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1. (WO2008086960) TRANSFORMATIONSVORRICHTUNG
Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

TransformatJonsVorrichtung

Stand der Technik

Die Erfindung geht aus von einer Transformationsvorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Es sind bereits Sitztransformationsvorrichtungen bekannt, die innerhalb einer Sitzvorrichtung angeordnet sind und eine Transformationseinheit aufweisen, die einen Ein- und einen Ausgang aufweisen und dazu vorgesehen sind, eine am Eingang anstehende Wechselspannung mit 115 V und 400 Hz in eine
Gleichspannung mit 24 V zu transformieren.

Vorteile der Erfindung

Die Erfindung geht aus von einer Transformationsvorrichtung, insbesondere einer Sitztransformationsvorrichtung, für eine Sitzvorrichtung mit wenigstens einer Transformationseinheit, die wenigstens einen Ein- und wenigstens einen Ausgang aufweist.

Es wird vorgeschlagen, dass die Transformationseinheit dazu vorgesehen ist, eine am Eingang anstehende Niederspannung zu transformieren. Dabei soll unter einer Niederspannung insbesondere eine Spannung kleiner als 50 V und insbesondere eine Gleichspannung verstanden werden. Unter „vorgesehen" soll insbesondere „speziell ausgelegt", „ausgestattet" und/oder „programmiert" verstanden werden. Ferner soll unter einer „Sitztransformationseinheit" insbesondere eine Einheit verstanden werden, die innerhalb einer Sitzvorrichtung, insbe-sondere innerhalb einer Flugzeugsitzvorrichtung integriert ist bzw. speziell für eine entsprechende Integration ausgelegt ist.

Durch eine entsprechende erfindungsgemäße Ausgestaltung kön-nen Hochspannungsleitungen innerhalb einer Sitzvorrichtung zumindest reduziert werden.

Ferner wird vorgeschlagen, dass die Transformationsvorrichtung wenigstens eine Prozessoreinheit aufweist. Dabei soll unter einer „Prozessoreinheit" insbesondere eine Einheit mit einem Prozessor bzw. einer Recheneinheit und einer Speichereinheit verstanden werden, in der ein Betriebsprogramm abgespeichert ist. Durch eine Prozessoreinheit kann die Flexibilität der Transformationsvorrichtung vorteilhaft erhöht werden, und zwar insbesondere, wenn die Transformationsvorrichtung wenigstens eine Datenschnittstelle aufweist, d.h. eine Dateneingangs- und/oder eine Datenausgangsschnittstelle, über die verschiedene, dem Fachmann als sinnvoll erscheinende Daten der Transformationsvorrichtung zugeführt und/oder von dieser abgerufen werden können, wie beispielsweise Steuerdaten, Kontrolldaten, Diagnosedaten usw. Mittels der Daten- Schnittstelle kann eine Online-Überwachung, eine Diagnose und/oder eine Steuerung usw. erreicht werden. Die Datenschnittstelle kann dabei für eine Datenübertragung mit und/oder auch ohne Leitung bzw. für eine Wireless-Übertragung, beispielsweise per Funk, ausgelegt sein.

In einer weiteren Ausgestaltung wird vorgeschlagen, dass die Transformationsvorrichtung eine Eingabe- und/oder Ausgabeeinheit aufweist, wobei unter einer „Eingabe- und/oder Ausgabe-einheit" insbesondere eine Einheit verstanden werden soll, die gezielt dazu ausgelegt ist, dass ein Endnutzer, wie z.B. ein auf der Sitzvorrichtung sitzender Passagier und/oder eine einen auf der Sitzvorrichtung sitzenden Passagier betreuende Person, eine Eingabe vornehmen kann, wie insbesondere eine Auswahl und/oder eine Dateneingabe bzw. dass einem Endnutzer Daten ausgegeben werden können. Durch eine entsprechende Eingabeeinheit kann die Transformationsvorrichtung gezielt auf vorliegende Randparameter angepasst werden, und zwar insbesondere, wenn die Eingabeeinheit dazu vorgesehen ist, eine Ausgangsgröße auszuwählen, wie beispielsweise eine Ausgangsspannung, wie eine Gleich- oder Wechselspannung, eine Ausgangsfrequenz usw. Insbesondere kann auch gezielt eine Abschaltfunktion integriert sein, um einen unerwünschten
Gebrauch zu vermeiden.

Ferner wird vorgeschlagen, dass die Transformationseinheit zumindest teilweise in einer Ausgangsanschlusseinheit integriert ist. Dabei soll unter einer „Ausgangsanschlusseinheit" insbesondere eine Einheit verstanden werden, die dazu vorge-sehen ist, dass ein Endnutzer einen Stromverbraucher anschließt und insbesondere hierfür Anschlussmittel aufweist.

Ferner soll unter „integriert" insbesondere verstanden werden, dass die Transformationseinheit zumindest teilweise einstückig mit der Ausgangsanschlusseinheit ausgeführt ist und/oder mit dieser eine Montageeinheit bildet. Durch eine entsprechende Ausgestaltung können zusätzliche Bauteile, Gewicht, Montageaufwand und/oder Kosten eingespart werden.

Ist die Prozessoreinheit dazu vorgesehen, eine Kenngröße zumindest teilautomatisiert abhängig von wenigstens einem Para-meter einzustellen, wie insbesondere eine Ausgangsgröße, kann der Komfort weiter gesteigert und es kann insbesondere ein Energieverbrauch optimiert werden, und zwar vorzugsweise dadurch, dass Energieverbrauchsspitzen zumindest teilautomatisiert entgegen gewirkt werden kann. Vorteilhaft kann die Pro-zessoreinheit dazu vorgesehen sein, ab einem bestimmten Energieabgriff, diesen zu begrenzen, indem nur noch getaktet E-nergie abgegeben wird usw.

Ist die Transformationsvorrichtung mit einer Sitzsteuerungs-einheit gekoppelt, und zwar insbesondere datentechnisch, können vorliegende Parameter der Sitzsteuerungseinheit bei der Transformationsvorrichtung und/oder es können vorliegende Parameter bei der Transformationsvorrichtung bei der Sitzsteuerung vorteilhaft berücksichtigt werden.

Ist die Transformationsvorrichtung zumindest teilweise einstückig mit einer Sitzsteuerungseinheit ausgebildet, können wiederum zusätzliche Bauteile, Gewicht, Montageaufwand und/oder Kosten eingespart werden.

Zeichnung

Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Zeichnungsbeschreibung. In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Die Zeichnung, die Beschreibung und die Ansprüche enthalten zahlreiche Merkmale in Kombination. Der Fachmann wird die Merkmale zweckmäßigerweise auch einzeln betrachten und zu sinnvollen weiteren Kombinationen zusammenfassen.

Es zeigen:

Fig. 1 eine schematisch dargestellte Sitzvorrichtung
eines Flugzeugs in einer Seitenansicht,
Fig. 2 einen vergrößerten Ausschnitt einer Konsole
der Sitzvorrichtung aus Figur 1 von oben und
Fig. 3 eine schematische Darstellung einer Sitztransformationsvorrichtung und einer Sitzsteuerungseinheit der Sitzvorrichtung aus Figur 1.

Beschreibung des' Ausführungsbeispiels

Figur 1 zeigt eine Sitzvorrichtung 10 eines Flugzeugs in einer Seitenansicht mit einer Sitzumhausung 48, innerhalb der eine Rückenlehne 28 und ein nicht näher dargestellter Sitzboden angeordnet ist. Die Sitzvorrichtung 10 umfasst eine Konsole 54 und eine darin integrierte Ausgangsanschlusseinheit 24, die Anschlussstellen 36 - 42 für Stromverbraucher von Passagieren aufweist (Figuren 1 bis 3) . In der Ausgangsan- Schlusseinheit 24 ist wiederum eine Transformationseinheit 16 einer erfindungsgemäßen Sitztransformationsvorrichtung integrierte bzw. ist in einem Gehäuse der Ausgangsanschlusseinheit 24 die Transformationseinheit 16 angeordnet und die Ausgangs-anschlusseinheit 24 bildet mit der Transformationseinheit 16 eine Montageeinheit. Die Transformationsvorrichtung ist an Kabelbäumen angeschlossen, die für Aktuatoren vorgesehen sind, mittels derer die Sitzvorrichtung verstellbar ist.

Die Transformationseinheit 16 weist einen Eingang und mehrere Ausgänge 14 auf und ist dazu vorgesehen, eine am Eingang 12 anstehende Niederspannung zu transformieren. Die Transformationseinheit 16 ist mit einer Sitzsteuerungseinheit 26 gekoppelt, die insbesondere zur Steuerung einer Bewegung des Sitz-bodens und der Rückenlehne 28 vorgesehen ist. In der Sitzsteuerungseinheit 26 ist eine Transformationseinheit 30 integriert, die einen Eingang 32 und einen Ausgang 34 aufweist. Am Eingang 32 liegt eine Wechselspannung mit 115 V und 400 Hz an, wobei die Transformationseinheit 30 die Wechselspannung zu einer Gleichspannung mit 24 V transformiert, die wiederum am Eingang 12 der Transformationseinheit 16 anliegt.

Die Transformationseinheit 16 umfasst eine Prozessoreinheit 18 mit einem Prozessor 44 und einer Speichereinheit 46 mit einem darin gespeicherten Betriebsprogramm sowie eine Datenschnittstelle 20. Über die Datenschnittstelle 20 und über Datenleitungen ist die Transformationseinheit 16 mit einer von einem Touchscreen bzw. mit einer von einem berührempfindlichen Bildschirm gebildeten Eingabe- und Ausgabeeinheit 22 der Transformationsvorrichtung gekoppelt, die in die Ausgangsanschlusseinheit 24 integriert ist und über die ein Endnutzer, wie insbesondere ein Passagier, Ausgangsgrößen, wie Spannungshöhe, Spannungsart, d.h. Gleichspannung oder Wechselspannung, sowie eine gewünschte Frequenz für die Anschlussstellen 36, 38, 40, 42 aus einem Menü auswählen kann. Die ausgewählten Ausgangsgrößen werden dann mittels der Prozessoreinheit 18 prozessorgesteuert eingestellt. Ferner werden über die Eingabe- und Ausgabeeinheit 22 Informationen über die Transformationseinheit 16, insbesondere über mögliche auswählbare Spannungen, an den Passagier ausgegeben.

Ferner ist die Transformationseinheit 16 über die Datenschnittstelle 20 und über Datenleitungen mit der Sitzsteuerungseinheit 26, mit einer zentralen Eingabe- und Ausgabeeinheit 50 innerhalb des Flugzeugs und mit einem Flugzeugdaten-bussystem 52 verbunden.

Mittels der Eingabe- und Ausgabeeinheit 50, die dazu vorgesehen ist, von einem Endnutzer, und zwar insbesondere von einer Passagiere betreuenden Person, bedient zu werden, können von der die Passagiere betreuenden Person Daten der Transformationseinheit 16 eingesehen und es können Einstellungen vorgenommen werden. Insbesondere kann auch eine Energieabgabe unterbunden werden.

Ferner werden mittels der Prozessoreinheit 18 automatisiert und abhängig von Parametern Kenngrößen eingestellt, und zwar wird eine mögliche Energieabgabe insbesondere abhängig von einem aktuellen Energieverbrauch der Sitzvorrichtung 10 und abhängig von einem aktuellen Energieverbrauch innerhalb einer Flugzeugkabine des Flugzeugs eingestellt. Liegt ein hoher Energieverbrauch vor, beispielsweise dann, wenn eine hohe Anzahl Aktuatoren mittels der Sitzsteuerungseinheit 26 angesteuert werden, wird beispielsweise an einer Anschlussstelle für einen Laptop nur noch getaktet Energie abgegeben. Über-schreitet der Energieverbrauch eine bestimmte Größe, wird die Energieabgabe vollständig unterbunden. Daten für die automatisierte Einstellung werden der Prozessoreinheit 18 über die Datenschnittstelle 20 zugeführt. Wird die Energieabgabe getaktet oder vollständig unterbunden, gibt die Prozessorein-heit 18 über die Eingabe- und Ausgabeeinheit 22 entsprechende Informationen an den Passagier aus.

Bezugszeichen

10 Sitzvorrichtung 54 Konsole

12 Eingang
14 Ausgang
16 Transformationseinheit
18 Prozessorreinheit
20 Datenschnittstelle
22 Eingabe- und/oder Ausgabeeinheit
24 Ausgangsanschlusseinheit
26 Sitzsteuerungseinheit
28 Rückenlehne
30 Transformationseinheit
32 Eingang
34 Ausgang
36 Anschlussstelle
38 Anschlussstelle
40 Anschlussstelle
42 Anschlussstelle
44 Prozessor
46 Speichereinheit
48 Sitzumhausung
50 Eingabe- und Ausgabeeinheit
2 Flugzeugdatenbussystem