schlitten oder Shuttle aufweist, an der unmittelbar oder mittelbar wenigstens ein Medizingerät befestigbar ist. Die Laufkatze weist ein Fahrwerk auf, das zur Bewegung der Laufkatze mit der Schienenbahn in Eingriff bringbar und entlang der Schienenbahn bewegbar ist. Ferner ist eine Bremseinheit mit wenigstens einem Bremselement vorgesehen, das in aktiviertem Zustand der Bremseinheit eine Bremskraft auf die Schienenbahn und/oder das Fahrwerk ausübt, so dass eine Be-wegung des Fahrwerks entlang der Schienenbahn gegenüber einem Betriebszustand mit deaktivierter Bremseinheit zumindest erschwert ist.

Aus dem Stand der Technik sind unterschiedliche Lösungen bekannt, um Medizingeräte an der Decke eines Behandlungs- oder Operationsraumes zu befestigen. Die bekannten Befes-tigungseinheiten zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie einerseits eine Versorgung der Medizingeräte mit Betriebsmedien, elektrischer Energie und Daten ermöglichen und dass sie andererseits eine flexible und gleichzeitig sichere Positionierung der Medizingeräte an dem jeweils benötigten Ort sicherstellen. Hierbei sind Deckenversorgungseinheiten bekannt, die an einem Ort der Decke befestigt sind und verschiedene, sich von hier aus erstre-ckende Tragarme oder Tragelemente aufweisen. Andererseits sind sogenannte Balkenversorgungseinheiten bekannt, bei denen an der Decke ein sogenannter Versorgungsbalken befestigt wird, der wiederum eine Führungsbahn aufweist, entlang der eine Laufkatze oder ein Schlitten bewegt werden kann, der für die Befestigung von Aufnahmen und/oder Medizingeräten vorgesehen ist.

Aus der DE 35 33 229 A1 ist eine Balkenersorgungseinheit für eine medizinische Pflegestation bekannt, die einen hängend an einer Decke angebrachten .Versorgungsbalken aufweist. Der Versorgungsbalken verfügt über Anschlusselemente für elektrische Leitungen und/oder Fluidleitungen und weist darüber hinaus eine längslaufende Führungsbahn auf, an der min-destens eine Laufkatze bzw. Schlitten oder Shuttle verfahrbar ist. An der Laufkatze hängt, um eine vertikale Achse schwenkbar, eine Tragvorrichtung für medizinische Geräte. Mithilfe der beschriebenen Versorgungseinheit ist eine übersichtliche Leitungsführung möglich, und es ist möglich, die Tragvorrichtung in der jeweils benötigten Weise zum Krankenbett auszurichten und mithilfe einer geeigneten Feststellvorrichtung zu fixieren.

Eine auf besondere Weise weitergebildete Balkenversorgungseinheit für die Decke eines Behandlungszimmers ist aus der DE 102 18 555 A1 bekannt. Die beschriebene Balkenversorgungseinheit zeichnet sich durch zwei an der Decke hängende Führungsbahnen aus, die senkrecht zueinander angeordnet sind. Die beiden senkrecht zueinander angeordneten Füh-rungsbahnen sind über ein Drehschienensegment miteinander verbunden, so dass es möglich ist, eine auf der einen Führungsbahn bewegte Laufkatze über das Drehschienensegment auf die um 90° gedrehte Führungsbahn zu bewegen.

Wesentlich an den aus dem Stand der Technik bekannten Versorgungseinheiten mit wenigs-tens einem an der Decke befestigten Balken, der über eine Führungsbahn verfügt, ist, dass die Laufkatze, die entlang der Führungsbahn bewegt werden kann, eine Durchleitung von Betriebsmedien, wie etwa Druckluft oder Gasen, elektrischer Energie und/oder von Daten-sowie Kommunikationsleitungen ermöglicht. Über die Laufkatze werden die entsprechenden Medien oder Leitungen an die an der Laufkatze befestigten Tragelemente und/oder Medizin-geräte weitergeleitet. Um die Patientensicherheit zu jedem Zeitpunkt gewährleisten zu können, verfügt die Laufkatze über eine Bremse, damit diese mit den daran befestigten Geräten einerseits an der benötigten Stelle fixiert werden kann und andererseits unbeabsichtigte Bewegungen zuverlässig verhindert werden. Üblicherweise verfügen die bekannten Laufkatzen, die entlang von Schienenbahnen der Deckenversorgungseinheiten bewegt werden, über eine pneumatische Bremse, die die gewünschte Arretierung sicherstellt. Problematisch hierbei ist, dass die Erzeugung und Verteilung von Druckluft vergleichsweise teuer ist und dass Druckluft in vielen Krankenhäusern auf der Welt, insbesondere in unterentwickelten Ländern, nicht vorhanden ist.

Ausgehend von den aus dem Stand der Technik bekannten Balkenversorgungseinheiten zur Befestigung medizinischer Geräte an der Decke und den zuvor geschilderten Problemen

liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Laufkatze für eine Balkenversorgungseinheit anzugeben, die einerseits eine sichere und zuverlässige Fixierung der Laufkatze mit den daran befestigten Tragelementen und/oder Medizingeräten an dem gewünschten Ort ermöglicht und bei der andererseits ein vergleichsweise einfaches Lösen der Bremse realisierbar ist. Im Weiteren soll sichergestellt werden, dass die beschriebene Vorrichtung auch im Falle eines Ausfalls der Medienversorgung und/oder eines Stromausfalls eine zuverlässige Fixierung der Laufkatze mit den daran befestigten Tragelementen und/oder Medizingeräten gewährleistet. In jedem Fall soll eine Deaktivierung bzw. ein Lösen der Bremseinheit mit einfachen Mitteln und vergleichsweise leicht für das bedienende Personal möglich sein. Die an-zugebende technische Lösung soll sich darüber hinaus unter Zuhilfenahme einfacher Konstruktionselemente in die bekannten technischen Lösungen für Balkenversorgungseinheiten integrieren lassen, wobei vorzugsweise Standardkonstruktionselemente Verwendung finden sollen.

Die vorstehend genannte Aufgabe wird mit einer Laufkatze gemäß Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche und werden in der folgenden Beschreibung unter teilweiser Bezugnahme auf die Figuren näher erläutert.

Die Erfindung betrifft eine zum Teil auch als Shuttle bezeichnete Laufkatze für eine Balkenversorgungseinheit zur Befestigung medizinischer Geräte an einer Decke. Die Laufkatze, an der unmittelbar oder mittelbar wenigstens ein Medizingerät befestigt ist, verfügt über ein Fahrwerk, das zur Bewegung der Laufkatze mit einer Schienenbahn der Balkenversorgungseinheit in Eingriff bringbar und entlang der Schienenbahn bewegbar ist. Ferner ist eine Bremseinheit mit wenigstens einem Bremselement vorgesehen, das in aktiviertem Zustand der Bremseinheit eine Bremskraft auf die Schienenbahn und/oder das Fahrwerk ausübt, so dass eine Bewegung des Fahrwerks entlang der Schienenbahn gegenüber einem Betriebszustand mit deaktivierter Bremseinheit zumindest erschwert wird. Die erfindungsgemäß ausgeführte Laufkatze für eine Balkenversorgungseinheit zeichnet sich dadurch aus, dass in aktiviertem Zustand der Bremseinheit die von dem Bremselement auf die Schienenbahn und/oder das Fahrwerk ausgeübte Bremskraft ohne Zuhilfenahme elektrischer Energie erzeugt wird und dass die Bremseinheit deaktiviert und das Bremselement gelöst wird, indem mithilfe eines elektromagnetisch und/oder mechanisch angetriebenen Aktuators eine entgegen der auf die Schienenbahn und/oder das Fahrwerk ausgeübte Bremskraft wirkende Ge-genkraft erzeugt wird. Die Erfindung zeichnet sich somit dadurch aus, dass die Laufkatze der Balkenversorgungseinheit in stromlosem Zustand der Anlage gebremst ist und keine Bewe-

gung relativ zur Schienenbahn ausführen kann. Dies bedeutet, dass die Bremseinheit immer dann aktiviert ist, wenn die Laufkatze bzw. die Balkenversorgungseinheit nicht mit elektrischer Energie versorgt wird. Die Bremskraft wird in diesem Betriebszustand auf bevorzugte Weise mit Hilfe einer Federkraft oder einer magnetischen Kraft realisiert. Wesentlich hierbei ist, dass für das Aufbringen einer Bremskraft im aktivierten Betriebszustand der Bremseinheit keine Hilfsenergie, insbesondere keine elektrische Energie oder Druckluft benötigt wird. In diesem Zusammenhang zeichnet sich die Erfindung insbesondere dadurch aus, dass ein Lösen der Bremse bzw. eine Deaktivierung der Bremseinheit dadurch bewirkt wird, dass mithilfe eines elektromagnetisch oder mechanisch aktivierbaren Aktuators eine Gegenkraft auf das Bremselement der Bremseinheit ausgeübt wird, so dass die vom Bremselement auf das Fahrwerk der Laufkatze oder die Schienenbahn ausgeübte Bremskraft reduziert, vorzugsweise vollkommen aufgehoben bzw. auf null reduziert wird. Hierbei wird der Aktuator mit Hilfe einer elektromagnetischen oder einer mechanischen Kraft aktiviert und ein Stellelement, etwa ein Stellbolzen, derart bewegt, dass eine Kraft zur Deaktivierung auf das Brem-selement der Bremseinheit übertragen wird.

Gemäß einer ersten speziellen Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass in aktiviertem Zustand der Bremseinheit die von dem Bremselement auf die Schienenbahn und/oder das Fahrwerk ausgeübte Bremskraft mithilfe eines Elementes erzeugt wird, das eine Feder- und/oder eine Magnetkraft ausübt. Wie bereits zuvor beschrieben wurde, ist hierbei von Bedeutung, dass die Bremskraft in aktiviertem Zustand der Bremseinheit durch ein Bremselement bewirkt wird, das zu seiner Betätigung keine elektrische Energie oder andere Hilfsenergie benötigt.

Sobald die Bremseinheit deaktiviert werden soll, um beispielsweise die Laufkatze mit den daran befestigten Tragelementen und/oder Medizingeräten an einen anderen Ort zu bewegen, wird das Bremselement der Bremseinheit durch den Aktuator derart bewegt, dass die auf das Fahrwerk der Laufkatze oder die Schienenbahn ausgeübte Bremskraft zumindest reduziert wird. Vorzugsweise ist der Aktuator über wenigstens ein Hebelelement mit dem Bremselement verbunden, sodass die von Aktuator initiierte Kraft, und zwar gleichgültig, ob es sich um eine Bremskraft oder eine Kraft zum Lösen bzw. zum Deaktivieren der Bremse handelt, über den Hebel in das Bremselement eingeleitet wird.

Gemäß einer speziellen Weiterbildung ist vorgesehen, dass der Aktuator über wenigstens einen elektrisch betätigbaren Zug- oder Druckmagneten verfügt. Soll die Bremseinheit deaktiviert werden, wird der Aktuator auf geeignete Weise mit elektrischer Energie versorgt, so dass der bevorzugt verwendete Zug- oder Druckmagnet vorzugsweise gemeinsam mit dem daran befestigten Stellelement durch ein erzeugtes elektromagnetisches Feld bewegt und somit auch das mit dem Aktuator in Wirkverbindung stehende Bremselement bewegt wird. Wesentlich hierbei ist, dass die vom Aktuator initiierte Bewegung derart ausgeführt wird, dass das Bremselement in eine Richtung bewegt wird, die der Bremskraft im aktivierten Zustand der Bremseinheit entgegengerichtet ist. In diesem Zusammenhang ist es grundsätzlich denkbar, dass der elektromagnetische Aktuator direkt mit dem Bremselement verbunden ist. Alternativ ist der Aktuator über ein Getriebe und/oder einen Hebel mit dem Bremselement verbunden.

Gemäß einer weiteren ganz besonderen Ausführungsform der Erfindung ist der Aktuator über einen Hebel mit dem Bremselement verbunden, wobei der Hebel ein Hebelelement, ein Drehlager und einen Bolzen aufweist. Die Verwendung der zuvor beschriebenen Konstruktionselemente macht es durch Wahl eines geeigneten Hebelarms und Ausnutzung der Hebel-gesetze möglich, trotz Initiierung einer vergleichsweise kleinen Kraft durch den Aktuator eine hinreichende Brems- sowie Lösekraft zur Aktivierung bzw. Deaktivierung des Bremselements zu erzeugen. Weiterhin ermöglichen die zuvor beschriebenen Konstruktionselemente eine besonders platzsparende Anordnung einer Vorrichtung, mit der die Bremseinheit in einen deaktivierten Zustand überführt werden kann.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist der Aktuator als mechanisch aktivierbarer Aktuator ausgeführt. In diesem Fall ist es denkbar, dass das Bedienpersonal durch Betätigung einer Bedieneinheit, die mit dem Aktuator in Wirkverbindung steht, den Aktuator aktiviert, sodass das Bremselement daraufhin gelöst und die Bremse deaktiviert wird. Vorzugsweise befindet sich zwischen der Bedieneinheit und dem Bremselement ein bewegbares Gestänge oder ein bewegbarer Hebelmechanismus, so dass es einem Bediener auf einfache Weise möglich ist, beispielsweise durch Ziehen eines in diesem Fall das Bedienelement darstellenden Griffs, das Bremselement zu lösen, die Laufkatze mit den daran befestigten Tragelementen und/oder Medizingeräten in die gewünschte Position zu überführen und hier durch Loslassen des Griffes die Bremseinheit erneut in einen aktiven Zustand zu überführen. Auch in diesem Fall ist auf bevorzugte Weise zwischen dem Bedienelement und dem Bremselement wenigstens ein Hebel vorgesehen, so dass durch Aufbringen einer vergleichsweise kleinen Griffkraft auf das Bedienelement das Bremselement gelöst werden kann. Alternativ oder in Ergänzung ist zwischen dem Bedienelement und dem Bremselement ein Getriebe vorgesehen, so dass das Deaktivieren bzw. Lösen der Bremse abermals erleichtert werden kann.

Die erfindungsgemäße technische Lösung zeichnet sich vor allem durch ihre Kompaktheit aus. Trotz der oftmals beengten Bedingungen im Bereich zwischen Laufkatze und Schienenbahn kann die erforderliche Bremskraft bzw. die zum Lösen der Bremse erforderliche Gegenkraft durch Vorsehen einer Hebelanordnung zwischen dem jeweiligen Aktuator und dem Bremselement erreicht werden. Gemäß einer besonderen Ausführungsform verfügt das Bremselement über wenigstens einen Bremsbelag und einen Bremsbelaghalter. Auf bevorzugte Weise sind der Bremsbelaghalter und der Bremsbelag derart ausgeführt, dass der Bremsbelag auf vergleichsweise einfache Weise bei Bedarf ausgewechselt werden kann.

Der besondere Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, dass aufgrund des Einsatzes einer Feder- oder Magnetkraft zur Aktivierung der Bremse keine Hilfsenergie in Form von elektrische Energie oder Druckluft benötigt wird. Selbst bei einem Stromausfall, bei dem auch eine Druckluftanlage ausfallen würde, befindet sich die Laufkatze mit den daran befindlichen Tra-gelementen und/oder Medizingeräten in einem sicheren Betriebszustand. Insbesondere wird ein konstantes Bremsmoment erzeugt, das beispielsweise von Schwankungen des Drucks in einer Druckluftanlage vollkommen unabhängig ist. Lediglich für die Deaktivierung der Bremse, also für den kurzen Moment, in dem die Laufkatze entlang der Schienenbahn bewegt werden soll, wird elektrische oder mechanische Energie benötigt. Darüber hinaus ermöglicht die Erfindung eine besonders kompakte Bauweise der Bremseinheit und damit einen wirtschaftlichen und effizienten Betrieb einer Balkenversorgungseinheit in einem Krankenhaus.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand von speziellen Ausführungsbeispielen ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens unter Bezugnahme auf die Figuren nä-her erläutert. Dabei zeigen:

Figur 1 : Laufkatze/Shuttle die/der entlang einer Schienenbahn einer Balkenversorgungseinrichtung bewegbar ist sowie

Figur 2: Bremseinheit zur Arretierung der Laufkatze einer Balkenversorgungseinrichtung.

Figur 1 zeigt eine auch als Shuttle bezeichnete Laufkatze 1 für eine Balkenversorgungseinheit, über die Geräteträger und/oder Medizingeräte an der Decke eines Behandlungs- oder Operationsraumes befestigt werden können. Die Laufkatze 1 verfügt über ein Fahrwerk 2 mit Rollen, die entlang einer Schienenbahn einer Balkenversorgungseinheit bewegbar sind. Eine derartige Laufkatze 1 , die sowohl entlang einer Geraden als auch um entsprechend vorgesehene Kurvenelemente an der Decke eines Behandlungs- oder Operationsraumes bewegt werden kann, dient gleichzeitig der Verbindung der im Krankenhaus vorgesehenen Gas-, Strom-, Druckluft- und/oder Datenversorgung zu den an der Laufkatze 1 befestigten Medi-zingeräten. Die Laufkatze 1 überträgt entsprechende Medien, elektrische Energie und/oder Daten aus der Krankenhausinfrastruktur in entsprechende Zuführleitungen und Kupplungen, an die dann die Medizingeräte, die jeweils benötigt werden, angeschlossen werden können.

Die in Figur 1 gezeigte Laufkatze 1 verfügt des Weiteren über eine erfindungsgemäß ausge-führte Bremseinheit 3, die im Wesentlichen einen elektrisch angetriebenen Aktuator 4, einen Hebel 5, ein Drehlager 6 sowie ein als Bremsstempel 8 ausgeführtes Bremselement 7 aufweist. In stromlosem Zustand, also wenn der Aktuator 4 nicht mit elektrischer Energie versorgt wird, befindet sich das Bremselement 7, hier der Bremsstempel 8 mit seinem Bremsbelag 9, in gebremster Stellung und drückt federkraftbeaufschlagt gegen ein entsprechendes Gegenelement an der Schienenbahn. Die Feder, die in gebremstem Zustand der Laufkatze 1 die benötigte Kraft ausübt, ist integraler Bestandteil des Aktuators 4. Die Kraftübertragung erfolgt über einen Hebel 5, der um das Drehlager 6 geschwenkt wird.

Soll die Laufkatze 1 bewegt werden, so betätigt der Bediener ein Schaltelement, wodurch der Aktuator 4, während das Bedienelement gedrückt wird, mit elektrischer Energie versorgt wird. Hierdurch wird das Stellelement 10 des Aktuators 4, das als Stellbolzen ausgeführt ist, entgegen der Federkraft aus dem Aktuator 4 heraus bewegt und der Hebel 5 nach oben um das Drehlager 6 geschwenkt. Hierdurch wird der Bremsstempel 8 von dem entsprechenden Gegenelement entfernt, die Bremse somit gelöst, und die Laufkatze befindet sich in einem ungebremsten Zustand, in dem diese mit den daran befestigten Medizingeräten entlang der Schienenbahn bewegt werden kann.

Sobald der Bediener das Bedienelement nicht mehr gedrückt hält, wird der Aktuator 4 wieder in einen stromlosen Zustand überführt, in dem dieser nicht mit elektrischer Energie versorgt wird, so dass das als Stellbolzen ausgeführte Stellelement 10 mithilfe einer in dem Aktuator 4 vorgesehenen Feder wieder in die Ausgangsposition bewegt wird. Gleichzeitig wird der Hebel 5 um das Drehlager 6 in Richtung auf den Aktuator 4 geschwenkt und das Bremselement 7, hier in Form des Bremstempels 8, wiederum gegen das an der Schienenbahn vorgesehene Gegenelement gedrückt. Die Bremse ist nunmehr wieder aktiviert und die Lauf-katze 1 mit den daran befestigten Medizingeräten befindet sich wieder in einem gebremsten Zustand.

Ergänzend zeigt Figur 2 die Bremseinheit 3 einer Laufkatze 1 , die bei deaktivierter bzw. gelöster Bremse entlang der Schienenbahn einer Balkenversorgungseinrichtung bewegbar ist. Die Bremseinheit 3 wird lediglich zeitweise bedarfsgerecht deaktiviert, um die Laufkatze 1 bzw. das Shuttle, entlang der Schienenbahn an die gewünschte Stelle bewegen zu können. Die Laufkatze 1 verfügt über ein Fahrwerk 2, wie es in Figur 1 gezeigt ist, wobei das Fahrwerk 2 über Rädern verfügt, die entlang der Schienenbahn rollen können, so dass die Laufkatze 1 mit den daran befestigten Medizingeräten oder mit entsprechend vorgesehenen Geräteträgern zur Aufnahme von Medizingeräten an die gewünschte Position bewegbar ist. Die zum Einsatz kommenden Schienenbahnen sind in diesem Fall an der Decke befestigt und tragen das Gewicht der Laufkatze 1 mit den daran befestigten Geräten.

Erfindungsgemäß ist die Bremseinheit 3 derart ausgeführt, dass sich das Bremselement 7 mit dem in Figur 2 dargestellten Bremsstempel 8 in einem gebremsten Zustand befindet, sobald der Aktuator 4 nicht mit einer Hilfsenergie, insbesondere nicht mit elektrischer Energie, versorgt wird. In dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel wird der Bremsstempel 8 im gebremsten Zustand, also bei aktivierter Bremse, federkraftbeaufschlagt über den Hebel 5 gegen die Schienenbahn bewegt, so dass die mit der Bremseinheit 7 verbundene Laufkatze 1 (in Figur 2 nicht gezeigt) nicht bewegt werden kann. Dieser Betriebszustand wird er-reicht, sobald sich die Laufkatze 1 mit den daran befestigten Geräten an der gewünschten Position befindet und in dieser verbleiben soll. Sofern es erforderlich wird, die Laufkatze 1 mit den daran befestigten Geräten in eine andere Position zu überführen, wird der Aktuator 4 der Bremseinheit 3 mit elektrischer Energie beaufschlagt, wobei sich das als Stellbolzen ausgeführte Stellelement 10 aus dem Aktuator 4 heraus bewegt. Aufgrund dieser Bewegung wird der Hebel 5, wie in Figur 2 dargestellt, um das Drehlager 6 nach oben bewegt und hierdurch der Bremsstempel 8 von dem hierfür im Bereich der Schienenbahn vorgesehenen Bremssitz abgehoben.

Die Laufkatze 1 wird so in einen ungebremsten bzw. nicht arretierten Zustand überführt, so dass diese gemeinsam mit den daran befestigten Geräten entlang der Schienenbahn bewegt werden kann. Aufgrund der in Figur 2 gezeigten Kombination eines elektrisch angetriebenen Aktuators, in dem das Stellelement 10 in Form eines Stellbolzens, der bei einer Aktivierung mithilfe elektrischer Energie entgegen einer Federkraft bewegt wird, mit einem Hebel 5 und einer geeignet ausgeführten Bremseinheit 3, wird ein besonders kompakter, platzsparender Aufbau für die Bremse einer Laufkatze 1 für eine Deckenversorgungseinheit bereit gestellt.

Aufgrund des Vorsehens eines Hebels 5 zwischen dem Stellelement 10 des Aktuators 4 und dem Bremselement 7, hier in Form eines Bremsstempels 8 mit einem Bremsbelag 9, kann durch Aufbringen einer vergleichsweise geringen Kraft auf das Stellelement 10 sowohl eine hohe Bremskraft als auch Lösekraft am Bremsstempel 8 erreicht werden. In Bezug auf die zu realisierende Lösekraft kann dies insbesondere dann von Vorteil sein, wenn das Federelement, das in gebremstem Zustand der Laufkatze 1 auf das Bremselement 7 einwirkt, nicht direkt in den Aktuator 4 integriert ist, sondern beispielsweise als Drehfeder im Drehlager 6 angeordnet ist.

Die in Figur 2 gezeigte Bremseinheit 3 verfügt somit als wesentliche Komponenten über einen Bremsstempel 8, einen Betätigungshebel 5, ein Drehlager 6, einen Bolzen 1 1 zur Aufnahme des Drehlagers 6 sowie den zugehörigen Aktuator 4. Das Bremselement 7 der Bremseinheit 3, hier in Form eines Bremsstempels 8, verfügt über einen Bremsbelagshalter 12 sowie einen Bremsbelag 9. Ein Austausch des Bremsbelags 9 ist somit nahezu problemlos möglich.

Üblicherweise wird die Bremskraft im gebremsten Zustand der Laufkatze 1 durch eine Feder erzeugt, die integraler Bestandteil des Aktuators ist. In diesem Fall wird sowohl die Bremskraft als auch die Lösekraft über den in den Figuren 1 und 2 gezeigten Hebel 5 auf das Bremselement 7 übertragen, so dass einerseits ein kompakter Aufbau der Bremseinrichtung 3 realisierbar ist und andererseits aufgrund des Hebelarms eine vergleichsweise kleine Kraft zum Aktivieren oder Deaktivieren der Bremse erforderlich ist.

Mithilfe der beschriebenen Vorrichtung zum Bremsen einer Laufkatze 1 für eine Balkenver-sorgungseinheit wird somit eine kompakte platzsparende Bremseinrichtung zur Verfügung gestellt, die gleichfalls sicherstellt, dass sich die Laufkatze 1 , und damit auch die daran befestigten Medizingeräte, im Fall eines Stromausfalls in einem arretierten Zustand befinden. Ein Lösen bzw. Deaktivieren der Bremse ist für den Bediener vergleichsweise einfach möglich, wobei sichergestellt ist, dass die Bremse nur so lange gelöst ist, wie es der Bediener möchte.