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1. WO2006050876 - FLÜSSIGWASCHMITTEL ENTHALTEND SEKUNDÄRES ALKANSULFONAT UND KATIONISCHE TENSIDE

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Beschreibung

Flüssigwaschmittel enthaltend sekundäres Alkansulfonat und kationische Tenside

Die Erfindung betrifft flüssige Wasch- und Reinigungsmittel für Textilien, die sekundäres Alkansulfonat und ein oder mehrere kationische Tenside enthalten.

Neben den Waschpulvern stellen heute Flüssigwaschmittel eine sehr wichtige

Produktgruppe unter den Waschmitteln für Textilien dar.
Flüssigwaschmittel enthalten als Hauptbestandteil Tenside. Dabei werden in modernen Waschmitteln in der Regel mehrere Tenside gleichzeitig eingesetzt.

Bewährt hat sich hierbei die Kombination von anionischen und nichtionischen

Tensiden.
Üblicherweise werden als anionische Tenside lineare Alkylbenzolsulfonate (LAS), Fettalkoholsulfate (FAS), sekundäre Alkansulfonate (SAS) und zum Teil auch

Fettalkoholethersulfate (FAES) eingesetzt. Als nichtionische Tenside kommen

Ethoxylate von langkettigen, synthetischen Alkoholen, z.B. der Oxoalkohole, oder von nativen Fettalkoholen zum Einsatz.
Als weitere wesentliche Bestandteile werden Gerüststoffe wie z.B.
Polycarboxylate und Lösungsvermittler wie z.B. Ethanol, Glyzerin oder Propandiol verwendet. >

Ferner sind in der Regel in geringen Einsatzkonzentrationen additive Bestandteile enthalten, die man unter dem Begriff Waschhilfsstoffe zusammenfassen kann und die so unterschiedliche Wirkstoffgruppen wie Schaumregulatoren,
Vergrauungsinhibitoren, Soil Release Polymere, Enzyme, optische Aufheller,

Farbübertragungsinhibitoren und Farbfixiermittel umfassen.

Zur Wäschepflege werden nach der Wäsche so genannte Wäscheweichspüler oder Wäscheconditioner eingesetzt. Diese verleihen der Wäsche einen
angenehmen weichen Griff, wirken knitterreduzierend und reduzieren auch den Verschleiß der Wäsche, da sie die Faser-Faser-Reibung vermindern. Diese Produkte enthalten kationische Tenside, im wesentlichen quartäre
Ammoniumsalze wie z.B. so genannte Esterquats.

Leider konnten bisher Flüssigwaschmittel enthaltend anionische Tenside nicht mit kationischen Tensiden kombiniert werden, um schon dem Waschmittel eine wäschekonditionierende Wirkung zu verleihen und so die Anwendung eines Weichspülers überflüssig zu machen. Der Grund hierfür liegt in der mangelnden Verträglichkeit der anionischen Tenside mit den kationischen Tensiden, die zu einer Flockung, Fällung oder Phasentrennung der Komponenten führt.

Auf der anderen Seite kann man nicht auf anionische Tenside verzichten, wenn die Waschmittelformulierung ein möglichst gutes Waschvermögen besitzen soll.

Es besteht aber nach wie vor das Bedürfnis der Verbraucher nach einer einfacheren Wäschepflege, die die zusätzliche Anwendung eines Weichspülers überflüssig macht.

Der Zweck der vorliegenden Erfindung ist es, flüssige Wasch- und
Reinigungsmittel-formulierungen für Textilien zur Verfügung zu stellen, welche mindestens ein kationisches Tensid in Kombination mit einem anionischen Tensid enthalten und welche, trotz der potentiellen Unverträglichkeit der Komponenten, physikalisch wie chemisch stabil sind und sowohl eine gute Reinigungswirkung als auch eine weich machende und konditionierende Wirkung besitzen.

Es wurde nun überraschenderweise gefunden, dass dieses Ziel durch ein
Tensidsystem erreicht werden kann, in welchem als Aniontensid Sekundäres Alkansulfonat in Kombination mit Seife und einem nichtionischen Tensid enthalten ist.

Gegenstand der Erfindung sind flüssige Wasch- und Reinigungsmittel enthaltend a) sekundäres Alkansulfonat,
b) Seife,
c) nichtionisches Tensid
und
d) kationisches Tensid.

Die einzelnen Komponenten werden im Folgenden beschrieben:

a) Sekundäres Alkansulfonat
In sekundären Alkansulfonaten kann die Alkylgruppe entweder gesättigt oder ungesättigt, verzweigt oder linear und gegebenenfalls mit einer Hydroxylgruppe substituiert sein. Die Sulfogruppe kann an einer beliebigen Position der C-Kette stehen, wobei die primären Methylgruppen am Kettenanfang und Kettenende keine Sulfonatgruppen besitzen. Die bevorzugten sekundären Alkansulfonate enthalten lineare Alkylketten mit ca. 9 bis 25 Kohlenstoffatomen, bevorzugt ca. 10 bis ca. 20 Kohlenstoffatome und besonders bevorzugt ca. 13 bis 17
Kohlenstoffatome. Das Kation ist beispielsweise Natrium, Kalium, Ammonium, Mono-, Di- oder Triethanolammonium, Calcium oder Magnesium. Es können auch Mischungen verschiedener Kationen eingesetzt werden.
Ganz besonders bevorzugt ist sekundäres Ci3-17-Alkansulfonat, Na-SaIz, welches z.B. unter den Handelsnamen Hostapur® SAS (Clariant), Leuna-Alkansulfonat bzw. Emulgator E30 (Leuna-Tenside GmbH) oder Marion® PS (Sasol) erhältlich ist.
Sekundäres Alkansulfonat wird in den erfindungsgemäßen Flüssigwaschmitteln in einer Konzentration von 3 bis 30 Gew.-%, bevorzugt 5 bis 20 Gew.-%, besonders bevorzugt 7 bis 17 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt 7 bis 15 Gew.-% eingesetzt.

b) Seife
Bei Seife handelt es sich um die Salze langkettiger, nativer Fettsäuren mit 10 bis 20 C-Atomen. Als Fettsäure für Seifen in Flüssigwaschmitteln kommt
insbesondere die Kokosfettsäure zum Einsatz, welche hauptsächlich ein Gemisch von C-12- und Cu-Fettsäure darstellt. Es können aber auch längerkettige
Fettsäuren wie Ölsäure, Sojafettsäure, Taigfettsäure, Stearinsäure, Behensäure oder deren Gemische verwendet werden. Eingesetzt werden können die
Fettsäuren als Seifen in der Form ihrer Na-, K-, Ammonium-, Mono-, Di- oder Triethanolammoniumsalze.

Besonders bevorzugt für Flüssigwaschmittel sind die K-, Ammonium-, Mono-, Dioder Triethanolammoniumsalze der Kokosfettsäure, der Sojafettsäure, der Ölsäure und ihrer Mischungen untereinander oder ggf. mit anderen Fettsäuren. In den erfindungsgemäßen Flüssigwaschmitteln wird Seife im Allgemeinen zu 1 bis 30 Gew.-%, bevorzugt 3 bis 25 Gew.-% und besonders bevorzugt 5 bis 20 Gew.-% eingesetzt.

c) Nichtionische Tenside
Als nichtionische Tenside kommen insbesondere die Ethoxylate langkettiger, aliphatischer, synthetischer oder nativer Alkohole mit einem Ce- bis C22-Alkylrest in

Betracht. Diese können ca. 1 bis ca. 25 mol Ethylenoxid enthalten.
Die Alkylkette der aliphatischen Alkohole kann linear oder verzweigt, primär oder sekundär, gesättigt oder auch ungesättigt sein.
Bevorzugt sind die Kondensationsprodukte von C10- bis C-iβ-Alkoholen mit ca. 2 bis ca. 18 mol Ethylenoxid pro mol Alkohol. Die Alkoholethoxylate können eine enge ("Narrow Range Ethoxylates") oder eine breite Homologenverteilung des

Ethylenoxides ("Broad Range Ethoxylates") aufweisen. Besonders bevorzugt sind der C9-Cn Oxoalkohol mit 6 bis 10 mol EO und der Ci2/ci4-Fettalkohol mit 5 bis

9 mol EO. Ganz besonders bevorzugt sind das Cn-Oxoalkohol-8EO-ethoxylat und das Ci2/i4-Fettalkohol-7EO-ethoxylat. Allgemein sind solche nichtionischen
Tenside bevorzugt, welche einen HLB-Wert von 10 bis 15, besonders bevorzugt von 11 bis 14 besitzen.
Die Einsatzkonzentration liegt im Allgemeinen bei 10 bis 30 Gew.-%, bevorzugt bei 15 bis 25 Gew.-% und besonders bevorzugt bei 17 bis 23 Gew.-%.

Das Massenverhältnis Aniontenside : Nichtionische Tenside beträgt im
allgemeinen 1 :4 bis 4:1 , bevorzugt 1 :2 bis 2:1 , und ganz besonders bevorzugt

0,8:1 bis 1 ,5:1.

d) Kationische Tenside
Die im Folgenden genannten kationischen Tenside liegen vorzugsweise als
Chloride oder Bromide vor, können aber auch als Methosulfate eingesetzt werden.

Geeignete kationische Tenside sind beispielsweise quartäre Ammonium-Salze wie Di-(C8-C24)-Alkyl-dimethylammoniumchlorid oder -bromid, vorzugsweise Di- (Ci2-Ci8)-Alkyl-dimethylammoniumchlorid oder -bromid, z.B. Distearyl- dimethylammonium-chlorid oder -bromid, Ditalgalkyl-dimethylammoniumchlorid oder -bromid, Dioleyl-dimethylammoniumchlorid oder -bromid, Dicocosalkyl- dimethyl-ammoniumchlorid oder -bromid; (C8-C24)-Alkyl-dimethyl- ethylammoniumchlorid oder -bromid; (C8-C24)-Alkyl-trimethylammoniumchlorid oder -bromid, vorzugsweise Cetyltrimethyl-ammoniumchlorid oder -bromid und (C2o-C22)-Alkyl-trimethylammoniumchlorid oder -bromid; (C8-C24)-Alkyl- dimethylbenzyl-ammoniumchlorid oder -bromid, vorzugsweise (Ci2-Ci8)-Alkyl- dimethylbenzyl-ammoniumchlorid; N-(Cio-Ci8)-Alkyl-pyridiniumchlorid oder - bromid, vorzugsweise N-(Ci2-Ci6)-Alkyl-pyridiniumchlorid oder -bromid; N-(CiO- Ci8)-Alkyl-isochinolinium-chlorid, -bromid oder -monoalkylsulfat; N-(Ci2-Ci8)-Alkyl- polyoylaminoformylmethyl-pyridiniumchlorid; N-(Ci2-Ci8)-Alkyl-N-methyl- morpholinium-chlorid, -bromid oder -monoalkylsulfat; N-(Ci2-Ci8)-Alkyl-N-ethyl- morpholinium-chlorid, -bromid oder -monoalkylsulfat; (Ci6-Ci8)-Alkyl-pentaoxethyl- ammonium-chlorid; Diisobutyl-phenoxyethoxyethyldimethylbenzylammonium-chlorid; Salze des N,N-Diethylaminoethylstearylamids und -oleylamids mit
Salzsäure, Essigsäure, Milchsäure, Zitronensäure, Phosphorsäure; N-Acyl-aminoethyl-N,N-diethyl-N-methyl-ammoniumchlorid, -bromid oder -monoalkylsulfat und N-Acylaminoethyl-N^-diethyl-N-benzyl-ammonium-chlorid, -bromid oder -monoalkylsulfat, wobei Acyl vorzugsweise für Stearyl oder Oleyl steht.
Eine besonders bevorzugte Klasse von kationischen Tensiden sind die so genannten Esterquats, z.B. das Triethanolamin-diesterquat und das
Diethanolmethylamin-diesterquat. Diese werden ausgehend von Triethanolamin oder Diethanolmethylamin hergestellt, indem man die Amine mit ein bis zwei (im Falle des Triethanolamin bis drei), vorzugsweise mit zwei Mol einer Fettsäure verestert und anschließend mit Methylchlorid, Methylbromid oder mit
Dimethylsulfat quaterniert. Als Fettsäuren setzt man zur Veresterung C8-C24-Fettsäuren ein, die gesättigt oder ungesättigt sein können, wie z.B. Stearinsäure, Taigfettsäure (auch teilgehärtete), Cocosfettsäure und Ölsäure.

Weitere bevorzugte kationische Tenside für Waschmittel sind Alkyl-hydroxyethyl- ammoniumsalze gemäß der Formel

R 1
. + )
R 2 - N - R 3 X ,©^ ( 1 )

R 4

wobei R1 für eine lineare oder verzweigte, gesättigte oder ungesättigte
Alkylgruppe mit 5 bis 22 Kohlenstoffatomen, bevorzugt 8 bis 18
Kohlenstoffatomen, besonders bevorzugt 12 bis 14 Kohlenstoffatomen, R2 für eine Methylgruppe, R3 für eine Methylgruppe oder eine Gruppe der Formel -A-(OA)n-OH steht, wobei A eine -C2H4- und/oder -C3H6-Gruppe und n eine Zahl von 0 bis 20 sein kann, R4 für eine Gruppe der Formel -A-(OA)n-OH steht und X ein Anion bedeutet, X ist beispielsweise Chlorid, Bromid, lodid, Fluorid, Sulfat, Hydrogensulfat, Carbonat, Hydrogencarbonat, Acetat, Citrat, Phosphat, Mono-und Di-Hydrogenphosphat, Pyrophosphat, Polyphosphat, Metaphosphat, Nitrat, Methylsulfat, Phosphonat, Methylphosphonat, Methandisulfonat, Methylsulfonat, Ethansulfonat oder ein Anion der Formeln R6SO3, R7SO4 oder R6COO, worin R6 und R7 C2-C20-, vorzugsweise Cio-Ci8-Alkyl, und R7 zusätzlich auch C1-C18-Alkylphenyl bedeuten.

Besonders bevorzugt als Verbindung der Formel (1 ) ist quatemäres C12-C14-Alkyldimethylhydroxyethylammoniumchlorid oder -methosulfat.

Der Gewichtsanteil der kationischen Tenside in den erfindungsgemäßen
Flüssigwaschmitteln beträgt üblicherweise 0,1 bis 10 Gew.-%, bevorzugt 0,5 bis 8 Gew.-%, besonders bevorzugt 1 bis 6 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt 2 bis 5 GΘW.-%.

Die erfindungsgemäßen Flüssigwaschmittel sind bevorzugt flüssig und haben eine Viskosität bis ca. 500 mPas. Sie können aber auch höherviskose, noch fließfähige Gele oder streichfähige Pasten sein.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform enthalten die
erfindungsgemäßen flüssigen Wasch- und Reinigungsmittel zusätzlich als
Lösungsmittel Propandiol, Glyzerin, Ethanol, n-Propanol oder iso-Propanol in Konzentrationen von 1 bis 10 Gew.-%, bevorzugt von 1 bis 5 Gew.-%.

In einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform wird der pH-Wert der Formulierungen durch die Zugabe saurer oder alkalischer Stoffe auf einen Wert zwischen 5 und 12 eingestellt. Saure Stoffe können z.B. anorganische oder organische Säuren sein, wie z.B. Schwefelsäure, Phosphonsäuren,
Zitronensäure. Alkalische Stoffe sind z.B. Natronlauge, Kalilauge Soda und
Ethanolamine.
Saure bis neutrale Flüssigwaschmittel sind z.B. Wollwaschmittel, neutrale bis schwach alkalische Flüssigwaschmittel sind z.B. Feinwaschmittel und alkalische Waschmittel sind so genannte Vollwaschmittel.

Flüssige Wasch- und Reinigungsmittel, welche die erfindungsgemäße Tensid- Kombination enthalten, können darüber hinaus weitere Bestandteile enthalten, wie sie in derartigen Mitteln üblich sind. Diese werden im Folgenden beschrieben.

Der Gesamttensidanteil der erfindungsgemäßen Waschmittelformulierungen kann dabei von 10 bis 70 Gew.-%, bevorzugt von 10 bis 55 Gew.-% und ganz
besonders bevorzugt von 20 bis 50 Gew.-% sein.

Weitere anionische Tenside

Als weitere anionische Tenside kommen Sulfate, Sulfonate, Carboxylate,
Phosphate und Mischungen daraus in Betracht. Geeignete Kationen sind hierbei Alkalimetalle, wie z.B. Natrium oder Kalium oder Erdalkalimetalle, wie z.B.
Calcium oder Magnesium, sowie Ammonium, substituierte Ammoniumverbindungen, einschließlich Mono-, Di- oder
Triethanolammoniumkationen, und Mischungen daraus.

Folgende Typen von anionischen Tensiden sind besonders bevorzugt:
Alkylestersulfonate, Alkylsulfate, Alkylethersulfate und Alkylbenzolsulfonate, wie im Folgenden beschrieben.

Alkylestersulfonate sind unter anderem lineare Ester von C8-C2o-Carbonsäuren (d.h. Fettsäuren), welche mittels gasförmigem SO3 sulfoniert werden.
Geeignete Ausgangsmaterialien sind natürliche Fette wie z.B. Talg, Kokosöl und Palmöl, können aber auch synthetischer Natur sein.

Bevorzugte Alkylestersulfonate, speziell für Waschmittelanwendungen, sind Verbindungen der Formel
R1 CH COOR


worin R1 einen C8-C2o-Kohlenwasserstoffrest, bevorzugt Alkyl, und R einen CrC6 Kohlenwasserstoffrest, bevorzugt Alkyl, darstellt. M steht für ein Kation, das ein wasserlösliches Salz mit dem Alkylestersulfonat bildet. Geeignete Kationen sind Natrium, Kalium, Lithium oder Ammoniumkationen, wie Monoethanolamin,

Diethanolamin und Triethanolamin. Bevorzugt bedeuten R1 CiO-Ci6-Alkyl und R Methyl, Ethyl oder Isopropyl. Besonders bevorzugt sind Methylestersulfonate, in denen R1 CiO-Ci6-Alkyl bedeutet.

Alkylsulfate sind hier wasserlösliche Salze oder Säuren der Formel ROSO3M, worin R ein Ci0-C24-Kohlenwasserstoffrest, bevorzugt ein Alkyl- oder
Hydroxyalkylrest mit C10-C2o-Alkylkomponente, besonders bevorzugt ein C12-Ci8 Alkyl- oder Hydroxyalkylrest ist.
M ist Wasserstoff oder ein Kation, z.B. ein Alkalimetallkation (z.B. Natrium, Kalium, Lithium) oder Ammonium oder substituiertes Ammonium, z.B. Methyl-, Dimethyl- und Trimethyl-ammoniumkationen und quaternäre Ammoniumkationen, wie Tetramethylammonium- und Dimethylpiperidiniumkationen und quartäre Ammoniumkationen, abgeleitet von Alkylaminen wie Ethylamin, Diethylamin, Triethylamin und Mischungen davon.
Alkylketten mit C12-C16 sind für niedrige Waschtemperaturen (z.B. unter ca. 500C) und Alkylketten mit Ci6-Cie für höhere Waschtemperaturen (z.B. oberhalb ca. 500C) bevorzugt.
Alkylsulfate werden in Konzentrationen von 2 bis 25 Gew.-%, bevorzugt zu 5 bis 22 Gew.-% und besonders bevorzugt zu 5 bis 20 Gew.-% eingesetzt.

Alkylethersulfate sind wasserlösliche Salze oder Säuren der Formel RO(A)m SO3M, worin R einen unsubstituierten C10-C24-Alkyl- oder Hydroxyalkylrest, bevorzugt einen C12-C2O Alkyl- oder Hydroxyalkylrest, besonders bevorzugt Ci2- C-is-Alkyl- oder Hydroxyalkylrest darstellt.
A ist eine Ethoxy- oder Propoxyeinheit, m ist eine Zahl größer als 0, vorzugsweise zwischen ca. 0,5 und ca. 6, besonders bevorzugt zwischen ca. 0,5 und ca. 3 und M ist ein Wasserstoffatom oder ein Kation wie z.B. Natrium, Kalium, Lithium, Calcium, Magnesium, Ammonium oder ein substituiertes Ammoniumkation.
Spezifische Beispiele von substituierten Ammoniumkationen sind Methyl-,
Dimethyl-, Trimethylammonium- und quaternäre Ammoniumkationen wie
Tetramethylammonium und Dimethylpiperidiniumkationen sowie solche, die von Alkylaminen, wie Ethylamin, Diethylamin, Triethylamin oder Mischungen davon abgeleitet sind. Als Beispiele seien C12- bis C18-Fettalkoholethersulfate genannt wobei der Gehalt an EO 1 , 2, 2.5, 3 oder 4 mol pro mol des
Fettalkoholethersulfats beträgt, und in denen M Natrium oder Kalium ist.
Aufgrund ihrer starken Schaumentwicklung ist die Einsatzkonzentration der Alkylethersulfate von dem Einsatzzweck abhängig. In Waschmitteln für die maschinelle Wäsche kommen geringere Konzentrationen zur Anwendung als in Waschmitteln für die manuelle Wäsche. Die in der Praxis anzutreffenden
Konzentrationen liegen zwischen 1 bis 20 Gew.-%. Für die vorliegende Erfindung bevorzugt sind Konzentrationen von 1 bis 10 Gew.-% und bevorzugt von 1 bis 5 Gew.-%.

Neben sekundären Alkansulfonaten können auch primäre Alkansulfonate in den erfindungsgemäßen Wasch mittein eingesetzt werden. Die bevorzugten
Alkylketten und Kationen entsprechen denen der sekundären Alkansulfonaten.

Weitere geeignete anionische Tenside sind Alkenyl- oder Alkylbenzolsulfonate. Die Alkenyl- oder Alkylgruppe kann verzweigt oder linear und gegebenenfalls mit einer Hydroxylgruppe substituiert sein. Die bevorzugten Alkylbenzolsulfonate enthalten lineare Alkylketten mit ca. 9 bis 25 Kohlenstoffatomen, bevorzugt von ca. 10 bis ca. 13 Kohlenstoffatome, das Kation ist Natrium, Kalium, Ammonium, Mono-, Di- oder Triethanolammonium, Calcium oder Magnesium und Mischungen davon.
Für milde Tensidsysteme ist Magnesium als Kation bevorzugt, für Standardwaschanwendungen dagegen Natrium. Gleiches gilt für Alkenylbenzolsulfonate. Alkylbenzolsulfonate werden in Konzentrationen von 3 bis 30 Gew.-%, bevorzugt zu 4 bis 25 Gew.-% und besonders bevorzugt zu 5 bis 20 Gew.-% eingesetzt.

Der Begriff anionische Tenside schließt auch Olefinsulfonate mit ein, die durch Sulfonierung von Cs-C2-T, vorzugsweise Ci4-Ci6-α-Olefinen mit Schwefeltrioxid und anschließende Neutralisation erhalten werden. Bedingt durch das
Herstellverfahren, können diese Olefinsulfonate kleinere Mengen an
Hydroxyalkansulfonaten und Alkandisulfonaten enthalten. Spezielle Mischungen von α-Olefinsulfonaten sind in US-3,332,880 beschrieben. Die
Einsatzkonzentrationen für die α-Olefinsulfonate entsprechen denen der
Alkylbenzolsulfonate.

Als anionische Tenside kommen weiterhin Salze von Acylaminocarbonsäuren in Frage, die durch Umsetzung von Fettsäurechloriden mit Natriumsarkosinat im alkalischen Medium entstehenden Acylsarcosinate; Fettsäure-Eiweiß-Kondensationsprodukte, die durch Umsetzung von Fettsäurechloriden mit
Oligopeptiden erhalten werden; Salze von Alkylsulfamidocarbonsäuren; Salze von Alkyl- und Alkylarylethercarbonsäuren; Alkyl- und Alkenylglycerinsulfate wie Oleylglycerin-sulfate, Alkylphenolethersulfate, Alkylphosphate,
Alkyletherphosphate, Isethionate, wie Acylisethionate, N-Acyltauride, Alkylsuccinate, Sulfosuccinate, Monoester der Sulfosuccinate (besonders gesättigte und ungesättigte Ci2-Ci8-Monoester) und Diester der Sulfosuccinate (besonders gesättigte und ungesättigte Ci2-Ci8-Diester), Acylsarcosinate, Sulfate von Alkylpolysacchariden wie Sulfate von Alkylpolyglycosiden, verzweigte primäre Alkylsulfate und Alkyl- und Alkylarylethercarbonsäuren wie die der Formel

R-(O-CH2- CH2)n -0-CH2-COOX worin R C8 bis C22-Alkyl, bevorzugt C12/14-Alkyl oder z.B. Nonylphenol, n eine Zahl von 0 bis 10 und X Wasserstoff oder ein Kation, bevorzugt Na, K und Triethanolammonium ist.

Nichtionische Tenside, die zusätzlich zu den eingangs erwähnten eingesetzt werden können.

Kondensationsprodukte von Ethylenoxid mit einer hydrophoben Basis, gebildet durch Kondensation von Propylenoxid mit Propylenglykol.

Der hydrophobe Teil dieser Verbindungen weist bevorzugt ein Molekulargewicht zwischen ca. 1500 und ca. 1800 auf. Die Anlagerung von Ethylenoxid an diesen hydrophoben Teil führt zu einer Verbesserung der Wasserlöslichkeit. Das Produkt ist flüssig bis zu einem Polyoxyethylengehalt von ca. 50 % des Gesamtgewichtes des Kondensationsproduktes, was einer Kondensation mit bis zu ca. 40 mol Ethylenoxid entspricht. Kommerziell erhältliche Beispiele dieser Produktklasse sind die Pluronic®-Marken der BASF und die ®Genapol PF-Marken der Clariant GmbH.

Kondensationsprodukte von Ethylenoxid mit einem Reaktionsprodukt von
Propylenoxid und Ethylendiamin.

Die hydrophobe Einheit dieser Verbindungen besteht aus dem Reaktionsprodukt von Ethylendiamin mit überschüssigem Propylenoxid und weist im Allgemeinen ein Molekulargewicht von ca. 2500 bis 3000 auf. An diese hydrophobe Einheit wird Ethylenoxid bis zu einem Gehalt von ca. 40 bis ca. 80 Gew.-%
Polyoxyethylen und einem Molekulargewicht von ca. 5000 bis 11000 addiert.

Kommerziell erhältliche Beispiele dieser Verbindungsklasse sind die ®Tetronic- Marken der BASF und die ®Genapol PN-Marken der Clariant GmbH.
Polyethylen-, Polypropylen- und Polybutylenoxidkondensate von Alkylphenolen.

Diese Verbindungen umfassen die Kondensationsprodukte von Alkylphenolen mit einer C6- bis C2o-Alkylgruppe, die entweder linear oder verzweigt sein kann, mit Alkenoxiden. Bevorzugt sind Verbindungen mit ca. 5 bis 25 mol Alkenoxid pro mol Alkylphenol. Kommerziell erhältliche Tenside diesen Typs sind z.B. Igepal® CO- 630, Triton® X-45, X-114, X-100 und X102, und die ®Arkopal-N-Marken der Clariant GmbH. Diese Tenside werden als Alkylphenolalkoxilate, z.B.
Alkylphenolethoxilate, bezeichnet.

Semipolare nichtionische Tenside

Diese Kategorie von nichtionischen Verbindungen umfasst wasserlösliche
Aminoxide, wasserlösliche Phosphinoxide und wasserlösliche Sulfoxide, jeweils mit einem Alkylrest von ca. 8 bis ca. 18 Kohlenstoffatomen. Semipolare
nichtionische Tenside sind auch Aminoxide der Formel
O
t
R ( O R 2 Ix N ( R 1 I 2

R ist hierbei eine Aikyl-, Hydroxyalkyl- oder Alkylphenolgruppe mit einer
Kettenlänge von ca. 8 bis ca. 22 Kohlenstoffatomen, R2 ist eine Alkylen- oder Hydroxyalkylengruppe mit ca. 2 bis 3 Kohlenstoffatomen oder Mischungen hiervon, jeder Rest R1 ist eine Alkyl- oder Hydroxyalkylgruppe mit ca. 1 bis ca. 3 Kohlenstoffatomen oder eine Polyethylenoxidgruppe mit ca. 1 bis ca. 3
Ethylenoxideinheiten und x bedeutet eine Zahl von 0 bis etwa 10. Die R1-Gruppen können miteinander über ein Sauerstoff- oder Stickstoffatom verbunden sein und somit einen Ring bilden.
Besonders bevorzugte Aminoxide sind Cs-C-is-Alkyl-dimethyl-aminoxide und C8-Ci2-Alkoxiethyl-dihydroxyethyl-aminoxide und C8-C18-Fettsäureamidoalkyl- dimethyl-aminoxide. Aminoxide können in Einsatzkonzentrationen von 0,5 bis 10 Gew.-% und bevorzugt zwischen 1 und 5 Gew.-% eingesetzt werden.

Fettsäureamide

Fettsäureamide besitzen die Formel


worin R eine Alkylgruppe mit ca. 7 bis ca. 21 , bevorzugt ca. 9 bis ca. 17
Kohlenstoffatomen ist und jeder Rest R1 Wasserstoff, Ci-C4-Alkyl, C1-C4- Hydroxyalkyl oder (02H4O)xH bedeutet, wobei x von ca. 1 bis ca. 3 variiert.
Bevorzugt sind die C8-C2o-Fettsäureamide, insbesondere die entsprechenden Monoethanolamide, Diethanolamide und Isopropanolamide. Diese können in Konzentrationen zwischen 0,5 bis 5 Gew.-% und insbesondere von 0,5 bis 3 Gew.-% eingesetzt werden.

Weitere geeignete nichtionische Tenside sind Alkyl- und Alkenyloligoglycoside sowie Fettsäurepolyglykolester oder Fettaminpolyglykolester mit jeweils 8 bis 20, vorzugsweise 12 bis 18 C-Atomen im Fettalkylrest, alkoxylierte Triglycamide, Mischether oder Mischformyle, Alkyloligoglycoside, Alkenyloligoglycoside, Fettsäure-N-alkylglucamide, Phosphinoxide, Dialkylsulfoxide und
Proteinhydrolysate.

Zwitterionische Tenside

Typische Beispiele für amphotere bzw. zwitterionische Tenside sind
Carbobetaine, Sulfobetaine, Aminoglycinate und amphotere Imidazolinium-Verbindungen.

Für den Einsatz in den erfindungsgemäßen Flüssigwaschmitteln bevorzugte zwitterionische Tenside sind die Carboxymethylammoniumbetaine, insbesondere C8- bis Cis-Alkyl-dimethyl-carboxymethyl-ammoniumbetaine, C8- bis Ci8- Alkylamidopropyl-dimethyl-carboxymethyl-ammoniumbetaine und C8- bis Ci8- Alkyl-dipolyethoxy- carboxymethyl-ammoniumbetaine.
Weitere Betaine sind z.B. die den zuvor aufgeführten Verbindungen analogen N-Carboxyethyl-ammoniumbetaine zu deren Synthese anstelle Chloressigsäure bzw. deren Salze die Chlorpropionsäure und deren Salze eingesetzt werden.

Beispiele hierfür sind die Ci2-Ci8-Alkyl-aminopropionate und C12-Ci8-Alkyl- iminodipropionate als Alkali- und Mono-, Di- und Trialkylammonium-Salze.
Ein bevorzugtes Sulfobetain ist C12-Ci8-Alkyl-dimethyl-sulfopropyl-betain.
Amphotenside auf Basis Imidazolin werden unter dem Handelsnamen Miranol® und Steinapon® angeboten. Bevorzugt ist das Natrium-Salz des 1 -(-Carboxy- methyloxyethyl)-1-(carboxymethyl)-2-lauryl-imidazoliniums.
Die zwitterionischen Tenside werden als Co-Tenside eingesetzt. Ihre
Einsatzkonzentration liegt bei 1 bis 10 Gew.-%, bevorzugt bei 3 bis 5 Gew.-%.

Weitere Waschmittelinhaltsstoffe, die in der vorliegenden Erfindung enthalten sein können, umfassen anorganische und/ oder organische Gerüststoffe, um den

Härtegrad des Wassers zu mindern.

Anorganische Gerüststoffe umfassen beispielsweise Alkali-, Ammonium- und Alkanolammoniumsalze von Polyphosphaten wie etwa Tripolyphosphate,
Pyrophosphate und glasartige polymere Metaphosphate, Phosphonate, Silikate, Carbonate einschließlich Bicarbonate und Sesquicarbonate und Aluminosilikate, wie folgend beschrieben:

Aluminosilikatgerüststoffe, insbesondere Zeolithe mit der Formel
Naz[(Alθ2)z(Siθ2)y]-xH2O, worin z und y ganze Zahlen von mindestens 6 bedeuten, dass Verhältnis von z zu y zwischen 1,0 bis etwa 0,5 liegt, und x eine ganze Zahl von etwa 15 bis etwa 264 bedeutet.
Geeignete lonentauscher auf Aluminosilikatbasis sind im Handel erhältlich. Diese Aluminosilikate können von kristalliner oder amorpher Struktur sein und können natürlich vorkommend oder auch synthetisch hergestellt sein. Bevorzugte lonentauscher auf der Basis synthetischer kristalliner Aluminosilikate sind erhältlich unter der Bezeichnung Zeolith A, Zeolith P(B) und Zeolith X. Bevorzugt sind Aluminosilikate mit einem Partikeldurchmesser zwischen 0,1 und 10 μm.

Geeignete organische Gerüststoffe umfassen Polycarboxylverbindungen, wie beispielsweise Etherpolycarboxylate und Oxydisuccinate. Ebenfalls soll auf „TMS/TDS"-Gerüststoffe aus US-4,663,071 verwiesen werden.

Andere geeignete Gerüststoffe umfassen die Etherhydroxypolycarboxylate, Copolymere von Maleinsäureanhydrid mit Ethylen oder Vinylmethylether,
1 ,3,5-Trihydroxybenzol-2,4,6-trisulfonsäure und Carboxymethyloxybernsteinsäure, die Alkali-, Ammonium- und substituierten Ammoniumsalze von Polyessigsäuren wie z.B. Ethylendiamin-tetraessigsäure und Nitrilotriessigsäure, sowie
Polycarbonsäuren, wie Mellithsäure, Bernsteinsäure, Oxydibernsteinsäure, Polymaleinsäure, Benzol-1 ,3,5-tricarbonsäure, Carboxymethyloxybernsteinsäure, sowie deren lösliche Salze.

Bevorzugte organische Gerüststoffe sind die Polycarboxylate auf Basis von Acrylsäure und/oder Maleinsäure, wie z.B. die Sokalan CP-Marken (BASF) oder die Acusol-Marken (Rhom and Haas), sowie Gerüststoffe auf Citratbasis, z.B. die Zitronensäure und ihre löslichen Salze, insbesondere das Natriumsalz.

Weitere geeignete Gerüststoffe sind die 3,3-Dicarboxy-4-oxa-1 ,6-hexandioate und die verwandten Verbindungen. Gerüststoffe auf Phosphorbasis sind
Alkalimetallphosphate, wie etwa Natriumtripolyphosphat, Natriumpyrophosphat und Natriumorthophosphat.

Bevorzugt kommen für die vorliegende Erfindung Phosphonate, wie Ethan-1-hydroxy-1 ,1-diphosphonat (HEDP) und andere bekannte Phosphonate in Frage.

Die erfindungsgemäßen Flüssigwaschmittel, können ferner die üblichen Hilfsstoffe enthalten, die die Reinigungswirkung verstärken, zur Pflege des zu waschenden Textils dienen oder die Gebrauchseigenschaften der Waschmittelzusammensetzung ändern.

Geeignete Hilfsmittel sind beispielsweise Enzyme, insbesondere Proteasen, Lipasen, Cellulasen, Amylasen und Mannanasen; Enzymstabilisatoren;
Schaumverstärker; Schauminhibitoren, wie Silikonöle oder Paraffine;
Korrosionsschutzmittel; Farbübertragungsinhibitoren; Farbfixiermittel; optische Aufheller; UV-Absorber; Bleichmittel; Konservierungsmittel; Alkalien; hydrotrope Verbindungen; Antioxidantien; Lösungsmittel bzw. Lösungsvermittler, wie Ethanol, Glycerin, Propandiol; Dispergiermittel; Anti-Redepositionsmittel;
Vergrauungsinhibitoren; Weichmacher; Antistatika; Farbstoffe und Parfüme.

Farbstoffe
Der Begriff Farbstoffe umfasst hier sowohl wasserlösliche Farbstoffe als auch unlösliche Farbpigmente. Wasserlösliche Farbstoffe werden aber bevorzugt in Flüssigwaschmitteln verwendet. Hierzu gehören die Gruppen der Säurefarbstoffe, Direktfarbstoffe und Reaktivfarbstoffe. Diesen Gruppen lassen sich z.B. Vertreter der Azofarbstoffe, Metallkomplexfarbstoffe und der polycyclischen Farbstoffe zuordnen.

Parfümöle und Riechstoffe
Als Duft- bzw. Parfümöle können einzelne Riechstoffverbindungen, z.B. die synthetischen Produkte vom Typ der Ester, Ether, Aldehyde, Ketone, Alkohole und Kohlenwasserstoffe verwendet werden. Bevorzugt werden Mischungen verschiedener Riechstoffe verwendet, die gemeinsam eine ansprechende
Duftnote erzeugen.
Parfümöle können auch natürliche Riechstoffgemische und ätherische Öle geringerer Flüchtigkeit enthalten.

Optische Aufheller
Hierzu gehören insbesondere die Aufheller von Typ Diaminostilbene und Distyryl-Biphenyle.

Farbübertragungsinhibitoren
Hierzu gehören Polyamin-N-oxide wie etwa Poly-(4-vinylpyridin-N-oxid), Poly-(4-vinylpyridin-betain), Polyvinylpyrrolidon und Copolymere von N-Vinylpyrrolidon mit N-Vinylimidazol und gegebenenfalls anderen Monomeren, Polyvinylimidazol, außerdem Cyclodextrine und Cyclodextrinderivate.

e) Farbfixiermittel
Die Farbfixiermittel, die in erfindungsgemäßen Flüssigwaschmitteln eingearbeitet werden können, sind nichtionisch oder kationisch und werden im Folgenden beschrieben:
Polykondensate, die als Farbfixiermittel eingesetzt werden können, werden durch die Umsetzung von Cyanamiden mit Aldehyden und Ammoniumsalzen und/oder Monoaminen, durch die Umsetzung von Monoaminen und/oder Polyaminen mit Epichlorhydrin oder durch die Umsetzung von Polyaminen mit Cyanamiden und Amidoschwefelsäure erhalten.
Als Farbfixiermittel können weiterhin Homo- und Co-Polymere auf Basis von Diallyl-dimethyl-ammonium-chlorid (DADMAC) eingesetzt werden.
Copolymere auf Basis DADMAC enthalten als weitere Komponenten andere vinylische Monomere wie z.B. Vinylimidazol, Vinylpyrrolidon, Vinylalkohol, Vinylacetat, (Meth-)-Acrylsäure(-ester), Acrylamid, Styrol, Styrolsulfonsäure, Acrylamidomethylpropan-sulfonsäure (AMPS) usw. Homopolymere auf Basis DADMAC sind erhältlich unter den Handelsnamen Dodigen® 3954, Dodigen 4033 und Genamin® PDAC (Fa. Clariant).
Die Farbfixiermittel werden in Flüssigwaschmitteln zu 0,25 bis 5 Gew.-%, bevorzugt zu 0,5 bis 3 Gew.-% und besonders bevorzugt zu 0,5 bis 1 Gew.-% eingesetzt.

Die erfindungsgemäßen Formulierungen zeichnen sich dadurch aus, dass sie stabil sind und nicht ausflocken. Sie bewirken aufgrund der Anwesenheit von kationischen Tensiden einen weich machenden Effekt. Darüber hinaus zeigen sie auch einen Antiknittereffekt und einen Schutz vor mechanischem Verschleiß.