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1. (WO2008080569) GETRÄNKEBEHÄLTER, INSBESONDERE IN FASSBAUWEISE
Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

Getränkebehälter, insbesondere in Faßbauweise

Die Erfindung betrifft einen Getränkebehälter, insbesondere in Fassbauweise, mit einem metallischen Behälterkorpus aus einem annähernd zylindrischen Mantel, der sich aus einem Ober- und einem Unterteil, optional mit einem dazwischen angeordneten Mittelteil, zusammensetzt und einen zargenartigen Kopfring, und / o-der einen zargenartigen Fußring aufweist.

Ein solcher Behälter ist beispielsweise durch die EP-A-1 310 627 und die GB-A 2 001 032 bekannt geworden. Wegen der zum Teil rauhen Handhabung beim An-und Abtransport müssen diese Behälter bzw. Fässer vor Verformungen bei FaII-und Stoßbeanspruchungen geschützt werden. Außerdem müssen sie aber auch wegen der integrierten Zapfgasversorgung hohen Festigkeitsansprüchen genügen. Schließlich sind sehr hohe Hygieneanforderungen einzuhalten. Vor allem aus Hygienegründen werden deshalb seit Jahrzehnten Behälter mit einem mindestens ein bis zwei und bei großvolumigen Behältern noch mehr Millimeter dicken Korpus aus teuerem Edelstahl (vgl. GB-A 2 001 032) bzw. aus einer Edelstahlblase und einem Polyurethan (PU) -mantel eingesetzt.

Die bekannten Behälter sind zweiteilig, bestehend aus Ober- und Unterteil, beispielsweise gefertigt aus zwei Halbschalen, oder dreiteilig, bestehend aus einem Ober- und einem Unterteil mit einem zwischen diesen Teilen angeordneten Rohrabschnitt, wobei diese Teile durch Schweißen miteinander verbunden sind. Da Edelstahl schwer schweißbar ist, erfordert das besondere Voraussetzungen, weil vermieden werden muß, daß das Schmelzbad des Schweißgutes den Edelstahl- körper nach innen, zur Getränkeseite hin durchdringt, womit eine nachteilige Korrosionsanfälligkeit unvermeidbar wäre.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen verbesserten Getränkebehälter der gattungsgemäßen Art zu schaffen, der die gestellten Festigkeits-Anforderungen erfüllt und gleichzeitig weniger kostenaufwendig herzustellen ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der Behälterkorpus aus einer der Getränkeflüssigkeit zugewandten dünnwandigen Edelstahlplatte (z.B. lediglich 0,05 bis 0,4 mm dick) besteht, die außen mit einer Schicht aus einem Faserverbund umwickelt ist.

Die Erfindung setzt die Erkenntnis um, daß Edelstahl in erster Linie aus Gründen der Hygienesicherheit eingesetzt wird, es dann aber völlig ausreichend ist, daß der Getränkeflüssigkeit zugewandt eine nur dünne Schicht aus Edelstahl mit einem mindestens vier- bis fünffach niedrigerem Gewicht als bei herkömmlichen Edelstahlblasen vorhanden ist. Der weitaus größte Anteil des Behälterkorpus kann hingegen erfindungsgemäß aus sehr kostengünstigem, gleichwohl sehr hohen Festigkeitsansprüchen, begünstigt noch durch eine nach einem Vorschlag der Erfindung kreuzweise Wicklung, genügendem Fasermaterial bestehen. Der Faserverbund ist bevorzugt aus Kohlestofffasern gewickelt.

Ein erfindungsgemäßer Getränkebehälter lässt sich gemäß den Merkmalen der Unteransprüche in vorteilhafter Weise weiterbilden und nach außen hin zur Verbesserung der Festigkeitseigenschaften und des optischen Aussehens weiter optimieren.

Hierbei liegt es im Rahmen der Erfindung, daß der Kopf- und der Fußring des Getränkebehälters insgesamt aus Voll-Edelstahl oder vorzugsweise lediglich innen und außen, d.h. dort wo die Korrosionsgefahr groß ist, aus Edelstahl bestehen.

Die innere und äußere Edelstahlschicht kann vorteilhaft eine mittlere Schicht aus einem preiswerten, niedrig legierten oder unlegierten Stahl einschließen. Alternativ lassen sich die Ringe auch völlig aus Kunststoff herstellen.

Unabhängig von ihrem Material und Aufbau lassen sich Kopf- und / oder Fußring aufgrund des erfindungsgemäß aufgebrachten Faserverbundes in vorteilhafter Weise sogleich bei dessen Herstellung mit einwickeln und somit in einem Arbeitsgang am Behälterkorpus, vorzugsweise dort, wo er in den Radius übergeht, befestigen.

Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen und der nachfolgenden Beschreibung von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen der Erfindung. Es zeigen:

Fig. 1 einen Getränkebehälter mit einem zweiteiligen Behälterkorpus, der innen eine dünne Edelstahlplatte mit darauf nach außen hin einer Faserverbund-Umwicklung und einen Außenmantel aus PU-Schaum besitzt, wie aus dem vergrößert dargestellten, eingekreist herausgestellten Ausschnitt deutlicher zu erkennen ist;

Fig. 2 einen solchen Getränkebehälter ohne Außenmantel, wie aus dem ebenfalls wiederum vergrößert dargestellten, eingekreist herausgestellten Ausschnitt deutlicher zu erkennen ist;

Fig. 3 einen wie gemäß Fig. 2 aufgebauten Getränkebehälter mit demgegenüber allerdings dreiteiliger Bauweise des Behälterkorpus; und

Fig. 4 als Einzelheit in schematischer Darstellung einen sogleich mit dem

Faserverbund am Behälterkorpus befestigten Kopf- oder Fußring.

Ein in Fig. 1 dargestellter Getränkebehälter 1 ist mit einem Behälterkorpus 2 ausgebildet, der aus zwei durch eine Schweißnaht 3 miteinander verbundenen, im Vergleich zur herkömmlichen Fertigung sehr viel dünnwandigeren halbschalenar-tig ausgeformten Edelstahlplatten 4 a, 4 b als Ober- und Unterteil besteht. Die trotz der Dünnwandigkeit sehr hohe Festigkeit erhält der Behälterkorpus 2 durch eine Umwicklung eines Faserverbundes 5 aus kreuzweise gewickelten Kohlestofffasern 6. Im Ausführungsbeispiel ist der Faserverbund 5 mit einem Außenmantel 7 aus Schaumstoff (PU-Schaum) versehen, der mit einer harten, im Gegensatz zum Schaumstoffmaterial keine Poren aufweisenden äußeren Haut bzw. Schicht ausgebildet ist, z. B. eine Kunststoffumhüllung. Der Behälterkorpus 2 des Getränkebehälters 1 wird oben und unten von einem Kopf- bzw. Fußring 8, 9 eingefasst, wobei hier beide Ringe mit Grifföffnungen 11 zur einfachen manuellen Handhabung versehen sind.

Der Getränkebehälter 10 nach Fig. 2 unterscheidet sich von dem vorbeschriebenen Getränkebehälter 1 nur dadurch, daß der um die dünnwandigen Edelstahlplatten 4 a, 4 b gewickelte Faserverbund 5 sogleich die Behälteraußenfläche bildet und somit keinen Schaumstoff-Außenmantel mehr besitzt. Die Außenfläche 12 des Faserverbundes 5 ist abweichend von der in Fig. 2 eingekreist herausgestellten Teilansicht allerdings geglättet ausgeführt und bietet Schmutzpartikeln keine Haftung.

Ein zur Bauweise nach Fig. 2 nur geringfügig geänderter Getränkebehälter 100 ist in Fig. 3 dargestellt, nämlich ausgebildet mit einem dreiteiligen Behälterkorpus 2, der sich somit aus einer oberen und unteren Edelstahlplatte 4 a, 4 b sowie einer mittleren Edelstahlplatte 4 c zusammensetzt, wobei die mittlere Edelstahlplatte 4 c nach einem Abbiegevorgang an der Stoßstelle ihrer aufeinandertreffenden Enden durch eine vertikale Schweißnaht 13 in sich verbunden ist. Alle Edelstahlplatten 4 a, 4 b und 4 c sind dünnwandig und durch einen umwickelten Faserverbund 5 mit geglätteter Außenfläche 12 verstärkt.

Anhand der Fig. 4 ist zu erkennen, daß sich der Kopf- und / oder Kopfring 8, 9 schon gleich mit der Umwicklung der oberen und unteren Edelstahlplatte 4 a, 4 b durch den Faserverbund 5 am Behälterkorpus befestigen lassen, so daß eine gesonderte Verklebung oder Verschweißung nicht mehr erforderlich ist.

Bezugszeichenliste

, 10, 100 Getränkebehälter
Behälterkorpus
Schweißnaht
a, b Edelstahlplatte / Ober- und Unterteil c Edelstahlplatte / Mittelteil
Faserverbund
Kohlestofffaser
Außenmantel / PU-Schaum
Kopfring
Fußring
1 Grifföffnung
glatte Außenfläche
vertikale Schweißnaht