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1. (WO2014111441) VERBINDUNGSELEMENT FÜR EINE SCHLEIFLEITUNG, SCHLEIFLEITUNG UND VERFAHREN ZUR HERSTELLUNG EINER SCHLEIFLEITUNG
Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

Verbindungselement für eine Schleifleitung, Schleifleitung und Verfahren zur Herstellung einer Schleifleitung

Die Erfindung betrifft ein Verbindungselement zur Verbindung von Leitersträngen einer Schleifleitung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, einen Bausatz für eine Schleifleitung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 16, eine Schleifleitung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 21 und ein Verfahren zur Herstellung einer Schleifleitung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 26.

Aus der DE 197 55 513 C2 ist ein Dehnverbinder für aufeinanderfolgende Stromschienen einer Schleifleitung bekannt. Der Dehnverbinder kann in Längshohlkammern von aneinandergrenzenden Stromschienen eingesteckt werden und stellt automatisch die elektrische Verbindung zwischen den Stromschienen her. Hierzu weist er eine Kunststoffaufnahme auf, die in Höhe der Längshohlkammern der beiden Stromschienen einen Quersteg aufweist, von dem auf beiden Seiten jeweils in Längsrichtung der Stromschienen zwei Metallstege ausgehen, welche senkrecht zur Längsrichtung und zum Quersteg auseinanderfedernd beaufschlagt sind. Die Metallstege greifen in die Längshohlkammern ein und werden federnd an die Innenflächen des Metallprofils der Stromschienen gedrückt. Die federnde Beaufschlagung der Metallstege soll dort sicherstellen, dass bei allen denkbaren Relativstellungen von Stromschienen und Kunststoffaufnahme eine elektrische Verbindung sicher gewährleistet ist. Der Dehnverbinder ist jedoch konstruktiv aufwendig, da dort in Bohrungen des Querstegs Schraubenfedern eingesetzt werden müssen, welche die Metallstege auseinanderspreizen.

Lässt die Federkraft im Lauf der Zeit nach, besteht zudem die Gefahr eines unerwünschten Lösens der verbundenen Stromschienen. Weiter müssen dort zur sicheren Befestigung der Kunststoffaufnahme an den Stromschienen an die Kunststoffaufnahme angespritzte Stifte vorgesehen werden, welche in entsprechende Bohrungen des Dehnverbinders eingreifen. Dies ist nachteilig, da die Kunststoffstifte abbrechen können. Zudem muss bei der Montage eine genaue Zentrierung der Stifte auf die Bohrungen erfolgen. Diese Ausgestaltungen erhöhen den konstruktiven Aufwand für die Herstellung des Dehnverbinders und erschweren die Montage des Dehnverbinders vor Ort.

Die FR 2 889 773 AI offenbart ein Verbindungsstück für eine Schleifleitung mit zwei Klauen, welche die Seitenwandungen der Schleifleitungsschienen umgreifen und diese zu einem Anschlagselement hindrücken, um sowohl eine mechanische als auch elektrisch sichere Verbindung zu ermöglichen. Zur Fixierung werden die Klauen aufwendig und zeitraubend miteinander verschraubt. Zusätzlich sind dort Löcher in den Seitenwandungen der Schleifleitungen und korrespondierende Stifte an dem Verbindungsstück vorgesehen, um ein Verschieben des Verbindungsstücks in Längsrichtung zu verhindern. Da die Klauen über wieder lösbare Schraub Verbindungen fixiert werden, ist eine dauerhafte Verformung der dortigen gebogenen Seitenflanken unerwünscht und wird u.a. durch ein zwischen den Seitenflanken angeordnetes Anschlagsstück verhindert.

Die DE 295 09 987 Ul offenbart einen Bausatz von Steckverbindern zum Verbinden von mindestens zwei jeweils ein- oder mehrphasigen Stromschienen im Niedervoltbereich zum Anbringen von Leuchten im Niedervoltbereich. Dabei ist der Steckverbinder massiv ausgeführt, so dass er die Hohlräume in den zu verbindenden Stromschienen vollkommen verschließt. Somit kann er nicht bei Schleifleitungen eingesetzt werden, da in deren Hohlräumen die Schleifkontakte frei eingreifen und durchgleiten können müssen

Die DE 196 41 090 C2 offenbart einen Verbinder für Stromschienen, wobei der Verbinder ein Winkelstück ist, das aus einem Gelenk in wenigstens zwei Teilen besteht, welche durch eine Gelenkachse drehbar miteinander verbunden sind. An den Winkelstückteilen sind Kupplungsteile angebracht, die in Hohlräume an den Enden der miteinander zu verbindendenen Stromschienen eingesteckt werden. Das Winkelstück weist keinen durchgehenden Hohlraum auf, so dass der Verbinder nicht bei Schleifleitungen verwendet werden kann, da die Schleifkontakte nicht frei durch die Hohlräume der Stromschienen durchgleiten können.

Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, ein Verbindungselement zur Verbindung von zwei Leitersträngen einer Schleifleitung bereitzustellen, der einfach und kostengünstig herstellbar ist, leicht vor Ort montiert werden kann und ein schnelles und einfaches Verbinden von Leitersträngen einer Schleifleitung ermöglicht.

Die Erfindung löst diese Aufgabe durch ein Verbindungselement mit den Merkmalen des Anspruchs 1, einen Bausatz für eine Schleifleitung mit den Merkmalen des Anspruchs 16,

eine Schleifleitung mit den Merkmalen des Anspruchs 21 sowie ein Verfahren zum Verbinden von zwei Stromschienen einer Schleifleitung mit den Merkmalen des Anspruchs 26. Vorteilhafte Ausgestaltungen und zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Ein eingangs genanntes Verbindungselement ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper auf mindestens einer seiner Längsseiten Verbindungsvertiefungen zum Vercrimpen mit mindestens einer Seitenwandung der Stromschienen aufweist.

Bevorzugt können auf beiden einander gegenüberliegenden Längsseiten des Grundkörpers Verbindungsvertiefungen zum Vercrimpen mit einander gegenüberliegenden Seitenwandungen der Stromschienen vorgesehen sein. Da dabei beide Längsseiten im Bereich der Verbindungsvertiefungen plastisch in diese verformt werden, ergibt sich eine gut elektrisch leitende und mechanische fest Verbindung, welche zudem schnell hergestellt werden kann.

Bevorzugt können die Verbindungsvertiefungen nach oben hin offen und/oder U- förmig ausgebildet sein. Weiter können vorteilhaft zwischen benachbarten Verbindungsvertiefungen Verbindungsstege ausgebildet sein.

Um ein zu weites Einstecken des Verbindungselements in die Stromschienen zu vermeiden und für das Vercrimpen in einem Crimpwerkzeug angeordnete Druckstege einfach und schnell auf die Verbindungsvertiefungen ausrichten zu können, kann der Grundkörper mindestens einen quer zur Längsrichtung des Grundkörpers herausragenden Längsanschlag aufweisen.

Vorteilhaft kann der Grundkörper mindestens einen in seiner Längsrichtung verlaufenden Zentriersteg aufweisen, welcher in eine längliche Zentrieröffnung der Stromschienen zu liegen kommt. Der Zentriersteg kann vorteilhaft als Andruckfläche für Zentrierkanten der Stromschienen dienen, die beim Vercrimpen an den Zentriersteg gedrückt und dann mit Seitenwandungen der Stromschienen zusammengedrückt werden.

Dabei können parallel und seitlich zum Zentriersteg V-förmige Längsnuten verlaufen. Weiter können die Verbindungsvertiefungen vorteilhaft die äußeren Kanten der V-förmigen Längsnuten nach oben hin vollständig unterbrechen. Dabei können bevorzugt im Bereich von zwischen benachbarten Verbindungsvertiefungen ausgebildeten Verbindungsstegen die äußeren Kanten der V-förmigen Längsnuten noch stehen

Ein eingangs genannter Bausatz ist erfindungsgemäß durch ein oben und nachfolgend beschriebenes erfindungsgemäßes Verbindungselement gekennzeichnet. Vorteilhaft kann der Bausatz ein Crimpwerkzeug zum Herstellen einer elektrisch leitenden Crimpverbindung zwischen dem ersten Leiterstrang und dem Verbindungselement sowie dem zweiten Leiterstrang und dem Verbindungselement umfassen, wobei das Crimpwerkzeug vorteilhaft eine Sichtöffnung zum visuellen Zentrieren des Crimpwerkzeugs gegenüber der Verbindungsstelle der Leitungsstränge aufweist. Dies ermöglicht eine einfache und schnelle Montage der Schleifleitung vor Ort.

Eine eingangs genannte Schleifleitung ist erfindungsgemäß durch ein oben und nachfolgend beschriebenes erfindungsgemäßes Verbindungselement gekennzeichnet. Vorteilhaft kann die Schleifleitung eine Isolierabdeckung zum Abdecken einer Verbindungsstelle zweier miteinander verbundener Leiterstränge vorsehen, um Gefährdungen des Personals im Betrieb der Schleifleitung zu vermeiden.

Ein Verfahren zum Verbinden von zwei Stromschienen einer Schleifleitung mittels eines oben und nachfolgend beschriebenen erfindungsgemäßen Verbindungselements ist erfindungsgemäß gekennzeichnet durch die die Schritte a) Einstecken des Verbindungselements in jeweilige Längshohlräume der zwei zu verbindenden Stromschiene, b) Ausrichten von Druckstegen eines Crimpwerkzeugs auf entsprechende Verbindungsvertiefungen des Verbindungselements und c) Einpressen und dabei plastisches Verformen von Seitenwandungen der Stromschienen in die Verbindungsvertiefungen mittels der Druckstege des Crimpwerkzeugs. Bevorzugt können dabei in Schritt b) die Druckstege über eine Sichtöffnung des Crimpwerkzeugs auf die Verbindungsstelle zwischen den beiden Stromschienen ausgerichtet werden.

Weitere Besonderheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnungen. Diese zeigen:

Fig. 1 eine schematische dreidimensionale Schrägansicht eines erfindungsgemäßen Verbindungselements sowie zweier Leiterstränge einer Schleifleitung vor der Verbindung;

Fig. 2 eine teilweise verbundene Schleifleitung gemäß Fig. 1 in vergrößerter Darstellung;

Fig. 3 eine vollständig verbundene Schleifleitung gemäß Fig. 1 mit

Verbindungswerkzeugen zum Herstellen der Verbindung der beiden Leiterstränge;

Fig. 4 eine teilweise aufgeschnittene Ansicht der vollständig verbundenen Schleifleitung aus Fig. 3;

Fig. 5 die verbundene Schleifleitung aus Fig. 4 mit einer Schutzabdeckung in teilweise aufgeschnittener Ansicht;

Fig. 6 einen Querschnitt durch die Schleifleitung aus Fig. 4 längs der Ebene A;

Fig. 7 einen Querschnitt durch die Schleifleitung aus Fig. 4 längs einer durch die Ebene A verlaufenden Verbindungsstelle.

Fig. 1 zeigt einen Abschnitt einer Schleifleitung 1. Da die Schleifleitung 1 sehr lang ist, wird sie in der Regel aus einer Vielzahl aufeinander folgender Leiterstränge, welche aus Transportgründen nur eine bestimmte Maximallänge haben dürfen, zusammengesetzt. Exemplarisch zeigt Fig. 1 zeigt eine solche Stelle, an der ein erster Leiterstrang 2 mit einem zweiten Leiterstrang 3 verbunden werden soll.

Die Leiterstränge 2, 3 bestehen in an sich bekannter Weise aus einer ersten Stromschiene 4 bzw. zweiter Stromschiene 5, die jeweils von einem ersten Isolierprofil 6 bzw. zweiten Isolierprofil 7 aus Kunststoff umgeben sind, welches aus einem elektrisch isolierenden Kunststoffmaterial besteht. Die Stromschienen 4, 5 bestehen bevorzugt aus einem relativ weichen, elektrisch gut leitenden Material wie Aluminium oder Kupfer. Grundsätzlich können aber auch härtere Materialien wie Stahl verwendet werden.

Die Schleifleitung 1 dient in an sich bekannter Weise zur Versorgung eines in ihrer Längsrichtung L daran verfahrbar oder beweglich angeordneten elektrischen Verbrauchers mit elektrischer Energie. Hierzu weist der Verbraucher einen Stromabnehmer mit einem in Fig. 6 und 7 lediglich angedeuteten Schleifstück S auf, das in den Stromschienen 4, 5 entlang gleitet und die elektrische Verbindung zwischen Verbraucher und Schleifleitung 1 herstellt. Oft werden auch mehrere Schleifleitungen 1 parallel zueinander angeordnet, so dass eine entsprechende Anzahl von Schleifstücken S verwendet wird. Der Verbraucher mit Stromabnehmer ist hinlänglich bekannt, so dass auf eine zeichnerische Darstellung verzichtet wurde.

Der Aufbau der Leiterstränge 2, 3 wird nun anhand des Querschnitts durch den in den Fig. 1 bis 5 linken Leiterstrang 2 längs der Ebene A in Fig. 4 beschrieben. Da die Leiterstränge 2, 3, die Stromschienen 4, 5 und die Isolierprofile 6, 7 identisch ausgebildet sind, gelten entsprechende Ausführungen auch für den in Fig. 1 bis 5 rechten Leiterstrang 3.

Fig. 6 zeigt, dass das erste Isolierprofil 6 einen im wesentlichen U-förmigen Querschnitt mit einem Mittelabschnitt 8 hat, von dem Isolierwandungen 9, 9' im Wesentlichen rechtwinklig wegverlaufen. An ihren freien Enden weisen die Isolierwandungen 9, 9' rückwärts zum Mittelabschnitt 8 hin zeigende Rastnasen 10, 10' auf, so dass sich zwischen den Isolierwandungen 9, 9' und den Rastnasen 10, 10' Rastnuten 11, 11 ' zu lösbaren Halterung der ersten Stromschiene 4 ausbilden.

Wie in Fig. 6 gut erkennbar, ist die erste Stromschiene 4 aus einem länglichen Blechstrang hergestellt und weist einen im Wesentlichen H-förmigen Querschnitt auf. Der Querbalken des H-förmigen Querschnitts bildet dabei einen trogförmigen Schleifabschnitt 12 für das Schleifstück S des Stromabnehmers des längs der Schleifleitung 1 verfahrbaren elektrischen Verbrauchers aus.

Vom Schleifabschnitt 12 verläuft der Blechstrang zunächst in etwa rechtwinklig in Richtung zum Schleifstück S hin. Durch Umbiegen des Blechstrangs um 180° bilden sich Raststege 13, 13' doppelter Blechstärke aus, welche dann in Richtung zum Schleifabschnitt 12 und darüber hinaus verlaufende Seitenwandungen 14, 14' übergehen. Auf einer den Raststegen 13, 13 ' gegenüberliegenden Seite des Schleifabschnitts 12 sind die Seitenwandungen 14, 14' zur Bildung von Zentrierkanten 15, 15' nach innen und zum Schleifabschnitt 12 hin umgebogen.

Der Schleifabschnitt 12, die Seitenwandungen 14, 14' und die Zentrierkanten 15, 15' bilden einen Längshohlraum 16 mit einer Zentrieröffnung 17 zwischen den Zentrierkanten 15, 15'.

Um das erste Isolierprofil 6 mit der ersten Stromschiene 4 zu verbinden, wird die erste Stromschiene 4 stirnseitig in das erste Isolierprofil 6 eingeschoben. Dabei umgreifen die Rastnasen 10, 10' die Raststege 13, 13', so dass die erste Stromschiene 4 nicht nach unten aus dem ersten Isolierprofil 6 herausfallen kann Das erste Isolierprofil 6 kann dann, wie in Fig. 1 angedeutet, in Längsrichtung L gegenüber der erste Stromschiene 4 verschoben werden, ohne davon herunterzugehen. Zudem stellen die Rastnasen 10, 10' einen Berührungsschutz der im Betrieb ström- bzw. spannungsführenden ersten Stromschiene 4 und besonders der Raststege 13, 13' dar. Die Öffnung zwischen den Rastnasen 10, 10' ist dabei gerade so breit, dass das Schleifstück S mit dem Schleifabschnitt 12 gleitenden kontaktieren kann, und andererseits so schmal, dass die Stromschiene 4 nicht mit einem Finger berührt werden kann.

Um die beiden Leiterstränge 2 und 3 elektrisch leitend und mechanisch miteinander zu verbinden, ist ein besonders in Fig. 1, 2 und 7 gut erkennbares erfindungsgemäßes Verbindungselement 18 vorgesehen. Das Verbindungselement 18 weist einen länglichen Grundkörper 19 mit einer weitgehend an den Längshohlraum 16 und die Zentrieröffnung 17 der Stromschienen 4, 5 angepassten Außenkontur auf. Das Verbindungselement 18 besteht bevorzugt aus dem gleichen Material wie die Stromschienen, um Korrosion aufgrund unterschiedlicher Materialien zu vermeiden. Werden unterschiedliche Materialien verwendet, wird für das Verbindungselement 18 ein härteres Material als das der Stromschienen 4, 5 gewählt.

Um zu verhindern, dass das Verbindungselement 18 bei der Montage vor Ort aus Versehen zu weit in die Stromschienen 4, 5 eingeschoben wird, weist es in seiner Längsmitte quer zur Längsrichtung L seitlich nach außen überstehenden Längsanschläge 20, 20' auf. Die Längsanschläge 20, 20' stoßen dann beim Einstecken des Verbindungselements 18 in die Stromschienen 4, 5 an deren jeweiligen Stirnseiten an. Bevorzugt stehen die Längsanschläge 20, 20' so weit seitlich über den Grundkörper 19 hinaus, dass auch die Stirnseiten der Isolierprofile 6, 7 daran anstoßen. So kann bei der Montage die Stoßstelle zwischen den beiden Leitersträngen 2, 3 leicht erkannt werden.

Um das Verbindungselement 18 einfacher in Längsrichtung L in die Längshohlräume 16 der Stromschienen 4, 5 einstecken zu können, verjüngen sich gegenüberliegenden Einsteckenden 21 , 21 ' zu ihrem Ende hin, im vorliegenden Ausführungsbeispiel dadurch, dass die Unterseite des Grundkörpers 19 nach oben und die Längsseiten des Grundkörpers 19 nach innen zur zentralen Längsachse des Grundkörpers 19 hin abgeschrägt sind.

Um das Einstecken des Verbindungselements 18 in die Stromschienen weiter zu vereinfachen, ist ein in Längsrichtung des Grundkörpers 19 durchgehend verlaufender, in den Zeichnungen oben liegender Zentriersteg 22 vorgesehen. Der Zentriersteg 22 ist etwas schmaler als die Zentrieröffnung 17, so dass er ungehindert eingesteckt werden kann, wie in Fig. 7 gut erkennbar. Weiter sind am unteren Ende des Zentrierstegs 22 nach oben offene, in etwa V-förmige Längsnuten 23, 23 ' vorgesehen, welche an die V-förmig schräg nach innen gebogenen Zentrierkanten 15, 15' der Stromschienen 4, 5 angepasst sind. Hierdurch wird ein zentrierter Einschub des Verbindungselements 18 in die Stromschienen 4, 5 sichergestellt.

Auf seiner dem Zentriersteg 22 gegenüberliegenden Unterseite weist der Grundkörper 19 eine in Fig. 7 erkennbare breite Mittelnut 24 auf, in welcher der trogförmige Schleifabschnitt 12 der Stromschiene 4 zu liegen kommt. Auch hier wird ein möglichst guter und zentrierter Sitz des Verbindungselements 18 in den Stromschienen 4, 5 sichergestellt.

Grundsätzlich entsteht im Bereich des trogförmigen Schleifabschnitts 12 zwischen den Stromschienen 4, 5 eine der Breite der Längsanschläge 20, 20' entsprechende Lücke, an der das Schleifstück S verkannten oder abgerieben werden kann. Um dies zu vermeiden, kann der Grundkörper 19 auf seiner Unterseite an der Stelle Längsanschläge 20, 20' vorteilhaft einen in den Zeichnungen nicht erkennbaren, überstehenden Ausgleichssteg aufweisen, der so hoch oder geringfügig niedriger wie die Blechstärke der Stromschienen 4, 5 im Bereich des trogförmigen Schleifabschnitt 12 ist.

Um eine sichere, elektrisch leitende und mechanisch feste Verbindung der beiden Stromschienen 4, 5 und somit des ersten und zweiten Leiterstrangs 2, 3 zu ermöglichen, sind in die einander gegenüberliegenden Längsseiten des Grundkörpers 19 in dessen Längsrichtung mehrere nach oben offene U- förmige Verbindungsvertiefungen 25, 25 ' eingebracht, zwischen denen sich Verbindungsstege 26, 26' ausbilden. Aus Gründen der einfacheren Beschreibung werden alle auf einer Längsseite liegenden

Verbindungsvertiefungen mit der gleichen Bezugsziffer 25 bzw. 25 bezeichnet. Entsprechendes gilt für die Verbindungsstege 26 bzw. 26'. Die Verbindungsvertiefungen 25, 25' sind vorliegend identisch ausgebildet und rechts bzw. links der Längsanschläge 20, 20' in jeweils gleichem Abstand voneinander über die Längsseiten des Grundkörpers 19 verteilt. Die nach oben hin offenen U-förmigen Verbindungsvertiefungen 25, 25 ' unterbrechen die äußeren Kanten der V-förmigen Längsnuten 23, 23' nach oben hin vollständig, wie in Fig. 7 erkennbar. Da im Bereich der Verbindungsstege 26, 26' die äußeren Kanten der V-förmigen Längsnuten 23, 23' noch stehen, bieten diese Bereich eine ausreichende Führung für die schräg einwärts gewandten Zentrierkanten 15, 15' beim Einschieben des Verbindungselements 18 in die Stromschienen 4, 5.

Um nach dem Einstecken des Verbindungselements 18 in die beiden Leiterstränge 2, 3 diese mechanisch fest und elektrisch leitend miteinander zu verbinden, werden mittels eines in Fig. 3 gezeigten Crimpwerkzeugs 27 die Seitenwandungen 14, 14' der Stromschienen 4, 5 fest mit den U-förmigen Verbindungsvertiefungen 25, 25' verfügt. Hierzu weist das Crimpwerkzeug 27 zwei identisch ausgebildete Werkzeughälfte 28, 29 auf, so dass nachfolgend nur die eine Werkzeughälfte 28 beschrieben wird, sofern möglich. Die Werkzeughälfte 28 hat quer zur Längsrichtung einen im wesentlichen U-förmigen Querschnitt, so dass sich Haltestege 30, 30' ausbilden. Auf einer zwischen den Haltestegen 30, 30' liegenden Crimpfläche 31 der Werkzeughälfte 28 sind dann entsprechend den Positionen der Verbindungsvertiefungen 25' am Grundkörper 19 eine entsprechende Anzahl an Druckstegen 32 vorgesehen.

Der Innenabstand der Haltestege 30, 30' ist etwas größer als die Höhe der Isolierpro file 6, 7, so dass die Haltestege 30, 30' die Leiterstränge 2, 3 seitlich umgreifen und eine Positionierung der Werkzeughälften 28, 29 und somit der Druckstege 32 gegenüber den Verbindungsvertiefungen 25 in Höhenrichtung der Leiterstränge 2, 3 sicherstellen.

Weiter ist in der Längsmitte der Werkzeughälften 28, 29 jeweils eine durchgehende Sichtöffnung 33, 33' vorgesehen, um die Werkzeughälften 28, 29 gegenüber den Längsanschlägen 20, 20' positionieren zu können. Hierdurch wird eine saubere Positionierung der Druckstege 32 gegenüber den Verbindungsvertiefungen 25 in Längsrichtung L erreicht.

Zur Herstellung der Crimpverbindung entsprechend Fig. 3 und 4 werden die beiden Werkzeughälften 28, 29 dann über die Sichtöffnungen 32, 32' auf die Längsanschläge 20, 20' ausgerichtet, wodurch die Druckstege 32 auf die durch das erste und zweite Isolierprofil 6, 7 verdeckten Verbindungsvertiefungen 25, 25' ausgerichtet werden. Anschließend werden die aufeinander ausgerichteten Werkzeughälften 28, 29 aufeinander zu gedrückt, wodurch die Druckstege 32 sowohl die Isolierwandungen 9, 9' des ersten und zweiten Isolierprofils 6, 7 als auch die Seitenwandungen 14, 14' der Stromschienen 4, 5 in die Verbindungsvertiefungen 25, 25' einpressen. Die Druckstege 32 sind deshalb etwas schmaler und kürzer als die Verbindungsvertiefungen 25', um ein Ausstanzen der Seitenwandungen 14, 14' beim Vercrimpen der Stromschienen 4, 5 mit dem Verbindungselement 18 zu verhindern.

Wie besonders gut in Fig. 4 und anhand des Schnitts durch die Crimpstelle 33 entlang der Ebene B in Fig. 7 erkennbar, werden hierdurch die Zentrierkanten 15, 15' im Bereich der Verbindungsvertiefungen 25, 25 ' gegen den Zentriersteg 22 bewegt und so stark eingedrückt, dass sie dort plastisch verformt und somit dauerhaft am Zentriersteg 22 anliegen. Hierdurch wird eine zusätzliche sichere Übertragung des Stroms zwischen Stromschienen 4, 5 über das Verbindungselement 18 sichergestellt. Da sich auch die Seitenwandungen 14, 14' der Stromschienen 4, 5 fest in die Verbindungsvertiefungen 25, 25' plastisch verformt dauerhaft einfügen, wird zusätzlich zur gut elektrische leitenden Verbindung eine sichere und dauerhafte feste mechanische Verbindung zwischen Verbindungselement 18 und Stromschienen 4, 5 erreicht. Auf diese Weise lässt sich auch einfach eine schnelle und dennoch sichere, gut leitenden Verbindung herstellen, wobei insbesondere keine zusätzlichen Sicherungselemente wie Schraub Verbindungen, Zapfen o.ä. vorgesehen werden müssen.

Da die Stromschienen 4, 5 bevorzugt aus einem relativ weichen, elektrisch gut leitenden Material wie Aluminium oder Kupfer bestehen, kann die oben beschriebene Crimpverbindung einfach und mit geringem Montageaufwand hergestellt werden. Grundsätzlich können aber auch härtere Materialien wie Stahl verwendet werden, sofern die Materialdicke ein Crimpen der Seitenwandungen noch zulässt.

Da auch die Isolierwandungen 9, 9' durch die Druckstege 32 eingedrückt und dauerhaft plastisch verformt werden, sind auch die Isolierprofile 6, 7 in Längsrichtung festgelegt.

Um eine Berührung der nicht von den Isolierprofilen 6, 7 verdeckten Längsanschläge 20, 20' zu verhindern, wird nach dem Vercrimpen noch eine U-förmige Kunststoffabdeckung 35 über die Stoßstelle der der beiden vercrimpten Leiterstränge 2, 3 aufgeklippst, welche die unten liegende Eingriffsöffnung für das Schleifstück S des Stromabnehmers offen lässt.

Bezugszeichenliste

1 Schleifleitung

2 erster Leiterstrang

3 zweiter Leiterstrang

4 erste Stromschiene

5 zweite Stromschiene

6 erstes Isolierprofil

7 zweites Isolierprofil

8 Mittelabschnitt

9, 9' Isolierwandungen

10, 10' Rastnasen

11, 11 ' Rastnuten

12 trogförmiger Schleifabschnitt

13, 13' Raststege

14, 14' S eitenwandungen

15, 15' Zentrierkanten

16 Längshohlraum

17 Zentrieröffnung

18 Verbindungselement

19 Grundkörper

20, 20' Längsanschläge

21, 21 ' Einsteckenden

22 Zentriersteg

23, 23' V-förmige Längsnuten

24 Mittelnut

25, 25' U-förmige Verbindungsvertiefungen

26 Verbindungsstege

27 Crimpwerkzeug

28 erste Werkzeughälfte

29 zweite Werkzeughälfte

30, 30' Haltestege

31 Crimpfläche

32 Druckstege

33, 33' Sichtöffnungen

34 Crimpstelle

35 Isolierabdeckung