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1. WO2006048222 - VERTEILERANSCHLUSSMODUL

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Verteileranschlussmodul

Die Erfindung betrifft ein Verteileranschlussmodul für die Telekommunikations- und Datentechnik gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Aus der DE 102 36 361 A1 ist ein Verteileranschlussmodul für die
Telekommunikations- und Datentechnik bekannt, umfassend ein Gehäuse, in dem von außen zugänglich Eingangs- und Ausgangskontakte zum Anschließen von Leitungen und Adern angeordnet sind, wobei das Gehäuse mit einem Hohlraum ausgebildet ist, in dem mindestens eine Leiterplatte angeordnet ist, wobei die
Eingangs- und Ausgangskontakte an den gegenüberliegenden Stirnseiten des Gehäuses angeordnet sind, wobei die Eingangskontakte einer Eingangsseite und die Ausgangskontakte einer Ausgangsseite zugeordnet sind, wobei die
Eingangskontakte als mindestens zwei einander gegenüberliegende Reihen von Kontakten ausgebildet sind und die Ausgangskontakte als mindestens ein
Steckverbinder ausgebildet sind. Die Eingangskontakte sind dabei als
Verbindermodule ausgebildet, die Kontaktelemente aufweisen, die jeweils einen Schneid-Klemm-Kontakt und einen Gabelkontakt aufweisen, wobei über letzteren der elektrische und mechanische Kontakt zu der Leiterplatte hergestellt wird. Ein möglicher Aufbau der Verbindermodule ist in der DE 102 57 308 B3 beschrieben.

Aus der DE 102 10 382 C1 ist eine Vorrichtung zur Zugangssicherung für
mindestens zwei Verteilermodule der Telekommunikations- und Datentechnik bekannt, wobei jedes Verteilermodul mit mindestens einer System- und einer
Teilnehmerseite ausgebildet ist, jede Anschlussseite mit mindestens einer Reihe von Schneid-Klemm-Kontakt-Elementen ausgebildet ist, die Verteilermodule auf ein Montagegestell aufsetzbar sind und durch mindestens eine erste Riegeleinrichtung mindestens ein Zugang zu den Systemseiten sicherbar ist, wobei durch mindestens eine zweite Riegeleinrichtung mindestens ein Zugang zu den Teilnehmerseiten sicherbar ist, wobei die Zugangssicherung zu der Teilnehmerseite mindestens eines Verteilermoduls unabhängig von den anderen Verteilermodulen entriegelbar ist, und die Verteilermodule durch die erste Riegeleinrichtung fest mit dem Montagegestell verbunden sind. Dabei ist der Zugriff auf mindestens eine Anschlussseite des
Verteilermoduls durch einen Schilderrahmen sicherbar, wobei der Schilderrahmen durch eine zweite Riegeleinrichtung sicherbar ist. Dabei überdeckt der zur
Beschriftung dienende Schilderrahmen die Stirnseite des Verteilermoduls nahezu komplett.

Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, ein gattungsgemäßes
Verteileranschlussmodul mit einem Schilderrahmen zu schaffen.

Die Lösung des technischen Problems ergibt sich durch den Gegenstand mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der
Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Hierzu ist an dem Gehäuse ein schwenkbarer Schilderrahmen angeordnet, wobei der schwenkbare Schilderrahmen mindestens zwei Stellungen einnehmen kann, wobei in einer ersten aufgeschwenkten Stellung die Verbindermodule freizugänglich sind und in einer zweiten Stellung der Schilderrahmen parallel zur Stirnseite angeordnet ist. Dabei bedeutet freizugänglich, dass die Verbindermodule beschaltet und/oder aus dem Gehäuse entnehmbar sind. Dies schließt jedoch nicht aus, dass mindestens einzelne Kontakte bzw. ein Verbindermodul nicht auch in der Stellung, wo der Schilderrahmen parallel zur Stirnseite ist, zugänglich sind bzw. ist. Der Vorteil eines schwenkbaren Schilderrahmens gegenüber einem aufgesteckten Schilderrahmen ist, dass während des Anschaltens von Adern bzw. Entfernen von einem
Verbindermodul der Schilderrahmen am Gehäuse bleibt, so dass dieser nicht verloren gehen kann.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Schilderrahmen in der zweiten Stellung mittig zwischen den Verbindermodulen angeordnet.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind seitlich an dem Schilderrahmen Bügel angeordnet, an deren Innenseite jeweils ein Ansatz angeordnet ist, der jeweils in ein an dem Gehäuse angeordnetes Schwenklager eingreift.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Ansatz als Zylinder
ausgebildet, wobei vorzugsweise die Schwenklager als senkrecht zur Stirnseite stehende Platten mit einer Öffnung ausgebildet sind, in die die Ansätze der Bügel eingreifen. Alternativ können die Schwenklager als Zylinder ausgebildet sein, wobei dann an dem Bügel entsprechende Klammern angeordnet sein können.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist an der Innenseite der Bügel jeweils mindestens ein Rastelement angeordnet, dass in der jeweiligen ersten und zweiten Stellung in Rastmulden am Schwenklager einrastet.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Rastelemente rautenförmig ausgebildet.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Rastmulden als
rechteckförmige Vertiefungen an der Außenseite der Platten angeordnet. Dabei rasten je nach Stellung jeweils zwei parallele Kanten der Raute in die rechteckige Rastmulde.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die rechteckförmige Vertiefung für die erste aufgeschwenkte Stellung kürzer als für die zweite Stellung.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Gehäuse mindestens zweiteilig ausgebildet, umfassend ein Basisteil und ein Frontteil, wobei das Frontteil die die Verbindermodule tragende Stirnseite bildet. Weiter vorzugsweise ist der Schilderrahmen schwenkbar am Frontteil angeordnet.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind an dem Gehäuse an der Stirnseite seitlich an den Verbindermodulen U-förmige Erhebungen angeordnet. Diese dienen als Gegenlager für einen Hebel, um die Verbindermodule aus der Öffnung in der Stirnseite hervorzuhebein. Dabei dient die Basis als Lager und die Schenkel als Führungen für das Werkzeug. Weiter vorzugsweise ist die Basis dabei etwas kürzer bzw. flacher als die Schenkel, so dass ein seitliches Abgleiten verhindert wird.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Basis der Erhebung nach innen abgeschrägt ausgebildet, was die Führung des Hebelwerkzeuges weiter verbessert.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform sind die Verbindermodule mit seitlichen Öffnungen ausgebildet, die vorzugsweise im Bereich der U-förmigen Erhebungen angeordnet sind. Ein Hebelwerkzeug kann dann in die Öffnung eingesteckt werden, wobei dann das Hebelwerkzeug auf dem Basisteil der Erhebung als Hebellager aufliegt.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Die Fig. zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Vorderansicht eines Verteileranschlussmoduls
mit aufgeschwenktem Schilderrahmen,

Fig. 2 eine perspektivische Vorderansicht mit dem Schilderrahmen in einer
zweiten Stellung,

Fig. 3 eine perspektivische Vorderansicht ohne Schilderrahmen mit einem
Hebelwerkzeug,

Fig. 4 eine perspektivische Teilansicht auf einen Schilderrahmen,

Fig. 5 eine perspektivische Darstellung eines Verbindermoduls und

Fig. 6 eine Schnittdarstellung durch das zweite Gehäuseteil.

Das Verteileranschlussmodul 1 umfasst ein erstes Gehäuseteil 11 (Basisteil) und ein zweites Gehäuseteil 12 (Frontteil), die miteinander verrastet sind und ein Gehäuse 10 bilden. Das Gehäuse 10 weist einen Hohlraum auf, in dem mindestens zwei Leiterplatten angeordnet sind. Des Weiteren weist das zweite Gehäuseteil 12, das die Stirnseite 13 definiert, zwei Öffnungen auf, in denen jeweils ein Verbindermodul 14, 15 angeordnet ist. Die Verbindermodule 14, 15 selbst weisen ebenfalls ein zweiteiliges Gehäuse auf. Die Verbindermodule 14, 15 weisen jeweils eine Reihe von Kontaktelementen auf, die mit zwei Kontakten ausgebildet sind, einen von außerhalb des Gehäuses 10 zugänglichen Schneid-Klemm-Kontakt 16 und einen nach innen gerichteten Gabelkontakt, mittels dessen das Kontaktelement die Leiterplatte elektrisch und mechanisch verbindet. Die Kontaktelemente sind dabei derart in dem Gehäuse des Verbindermoduls 14, 15 abgestützt, dass diese die auftretenden Anschaltkräfte bei der Kontaktierung der Adern in den Schneid-Klemm-Kontakten 16 aufnehmen können. Das erste Gehäuseteil 11 weist darüber hinaus bogenförmige Ansätze 17 auf, mittels derer das Verteileranschlussmodul 1 auf nicht dargestellte Rundstangen eines Montagegestells auf rastbar sind. Die der Stirnseite 13
gegenüberliegende Stirnseite weist vorzugsweise ebenfalls Öffnungen auf, durch die weitere Verbindermodule durchsteckbar sind. Diese Verbindermodule können ähnlich wie die Verbindermodule 14, 15 oder als hochpolige Steckverbinder ausgebildet sein. An der Stirnseite 13 sind im oberen Bereich zwei Platten 18 angeordnet, die senkrecht auf der Stirnseite 13 stehen. Die Platten 18 weisen jeweils eine abgerundete Öffnung 19 sowie zwei rechteckförmige Vertiefungen 20, 21 auf (siehe Fig. 3). Dabei ist die Vertiefung 20 etwas kürzer als die Vertiefung 21 , d.h. die Vertiefung 21 erstreckt sich etwas mehr in Richtung Stirnseite 13.

Ein Schilderrahmen 30 umfasst eine Beschriftungsfläche, die plan ist und
vorzugsweise durch einen durchsichtigen Plastikstreifen 31 abgedeckt wird, der unter Stege 32 schiebbar ist. Seitlich sind an der Beschriftungsfläche zwei Bügel 33 angeordnet. Dabei verläuft eine untere Kante 34 des Bügels 33 gleichmäßig schräg nach oben, wohingegen eine obere Kante 35 zunächst etwas weniger steil ansteigt, was zunächst eine Verjüngung des Bügels 33 zur Folge hat (siehe Fig. 2). In einem Knickpunkt 36 steigt dann die Kante 35 steiler an, um anschließend in einen flachen Bereich überzugehen. In der Position gemäß Fig. 2 liegt dabei die hintere Kante 37 des Bügels parallel zur Stirnseite 13 und wird von einem Anschlag 22 des
Gehäuseteils 12 gestützt. Im Bereich des Knickpunktes 36 ist an der Innenseite des Bügels 33 ein Rastelement 39 (siehe Fig. 4) angeordnet, das vorzugsweise rautenförmig ausgebildet ist. Im Bereich des flachen Teils der Kante 35 ist an der Innenseite ein zylinderförmiger Ansatz 38 angeordnet, der in die Öffnung 19 der Platte 18 greift.

Weiter ist das zweite Gehäuseteil 12 mit vier U-förmigen Erhebungen 23 ausgebildet. Die U-förmigen Erhebungen 23 sind jeweils seitlich neben den Öffnungen für die Verbindermodule 14, 15 angeordnet und stehen ebenfalls senkrecht auf der Stirnseite 13. Jede U-förmige Erhebung besteht aus zwei Schenkeln 24, 25 sowie einem Basisteil 26, wobei das Basisteil 26 kürzer als Schenkel 24, 25 ist. Des
Weiteren ist das Basisteil 26 nach innen abgeschrägt. Hierdurch bildet sich ein schräg nach innen laufender Schlitz. In der fluchtenden Linie zu diesem
abgeschrägten Schlitz weisen die Verbindermodule 14, 15 eine Öffnung 41 auf (siehe Fig. 5), so dass ein Hebelwerkzeug 40 in den Schlitz geführt werden kann, wobei der vordere Teil des Hebelwerkzeuges 40 in die Öffnung 41 des
Verbindermoduls 14, 15 eindringt. Dabei bildet das Basisteil 26 ein Hebellager, so dass das eingerastete und auf die Leiterplatte aufgeschobene Verbindermodul 14, 15 herausgehebelt werden kann, was in Fig. 3 dargestellt ist. Bezüglich des genauen Aufbaus der Verbindermodule 14, 15 wird ausdrücklich auf die DE 102 57 308 B3 verwiesen, auf die hiermit ausdrücklich Bezug genommen wird.

In der Fig. 1 ist der Schilderrahmen 30 in einer ersten aufgeschwenkten Stellung dargestellt. Dabei sind die Rastelemente der Bügel 33 in die rechteckförmige
Vertiefung 20 eingerastet. In dieser Stellung können beide Verbindermodule 14, 15 beschaltet werden oder aber herausgehebelt werden.

In der Fig. 2 ist der Schilderrahmen 30 in einer zweiten, heruntergeklappten Stellung gezeigt, wobei der Schilderrahmen 30 mittig zwischen den Verbindermodulen 14, 15 angeordnet ist. Dabei sind die Rastelemente der Bügel 33 in die rechteckförmigen Vertiefungen 21 eingerastet, wobei die Beschriftungsfläche parallel zur Stirnseite 13 ist. In dieser Stellung ist ein Anschalten von Adern bzw. das Entriegeln durch den Schilderrahmen 30 behindert.

An der der Stirnseite 13 gegenüberliegenden Stirnseite sind ebenfalls U-förmige Erhebungen 27 erkennbar, mittels derer ebenfalls Verbindermodule heraushebelbar sind. Dabei sind die U-förmigen Erhebungen 27 etwas kürzer als die U-förmigen Erhebungen 23. Die U-förmigen Erhebungen 23 müssen etwas höher sein, da diese höher als die Platten 18 sein müssen. Dabei wäre es jedoch möglich, die beiden U-förmigen Erhebungen 23, wo keine Platten 18 angeordnet sind, kürzer auszubilden, da dies eine leichtere Bedienung am Heraushebeln bewirkt.

In der Fig. 6 ist eine Schnittdarstellung durch das zweite Gehäuseteil 12 (Frontteil) gezeigt, wobei der Schnitt A-A (siehe Fig. 5) durch die beiden Basisteile der U-förmigen Erhebung 23 gelegt wurde. Das Gehäuseteil 12 weist verschiedene
Rasthaken 51 , 52 und 53 auf, mittels derer das Gehäuseteil 12 mit dem ersten Gehäuseteil 11 verrastbar ist. Des Weiteren sind drei Rücksprünge 54 sowie ein Teil 55 eines Abstützelementes für die nicht dargestellte Leiterplatte zu erkennen. Die Rücksprünge stellen Freimachungen für Rastnasen der Verbindermodule 14, 15 dar, die ein Einrasten verhindern.

Bezugszeichenliste

1 Verteileranschlussmodul

10 Gehäuse
11 Gehäuseteil (Basisteil)

12 Gehäuseteil (Frontteil)

13 Stirnseite
14, 15 Verbindermodul
16 Schneid-Klemm-Kontakt

17 bogenförmige Ansätze

18 Platten
19 Öffnung
20, 21 rechteckförmige Vertiefungen

23 U-förmige Erhebungen

24, 25 Schenkel
26 Basisteil
27 U-förmige Erhebungen

30 Schilderrahmen
31 Plastikstreifen
32 Stege
33 Bügel
34 untere Kante
35 obere Kante
36 Knickpunkt
37 hintere Kante
38 zylinderförmiger Ansatz

39 Rastelement
40 Hebelwerkzeug
41 Öffnung
51 , 52, 53 Rasthaken
54 Rücksprünge
55 Teil eines Abstützelementes