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1. WO2017077000 - HUBSYSTEM UND VERFAHREN ZUM ANHEBEN UND/ODER ABSENKEN VON LASTEN

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

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HUBSYSTEM UND VERFAHREN ZUM ANHEBEN UND/ODER ABSENKEN VON LASTEN

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

1. Gebiet der Erfindung

Die Erfindung betrifft ein Hubsystem zum Anheben und/oder Absenken von Lasten mit ei ner Hubvorrichtung, die zur Förderung von Lasten entlang einer Hubrichtung von einer unteren Position in eine obere Position und entlang einer Absenkrichtung von der oberen Position zu der unteren Position geeignet ist, sowie einer Fördervorrichtung, die zur Übernahme der mit der Hubvorrichtung geförderten Lasten an der unteren und/oder der oberen Position geeignet ist.

2. Beschreibung des Standes der Technik

Derartige Hubsysteme sind im Stand der Technik bekannt. Sie werden in der Fördertechni für den vertikalen Transport größerer und oftmals sperriger Lasten eingesetzt, beispielsweise als Etagenheber für die unbegleitete Vertikalbeförderung von Objekten. Die Hubvorrichtung kann beispielsweise einen vertikal beweglichen Hubschlitten aufweisen. Mittels des Hubschlittens werden beispielsweise in einem Hubkorb oder auf einer Hubplattform in der Regel Lasten mit großer Masse bewegt, so dass bei Beschleunigungsvorgängen wie etwa einem Anfahren oder einem Abbremsen erhebliche Kräfte auftreten können Diese Kräfte werden zwar in der Regel von den Tragstrukturen der Hubvorrichtung abgetragen, es können aber aufgrund der Elastizität der beteiligten Hebemittel wie Seile oder Ketten nach Beendigung eines Hubvorgangs Schwingungen oder/und ein Absenken oder Anheben des Hubkorbs oder der Hubplattform auftreten. Derartige nach Ende der Hubbe wegung auftretende vertikale Bewegungen sind unerwünscht und erschweren einen nach folgenden horizontalen Fördervorgang, bei dem die in dem Hubkorb oder auf der Hubplattform befindlichen Lasten abgeben und im Wesentlichen horizontal weitergefördert werden.

Es ist im Stand der Technik bekannt, das Auftreten solcher unerwünschten Bewegungen durch Absteckvorrichtungen zu unterbinden. Dabei wird ein motorisch angetriebener Bolzen in eine entsprechende Ausnehmung geschoben, um eine vertikale Bewegung zu unterbinden. Nachteilig an dieser Lösung ist die Tatsache, dass eine solche Absteckvorrichtung einen Antrieb benötigt, gegebenenfalls sogar eine Energieversorgung auf dem beweglichen Hubschlitten. Des Weiteren verkompliziert die Absteckvorrichtung den Aufbau des Hubsystems und erhöht somit die inhärente Fehleranfälligkeit des Gesamtsystems.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Es ist eine Aufgabe der Erfindung, ein Hubsystem zum Anheben oder/und Absenken von Lasten anzugeben, das einfach, kostengünstig und wenig fehleranfällig ist.

Die Aufgabe wird durch ein Hubsystem gemäß dem unabhängigen Anspruch 1 gelöst. Weitere erfindungsgemäße Ausgestaltungen sind in den jeweiligen abhängigen Ansprüchen angegeben.

Das erfindungsgemäße Hubsystem zum Anheben und/oder Absenken von Lasten weist eine Hubvorrichtung, die zur Förderung von Lasten entlang einer Hubrichtung von einer ersten Übergabeposition in eine zweite Übergabeposition und entlang einer Absenkrichtung von der zweiten Übergabeposition zu der ersten Übergabeposition geeignet ist, sowie eine Fördervorrichtung auf, die zur Übernahme der mit der Hubvorrichtung geförderten Lasten an der ersten und/oder der zweiten Übergabeposition geeignet ist. Die Fördervorrichtung weist zumindest ein Haltependel auf, das stationär an den Übergabepositionen angeordnet sein kann und das in eine Haltestellung verschwenkbar ist. Die Hubvorrichtung weist zumindest eine Halteaufnahme für das Haltependel auf. Das Haltependel ist in der Haltestellung mit der Halteaufnahme durch eine Bewegung der Halteaufnahme in Absenkrichtung so in Eingriff bringbar, dass eine Bewegung der Hubvorrichtung in Absenkrichtung blockiert ist. Die Halteaufnahme weist eine erste Führungsbahn auf. Die erste Führungsbahn ist dazu ausgelegt, bei einer Bewegung der Halteaufnahme entlang der Absenkrichtung oder der Hubrichtung das Haltependel in eine erste Stellung zu bewegen, in der das Haltependel nicht mit der Halteaufnahme in Eingriff bringbar ist.

Bei der Hubvorrichtung kann es sich beispielsweise um einen Scherenhubtisch oder um eine Hubstation handeln. Die erste Übergabeposition und die zweite Übergabeposition müssen nicht direkt vertikal zueinander angeordnet sein. Vielmehr kann die Bewegung in Hubrichtung oder in Absenkrichtung eine horizontale Komponente aufweisen, d.h., die Hubvorrichtung oder/und die Absenkrichtung müssen nicht streng vertikal verlaufen. Es können auch zwischen der ersten Übergabeposition und der zweiten Übergabeposition eine oder mehrere Zwischenpositionen vorhanden sein, an denen ebenfalls Übergaben an eine Fördervorrichtung, Zwischenhalte ohne eine Übergabe von Lasten oder Vorbeifahrten ohne einen Zwischenhalt durchgeführt werden können.

Das Haltependel kann an einem oberen Ende an einem Aufhängepunkt drehbar gelagert sein. Das dem oberen Ende gegenüber befindliche untere freie Ende des Haltependels kann um das obere Ende verschwenkbar sein. Die Schwenk- oder Drehachse befindet sich dann in dem Aufhängepunkt.

Haltependel und Halteaufnahme stellen eine einfache und robuste Kombination dar, die ohne einen zusätzlichen Antrieb für eines der Elemente auskommt. Das Vorsehen einer ersten Führungsbahn an der Halteaufnahme ermöglicht es, allein durch eine Bewegung der Halteaufnahme bzw. der mit der Halteaufnahme verbundenen Hubvorrichtung das Haltependel in eine gewünschte erste Stellung zu bewegen, in der sich Halteaufnahme und Haltependels nicht in Eingriff befinden. Befindet sich das Haltependel in dieser ersten Stellung, ist eine Relativbewegung von Halteaufnahme und Haltependel in Absenkrichtung oder/und Hubvorrichtung möglich. Befindet sich hingegen das Haltependel in der Haltestellung, gelangen Halteaufnahme und Haltependel bei einer Bewegung in Absenkrichtung in Eingriff, sodass eine weitere Bewegung der Hubvorrichtung in Absenkrichtung blockiert ist.

Bei einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Halteaufnahme eine Aufnahmekontur aufweist, die dazu ausgelegt ist, das Haltependel so aufzunehmen, dass eine Bewegung

der Hubvorrichtung in Absenkrichtung blockiert ist. Vorzugsweise ist die Aufnahmekontur an die Form des Haltependels angepasst und kann beispielsweise U-förmig ausgebildet sein, wobei die Öffnung des U vertikal nach unten orientiert sein kann.

Es kann vorgesehen sein, dass das Haltependel ein freies Ende mit einer aus der Bewegungsebene des Haltependels hervorstehenden Struktur wie beispielsweise ein Stift, ein Zapfen oder eine Rolle aufweist, das dazu ausgelegt ist, mit der ersten Führungsbahn sowie mit der Aufnahmekontur zusammenzuwirken. Das Haltependel kann sich also an der Halteaufnahme vorbeibewegen und nur die hervorstehende Struktur interagiert mit der Halteaufnahme. Eine solche Struktur kann vorzugsweise an dem unteren freien Ende des Haltependels angebracht sein. Bei einem Verschwenken des Haltependels um dessen oberes Ende wirkt die Struktur wie beispielsweise eine Rolle mit der ersten Führungsbahn zusammen und kann gegebenenfalls auf der ersten Führungsbahn und der Aufnahmekontur abrollen. Dies kann die Übertragung der durch die Halteaufnahme auf das Haltependel ausgeübten Kräfte verbessern.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform kann die Halteaufnahme eine zweite Führungsbahn aufweisen, die dazu ausgelegt ist, bei einer Bewegung der Halteaufnahme entlang der Absenkrichtung oder der Hubrichtung das Haltependel in eine zweite Stellung zu bringen, in der das Haltependel nicht mit der Halteaufnahme in Eingriff bringbar ist. Das Vorsehen einer ersten Stellung und einer zweiten Stellung für das Haltependel, in denen im Gegensatz zur Haltestellung kein Eingriff des Haltependels mit der Halteaufnahme möglich ist, vereinfacht das Vorbeifahren an einer eigentlich für einen Halt vorgesehenen Position der Hubvorrichtung. So kann beispielsweise die erste Stellung für ein Vorbeifahren in Absenkrichtung vorgesehen sein, während die zweite Stellung für ein Vorbeifahren in Hubrichtung vorgesehen sein kann.

Bei einer Ausführungsform ist die Halteaufnahme fest mit der Hubvorrichtung verbunden.

Bei einer ersten alternativen Ausführungsform liegt die Haltestellung zwischen der ersten und der zweiten Stellung. Entsprechend kann die erste Führungsbahn bei einer Bewegung der Halteaufnahme entlang beispielsweise der Absenkrichtung eine Auslenkung des Haltependels in die erste Stellung bewirken und die zweite Führungsbahn bei einer Bewegung

der Halteaufnahme entlang beispielsweise der Hubvorrichtung eine Auslegung des Haltependels in die zweite Stellung bewirken.

Bei einer zweiten alternativen Ausführungsform liegen die erste und die zweite Stellung neben der Haltestellung. Dabei kann beispielsweise die erste Stellung weiter von der Haltestellung entfernt sein als die zweite Stellung, sodass beispielsweise in der ersten Stellung eine Vorbeifahrt an einer Übergabeposition beispielsweise in Absenkrichtung möglich ist und in der zweiten Stellung eine Vorbeifahrt an einer Übergabeposition beispielsweise in Hubrichtung möglich ist.

Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung kann vorgesehen sein, dass die Halteaufnahme zumindest einen Einweiser für das Haltependel aufweist, der dazu ausgelegt ist, das Haltependel in Richtung der Haltestellung zu bewegen oder/und wobei die Halteaufnahme einen Abweiser für das Haltependel aufweist, der dazu ausgelegt ist, das Haltependel in Richtung der ersten oder/und der zweiten Stellung zu bewegen. Diese Weiterbildung hat den Vorteil, dass bei einer erwünschten oder unerwünschten Schwergängigkeit des Haltependels dieses zumindest teilweise zwangsgeführt wird. Unter Schwergängigkeit soll hier verstanden werden, dass das Haltependel alleine unter dem Einfluss der Schwerkraft oder sonstiger Kräfte wie Vibrationen oder ähnliches in seiner Stellung verharrt.

Der Einweiser kann einerseits dazu geeignet sein, eine mögliche Schwergängigkeit des Haltependels einmalig oder dauerhaft zu überwinden. Mittels des Abweisers kann andererseits zusammen mit dem Einweiser bei geeigneter Anordnung von Einweisern und Abweisern eine vollständige Zwangsführung des Haltependels erzielt werden. Selbstverständlich können ein oder mehrere Einweiser und ein oder mehrere Abweiser vorgesehen sein. Es ist bei einer vollständigen Zwangsführung nicht notwendig, dass sich bei dem Haltependel in der Haltestellung der Aufhängepunkt oberhalb des freien Endes des Haltependels befindet. Vielmehr kann beispielsweise zur Blockierung einer Bewegung der Hubvorrichtung in Hubrichtung das freie Ende des Haltependels oberhalb des Aufhängepunktes des Haltependels vorgesehen sein. Entsprechend kann zur Blockierung einer Bewegung der Hubvorrichtung in Hubrichtung ein Eingriff des Haltependels in die Halteaufnahme durch eine Bewegung der Hubvorrichtung in Hubvorrichtung stattfinden.

Alternativ kann eine Bewegung des Haltependels beispielsweise von einer ersten Stellung in die Haltestellung oder von einer zweiten Stellung in die Haltestellung alleine mittels der Schwerkraft erfolgen.

Die Aufgabe wird auch durch ein Verfahren zur Blockierung und Freigabe einer Hubvorrichtung eines Hubsystems gelöst, wobei das Hubsystem eine Hubvorrichtung, die zur Förderung von Lasten entlang einer Hubrichtung von einer ersten Übergabeposition in eine zweite Übergabeposition und entlang einer Absenkrichtung von der zweiten Übergabeposition zu der ersten Übergabeposition geeignet ist, sowie eine Fördervorrichtung aufweist, die zur Übernahme der mit der Hubvorrichtung geförderten Lasten an der ersten und/oder der zweiten Position geeignet ist, wobei die Fördervorrichtung zumindest ein Haltependel aufweist, das in eine Haltestellung verschwenkbar ist, wobei die Hubvorrichtung zumindest eine Halteaufnahme für das Haltependel aufweist. Das Verfahren weist die folgenden Schritte auf:

Bewegen der Hubvorrichtung in Hubrichtung in eine Haltependel-Aufnahmeposition oberhalb der Halteposition; Bewegen der Hubvorrichtung in Absenkrichtung in die Halteposition; Bewegen der Hubvorrichtung in eine Haltependel-Freigabeposition oberhalb der Halteposition.

Mittels der Bewegung der Hubvorrichtung in die Haltependel-Aufnahmeposition wird es dem Haltependel ermöglicht, in eine Stellung zu verschwenken, in der das Haltependel in Eingriff mit der Halteaufnahme gelangen kann. Dieses Eingreifen des Haltependels in die Halteaufnahme wird durch die Bewegung der Hubvorrichtung in Absenkrichtung realisiert. Durch die Bewegung der Hubvorrichtung in die Haltependel-Freigabeposition kann das Haltependel außerhalb eines Eingriffs mit der Halteaufnahme gelangen und so eine Bewegung der Hubvorrichtung in Absenkrichtung wieder freigeben oder ermöglichen.

Bei einer Ausgestaltung des Verfahrens kann vorgesehen sein, dass das Bewegen der Hubvorrichtung in die Haltependel-Aufnahmeposition ein Bewegen des Haltependels aus einer ersten Stellung in eine Haltestellung bewirkt. Die Bewegung des Haltependels kann dabei direkt durch die Bewegung der Hubvorrichtung bewirkt sein oder indirekt durch Freigeben des für die Bewegung des Haltependels benötigten Schwenkbereichs erfolgen.

Entsprechend kann das Bewegen der Hubvorrichtung in eine Übergabeposition, beispielsweise durch ein Absenken der Hubvorrichtung, ein Aufnehmen des Haltependels in die Halteaufnahme bewirken. Auch hier kann die Bewegung des Haltependels direkt durch die Bewegung der Hubvorrichtung bewirkt sein oder indirekt durch Freigeben des für die Bewegung des Haltependels benötigten Schwenkbereichs erfolgen. In der Übergabeposition befindet sich die Hubvorrichtung auf dem gleichen Förderniveau wie die Fördervorrichtung, so dass eine einfache Übergabe von geförderten Lasten erfolgen kann.

Weiterhin kann bei einer Ausgestaltung des Verfahrens vorgesehen sein, dass das Bewegen der Hubvorrichtung in die Freigabeposition ein Bewegen des Haltependels aus der Haltestellung in eine zweite Stellung bewirkt. Das Vorsehen einer ersten Stellung und einer zweiten Stellung neben der Haltestellung kann Vorteile für die Ausführung einer Vorbeifahrt an einer Übergabeposition bieten, wie bereits oben bei dem erfindungsgemäßen Hubsystem erläutert wurde.

Die Bewegung des Haltependels kann mittels einer durch zumindest eine Führungsbahn der Halteaufnahme bewirkte Führungskraft oder/und mittels der Schwerkraft oder/und mittels einer Federkraft bewirkt werden.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert. In diesen zeigen:

Figur 1 erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Hubsystems in Form einer Hubstation;

Figur 2 eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Hubsystems in Form eines Scherenhubtisches;

Figuren 3A-3J eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Haltependel- Halteaufnahme-Kombination für eine Hubvorrichtung für ein

Hubsystem in verschiedene Relativpositionen;

Figuren 4A-4B Veranschaulichung eines Hub- und eines Absenkvorgangs der

Haltependel-Halteaufnahme-Kombination der Figuren 3A-3J;

Figuren 5A-5J zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Haltepen del-Halteaufnahme-Kombination für eine Hubvorrichtung für ein

Hubsystem in verschiedene Relativpositionen;

Figuren 6A-6J eine dritte Ausführungsform einer Haltependel-Halteaufnahme- Kombination für eine Hubvorrichtung für ein Hubsystem in verschiedene Relativpositionen; und

Figuren 7A-7J eine vierte Ausführungsform einer Haltependel-Halteaufnahme- Kombination für eine Hubvorrichtung für ein Hubsystem in verschie- Relativpositionen.

BESCHREIBUNG BEVORZUGTER AUSFÜHRUNGSBEISPIELE

Figur 1 zeigt als Ausführungsform eines Hubsystems eine Hubstation 100. Die Hubstation 100 dient zum Anheben und Absenken von Lasten 102 und weist eine Hubvorrichtung 104 zur Förderung der Lasten 102 entlang einer Hubrichtung 106 von einer ersten Übergabeposition 108 zu einer zweiten Übergabeposition 1 10 und umgekehrt entlang einer Absenkrichtung 1 12 von der zweiten Übergabeposition 1 10 zu der ersten Übergabeposition 108. Es ist bei der Hubstation 100 des Weiteren möglich, eine zwischen der zweiten Übergabeposition 1 10 und der ersten Übergabeposition 108 befindliche Zwischen-Übergabeposi-tion 1 14 einzunehmen.

Die Hubvorrichtung 104 weist schematisch angedeutet eine Hubplattform 1 16 sowie nicht näher dargestellte Hebemittel sowie eine geeignete Trage- und Führungskonstruktion 1 18 auf.

An den Übergabepositionen 108, 1 10, 1 14 ist jeweils eine Fördervorrichtung 120 vorgesehen, mittels welcher die mit der Hubvorrichtung 104 geförderten Lasten 102 der Hubvorrichtung entnehmbar sind und die für eine im Wesentlichen horizontale Weiterbeförderung der Lasten 102 ausgelegt ist.

In den Figuren 2A-2C ist ein Hubsystem 200 mit einer als Scherenhubtisch 204 ausgebildeten Hubvorrichtung in verschiedenen Positionen gezeigt. Eine Hubplattform 216 kann in eine Hubrichtung 206 oder in eine Absenkrichtung 212 verfahren werden. In Figur 2B befindet sich der Scherenhubtisch 204 in einer Übergabeposition, in der eine Übergabe einer mittels des Scherenhubtisches 204 beförderten Last an eine Fördervorrichtung 220 stattfinden kann. Die in die in Figur 2A abgebildete Position hingegen stellt eine Überhub-Position und die in Figur 2C dargestellte Position eine Unterhub-Position dar.

An der Fördervorrichtung 220 ist ein Haltependel 300 befestigt, das mit einer Halteaufnahme 400 zusammenwirkt. Dieses Zusammenwirken zwischen Haltependel 300 und Halteaufnahme 400 wird im Detail in den Figuren 3A-3J erläutert.

Die Figuren 3A-3J zeigen verschiedene Stellungen von Haltependel 300 und Halteaufnahme 400 einer ersten Ausführungsform einer Haltependel-Halteaufnahme-Kombination. Das Haltependel 300 ist bevorzugterweise an einer Fördervorrichtung, beispielsweise der Fördervorrichtung 120, 220, jedenfalls aber in ortsfester Beziehung zu einer Fördervorrichtung angebracht. Das Haltependel 300 ist in dieser Ausführungsform an sich starr ausgebildet und weist ein oberes Ende 302 auf, an dem sich ein Aufhänge- oder Lagerpunkt 304 befindet. An dem Lagerpunkt 304 ist das Haltependel 300 schwenkbar um eine Achse 306 gelagert, die in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel senkrecht zur Zeichenebene verläuft. An einem unteren Ende 308 des Haltependels 300, das dem oberen Ende 302 gegenüberliegt, ist eine Rolle 310 vorgesehen, die drehbar um eine Achse 312 gelagert ist, die sich in dem vorliegenden Ausführungsbeispiel senkrecht zur Zeichenebene erstreckt. Alternativ zu der Rolle 310 könnte auch lediglich ein Stift, ein Zapfen, ein Gleitstein oder eine andere geeignete Struktur vorgesehen sein, die mit der Halteaufnahme 400 in der beschriebenen Form zusammenarbeitet. Die Struktur - hier die Rolle 310 - ragt aus der Ebene des Haltependels 300, innerhalb der ein Verschwenken bzw. Drehen des Haltependels stattfindet, hervor. Auf diese Weise kann das Haltependel 300 an der Halteaufnahme vorbeischwenken und nur die Struktur - hier die Rolle 310 - interagiert mit der Halteaufnahme und wird durch sie geführt. Alternativ zu der starren Ausbildung des Haltependels 300 könnte auch eine lediglich auf Zug belastbare Verbindung zwischen dem Lagerpunkt

304 und dem unteren Ende 308, beispielsweise durch ein ausreichend stark dimensionierte Seil oder eine Kette vorgesehen sein.

Die Halteaufnahme 400 ist mit einer Hubvorrichtung 104, 204, wie sie beispielsweise in der Beschreibung zu den Figuren 1 und 2A-2C erläutert ist, verbunden und bewegt sich mit der Hubvorrichtung 104, 204 in Hubrichtung 106, 206 oder in Absenkrichtung 1 12, 212. Hubrichtung und Absenkrichtung können beispielsweise vertikal verlaufen. Die Halteaufnahme 400 weist eine erste Führungsbahn 402, eine zweite Führungsbahn 404 sowie eine Aufnahmekontur 406 auf.

Die erste Führungsbahn 402 verläuft schräg zur Bewegungsrichtung, beispielsweise der Hubrichtung 106, 206 und ist so angeordnet, dass bei einer Bewegung der Halteaufnahme 400 in einer ersten Richtung auf das Haltependel 300 zu, beispielsweise in Hubrichtung 106, 206, der erste Kontakt zwischen der Halteaufnahme 400 und dem Haltependel 300 an der erste Führungsbahn 402 stattfindet.

Die zweite Führungsbahn 404 verläuft ebenfalls schräg zur Bewegungsrichtung, beispielsweise der Absenkrichtung 1 12, 212, und ist so angeordnet, dass bei einer Bewegung der Halteaufnahme 400 in einer zweiten Richtung auf das Haltependel 300 zu, beispielsweise in Absenkrichtung 1 12, 212, der erste Kontakt zwischen der Halteaufnahme 400 und dem Haltependel 300 an der zweiten Führungsbahn 404 stattfindet.

Die Aufnahmekontur 406 ist in der gezeigten Ausführungsform zwischen der ersten Führungsbahn 402 und der zweiten Führungsbahn 404 angeordnet und so ausgebildet, dass das Haltependel 300, insbesondere das untere Ende 308, respektive die an dem unteren Ende 308 angebrachte Rolle 310, in der Aufnahmekontur 406 aufgenommen werden kann. Die Aufnahmekontur 406 ist im Wesentlichen U-förmig und in der in den Figuren 3A-3J gezeigten Ausführungsform nach unten, d.h. in Absenkrichtung 106, 206, geöffnet. Die U-förmige Aufnahmekontur 406 weist zwei Schenkel 408, 410 bzw. Schenkelkonturen auf, die ungleich lang sind. Der erste Schenkel 408 ist mit der ersten Führungsbahn 402 über eine in Bewegungsrichtung der Halteaufnahme 400 verlaufende erste Verbindungskontur 412 verbunden. Der zweite Schenkel 410 grenzt direkt an die zweite Führungsbahn 404. Der erste Schenkel 408 ist kürzer ausgestaltet als der zweite Schenkel 410, wobei sich die Länge der Schenkel 408, 410 auf deren Erstreckung in Bewegungsrichtung der Halteaufnahme 400 bezieht. Die zweite Führungsbahn 404 ist mit der ersten Führungsbahn 402 über ein in Bewegungsrichtung der Halteaufnahme 400 verlaufende zweite Verbindungskontur 414 verbunden.

Im Folgenden wird ein Bewegungszyklus erläutert, in dessen Verlauf die Halteaufnahme 400 in einer Hubrichtung 106, 206 auf das Haltependel 300 zu fährt, mit dem Haltependel 300 in Eingriff gelangt, also gewissermaßen verriegelt wird, wieder entriegelt wird und sich in Absenkrichtung 1 12, 212 von dem Haltependel 300 entfernt.

Im Verlauf der Figuren 3A-3D befindet sich die Halteaufnahme 400 aufgrund einer Hubbewegung der Hubvorrichtung 104, 204 in einer Aufwärtsbewegung, d.h. in einer Bewegung in Hubrichtung 106, 206. Während sich in Figur 3A die Halteaufnahme 400 dem Haltependel 300 nähert, hat in Figur 3B bereits ein Kontakt zwischen der Halteaufnahme 400, insbesondere der ersten Führungsbahn 402 und dem Haltependel 300, insbesondere der Rolle 310 mit der ersten Führungsbahn 402, stattgefunden und das Haltependel 300 wurde aus einer Ruhestellung heraus auf eine erste Stellung hin verschwenkt. Dabei findet eine Drehung des Haltependels 300 aus der Ruhestellung in die erste Stellung statt, was in der Darstellung der Figuren 3A-3C einer Drehung des Haltependels 300 um seine Drehachse 306 im Uhrzeigersinn und somit in einer ersten Drehrichtung entspricht.

In Figur 3C hat das Haltependel 300 die erste Stellung eingenommen. Die erste Stellung des Haltependels 300 ist dadurch charakterisiert, dass bei einer weiteren Aufwärtsbewegung der Halteaufnahme 400 keine weitere Verschwenkung des Haltependels 300 stattfindet, da die Rolle 310 das Ende der ersten Führungsbahn 402 erreicht hat und sich nunmehr in Kontakt mit der Verbindungskontur 412 befindet, welche sich im Wesentlichen in Richtung der Bewegungsrichtung erstreckt. Mit anderen Worten: Das Haltependel 300 hat eine maximale Auslenkung in diese Drehrichtung erreicht und steht einer weiteren Aufwärtsbewegung der Halteaufnahme 400 nicht mehr im Weg, sodass auch keine weitere Auslenkung bzw. Verschwenkung stattfindet.

In Figur 3D hat die Rolle 310 das untere Ende der Verbindungskontur 412 passiert und befindet sich nunmehr in Kontakt mit dem zweiten Schenkel 410. Nach dem Verlassen der

Verbindungskontur 412 hat die auf das Haltependel 300 wirkende Schwerkraft das Haltependel 300 wieder von der maximalen Auslenkung in der ersten Stellung der Figur 3C zurück in Richtung der Grundstellung der Figur 3A in die Haltestellung geschwenkt, ohne jedoch die Grundstellung zu erreichen. Dabei wird das Haltependel 300 um seine Drehachse 306 in eine zweite Drehrichtung - entgegengesetzt zu der ersten Drehrichtung - rotiert. Diese Konvention - die erste Drehrichtung ist entgegengesetzt zu der zweiten Drehrichtung - wird hier und im Folgenden durchgängig verwendet.

Beim Übergang der Figuren 3C-3D entspricht dies einer Drehung entgegen dem Uhrzeigersinn. Die Haltestellung befindet sich also zwischen der Grundstellung und der ersten Stellung. Die Haltestellung ist in Figur 3D gezeigt. Mit dem Erreichen der Haltestellung der Figur 3D endet die Aufwärtsbewegung der Halteaufnahme 400 in Hubrichtung 106, 206. In dieser Position befindet sich die Hubvorrichtung 104, 204 in Überhub.

Zwischen der Position der Hubvorrichtung 104, 204 bzw. der Halteaufnahme 400 in Figur 3D und der in Figur 3E gezeigten Position findet eine Abwärtsbewegung der Hubvorrichtung in Absenkrichtung 1 12, 212 statt, sodass mit der in Figur 3E gezeigten Position die erste Übergabeposition erreicht ist. Das Haltependel 300 befindet sich in Eingriff mit der Halteaufnahme 400, insbesondere befindet sich das untere Ende 308, respektive die Rolle 310, in Eingriff mit der Aufnahmekontur 406 der Halteaufnahme 400. Aufgrund des Eingreifens der Rolle 310 in die Aufnahmekontur 406 ist eine Relativbewegung zwischen Halteaufnahme 400 und Haltependel 300 und damit auch eine Relativbewegung zwischen Hubvorrichtung 104, 204 und Fördervorrichtung 120, 220 weitgehend unterbunden. Insbesondere sind solche Relativbewegungen blockiert, die ein Absenken der Hubvorrichtung 104, 204 bzw. der Halteaufnahme 400 relativ zu der Fördervorrichtung 120, 220 bzw. des Haltependels 300 zur Folge hätten.

Für ein Lösen der Verbindung zwischen Haltependel 300 und Halteaufnahme 400 führt die Hubvorrichtung 104, 204 und mit ihr die Halteaufnahme 400 eine Bewegung in Hubrichtung 106, 206 durch, siehe hierzu die Figuren 3F und 3G. Dadurch gelangt die Hubvorrichtung 104, 204 erneut in Überhub. Dieser Überhub fällt in diesem Fall größer aus als der in Figur 3D dargestellte, d.h., die in Figur 3D eingenommene Position der Halteaufnahme 400 befindet sich in Hubrichtung 106, 206 oberhalb der in Figur 3G dargestellten Position der Halteaufnahme 400. Dies liegt daran, dass der in Figur 3D als Anschlag für das Haltependel 300, insbesondere für die Rolle 310 an dem unteren Ende 308 der des Haltependels 300, dienende zweite Schenkel 410 länger ist als der erste Schenkel 408. Mit anderen Worten, die Hubrichtung 104, 204 wird so weit in Überhub gefahren, bis das Haltependel 300 an dem zweiten Schenkel 410 vorbei in seine Grundstellung in der zweiten Drehrichtung schwenken kann.

Mit Erreichen der Grundstellung kann die Hubvorrichtung 104, 204 entweder die Bewegung fortsetzen und eine weitere Übergabeposition in Hubrichtung anfahren. Alternativ, wie in den Figuren 3H-3J dargestellt, kann die Hubvorrichtung 104, 204 die Bewegungsrichtung umkehren und sich in Absenkrichtung 1 12, 212 bewegen. Dabei kontaktiert die zweite Führungsbahn 404 das untere Ende 308 des Haltependels 300, insbesondere die Rolle 310, und versetzt durch die fortgesetzte Bewegung in Absenkrichtung 1 12, 212 das Haltependel 300 in eine Schwenkbewegung in der zweiten Drehrichtung, die entgegengesetzt zu der Schwenkbewegung verläuft, die durch die erste Führungsbahn 402 verursacht wird. Entsprechend nimmt das Haltependel 300 beim Verlassen der zweiten Führungsbahn 404 eine zweite Stellung ein, die entsprechend der ersten Stellung eine maximale Auslenkung des Haltependels 300 darstellt. Die erste Stellung und die zweite Stellung markieren somit die während des Betriebs des Hubsystems 100, 200 auftretenden maximalen Auslenkungen des Haltependels 300 in die jeweilige Drehrichtung und begrenzen den möglichen Schwenk- bzw. Drehbereich.

Nach Verlassen der zweiten Führungsbahn 404 gleitet oder rollt das Haltependel 300 an der zweiten Verbindungskontur 414 entlang (siehe Figur 31), bis es den Kontakt mit der Halteaufnahme 400 verliert (siehe Figur 3J). Danach kehrt das Haltependel 300, angetrieben durch die Schwerkraft, in seine Grundstellung zurück, wie dies in Figur 3J dargestellt ist und dreht sich dabei in der ersten Drehrichtung.

Der in den Figuren 3A-3J dargestellte Bewegungsablauf entspricht einem Anfahren einer Übergabeposition von unten. Für ein Anfahren der Übergabeposition von oben wäre zunächst der in den Figuren 3G-3J dargestellte Bewegungsablauf zu absolvieren, bevor das in den Figuren 3A-3E gezeigte Bewegungsmuster ablaufen könnte.

Die Figuren 4A und 4B veranschaulichen den Pfad, den das untere Ende 308 des Haltependels 300 zurücklegt, wenn die Hubvorrichtung 104, 204 bzw. die Halteaufnahme 400 in Hubrichtung 106, 206 (Figur 4A) oder in Absenkrichtung 1 12, 212 (Figur 4B) an der Fördervorrichtung 120, 220 bzw. dem Haltependel 300 vorbeifährt, ohne dass das Haltependel 300 mit der Halteaufnahme 400 in Eingriff gelangt.

In Figur 4A ist der Bewegungsablauf des freien Endes 308 des Haltependels 300 dargestellt, wenn die Halteaufnahme 400 in Hubrichtung 106, 206 an dem Haltependel 300 vorbeifährt. Zunächst befindet sich das Haltependel 300 in der Grundstellung. Kontaktiert das freie Ende 308 die erste Führungsbahn 402, wird das Haltependel 300 in die erste Stellung mit einer Drehung in der ersten Drehrichtung ausgelenkt. Während das freie Ende 308 die Verbindungskontur 412 kontaktiert, verbleibt das Pendel 300 in der ersten Stellung. Nach dem Verlassen der Verbindungskontur 412 schwenkt das Haltependel 300 mit einer Drehung in der zweiten Drehrichtung in die Haltestellung, da aufgrund der auf das Haltependel 300 wirkenden Gewichtskraft ein Verschwenken des Haltependels 300 in Richtung der Grundstellung erfolgt, bis das freie Ende 308 in Kontakt mit dem zweiten Schenkel 410 gelangt. Aufgrund der fortgesetzten Vertikalbewegung in Hubrichtung 106 gleitet das freie Ende 308 des Haltependels 300 an dem zweiten Schenkel 410 entlang. Nach Beendigung des Kontaktes zwischen Haltependel 300 und Halteaufnahme 400 ist das Haltependel 300 freigegeben, sodass es zurück in die Grundstellung schwingt.

Figur 4B veranschaulicht den Bewegungsablauf des freien Endes 308 des Haltependels 300 bei einer Vorbeifahrt der Halteaufnahme 400 in Absenkrichtung 1 12, 212. Ausgehend von der Grundstellung passiert die Halteaufnahme 400 zunächst das obere Ende 302 des Haltependels, insbesondere den Lagerpunkt 304 und erreicht das untere Ende 308. Dort kontaktiert die Rolle 310 die zweite Führungsbahn 404 der Halteaufnahme 400, wodurch das Haltependel 300 unter fortgesetzter Absenkbewegung der Halteaufnahme 400 in die

zweite Stellung verschwenkt bzw. um die Achse 306 gegen den Uhrzeigersinn, d.h. in der zweiten Drehrichtung, gedreht wird. Nach Verlassen der zweiten Führungsbahn 404 gleitet das freie Ende 308 an der zweiten Verbindungskontur 414 entlang, ohne dass eine weitere Verdrehung oder Verschwenkung des Haltependels 300 stattfände. Nach Verlassen der zweiten Verbindungskontur 414 unterliegt das Haltependel 300 alleine der Schwerkraft und kehrt in seine Grundstellung zurück.

Bei den dargestellten Bewegungsabläufen findet keine Verrastung zwischen Halteaufnahme 400 und Haltependel 300 statt.

In den Figuren 5A-5J sind verschiedene Stellungen von Haltependel 300 und Halteaufnahme 400 einer zweiten Ausführungsform einer Haltependel-Halteaufnahme-Kombination gezeigt. Im Unterschied zu der ersten Ausführungsform, die in den Figuren 3A-3J dargestellt ist, ist die Halteaufnahme 400 um Einweiserstrukturen ergänzt. Diese Einweiserstrukturen ermöglichen je nach Ausgestaltung eine teilweise oder vollständige Zwangsführung des Haltependels 300. Dies hat den Vorteil, dass die durch die Gewichtskraft bewirkte Rückstellung des Haltependels 300 unterstützt werden kann. Bei einer vollständigen Zwangsführung kann auf eine Rückstellung durch die Gewichtskraft verzichtet werden. Dies kann insbesondere dann von Interesse sein, wenn bei der Auslegung der Haltependel-Halteaufnahme-Kombination zu erwarten ist, dass beispielsweise aufgrund von Verschmutzungen oder ähnlichem eine Schwergängigkeit des Haltependels dergestalt zu erwarten ist, dass eine selbsttätige Rückstellung des Haltependels unwahrscheinlich ist. Die eigentliche Halteaufnahme 400 sowie das Haltependel 300 sind identisch zu der ersten Ausführungsform ausgebildet. Dementsprechend werden die gleichen Bezugszeichen verwendet und die entsprechenden Merkmale nicht erneut erläutert.

Es wird nun im Folgenden bei der Beschreibung der Figuren 5A-5J an den Stellen, an denen sich der Bewegungsablauf von dem der Figuren 3A-3J unterscheidet, auf die entsprechenden Unterschiede eingegangen.

Das in Figur 5A gezeigte Haltependel 300 ist im Unterschied zu der Ausführungsform der Figuren 3A-3J nicht alleine durch die Gewichtskraft wieder in eine Grundstellung zurückbewegbar. Vielmehr muss bei einer Rückstellung in die Grundstellung eine Rückstellkraft aufgebracht werden, die größer ist als diejenige, die durch die Gewichtskraft ausgeübt wird. Zusätzlich weist die Halteaufnahme 400 neben den bereits beschriebenen Merkmalen Einweiser 416, 418, 420 und 422 auf. Alle Einweiser 416-422 sind fest mit der Halteaufnahme 400 verbunden und bewegen sich mit dieser bei einer Bewegung der Hubvorrichtung 104, 204 in Hubrichtung 106, 206 oder in Absenkrichtung 1 12, 212 mit.

Die Einweiser 416, 418 befinden sich oberhalb der Halteaufnahme 400 und dienen der Zwangsrückstellung des Haltependels 300 in die in Figur 5A gezeigte Grundstellung bei einer Hubbewegung der Halteaufnahme 400.

Der erste Einweiser 416 ist dabei schräg zur Bewegungsrichtung der Halteaufnahme 400 angeordnet und führt bei einem Kontakt mit dem unteren freien Ende 308 des Haltependels 300 bei einer Hubbewegung der Halteaufnahme 400 in Hubrichtung 106, 206 zu einer Schwenkbewegung des Haltependels 300 in Richtung der in Figur 5A gezeigten Grundstellung. Dabei findet gemäß der Darstellung der Figur 5A eine Drehbewegung um die Drehachse 306 entgegen der Uhrzeigerrichtung, d.h. in der zweiten Drehrichtung, statt.

Der zweite Einweiser 418 ist ebenfalls schräg zur Bewegungsrichtung der Halteaufnahme 400 angeordnet und führt ebenfalls bei einer Hubbewegung der Halteaufnahme 400 in Hubrichtung 106, 206 zu einer Rückstellung des Haltependels 300 in die Grundstellung. Allerdings ist die Schräge des zweiten Einweisers so angeordnet, dass dabei eine Drehbewegung gemäß der Figur 5A in Uhrzeigerrichtung, d.h. in der ersten Drehrichtung, stattfindet.

Bei dem in den Figuren 5A-5J beschriebenen Bewegungszyklus wären an sich der erste Einweiser 416 und der zweite Einweiser 418 entbehrlich, da durch die von der Halteaufnahme 400 verursachten Bewegungen des Haltependels 300 keine Stellung des Haltependels 300 auftreten sollte, welche die Einweiser 416, 418 notwendig macht. Es kann aber unabhängig von den durch die Halteaufnahme 400 induzierten Bewegungen eine Verdrehung des Haltependels 300 beispielsweise bei Wartungsvorgängen oder durch unvorhergesehene Einflüsse derart auftreten, dass eine Rückstellung mit einem der Einweiser 416, 418 notwendig wird.

Die bereits beschriebenen Einweiser 416, 418 sind unabhängig von der Drehbarkeit des Haltependels 300 bezogen auf die Gewichtskraft auch in der gezeigten Konfiguration bei der ersten Ausführungsform der Figuren 3A-3J einsetzbar. In diesem Fall stellen die Einweiser 416, 418 ein Sicherheitsmerkmal dar, welches eine Ausrichtung des Haltependels 300 vor dem ersten Kontakt des unteren Endes 308 des Haltependels 300 mit der Halteaufnahme 400, insbesondere mit der ersten Führungsbahn 402 bewirkt.

Ein dritter Einweiser 420 ist zumindest teilweise unterhalb der Halteaufnahme 400 angeordnet und bewirkt ebenfalls wie der erste Einweiser 416 bei Kontakt mit dem unteren Ende 308 des Haltependels 300 bei einer Bewegung der Halteaufnahme 400 in Hubrichtung 106, 206 eine Drehbewegung des Haltependels 300 entgegen der Uhrzeigerrichtung, also in der ersten Drehrichtung in Richtung der Grundstellung. Dabei muss der dritte Einweiser 420 nicht notwendigerweise so ausgebildet sein, dass er das Haltependel 300 vollständig in die Grundstellung zurückdreht. Vielmehr kann mit dem dritten Einweiser 420 das Haltependel 300 zum einen in die Haltestellung und zum anderen in eine solche Stellung gedreht werden, dass bei einer Bewegungsumkehr der Hubvorrichtung 104, 204 ein Kontakt mit der zweiten Führungsbahn 404 erfolgt.

Ein vierter Einweiser 422 ist in der gezeigten Ausführungsform mit dem zweiten Einweiser 418 kombiniert und weist eine mit dem ersten und dem zweiten Einweiser 416, 420 zumindest teilweise parallele Ausrichtung auf. Bei einem Kontakt mit dem unteren Ende 308 des Haltependels 300 bei einer Absenkbewegung der Halteaufnahme 400 in Absenkrichtung 1 12, 212 bewirkt der vierte Einweiser 422 eine Rückstellung des Haltependels 300 in die in Figur 5A gezeigte Grundstellung. Bei dieser Rückstellungsbewegung findet eine Drehung des Haltependels 300 bzw. dessen freien Endes 308 um die Drehachse 306 in Uhrzeigerrichtung in der ersten Drehrichtung gemäß der Darstellung in den Figuren 5A-5J statt. Dieser vierte Einweiser 422 könnte ebenfalls bei der ersten Ausführungsform der Figuren 3A-3J eingesetzt werden. Ein dem vierten Einweiser 422 entsprechender fünfter Einweiser (nicht abgebildet) könnte in Analogie zu dem vierten Einweiser 422 an dem ersten Einweiser 416 angeordnet oder mit diesem kombiniert sein, so dass sich insgesamt eine X-för-mige Struktur ergeben würde.

In Figur 5A befindet sich das Haltependel 300 in einer Grundstellung, die sich von der der Figur 3A unterscheidet. Die Ursache hierfür liegt in der geänderten Rückstellung des Haltependels 300. Dieser Umstand wird sich am Ende Beschreibung der Figur 5J ergeben.

Im Folgenden wird nun ein Bewegungszyklus beschrieben, in dessen Verlauf das Haltependel 300 mit der Halteaufnahme 400 den Eingriff gelangt und wieder entriegelt wird.

In den Figuren 5A-5D findet eine Hubbewegung der Halteaufnahme 400, bewirkt durch eine Hubbewegung der Hubvorrichtung 104, 204, entlang der Hubrichtung 106, 206 statt. In Figur 5A hat das freie Ende 308 des Haltependels 300 bereits die Einweiser 416, 418 passiert, wodurch - wenn notwendig - das Haltependel 300 in seine Grundstellung gedreht wurde. Danach gelangt das das freie Ende 308 des Haltependels 300 in Kontakt mit der ersten Führungsbahn 402 der Halteaufnahme 400. Wie bereits zu den Figuren 3A-3C erläutert bewirkt die Bewegung der Halteaufnahme 400 eine Verdrehung des Haltependels 300 in die erste Stellung - gemäß den Figuren 5B-5D im Uhrzeigersinn in der ersten Drehrichtung.

Nach Erreichen dieser ersten Stellung und nach dem Verlassen der Verbindungskontur 412 gelangt das freie Ende 308 des Haltependels 300 in Kontakt mit dem dritten Einweiser 420. Dies ist in Figur 5C dargestellt. Während der fortgesetzten Bewegung der Aufnahmekontur 400 in Hubrichtung 106, 206 findet bei dem ersten Ausführungsbeispiel der Figuren 3C-3D eine Rückstellung des Haltependels 300 alleine durch die Schwerkraft statt. Bei dem hier beschriebenen Ausführungsbeispiel der Figuren 5A-5J hingegen findet die Rückstellung des Haltependels 300 durch den dritten Einweiser 420 statt. Dieser ist, wie bereits oben erläutert, so angeordnet, dass bei einem Kontakt mit dem freien Ende 308 des Haltependels 300 eine derartige Kraft auf das Haltependel 300 ausgeübt wird, die zu einem Einnehmen der Haltestellung das Haltependel 300 führt, also zu einer Drehbewegung des freien Endes 308 um die Drehachse 306 entgegen der Uhrzeigerrichtung in der zweiten Drehrichtung, wie in den Figuren 5C-5D abgebildet.

Mit dem Erreichen der Haltestellung - siehe Figur 5D - endet die Bewegung der Halteaufnahme 400 in Hubrichtung 106, 206. Anschließend wird eine Bewegung der Halteauf-

nähme 400 in Absenkrichtung 1 12, 212 eingeleitet und das freie Ende 308 und die Aufnahmekontur 406 gelangen in Eingriff, wie bereits zu der Figur 3E erläutert. Diese Situation ist in Figur 5E dargestellt.

Um Haltependel 300 und Halteaufnahme 400 zu entriegeln, wird erneut eine Bewegung in Hubrichtung 106, 206 der Halteaufnahme 400 eingeleitet. Dabei gerät erneut das freie Ende 308 des Haltependels 300 in Kontakt mit dem dritten Einweiser 420, der wiederum eine Drehung des freien Endes 308 des Haltependels 300 um die Drehachse 306 entgegen der Uhrzeigerrichtung in der zweiten Drehrichtung bewirkt. Dies ist in den Figuren 5F und 5G gezeigt. Die Drehung des Haltependels 300 erfolgt dabei so weit, dass das freie Ende 308 des Haltependels 300 und die Aufnahmekontur 406 der Halteaufnahme 400 in Bewegungsrichtung nicht mehr miteinander fluchten, sondern zueinander versetzt sind. Diese Situation ist in Figur 5G dargestellt. Nunmehr kann die für das Entriegeln notwendige Aufwärtsbewegung der Halteaufnahme 400 in Hubrichtung 106, 206 enden. Ist eine Weiterbewegung der Hubvorrichtung 104, 204 in Hubrichtung 106, 206 vorgesehen, kann diese Bewegung fortgesetzt werden. Soll hingegen die Hubvorrichtung 104, 204 stattdessen in die Absenkrichtung 1 12, 212 weiter bewegt werden, kann dies nunmehr ebenfalls erfolgen bzw. fortgesetzt werden. Dabei wird das freie Ende 308 des Haltependels 300, wie bereits bei dem ersten Ausführungsbeispiel beschrieben, durch die zweite Führungsbahn 404 und die Verbindungskontur 414 geführt und das Haltependel 300 in die zweite Stellung durch eine Drehung um die Drehachse 306 entgegen der Uhrzeigerrichtung in der zweiten Drehrichtung - wie in den Figuren 5H und 51 dargestellt - bewegt.

Bei einer Fortsetzung der Abwärtsbewegung der Halteaufnahme 400 in Absenkrichtung 1 12, 212 - wie in den Figuren 5E-5J gezeigt - erfolgt durch den vierten Einweiser 422 eine erneute Rückstellung des Haltependels 300 bei einem Kontakt dessen freien Endes 308 mit dem vierten Einweiser 422. Dabei findet eine Drehung des Haltependels 300 um dessen Drehachse 306 in Uhrzeigerrichtung in der ersten Drehrichtung statt. Bei einer weiteren Fortsetzung der Abwärtsbewegung der Halteaufnahme 400 in Absenkrichtung 1 12 verharrt das Haltependel 300 in dieser Stellung.

Die Figuren 6A-6J zeigen verschiedene Stellungen eines Haltependels 300 und Positionen einer dritten Ausführungsform einer Halteaufnahme 500 in einer Haltependel-Halteaufnahme-Kombination. Merkmale der Halteaufnahme 500, die gleich oder vergleichbar zu denen der Ausführungsform der Halteaufnahme 400 der Figuren 3A-3J und 5A-5J sind, werden mit Bezugszeichen bezeichnet, zu denen 100 addiert worden ist.

Die Anordnung von Haltependel 300 und Halteaufnahme 500 entspricht grundsätzlich der ersten und der zweiten Ausführungsform der Figuren 3A-3J und 5A-5J. Entsprechend ist das Haltependel 300 drehbar an einer Fördervorrichtung, beispielweise der Fördervorrichtung 120, 220, befestigt. Es ist bei dieser dritten Ausführungsform, wie bereits bei der ersten Ausführungsform, vorgesehen, dass sich das Haltependel 300 ausschließlich über die Gewichtskraft in seine Grundstellung rückstellt. Es können zur Unterstützung der Rückstellung des Haltependels 300 Einweiser vorgesehen sein, vergleichbar den Strukturen 416-422 der zweiten Ausführungsform, wie sie in der Beschreibung zu den Figuren 5A-5J erläutert ist.

Die Halteaufnahme 500 ist, vergleichbar zu der ersten Ausführungsform, wie sie in der Beschreibung zu den Figuren 3A-3J erläutert ist, mit einer Hubvorrichtung 104, 204 verbunden und bewegt sich mit dieser in Hubrichtung 106, 206 oder Absenkrichtung 1 12, 212. Die Halteaufnahme 500 weist eine Führungsbahn 502, eine Aufnahmekontur 506, sowie die Führungsbahn 502 und die Aufnahmekontur 506 verbindende Verbindungkonturen 512, 514 auf.

Die erste Führungsbahn 502 verläuft schräg zu der Bewegungsrichtung der Halteaufnahme 500 und ist so ausgestaltet, dass das Haltependel 300 bei einer Bewegung der Halteaufnahme 500 in Absenkrichtung 1 12, 212 in seine erste Stellung verschwenkt wird - in der Darstellung der Figuren 6A und 6B entspricht das einer Drehung des Haltependels 300 um seine Drehachse 306 im Uhrzeigersinn, d.h. in der ersten Drehrichtung. Bei einer solchen Bewegung entfernt sich das Haltependel 300 von seiner in Figur 6A gezeigten Grundstellung, bei der das Haltependel 300 im Wesentlichen vertikal ausgerichtet ist.

Im Unterschied zu der ersten Ausführungsform weist die Halteaufnahme 500 selbst keine der zweiten Führungsbahn 404 vergleichbare Kontur auf, da für das Haltependel 300 in

dieser dritten Ausführungsform ausschließlich Bewegungen auf einer Seite der Halteaufnahme 500 vorgesehen sind. Statt einer zweiten Führungsbahn 404 ist eine Einweiserstruktur 524 vorgesehen. Die Einweiserstruktur 524 weist eine Einweiserbahn 526 sowie eine Abweiserbahn 528 auf. Die Einweiserbahn 524 führt bei einem Kontakt zwischen dem freien Ende 308 des Haltependels 300 und der Einweiserbahn 524 während einer Aufwärtsbewegung der Halteaufnahme 500 in Hubrichtung 106, 206 zu einer Bewegung des Haltependels 300 in Richtung seiner Grundstellung hin. Dies entspricht in der Abbildung der Figuren 6F und 6G einer Drehung des Haltependels 300 um seine Drehachse 306 entgegen der Uhrzeigerrichtung in der zweiten Drehrichtung. Die Abweiserbahn 528 führt bei einem Kontakt zwischen der Rolle 310 des Haltependels 300 und der Abweiserbahn 528 während einer Absenkbewegung der Halteaufnahme 500 in Absenkrichtung 1 12, 212 zu einer Bewegung des Haltependels 300 von seiner Grundstellung weg. Dies entspricht in der Abbildung der Figuren 6A-6J einer Drehung des Haltependels 300 um seine Drehachse 306 in Uhrzeigerrichtung in der ersten Drehrichtung. In der in den Figuren 6A-6J gezeigten Ausführungsform verlaufen die Einweiserbahn 524 und die Abweiserbahn 528 im Wesentlichen parallel. Dies ist aber nicht notwendig. Einweiserbahn 524 und Abweiserbahn 528 können jeweils einen gesondert optimierten Verlauf nehmen.

Im Folgenden werden nun die sich aus der anderen Gestaltung der Halteaufnahme 500 und der Einweiserstruktur 524 ergebenden Unterschiede im Bewegungszyklus anhand der Figuren 6A-6J zu dem Bewegungszyklus erläutert, der in den Figuren 3A-3J dargestellt ist.

Der in den Figuren 6A-6E dargestellte Bewegungsablauf stellt ein Verrasten des Haltependels 300 mit der Halteaufnahme 500, insbesondere des freien Endes 308 des Haltependels 300 mit der Aufnahmekontur 506 der Halteaufnahme 500 dar. Die dabei durchgeführten Bewegungen der Halteaufnahme 500 bzw. der Hubvorrichtung 104, 204 entsprechen im Prinzip den Bewegungen, die bei der ersten Ausführungsform der Figuren 3A-3J durchgeführt werden. In den Figuren 6B und 6C befindet sich das Haltependel 300 in einer ersten Stellung. Im Unterschied zu der ersten Ausführungsform befindet sich jedoch das Haltependel 300 in der in Figur 6E gezeigten Verraststellung im Wesentlichen in seiner Grundstellung. Dies hat den Vorteil, dass Kräfte, die durch die Halteaufnahme 500 auf das Haltependel 300 bzw. mittelbar durch die Hubvorrichtung 104, 204 auf die Fördervorrichtung 120, 220 übertragen werden, besser aufgenommen werden können. Außerdem ist es in diesem Fall nicht unbedingt notwendig, den zweiten Schenkel 510 der Aufnahmekontur 506 länger als den ersten Schenkel 508 zu gestalten, sofern die freie Pendelbewegung des Haltependels 300 gedämpft ist.

In den Figuren 6F-6H ist eine Ausrastbewegung des Haltependels 300 aus der Halteaufnahme 500 dargestellt. Zwischen den Figuren 6F und 6H bewegt sich die Halteaufnahme 500 bzw. die Hubvorrichtung 104, 204 in Hubrichtung 106, 206. Dadurch gelangt das freie Ende 308 des Haltependels 300, beispielsweise die an diesem freien Ende 308 befindliche Rolle 310, mit der Einweiserstruktur 524, insbesondere mit der Einweiserbahn 526 in Kontakt. Die Einweiserbahn 526 bewegt das Haltependel 300 aus seiner Grundstellung in eine zweite Stellung, die es in Figur 6G erreicht hat. Während der nach dem Erreichen der Grundstellung fortgesetzten Aufwärtsbewegung der Halteaufnahme 500 bewegt sich das Haltependel 300 wieder in seine Grundstellung, die es bei einer weiter anhaltenden Aufwärtsbewegung der Halteaufnahme 500 bzw. der Hubvorrichtung 104, 204 beibehält.

Die Figuren 61 und 6J zeigen den Bewegungsverlauf des Haltependels 300 bei einer Vorbeifahrt der Halteaufnahme 500 in Absenkrichtung 1 12, 212 an der Fördervorrichtung 104, 204. Zunächst gelangt das Haltependel 300 bzw. dessen freies Ende 308 ausgehend von der Grundstellung - wie in Figur 6H gezeigt - mit der Einweiserstruktur 524 in Kontakt. Die an der Einweiserstruktur 524 befindliche Abweiserbahn 528 führt das freie Ende 308 und bewirkt so eine Bewegung des Haltependels 300 aus seiner Grundstellung heraus in eine dritte Stellung, die es im Verlauf der Abwärtsbewegung der Halteaufnahme 500 kurz vor dem Verlust des Kontaktes zwischen dem freien Ende 308 des Haltependels 300 und der Einweiserstruktur 524 einnimmt. Dabei vollzieht das Pendel 308 gemäß der Darstellung der Figuren 6A-6J eine Drehbewegung um seine Drehachse 306 im Uhrzeigersinn in der ersten Drehrichtung. Danach bewirkt die auf das Haltependel 300 wirkende Gewichtskraft eine Rückstellung des Haltependels 300 in die erste Stellung, die in den Figuren 6J dargestellt ist und der Stellung der Figur 6B entspricht. Dabei findet wiederum eine Drehung des Haltependels 300 um seine Drehachse 306 gegen den Uhrzeigersinn in der zweiten Drehrichtung gemäß den Figuren 6J und 6A statt. Insgesamt ist mit der dritten Ausführungsform der Halteaufnahme 500 eine Führung des Haltependels 300 auf lediglich einer Seite der Halteaufnahme 500 und insbesondere eine Verrastung von Halteaufnahme 500 und Haltependel 300 in einer weitgehend vertikalen Ruhestellung des Haltependels 300 möglich, was einen optimierten Kraftfluss von der Hubvorrichtung 104, 204 auf die Fördervorrichtung 120, 220 ermöglicht.

In den Figuren 7A-7J ist eine weitere vierte Ausführungsform einer Haltependel-Halteaufnahme-Kombination gezeigt. Diese Kombination weist neben dem bereits in den vorhergehenden Ausführungsformen beschriebenem Haltependel 300 eine alternativ ausgeführte Halteaufnahme 600 auf. Merkmale der Halteaufnahme 600, die gleich oder vergleichbar zu denen der vorhergehend beschriebenen ersten, zweiten und dritten Ausführungsform sind, werden mit Bezugszeichen bezeichnet, zu denen 100 bzw. 200 addiert worden ist. Bei dem in den Figuren 6A-6J dargestellten Bewegungsablauf der dritten Ausführungsform erfolgt eine Rückstellung des Haltependels 300 durch die Gewichtskraft. Im Unterschied hierzu ist die in den Figuren 7A-7J dargestellte vierte Ausführungsform ausschließlich zwangsgeführt, d.h., eine Bewegung des Haltependels 300 findet ausschließlich durch Führungsbahnen bzw. -konturen statt. Eine Rückstellung durch die Gewichtskraft ist nicht vorgesehen.

Die vierte Ausführungsform der Figuren 7A-7J weist eine Halteaufnahme 600 auf, die vergleichbar mit der Halteaufnahme 500 der Figuren 6A-6J eine Führung des Haltependels 300 auf lediglich einer Seite der Bewegungsrichtungen 106, 206, 1 12, 212 und entsprechend auf nur einer Seite der Halteaufnahme 600 vorsieht. Die Halteaufnahme 600 selbst weist keine erste Führungsbahn 402 auf, mit der eine Drehung des Haltependels 300 im Uhrzeigersinn in der ersten Drehrichtung um die Drehachse 306 bewirkt werden könnte. Es ist eine Verbindungskontur 612 vorgesehen, die im Wesentlichen parallel zu der Bewegungsrichtung der Halteaufnahme 600 verläuft. In gleicher Weise wie bei den vorhergehend beschriebenen Ausführungsformen ist eine Aufnahmekontur 606 vorhanden, die mit dem freien Ende 308 des Haltependels 300 so zusammenwirkt, dass eine Abstützung oder Verrastung zwischen Haltependel 300 und Halteaufnahme 600 stattfinden kann.

Neben der eigentlichen Halteaufnahme 600 sind zwei Einweiserstrukturen 630, 632 vorhanden. Die erste Einweiserstruktur 630 erfüllt ihre Funktion bei einer Abwärtsbewegung der Halteaufnahme 600 in Absenkrichtung 1 12, 212, um das Haltependel wieder in die Grundstellung um dessen Drehachse 306 gegen die Uhrzeigerrichtung in der zweiten Drehrichtung gemäß der Darstellung der Figuren 7I-7J zu drehen. Hierfür weist die Einweiserstruktur 630 eine Einweiserbahn 631 auf, die schräg zur Bewegungsrichtung der Halteaufnahme 600 bzw. der Hubvorrichtung 104, 204 ausgerichtet ist. Die zweite Einweiserstruktur 632 erfüllt eine zweifache Funktion: Eine erste Einweiserbahn 634 der zweiten Einweiserstruktur 632 ist so schräg zur Bewegungsrichtung der Halteaufnahme 600 bei einer Bewegung in Absenkrichtung 1 12, 212 angeordnet, dass eine Drehung des Haltependels 300 um seine Drehachse 306 weg von der Grundstellung in eine Verrast- oder Abstützstellung stattfindet. Diese Drehung entspricht in der Figuren 7B-7D einer Drehung des Haltependels 300 entgegen dem Uhrzeigersinn in der zweiten Drehrichtung. Eine zweite Einweiserbahn 636 der Einweiserstruktur 632 ist so schräg zur Bewegungsrichtung der Halteaufnahme 600 bei einer Bewegung der Halteaufnahme in Absenkrichtung 1 12, 212 angeordnet, dass bei einem Kontakt des freien beweglichen Endes 308 des Haltependels 300 mit der zweiten Einweiserbahn 636 der Einweiserstruktur 632 das Haltependel aus der Abstütz- oder Verraststellung weg im Uhrzeigersinn in der ersten Drehrichtung gedreht wird. Bei einer Fortsetzung der Absenkbewegung der Halteaufnahme 600 trifft das freie Ende des Haltependels auf die Einweiserbahn 631 der ersten Einweiserstruktur 630.

Auf eine ausführliche Beschreibung des Bewegungszyklus wird aufgrund der weitgehenden Ähnlichkeiten verzichtet. Es wird im Folgenden vorrangig auf die Unterschiede im Bewegungsablauf von Haltependel 300 und Halteaufnahme 600 eingegangen.

Figur 7A zeigt die Ausgangs- oder Grundstellung des Haltependels 300. In der Grundstellung der vierten Ausführungsform befindet sich das Haltependel 300 nicht exakt in einer vertikalen Ausrichtung. Dies ist aber lediglich willkürlich. Es könnte auch eine exakt vertikale Ausrichtung oder eine andere Grundstellung gewählt werden, bei der das Haltependel 300 einen größeren Winkel oder einen Winkel mit einem anderen Vorzeichen mit der Vertikalen einschließt. Im Verlauf von den Figuren 7A zu Figur 7C vollzieht die Halteaufnahme 600 ein Aufwärtsbewegung, hervorgerufen durch eine Hubbewegung entlang einer Hubrichtung 106, 206 der Hubvorrichtung 104, 204, mit der die Halteaufnahme 600 fest

verbunden ist. Während dieser Bewegung wird das Haltependel 300 durch die Einweiserstruktur 632 in seine Verrast- oder Abstützstellung gebracht, die es in Figur 7C nimmt. Zwischen Figur 7C und 7D hat die Halteaufnahme 600 eine Bewegung in Absenkrichtung 1 12, 212 durchgeführt, so dass sich das freie Ende 308, beispielsweise ein daran angebrachte Rolle 310 oder ein dort befindlicher Stift oder Zapfen, mit der Aufnahmekontur 606 der Haltaufnahme in Eingriff befindet.

In den Figuren 7E und 7F ist eine Entriegelungs- oder Freigabebewegung dargestellt, während der sich die Halteaufnahme in einer Aufwärtsbewegung in Hubrichtung 106, 206 befindet. Während dieser Bewegung führt der zweite Schenkel 610 der Aufnahmekontur 606, der bei dieser vierten Ausführungsform deutlich länger als der zweite Schenkel 410 der ersten Ausführungsform ausgeführt ist, das freie Ende 306 und dreht das Haltependel 300 in Richtung der Grundstellung, was in der Darstellung der Figuren 7E-7F einer Drehung des Haltependels 300 in Uhrzeigerrichtung in der ersten Drehrichtung entspricht. Mit Erreichen der Stellung des Haltependels 300 und der Halteaufnahme 600 wie in Figur 7F dargestellt kann eine Bewegung der Halteaufnahme 600 in Hubrichtung 106, 206 fortgesetzt werden, ohne dass eine weitere Drehung des Haltependels 300 durchgeführt werden würde. Dies ist in Figur 7G abgebildet.

Findet hingegen eine Umkehrung der Bewegungsrichtung statt und bewegt sich die Halteaufnahme 600 stattdessen in Absenkrichtung 1 12, 212, so gelangt das freie Ende 308 des Haltependels 300 mit der zweiten Einweiserbahn 636 in Kontakt. Dies ist in den Figuren 7H-7J dargestellt. Die Einweiserbahn 636 bewirkt eine Drehung des Haltependels 300 weg von der Verrast- oder Abstützstellung, was in den Figuren 7H-7I einer Drehung des Haltependels 300 im Uhrzeigersinn in der ersten Drehrichtung entspricht. Diese Drehung wäre an und für sich nicht notwendig, da sich das Haltependel 300 ohne mit der Aufnahmekontur 606 zu verrasten an der Halteaufnahme 600 vorbeibewegen würde, ist aber der Notwendigkeit des Vorhandenseins der Einweiserbahn 634 geschuldet.

Um diese Drehung wieder rückgängig zu machen und das Haltependel 300 nach Passieren der Halteaufnahme 600 wieder in die Grundstellung zu bewegen, ist die Einweiserstruktur 630, insbesondere deren Einweiserbahn 631 vorgesehen. Die Einweiserstruktur 630 dreht das Haltependel 300 um dessen Drehachse 306 wieder in die Grundstellung, die in den Figuren 7A und 7J abgebildet ist. Diese Drehung entspricht in den genannten Figuren einer Drehung gegen den Uhrzeigersinn in der zweiten Drehrichtung.

Insgesamt ergibt sich somit eine einfache und zuverlässige Haltependel-Halteaufnahme-Kombination.