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1. (WO2017001119) NIEDERHALTER ZUR FIXIERUNG VON BATTERIEZELLEN IN EINEM BATTERIESUBMODUL UND BATTERIESUBMODUL
Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

Beschreibung

Titel

Niederhalter zur Fixierung von Batteriezellen in einem Batteriesubmodul und Batteriesubmodul

Die Erfindung betrifft einen Niederhalter zur Fixierung von Batteriezellen in einem Batteriesubmodul, sowie ein Batteriesubmodul, welches einen

erfindungsgemäßen Niederhalter umfasst.

Stand der Technik

Elektrische Energie ist mittels Batterien speicherbar. Batterien wandeln chemische Reaktionsenergie in elektrische Energie um. Hierbei werden

Primärbatterien und Sekundärbatterien unterschieden. Primärbatterien sind nur einmal funktionsfähig, während Sekundärbatterien, die auch als Akkumulator bezeichnet werden, wieder aufladbar sind. Eine Batterie umfasst dabei eine oder mehrere Batteriezellen.

In einem Akkumulator finden insbesondere sogenannte Lithium-Ionen-Batteriezellen Verwendung. Diese zeichnen sich unter anderem durch hohe Energiedichten, thermische Stabilität und eine äußerst geringe Selbstentladung aus. Lithium-Ionen-Batteriezellen kommen unter anderem in Kraftfahrzeugen, insbesondere in Elektrofahrzeugen (Electric Vehicle, EV), Hybridfahrzeugen (Hybride Electric Vehicle, H EV) sowie Plug-In-Hybridfahrzeugen (Plug-In-Hybride Electric Vehicle, PH EV) zum Einsatz.

Eine gattungsgemäße Batteriezelle ist beispielsweise in der DE 10 2012 217 451 AI offenbart. Die Batteriezelle weist ein Zellengehäuse auf, welches

beispielsweise aus einem Metall gefertigt ist. Das Zellengehäuse ist prismatisch, insbesondere quaderförmig, ausgestaltet und druckfest ausgebildet. Die

Batteriezelle weist dabei ein positives Terminal und ein negatives Terminal zur elektrischen Kontaktierung auf.

Mehrere Batteriezellen werden zu einem Batteriesubmodul zusammengefasst und elektrisch miteinander verschaltet. Dazu werden die Batteriezellen in einem gemeinsamen Gehäuse oder Kasten angeordnet, und die Terminals der

Batteriezellen werden mittels Zellverbinder miteinander verbunden. Mehrere Batteriesubmodule bilden eine Batterie.

Um zu verhindern, dass Batteriezellen sich durch Stöße, beispielsweise beim Transport, relativ zueinander bewegen, was zu einem Abreißen der Zellverbinder führen könnte, sind Niederhalter bekannt, welche die Batteriezellen in dem Batteriesubmodul in ihrer Position fixieren.

Aus der US 2012/0244397 AI ist ein Batteriemodul mit mehreren Batteriezellen bekannt. Das Batteriemodul umfasst einen gitterartigen Rahmen zur Aufnahme der Batteriezellen und Haltebänder zur Fixierung der Batteriezellen in dem Rahmen.

Auch aus der US 2012/0177970 AI ist ein Batteriemodul bekannt, welches mehrere Batteriezellen aufweist, die in einem gitterartigen Rahmen angeordnet und fixiert sind.

Aus der US 02014/0255750 AI ist ebenfalls ein Batteriemodul mit mehreren Batteriezellen bekannt, welche mittels Zellverbindern miteinander verbunden sind.

In der US 2014/0349152 AI ist eine Batteriezelle mit einem metallischen

Gehäuse offenbart. Die Terminals der Batteriezelle sind dabei mittels Isolatoren von dem metallischen Gehäuse isoliert.

Offenbarung der Erfindung

Es wird ein Niederhalter zur Fixierung von Batteriezellen in einem

Batteriesubmodul vorgeschlagen, welcher Positionierungselemente zur

Positionierung des Niederhalters relativ zu den Batteriezellen sowie

Führungselemente zur Führung von die Batteriezellen verbindenden

Zellverbindern, umfasst. Dadurch sind eine Vertikalbewegung von einzelnen

Batteriezellen relativ zueinander und ein Abreißen von Zellverbindern

unterbunden.

Erfindungsgemäß sind in einem Zentralbereich des Niederhalters von einer Oberseite bis zu einer Unterseite durchgehende Entgasungsöffnungen vorgesehen, wobei an der Unterseite des Niederhalters Dichtungselemente vorgesehen sind, welche die Entgasungsöffnungen umgeben. Ein solches Dichtungselement dient bei Anlage an eine Batteriezelle zur seitlichen

Abdichtung der Entgasungsöffnung.

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind an der Oberseite des Niederhalters Toleranzausgleichselemente vorgesehen. Die

Toleranzausgleichselemente gewährleisten einen Toleranzausgleich zwischen den Batteriezellen und einem darüber angeordneten weiteren Batteriesubmodul.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind

Kabelführungen zur Führung von elektrischen Kabeln vorgesehen.

Vorzugsweise sind die Führungselemente als von der Oberseite bis zu der Unterseite durchgehende Führungsöffnungen ausgestaltet. Die

Führungsöffnungen dienen dabei zur Aufnahme der Zellverbinder.

Vorteilhaft umfassen die Führungselemente mindestens eine erste Stufe zur Auflage der Zellverbinder und eine zweite Stufe. Durch die zweite Stufe sind Kriechstrecken zwischen benachbarten Zellverbindern vergrößert.

Es wird auch ein Batteriesubmodul vorgeschlagen, welches mehrere

Batteriezellen und die Batteriezellen verbindende Zellverbinder sowie mindestens einen erfindungsgemäßen Niederhalter zur Fixierung der Batteriezellen umfasst.

Vorzugsweise liegen die Dichtungselemente des Niederhalters auf den

Batteriezellen auf.

Vorteilhaft weisen die Batteriezellen Berstöffnungen auf, welche von den

Dichtungselementen des Niederhalters umgeben sind.

Die Zellverbinder greifen vorzugsweise in Führungselemente des Niederhalters ein.

Ein erfindungsgemäßes Batteriesubmodul findet vorteilhaft Verwendung in einem Elektrofahrzeug (EV), in einem Hybridfahrzeug (H EV), in einem Plug-In-Hybridfahrzeug (PH EV), in einer stationären Batterie oder in einer Batterie in einer marinen Anwendung.

Vorteile der Erfindung

Der erfindungsgemäße Niederhalter gestattet ein Vergießen der Batteriezellen innerhalb eines Submodulkastens des Batteriesubmoduls, ohne die

Berstöffnungen der Batteriezellen mit der Vergussmasse zu benetzen. Somit ist ein Abzug von aus den Batteriezellen austretenden Gasen durch die

Entgasungsöffnungen hindurch möglich.

Durch Einbringen der zweiten Stufe in die Führungsöffnungen des Niederhalters sind Kriechstrecken zwischen benachbarten Zellverbindern vergrößert. Dadurch wird die Gefahr von Kurzschlüssen, insbesondere bei Betauung oder

Wasseransammlung zwischen den Terminals, vermindert.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Ausführungsformen der Erfindung werden anhand der Zeichnungen und der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.

Es zeigen:

Figur 1: eine Explosionsdarstellung einer Batteriezelle,

Figur 2: eine Explosionsdarstellung eines Batteriesubmoduls,

Figur 3: eine perspektivische Darstellung eines Niederhalters von seiner

Unterseite,

Figur 4: eine perspektivische Darstellung des Niederhalters aus Figur 3 von seiner Oberseite,

Figur 5: eine perspektivische Darstellung eines Batteriesubmoduls,

Figur 6: eine vergrößerte Darstellung eines Teils des Batteriesubmoduls aus

Figur 5,

Figur 7: eine vergrößerte Darstellung eines Teils eines Niederhalters gemäß einer Abwandlung und

Figur 8: eine vergrößerte Darstellung eines Teils des Niederhalters gemäß der Abwandlung aus Figur 7 mit Zellverbindern.

Ausführungsformen der Erfindung

Eine in Figur 1 dargestellte Batteriezelle 2 umfasst ein Zellengehäuse 11, welches prismatisch, vorliegend quaderförmig, ausgebildet ist. Das

Zellengehäuse 11 ist vorliegend elektrisch leitend ausgeführt und beispielsweise aus Aluminium gefertigt. Das Zellengehäuse 11 umfasst einen quaderförmigen Behälter 13, welcher an einer Seite eine Behälteröffnung 14 aufweist. Die Behälteröffnung 14 wird durch eine Deckelanordnung 15 verschlossen, welche unter anderem eine Deckplatte 23 umfasst. Der quaderförmigen Behälter 13 und die Deckplatte 23 des Zellengehäuses 11 sind dabei jeweils elektrisch leitend ausgeführt und beispielsweise aus Aluminium gefertigt.

Die Batteriezelle 2 umfasst ein negatives Terminal 21 und ein positives Terminal 22. Über die Terminals 21, 22 kann eine von der Batteriezelle 2 zur Verfügung gestellte Spannung abgegriffen werden. Ferner kann die Batteriezelle 2 über die Terminals 21, 22 auch geladen werden. Die Terminals 21, 22 sind beabstandet voneinander auf der Deckplatte 23 des prismatischen Zellengehäuses 11 angeordnet.

Innerhalb des Zellengehäuses 11 der Batteriezelle 2 ist ein Elektrodenwickel 3 angeordnet, welcher zwei Elektroden, nämlich eine Anode 5 und eine in dieser Darstellung nicht sichtbare Kathode, aufweist. Die Anode 5 und die Kathode sind jeweils folienartig ausgeführt und unter Zwischenlage eines in dieser Darstellung nicht sichtbaren Separators zu dem Elektrodenwickel 3 gewickelt. Der Separator ist dabei elektrisch isolierend ausgebildet, aber ionisch leitfähig, also für

Lithiumionen durchlässig.

Die Anode 5 umfasst ein anodisches Aktivmaterial, welches folienartig ausgeführt ist. Das anodische Aktivmaterial weist als Grundstoff Silizium oder eine Silizium enthaltende Legierung auf. Die Anode 5 umfasst ferner einen Stromableiter 4, welcher ebenfalls folienartig ausgebildet ist. Das anodische Aktivmaterial und der Stromableiter 4 der Anode 5 sind flächig aneinander gelegt und miteinander verbunden. Der Stromableiter 4 der Anode 5 ist elektrisch leitfähig ausgeführt und aus einem Metall gefertigt, beispielsweise aus Kupfer. Der Stromableiter 4 der Anode 5 steht auf einer ersten Schmalseite über einen Rand des

Elektrodenwickels 3 über und ist mit einem ersten Kollektor 7 verbunden. Über den ersten Kollektor 7 ist der Stromableiter 4 der Anode 5 elektrisch mit dem negativen Terminal 21 der Batteriezelle 2 verbunden.

Die Kathode umfasst ein kathodisches Aktivmaterial, welches folienartig ausgeführt ist. Das kathodische Aktivmaterial weist als Grundstoff ein Metalloxid auf, beispielsweise Lithium-Kobalt-Oxid (UC0O2). Die Kathode umfasst ferner einen Stromableiter, welcher ebenfalls folienartig ausgebildet ist. Das

kathodische Aktivmaterial und der Stromableiter sind flächig aneinander gelegt und miteinander verbunden. Der Stromableiter der Kathode ist elektrisch leitfähig ausgeführt und aus einem Metall gefertigt, beispielsweise aus Aluminium. Der Stromableiter der Kathode steht auf einer zweiten Schmalseite, welche der ersten Schmalseite gegenüber liegt, über einen Rand des Elektrodenwickels 3 über und ist mit einem zweiten Kollektor 9 verbunden. Über den zweiten Kollektor 9 ist der Stromableiter der Kathode elektrisch mit dem positiven Terminal 22 der Batteriezelle 2 verbunden.

Der erste Kollektor 7, welcher sich innerhalb des Zellengehäuses 11 befindet, ist mittels einer ersten Kontaktanordnung 18 mit dem negativen Terminal 21 verbunden, welches sich außerhalb des Zellengehäuses 11 befindet. Der zweite Kollektor 9, welcher sich innerhalb des Zellengehäuses 11 befindet, ist mittels einer zweiten Kontaktanordnung 19 mit dem positiven Terminal 22 verbunden, welches sich außerhalb des Zellengehäuses 11 befindet.

Das Zellengehäuse 11 der Batteriezelle 2 ist mit einem flüssigen Elektrolyt gefüllt. Der Elektrolyt umgibt die Anode 5, die Kathode und den Separator. Auch der Elektrolyt ist ionisch leitfähig. Der Elektrolyt wird nach dem Zusammenbau des Zellengehäuses 11 durch eine Einfüllöffnung 26 in der Deckplatte 23 in das

Zellengehäuse 11 eingefüllt. Danach wird die Einfüllöffnung 26 mittels eines nicht dargestellten Dichtstopfens verschlossen.

Der erste Kollektor 7 ist mit einem ersten Anschlussbolzen 61 verbunden, welcher auf einer dem Elektrodenwickel 3 abgewandten Seite von dem ersten

Kollektor 7 weg ragt. Der erste Anschlussbolzen 61 durchragt dabei eine erste Decköffnung 24 in der Deckplatte 23 der Deckelanordnung 15 und ist an seinem dem ersten Kollektor 7 abgewandten Ende mit dem negativen Terminal 21 verbunden.

Der zweite Kollektor 9 ist mit einem zweiten Anschlussbolzen 62 verbunden, welcher auf einer dem Elektrodenwickel 3 abgewandten Seite von dem zweiten Kollektor 9 weg ragt. Der zweite Anschlussbolzen 62 durchragt dabei eine zweite Decköffnung 25 in der Deckplatte 23 der Deckelanordnung 15 und ist an seinem dem zweiten Kollektor 9 abgewandten Ende mit dem positiven Terminal 22 verbunden.

Die Deckelanordnung 15 umfasst vorliegend eine Potentialplatte 17, welche elektrisch leitfähig ausgeführt ist, und welche zwischen der Deckplatte 23 und dem negativen Terminal 21 angeordnet ist. Die Potentialplatte 17 verbindet die

Deckplatte 23 elektrisch mit dem negativen Terminal 21. Somit liegt das

Zellengehäuse 11 auf dem gleichen elektrischen Potential wie das negative Terminal 21.

Die Deckelanordnung 15 umfasst ferner eine Verbindungsplatte 32, welche ebenfalls elektrisch leitfähig ausgeführt ist, und welche zwischen der Deckplatte 23 und dem positiven Terminal 22 angeordnet ist. Die Verbindungsplatte 32 ist elektrisch mit dem positiven Terminal 22 verbunden. Auf der der Deckplatte 23 abgewandten Seite der Verbindungsplatte 32, seitlich neben dem positiven Terminal 22, ist ferner eine Verbindungsplattenisolierung 35 angebracht, vorliegend aufgeklebt.

Zwischen der Deckplatte 23 und der Verbindungsplatte 32 ist ein

Abstandsisolator 40 vorgesehen, welcher die Deckplatte 23 elektrisch von der Verbindungsplatte 32 und dem positiven Terminal 22 isoliert. Der

Abstandsisolator 40 weist eine Durchgriffsöffnung 44 auf, welche von dem zweiten Anschlussbolzen 62 durchragt wird.

Die Deckelanordnung 15 umfasst auch eine Deckenplattenisolierfolie 36, welche auf der dem Behälter 13 abgewandten Seite der Deckplatte 23 aufgeklebt ist. Die Deckenplattenisolierfolie 36 weist eine erste Folienöffnung 37 auf, welche von dem negativen Terminal 21 und der Potentialplatte 17 durchragt wird. Die Deckenplattenisolierfolie 36 weist auch eine zweite Folienöffnung 38 auf, auf deren Funktion später eingegangen wird. Die Deckenplattenisolierfolie 36 weist auch eine dritte Folienöffnung 39 auf, welche von dem positiven Terminal 22, der Verbindungsplatte 32, der Verbindungsplattenisolierung 35 und dem

Abstandsisolator 40 durchragt wird.

Zwischen der Deckplatte 23 und dem ersten Kollektor 7 ist ein erster

Anschlussisolator 46 vorgesehen, welcher die Deckplatte 23 elektrisch von dem ersten Kollektor 7 isoliert. Der erste Anschlussisolator 46 weist eine erste

Isolatoröffnung 56 auf, welche der erste Anschlussbolzen 61 durchgreift.

Zwischen der Deckplatte 23 und dem zweiten Kollektor 9 ist ein zweiter

Anschlussisolator 47 vorgesehen, welcher die Deckplatte 23 elektrisch von dem zweiten Kollektor 9 isoliert. Der zweite Anschlussisolator 47 weist eine zweite Isolatoröffnung 57 auf, welche der zweite Anschlussbolzen 62 durchgreift.

Ein erster Dichtring 51 ist zwischen dem ersten Anschlussbolzen 61 und der Deckplatte 23 angeordnet. Der erste Dichtring 51 ist dabei um den ersten Anschlussbolzen 61 herum gelegt und befindet sich in der ersten Decköffnung 24 der Deckplatte 23. Der erste Dichtring 51 isoliert den ersten Anschlussbolzen 61 elektrisch von der Deckplatte 23. Zusätzlich dichtet der erste Dichtring 51 die erste Decköffnung 24 luftdicht und flüssigkeitsdicht ab. Somit ist insbesondere ein Eindringen von Feuchtigkeit durch die erste Decköffnung 24 in das

Zellengehäuse 11 hinein, sowie ein Austreten von Elektrolyt durch die erste Decköffnung 24 aus dem Zellengehäuse 11 heraus verhindert.

Ein zweiter Dichtring 52 ist zwischen dem zweiten Anschlussbolzen 62 und der Deckplatte 23 angeordnet. Der zweite Dichtring 52 ist dabei um den zweiten Anschlussbolzen 62 herum gelegt und befindet sich in der zweiten Decköffnung 25 der Deckplatte 23. Der zweite Dichtring 52 isoliert den zweiten

Anschlussbolzen 62 elektrisch von der Deckplatte 23. Zusätzlich dichtet der zweite Dichtring 52 die zweite Decköffnung 25 luftdicht und flüssigkeitsdicht ab. Somit ist insbesondere ein Eindringen von Feuchtigkeit durch die zweite

Decköffnung 25 in das Zellengehäuse 11 hinein, sowie ein Austreten von Elektrolyt durch die zweite Decköffnung 25 aus dem Zellengehäuse 11 heraus verhindert.

Die Deckplatte 23 des Zellengehäuses 11 umfasst ferner eine Berstöffnung 33, welche von einer Berstscheibe 34 verschlossen ist. Im Falle eines Überdrucks innerhalb des Zellengehäuses 11 öffnet die Berstscheibe 34, wodurch der Überdruck durch die Berstöffnung 33 nach außen entweichen kann. Dadurch wird ein Bersten des Zellengehäuses 11 verhindert. Die Berstöffnung 33 in der Deckplatte 23 fluchtet dabei mit der zweiten Folienöffnung 38 in der

Deckenplattenisolierfolie 36.

Die Batteriezelle 2 weist vorliegend auch eine Überladungsschutzvorrichtung (Over Charge Safety Device, OSD) auf. Die Überladungsschutzvorrichtung umfasst eine in der Deckplatte 23 des Zellengehäuses 11 vorgesehene OSD-Öffnung 29, welche von einer OSD-Membran 28 verschlossen ist. Die OSD-Membran 28 ist als dünne Metallfolie ausgeführt. Im Falle eines Überdrucks innerhalb des Zellengehäuses 11, welcher beispielsweise durch einen

Temperaturanstieg infolge einer Überladung der Batteriezelle 2 eintreten kann, verformt sich die OSD-Membran 28 und berührt dabei die Verbindungsplatte 32. Der Abstandsisolator 40 weist dazu eine Kurzschlussöffnung 42 auf, welche die OSD-Membran 28 bei einer Verformung durchgreifen kann. Dadurch entsteht ein Kurzschluss zwischen dem Zellengehäuse 11 und dem zweiten Kollektor 9, wodurch ein Ladevorgang der Batteriezelle 2 unterbrochen wird.

In Figur 2 ist eine Explosionsdarstellung eines Batteriesubmoduls 70 gezeigt. Das Batteriesubmodul 70 umfasst mehrere, vorliegend zwölf, Batteriezellen 2, welche innerhalb eines Submodulkastens 72 angeordnet sind. Nach dem

Einsetzen der Batteriezellen 2 in den Submodulkasten 72 wird dieser mit einer Vergussmasse 78 ausgegossen, welche danach die Batteriezellen 2 umgibt.

Die Terminals 21, 22 der Batteriezellen 2 sind mittels Zellverbindern 80 elektrisch miteinander verbunden. Zum elektrischen Anschluss des Batteriesubmoduls 70 dienen Stromschienen 73, welche mit dem negativen Terminal 21 einer

Batteriezelle 2 und dem positiven Terminal 22 einer anderen Batteriezelle 2 verbunden sind.

Mittels zweier Niederhalter 100 sind die Batteriezellen 2 in dem Submodulkasten 72 des Batteriesubmoduls 70 fixiert. Auf den Niederhaltern 100 liegen

Abdeckungen 71 auf. Zwischen den Abdeckungen 71 und den Niederhaltern 100 ist ein Kabelbaum 154 verlegt. Der Kabelbaum 154 umfasst einzelne Kabel 152, welche an die Zellverbinder 80 angeschlossen sind.

In Figur 3 ist eine perspektivische Darstellung eines Niederhalters 100 von seiner Unterseite 106 gezeigt. Der Niederhalter 100 umfasst Positionierungselemente 110 zur Positionierung des Niederhalters 100 relativ zu den Batteriezellen 2. Ferner umfasst der Niederhalter 100 Führungselemente 120 zur Führung der Zellverbinder 80. Die Führungselemente 120 sind dabei als von der Unterseite 106 bis zu einer gegenüberliegenden Oberseite 104 durchgehende

Führungsöffnungen ausgestaltet.

In einem Zentralbereich 102 sind von der Unterseite 106 bis zu der Oberseite 104 durchgehende Entgasungsöffnungen 130 vorgesehen. An der Unterseite 106 sind Dichtungselemente 132 angebracht, welche die Entgasungsöffnungen 130 umgeben.

In Figur 4 ist eine perspektivische Darstellung des Niederhalters 100 aus Figur 3 von seiner Oberseite 104 gezeigt. An der Oberseite 104 sind

Toleranzausgleichselemente 140 angeordnet. Die Toleranzausgleichselemente 140 sind dabei flexibel oder kompressibel ausgebildet und stehen zumindest annähernd rechtwinklig von der Oberseite 104 des Niederhalters 100 ab.

In Figur 5 ist ein zusammen gebautes Batteriesubmodul 70 perspektivisch dargestellt. Das Batteriesubmodul 70 umfasst dabei die in Figur 2 bereits

gezeigten und beschriebenen Komponenten, wobei die Abdeckungen 71 nicht dargestellt sind.

Die beiden Niederhalter 100 sind derart auf die Batteriezellen 2 aufgesetzt, dass die Entgasungsöffnungen 130 die Berstöffnungen 33 umgeben. Die hier nicht sichtbaren Dichtungselemente 132 liegen dabei auf den Deckplatten 23 der Batteriezellen 2 auf.

An jeden Zellverbinder 80 ist ein Kabel 152 angeschlossen. Die Kabel 152 sind zu dem Kabelbaum 154 zusammengelegt, und der Kabelbaum 154 ist aus dem

Submodulkasten 72 heraus geführt. An den Niederhaltern 100 sind

Kabelführungen 150 angebracht, welche zur Führung der Kabel 152 sowie des Kabelbaums 154 dienen.

In Figur 6 ist ein Teil des Batteriesubmoduls 70 aus Figur 5 in einer vergrößerten

Darstellung gezeigt. Die Entgasungsöffnungen 130 des gezeigten Niederhalters 100 umgeben die Berstöffnungen 33 der darunter liegenden Batteriezellen 2. Die Dichtungselemente 132 liegen auf den Deckplatten 23 der Batteriezellen 2 auf. Beim Vergießen der Batteriezellen 2 innerhalb des Submodulkastens 72 mit der Vergussmasse 78 verhindern die Dichtungselemente 132, dass Vergussmasse

78 die Berstöffnungen 33 der Batteriezellen 2 benetzt und verschließt.

In Figur 7 ist eine vergrößerte Darstellung eines Teils eines Niederhalters 100 gemäß einer Abwandlung gezeigt. Die als Führungsöffnungen ausgebildeten Führungselemente 120 umfassen dabei jeweils eine erste Stufe 121, welche zur

Auflage der Zellverbinder 80 dient. Die Führungselemente 120 umfassen ferner je eine zweite Stufe 122, welche zwischen der ersten Stufe 121 und der Oberseite 104 angeordnet ist.

In Figur 8 ist eine vergrößerte Darstellung des Teils des Niederhalters 100 gemäß der Abwandlung aus Figur 7 mit Zellverbindern 80 dargestellt. Die Zellverbinder 80 liegen jeweils auf der ersten Stufe 121 der Führungselemente 120 auf. Die ersten Stufe 121 sind dabei von den Zellverbindern 80 verdeckt. Die Zellverbinder 80 greifen somit in die Führungselemente 120 des Niederhalters 100 ein.

Die Erfindung ist nicht auf die hier beschriebenen Ausführungsbeispiele und die darin hervorgehobenen Aspekte beschränkt. Vielmehr ist innerhalb des durch die Ansprüche angegebenen Bereichs eine Vielzahl von Abwandlungen möglich, die im Rahmen fachmännischen Handelns liegen.