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1. (WO2009149839) TRENNWAND AUS TRANSPARENTEN WANDELEMENTEN
Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

Titel: Trennwand aus transparenten Wandelementen

Beschreibung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Trennwand mit mehreren Wandelementen, die über eine Führungseinrichtung beweglich aufgenommen sind. Die seitlichen Planflächen der Wandelemente sind durch transparente Scheibenelemente gebildet, um eine durchsichtige mobile Trennwand aus mehreren Wandelementen zu schaffen.

Derartige Wandelemente zur Bildung einer mobilen Trennwand mit transparenten Scheibenelementen finden Anwendung in Räumen wie Ladenlokale zur Bildung einer mobilen Fensterfront, in Geschäften zur variablen Abtrennung von Kundenbereichen, in öffentlichen Gebäuden und insbe-sondere in Banken, in denen nach Geschäftsschluss ein innerer Teil des Kundenbereiches von einem äußeren Teil abgetrennt wird. Die transparenten Scheibenelemente weisen Beschläge auf, an denen Führungseinrichtungen angebracht sind, um die Wandelemente beispielsweise in einem Deckenschienensystem aufzunehmen und in diesem zu führen. Häufig sind die Scheibenelemente einzeln angeordnet und bilden den Körper des Wandelementes selbst. Die Beschläge sind dann auf der Oberseite und der Unterseite des Scheibenelementes angeordnet, so dass dann, wenn mehrere Wandelemente nebeneinander angeordnet sind, um die Trennwand zu bilden, die Scheibenelemente aus Glas unmittelbar aneinander angrenzen.

Derartige Trennwände mit mehreren Glaselementen, die aus transparenten Scheibenelementen aufgebaut sind, weisen den Nachteil auf, dass keine Schallisolation ermöglicht ist, da die Scheibenelemente einerseits nur einfach und nicht doppelwandig vorhanden sind und andererseits im Randbereich der Scheibenelemente keine Abdichtung aufweisen. Zwar

BESTATIGUNGSKOPIE sind Wandelemente zur Bildung von Trennwänden bekannt, die über Schallisolationseinrichtungen verfügen, derartige Einrichtungen sind jedoch nicht für Wandelemente bekannt, die aus transparenten Scheibenelementen bestehen. Das Problem ergibt sich bereits aus der Integration einer Schallisolationseinrichtung in die Beschläge, die wenigstens oberseitig und unterseitig das Scheibenelement einfassen.

Ferner sind Trennwände mit mehreren Wandelementen bekannt, wobei die Wandelemente eine Rahmenstruktur aufweisen, in der zugeschnittene Platten eingesetzt sind, die aus MDF-Platten, aus Massivholzplatten oder aus Kunststoffplatten bestehen. Derartige Wandelemente weisen Schallisolationseinrichtungen auf, um eine schalldichte mobile Trennwand zu schaffen. Wandelemente sind ferner mit Fenstern bekannt, die in Gestalt eines Ausschnittes innerhalb der Seitenplatten in diese eingebracht sind. Der Fensterausschnitt innerhalb der Seitenplatten stört dabei nicht die Integration der Schallisolationseinrichtung, die gewöhnlich einen erheblichen Bauraum einnimmt und auf einem Spindelsystem basiert, durch das Dichtelemente sowohl gegen den Boden als auch gegen die Decke des Raumes bewegt werden.

Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Trennwand mit mehreren Wandelementen zu schaffen, die einen erweiterten Funktionsumfang aufweist.

Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Trennwand aus transparenten Wandelementen gemäß des Anspruches 1 in Verbindung mit den kennzeichnenden Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Die erfindungsgemäße Trennwand weist mehrere Wandelemente auf, die über eine Führungseinrichtung beweglich aufgenommen sind, wobei die Wandelemente zwei in einem Abstand parallel zueinander angeordnete transparente Scheibenelemente aufweist, und wobei die Wandelemente einen Profilrahmen zur Aufnahme der Scheibenelemente aufweisen und in dem ferner eine Schallisolationseinrichtung aufgenommen ist, um die Wandelemente wenigstens gegen einen Boden und gegen eine Decke schallisolierend abzudichten.

Die erfindungsgemäße Trennwand kombiniert die Eigenschaften einer transparenten Trennwand mit den Vorteilen einer Schallisolation. Erst durch die erfindungsgemäße Aufnahme der Scheibenelemente in einem Profilrahmen wird die Voraussetzung geschaffen, eine Schallisolationseinrichtung in den Wandelementen zu integrieren. Die Schallisolation wird einerseits durch die schallisolierende Abdichtung der Wandelemente gegen den Boden und gegen die Decke des Raumes geschaffen, wobei andererseits die planparallele Anordnung von zwei transparenten Scheiben-elementen in einem Abstand zueinander zur Schallisolation beiträgt. Dies wird erst durch den Profilrahmen ermöglicht, der in Kombination der transparenten Scheibenelemente das Wandelement bildet. Durch den gegebenen Abstand der beiden transparenten Scheibenelemente zueinander wird der Effekt der Schallisolation verstärkt, wobei ein größerer Abstand zwi-sehen den Scheibenelementen zu besseren Werten der Schallisolation führt.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform sind die Seitenflächen des Wandelementes überwiegend durch die Scheibenelemente gebildet, wobei der Profilrahmen die Scheibenelemente nur randseitig umgibt und diese einfasst. Damit wird eine klare Unterscheidung des erfindungsgemäßen Wandelementes von bekannten Wandelementen geschaffen, die als Seitenflächen in einem Rahmen eingefasste nicht-transparente Platten aufweisen und die einen Fensterausschnitt besitzen. Derartige herkömmliche Wandelemente besitzen Seitenflächen, die überwiegend durch die nichttransparenten Seitenplatten gebildet sind. Vorliegend besitzt das erfindungsgemäße Wandelement jedoch lediglich einen Profilrahmen, der der- - A - art schmal ausgeführt ist, dass dieser nur randseitig in Erscheinung tritt, und die Scheibenelemente im Profilrahmen eingefasst sind. Das Verhältnis zwischen der Seitenfläche, die durch den Profilrahmen gebildet wird, verglichen zur Seitenfläche, die durch das Scheibenelement gebildet wird, kann mit einem Fensterflügel eines Gebäudes verglichen werden. Bei einem Fensterflügel fasst ein Fensterrahmen die Fensterscheibe lediglich randseitig ein, ohne dass der Fensterrahmen einen wesentlichen Anteil an der Seitenfläche des Fensters bildet.

Die Scheibenelemente des erfindungsgemäßen Wandelementes können aus allen bekannten transparenten Materialien bestehen, die als derartige Scheibenelemente Verwendung finden können. Folglich können die Schei-benelemente aus einem Kunststoffmateriai hergestellt sein, das transparente Eigenschaften aufweist, wie dies beispielsweise bei einem Acrylglas (PMMA) gegeben ist. Die Scheibenelemente sind jedoch bevorzugt aus Glasscheiben gebildet, wobei wenigstens eine der beiden Scheibenelemente eine Einfachglasscheibe oder auch eine Doppelglasscheibe aufweisen kann. Durch Verwendung von Doppelglasscheiben wird neben einer verbesserten Schallisolation auch eine Wärmeisolation ermöglicht, sofern die erfindungsgemäße Trennwand die Funktion einer Wärmedämmung erfüllen muss. Der Profilrahmen kann dabei ferner eine thermische Trennung aufweisen, in dem dieser beispielsweise sowohl ein innenseitiges als auch ein außenseitiges Aluminiumprofil besitzt, die über Kunststoffstege innenseitig zusammengehalten sind. Damit entsteht eine Barriere gegen einen Wärmefluss von einer warmen zu einer kalten Seite, die durch die Trennwand getrennt sind. Dabei kann es hinreichend sein, zumindest eine der beiden Scheibenelemente als Doppelglasscheibe auszuführen, wobei die zweite Glasscheibe eine Einfachglasscheibe sein kann.

Es ist weiterhin möglich die Glasscheiben als Einfachglasscheiben auszubilden und entweder mit einer gleichen oder mit einer unterschiedlichen Dicke zu kombinieren. Beispielsweise ist es von Vorteil, Glasscheibendi- cken von 6 mm und 6 mm zu kombinieren, wobei auch eine Kombination von 8 mm und 10 mm möglich ist, die eine verbesserte Schallisolation ermöglicht. Die Kombination von unterschiedlichen Glasscheibendicken führt zu geringeren Resonanzeffekten, wodurch wiederum die Schallisolation weiter verstärkt werden kann.

Je größer der Abstand der Scheibenelemente zueinander ist, desto größer ist die Wirkung der Schallisolation. Hingegen sollte das Wandelement ein gegebenes Breitenmaß nicht übersteigen, so dass es von Vorteil ist, die Scheibenelemente im Wandelement möglichst außenseitig anzuordnen. Der Profilrahmen sollte folglich nicht wesentlich über die Außenflächen der Scheibenelemente hinausragen. Vorteilhafterweise weist der Abstand der beiden im Profiirahmen aufgenommen Glasscheiben wenigstens einen Wert von 50 mm bevorzugt einen Wert von wenigstens 60 mm und beson-ders bevorzugt einen Wert von wenigstens 80 mm auf, wobei das Wandelement insgesamt ein Dickenmaß von 100 mm nicht überschreitet.

Eine mögliche Ausführungsform des Profilrahmens besitzt vertikal verlaufende Seitenrahmenteile, die nach Art einer Nut-Feder-Verbindung derart kombiniert sind, dass mehrere Wandelemente nebeneinander angeordnet werden können und einen Formschluss bilden. Folglich weist ein Wandelement ein erstes vertikal verlaufendes Seitenrahmenteil auf einer ersten Seite auf, das eine Nut umfasst, wobei das gegenüberliegende zweite vertikal verlaufende Rahmenteil auf der zweiten Seite eine Federgeometrie besitzt. In der Nut-Feder-Fügegeometrie können wiederum Dichtelemente zur Verbesserung der Schallisolation vorgesehen sein. Der Profilrahmen besteht auf der oberen Seite aus einem horizontal verlaufendem Oberholm und auf der Bodenseite auf einem horizontal verlaufendem Unterholm. Im Ergebnis wird ein zumeist rechteckiger Profilrahmen gebildet, wobei die vertikal verlaufenden Seitenrahmenteile mit den jeweiligen Ober- und Unterholmen verbunden sind. Die Verbindung kann über Winkelprofile erfolgen, wobei diese aus einem festeren Werkstoff, beispielsweise einem Stahlwerkstoff, ausgebildet sein können, da das Gewicht der Scheibenelemente über die Winkelprofile getragen wird, denn die Wandelemente sind meist mit einer Führungseinrichtung aufgenommen, die an der Decke des Raumes angebracht ist. Derartige Wandelemente können Höhen von über vier Metern aufweisen, so dass bei zwei im Profilrahmen eingesetzten Glasscheiben größerer Dicke ein beträchtliches Gewicht entsteht, das zunächst vom Unterholm aufgenommen wird und über die Winkelprofile in die vertikal verlaufenden Seitenrahmenteile eingeleitet wird.

Gemäß der vorliegenden Erfindung weist die Trennwand eine Schallisolationseinrichtung auf, die im Oberholm und/oder im Unterholm angeordnet ist. Die Schallisolationseinrichtung besitzt Dichtelemente, die jeweils aus dem Oberhoim gegen die Decke und aus dem Unterholm gegen den Boden fahrbar sind. Die Dichtelemente müssen im Ober- und Unterholm ver-fahrbar angeordnet sein, da die Dichtelemente erst nach Erreichen der Endposition des Wandelementes in der Trennwand gegen die Decke und den Boden verfahren werden. Folglich kann das Wandelement innerhalb der Führungseinrichtung bewegt werden, ohne dass die Dichtelemente gegen die Decke und den Boden abdichten.

Zum Verfahren der Dichtelemente ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass in einem Wandelement eine erste Antriebseinheit im Oberholm und eine zweite Antriebseinheit im Unterholm vorgesehen ist, die getrennt voneinander ein jeweiliges Dichtelement sowohl gegen die Decke als auch gegen den Boden verfahren. Im Unterschied zu herkömmlichen Wandelementen, in denen eine einzige Antriebseinheit sowohl ein erstes Dichtelement gegen die Decke als auch ein weiteres zweites Dichtelement gegen den Boden verfährt, weist das erfindungsgemäße Wandelement getrennte Antriebseinheiten für die Dichtelemente zum Abdichten gegen die Decke und gegen den Boden auf. Um die erfindungsgemäße Ausführung des Wandelementes mit einem Profilrahmen zu schaffen, in dem die Antriebseinheiten oberseitig und unterseitig eingebracht sind, müssen die Antriebseinhei- ten dem verfügbaren Bauraum innerhalb des Oberholms und des Unterholms angepasst sein. Eine alternative Ausführungsform einer Antriebseinheit kann ein Spindelsystem umfassen, welches nur einen Antrieb aufweist, der in einem der vertikal verlaufenden Seitenrahmenteile integriert ist, und sowohl mit dem deckenseitigen als auch mit dem bodenseitigen Dichtelement zusammenwirkt. Nur dann kann der Antrieb der Dichtelemente oberseitig und unterseitig auf eine Antriebseinheit reduziert werden. Unabhängig von der Anordnung der Antriebseinheit in den Seitenrahmen-teilen oder im Ober- und Unterholm ist diese zumindest aus der Mitte des Wandelementes verlagert worden. Folglich ist die Transparenz durch die Wandelemente nicht durch die Anordnung der Antriebseinheit behindert.

Vorteilhafterweise ist der Profilrahmen durch eine Breite bestimmt, die einen Wert von 200 mm, bevorzugt einen Wert von 150 mm und besonders bevorzugt einen Wert von 120 mm nicht übersteigt. Nur so kann gewährleistet sein, dass die Seitenfläche des Wandelementes überwiegend durch das Scheibenelement gebildet wird. Insbesondere die Brüstungshöhe vom Boden bis zur Oberkante des Profilrahmens im Bereich des Unterholms ist mit einem Wert von 120 mm begrenzt, wobei eine geringe Breite des Pro-filrahmens zu einem wünschenswerten, filigranen Erscheinungsbild der Trennwand beiträgt.

Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind Clipleisten vorgesehen, durch die die Scheibenelemente im Profilrahmen aufgenommen sind. Die Clipleisten werden außenseitig am Profilrahmen angeordnet, so dass beide Scheibenelemente durch die Clipleisten mittel eines elastischen Andruckes gegen den Profilrahmen gehalten werden. Die Clipleiste auf der Seite des Unterholms kann einteilig mit dem Unterholm ausgeführt sein, so dass die Scheibenelemente zunächst in die unterseitige Clipleiste eingesetzt bzw. eingestellt werden können. Nachfolgend werden die Clipleisten an den Seitenrahmenteilen sowie am Oberholm eingesetzt, um das Scheibenelement im Profilrahmen zu befestigen. Die Clipleisten, die an den vertikal verlaufenden Seitenrahmenteilen sowie am Oberholm angeordnet sind, weisen ein U-förmiges Strangprofil auf. Das U-förmige Strangprofil bewirkt mit einem ersten U-Schenkel einen Formschluss im Seitenrahmenteil, und erzeugt mit einem zweiten U-Schenkel einen An-druck des Scheibenelementes gegen den Profilrahmen. Dieser zweite U-Schenkel ist gegenüber dem ersten U-Schenkel länger ausgeführt und erstreckt sich abschnittsweise über das Scheibenelement. Um eine elastische Aufnahme der Scheibenelemente im Profilrahmen zu ermöglichen, sind Steckdichtungen vorgesehen, die mit den Clipleisten zusammenwir-ken. Die Steckdichtungen werden auf dem gesamten Umfang des Profilrahmens zwischen dem zweiten Schenkel der Clipleiste und dem Scheibenelement eingedrückt, und können in der Clipleiste verrasten. Die Steckdichtungen können aus einem gummiartigen Material bestehen, um sowohl eine Abdichtung gegen Verunreinigungen zu schaffen, die zwi-sehen die Scheibenelemente gelangen können, als auch eine Nachgiebigkeit zwischen dem Profilrahmen und dem Scheibenelement zu ermöglichen, um beispielsweise Wärmedehnungen auszugleichen.

Das Wandelement weist insgesamt ein Dickenmaß von etwa 100 mm auf. Damit wird die Stapelhöhe der Wandelemente in einer Parkposition verringert. Ferner trägt eine geringere Dicke des Wandelementes zu einem filigraneren Erscheinungsbild bei, wobei es zugleich wünschenswert ist, die Scheibenelemente mit einem großen Abstand zueinander im Profilrahmen aufzunehmen. Folglich weisen die Clipleisten nur eine geringe Höhe über dem Scheibenelement auf, die geringer ist als die Dicke des Scheibenelementes, um die Gesamtdicke der Wandelemente nicht unnötig zu vergrößern.

Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen werden nachstehend gemeinsam mit der Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels der Erfindung anhand der Figuren näher dargestellt.

Es zeigen:

Figur 1 : eine perspektivische Ansicht eines erfindungsgemäßen

Wandelementes zur Bildung einer mobilen Trennwand;

Figur 2: eine Querschnittsansicht in der Querschnittsebene, die in Figur 1 mit H-Il gekennzeichnet ist;

Figur 3: eine Detailansicht der Anordnung der Clipleiste am Profil- rahmen mit einer zugeordneten Steckdichtung gemäß des

Details III, das in der Figur 2 gezeigt ist;

Figur 4a: eine Querschnittsansicht des Profilrahmens im Bereich eines vertikal verlaufenden Seitenrahmenteils, das als Nut ausge- führt ist;

Figur 4b: eine Querschnittsansicht durch ein vertikal verlaufendes Sei- tenrahmenteil, dass als Feder ausgeführt ist und

Figur 5: eine Detailansicht der Anordnung einer Clipleiste mit einer Steckdichtung im Bereich eines Seitenrahmenteils gemäß des Details IV aus der Figur 4a.

In Figur 1 ist eine perspektivische Ansicht eines Wandelementes 1 darge-stellt. Mehrere dieser Wandelemente 1 können in einem Raum angrenzend aneinander angeordnet werden, um eine Trennwand zu bilden. Um die Wandelemente 1 zu verfahren, besitzen diese eine Führungseinrichtung 2, über die die Wandelemente 1 in einem Schienensystem verfahrbar sind, dass beispielsweise in der Decke eines Raumes integriert ist. Die Führungseinrichtung 2 weist eine Vielzahl von Rollen auf, die entweder nur zur Führung des Wandelementes 1 im Schienensystem laufen oder angetrieben sein können, um eine automatisch verfahrbare Trennwand zu bilden. Das Wandelement 1 weist im Wesentlichen zwei in einem parallelen Abstand zueinander angeordnete transparente Scheibenelemente 3 auf, die in einem Profilrahmen 4 aufgenommen sind. Der Profilrahmen 4 besitzt eine rechteckige Form und umrandet die Scheibeneiemente 3. Wie in der perspektivischen Ansicht des Wandelementes 1 gezeigt, bildet der Profilrahmen 4 lediglich einen geringen Teil der Seitenfläche des Wandelementes 1 , so dass die Breite B des Profilrahmens 4 nur einen geringen Anteil an den seitlichen Gesamtabmessungen des Wandelementes 1 einnimmt. Der Profilrahmen 4 weist zwei vertikal verlaufende Seitenrahmen-teile 4a und 4b auf, die über einen Oberholm 4c auf der oberen Seite und einen Unterholm 4d auf der unteren Seite des Wandelementes 1 verbunden sind. In Figur 2 folgt eine Querschnittsansicht in der Querschnittsebene N-Il1 der durch den Unterholm 4d gelegt ist.

Figur 2 zeigt die Querschnittsansicht durch das Wandelement 1 im Bereich des Unterholms 4d gemäß des Schnittes U-Il aus Figur 1. Im Querschnitt sind die Scheibenelemente 3 erkennbar, wobei linksseitig ein dünnes und rechtsseitig ein dickeres Scheibenelement 3 eingesetzt ist, die in einem Abstand zueinander angeordnet sind. Der Abstand der Scheiben-elemente 3 zueinander wird durch die Breite des Profilrahmens 4 bestimmt. Dabei sind die Scheibenelemente 3 möglichst in einem großen Abstand zueinander innerhalb eines Profilrahmens 4 aufgenommen, was durch ein Vorlegeband 10 noch verstärkt ist, um die geringere Dicke des Scheibenelementes 3 auf der linken Seite auszugleichen.

Innerhalb des Unterholmes 4d des Profilrahmens 4 ist eine Schallisolationseinrichtung 5 integriert, die wenigstens ein Dichtelement 8 aufweist, das mittels einer Antriebseinheit 9 gegen einen Boden 11 verfahrbar ist. Das Dichtelement 8 besteht wenigstens aus einer Gummilippe, die sich neben weiteren Dichtelementen 12 über der gesamten Breite des Wandelementes 1 hinweg erstreckt. Die Dichtelemente 8 und 12 sind in einem Aufnahmerahmen 13 aufgenommen, der durch die Antriebseinheit 9 vertikal gegen den Boden bewegbar ist.

Der Unterholm 4d weist außenseitige Clipleisten 6 auf, die einteilig mit dem Unterholm 4d ausgeführt sind. Die Clipleisten 6 besitzen einen U-förmigen Querschnitt, so dass die Scheibenelemente 3 zunächst in die Clipleisten 6 eingesetzt werden können. Aufgrund der unterseitigen Anordnungen der Clipleisten 6 sind die Scheibenelemente 3 in diesem durch ihre Schwerkraft gehalten, so dass anschließend eine Steckdichtung 7 zwischen der Clipleiste 6 und den Scheibenelementen 3 eingesetzt werden kann, um das Scheibenelement 3 endgültig in dem Profilrahmen 4 aufzunehmen. Eine detaillierte Ansicht der Anordnung einer Steckdichtung 7 in der Ciipleiste 6 ist gemäß des Details III in der Figur 3 genauer dargestellt.

Figur 3 zeigt eine detaillierte Ansicht des Details III aus Figur 2. Die Clipleiste 6 ist Bestandteil des Unterholms 4d, und besitzt einen Schenkel, der sich außenseitig über das Scheibenelement 3 hinweg erstreckt. Endseitig besitzt die Clipleiste 6 eine Rastgeometrie 14, durch die die Steckdichtung 7 gehalten werden kann. Diese weist eine Vertiefung 15 auf, in die die nasenartige Rastgeometrie 14 der Clipleiste 6 einhaken kann. Folglich besteht die Möglichkeit, die Steckdichtung 7 zwischen die Clipleiste 6 und das Scheibenelement 3 einzudrücken, wobei die Steckdichtung 7 in unver-formtem Zustand gezeigt ist, und die Verformung derart stattfindet, dass die Steckdichtung 7 gegen die Oberfläche des Scheibenelementes 3 drückt.

Die Figuren 4a und 4b zeigen eine quergeschnittene Ansicht des Profilrahmens 4 im Bereich der Seitenrahmenteile 4a und 4b. In der Figur 4a ist ein Querschnitt des linksseitig angeordneten Seitenrahmenteiles 4a und in der Figur 4b ist eine quer geschnittene Ansicht des Seitenrahmenteiles 4b des Profilrahmens 4 gezeigt. Das Seitenrahmenteil 4a ist als Nut-Teil aus- geführt, wohingegen das Seitenrahmenteil 4b einen Feder-Teil bildet, der zum Eingriff in den Nut-Teil 4a eines benachbarten Wandelementes bestimmt ist. Weitere Dichtelemente 16 und 17 sind in der Feder-Nut-Geometrie angeordnet, um auch die Fügestelle zwischen den Wandele-menten selbst schalldicht zu gestalten.

Die Ansicht zeigt ferner zwei Scheibenelemente 3, die in einem Abstand zueinander im Seitenrahmenteil 4a und 4b aufgenommen sind. Die Aufnahme erfolgt über Clipleisten 6, die auf gleiche Weise mit einer Steck-dichtung 7 zusammen wirken, wie dies bereits durch die Aufnahme des Scheibenelementes 3 im Bereich des Unterholms gemäß der Figur 3 beschrieben ist. Jedoch sind die Clipleisten 6 im Bereich der Seitenrahmen-teiie 4a und 4b als Einzelteile ausgeführt, und besitzen eine U-förmige Gestalt mit einem kurzen und einem langen U-Schenkel. Der kurze U-Schenkel greift formschlüssig in eine Geometrie des Seitenrahmenteils 4a und 4b ein, so dass sich der lange U-Schenkel über einen Abschnitt über das Scheibenelement 3 hinweg erstreckt. Endseitig am langen U-Schenkel der Clipleiste 6 ist wiederum eine Steckdichtung 7 eingesetzt, die auf gleiche Weise ausgeführt ist, wie die Steckdichtung 7 im Bereich des Un-terholms.

Die Figur 5 zeigt eine Detailansicht der Anordnung der Clipleiste 6 am Sei-tenrahmenprofil 4a gemäß des Details IV aus Figur 4a. Das hierin gezeigte Scheibenelement 3 ist dünner ausgeführt, so dass in der Aufnahmege-ometrie des Seitenrahmenteils 4a ein Vorlegeband 10 eingesetzt ist, um die Breite der Aufnahmeaussparung zur Aufnahme des Scheibenelementes 3 auszugleichen.

Die Verbindung zwischen der Steckdichtung 7 und der Clipleiste 6 erfolgt auf gleiche Weise über eine Rastgeometrie 14, die an der Clipleiste 6 ausgebildet ist und in eine Vertiefung 15 formschlüssig eingreift, die in der

Steckdichtung 7 vorhanden ist. Die Steckdichtung 7 weist ein elastisches Material wie ein Gummiband und dergleichen auf, so dass sich dieses verformen kann und durch die Verformung ein Anpressdruck des Scheibenelementes 3 gegen das Vorlegeband 10 bzw. gegen den Profilrahmen 4 hervorruft.

Die Erfindung beschränkt sich in ihrer Ausführung nicht auf das vorstehend angegebene bevorzugte Ausführungsbeispiel. Vielmehr ist eine Anzahl von Varianten denkbar, welche von der dargestellten Lösung auch bei grundsätzlich anders gearteten Ausführungen Gebrauch macht. Insbe-sondere können die Scheibenelemente 3 auch aus einem Polarisationsglas bestehen, um mit entsprechender elektrischer Beschaltung die Transparenz der Scheibenelemente vorübergehend aufzuheben. Ferner kann zwischen den beiden Scheibeneiementen 3 ein spezielles Gas eingeleitet werden, dass verbesserte Isolationseigenschaften zur Schallisola-tion ermöglicht. Das Material der Profilrahmen 4 kann ein Aluminium-Strangpressprofil sein, welches auch geteilt ausgeführt sein kann und eine Kunststoffbrücke umfasst, um eine Wärmeisolation zwischen den beiden Außenflächen des Wandelementes 1 zu schaffen.

Bezugszeichenliste

1 Wandelement

2 Führungseinrichtung

3 Scheibenelement

4 Profilrahmen

4a Seitenrahmenteil

4b Seitenrahmenteil

4c Oberholm

4d Unterholm

5 Schallisolationseinrichtung

6 Clipleiste

7 Steckdichtung

8 Dichtelement

9 Antriebseinheit

10 Vorlegeband

11 Boden

12 Dichtelement

13 Aufnahmerahmen

14 Rastgeometrie

15 Vertiefung

16 Dichtelement

17 Dichtelement

B Breite des Profilrahmens