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1. (WO2014114320) VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUR BEHANDLUNG VON ABGASEN
Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

Patentansprüche:

1. Verfahren zur Behandlung von Stickoxide enthaltenden Abgasen aus technischen Prozessen, wie Rauchgasen, zu Zwecken der Entfernung und/oder Abscheidung der Stickoxide und/oder zu Zwecken der Verringerung des Stickoxidgehalts, insbesondere Verfahren zur Entstickung von Abgasen aus großtechnischen Anlagen,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t ,

(a) dass in einem ersten Verfahrensschritt eine selektive Abkühlung der Abgase erfolgt; und

(b) dass gleichzeitig und/oder nachfolgend in einem zweiten Verfahrensschritt die Entfernung und/oder Abscheidung der Stickoxide aus den Abgasen erfolgt.

2. Verfahren nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass in Verfahrensschritt (a) mindestens ein Kühlmittel in den Strom der Abgase aus technischen Prozessen, insbesondere der Rauchgase, eingebracht und/oder mit diesem in Kontakt gebracht wird.

3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlmittel eine Kühlflüssigkeit, insbesondere eine nicht entzündbare und/oder eine inerte Kühlflüssigkeit, vorzugsweise Wasser, ist.

4. Verfahren einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlmittel in feiner Verteilung in den Abgasstrom eingebracht wird, insbesondere eingesprüht oder eingedüst wird.

5. Verfahren einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlmittel mittels Eindüseinrichtungen, insbesondere Eindüslanzen, in den Abgasstrom eingebracht wird, insbesondere wobei jede Eindüseinrichtung eine oder mehrere, insbesondere 1 bis 20, vorzugsweise 1 bis 15, bevorzugt 1 bis 10, besonderes bevorzugt 1 bis 5, Düsen zur Einbringung des Kühlmittels in den Abgasstrom aufweist.

6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Eindüseinrichtungen in 1 bis 10, insbesondere 1 bis 7, vorzugsweise 1 bis 5, bevorzugt 1 bis 3, Eindüsebenen, besonders bevorzugt einer Eindüsebene, angeordnet sind, insbesondere wobei jede Eindüsebene 1 bis 20, insbesondere 1 bis 15, vorzugsweise 1 bis 12, Eindüseinrichtungen aufweist, und/oder dass das Kühlmittel über 1 bis 200, insbesondere 2 bis 100, vorzugsweise 5 bis 60, bevorzugt 3 bis 36, besonders bevorzugt 1 bis 12, Eindüseinrichtungen in den Abgasstrom eingebracht wird.

7. Verfahren nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Eindüseinrichtungen einzeln und/oder gruppenweise, vorzugsweise einzeln, gesteuert werden, insbesondere wobei der Austritt des Kühlmittels aus den Eindüseinrichtungen für jede Eindüseinrichtung individuell und/oder für Gruppen von Eindüseinrichtungen gesteuert wird.

8. Verfahren einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einbringung des Kühlmittels in den Abgasstrom derart erfolgt, dass ein gewünschtes, insbesondere zuvor festgelegtes, Temperaturprofil des Abgasstroms eingestellt wird, insbesondere wobei ein gleichmäßiges Temperaturprofil, insbesondere mit einer einheitlichen Temperatur und/oder einem engen Temperaturintervall, über den gesamten Querschnitt des Abgasstroms eingestellt wird und/oder insbesondere wobei ein Temperaturprofil mit einer ungleichmäßigen Temperaturverteilung eingestellt wird.

9. Verfahren einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Einbringung des Kühlmittels in den Abgasstrom der Abgasstrom insgesamt oder bereichsweise abgekühlt wird, insbesondere wobei der gesamte Querschnitt des Abgasstroms abgekühlt wird und/oder wobei ausgewählte Bereiche des Querschnitts des Abgasstroms, insbesondere senkrecht zur Hauptströmungsrichtung des Abgasstroms, abgekühlt werden.

10. Verfahren einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abgase insbesondere zumindest bereichsweise auf Temperaturen im Bereich von 750 bis 1.200 °C, insbesondere 800 bis 1.150 °C, vorzugsweise 850 bis 1.100 °C, gekühlt werden wird, insbesondere wobei der gesamte Querschnitt des Abgasstroms abgekühlt wird und/oder wobei ausgewählte Bereiche des Querschnitts des Abgasstroms abgekühlt werden.

1 1 Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abscheidung und/oder Entfernung der Stickoxide aus den Abgasen mittels chemischer Reduktion der Stickoxide erfolgt.

12. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verfahren, insbesondere die Reduktion der Stickoxide, in Abwesenheit eines Katalysators durchgeführt wird und/oder dass das Verfahren als selektive nicht-katalytische Reduktion, insbesondere als SNCR- Verfahren, durchgeführt wird.

13. Verfahren nach Anspruch 1 1 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein stickstoffhaltiges Reduktionsmittel mit den Stickoxide enthaltenden Abgasen in Kontakt gebracht wird und/oder in den Strom der Stickoxide enthaltenden Abgase eingebracht wird

14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Inkontakt- bringen und/oder Einbringen derart erfolgt, dass das Reduktionsmittel mit den Stickoxiden reagiert, insbesondere die Stickoxide reduziert, vorzugsweise zu elementarem Stickstoff.

15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Reduktionsmittel mit den Stickoxiden unter Komproportionierung zu elementarem Stickstoff reagiert.

16. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Reduktionsmittel in Form einer wässrigen Lösung eingesetzt wird, insbesondere wobei Ammoniak und/oder Harnstoff, insbesondere in Form ihrer wässrigen Lösungen, als Reduktionsmittel eingesetzt wird.

17. Verfahren nach einem der Ansprüche 13 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Reduktionsmittel in feiner Verteilung in den Abgasstrom eingebracht wird, insbesondere eingesprüht oder eingedüst wird.

18. Verfahren einem der Ansprüche 13 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Reduktionsmittel mittels Eindüseinrichtungen, insbesondere Eindüslanzen, in den Abgasstrom eingebracht wird, insbesondere wobei jede Eindüseinrichtung eine oder mehrere, insbesondere 1 bis 20, vorzugsweise 1 bis 15, bevorzugt 1 bis 10, besonderes bevorzugt 1 bis 5, Düsen zur Einbringung der Reduktionsmittel in den Abgasstrom aufweist.

19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Eindüseinrichtungen zur Einbringung des Reduktionsmittels in den Abgasstrom in 1 bis 10, insbesondere 1 bis 7, vorzugsweise 1 bis 5, Eindüsebenen angeordnet sind, insbesondere wobei jede Eindüsebene 1 bis 20, insbesondere 1 bis 15, vorzugsweise 1 bis 12, Eindüseinrichtungen aufweist, und/oder dass das Reduktionsmittel über 1 bis 200, insbesondere 2 bis 100, vorzugsweise 5 bis 60, Eindüseinrichtungen in den Rauchgasstrom eingebracht werden.

20. Verfahren nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Eindüseinrichtungen zur Einbringung des Reduktionsmittels in den Abgasstrom einzeln und/oder gruppenweise, vorzugsweise einzeln, gesteuert werden, insbesondere wobei der Austritt des Reduktionsmittels aus den Eindüsein- richtungen für jede Eindüseinrichtung individuell und/oder für Gruppen von

Eindüseinrichtungen gesteuert wird.

21. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass verschiedene Eindüseinrichtungen für das Kühlmittel und für die Reduktionsmittel verwendet werden, insbesondere in verschiedenen Eindüsebenen.

Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlmittel gleichzeitig und/oder zeitlich vorgelagert, vorzugsweise zeitlich vorgelagert, zur Einbringung des Reduktionsmittels in den Abgasstrom eingebracht wird und/oder dass das Kühlmittel und das Reduktionsmittel alternierend und/oder in festgelegter Abfolge, vorzugsweise in räumlich und/oder zeitlich, bevorzugt räumlich, festgelegter Abfolge in den Abgasstrom eingebracht wird, insbesondere wobei bei der erstmaligen Einbringung das Kühlmittel gleichzeitig und/oder zeitlich vorgelagert, vorzugsweise zeitlich vorgelagert, zu der Einbringung des Reduktionsmittels in den Abgasstrom eingebracht wird.

23. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einbringung des Reduktionsmittels in den Abgasstrom bei Temperaturen im Bereich von 750 bis 1 .200 °C, insbesondere 800 bis 1.150 °C, vorzugsweise 850 bis 1.100 °C, durchgeführt wird.

24. Verfahren einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einbringung des Kühlmittels in den Abgasstrom, insbesondere dessen Menge und/oder der Zeitpunkt der Einbringung, über eine Auswertung des Lastsignals und/oder die Bestimmung der Abgastemperatur gesteuert wird, insbesondere wobei die Einbringung des Kühlmittels in den Abgasstrom über eine Auswertung des Lastsignals und/oder über die Bestimmung der Abgastemperatur gesteuert wird.

25. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Einbringung des Reduktionsmittels in den Abgasstrom, insbesondere dessen Menge und/oder der Zeitpunkt der Einbringung, über die Bestimmung der Abgastemperatur und/oder des Stickoxidrestgehalts des nach der Behandlung resultierenden Reingases gesteuert wird, insbesondere wobei die Einbringung des Reduktionsmittels in den Abgasstrom über eine Auswertung des Lastsignals und/oder über die Bestimmung der Abgastemperatur und/oder über einen Vergleich zwischen einem gemessenen Wert für den Stickoxidrestgehalt des nach der Behandlung resultierenden Reingases einerseits und einem vorgegebenen Sollwert andererseits gesteuert wird.

26. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur der Abgase während der Verfahrensdauer zumindest an definierten und/oder vorgegebenen Messpunkten bestimmt wird und/oder dass mindestens ein Temperaturprofil der Abgase, insbesondere in Form einer oder mehrerer Ebenen, erstellt wird, insbesondere mittels akusti- scher und/oder optischer Temperaturmessung, vorzugsweise akustischer

Temperaturmessung.

27. Verfahren nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass auf Grundlage der ermittelten Temperaturwerte der Abgase und/oder des ermittelten Tempe- raturprofils der Abgase der Abgasstrom in Sektionen unterteilt wird, wobei den Sektionen definierte einzelne Eindüseinrichtungen zur Einbringung des Kühlmittels in den Abgasstrom und/oder definierte Gruppen von Eindüsein- richtungen zur Einbringung des Kühlmittels in den Abgasstrom zugeordnet werden.

28. Verfahren nach Anspruch 26 oder 27, dadurch gekennzeichnet, dass auf Grundlage der ermittelten Temperaturwerte der Abgase und/oder des ermittelten Temperaturprofils der Abgase der Abgasstrom in Sektionen unterteilt wird, wobei den Sektionen definierte einzelne Eindüseinrichtungen zur Einbringung des Reduktionsmittels in den Abgasstrom und/oder definierte Gruppen von Eindüseinrichtungen zur Einbringung des Reduktionsmittels in den Abgasstrom zugeordnet werden.

29. Verfahren nach einem der Ansprüche 26 bis 28, dadurch gekennzeichnet, dass die Eindüseinrichtungen zur Einbringung des Kühlmittels in den Abgasstrom, insbesondere einzeln oder gruppenweise, auf Grundlage der ermittelten Temperaturwerte der Abgase und/oder des ermittelten Temperaturprofils der Abgase und/oder des Lastsignals gesteuert werden.

30. Verfahren nach einem der Ansprüche 26 bis 29, dadurch gekennzeichnet, dass die Eindüseinrichtungen zur Einbringung des Reduktionsmittels in den Abgasstrom, insbesondere einzeln oder gruppenweise, auf Grundlage der ermittelten Temperaturwerte der Abgase und/oder des ermittelten Temperaturprofils der Abgase und/oder des Lastsignals und/oder eines Vergleichs zwischen einem gemessenen Wert für den Stickoxidrestgehalt des nach der Behandlung resultierenden Reingases einerseits und einem vorgegebenen Sollwert andererseits gesteuert werden.

31. Verfahren nach einem der Ansprüche 26 bis 30, dadurch gekennzeichnet, dass die Eindüseinrichtungen zur Einbringung des Kühlmittels und die Eindüseinrichtungen zur Einbringung des Reduktionsmittels gemeinsam auf Grundlage der ermittelten Temperaturwerte der Abgase und/oder des ermittelten Temperaturprofils der Abgase und/oder des Lastsignals gesteuert werden, insbesondere wobei die Steuerung der Eindüseinrichtungen zur Einbringung des Kühlmittels und die Steuerung Eindüseinrichtungen zur Einbringung des Reduktionsmittels aufeinander abgestimmt werden.

32. Verfahren nach Anspruch 31 , dadurch gekennzeichnet, dass die Eindüseinrichtungen zur Einbringung des Reduktionsmittels zusätzlich auf Grundlage eines Vergleichs zwischen einem gemessenen Wert für den Stickoxidrestge- halt des nach der Behandlung resultierenden Reingases einerseits und einem vorgegebenen Sollwert andererseits gesteuert werden.

33. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Reduktionsmittel mindestens zwei voneinander verschiedene stickstoffhaltige Reduktionsmittel mit den Stickoxide enthaltenden Abgasen in Kontakt gebracht werden und/oder in den Strom der Stickoxide enthaltenden

Abgase eingebracht werden.

34. Verfahren nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, dass die voneinander verschiedenen Reduktionsmittel unter voneinander verschiedenen Reakti- onsbedingungen mit den Stickoxiden reagieren, insbesondere unter voneinander verschiedenen Temperaturen und/oder unter voneinander verschiedenen kinetischen und/oder thermodynamischen Bedingungen.

35. Verfahren nach einem der 33 oder 34, dadurch gekennzeichnet, dass minde- stens ein Reduktionsmittel in Form einer wässrigen Lösung eingesetzt wird, insbesondere alle Reduktionsmittel in Form wässriger Lösungen eingesetzt werden.

36. Verfahren nach einem der Ansprüche 33 bis 35, dadurch gekennzeichnet, dass als voneinander verschiedene Reduktionsmittel Ammoniak einerseits und Harnstoff andererseits, insbesondere in Form ihrer wässrigen Lösungen, eingesetzt werden.

37. Verfahren nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, dass Ammoniak in Form einer 10 bis 35 Gew.-%, insbesondere 15 bis 30 Gew.-%, vorzugsweise 20 bis 30 Gew.-%, bevorzugt etwa 25 Gew.-%, NH3 enthaltenden wässrigen Lösung bereitgestellt und/oder eingesetzt wird und/oder dass der Harnstoff in Form einer 10 bis 50 Gew.-%, insbesondere 20 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise 30 bis 50 Gew.-%, bevorzugt 40 bis 45 Gew.-%, Harnstoff enthaltenden wässrigen Lösung bereitgestellt und/oder eingesetzt wird, insbesondere wobei die wässrige ammoniakalische Lösung und/oder die wässrige Harnstofflösung vor Einbringen der Lösung(en) in den Abgasstrom mit zusätzlichem Wasser versetzt werden.

38. Verfahren nach einem der Ansprüche 33 bis 37, dadurch gekennzeichnet, dass die voneinander verschiedenen Reduktionsmittel, insbesondere Ammoniak und Harnstoff, zeitlich und/oder räumlich getrennt voneinander in den Abgasstrom eingebracht werden und/oder dass die voneinander verschiedenen Reduktionsmittel gemeinsam in den Abgasstrom eingebracht werden, insbesondere nach vorheriger Mischung, insbesondere wobei die voneinander verschiedenen Reduktionsmittel im Verlauf des Verfahrens sowohl zeitlich und/oder räumlich voneinander getrennt als auch nach vorheriger Mischung gemeinsam in den Rauchgasstrom eingebracht werden.

39. Verfahren nach einem der Ansprüche 33 bis 38, dadurch gekennzeichnet, dass Ammoniak und Harnstoff mit einem gewichtsbezogenen Ammoniak/Harnstoff-Verhältnis von 99 : 1 bis 1 : 99, insbesondere 95 : 5 bis 5 : 95, vorzugsweise 9 : 1 bis 1 : 9, bevorzugt 7 : 1 bis 1 : 7, weiter bevorzugt 4 : 1 bis 1 : 6, noch weiter bevorzugt 2 : 1 bis 1 : 5, in den Abgasstrom eingebracht werden, insbesondere bei gemeinsamer Einbringung von Ammoniak und Harnstoff.

40. Verfahren nach einem der Ansprüche 33 bis 39, dadurch gekennzeichnet, dass die Reduktionsmittel, insbesondere Ammoniak und Harnstoff, in solchen Mengen in den Abgasstrom eingebracht werden, dass das molare Verhältnis, insbesondere Äquivalentverhältnis, zwischen insgesamt eingesetzten Reduktionsmitteln einerseits und zu reduzierenden Stickoxiden andererseits im Bereich von 1 : 1 bis 5 : 1 , insbesondere 2 : 1 bis 4 : 1 , vorzugsweise etwa 2,5 : 3,5, eingestellt wird.

41. Verfahren nach einem der Ansprüche 33 bis 40, dadurch gekennzeichnet, dass die gewichtsbezogenen Verhältnisse der Reduktionsmittel zueinander, insbesondere die gewichtsbezogenen Verhältnisse der Mischung der Reduktionsmittel, und/oder die Konzentrationen der wässrigen Lösungen der Reduktionsmittel für alle Eindüseinrichtungen identisch eingestellt werden und/oder für einzelne, insbesondere jede Eindüseinrichtung und/oder für Gruppen von Eindüseinrichtungen, vorzugsweise für jede Eindüseinrichtung, individuell eingestellt werden.

42. Vorrichtung (Anlage) (1) zur Behandlung von Stickoxide enthaltenden Abgasen aus technischen Prozessen, wie Rauchgasen, zu Zwecken der Entfernung und/oder Abscheidung der Stickoxide und/oder zu Zwecken der Verringerung des Stickoxidgehalts mittels chemischer Reduktion der Stickoxide, insbesondere Vorrichtung (Anlage) (1 ) zur Entstickung von Abgasen aus großtechnischen Anlagen, vorzugsweise zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der vorangehenden Ansprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t ,

dass die Vorrichtung (1 ) umfasst:

(a) einen Reaktor (2) zum Inkontaktbringen mindestens eines Kühlmittels und zum Inkontaktbringen und/oder zur Umsetzung mindestens eines Reduktionsmittels mit den Stickoxide enthaltenden Abgasen, wobei der

Reaktor (2) eine Mehrzahl von Eindüseinrichtungen (3A, 3B), insbesondere Eindüslanzen, zur Einbringung, insbesondere Eindüsung, von mindestens einem Kühlmittel (4) sowie eine Mehrzahl von Eindüseinrichtungen (5), insbesondere Eindüslanzen, zur Einbringung, insbesondere Eindüsung, von mindestens einem stickstoffhaltigen Reduktionsmittel

(6, 7) aufweist, wobei die Eindüseinrichtungen (3A, 3B, 5) einzeln und/oder gruppenweise, vorzugsweise einzeln, regelbar sind,

(b) mindestens eine, insbesondere dem Reaktor (2) zugeordnete, vorzugs- weise über mindestens eine Zuführleitung (8A) mit den Eindüseinrichtungen (3A, 3B) verbundene, Bevorratungseinrichtung (8), insbesondere ein Vorratsgefäß, zur Bevorratung und/oder Abgabe mindestens eines Kühlmittels (4) und

(c) mindestens eine, insbesondere dem Reaktor (2) zugeordnete, vorzugsweise über mindestens eine Zuführleitung (9A, 10A) mit den Eindüseinrichtungen (5) verbundene, Bevorratungseinrichtung (9, 10), insbesondere ein Vorratsgefäß, zur Bevorratung und/oder Abgabe mindestens eines Reduktionsmittels (6, 7).

43. Vorrichtung nach Anspruch 42, dadurch gekennzeichnet, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslass des Kühlmittels (4) aus den Eindüseinrichtungen (3A, 3B) für jede Eindüseinrichtung (3A, 3B) individuell und/oder für Gruppen von Eindüseinrichtungen (3A, 3B) regelbar ist.

44. Vorrichtung nach Anspruch 42 oder 43, dadurch gekennzeichnet, dass jede Eindüseinrichtung (3A, 3B) zur Einbringung des Kühlmittels in den Abgasstrom eine oder mehrere, insbesondere 1 bis 20, vorzugsweise 1 bis 15, bevorzugt 1 bis 10, besonderes bevorzugt 1 bis 5, Düsen aufweist.

45. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Eindüseinrichtungen (3A, 3B) zur Einbringung des Kühlmittels in den Abgasstrom in 1 bis 10, insbesondere 1 bis 7, vorzugsweise 1 bis 5, bevorzugt 1 bis 3, Eindüsebenen, besonders bevorzugt einer Eindüsebene, angeordnet sind, insbesondere wobei jede Eindüsebene 1 bis 20, insbesondere 1 bis 15, vorzugsweise 1 bis 12, Eindüseinrichtungen (3A, 3B) zur Einbringung des Kühlmittels in den Abgasstrom aufweist.

46. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Vorrichtung (1) 1 bis 200, insbesondere 2 bis 100, vorzugsweise 5 bis 60, bevorzugt 3 bis 36, besonders bevorzugt 1 bis 12, Eindüseinrichtungen (3A, 3B) zur Einbringung des Kühlmittels in den Abgasstrom aufweist.

47. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Auslass des Reduktionsmittels (6, 7) aus den Eindüseinrichtungen (5) für jede Eindüseinrichtung (5) individuell und/oder für Gruppen von Eindüseinrichtungen (5) regelbar ist.

48. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jede Eindüseinrichtung (5) zur Einbringung des Reduktionsmittels in den Abgasstrom eine oder mehrere, insbesondere 1 bis 20, vorzugsweise 1 bis 15, bevorzugt 1 bis 10, besonderes bevorzugt 1 bis 5, Düsen aufweist.

49. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1 ) 1 bis 200, insbesondere 2 bis 100, vorzugsweise 5 bis 60, Eindüseinrichtungen (5) zur Einbringung des Reduktionsmittels in den Abgasstrom aufweist.

50. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Eindüseinrichtungen (5) zur Einbringung des Reduktionsmittels in den Abgasstrom in 1 bis 10, insbesondere 1 bis 7, vorzugsweise 1 bis 5, Eindüsebenen angeordnet sind, insbesondere wobei jede Eindüsebene 1 bis 20, insbesondere 1 bis 15, vorzugsweise 1 bis 12, Eindüseinrichtungen (5) zur Einbringung des Reduktionsmittels in den Abgasstrom aufweist.

51. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Eindüseinrichtungen (5) zur Einbringung, insbesondere Einsprühung, vorzugsweise Eindüsung, wässriger Lösungen des Reduktionsmittels (6, 7), insbesondere wässriger Ammoniak- und/oder Harnstofflösungen, ausgebildet sind.

52. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1 ) umfasst:

(c1) mindestens eine erste, insbesondere dem Reaktor (2) zugeordnete, vorzugsweise über mindestens eine Zuführleitung (9A) mit den Eindüseinrichtungen (5) verbundene, Bevorratungseinrichtung (9), insbesondere ein erstes Vorratsgefäß, zur Bevorratung und/oder Abgabe mindestens eines ersten Reduktionsmittels (6) und

(c2) mindestens eine zweite, insbesondere dem Reaktor (2) zugeordnete, vorzugsweise über mindestens eine Zuführleitung (10A) mit den Eindüseinrichtungen (5) verbundene, Bevorratungseinrichtung (10), insbesondere ein zweites Vorratsgefäß, zur Bevorratung und/oder Abgabe mindestens eines von dem ersten Reduktionsmittel verschiedenen zweiten Reduktionsmittels (7).

53. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1 ) einer Verbrennungseinrichtung (1 1 ), insbesondere einem Brennkessel, nachgeschaltet, insbesondere unmittelbar nachgeschaltet, ist.

54. Vorrichtung nach Anspruch 53, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1 ) zwischen einer Verbrennungseinrichtung (1 1 ) und einer Wäme- austauscheinrichtung (12) angeordnet ist und/oder dass die Vorrichtung (1) einer Verbrennungseinrichtung (1 1 ), insbesondere einem Brennkessel, nachgeschaltet, ist und sich bis in den Bereich einer Wämeaustausch- einrichtung (12) erstreckt.

55. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1 ) mindestens eine Wasserbevorratungseinrichtung (13) zur Bevorratung und/oder Abgabe von Wasser aufweist, insbesondere wobei die Wasserbevorratungseinrichtung (13) dem Reaktor (2) zugeordnet ist, vorzugsweise über mindestens eine Zuführleitung (13A) mit den Eindüseinrichtungen (5) zur Einbringung des Reduktionsmittels verbunden ist.

56. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) mindestens eine Gasbevorratungseinrichtung (14) zur Bevorratung und/oder Abgabe von gegebenenfalls komprimierten Gasen, insbesondere von Druckluft, aufweist, insbesondere wobei die Gasbevorratungseinrichtung (14) dem Reaktor (2) zugeordnet ist, vorzugsweise über mindestens eine Zuführleitung (14A) mit den Eindüseinrichtungen (3) zur Einbringung des Kühlmittels in den Abgasstrom verbunden ist und/oder dass die Vorrichtung (1 ) mindestens eine Gasbevorratungseinrichtung (14) zur Bevorratung und/oder Abgabe von gegebenenfalls komprimierten Gasen, insbesondere von Druckluft, aufweist, insbesondere wobei die Gasbevorratungseinrichtung (14) dem Reaktor (2) zugeordnet ist, vorzugsweise über mindestens eine Zuführleitung (14B) mit den Eindüseinrichtungen (5) zur Einbringung des Reduktionsmittels in den Abgasstrom verbunden ist.

57. Vorrichtung nach Anspruch 56, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckbeaufschlagung der Eindüseinrichtungen (3) zum Austragen der Kühlmittels (4) in den Reaktor (2) mittels der in der Gasbevorratungseinrichtung (14) bevorrateten Gase durchführbar ist und/oder dass die Druckbeaufschlagung der Eindüseinrichtungen (5) zum Austragen des Reduktionsmittels (6, 7) in den Reaktor (2) mittels der in der Gasbevorratungseinrichtung (14) bevorrateten Gase durchführbar ist.

58. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1 ) mindestens eine Dosier- und/oder Mischeinrichtung (15) aufweist, insbesondere wobei die Dosier- und/oder Mischeinrichtung (15) mit den Bevorratungseinrichtungen (9, 10) zur Bereitstellung des Reduktionsmittels und mit den Eindüseinrichtungen (5) zur Einbringung des Reduktionsmittels und gegebenenfalls mit der gegebenenfalls vorhandenen Wasserbevorratungseinrichtung (13) verbunden ist.

59. Vorrichtung nach Anspruch 58, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosier- und/oder Mischeinrichtung (15) derart ausgebildet ist, dass die Konzentrationen der wässrigen Lösungen des Reduktionsmittels (6, 7) identisch regelbar sind und/oder für einzelne, insbesondere für jede Eindüseinrichtung (5) zur Einbringung des Reduktionsmittels und/oder für Gruppen von Eindüseinrichtungen (5) zur Einbringung des Reduktionsmittels, vorzugsweise für jede Eindüseinrichtung (5) zur Einbringung des Reduktionsmittels, individuell regelbar sind.

60. Vorrichtung nach Anspruch 58 oder 59, dadurch gekennzeichnet, dass die Dosier- und/oder Mischeinrichtung (15) derart ausgebildet ist, dass die Gewichts- und/oder Volumenverhältnisse der Reduktionsmittel (6, 7) zueinander, insbesondere die Gewichts- und/oder Volumenverhältnisse von Mischungen der Reduktionsmittel (6, 7), und/oder die Konzentrationen der wässrigen Lösungen der Reduktionsmittel (6, 7) identisch regelbar sind und/oder für einzelne, insbesondere für jede Eindüseinrichtung (5) zur Einbringung des Reduktionsmittels und/oder für Gruppen von Eindüseinrichtungen (5) zur Einbringung des Reduktionsmittels, vorzugsweise für jede Eindüseinrichtung (5) zur Einbringung des Reduktionsmittels, individuell regelbar sind.

61. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einbringung des Kühlmittels (4) in den Abgasstrom über eine Ermittlung von Temperaturwerten der Abgase und/oder über eine Ermittlung eines Temperaturprofils der Abgase und/oder über ein Lastsignal steuerbar ist und/oder dass die Einbringung des Reduktionsmittels (6,7) in den Abgasstrom über eine Ermittlung von Temperaturwerten der Abgase und/oder über eine Ermittlung eines Temperaturprofils der Abgase und/oder über ein Lastsignal und/oder über einen Vergleich zwischen einem gemessenen Wert für den Stickoxidrestgehalt des nach der Behandlung resultierenden Reingases einerseits und einem vorgegebenen Sollwert andererseits steuerbar ist.

62. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einbringung des Kühlmittels (4) und die Einbringung des Reduktionsmittels (6,7) in den Abgasstrom aufeinander abstimmbar ist.

63. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Einbringung des Kühlmittels in den Abgasstrom ein Temperaturprofil des Abgasstroms einstellbar ist, insbesondere wobei ein gleichmäßiges Temperaturprofil oder ein ungleichmäßiges Temperaturprofil des Abgasstroms einstellbar ist.

64. Vorrichtung nach Anspruch 63, dadurch gekennzeichnet, dass der Abgasstrom durch die Einbringung des Kühlmittels (4) zumindest bereichsweise auf Temperaturen im Bereich von 750 bis 1.200 °C, insbesondere 800 bis 1.150 °C, vorzugsweise 850 bis 1.100 °C, einstellbar ist.

65. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1 ) mindestens eine Messeinrichtung (16) zur Ermittlung von Temperaturwerten der Abgase und/oder zur Ermittlung eines Temperaturprofils der Abgase und/oder zur Ermittlung eines Lastsignals und/oder zur Ermittlung eines Wertes für den Stickoxidrestgehalt des nach der Behandlung resultierenden Reingases, insbesondere zu Zwecken der Steuerung der Einbringung des Kühlmittels (4) und/oder des Reduktionsmittels (6, 7) in den Abgasstrom, aufweist.

66. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1 ), insbesondere stromaufwärts zu den Eindüseinrichtungen (3) zur Einbringung des Kühlmittels angeordnet, eine Messeinrichtung (16) zur Bestimmung der Temperatur des Abgases und/oder zur Erstellung eines Temperaturprofils des Abgases, insbesondere mittels akustischer oder optischer Temperaturmessung, vorzugsweise mittels akustischer Temperaturmessung, aufweist.

67. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche zur Entfernung und/oder Abscheidung von Stickoxiden aus Stickoxide enthaltenden Abgasen technischer Prozesse, insbesondere Rauchgasen.

68. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche zur selektiven Abkühlung von Abgasen aus technischen Prozessen, insbesondere Rauchgasen.

69. Verfahren zur Behandlung von Abgasen aus technischen Prozessen, insbesondere Rauchgasen, vorzugsweise zu Zwecken der Abkühlung der Abgase, insbesondere im Rahmen eines Verfahrens zur Entfernung und/oder Ab- scheidung von Stickoxiden aus Abgasen technischer Prozesse, insbesondere im Rahmen eines Verfahrens zur Entstickung von Abgasen aus großtechnischen Anlagen,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t ,

dass die Abgase selektiv abgekühlt werden und/oder dass der Strom der zu behandelnden Abgase einer selektiven Abkühlung unterzogen wird.

70. Verfahren nach Anspruch 69, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Kühlmittel in den Strom der Abgase aus technischen Prozessen, insbesonde- re der Rauchgase, eingebracht und/oder mit diesem in Kontakt gebracht wird.

71. Verfahren nach Anspruch 69 oder 70, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlmittel eine Kühlflüssigkeit, insbesondere eine nicht entzündbare und/oder eine inerte Kühlflüssigkeit, vorzugsweise Wasser, ist.

72. Verfahren einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlmittel in feiner Verteilung in den Abgasstrom eingebracht wird, insbesondere eingesprüht oder eingedüst wird.

73. Verfahren einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kühlmittel mittels Eindüseinrichtungen, insbesondere Eindüslanzen, in den Abgasstrom eingebracht wird, insbesondere wobei jede Eindüseinrichtung eine oder mehrere, insbesondere 1 bis 20, vorzugsweise 1 bis 15, bevorzugt 1 bis 10, besonderes bevorzugt 1 bis 5, Düsen zur Einbringung des Kühlmittels in den Abgasstrom aufweist.

74. Verfahren nach Anspruch 73, dadurch gekennzeichnet, dass die Eindüseinrichtungen in 1 bis 10, insbesondere 1 bis 7, vorzugsweise 1 bis 5, bevorzugt 1 bis 3, Eindüsebenen, besonders bevorzugt einer Eindüsebene, angeordnet sind, insbesondere wobei jede Eindüsebene 1 bis 20, insbesondere 1 bis 15, vorzugsweise 1 bis 12, Eindüseinrichtungen aufweist, und/oder dass das

Kühlmittel über 1 bis 200, insbesondere 2 bis 100, vorzugsweise 5 bis 60, bevorzugt 3 bis 36, besonders bevorzugt 1 bis 12, Eindüseinrichtungen in den Abgasstrom eingebracht wird.

75. Verfahren nach Anspruch 73 oder 74, dadurch gekennzeichnet, dass die Eindüseinrichtungen einzeln und/oder gruppenweise, vorzugsweise einzeln, gesteuert werden, insbesondere wobei der Austritt des Kühlmittels aus den Eindüseinrichtungen für jede Eindüseinrichtung individuell und/oder für Gruppen von Eindüseinrichtungen gesteuert wird.

76. Verfahren einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einbringung des Kühlmittels in den Abgasstrom derart erfolgt, dass ein gewünschtes, insbesondere zuvor festgelegtes, Temperaturprofil des Abgasstroms eingestellt wird, insbesondere wobei ein gleichmäßiges Tempera- turprofil über den gesamten Querschnitt des Abgasstroms eingestellt wird und/oder insbesondere wobei ein Temperaturprofil mit einer ungleichmäßigen Temperaturverteilung eingestellt wird.

77. Verfahren einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Einbringung des Kühlmittels in den Abgasstrom der Abgasstrom insgesamt oder bereichsweise abgekühlt wird, insbesondere wobei der gesamte Querschnitt des Abgasstroms abgekühlt wird und/oder insbesondere wobei ausgewählte Bereiche des Querschnitts, insbesondere senkrecht zur Hauptströmungsrichtung, des Abgasstroms abgekühlt werden.

78. Verfahren einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abgase zumindest teilweise auf Temperaturen im Bereich von 750 bis 1 .200 °C, insbesondere 800 bis 1.150 °C, vorzugsweise 850 bis 1.100 °C, abgekühlt werden, insbesondere wobei der gesamte Querschnitt des Abgas- Stroms gekühlt wird und/oder insbesondere wobei ausgewählte Bereiche des

Querschnitts des Abgasstroms abgekühlt werden.

779. Verfahren einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Einbringung des Kühlmittels in den Abgasstrom, insbesondere dessen Menge und/oder der Zeitpunkt der Einbringung, über eine Auswertung des Lastsignals und/oder die Bestimmung der Abgastemperatur gesteuert wird.

80. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur der Abgase während der Verfahrensdauer zumindest an definierten und/oder vorgegebenen Messpunkten bestimmt wird und/oder dass mindestens ein Temperaturprofil der Abgase, insbesondere in

Form einer oder mehrerer Ebenen, erstellt wird, insbesondere mittels akustischer und/oder optischer Temperaturmessung, vorzugsweise akustischer Temperaturmessung.

81. Verfahren nach Anspruch 80, dadurch gekennzeichnet, dass auf Grundlage der ermittelten Temperaturwerte der Abgase und/oder des ermittelten Temperaturprofils der Abgase der Abgasstrom in Sektionen unterteilt wird, wobei den Sektionen definierte einzelne Eindüseinrichtungen und/oder definierte Gruppen von Eindüseinrichtungen zugeordnet werden.

82. Verfahren nach Anspruch 80 oder 81 , dadurch gekennzeichnet, dass die Eindüseinrichtungen, insbesondere einzeln oder gruppenweise, auf Grundlage der ermittelten Temperaturwerte der Abgase und/oder des ermittelten Temperaturprofils der Abgase und/oder des Lastsignals gesteuert werden.

83. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass gleichzeitig und/oder nachfolgend zur selektiven Kühlung der Abgase eine weitere Behandlung, insbesondere zur Verringerung oder Entfernung unerwünschter Bestandteile, der Abgase erfolgt und/oder dass gleichzeitig und/oder nachfolgend zur selektiven Kühlung der Abgase ein Verfahren zur weiteren Behandlung, insbesondere zur Verringerung oder Entfernung unerwünschter Bestandteile, der Abgase durchgeführt wird.

84. Verfahren nach Anspruch 83, dadurch gekennzeichnet, dass gleichzeitig und/oder nachfolgend zur selektiven Kühlung der Abgase eine weitere Behandlung zur Verringerung oder Entfernung von Stickoxiden aus den Abgasen erfolgt und/oder dass gleichzeitig und/oder nachfolgend zur selektiven Kühlung der Abgase ein Verfahren zur Verringerung oder Entfernung von Stickoxiden aus den Abgasen durchgeführt wird.

85. Verfahren nach Anspruch 83 oder 84, dadurch gekennzeichnet, dass gleichzeitig und/oder nachfolgend zur selektiven Kühlung der Abgase mindestens ein Abgasbehandlungsmittel in den Abgasstrom eingebracht und/oder mit diesem in Kontakt gebracht wird, insbesondere in den Abgasstrom eingedüst wird.