In Bearbeitung

Bitte warten ...

Einstellungen

Einstellungen

Gehe zu Anmeldung

1. WO2015003706 - LAGERANORDNUNG FÜR EIN PLANETENGETRIEBE EINER WINDKRAFTANLAGE

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Bezeichnung der Erfindung

Lageranordnung für ein Planetengetriebe einer Windkraftanlage

Beschreibung

Gebiet der Erfindung

Die Erfindung betrifft eine für ein Planetengetriebe, insbesondere einer Wind-kraftanlage, vorgesehene Lageranordnung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 .

Eine gattungsgemäße Lageranordnung ist beispielsweise aus der EP 1 431 575 A2 bekannt. Die Lageranordnung ist Teil eines Planetengetrie-bes und dient der Lagerung eines Planetenträgers in einem Getriebegehäuse. Der Planetenträger ist über eine Hohlwelle mit der Rotorwelle einer Windkraftanlage verbunden. Einzelheiten der Lager zur drehbaren Lagerung der Hohlwelle sowie des Planetenträgers in dem Getriebegehäuse sind in der EP 1 431 575 A2 nicht angegeben.

Eine weitere Lageranordnung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 ist in der DE 198 57 914 B4 offenbart. Auch in diesem Fall ist ein Planetenträger eines Planetengetriebes mit einem Rotor einer Windkraftanlage verbunden. Die Lagerung des Planetenträgers im Getriebegehäuse erfolgt mit zwei an den Stirn-Seiten des Planetenträgers angeordneten Lagern. Dem Planetengetriebe ist ein Stirnradgetriebe nachgeschaltet, an dessen Ausgang der Generator der Windkraftanlage angeschlossen ist.

Für die Hauptwellenlagerung in Windkraftanlagen kommen unterschiedliche Lagerkonzepte in Betracht, deren Auswahl auch von Art und Vorhandensein eines Getriebes der Windkraftanlage abhängt. Eine Windkraftanlage mit Drei-punktabstützung der Rotorwelle ist zum Beispiel aus der

DE 10 2006 037 890 B4 bekannt. Hierbei ist als Rotorhauptlager ein winkeleinstellbares Loslager, nämlich ein Toroidalrollenlager, vorgesehen, während ein Festlager in einem Planetengetriebe angeordnet ist, in welches die Rotorwelle Leistung einspeist.

Eine Windenergieanlage mit konzentrischer Getriebe / Generator-Anordnung und Zweipunktabstützung der Rotorwelle ist zum Beispiel aus der DE 102 42 707 B3 bekannt. Die Zweipunktabstützung soll hierbei dafür sorgen, dass aerodynamische Lasten und Massenbelastungen des Rotors in den Turm der Windenergieanlage eingeleitet werden, ohne über das Getriebe oder den Generator geleitet worden zu sein.

Aufgabe der Erfindung

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lageranordnung für eine Windenergieanlage mit Planetengetriebe anzugeben, welche sich sowohl durch eine gute Montierbarkeit als auch durch günstige mechanische Beanspruchungsverhältnisse auszeichnet.

Beschreibung der Erfindung

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Lageranordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 . Die Lageranordnung dient der Lagerung eines Planetenträgers in einem Planetengetriebe einer Windkraftanlage. Der Planetenträger ist mit einer Hohlwelle drehfest verbunden oder einstückig ausgebildet. Bei der Hohlwelle handelt es sich um die Hauptwelle der Windkraftanlage oder um eine mit der Hauptwelle gekoppelte Welle. Die Hauptwelle wiederum ist drehfest mit der Rotornabe verbunden, an welcher die Rotorblätter der Windkraftanlage gehalten sind. Das Planetengetriebe stellt somit die einzige Stufe oder Eingangsstufe einer ein- beziehungsweise mehrstufigen Getriebeanordnung einer Windkraftanlage dar.

Der mit der Rotordrehzahl rotierende Planetenträger ist in einem Getriebegehäuse der Windkraftanlage drehbar gelagert. Mehrere Planetenräder sind rotierbar am Planetenträger gelagert und kämmen mit einer Innenverzahnung, welche sich auf der Innenseite des Getriebegehäuses befindet und entweder durch dieses Gehäuse selbst oder durch ein mit dem Getriebegehäuse fest verbundenes Bauteil gebildet ist. Das Getriebegehäuse bildet somit das Hohlrad des Planetengetriebes. Ferner weist das Planetengetriebe ein ebenfalls mit den Planetenrädern kämmendes Sonnenrad auf, welches mit einer Abtriebswelle des Planetengetriebes fest verbunden oder einstückig ausgebildet ist. Diejenige Stirnseite des Planetenträgers, auf welcher sich die Hohlwelle befindet, wird als antriebsseitige Stirnseite bezeichnet. Bei der gegenüberliegenden Stirnseite handelt es sich um die abtriebsseitige Stirnseite des Planetenträgers.

Die Lagerung des Planetenträgers erfolgt auf seinen beiden Stirnseiten mit jeweils einem Zylinderrollenlager. Diese Zylinderrollenlager nehmen beim Betrieb der Windkraftanlage sowohl Radialkräfte, als auch Axialkräfte und Kippmomente auf. Besonders hohe Kräfte wirken auf die Zylinderrollenlager ein, wenn diese zumindest einen Teil der aerodynamischen Kräfte, welche über die Hauptwelle geleitet werden, abstützen. Doch selbst in Fällen, in denen Wind-kräfte und Gewichtskräfte des Rotors vollständig vom Getriebe der Windkraftanlage entkoppelt sind, haben die Zylinderrollenlager des Planetengetriebes beträchtlich, in unterschiedliche Richtungen wirkende Kräfte aufzunehmen. Hierbei kann ein nennenswertes Kippmoment insbesondere durch eine aus-gangsseitig an das Planetengetriebe angeschlossene Getriebe- und/oder Ge-neratoranordnung gegeben sein. Hinzu kommen Gewichtskräfte der Komponenten des Planetengetriebes selbst.

Zur Beherrschung der verschiedenen beim Betrieb der Windkraftanlage auftretenden Kräfte bei gleichzeitig gewahrter Montierbarkeit und Demontierbarkeit des Planetengetriebes sowie der weiteren, an dieses angeschlossenen kraftübertragenden Komponenten der Windkraftanlage sind die den Planetenträger lagernden Zylinderrollenlager folgendermaßen gestaltet:

Jedes Zylinderrollenlager weist einen Innenring mit zwei radial nach außen gerichteten Borden auf. Jeder Außenring weist dagegen lediglich auf seiner inneren, dem Planetenträger zugewandten Seite einen nach innen gerichteten Bord auf, während auf der axial äußeren, das heißt dem Planetenträger abgewandten Seite der Außenringe kein die Laufbahn für die Wälzkörper, das heißt Zylinderrollen, begrenzender Bord vorhanden ist. Das generatorseitige, das heißt abtriebsseitige Zylinderrollenlager, welches in einer Anlagenkonstellation, in welchen Windkräfte und Gewichtskräfte des Rotors vollständig vom Getriebe der Windkraftanlage entkoppelt sind, eine höhere Radiallast als das antriebsseitige Zylinderrollenlager aufzunehmen hat, ist gemäß dieser Gestaltung auch zur Aufnahme beim Betrieb auftretender Axialbelastungen geeignet. Die beiden Zylinderrollenlager, das heißt das erste, antriebsseitige Zylinderrollenlager einerseits und das zweite, abtriebsseitige Zylinderrollenlager andererseits, sind nicht notwendigerweise gleichen axialen und radialen Belastungen ausgesetzt.

Das antriebsseitige Zylinderrollenlager kann in der genannten Anlagenkonstellation, in welcher Windkräfte vom Zylinderrollenlager abgekoppelt sind, insgesamt schwächer als das abtriebsseitige Zylinderrollenlager ausgelegt werden. Diese Auslegung basiert auf der Überlegung, dass für die Leistungsfähigkeit eines Zylinderrollenlagers allgemein auch das Verhältnis von axialer zu radialer Lagerbelastung von Bedeutung ist, wobei ein möglichst kleiner Wert dieses Verhältnisses, das heißt eine möglichst kleine Axialkraft im Vergleich zur Radialkraft, angestrebt wird. Bei der erfindungsgemäßen Lageranordnung hat das-jenige Lager, welches die höheren Axialkräfte aufzunehmen hat, auch die höheren Radialkräfte aufzunehmen. Der Quotient zwischen Axialkraft und Radialkraft kann damit bei beiden Zylinderrollenlagern in gleich niedrigen Bereichen gehalten werden.

Insgesamt ist damit im Vergleich zum Stand der Technik die Leistungsfähigkeit der Lager besser ausnutzbar. Bei einer Verkippung des Planetenträgers im Getriebegehäuse treten zudem im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen ge-

ringere Belastungen am antriebsseiten Zylinderrollenlager auf, da Gleitkontakte zwischen Wälzkörpern und Borden reduziert sind.

In bevorzugter Ausgestaltung weist das antriebsseitige Zylinderrollenlager ei-nen größeren Durchmesser als das generatorseitige Zylinderrollenlager auf. Ein durch die mit dem umlaufenden Planetenträger mitrotierenden Mittelachsen aller Planetenräder beschriebener Zylinder weist in bevorzugter Ausgestaltung einen Durchmesser auf, welcher kleiner als der Teilkreisdurchmesser des an-triebseitigen Zylinderrollenlagers und größer als der Teilkreisdurchmesser des generatorseitigen Zylinderrollenlagers ist. Der Teilkreis eines Zylinderrollenlagers ist stets als der durch die Mittelpunkte der jeweiligen Wälzkörper gelegte Kreis definiert.

Der einzige Bord des Außenrings des ersten, antriebsseitigen Zylinderrollenla-gers stützt sich vorzugsweise an einer am Getriebegehäuse befestigten Scheibe ab. Diese Scheibe ist auf der Innenseite des Getriebegehäuses anordenbar und mit Hilfe von Stehbolzen am Getriebegehäuse befestigbar. Eine Mehrzahl an der Scheibe gehaltener, in Axialrichtung der Lageranordnung ausgerichteter Stehbolzen durchdringt hierbei das Getriebegehäuse, wobei jeder Stehbolzen auf der Außenseite des Getriebegehäuses mit einer Mutter festgeschraubt ist. Diese Befestigung der einen Anschlag für den Außenring des ersten Zylinderrollenlagers bildenden Scheibe am Getriebegehäuse ist vorzugsweise in einen Lagerdeckel integriert, welcher eine Komponente des Getriebegehäuses darstellt. Eine weitere Komponente des Getriebegehäuses ist ein im wesentlichen zylindrischer Gehäusemantel, welcher die Rotationsachse der Lageranordnung konzentrisch umgibt und mit dem Lagerdeckel verbunden, insbesondere verschraubt, ist. Der Gehäusemantel trägt auf seiner Innenseite direkt oder indirekt die Innenverzahnung, in welche die Planetenräder des Planetengetriebes eingreifen.

Abtriebsseitig weist das Getriebegehäuse eine weitere im Wesentlichen scheibenförmige, mit dem Gehäusemantel verbundene Gehäusekomponente auf,

welche eine zentrale Öffnung hat, durch die die Abtriebswelle des Planetengetriebes geführt ist. Die die Rotationsachse der Lageranordnung zentrisch umgebende Öffnung dieser Gehäusekomponente ist durch einen axial nach innen gerichteten, dem Planetenträger zugewandten Ringrand der Gehäusekompo-nente begrenzt. Zwischen diesem Ringrand und dem Innenring des zweiten Zylinderrollenlagers oder einem den Innenring fixierenden Haltering ist ein Ringspalt gebildet, welcher beim Betrieb des Planetengetriebes stets offen bleibt. Bei der Montage des Planetengetriebes kann sich dagegen der Innenring des zweiten Zylinderrollenlagers beziehungsweise der diesem vorgesetzte Haltering auf dem Ringrand des Getriebegehäuses abstützen.

Im Unterschied zum antriebsseitigen Lagerdeckel ist der stirnseitige Abschluss des Getriebegehäuses auf der Abtriebsseite vorzugsweise mehrlagig ausgeführt. Zusätzlich zur genannten, den inneren Ringrand aufweisenden Gehäu-sekomponente existiert hierbei ein ebenfalls eine Scheibenform beschreibendes Hilfsgehäuseteil, welches sich auf der Innenseite, das heißt der dem Planetenträger zugewandten Seite, der genannten, den Ringrand aufweisenden Gehäusekomponente befindet. Ebenso wie die mit dem Ringrand versehene Gehäusekomponente weist auch das dieser direkt benachbarte Hilfsgehäuse-teil eine zentrische Öffnung auf, die jedoch größer als die Öffnung der erstgenannten Gehäusekomponente ist. In der vergleichsweise großen Öffnung des Hilfsgehäuseteils ist der Außenring des zweiten Zylinderrollenlagers gehalten. Der einzige, innere, das heißt dem Planetenträger zugewandte, Bord des Außenrings stützt sich hierbei an einem nach innen gerichteten Stützflansch des Hilfsgehäuseteils ab. In einem radial weiter außen liegenden Bereich sind die genannte Gehäusekomponente sowie das Hilfsgehäuseteil vorzugsweise gemeinsam mit dem Gehäusemantel verschraubt.

Die Lageranordnung ist insbesondere für Windkraftanlagen, jedoch auch für andere Anwendungen, beispielsweise für stationäre Getriebe in Industrieanlagen oder für mobile Anwendungen, geeignet.

Kurze Beschreibung der Zeichnung

Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Hierin zeigen:

Fig. 1 in einer Schnittdarstellung eine Lageranordnung in einem Planetengetriebe einer Windkraftanlage,

Fig. 2 - 5 verschiedene Schritte der Montage der Lageranordnung nach

Fig. 1 .

Ausführliche Beschreibung der Zeichnung

Ein insgesamt mit dem Bezugszeichen 1 gekennzeichnetes Planetengetriebe einer Windkraftanlage, hinsichtlich dessen prinzipieller Funktion auf den eingangs zitierten Stand der Technik, insbesondere auf die EP 1 431 575 A2, verwiesen wird, weist folgende Komponenten auf:

Ein Getriebegehäuse 2 bildet das Hohlrad des Planetengetriebes 1 und weist zu diesem Zweck eine Innenverzahnung 3 auf. Mit der Innenverzahnung 3 kämmmen Planetenräder 4, welche auf einem rotierbaren Planetenträger 5 mittels Rollenlagerungen 6 gelagert sind. Die Rotationsachse des Plantenträ-gers 5 ist mit R bezeichnet und stellt zugleich die Symmetrieachse des gesamten Planetengetriebes 1 dar. Auf seiner in der Anordnung nach Figur 1 linken Seite geht der Planetenträger 5 einstückig in eine Hohlwelle 7 über. Die Hohlwelle 7 ist mit der Hauptwelle der Windkraftanlage fest verbunden oder identisch. Der Planetenträger 5 rotiert somit mit dem Rotor der Windkraftanlage mit. Die auf den Rotor wirkenden aerodynamischen Kräfte können in nicht dargestellter Weise von dem Planetengetriebe 1 entkoppelt sein. Die Rotorlagerung der Windkraftanlage ist zu diesem Zweck vorzugsweise in Form einer Zwei-punktabstützung gestaltet. Die Seite des Planetengetriebes 1 , auf welcher sich der Rotor der Windkraftanlage befindet - in der Anordnung nach Figur 1 links -wird als Antriebsseite AN bezeichnet.

Der Abtrieb vom Planetengetriebe 1 auf einen nicht dargestellten Generator, optional über ein weiteres, zwischengeschaltetes Getriebe, erfolgt durch ein konzentrisch zur Rotationsachse R angeordnetes Sonnenrad 8, welches mit den Planetenrädern 4 kämmt. Das Sonnenrad 8 setzt sich in Form einer Welle fort oder ist mit einer solchen verbunden und ragt abtriebsseitig aus dem Planetengetriebe 1 heraus. Die entsprechende Seite des Planetengetriebes 1 ist als Abtriebsseite AB bezeichnet.

Der Planetenträger 5 ist mittels zweier Zylinderrollenlager 9,10 im Getriebegehäuse 2 gelagert. Das in der Anordnung nach Figur 1 linke Zylinderrollenlager 9 wird als antriebsseitiges Zylinderrollenlager, das rechte Zylinderrollenlager 10 als abtriebsseitiges Zylinderrollenlager bezeichnet. Jedes Zylinderrollenlager 9,10 weist einen auf dem Planetenträger 5 gehaltenen Innenring 1 1 sowie einen im Getriebegehäuse 2 gehaltenen Außenring 12 auf. Zwischen den Lagerringen 1 1 ,12 rollen jeweils Zylinderrollen 13 als Wälzkörper ab. Ein nicht dargestellter Käfig kann zur Führung der Zylinderrollen 13 vorgesehen sein. Alternativ können die Zylinderrollenlager als vollrollige Lager ausgebildet sein. Beide Zylinderrollenlager 9,10 sind als einreihige Wälzlager ausgebildet.

Die Innenringe 1 1 der Zylinderrollenlager 9,10 weisen jeweils zwei Borde 14 auf. Dagegen weist jeder Außenring 12 nur einen einzigen Bord 15 auf. Dieser Bord 15 befindet sich jeweils auf der dem Innenraum des Getriebegehäuses 2 zugewandten Seite des Außenrings 12.

Während die Innenringe 1 1 der Zylinderrollenlager 9,10 auf der Antriebsseite AN und auf der Abtriebsseite AB jeweils in vergleichbarer Weise mit Hilfe eines Halterings 16 am Planetenträger 5 fixiert sind, weisen die Befestigungen der Außenringe 12 des ersten, antriebseitigen Zylinderrollenlagers 9 einerseits und des zweiten, abtriebseitigen Zylinerrollenlagers 10 andererseits erhebliche Unterschiede auf, wie im Folgenden erläutert wird.

Der Außenring 12 des Zylinderrollenlagers 9 auf der Antriebsseite AN ist durch eine Scheibe 17 am Getriebegehäuse 2 gehalten, welche im dargestellten Querschnitt (Figur 1 ) eine Winkelform aufweist. Der Bord 15 des Außenrings 12 liegt an einem Ringabschnitt 18 der Scheibe 17 an. Radial nach außen schließt an den Ringabschnitt 18 einstückig ein Flanschabschnitt 19 der Scheibe 17 an. In axialer Richtung gemessen ist der Flanschabschnitt 19 schmaler als der Ringabschnitt 18, womit zwischen dem Ringabschnitt 18 und dem Flanschabschnitt 19 eine Stufe gebildet ist, die der ebenfalls gestuften Kontur des Getriebegehäuses 2 in diesem Bereich angepasst ist, sodass eine Festlegung der Scheibe 17 sowohl in radialer Richtung als auch in einer axialen Richtung gegeben ist. Das Getriebegehäuse 2 ist in dem Bereich, in welchem die Scheibe 17 anliegt, als Lagerdeckel 20, welcher mehrere konzentrische Stufen aufweist, ausgebildet. Der an der Innenseite des Lagerdeckels 20 anliegende Flanschabschnitt 19 ist mehreren Stehbolzen 21 am Lagerdeckel 20 befestigt, welche jeweils im Flanschabschnitt 19 gehalten sind und den Lagerdeckel 20 in axialer Richtung, das heißt parallel zur Rotationsachse R, durch-dringen. Auf der Außenseite des Lagerdeckels 20 ist jeder Stehbolzen 21 mit Hilfe einer Mutter 22 festgeschraubt. Der Lagerdeckel 20 wiederum ist mit Hilfe einer Verschraubung 23 an einem Gehäusemantel 24 des Getriebegehäuses 2 festgeschraubt, welcher die Innenverzahnung 3 aufweist.

Auf der dem Lagerdeckel 20 gegenüberliegenden Seite des Planetenträgers 5, das heißt auf der Antriebsseite AB des Planetengetriebes 1 , sind zwei Teile 25,26 nämlich eine eine Scheibenform beschreibende Gehäusekomponente 25 und ein diese kontaktierendes Hilfsgehäuseteil 26 mittels einer gemeinsamen Verschraubung 27 mit dem Gehäusemantel 24 verbunden. Die scheibenförmi-ge Gehäusekomponente 25 weist eine zentrale kreisrunde Öffnung auf, deren Rand durch einen axial nach innen gerichteten, also dem Innenraum des Getriebegehäuses 2 zugewandten Ringrand 28 gebildet ist, welcher auch als

Stütznase bezeichnet wird. Der Ringrand 28 ist durch einen Ringspalt vom Haltering 16 beabstandet, welcher den Innenring 12 des Zylinderrollenlagers 10 auf dem Planetenträger 5 fixiert. Der dazugehörige Außenring 12 des Zylinderrollenlagers 10 ist in das Hilfsgehäuseteil 26 eingesetzt und wird dort in axialer Richtung einerseits durch einen radial nach innen weisenden, unmittelbar an das Hilfsgehäuse 26 angeformten Halteflansch 29 und andererseits durch einen in das Hilfsgehäuseteil 26 eingesetzten Sicherungsring 30 an Verschiebungen gehindert. Beim Betrieb des Planetengetriebes 1 sind Axialkräfte hauptsächlich nach innen, das heißt zum Halteflansch 29 hin, aufzunehmen. Der Bord 15 des Außenrings 12 liegt unmittelbar am Halteflansch 29 an.

Die Montage des Planetengetriebes 1 wird im Folgenden anhand der Figuren 2 bis 5 näher erläutert:

Der Planetenträger 5 mit den hierauf rotierbar gelagerten Planetenrädern 4 wird als vormontierte Baueinheit bereitgestellt. Ebenso wird eine vormontierte Einheit bereitgestellt, welche das Hilfsgehäuseteil 26 und das darin gehaltene abtriebsseitige Zylinderrollenlager 10 umfasst. Mit Hilfe des abtriebseitigen Halterings 16 wird anschließend die letztgenannte Einheit auf dem Planeten-träger 5 verschraubt. Auf der Antriebseite AN des Planetenträgers 5 wird zunächst die Scheibe 17 samt eingesetzter Stehbolzen 21 aufgeschoben. Die Verschiebung ist in axialer Richtung durch einen Anschlagring 31 des Planetenträgers 5 begrenzt. Sobald die Scheibe 17 am Anschlagring 31 anliegt, wird das antriebseitige Zylinderrollenlager 9 auf den Planetenträger 5 aufgescho-ben. Der Innenring 1 1 des Zylinderrollenlagers 9 wird dann mit Hilfe des an-triebseitigen Halterings 16 in seiner endgültigen Position fixiert. Der zugehörige Außenring 12 ist dabei in Axialrichtung noch etwas verlagerbar, wobei seine Verschiebbarkeit einerseits durch die Zylinderrollen 13 des Zylinderrollenlagers 9 und andererseits durch den Ringabschnitt 18 der Scheibe 17 begrenzt ist.

Nachdem beide Zylinderrollenlager 9,10 am Planetenträger 5 vorläufig gehalten sind, wird dieser einschließlich des Hilfsgehäuseteils 26 an die Gehäuse- komponente 25 angesetzt, wobei das Hilfsgehäuseteil 26 großflächig mit der Gehäusekomponente 25 in Kontakt kommt. Das Sonnenrad 8 wird von der Abtriebsseite AB her in das Planetengetriebe 1 geschoben. Mit Hilfe der Verschraubung 27 wird ein fester Verbund zwischen der Gehäusekomponente 25, dem Hilfsgehäuseteil 26, sowie dem auf die Planetenräder 4 aufgeschobenen Gehäusemantel 24 gebildet.

Als nächster Montageschritt wird der Lagerdeckel 20 aufgesetzt, wobei die Stehbolzen 21 Öffnungen im Lagerdeckel 20 durchdringen. Der am Gehäuse-mantel 24 anliegende Lagerdeckel 20 wird durch die Verschraubung 23 mit diesem verbunden. Anschließend werden die Muttern 22 auf dem Stehbolzen 21 festgezogen und hierbei die Scheibe 17 an den Außenring 12 des Zylinderrollenlagers 9 gezogen. Die Lageranordnung des Planetengetriebes 1 ist damit komplett montiert.

Bezugszahlenliste

1 Planetengetriebe

2 Getriebegehäuse

3 Innenverzahnung

4 Planetenrad

5 Planetenträger

6 Rollenlagerung

7 Hohlwelle

8 Sonnenrad

9 Zylinderrollenlager

10 Zylinderrollenlager

1 1 Innenring

12 Außenring

13 Zylinderrollen

14 Borde

15 Bord

16 Haltering

17 Scheibe

18 Ringabschnitt

19 Flanschabschnitt

20 Lagerdeckel

21 Stehbolzen

22 Mutter

23 Verschraubung

24 Gehäusemantel

25 Gehäusekomponente

26 Hilfsgehäuseteil

27 Verschraubung

28 Ringrand

29 Halteflansch

30 Sicherungsring

Anschlagring

Abtriebsseite Antriebsseite Rotationsachse