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1. WO2006048010 - IMPLANTAT, INSBESONDERE ZUM ERSATZ DER NATÜRLICHEN LINSE MIT FILTEREIGENSCHAFTEN ZUR EIN- UND AUSBLENDUNG VERSCHIEDENER REFRAKTIONSBEREICHE

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

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IMPLANTAT, INSBESONDERE ZUM ERSATZ DER NATÜRLICHEN LINSE MIT FILTEREIGENSCHAFTEN ZUR EIN- UND AUSBLENDUNG VERSCHIEDENER REFRAKTIONSBEREICHE

Problembeschreibung:

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Implantat zum Ersatz der natürlichen Linse bei Grauem Star (Cataract). Durch Einsetzen dieser neuartigen Linse, die Gegenstand der Erfindung ist, sollen mehrere Brechkraftbereiche einer solchen Intraokularlinse (Multifokale Intraokularlinse) nach räumlich getrennten Mustern durch Filtertechnik ein- und ausblendbar werden. Typischerweise funktionieren Multifokale Intraokularlinsen nach dem Prinzip, dass auf eine Linse zwei oder mehr verschiedene räumlich getrennte Brechkraftbereiche mit einem Unterschied von ca. 3 dptr.
aufgebracht werden. Dies funktioniert entweder nach dem Prinzip der Fresnel Linse oder durch Abtrennung refraktiv unterschiedlicher Bereiche in verschiedenen Oberflächenbereichen der brechenden Anteile einer Intraokularlinsen.

Das Problem bei der Konstruktionen der Brechkraftzonen ist es, dass je nach Lichteinfall durch die Pupille die verschiedenen Brechkraftbereiche abgedeckt oder freigegeben werden, so dass es zu störenden Zweitbildern kommen kann. Insbesondere bei Dunkelheit ist die Pupille weit geöffnet und beide Brechkraftbereiche sind freigegeben, so dass die Zweitbilder bzw. eine verminderte Kontrastauflösung wahrgenommen werden. Insgesamt sind aber auch kritische Studien wie die hier zitierten durchaus vom Erfolg der multifokalen 1OL überzeugt, sehen aber in ca. 50% der Patienten Schwierigkeiten mit Glare und verminderter Kontrastwahrnehmung.

Literaturstellen zu multifokalen Linsen und den Problemen der Kontrastwahrnehmung:

Sedgewick JH, Orillac R, Link C. :Array multifocal intraocular lens in a charity hospital training program: a resident's experience. J Cataract Refract Surg. 2002 Jul;28(7): 1205-10.

Kamlesh, Dadeya S, Kaushik S.: Contrast sensitivity and depth of focus with aspheric multifocal versus conventional monofocal intraocular lens. Can J Ophthalmol. 2001 Jun;36(4): 197-201.

Auffarth GU, Dick HB.: [Multifocal intraocular lenses. A review] Ophthalmologe, 2001
Feb;98(2): 127-37.

Das neu konzipierte Implantat bringt eine Problemlösung zum sicheren Ausblenden der Bilder in die Ferne gegen die Bilder in der Nähe bzw. umgekehrt. Diese ist unabhängig von der
Pupillenweite und ergibt damit eine extreme Verbesserung insbesondere in Kombination mit der bereits bekannten inversen Brillenfiltertechnologie z. B. eines gekreuzten Polarisationsfilters erreicht werden könnte.

Lösung:

Kombination einer multifokalen 1OL mit einem selektiv im Bereich der Fernkorrektur aufgebrachten Filterssatzes z. B. Polarisationsfilters in Kombination mit dem komplementären Filters hier z. B. eines orthogonal angeordneten Polarisationsfilterglases in Form einer Sonnen- bzw. Nachtbrille.

In den Abbildungen 1 bis 4 ist dieses Prinzip in An- und Aufsichten auf ein schematisches Auge mit und ohne Brille anhand des Ausführungsbeispiels einer Kombination von gekreuzten
Polarisationsgläsem bei konzentrisch angeordneten Refraktionsbereichen einer Intraokularlinse dargestellt. Figur 1 zeigt Polarisationsfilter beispielhaft konzentrisch auf eine multifokale
Intraokularlinse aufgebracht. Hierbei sind die Hauptpolarisationsfilterrichtungen in die Ferne zu denen der Nähe um 90 Grad gedreht.

Fig. 2 zeigt die Kombination dieser Intraokularlinse mit einem Brillenglas ohne refraktive
Eigenschaft (Planglas), welches durch die Aufbringung eines Polfilters gekreuzt zur
Hauptpolarisationsebene des Nahbereiches der Intraokularlinse nur Bilder durch den Fernbereich der Intraokularlinse durchlässt bzw. im Nahbereich nur Bilder des Nahbereichs der refraktiven Linse zulässt.

Fig. 3 und 4 zeigen die Konstruktion am Beispiel einer Implantation in ein Auge in Aufsicht und Schnittbild.

Durch die in eine Multifokale Intraokularlinse in den verschiedenen Refraktionsbereichen gekreuzt bzw. nur in einem Bereich integrierte Polarisationsfilterfolie lassen sich die Fern- und Nahbereiche durch ein vorgesetztes Brillenglas exakt trennen. Damit sind Fern- und Nahbereich ohne Brillenglas wie bei einer normalen Multifokallinse vorhanden, ein Kontrastverstärkung des Bildes wird durch eine unkorrigierte, nicht mit Brechkraft versehene sonnenbrillenartige Vorsatzbrille erreicht. In diese Intraokularlinse aber auch Brille lassen sich auch Blaufilter und Sonnenschutzfilter mit dem Polfilter kombinieren und integrieren.