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1. WO2010020542 - BLISTERVERPACKUNG

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

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BLISTERVERPACKUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein eine Blisterverpackung und insbesondere eine Blisterverpackung für Dentalimplantate oder dergleichen.

Stand der Technik

Aus dem Stand der Technik sind Blisterverpackungen (Sichtverpackungen) bekannt, die es dem Benutzer des verpackten Produkts erlauben, dieses zu sehen. Das Produkt wird dabei vor einer Rückwand präsentiert und mit einem mit der Rückwand verbundenen, durchsichtigen Kunststofffolienformteil fixiert, das im Wesentlichen die Form des Produkts annimmt.

Bei Blisterverpackungen kann die Rückwand aus Kunststoff, Pappe oder Aluminiumfolie bestehen.

Man unterscheidet bei Blisterverpackungen nach ihrer Machart Schweißverpackungen, Klemmverpackungen, Heftverpackungen und Klebeverpackuiigen. Bei Schweißverpackungen werden Kunststofffolienformteil und Rückwand durch Hitze miteinander verbunden, was gleichzeitig ein Siegel für das Produkt darstellt. Bei Klemmverpackungen wird das Kunststofffolienformteil ringsum um eine Rückwand unter Hitzeeinwirkung herum gebogen. Bei der Hefrverpackung werden Kunststofffolienforrnteil und Rückwand durch Tackemadeln miteinander verbunden. Bei Klebeverpackimgen werden Rückwand und Kunststofffolienformteil im ebenen Bereich miteinander verklebt.

Eine weit verbreitete Anwendung von Blisterverpackungen ist im medizinischen Bereich angesiedelt. Die Anordnung von medizinischen Produkten in einzelnen Vertiefungen oder Kavitäten des Kunststofffolienformteils, die durch die Rückwand versiegelt oder abgedichtet wird, hat mehrere Vorteile gegenüber Glasoder Kunststofffläschchen. Sie ist hygienischer, schließt unerwünschte Einflüsse wie hohe Luftfeuchtigkeit oder Schmutz aus und lässt das medizinische Produkt auf eine einfache Art und Weise erkennen.

Darüber hinaus erlauben spezielle bekannte Blisterverpackungen eine Abbildung von Produktdaten wie z. B. Anwendungsart, Chargennummer, Hersteller usw. auf der Verpackung.

Bei den oben geschilderten, bekannten Blisterverpackungen ist jedoch ihre vertikale Stapelbarkeit problematisch, wobei dieses Problem im verstärkten Maße in dem Fall auftritt, wo das Kunststofffolienformteil eine unregelmäßige Form annimmt.

Auch ist die Angabe von Produktdaten auf einem Bereich, der an der Rückwand befindlich ist, beschränkt, wobei letzteres Problem im verstärkten Maße in dem Fall auftritt, in welchem eine Vielzahl von Blisterverpackungen vertikal gestapelt angeordnet werden, so dass die Rückwand im Stapel nicht länger sichtbar ist.

Zusammenfassung der Erfindung

Daher ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Blisterverpackung, insbesondere eine Blisterverpackung für Dentalimplantate oder dergleichen bereitzustellen, die die obigen Probleme vermeidet.

Im Rahmen dieser Aufgabe besteht eine besondere Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, eine Blisterverpackung, insbesondere eine Blisterverpackung für Dentalimplantate oder dergleichen zu realisieren, die leicht vertikal stapelbar ist und dabei eine Vielzahl von Oberflächen zur Anzeige von Informationen, die das verpackte Produkt betreffen, zur Verfügung stellt.

Zusätzlich besteht eine besondere Aufgabe der vorliegenden Erfindung in der Bereitstellung einer Blisterverpackung, insbesondere einer Blisterverpackung für Dentalimplantate oder dergleichen, die eine verbesserte Formbeständigkeit aufweist.

Diese und weitere der nachfolgenden Beschreibung zu entnehmenden Aufgaben werden von einer Blisterverpackimg, insbesondere einer Blisterverpackung für Dentalimplantate oder dergleichen gemäß den anliegenden Ansprüchen gelöst.

Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung sowie die Wirkungsweise der exemplarischen Ausführungsform der vorliegenden Erfindung werden unten mit Bezug auf die begleitenden Zeichnungen beschrieben. Die begleitenden Zeichnungen veranschaulichen die vorliegende Erfindung und dienen zusammen mit der Beschreibung weiterhin dazu, die Grundsätze der Erfindung zu erklären und es einem Fachmann auf dem betreffenden Gebiet zu ermöglichen, die Erfindung herzustellen und zu verwenden. Dabei zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Blisterverpackung;

Fig. 2 eine Ansicht der Blisterverpackung der Fig. 1 von unten in einem gestreckten Zustand, worin die Stutzflügel nicht gefaltet sind;

Fig. 3 eine perspektivische Ansicht einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Blisterverpackung; und

Fig. 4 eine weitere perspektivische Ansicht der zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Blisterverpackung.

Beschreibung der bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung

Unter Bezugnahme auf die Figuren 1 und 2 wird eine erste Ausfuhrungsform der Blisterverpackung, insbesondere einer Blisterverpackung für Dentalimplantate oder dergleichen gemäß der ersten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung beschrieben.

Die mit dem Bezugszeichen 1 allgemein gekennzeichnete Blisterverpackung verfügt über eine Stegstruktur 2 und mindestens zwei sich senkrecht zur Stegstruktur 2 erstreckende Stützflügel 2 A und 2B. Obwohl in der gegenwärtig bevorzugten Ausführungsform zwei Stützflügel gezeigt werden, ist es denkbar, weitere Stützflügel bereitzustellen. Die Stegstruktur 2 wird in bekannter Weise mit einer (nicht gezeigten) Rückwand verbunden, um die Blisterverpackung 1 abzudichten oder zu versiegeln.

In der Ausführungsform der Fig. 1 wurde die Rückwand weggelassen, um die Sicht auf den mit dem Bezugszeichen 3 allgemein bezeichneten Kunststofffolienformteil mit den nachstehend beschriebenen Fächern freizugeben. Es versteht sich, dass die Rückwand aus herkömmlichen Materialien, wie vorstehend erläutert, wie z B. Kunststoff, Pappe oder dergleichen hergestellt werden kann. Die Stegstruktυr 2 ist einteilig mit dem Kunststofffolienformteil 3 ausgebildet.

Das Kunststofffolienformteil 3 bzw. der Umfang der Stegstruktur 2 entspricht in seiner Abmessung im Wesentlichen der Abmessung des Umfangs der Rückwand und ist an der Rückwand mit herkömmlichen Maßnahmen wie z. B. Schweißen, Klemmen, Heften, Kleben oder dergleichen befestigt. Die Höhe der Stützflügel 2A und 2B ist mindestens gleich mit der Höhe des Kυnststofffolienformteils 3. Obwohl die Stützflügel 2A und 2B als durchgehende Teile dargestellt werden, können diese erfindungsgemäß unterbrochen oder mit Durchbrüchen versehen werden.

In der Ausführungsförm der Figuren 1 und 2 ist das KuiiststofffoHenformteil 3 in drei Fächer unterteilt, die mit den Bezugszeichen 3A, 3B und 3C bezeichnet sind. Selbstverständlich kann die Anzahl der Fächer abhängig von den aufgenommenen Produkten variieren. Auch kann die Form der Fächer an die aufgenommenen Produkte angepasst werden und sie kann von dem in den gegenwärtigen Figuren dargestellten im Wesentlichen rechteckigen Quader abweichen.

Die Stegstruktur 2 und die Stützflügel 2A und 2B weisen Siegel-Profile 4 an ihrer Oberfläche ausgestattet werden. Die Siegel-Profile 4 entstehen beim Zusammenpressen der Rückwand mit der Stegstruktur 2 und den Stützflügeln 2A und 2B der Blisterverpackung 1 , und zwar an den Stellen an welchen der Stempel des Presswerkzeugs mit entsprechenden Silikonprofilen ausgestattet ist. Die Siegel-Profile 4 haben thermoadhäsive Eigenschaften, um eine abgedichtete Verbindung mit der Rückwand herzustellen und sind nach einem Muster derart angeordnet, dass sie eine Trennung der Rückwand von der Blisterverpackung 1 erleichtern, indem beispielsweise an Griffabschnitten, die nachstehend erläutert werden, Siegel-Profile-freie Bereiche vorhanden sind.

An den Rändern der Stegstruktur 2 können Griffabschnitte 5 in Form von Einbuchtungen bereitgestellt werden, um die Handhabung der Blisterverpackung 1 zu erleichtem.

Wie in der gestreckten Darstellung der Fig. 2 ersichtlich, sind an den jeweiligen Schnittstellen der Stützflügel 2A mit der Stegstruktur 2 Sollknickstellen oder Sollbiegestellen 6 vorgesehen, um ein Umbiegen oder Umknicken der Stützflügel 2A und 2B von der gestreckten Position in die um etwa 90° zur Stegstruktur 2 abgewinkelten Position zu erleichtem. In der abgewinkelten Position können die Übergänge der Stegstruktur 2 zu den Stützflügeln 2A und 2B abgerundet sein.

Zur besseren Stapelbarkeit der Blisterverpackung 1 können in den Stützflügeln 2A und 2B jeweilige Einbuchtungen 8 bereitgestellt werden.

Weiterhin kann die Blisterverpackung 1 vorteilhaft mit Perforierungen 9 ausgestattet werden, die derart bemessen und positioniert sind, so dass die das klappen der Stützflügel 2A und 2B erleichtern und das Verbleiben dieser in der geklappten Position unterstützen. Dabei kann der Klappvorgang ohne Zuführung von Wärme erfolgen. Die Perforierungen 9 erleichtem gleichzeitig die mögliche Abtrennung der Stutzflügel 2A und 2B von der Blisterverpackung 1, falls eine getrennte Aufbewahrung der auf den Stützflügeln vorhandenen Information erwünscht ist.

Die zweite Ausführungsform der Erfindung der Figuren 3 und 4 ist mit der ersten Ausfuhrungsform der Figuren 1 und 2 identisch, mit der Ausnahme, dass die Anzahl der Fächer zwei beträgt. Darüber hinaus können vorstehende knopfförmige Abschnitte 7 am unteren Teil der Fächer bereitgestellt werden, die zur besseren Stapelbarkeit der Blisterverpackung 1 beitragen. Daher können in der zweiten Ausftihrungsform die Einbuchtungen 8 der Stützflügel 2A und 2B weggelassen werden.

Die Erfindung erfüllt gänzlich die gestellten Aufgaben, da eine neuartige Blisterverpackung geschaffen wird, die dank der Stutzflügel besser stapelbar ist, wobei die einzelnen Blisterverpackungen aus dem Stapel leicht entnehmbar sind. Die Stutzflügel bieten gleichzeitig eine Anzeigefläche für Informationen das aufgenommene Produkt betreffend. Die Griffabschnitte erleichtern weiterhin die Entnahme einer Blisterverpackung aus dem Stapel. Die Stapelbarkeit wird darüber hinaus durch die Einbuchtungen bzw. knopfförmigen Abschnitte unterstützt.

Wenn in irgendeinem der Ansprüche erwähnte technische Merkmale mit einem Bezugszeichen versehen sind, wurden diese Bezugszeichen lediglich eingeschlossen, um die Verständlichkeit der Ansprüche zu erhöhen. Entsprechend haben diese Bezugszeichen keine einschränkende Auswirkung auf den Schutzumfang eines jeden Elements, das exemplarisch durch solche Bezugszeichen bezeichnet wird.