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1. WO2008083796 - OFFENEND-SPINNMASCHINE

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

Offenend-Spinnmaschine

Die Erfindung betrifft eine Offenend-Spinnmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Im Zusammenhang mit der Verarbeitung von textilem Fasermaterial, insbesondere bei der Herstellung von Garnen, die anschließend auf Kreuzspulen gewickelt werden, ist es seit langem bekannt und in der Patentliteratur in zahlreichen Schriften beschrieben, dass es vorteilhaft ist, wenn Fasermaterial bei bzw. vor seiner Verarbeitung von einer klimatisierten Atmosphäre umgeben ist. Vorzugsweise sollte bei der Verarbeitung von Fasermaterial eine bestimmte Lufttemperatur von zum Beispiel 28° C möglichst nicht überschritten und eine bestimmte Luftfeuchtigkeit von
beispielsweise 50% möglichst nicht unterschritten werden.

In der DE 41 42 110 Al ist eine Klimatisierungseinrichtung zur Behandlung von Vorlagematerial am Beispiel einer Ringspinnmaschine beschrieben.
Diese bekannte Klimatisierungseinrichtung weist jeweils einen Klimakanal auf, der im Bereich der Spinnsaaldecke angeordnet ist und einen Klimakanal, der oberhalb des Spulengatters der Ringspinnmaschine verläuft.
Die beiden Klimakanäle sind an eine spinnereieigene Klimaanlage angeschlossen .
Außerdem ist ein Absaugkanal vorgesehen, der im unteren Bereich der Ringspinnmaschine positioniert ist.
Von dem Klimakanal, der auf dem Spulengatter angeordnet ist, zweigen im Bereich der Arbeitstellen der Ringspinnmaschine jeweils Düsenrohre ab, deren Klimadüsen auf das Vorlagematerial, im vorliegenden Fall auf Flyerspulen, gerichtet sind.

Die Klimadüsen sind dabei sowohl auf die Oberfläche der
Flyerspule als auch auf die von der Spule ablaufende Flyerlunte gerichtet.

Vergleichbare Klimatisierungseinrichtungen sind auch im
Zusammenhang mit Offenend-Spinnmaschinen bekannt und
beispielsweise in der DE 44 19 440 C und der DE 44 19 441 C beschrieben.
Diese bekannten Klimatisierungseinrichtungen weisen im
Bodenbereich der Textilmaschine eine Vielzahl maschinen-sektionslange Kanalabschnitte auf, die jeweils an eine
spinnereieigene Klimaanlage angeschlossen sind.
In den maschinensektionslangen Kanalabschnitten sind
Luftauslässe vorgesehen, über die das Vorlagematerial, in
Spinnkannen bevorratetes Faserband, klimatisiert wird.

In der DE 39 19 284 Al sind verschiedene Möglichkeiten
beschrieben, wie an Offenend-Spinnmaschinen bereitstehendes

Vorlagematerial direkt in den Spinnkannen klimatisiert werden kann.
Gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel weist die Spinnmaschine hohle Podeste auf, auf denen die Spinnkannen während des
Spinnprozesses positionierbar sind.
Die Podeste sind dabei an eine spinnereieigene Klimaanlage angeschlossen und verfügen über Luftaustrittsöffnungen, die jeweils mit entsprechenden Öffnungen im Boden der Spinnkannen korrespondieren .
In einer alternativen Ausführungsform sind die Podeste fahrbar ausgebildet und dienen dem Transport der Spinnkannen.
Die Podeste können in diesem Fall an einen Klimakanal
angedockt werden, der im Bodenbereich der Spinnmaschine
angeordnet ist und entsprechende Anschlussöffnungen aufweist.

Gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel ist anstelle von
Podesten ein Kanalsystem vorgesehen, das direkt in den Boden des Spinnsaals integriert und an eine spinnereieigene
Klimaanlage angeschlossen ist.
Das Kanalsystem verfügt ebenfalls über eine Vielzahl von
Luftaustrittsöffnungen, über die die Spinnkannen von unten her klimatisiert werden können.
Des Weiteren sind in der DE 39 19 284 A Ausführungsbeispiele beschrieben, bei denen das in Spinnkannen gelagerte Vorlagematerial von oben her klimatisiert wird.
In diesem Fall weist die Spinnmaschine einen oberhalb der Spinnkannen verlaufenden Klimakanal mit Luftaustrittsöffnungen auf, die von oben auf die Spinnkannen gerichtet sind.

Schließlich sind auch Einrichtungen bekannt, mit denen
verhindert werden soll, dass Maschinenwärme, die beim Betrieb einer Spinnmaschine entsteht, auf das Fasermaterial übertragen werden kann.
Die DE 25 16 519 A zeigt beispielsweise eine Offenend-Spinnmaschine mit Kühleinrichtungen im Bereich der
Vorlagematerial-Zuführeinrichtungen.
Das heißt, bei dieser bekannten Offenend-Spinnmaschine werden lange Transportröhren, über die das Vorlagematerial aus einem darüber liegenden Stockwerk zugeführt wird, einem Kühlluftstrom ausgesetzt und dabei auf eine akzeptable Arbeitstemperatur heruntergekühlt .

Des Weiteren ist es im Textilmaschinenbau seit langem bekannt, zum Kühlen elektrischer Bauelemente, beispielsweise von
Umrichtern, von Antrieben oder von Steuereinrichtungen, eine Druckluftbeblasung zu installieren.

Eine solche Druckluftbeblasung kommt insbesondere oft dann zum Einsatz, wenn die Atmosphäre in einer Spinnerei so stark mit Staub und Fasern belastet ist, dass ein Einsatz eines sonst üblichen Lüfters wenig sinnvoll erscheint.

Die DE 100 51 248 A beschreibt beispielsweise eine
Textilmaschine, bei der ein in einem Antriebsgestell
angeordneter Frequenzumrichter bei Bedarf mit Druckluft
beaufschlagt werden kann.
Die DD 285 619 A zeigt eine ähnliche Kühleinrichtung im
Zusammenhang mit einem Steuerschrank einer Wirkmaschine.
In der DE 27 14 299 C ist ein Spinnrotorantrieb beschrieben, dessen elektromotorischer Einzelantrieb ständig mit Druckluft gekühlt wird.

Durch die DE 21 59 120 A ist es außerdem bekannt, eine Offenend-Spinnvorrichtung dadurch zu kühlen, dass erwärmte Luft aus der Spinnvorrichtung abgesaugt und ständig durch kühlere Luft ersetzt wird.

Ausgehend vom vorgenannten Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Offenend-Spinnmaschine zu schaffen, bei der nicht nur gewährleistet ist, dass während der Produktion des Garnes das zu verarbeitende Vorlagematerial optimal
klimatisiert ist, sondern bei der auch sichergestellt ist, dass die an der Produktion beteiligten Funktionselemente der
Offenend-Spinnmaschine stets auf einem für die Bearbeitung des Fasermaterials vorteilhaften Wärmeniveau gehalten werden.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Offenend-Spinnmaschine mit den in Anspruch 1 beschriebenen Merkmalen gelöst.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche .

Die erfindungsgemäße Ausführungsform einer Offenend- Spinnmaschine hat insbesondere den Vorteil, dass über einen maschinenlangen Klimakanal auf relativ einfache Weise, sowohl das Vorlagematerial klimatisierbar ist, als auch die im Bereich der Arbeitsstellen installierten Spinn-/Spulmodule auf optimaler Arbeitstemperatur gehalten werden können.
Über Luftaustrittsdüsen im Klimakanal erfolgt dabei, wie üblich, die Klimatisierung des Vorlagematerials, während über
Klimaleitungen, die an spezielle Anschlussöffnungen im
Klimakanal angeschlossen sind, die zahlreichen Spinn-/Spul-module auf optimaler Temperatur gehalten werden.
Der Klimakanal verläuft dabei vorzugsweise unterhalb von Kanalsegmenten einer maschineneigenen Unterdruck-Versorgungseinrichtung.

In vorteilhafter Ausführungsform ist beispielsweise vorgesehen, dass die im Bereich der Maschinensektionen angeordneten
Kanalabschnitte einer Klimatisierungseinrichtung der Offenend-Spinnmaschine über Anschlussleitungen direkt an eine
spinnereieigene Klimaanlage angeschlossen sind (Anspr.2).
Durch eine solche Ausbildung gelingt es insbesondere bei hohen Temperaturen in den Spinnsälen, wie sie in tropischen Ländern oft gegeben sind, auf einfache Weise die Spinn-/Spulmodule der zahlreichen Arbeitsstellen der Offenend-Spinnmaschinen sowie das im Bereich der Arbeitsstellen bevorratete Vorlagematerial auf einer optimalen Arbeitstemperatur zu halten.

In einer alternativen, im Anspruch 3 beschrieben
Ausführungsform, ist vorgesehen, dass die im Bereich der
Maschinensektionen angeordneten Kanalabschnitte einer
Klimatisierungseinrichtung über die Raumluft indirekt mit einer spinnereieigenen Klimaanlage in Verbindung stehen.

Das heißt, eine spinnereieigene Klimaanlage gibt gekühlte und zum Beispiel angefeuchtete Luft an den Spinnereisaal ab, in dem die Offenend-Spinnmaschine steht.
Die gekühlte Raumluft wird durch wenigstens eine
Unterdruckquelle in die spinnmaschineneigene
Klimatisierungseinrichtung eingesaugt und über die im Bereich der Maschinensektionen angeordneten Kanalabschnitte auf die Spinn-/Spulmodule der einzelnen Arbeitsstellen sowie das
Vorlagematerial verteilt.

In vorteilhafter Ausführungsform sind die Spinn-/Sρulmodule, wie in Anspruch 4 dargelegt, auswechselbar an den Kanalsegmenten der maschineneigenen Unterdruck-Versorgungseinrichtung angeordnet. Durch eine solche Anordnung der sehr kompakt aufgebauten Spinn-/Spulmodule kann der Aufwand, der zur Kühlung der Spinn-/Spulmodule betrieben werden muss, minimiert werden.

Wie in Anspruch 5 beschrieben, ist in vorteilhafter Ausführungsform vorgesehen, dass der maschinenlange Klimakanal aus zahlreichen Kanalabschnitten besteht, die vorzugsweise maschinen-sektionslang, identisch ausgebildet und pneumatisch durchgängig miteinander verbundenen sind.
Eine solche Ausbildung führt zu einer kostengünstigen
Konstruktion, wobei der Klimakanal bezüglich seiner Länge sehr flexibel gestaltet werden kann.

Vorzugsweise sind die Kanalabschnitte des maschinenlangen
Klimakanals dabei so ausgebildet und angeordnet, dass die
Offenend-Spinnmaschine im Bezug auf ihre Mittenlängsebene in einen rechten und in einen linken Klimabereich aufgeteilt wird (Anspr .6) .
Durch eine solche Ausbildung wird sichergestellt, dass sich zum Beispiel ein Wechsel von Vorlagematerial auf einer Maschinenseite nicht dadurch negativ auf das Vorlagematerial auf der gegenüberliegenden Maschinenseite der Offenend-Spinnmaschine auswirken kann.
Das heißt, die einzelnen Kanalabschnitte sind vorzugsweise bis in den Bereich des Bodens des Spinnsaals heruntergezogen, mit der Folge, dass die rechte und die linke Maschinenseite eigene Klimazonen bilden, die von dem Geschehen auf der gegenüberliegenden Maschinenseite, beispielsweise Spinnkannenwechseln, weitestgehend unbeeinflusst sind.
In einer alternativen Ausführungsform können an die
Kanalabschnitte des Klimakanals auch Bleche oder dergleichen angeschlossen sein, die vom Klimakanal bis zum Boden des
Spinnsaals reichen, ebenfalls eine Aufteilung in einen rechten und in einen linken Klimabereich bewirken.

In vorteilhafter Ausführungsform ist vorgesehen, dass der maschinenlange Klimakanal, wie in Anspruch 7 beschrieben, im Bereich maschinenendseitig angeordneter Antriebsgestelle an die spinnereieigene Klimaanlage angeschlossen ist.
Auf diese Weise kann der Bereich zwischen den Endgestellen von störenden Bauelementen freigehalten werden, was die Versorgung der zahlreichen Arbeitsstellen mit Vorlagematerial erleichtert.

Vorzugsweise sind die einzelnen Kanalabschnitte des Klimakanals an Halterungen von Zwischenständern festgelegt, die jeweils zwischen den einzelnen Maschinensektionen angeordnet sind
(Anspr.8) .
Das heißt, der Klimakanal wird an Maschinenbauteilen befestigt, die die Offenend-Spinnmaschine ohnehin aufweist und die bereits zum Festlegen anderer maschinensektionslanger Bauteile genutzt werden.
Durch das Festlegen der Kanalabschnitte an den Zwischenständern der Maschinensektionen kommt es außerdem insgesamt zu einer weiteren Stabilisierung dieser Montageeinheiten.

In einer alternativen Ausführungsform ist es allerdings auch möglich, die Kanalabschnitte des Klimakanals, wie in Anspruch 9 dargelegt, jeweils direkt an den Kanalsegmenten der maschineneigenen Unterdruck-Versorgungseinrichtung zu befestigen.
Auch eine solche Konstruktion ergibt stabile Montageeinheiten, mit denen relativ einfach ein durchgängiger Klimakanal
realisiert werden kann.

Wie in Anspruch 10 dargelegt, ist in vorteilhafter Ausbildung außerdem vorgesehen, dass der lichte Querschnitt der Kanalabschnitte des Klimakanals entsprechend der Anzahl der
Arbeitstellen der Offenend-Spinnmaschine und damit der Länge der Textilmaschine konzipiert ist.
Das bedeutet, eine lange Offenend-Spinnmaschine mit einer
Vielzahl von Arbeitstellen weist in der Regel einen Klimakanal auf, dessen lichter Querschnitt größer ist, als der lichte
Querschnitt des Klimakanals einer kürzeren Textilmaschine.

Wie in Anspruch 11 erläutert, sind die an den Kanalsegmenten der Unterdruck-Versorgungseinrichtung festlegbaren Spinn-/Spulmodule jeweils mit allen Funktionselementen ausgestattet, die für einen ordnungsgemäßen Betrieb einer Arbeitsstelle einer Offenend-Spinnmaschine benötigt werden und weisen außerdem eine
Klimaleitung auf, die an eine der Anschlussöffnungen der
Kanalabschnitte des Klimakanals anschließbar ist.

Über diese Klimaleitung kann, wie in Anspruch 12 dargelegt, ein Kühlluftstrom auf die Spinn-/Spulmodule gegeben werden, der dafür sorgt, dass die Funktionselemente der Spinn-/Spulmodule auf einer für die Verarbeitung von Fasermaterial optimalen
Temperatur gehalten werden.

Die Funktionselemente, deren Antriebe durch den über die
Klimaleitung herangeführten Kühlluftstrom gekühlt werden, sind beispielsweise, wie in den Ansprüchen 13 - 16 erläutert, die Offenend-Spinnvorrichtung, die Paraffiniereinrichtung, die
Fadenchangiereinrichtung und die Spulenantriebseinrichtung.
Die erfindungsgemäße Einrichtung führt insgesamt dazu, dass nicht nur im Bereich des Vorlagematerials optimale Klimaverhältnisse gegeben sind, sondern dass auch die Garnerzeugungsbzw, -behandlungselemente auf einem vorteilhaften Temperaturniveau gehalten werden.

Der über die Klimaleitung herangeführte Kühlluftstrom kann außerdem, wie in den Ansprüchen 17 und 18 dargelegt ist, zur Reinigung der Funktionselemente der Spinn-/Spulmodule benutzt werden.
Das heißt, der Kühlluftstrom ist vorzugsweise so ausgerichtet, dass die Funktionselemente ständig beblasen werden. Auf diese Weise haben Staub- oder Schmutzpartikel keine Chance, sich an den Funktionselementen festzusetzen und mit der Zeit eine störende Schmutzschicht zu bilden.

In vorteilhafter Ausführungsform weist der Klimakanal außerdem, wie in Anspruch 18 dargelegt, im Bereich der Luftaustrittsdüsen jeweils eine Abdeckeinrichtung auf, die, wie in Anspruch 19 beschrieben, sandwichartig aufgebaut ist.
Das heißt, die Abdeckeinrichtung weist auf ihrer Oberseite ein geschlossenes Blech auf, durch das verhindert wird, dass die Arbeitsstellen durch Faser- und Staubpartikel des aus den
Spinnkannen auslaufenden Vorlagematerials unnötigerweise
beschmutzt werden und verfügt auf ihrer Unterseite über ein Lochblech, das eine zuverlässige Klimatisierung des Vorlagematerials ermöglicht.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.

Es zeigen :

Fig.l schematisch in Vorderansicht eine Offenend- Spinnmaschine mit einer Vielzahl von zu
Maschinensektionen zusammengefassten Arbeitstellen
sowie einen unterhalb der Unterdruck-Versorgungseinrichtung angeordneten Klimakanal, der sowohl eine
Klimatisierung des Vorlagematerials als auch eine
Kühlung der an den Arbeitsstellen installierten Spinn- /Spulmodule ermöglicht und der über
Versorgungsleitungen direkt an eine spinnereieigene
Klimaanlage angeschlossen ist,

Fig.2 eine Seitenansicht der in Fig.l dargestellten
Offenend-Spinnmaschine gemäß Schnitt II-II der Fig.l,

Fig.3 eine perspektivische Ansicht einer ersten
Ausführungsform einer Einrichtung zum Kühlen eines
Spinn-/Spulmoduls,

Fig.4 eine weitere, alternative Ausführungsform einer
Einrichtung zum Kühlen der Funktionselemente eines
Spinn-/Spulmoduls,

Fig.5 die in Fig.l dargestellte Offenend-Spinnmaschine,
deren Klimatisierungseinrichtung indirekt mit der
spinnereieigenen Klimaanlage in Verbindung steht.

Die Figur 1 zeigt in Vorderansicht eine Offenend-Spinnmaschine 1 mit einer Vielzahl von Arbeitsstellen 2, die zwischen maschinen-endseitig positionierten Antriebsgestellen 16, 17 angeordnet sind.

Die Arbeitstellen 2 sind dabei, wie an sich bekannt, zu Montageeinheiten, so genannten Maschinensektionen 3, zusammengefasst, wobei jede dieser Maschinensektionen 3 üblicherweise
vierundzwanzig Arbeitsstellen 2 aufweist und jede der
Arbeitstellen 2 mit einem Spinn-/Spulmodul 9 ausgestattet ist, das seinerseits die zur Produktion eines Fadens 26 und zur
Herstellung einer Kreuzspule 28 benötigten Funktionselemente 29 - 32 aufweist.
Jeweils zwölf dieser in den Figuren 3 und 4 näher dargestellten Spinn-/Spulmodule 9 sind dabei im Bereich der Vorderseite und zwölf im Bereich der Rückseite einer Maschinensektion 3
angeordnet .
Die Spinn-/Sρulmodule 9 sind jeweils auswechselbar an einem im Bereich der Mittenlängsebene 13 der Offenend-Spinnmaschine 1 angeordneten, maschinensektionslangen Kanalsegment 7 einer maschineneigenen Unterdruck-Versorgungseinrichtung 8 festgelegt. Das heißt, jedes Kanalsegment 7, in das auch ein Versorgungskanal 22 integriert sein kann, bildet quasi das Rückgrat der entsprechenden Maschinensektion 3.
Die einzelnen Kanalsegmente 7 der Maschinensektionen 3 sind endseitig jeweils an Zwischenständern 19 abgestützt, die im Bereich der Sektionsgrenzen positioniert sind.
Jede Maschinensektion 3 ist außerdem mit einem ebenfalls
maschinensektionslangen Kanalabschnitt 4 eines maschinenlangen Klimakanals 5 ausgestattet, der im Bereich der maschinen-endseitig angeordneten Antriebsgestelle 16, 17 über
Versorgungsleitungen 40, 41 an eine spinnereieigene Klimaanlage 6 angeschlossen ist.
Die Kanalabschnitte 4 des Klimakanals 5 sind dabei entweder über spezielle Halterungen, ebenfalls an den Zwischenständern 19 festgelegt oder, wie in Fig. 2 schematisch angedeutet, durch Schraubenbolzen 23 oder dgl . an den Kanalsegmenten 7 der
Unterdruck-Versorgungseinrichtung 8 befestigt.

Wie insbesondere aus den Figuren 1,2 und 5 ersichtlich, sind die Kanalabschnitte 4 auf ihrer Vorder- und auf ihrer Rückseite, jeweils im Bereich der Arbeitsstellen 2 mit Luftaustrittsdϋsen 10 sowie Anschlussöffnungen 12 ausgestattet.
Über die Luftaustrittsdüsen 10 wird dabei ein Luftstrom 24 auf das Vorlagematerial 11 geleitet, vorzugsweise in Spinnkannen bevorratetes Faserband, das an den Arbeitsstellen 2 bereit gehalten wird.
Im Bereich der Luftaustrittsdüsen 10 können, oberhalb des in Spinnkannen bevorrateten Vorlagematerials 11, außerdem
Abdeckeinrichtungen 40 installiert sein.
Diese Abdeckeinrichtungen 40 sind vorzugsweise sandwichartig ausgebildet, das heißt, sie weisen ein geschlossenes Blech 42 auf ihrer Oberseite und ein Lochblech 41 auf ihrer Unterseite auf.
Das Blech 42 verhindert dabei, dass die betreffende Arbeitsstelle während des Spinnbetriebes durch das Vorlagematerial 11 verschmutzt werden kann bzw. verhindert, dass Schmutzpartikel von oben in das Vorlagematerial 11 gelangen kann.
Das Lochblech 41 stellt wiederum sicher, dass sich die aus den Luftaustrittsdüsen 10 austretende klimatisierte und damit kalte und schwere Luft von oben auf das Vorlagematerial legen und dieses optimal temperieren kann.

Da die Kanalabschnitte 4 vorzugsweise jeweils einen rechteckigen Querschnitt aufweisen und so ausgebildet sind, dass ihre unteren Wandungsabschnitte im Bereich des Bodens 40 des Spinnsaals verlaufen, wird durch den Klimakanal 5 oder ein entsprechendes Anbauteil bezüglich der Mittellängsebene 13 der Offenend-Spinnmaschine 1 ein rechter Klimabereich 14 und ein linker
Klimabereich 15 gebildet.

Der aus den Luftaustrittsdüsen 10 austretende Luftstrom 24 sorgt dafür, dass das Vorlagematerial 11 optimal klimatisiert ist, bevor es in der Offenend-Spinnvorrichtung 25 zu einem Faden 26 verarbeitet wird, der nachfolgend auf der Spulvorrichtung 27 der betreffenden Arbeitsstelle 2 zu einer Kreuzspule 28 aufgewickelt wird.

An die Anschlussöffnungen 12 des Klimakanals 5 sind
Klimaleitungen 20 anschließbar. Vorzugsweise ist dabei jede Klimaleitung 20 Bestandteil eines der Spinn-/Spulmodule 9.
Über die Klimaleitung 20 wird entweder ein Klimastrom in das Spinn- /Spulmodul 9 geleitet und dort, wie in Fig. 3 anhand des Luftstroms 33 angedeutet, relativ großflächig auf die Funktionselemente des Spinn-/Spulmoduls 9 verteilt oder die Klimaleitung 20 ist, wie in Fig. 4 dargestellt, so ausgebildet und
angeordnet, dass die gekühlte Luft gezielt auf oder in die Wärme erzeugenden Funktionselemente 29-32 der Spinn-/Spulmodule 9 geleitet wird.
Der über die Klimaleitung 20 herangeführte Kühlluftstrom kann auch zur Reinigung der Funktionselemente des Spinn-/Spulmoduls 9 einsetzt werden, da durch die ständige Beblasung verhindert wird, dass sich auf den Funktionselementen Staub oder Schmutz absetzen kann.
Als Funktionselemente mit elektromotorischen Antrieben, die durch ihre Erwärmung die Faden- und/oder Kreuzspulenherstellung negativ beeinflussen könnten, sind insbesondere zu nennen, die Offenend-Spinnvorrichtung 25 mit ihrem Rotorantrieb 29, die Paraffiniereinrichtung 30, die Fadenchangierungeinrichtung 31 und die Spulenantriebseinrichtung 32.
Das heißt, gemäß Ausführungsbeispiel der Fig.4 ist die
Klimaleitung 20 vorzugsweise so ausgebildet, dass gekühlte Luft in den Bereich des Antriebs der Offenend-Spinnvorrichtung 29, in den Bereich des Antriebs des Paraffineurs 30, in den Bereich des Antriebs 31 der Fadenchangiereinrichtung sowie in den Bereich des Antriebs 32 der Kreuzspulenantriebswalze 32 geleitet wird.

Die Fig.5 zeigt eine Offenend-Spinnmaschine 1, die indirekt mit der Klimaanlage 6 der Spinnerei in Verbindung steht.
Das heißt, die spinnereieigene Klimaanlage 6 gibt, wie anhand der Pfeile 43 angedeutet, gekühlte und angefeuchtete Luft an die Umgebung ab, wodurch die Raumtemperatur heruntergekühlt wird. Diese heruntergekühlte Luft wird, wie durch die Pfeile 44 angedeutet, durch eine oder mehrere (nicht näher dargestellte) Unterdruckquelle (n) , die beispielsweise in den Antriebsgestellen 16 und/oder 17 angeordnet sind, angesaugt und über den
maschinenlangen Klimakanal 5 zur Klimatisierung des
Vorlagematerials 11 sowie der Spinn-/Spulmodule 9 auf die
Arbeitsstellen 2 verteilt.