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1. WO2007085466 - ROHSAFTREINIGUNG MIT REDUZIERTEM KALKVERBRAUCH

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Patentansprüche

1. Verfahren zur Reinigung von Zuckerrüben-Rohsaft, enthaltend die Schritte:

(a) Vorkalken des Rohsafts;

(b) kaltes Hauptkalken bei einer Temperatur von weniger als 75 0C;

(c) Klären des Rohsafts in einer Abtrennvorrichtung bei einer Temperatur von 75 0C oder mehr, wobei die Nichtsaccharosestoff-Fraktion vom gekalkten Rohsaft abgetrennt wird.

(d) heißes Hauptkalken bei einer Temperatur von 75 0C oder mehr.

2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei in Schritt (a) die Vorkal-kung durch Zugabe von Kalkmilch bis zu einer Konzentration von 0,1 bis 0,3 g CaO/100 ml erfolgt.

3. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei in Schritt (b) die kalte Hauptkalkung durch Zugabe von Kalkmilch bis zu einer Konzentration von 0,3 bis 0,5 g CaO/100 ml erfolgt.

4. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei in Schritt (c) die Verweilzeit des gekalkten Rohsafts in der ersten Abtrennvorrichtung 40 min oder mehr beträgt.

5. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei in Schritt (a) die Vorkalkung bei einer Temperatur von weniger als 75°C erfolgt.

6. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei in Schritt (c) das Klären des gekalkten Rohsafts bei einer Temperatur von 75°C oder mehr erfolgt.

7. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei in Schritt (a) die Vorkalkung in einem ersten Alkalisierungsbehälter und in Schritt (b) die kalte Hauptkalkung in einem nachgeschalteten zweiten Alkalisierungsbehälter erfolgt.

8. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei nach der kalten Hauptkalkung in Schritt (b) und vor dem Klären des gekalkten Rohsafts in Schritt (c) mindestens ein Flockungshilfsmittel bis zu einer Konzentration von 1 bis 8 ppm zugegeben wird.

9. Verfahren nach Anspruch 8, wobei das Flockungshilfsmittel ein Copolymer, enthaltend Acrylamid und Natriumacrylat, ist und eine Molmasse von durchschnittlich 5x106 bis 22x106 g/mol aufweist.

10. Verfahren nach Anspruch 8, wobei das Flockungshilfsmittel ausgewählt ist aus Carboxymethylcellulose, Carboxymethylstärke und Gemischen davon.

11. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Abtrennvorrichtung ein statischer oder dynamischer Dekanter ist.

12. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die abgetrennte Nichtsaccharosestoffe-Fraktion als Dünnschlamm in mindestens einem weiteren Schritt in einer weiteren Abtrennvorrichtung durch Abtrennen einer Saccharose-Fraktion weiter aufkonzentriert wird.

13. Verfahren nach Anspruch 12, wobei die weitere Abtrennvorrichtung mindestens eine Dekanterzentrifuge enthält.

14. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 oder 13, wobei die erhaltene Saccharose-Fraktion als Klarsaft und/oder Absüßsaft in die Abtrennvorrichtung von Schritt (c) zurückgeführt wird.

15. Verfahren nach Anspruch 14, wobei in Schritt (d) die Haupt-kalkung durch Zugabe von Kalkmilch bis zu einer Konzentration von 0,4 bis 0,7 g CaO/100 ml erfolgt.

16. Verfahren nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei im Anschluss an Schritt (d) in einem weiteren Schritt (e) mindestens eine Carbonatation durch Einleiten von Kohlenstoffdioxid in den Hauptkalkungssaft und anschließende Filtration des entstehenden Schlamms erfolgt, so dass klarer Saccharosesirup erhalten wird.

17. Verfahren nach Anspruch 16 wobei Schritt (e) eine erste Carbonatation und Filtration und eine anschließende zweite Carbonation und Filtration umfasst.

18. Verfahren zur Herstellung von Saccharosesirup aus Zuckerrüben-Rohsaft, enthaltend:

Bereitstellen von Zuckerrüben-Rohsaft;

Durchführen des Reinigungsverfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 17; und Erhalten eines von Nichtsaccharosestoffen befreiten Saccharosesirups.

19. Verfahren zur Isolierung einer Zusammensetzung von Nichtsaccharosestoffen aus Zuckerrüben-Rohsaft, enthaltend:

Bereitstellen von Zuckerrüben-Rohsaft;

Durchführen des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 15; und

Erhalten der abgetrennten Nichtsaccharosestoff-haltigen Zusammensetzung.

20. Verfahren zur Herstellung von Carbokalk aus Zuckerrüben-Rohsaft und Kalkmilch, enthaltend:

Bereitstellen von Zuckerrüben-Rohsaft;

Durchführen des Verfahrens nach Anspruch 16 oder 17;

Entwässern des in Schritt (e) bei der Carbonatation und Filtration erhaltenen Schlamms; und

Erhalten von Carbokalk.

21. Vorrichtung, enthaltend:

erster Alkalisierungsbehälter (10) zur Vorkalkung, wobei der erste Alkalisierungsbehälter einen Zulauf (11) für den Rohsaft, eine Einrichtung (12) für die Dosierung von Kalkmilch und einen Ablauf (13) für den Vorkalkungssaft aufweist;

zweiter Alkalisierungsbehälter (20) zur ersten Hauptkalkung, wobei der zweite Alkalisierungsbehälter einen Zulauf (21) für den Vorkalkungssaft, eine Einrichtung (22) für die Dosierung von Kalkmilch und einen Ablauf (23) für den gekalkten Rohsaft aufweist und wobei der Zulauf (21) mit dem Ablauf (13) des ersten Alkalisierungsbehälters in Verbindung steht;

Wärmetauscher (50) zum Aufheizen des gekalkten Rohsafts, wobei der Wärmetauscher einen Zulauf (51) für den gekalkten Rohsaft und einen Ablauf (52) für den aufgeheizten gekalkten Rohsaft aufweist und wobei der Zulauf (51) mit dem Ablauf (23) des zweiten Alkalisierungsbehälters (20) in Verbindung steht und der Ablauf (52) mit dem Zulauf (31) der Abtrennvor- richung (30) in Verbindung steht; und

Abtrennvorrichtung (30) zur Klärung des gekalkten Rohsafts und Abtrennung einer Nichtsaccharosestoff-haltigen Fraktion, wobei die erste Abtrennvorrichtung einen Zulauf (31) für den gekalkten Rohsaft, einen Ablauf (32) für die Nichtsaccharosestoff-haltige Fraktion und einen Ablauf (33) für den klaren gekalkten Rohsaft aufweist und wobei der Zulauf (31) mit dem Ablauf (23) des zweiten Alkalisierungsbehälters in Verbindung steht.

22. Vorrichtung nach Anspruch 21 , wobei die Abtrennvorrichtung (30) ein statischer oder dynamischer Dekanter ist.

23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 21 bis 22, enthaltend:

zweite oder weitere Abtrennvorrichtung (70) zur weiteren Aufkonzentrierung der Nichtsaccharosestoff-haltigen Fraktion und Abtrennung einer Saccharose-haltigen Fraktion, wobei die zweite oder weitere Abtrennvorrichtung einen Zulauf (71) für die Nichtsaccharosestoff-haltige Fraktion, einen Ablauf (72) für die aufkonzentrierte Nichtsaccharosestoff-haltige Fraktion und einen Ablauf (73) für die klare Saccharose-haltige Fraktion aufweist und wobei der Zulauf (71) mit dem Ablauf (32) der Abtrenn Vorrichtung (30) in Verbindung steht.

24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 21 bis 23, enthaltend:

dritter Alkalisierungsbehälter (40) zur zweiten Hauptkalkung, wobei der dritte Alkalisierungsbehälter einen Zulauf (41) für den klaren gekalkten Rohsaft, eine Einrichtung (42) für die Dosierung von Kalkmilch und einen Ablauf (43) für den gekalkten Rohsaft aufweist und wobei der Zulauf (41) mit dem Ablauf (33) der Abtrennvorrichtung (30) in Verbindung steht.

25. Vorrichtung nach Anspruch 24, enthaltend:

Wärmetauscher (60) zum Aufheizen des geklärten gekalkten Rohsafts vor der zweiten Hauptkalkung, wobei der Wärmetauscher einen Zulauf (61) für den geklärten gekalkten Rohsaft und einen Ablauf (62) für den aufgeheizten geklärten gekalkten Rohsaft aufweist und wobei der Zulauf (61) mit dem Ablauf (33) der Abtrennvorrichtung (30) in Verbindung steht und der Ablauf (62) mit dem Zulauf (41) des dritten Alkalisie- rungsbehälters (40) in Verbindung steht.