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1. WO2010018099 - STROMSCHIENENVORRICHTUNG MIT STROMABGRIFFEN

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Beschreibung

Stromschienenvorrichtung mit Stromabgriffen

Die Erfindung betrifft eine Stromschienenvorrichtung für

Schienenverteiler in einem elektrischen Energieversorgungssystem nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, insbesondere für eine dreiphasige Niederspannungsenergieverteilung.

Eine gängige Bauform solcher Schienenverteiler besteht darin, dass mehre länglich ausgeformte Schienenbleche parallel angeordnet sind, wobei pro Phase des elektrischen Energieversorgungssystems ein Schienenblech als Phasenleiter und ein oder mehrere weitere Schienenbleche als Neutralleiter verwendet werden. Gegebenenfalls ist zusätzlich ein Schienenblech als

Schutzleiter vorgesehen. Bei den Schienenblechen kann es sich dabei um tatsächliche Bleche oder um vergleichbar geformte Profilteile wie z.B. um Strangpressprofile handeln.

Ein wichtiger Aspekt bei der Konstruktion von Schienenverteilern ist deren Wirtschaftlichkeit. Sie drückt sich u.a. in der Menge des benötigten Materials für die Herstellung eines Schienensegments aus. Bei gegebener Länge eines solchen Schienensegments lässt sich der Materialbedarf durch die Wahl möglichst dünner und schmaler Schienenbleche verringern, d.h. die Querschnittsfläche der Schienenbleche wird möglichst klein gewählt.

Dem steht die Stromtragfähigkeit der Schienenbleche entgegen. Schienenbleche müssen eine um so größere Querschnittsfläche aufweisen, je größer die elektrischen Ströme sind, die über den Schienenverteiler geführt werden sollen. Andernfalls, d.h. bei zu kleinem Blechquerschnitt, erwärmen sich die Schienenbleche zu sehr, was eine Zunahme des spezifischen Wi-derstands der Schienenbleche zur Folge hat, was wiederum zu einer weiteren Erwärmung der Schienenbleche führt.

Bei einem gegebenen Blechquerschnitt lässt sich die Stromtragfähigkeit eines Schienenblechs und damit die Wirtschaftlichkeit der Stromschienenvorrichtung dadurch weiter erhöhen, dass eine gute Wärmeabfuhr von denjenigen Schienenblechen ge-währleistet wird, durch die hohe Ströme fließen. Dadurch wird die Erwärmung des Schienenblechs und die damit einhergehende Zunahme des spezifischen Widerstands des Schienenblechs verringert. Eine Verbesserung der Wärmeabfuhr wird dabei erreicht, indem die Schienenbleche räumlich eng zueinander ge-führt werden, so dass sich eine verbesserte Wärmekopplung zwischen den Blechen ergibt. Wird eine Phase in einem Dreiphasen-Netzwerk durch einen an den Schienenverteiler angeschlossenen Verbraucher stark belastet, so dass sich das entsprechende stromführende Schienenblech stark erwärmt, bewirkt die thermische Kopplung zwischen den Schienenblechen, dass sich die entstehende Wärme auf die Schienenbleche weniger belasteter Phasen verteilt und somit das stromführende Blech gekühlt wird. Die enge Führung von Schienenblechen zur Erhöhung der thermischen Kopplung wird auch Sandwich-Anordnung genannt.

Bei einer Sandwich-Anordnung ist allerdings das Anschließen von elektrischen Verbrauchern an den Schienenverteiler nicht direkt möglich, da der geringe Abstand der Schienenbleche keinen Raum für das Anbringen von Kontakten, den sog. Abgriff, bietet und sogar elektrische Überschläge zwischen blanken Kontaktbereichen an den Schienenblechen möglich sind. Daher werden entlang des Verlaufs des Schienenverteilers speziell ausgebildete Schienensegmente eingebracht, die Schie-nenbleche mit Abgriffsmöglichkeiten aufweisen.

Diese Abgriffsmöglichkeiten können z.B. dadurch geschaffen werden, dass die Schienenbleche in dem für den Anschluss eines Verbrauchers vorgesehenen Schienensegment in einem größeren Abstand zueinander verlegt werden. Dadurch wird das Anschließen von Kontakten an blanken Kontaktbereichen der Schienenbleche ermöglicht. Wegen des vergrößerten Abstands zwischen den Schienenblechen ist allerdings die Wärmekopplung zwischen den Schienen stark herabgesetzt, wodurch es zu einer übermäßigen Erwärmung eines Schienenbleches in diesem Abschnitt kommen kann, wenn dieses Schienenblech einen starken Strom führt.

Um die Schienenbleche auch im Bereich des Abgriffs eng in einer Sandwich-Anordnung führen zu können, werden daher in einer anderen Form des Abgriffs aus einer Sandwich-Anordnung Anschlüsse quer zur Verlaufsrichtung der Schienenvorrichtung herausgeführt. Dies kann durch Auflöten eines Abgriffselements auf jedes Blech im fraglichen Abschnitt geschehen. Diese Abgriffselemente stehen dabei fächerförmig auseinander, so dass Kontaktbereiche an diesen Abgriffselementen genügend weit für das Anbringen von Kontakten beabstandet sind.

Als Alternative zum Auflöten von Abgriffselementen werden auch Abgriffselemente örtlich versetzt in die Blechkanten durch Quetschen der Blechkanten erzeugt. Die so erzeugten Abgriffselemente ragen wulstartig über das Blechbündel der Sandwich-Anordnung heraus und erlauben durch ihre exponierte Lage über den Blechen und ihren gegenseitigen örtlichen Versatz längs des Verlaufs der Schienen, dass an ihnen Kontaktbereiche freigelegt und so Leiter zum Anschluss von elektrischen Anlagen angeschlossen werden können.

Nachteilig bei den oben beschriebenen Lösungen zum Stromabgriff für Sandwich-Anordnungen ist die notwendige spezielle mechanische Bearbeitung eines Schienensegments für den Abgriff. Bei der Installation eines Energieversorgungssystems mit Schienenverteilern müssen die Abschnitte zum Abgriff dadurch im Voraus eingeplant werden. Dies bedeutet, dass die Standorte der zu versorgenden elektrischen Verbraucher bei der Planung des elektrischen Verteilersystems bekannt sein müssen. Wird ein elektrischer Verbraucher versetzt oder neu hinzugebracht, muss der Schienenverteiler aufgetrennt und ein Segment mit Abgriffsmöglichkeiten für diesen Verbraucher eingefügt werden.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Schienenverteiler mit in Verlaufsrichtung durchgehend thermisch gekoppelten Stromschienen zu schaffen und zusätzlich beim Stromabgriff nicht an wenige vorbestimmte Stellen des Strom-Schienenverteilers gebunden zu sein.

Die Aufgabe wird durch eine Stromschienenvorrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausführungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben.

Die erfindungsgemäße Stromschienenvorrichtung weist somit wenigstens eine erste und eine zweite länglich ausgeformte Stromschiene auf, die sich in eine gemeinsame Längsrichtung erstrecken, wobei die Form der Stromschienen und deren Anord-nung in der Stromschienenvorrichtung so gewählt ist, dass eine gedachte Ebene, die durch den Schwerpunkt der ersten Stromschiene und den Schwerpunkt der zweiten Stromschiene verläuft und die sich ebenfalls in die Längsrichtung erstreckt, die beiden Stromschienen jeweils in einen Kontaktab-schnitt und einen Wärmetauschabschnitt unterteilt und sich dabei ein Abstand ergibt zwischen dem Schwerpunkt des Kontaktabschnitts der ersten Stromschiene und dem Schwerpunkt des Kontaktabschnitts der zweiten Stromschiene, der größer ist als der Abstand zwischen dem Schwerpunkt des Wärme-tauschabschnitts der ersten Stromschiene und dem Schwerpunkt des Wärmetauschabschnitts der zweiten Stromschiene.

Die Schwerpunkte der durch die gedachte Ebene definierten Kontakt- bzw. Wärmetauschabschnitte lassen sich dabei in der Weise ermitteln, dass der Kontakt- und der Wärmetauschabschnitt einer Stromschiene als voneinander gelöst betrachtet werden und die Schwerpunkte dieser unabhängigen Abschnitte bestimmt werden. Der Abstand zwischen den Schwerpunkten der Kontaktabschnitte beträgt vorzugsweise wenigsten das 1,005-fache des Abstands zwischen den Schwerpunkten der Wärmetauschabschnitte. Insbesondere beträgt er dabei vorzugsweise wenigstens das 1,01-fache, wenigstens das 1,05-fache oder we- nigstens das 1,1-fache des Abstands der Schwerpunkte der Wärmetauschabschnitte .

Die erfindungsgemäßen geometrischen Randbedingungen ergeben eine Stromschienenvorrichtung mit parallel verlaufenden Stromschienen, die durchgehend entlang ihres Verlaufs in Längsrichtung eine vergleichsweise hohe Wärmeübertragung über die Wärmetauschabschnitte ermöglicht, da diese Bereiche räumlich enger zueinander angeordnet sind. Die Wärmetauschab-schnitte bilden damit eine Sandwich-Anordnung. Zugleich stehen mit den Kontaktabschnitten Bereiche zur Verfügung, die aus der Sandwich-Anordnung herausragen und die weit genug beabstandet werden können, um Kontakte für das Anschließen von Verbrauchern an die Stromschienenvorrichtung anbringen zu können. Da auch die Kontaktabschnitte entlang des gesamten oder nahezu gesamten Verlaufs der Stromschienen ausgebildet sind, wird die oben genannte technische Aufgabe durch die gemäß Anspruch 1 ausgebildete Stromschiene gelöst.

Durch den (messbar) größeren Abstand der Schwerpunkte zwischen den Kontaktabschnitten im Vergleich zum Abstand zwischen den Schwerpunkten der Wärmetauschabschnitte ergibt sich der Vorteil, dass Kontaktabschnitte über die gesamte Erstreckung der erfindungsgemäßen Stromschienenvorrichtung in Längsrichtung oder zumindest über einen wesentlichen Teil davon aus der Sandwich-Anordnung herausragen, so dass ein An-schluss von elektrischen Verbrauchern nahezu überall entlang der Stromschienenvorrichtung möglich ist.

Als Stromschiene für eine erfindungsgemäße Stromschienenvorrichtung eignet sich in besonderer Weise ein Profilteil, d.h. ein vorzugsweise einteiliges längliches Werkstück, dessen Profil in einem Querschnitt senkrecht zur Längsrichtung über den Verlauf in Längsrichtung zumindest für den überwiegenden Teil dasselbe ist.

Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäß ausgebildeten Stromschienenvorrichtung ist, dass die aus der Sandwich-Anordnung herausragenden Kontaktabschnitte auch als Kühlkörperelemente für die Sandwich-Anordnung in der Weise dienen, dass Wärme, die durch die thermische Kopplung der Stromschienen in der Sandwich-Anordnung verteilt wurde, über die Kontaktabschnitte aus der Sandwich-Anordnung herausgeführt und an die Umgebung abgegeben wird.

Vorteilhaft ist es, die Stromschiene in der Weise anzuordnen, dass sich die Kontaktabschnitte auf derselben Seite der ge-dachten Ebene befinden. Auf derselben Seite einer Ebene befinden sich die beiden Kontaktabschnitte dann, wenn sie sich in einem gemeinsamen Bereich bzw. Halbraum befinden, der durch die gedachte Ebene begrenzt wird. Dadurch sind alle Kontaktabschnitte von einer Richtung her zugänglich. So wird ein schnelles Anschließen und Abtrennen von elektrischen Verbrauchern ermöglicht.

Eine Stromschienenvorrichtung für ein Dreiphasennetzwerk weist vorteilhafter Weise wenigstens vier Stromschienen auf. Somit wird es möglich, elektrischen Verbrauchern den Abgriff der drei Phasen (Drehstrom) und des Neutralleiters zu ermöglichen .

In einer besonders vorteilhaften Ausbildung der erfindungsge-mäßen Stromschienenvorrichtung weisen die Kontaktabschnitte Abgriffsbereiche zum Anbringen von Kontakten auf, die einen derart großen Abstand voneinander haben, dass sich zwischen den Abgriffsbereichen unterschiedlicher Stromschienen eine gegenseitige elektrische Isolation bereits durch die Umge-bungsluft ergibt. Dadurch müssen die Abgriffsbereiche nicht durch elektrisch isolierende Werkstoffe isoliert werden. Kontakte zum Anschließen von elektrischen Verbrauchern können so schnell an die Stromschienenvorrichtung an den Abgriffsbereichen angebracht oder davon entfernt werden, ohne dass weitere die Isolierung der Abgriffsbereiche betreffende Maßnahmen nötig wären.

Die erfindungsgemäße Stromschienenvorrichtung kann in besonders einfacher Weise durch Stromschienen mit einem gewinkelten Querschnittsprofil realisiert werden.

Ein weitere Vorteil ergibt sich bei Verwendung von Stromschienen, die im Querschnitt gekröpfte Profile aufweisen. Dadurch lassen sich an der Stromschienenvorrichtung Abgriffsbereiche schaffen, die alle parallel in dieselbe Raumrichtung ausgerichtet sind. Dies vereinfacht das Anbringen von Kontak-ten in besonderer Weise. Unter einem gekröpften Profil ist dabei zu verstehen, dass das Profil der Stromschiene in einem Querschnitt senkrecht zur Längsrichtung eine Treppenform mit einer ersten und eine zweiten Stufe aufweist, wobei die beiden Knickwinkel des treppenförmigen Profils stumpfer als ein rechter Winkel sind.

Eine Stromschienenvorrichtung mit wenigsten acht Stromschienen weist den Vorteil auf, dass zwei Dreiphasensysteme mit jeweils drei Phasen und jeweils einem Neutralleiter unabhän-gig voneinander in der Stromschienenvorrichtung geführt werden können. Dabei befinden sich die Schwerpunkte der Kontaktabschnitte von wenigstens vier der Stromschienen auf einer Seite der gedachten Ebene, während sich die Schwerpunkte der Kontaktabschnitte der übrigen Stromschienen auf der anderen Seite der Ebene befinden. Auf derselben Seite der gedachten

Ebene befinden sich Schwerpunkte von Kontaktabschnitten dann, wenn sie sich in einem gemeinsamen, durch die Ebene begrenzten Bereich bzw. Halbraum befinden.

Vorteilhaft ist es weiterhin, wenn die Stromschienenvorrichtung eine weitere Stromschiene mit einem einfachen Flachprofil aufweist. Eine solche Stromschiene kann innerhalb der Sandwich-Anordnung angeordnet werden und als Schutzleiter dienen. Auch eine Verwendung als zusätzlicher Neutralleiter ist möglich, wodurch eine größere Querschnittsfläche für den Neutralleiter zur Verfügung steht.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen näher erläutert. Dazu zeigen die folgenden Zeichnungen :

FIG 1 eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemäßen Stromschienenvorrichtung,

FIG 2 einen Querschnitt der Anordnung aus FIG 1,

FIG 3 bis FIG 8 Querschnitte weiterer Ausführungsformen der erfindungsgemäßen StromschienenVorrichtung.

In den Figuren sind mit Ausnahme von FIG 6 nur die Leiterelemente der Stromschienen dargestellt. Elektrische Isolierungen der Stromschienen, wie sie gegebenenfalls noch zwischen den Stromschienen unterzubringen sind, sind nur in FIG 6 (in bei-spielhafter Form) dargestellt.

In FIG 1 ist eine erfindungsgemäße Stromschienenvorrichtung in perspektivischer Darstellung gezeigt. Zu sehen sind zwei Stromschienen 11, 12, die sich überwiegend entlang einer ge-meinsamen Längsrichtung erstrecken, wobei die Längsrichtung durch die Linie L-L' angezeigt ist. Da die Erstreckung in Längsrichtung überwiegt, sind die Abmessungen jeder Stromschiene in andere Raumrichtungen geringer. Aus der Tatsache, dass die Stromschienen sich in eine gemeinsame, also dieselbe Längsrichtung L-L' erstrecken, verlaufen sie parallel oder zumindest weitestgehend parallel.

Eine Ebene E erstreckt sich ebenfalls in die Längsrichtung. Ohne dass dies in FIG 1 dargestellt ist, soll die Ebene E zu-sätzlich durch den Schwerpunkt einer jeden dargestellten Stromschiene 11, 12 verlaufen. Die Ebene E teilt jede der Stromschienen 11, 12 in jeweils einen Kontaktabschnitt Kl, K2 und einen Wärmetauschabschnitt Wl, W2. Die Wärmetauschabschnitte Wl, W2 verlaufen räumlich sehr eng zueinander. Dage-gen weisen die Kontaktabschnitte Kl, K2 Bereiche auf, in denen die Stromschienen 11, 12 weiter beabstandet sind.

In FIG 2 ist ein Querschnitt senkrecht zur Längsrichtung L-L' der Stromschienenvorrichtung aus FIG 1 gezeigt. Zu sehen sind beide Stromschienen 11, 12. Die Stromschienen 11, 12 weisen gekröpfte Profile auf. Der Querschnitt verläuft durch die

Schwerpunkte Sl, S2 der beiden Stromschienen 11, 12. In FIG 2 ist erkennbar, dass die Schwerpunkte Sl, S2 in der Ebene E aus FIG 1 liegen. Die Ebene E grenzt einen oberen Bereich B bzw. einen Halbraum von einem unteren Bereich bzw. Halbraum ab. Im oberen Bereich B liegen die Kontaktabschnitte Kl, K2 der Stromschienen 11, 12. Den Kontaktabschnitten Kl, K2 lassen sich Schwerpunkte SKl, SK2 zuordnen.

Auf der anderen Seite der in FIG 2 waagerecht verlaufenden Ebene E, d.h. unterhalb von ihr, befinden sich die Wärmetauschabschnitte Wl, W2 der Stromschienen 11, 12. Sie liegen damit außerhalb des Bereichs B. Auch für Wärmetauschabschnitten Wl, W2 lassen sich Schwerpunkte SWl, SW2 der Wärmetauschabschnitte Wl, W2 ermitteln. Diese haben einen Abstand AW zueinander, der kleiner ist als der Abstand AK zwischen den Schwerpunkten SKl, SK2 der Kontaktabschnitte Kl, K2.

Die Querschnitte in den folgenden Figuren FIG 3 bis FIG 8 sind alle senkrecht zu der im Zusammenhang mit FIG 1 be-schriebenen Längsrichtung L-L' gebildet.

In FIG 3 ist ein Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Stromschienenvorrichtung gezeigt, bei der Stromschienen 11, 12 mit Flachprofilen verwendet werden. Die Stromschienen 11, 12 sind versetzt zueinander angeordnet, so dass eine Ebene E durch die Schwerpunkte Sl, S2 der Stromschienen 11, 12 in der Darstellung in FIG 3 schräg verläuft. Durch die Ebene E wird in jeder Stromschiene 11, 12 ein Kontaktabschnitt Kl, K2 von einem Wärmetauschabschnitt Wl, W2 abgegrenzt. Der Abstand AK zwischen den Schwerpunkten SKl, SK2 der Kontaktabschnitte Kl, K2 ist dabei erfindungsgemäß größer als der Abstand AW zwischen den Schwerpunkten SWl, SW2 der Wärmetauschabschnitte Wl, W2. Auch bei der in FIG 3 gezeigten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Stromschienenvorrichtung verlaufen Wärmetauschabschnitte Wl, W2 räumlich eng zueinander in einer Sandwich-Anordnung. Zugleich weisen die Kontaktabschnitte Kl, K2 freistehende, aus der Sandwich-Anordnung herausragende Be-reiche auf, an denen Verbraucher angeschlossen werden können.

In FIG 4 und FIG 5 sind jeweils ein Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Stromschienenvorrichtung dargestellt. In beiden Figuren sind Stromschienen 11, 12 gezeigt, die einfach gewinkelte Profile aufweisen.

In FIG 4 ist ein oberer Bereich der Stromschienen 11, 12 in einem stumpfen Winkel abgekantet, wobei im Querschnitt die oberen Schenkel der Stromschienen 11 ,12 auseinanderlaufen, wodurch sich eine Y-Form ergibt.

In FIG 5 weisen die Stromschienen 11 ,12 dagegen L-Profile auf, so dass sich im Querschnitt eine T-Form der Stromschienenvorrichtung ergibt.

In FIG 6 ist ein Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Stromschienenvorrichtung mit insgesamt vier Stromschienen 11 - 14 gezeigt. Alle in FIG 6 gezeigten Stromschienen weisen gekröpfte Profile vergleichbar zu denen in FIG 2 auf. Die Stromschienen 11 - 14 sind in dem Bereich, in dem sie räumlich eng geführt sind, jeweils mit einem festen Isoliermaterial II, 12, 13, 14 ummantelt. Eine Isolierung der Stromschienen ist bei allen Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Stromschiene auch in der Form möglich, dass mehrere Stromschienen von demselben Isolierkörper umgeben sind. Dies kann beispielsweise durch Eingießen mehrerer Stromschienen in ein isolierendes und aushärtendes Material erreicht werden.

Wie auch in FIG 2, so befinden sich auch in FIG 6 bei jeder Stromschiene 11 - 14 die Kontaktabschnitte im oberen Bereich der Stromschienen, so dass die Kontaktabschnitte alle aus einer Richtung, in FIG 6 von oben her, zugänglich sind. Die Kontaktabschnitte der Stromschienen 11 - 14 in FIG 6 weisen zudem alle einen blanken Abgriffsbereich Al, A2, A3, A4 auf, der also nicht von Isolierung II, 12, 13, 14 abgedeckt sind. Dies soll andeuten, dass der Abstand der Abgriffsbereiche Al, A2 , A3, A4 zueinander so groß ist, dass sich eine elektrische Isolierung der Abgriffsbereiche gegeneinander für Spannungen, wie sie bei einer dreiphasigen Niederspannungsenergieversorgung auftreten, bereits durch das die Stromschienenvorrichtung umgebende Medium, d.h. z.B. die Umgebungsluft, ergibt. Anstelle von Luft sind aber auch z.B. Öl oder Schwefelhe-xafluorid möglich.

Die in FIG 7 im Querschnitt dargestellte erfindungsgemäße Stromschienenvorrichtung umfasst insgesamt acht Stromschienen 11 - 18. Ausgehend von dem Bereich, in dem die Stromschienen räumlich eng geführt sind, also dem Bereich der Sandwich-Anordnung, weisen dabei die Kontaktabschnitte von vier Stromschienen 11 - 14 in FIG 7 nach oben und von den übrigen vier Stromschienen 15 - 18 nach unten. Die Stromschienen mit den nach oben gerichteten Kontaktabschnitten und die mit den nach unten gerichteten Kontaktabschnitten lassen sich zwei unterschiedlichen Dreiphasen-Stromversorgungen zuordnen. Es handelt sich somit bei der Stromschienenvorrichtung in FIG 7 um zwei unabhängige Stromschienenvorrichtungen von der Art, wie sie in FIG 6 gezeigt ist, wobei die beiden Stromschienenvor-richtungen zueinander punktsymmetrisch angeordnet sind. Allerdings ist auch denkbar, die Stromschienen 11 - 18 in einer anderen Weise miteinander zu verschränken. So könnte z.B. abwechselnd der Kontaktbereich einer Stromschiene nach oben und ein benachbarter nach unter aus der Sandwich-Anordnung her-ausgeführt sein. Dies würde bei einer Belastung aller drei Phasen einer der Dreiphasen-Stromversorgungen, z.B. der Stromschienen 11 - 14, durch einen Drehstrom-Verbraucher sicherstellen, dass eine Wärmeabfuhr durch die Stromschienen 15 - 18 gewährleistet wird.

In FIG 8 ist eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Stromschienenvorrichtung im Querschnitt gezeigt, bei der zwischen Stromschienen 11 - 14 mit Kontaktabschnitten eine zusätzliche Stromschiene 15 mit einem Flachprofil im Bereich der räumlich engen Führung (Sandwich-Anordnung) angeordnet ist. Des Weitern ist in FIG 8 ein Gehäuse 19 mit einer Abdeckung 20 dargestellt, wie es als Unterbringung für eine Stromschienenvorrichtung verwendet werden könnte. Ohne dass dies dargestellt wurde, ist die Verwendung eines Gehäuses auch für die übrigen Ausführungsformen der erfindungsgemäßen StromschienenVorrichtung möglich .

Die zusätzliche Stromschiene 15 kann beispielsweise zur Vergrößerung des Leiterquerschnitts eines Phasenleiters oder des Neutralleiters verwendet werden, indem Kontaktierungen, die in der Figur nicht dargestellt sind, zu einer der übrigen Stromschienen angebracht werden. Auch die Verwendung der zu-sätzlichen Stromschiene als Schutzleiter ist denkbar.

Das beschriebene Eingießen der Stromschienen in ein isolierendes Material kann bei Verwendung eines Gehäuses 19 z.B. erfolgen, indem das Gehäuse bis auf eine Höhe mit dem isolie-renden Material aufgefüllt wird, die noch ein Anschließen von Kontakten an Anschlussbereiche vergleichbar denen in FIG 6 ermöglicht .

In allen gezeigten Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Stromschienenvorrichtung weisen die Stromschienen einen Wärmetauschabschnitt auf, über den eine Übertragung von Wärme von einer Stromschiene zur einer anderen Stromschiene durch eine räumlich enge Führung der Stromschienen begünstigt wird. Zugleich können in Längsrichtung der Stromschienenvorrichtung elektrische Verbraucher ohne bauliche Veränderungen der

Stromschienenvorrichtung angeschlossen werden, da die Stromschienen einen Kontaktabschnitt aufweisen, der ausreichend Raum für das Anbringen von Kontakten bereitstellen kann.