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1. WO2006047993 - ZUGRIFFSSTEUERUNG FÜR EIN DRAHTLOSES, LOKALES ZUGANGSNETZWERK (WLL), DAS EINE MIT DS-CDM/CDMA, EINGEBETTETEM TDM/TDMA UND TDD ARBEITENDE LUFTSCHNITTSTELLE UMFASST

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

ZUGRI FFS STEUERUNG FÜR EIN DRAHTLOSES , LOKALES ZUGANGSNETZWERK (WLL) , DAS EINE MIT DS-CDM/CDMA, EINGEBETTETEM TDM/TDMA UND TDD ARBEITENDE LUFTSCHNITTSTELLE UMFASST

Die vorliegende Erfindung betrifft das Gebiet der Verfahren, die stationären Teilnehmern den drahtlosen Zugang zum Internet und zum PSTN ermöglichen, speziell der Art, daß sowohl der Zugang zum Internet als auch der Zugang zum PSTN direkte Zugänge sind, und ein Teilnehmer beide Zugänge simultan und unabhängig voneinander nutzen kann. Im Detail betrifft die Erfindung die Verfahren des Kanalaufbaus, der Dienstevermittlung und der Zugriffssteuerung im Airinterface derartiger Funksysteme sowie der effektiven Nutzung der Ressource Airinterface.
Drahtlose lokale Zugangsnetzwerke zum PSTN haben sich in den letzten anderthalb Jahrzehnten immer mehr durchgesetzt und sind inzwischen landläufig unter dem Begriff WLL (Wireless Local Loop) eingeführt. Diese Zugangsnetzwerke wurden ursprünglich unter dem Aspekt entwickelt, daß sie dem Teilnehmer die telekommunikative Grundversorgung als POTS (Piain Old Telephone Service) bieten. Sie unterscheiden sich insofern von den Mobilfunknetzen, die das Merkmal der Mobilität zusätzlich zu einer anderweitig bereits vorhandenen Grundversorgung realisieren, ohne diese ersetzen zu wollen oder ersetzen zu können. Ein daraus resultierendes unterscheidendes Merkmal ist, daß bei WLL die Teilnehmerstationen keine Endgeräte darstellen, sondern
Schnittstellen für den Anschluß von Endgeräten nach Wahl des Teilnehmers aufweisen, während bei Mobilfunknetzen die Teilnehmerstationen Endgerätefunktion besitzen.
Ein typischer Vertreter der ersten Generation von WLL sind die in [1] beschriebenen Einrichtungen und Verfahren.
Inzwischen sind vielfältige Weiterentwicklungen erfolgt, die als eine zweite Generation vor allem den Übergang von der analogen zur digitalen Übertragung im Airinterface, die Steigerung der Datenraten für Modem- und Faxübertragungen und die Erweiterung des Diensteangebotes beinhalten. Die WLL dieser zweiten Generation erlauben zwar den Zugang zum Internet mittels Modem über das PSTN, jedoch ist dies auf Grund der geringen Bandbreiten / Datenraten, die der Sprachübertragung im Airinterface der WLL angepaßt sind, uneffektiv. Zudem ist der Zugang zum PSTN in den
Einsatzbereichen der WLL meist die einzige Kommunikationsverbindung des Teilnehmers und die Belegung durch einen Internetzugriff lästig und behindernd und der Akzeptanz von WLL abträglich. Entsprechend wurden inzwischen WLL einer dritten Generation entwickelt, die die Mängel der bestehenden Einrichtungen durch neue Lösungsansätze überwinden.
In [2] wird diesbezüglich das Konzept eines DECT-basierten WLL-Systems beschrieben, welches sich zur Aufgabe stellt, ein Zugangsnetzwerk zum Internet und ein Zugangsnetzwerk zum PSTN in einem System zu vereinigen. DECT (Digital European Cordless Telephone) ist ein durch das ETSI normiertes System für schnurlose Telefonie. Es ist bestimmungsgemäß für geringe Reichweiten bis 300 m und Sprachübertragung vorgesehen. DECT hat bereits in der Standardausführung eine 5 geringe Frequenzeffektivität, welche mit 0,226 Bit/sΗz (Duplexbetrieb) angegeben werden kann. In dieser Ausführung beträgt die laufzeitbedingte Reichweite 5 km. In dem besagten Konzept wird eine Reichweite von 15 km vorgegeben, ohne zu benennen, daß in diesem Falle im Kanalschema nur jeder zweite Slot nutzbar ist, um hinreichende Abstände für den Laufzeitausgleich zu schaffen. Die Frequenzeffektivität verringert sich in diesem Falle auf 0,113 Bit/s*Hz.
0 Hinzu kommt, daß DECT weder mit einem Fehlerschutzverfahren wie FEC oder anderem noch mit einem Equalizer zur Kompensation von Störungen durch Mehrwegeausbreitung ausgestattet ist.

ERSATZBLATT Beide Fakten im Verbund haben zur Folge, daß DECT nur eine BER von 10'3 erreicht, was für die Übertragung von Sprache mittels 32 kbps ADPCM ausreicht, für die Datenübertragung jedoch unzureichend ist. Insbesondere Störungen durch Mehrwegeausbreitung und dadurch entstehende Intersymbol-Interferenzen sind bei Übertragungsstrecken bis 15 km nicht mehr vernachlässigbar. Der Grund ist darin zu sehen, daß bereits eine Umweglänge von 500 m ein Produkt von
ΠDS = Symbolrate * Umweglaufzeit = 1 ,5
ergibt, siehe hierzu auch untenstehende Ausführungen.
Das in [2] vorgestellte Konzept geht weiter davon aus, daß zwar für die Übertragung des Internet-Verkehrs eine Layer 2 - Sicherung erfolgt (siehe [2], Seite 8), die, da keine Subsegmentierung der IP-Pakete vorgesehen ist, nur auf Paketebene wirksam sein kann. Dies hat erhebliche Nachteile, da bei Paketlängen bis 1500 Byte entsprechend 12.000 Bit bei der oben genannten Fehlerrate die Wahrscheinlichkeit für fehlerhaft übertragene Pakete sehr hoch ist und häufige Wiederholungen der Übertragung von ganzen Paketen zu erwarten sind.
Im praktischen Einsatz sind unter anderem aus den genannten Gründen bisher alle Versuche, DECT für WLL-Anwendungen mit Reichweiten größer 1 km und für Datenübertragung zu nutzen, problembehaftet gewesen. Vorteilhaft bei [2] ist, daß DECT ein schnelles Zugriffsverfahren besitzt und daher möglich ist, für jedes zu übertragende Paket eine neue physikalische Verbindung zwischen einer Basisstation und der Teilnehmerstation aufzubauen.
Weitgehend auf die aktuellen Anforderungen abgestimmt erscheint [3], in welchem Patent eine Lösung vorgestellt wird, welche Zugang zum PSTN und zum Internet in einem System vereinigt. Nachteilig ist in diesem System, daß als traditioneller Stand der Technik die Kapazitäten für Nutzdaten, Signalisierungen und Radio Overhead in einem starren Verhältnis miteinander verknüpft sind und daher bei Zuweisung höherer Übertragungskapazität der absolute Betrag für
Signalisierungen und Radio Overhead proportional mit erhöht werden, und damit
Übertragungskapazität nicht oder redundant genutzt wird.
Ein typischer Vertreter dieser dritten Generation von WLL wird in [4] beschrieben. Hierin werden drahtlose Zugänge zum Internet und zum PSTN als direkte Zugänge derart realisiert, daß der Teilnehmer beide Zugänge simultan und unabhängig voneinander nutzen kann. Für die Übertragung im Airinterface kommen ein FEC zur Fehlersicherung und Equalizer beziehungsweise Preequalizer zur Anwendung. Des weiteren erfolgt eine Subsegmentierung der IP-Pakete, OA&M-Datenpakete und Signalisierungsdatenpakete von POTS-Verbindungen für die Übertragung im Airinterface. Die derart gebildeten Subpakete werden gemultiplext und mit einer Layer 2 - Sicherung über das Airinterface übertragen. Bei einer im Durchschnitt um eine Größenordnung geringeren Länge der Subpakte und einer um drei Größenordnungen kleineren Fehlerrate dieser Lösung ist zum ersten die Wahrscheinlichkeit für fehlerhaft übertragene Subpakete sehr gering und zum zweiten die
Wiederholung der Übertragung von Subpaketen bezüglich der Effektivität der Übertragung und der resultierenden Datenrate von geringerem Einfluß als dies bei einer Lösung nach [2] zu erwarten ist. Bei [4] erfolgt des weiteren eine belastungsabhängige dynamische Kapazitätsverteilung zwischen dem PSTN- und dem Internet-Zugangsnetzwerk. Nachteilig ist das Fehlen einer
belastungsabhängigen dynamischen Kapazitätsverteilung zwischen Aufwärts- und Abwärtsrichtung. Nachteilig ist des weiteren ein langsamer Verbindungsaufbau und -abbau. Dem geschuldet wird bei

ERSATZBLATT Internetverbindungen nach Übertragung eines Paketes die Verbindung nicht sofort abgebaut, um nicht für ein innerhalb einer definierten Wartezeit folgendes weiteres Paket Verbindungsabbau und erneuten Verbindungsaufbau durchführen zu müssen.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, die Nachteile der vorgenannten Verfahren zu überwinden. Dies betrifft, basierend auf den Einrichtungen und allgemeinen Verfahren nach [4], Verfahren, die eine belastungsabhängige dynamische Kapazitätsverteilung zwischen Aufwärts- und Abwärtsrichtung mit einem schnellen Verbindungsaufbau und -abbau verbinden. Die Aufgabe wird durch die Verfahren entsprechend den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an Hand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 Die Architektur des Funkkommunikationssystems in seiner Gesamtheit.
Figur 2 Struktur des Duplexrahmens in den allgemeinen Codekanälen 1 bis (n-1 )
Figur 3 Struktur des Duplexrahmens in einem speziellen Codekanal_0
Figur 4 Struktur des Aufwärts-Steuerungskanals UCCH
Figur 5 Struktur der Zugriffssteuerung der Teilnehmerstation
Figur 6 Zustandsautomat für die Steuerung der Aufwärtsrichtung in der Teilnehmerstation,
Zustand "Inaktiv"
Figur 7 Zustandsautomat für die Steuerung der Aufwärtsrichtung in der Teilnehmerstation,
Zustand "Zugriff
Figur 8 Zustandsautomat für die Steuerung der Aufwärtsrichtung in der Teilnehmerstation,
Zustand "Senden"
Figur 9 Zustandsautomat für die Steuerung der Abwärtsrichtung in der Teilnehmerstation Sowohl die vorausgehenden allgemeinen Beschreibungen als auch die folgende detaillierte Beschreibung besitzen nur Beispielcharakter als mögliche Ausführungen der erfindungsgemäßen Verfahren und schränken die Ansprüche zur Erfindung nicht ein.
Figur 1 beschreibt die Architektur des Funkkommunikationssystems in seiner Gesamtheit. Eine Basisstation 1 besitzt eine Schnittstelle zum Airinterface 3 für die drahtlose Verbindung zu einer Vielzahl von Teilnehmerstationen 4.1 bis 4.i. Der Zugang zum Airinterface 3 erfolgt über eine Antenne 2, die gleichermaßen für den Sende- als auch den Empfangsbetrieb genutzt wird.
Die Basisstation 1 besitzt des weiteren eine PCM-Schnittstelle 10, die als eine oder mehrere E1-oder T1- PCM Trunklines ausgeführt ist und die die Basisstation 1 mit einer
Ortsvermittiungseinrichtung 12 des PSTN 13 verbindet. Bei Bedarf werden optionale
Anschalteinrichtungen 11 in die Verbindung zwischen der Basisstation 1 und der
Ortsvermittlungseinrichtung 12 eingeschaltet, wenn die Ortsvermittlungseinrichtung 12 ein konzentriertes Interface nicht unterstützt, sondern nur teilnehmerbezogene Verbindungen wie

TIP/RING (a/b) oder V5.1 bietet oder von der Ortsvermittlungs-einrichtung 12 ein Protokoll geboten wird, welches von der Basisstation 1 nicht unterstützt wird.
Die Basisstation 1 besitzt des weiteren eine Schnittstelle 14, welche als eine Ethernetschnittstelle ausgeführt ist. An das Ethernet ist ein Router oder Proxyserver 15 angeschlossen, der über eine Datenleitung 16 mit einem Netzzugang eines ISP (Internet Serviceprovider) 17 verbunden ist, über welchen ein Zugang zum Internet 18 besteht. An das Ethernet ist des weiteren eine lokale OA&M-

ERSATZBLATT Einrichtung 21 angeschlossen. Bestandteil der Einrichtung ist weiterhin ein OA&M-Center 19, welches über einen Router/Proxyserver 20 mit dem Internet 18 (über einen hier nicht dargestellten Internet Serviceprovider, der mit dem erstgenannten nicht identisch sein muß) verbunden ist. Das OA&M-Center 19 ist gegebenenfalls für eine Mehrzahl von entfernten Basisstationen 1 vorgehalten. Die Teilnehmerstationen 4 besitzen eine Schnittstelle zum Airinterface 3 für die drahtlose Verbindung zur Basisstation 1. Der Zugang zum Airinterface 3 erfolgt über eine Antenne 5, die gleichermaßen für den Sende- als auch den Empfangsbetrieb genutzt wird. Des weiteren besitzen die
Teilnehmerstationen 4 jeweils eine PSTN-Teilnehmerschnittstelle 6, welche für POTS (TIP/RING, a/b) oder ISDN (Basisanschluß, 2B+D) ausgelegt ist, und eine Ethernetschnittstelle 8, welche für den Internetzugang bestimmt ist. Die PSTN-Teilnehmerschnittstelle 6 erlaubt den Anschluß von
Endgeräten 7 dem Diensttyp entsprechend und nach Wahl des Kunden. Die Ethernetschnittstelle 8 erlaubt den Anschluß von Rechnern 9 für den direkten Zugang zum Internet, wobei es sich um Einzelrechner oder bei Rechnernetzen um Router, Proxyserver oder Rechner mit einer Proxyserver-Emulation handeln kann.
Das Funkkommunikationssystem realisiert in dieser Konfiguration unabhängige Zugangsnetzwerke zum PSTN und zum Internet. Im Airinterface wird die Kapazitätsverteilung zwischen dem
Zugangsnetzwerk zum PSTN und dem Zugangsnetzwerk zum Internet bedarfsabhängig gesteuert und angepaßt.
Des weiteren werden den über Funk angeschalteten Teilnehmern der simultane Zugang zum PSTN und zum Internet ermöglicht. Diese Eigenschaft korreliert mit dem vorgenannten Aspekt, indem für die einzelne Teilnehmerstation die Kapazitätsverteilung zwischen POTS und Internet
bedarfsabhängig im Rahmen der maximalen Kapazität der Teilnehmerstation gesteuert wird, wobei die Anforderungen des POTS Vorrang besitzen.
Des weiteren erfolgt im Zugangsnetzwerk zum PSTN eine effektive Ressourcenverwendung, indem den POTS-Teilnehmern als Standardverbindung eine komprimierte Sprachübertragung bereitgestellt wird und anforderungsgesteuert höhere Übertragungskapazität für Fax- oder Modemübertragungen zugewiesen wird und durch Anwendung des "off-hook"-Prinzip POTS-Teilnehmern alle
Dienstmerkmale gewährleistet werden, die digitale Ortsvermittlungseinrichtungen standardmäßig auch analog angeschalteten drahtgebundenen Teilnehmern bieten.
Des weiteren wird über das drahtlose Zugangsnetzwerk zum Internet dem Teilnehmer über ein Ethernet-Interface seines Rechners oder seines Rechnernetzwerkes ein direkter Zugang zu einem Gateway eines ISP (Internet Serviceprovider) zur Verfügung gestellt, so daß der Weg über das PSTN mit Anwahl einer Zugangsrufnummer eines Internet Serviceproviders und Nutzung von Übertragung mittels Modem nicht erforderlich ist. Unabhängig davon kann der letztgenannte Weg vom Teilnehmer über seinen POTS-Anschluß alternativ oder simultan genutzt werden.
Im Airinterface des Funkkommunikationssystems wird das besonders störsichere Multiplex/ Zugriffsverfahren DS CDM/CDMA (Direct Sequence Code Division Multiplex / Code Division Multiple Access, im weiteren immer als CDMA bezeichnet) benutzt. Bei einer Sequenzlänge n werden durch entsprechende Auswahl n orthogonale Codes bereitgestellt, mit diesen gespreizte Daten können additiv überlagert übertragen und empfangsseitig wieder getrennt werden. Im folgenden wird diesbezüglich der Begriff "Codekanal" benutzt. Des weiteren kommt als Duplexverfahren TDD (Time

ERSATZBLATT Division Duplex) zur Anwendung, d.h. es wird zeitlich alternierend ein HF-Kanal für beide
Übertragungsrichtungen genutzt.
In Figur 2 ist für eine TDD-Periode der Duplexrahmen 22 der allgemeinen Codekanälej (i = 1 bis (n-1)) dargestellt. Der Duplexrahmen 22 besteht aus einer Abwärtsperiode 23 für Sendungen der Basisstation in der Abwärtsrichtung, einer Aufwärtsperiode 24 für Sendungen der
Teilnehmerstationen in der Aufwärtsrichtung und einer Schutzzeit 25 für den Laufzeitausgleich der Sendungen der Teilnehmerstationen 4.
Die Abwärtsperiode 23 besteht aus einem Aufwärts-Steuerungskanal UCCH 26 und einer maximalen Anzahl von i Zeitschlitzen 27, welche der Abwärts-Datenübertragung dienen. Die Aufwärtsperiode besteht aus einer Schutzzeit 28 für die Synchronisation der Teilnehmerstationen in dem speziellen Codekanal_0 entsprechend Figur 3, einem Abwärts-Steuerungskanal DCCH 29 und einer maximalen Anzahl von j Zeitschlitzen 30, welche der Aufwärts-Datenübertragung dienen. Die Darstellung des Duplexrahmen 22 erfolgt aus Sicht der Basisstation 1. Dies bedeutet, daß die Sendungen der Teilnehmerstationen 4, umfassend den DCCH 29 und die Timeslots 30, synchron in der Basisstation empfangen werden, so dass die Orthogonalität der Codes gewährleistet ist.
Die Anzahl der Zeitschlitze 27 und Zeitschlitze 30 kann variieren. Die Variation erfolgt derart, dass die Summe beider Anzahlen konstant ist und damit bei konstanter Dauer des Duplexrahmen 22 ein variables Verhältnis von Aufwärts- zur Abwärtskapazität einstellbar ist. Die Einstellung erfolgt durch das Signal "VerhJC 42 im UCCH 26 (s. Figur 4).
In Figur 3 ist ein Duplexrahmen 22 des speziellen Codekanal_0 dargestellt. Der Duplexrahmen 22 besteht identisch zu den allgemeinen Codekanälen aus einer Abwärtsperiode 23, einer
Aufwärtsperiode 24 und einer Schutzzeit 25 für den Laufzeitausgleich der Sendungen der
Teilnehmerstationen 4. Die Darstellung des Duplexrahmen erfolgt aus Sicht der Basisstation 1. Dies bedeutet, daß die Sendungen 29 der Teilnehmerstationen 4 synchron in der Basisstation empfangen werden, so dass die Orthogonalität der Codes gewährleistet ist.
Die Abwärtsperiode 23 besteht aus dem Aufwärts-Steuerungskanal UCCH 26, einem Anrufkanal BCCH 31 und einer maximalen Anzahl von (i-1) Zeitschlitzen 32, welche der Abwärts-Datenübertragung dienen. Die Aufwärtsperiode besteht aus einem Synchronisationskanal SCCH 33 für die Synchronisation der Teilnehmerstationen, dem Abwärts-Steuerungskanal DCCH 29 und einer maximalen Anzahl von j Zeitschlitzen 30, welche der Aufwärts-Datenübertragung dienen. Die Lage des SCCH 33 ist für den Fall einer synchronisierten Teilnehmerstation dargestellt. Im Falle einer noch nicht synchronisierten Teilnehmerstation kann der SCCH 33 voreilend und überlappend mit der Schutzzeit 25 erscheinen.
Der BCCH 31 dient dem Teilnehmeranruf zwecks Einleitung einer Abwärtsübertragung und der Synchronisation nicht aktiver Teilnehmerstationen und umfaßt zumindest die Signale
- Teilnehmeranruf mit den Elementen Teilnehmernummer, Dienstanforderung und Nummer des zugewiesenen Codekanals, wobei die Dienstanforderung die Informationen IP, POTS oder Synchronisation beinhalten kann, und
- Sync_2, welches die Anzahl bestimmter Zeiteinheiten beinhaltet, um welche der Startzeitpunkt der Aussendung einer Teilnehmerstation zu verschieben ist, um einen optimalen synchronen

Empfang in der Basisstation zu gewährleisten.

ERSATZBLATT In Figur 4 ist die Struktur des UCCH 26 dargestellt. Der UCCH wird von der Basisstation 1 in der Abwärtsperiode 23 eines jeden Codekanals übertragen und dient den Teilnehmerstationen 4 zur Steuerung des Zugriffs und der Übertragung von IP-Datenpaketen, von Datenpaketen anderer Dienste in der Aufwärtsperiode 24 oder zum Aufbau gehender POTS-Verbindungen in dem jeweiligen Codekanal. Der UCCH umfaßt zumindest folgende Signale:
- "Belegung" 35. Das Signal "Belegung" 35 kann die Informationen "frei" 51 , "Akzeptanz" 55 oder "Abweisung" 38 beinhalten. Die "Belegung" 35 gilt für die Zeitschlitze 30 der Aufwärtsperiode unter Beachtung der durch "Versatz_1" 36 gegebenen Einschränkung.
- "Versatz_1 " 36 und "Versatz_2" 37. "Versatz_1 " 36 gibt an, ab welchem der Zeitschlitze 30 das Signal "Belegung" 35 gültig ist. "Versatz_2" 37 gibt an, nach wieviel Duplexrahmens 22 ein neuer

Wert von "Versatz_1" 36 gültig ist, der Wert wird deshalb von der Basisstation von
Duplexrahmen zu Duplexrahmen bis null heruntergezählt.
- "Wiederholung" 39. "Wiederholung" 39 ist ein Layer 2 - Signal und gibt an, welches Subpaket oder ab welchem Subpaket, in Abhängigkeit vom gewählten Layer 2 - Protokoll, wiederholt werden soll.
- "ADD_K" 40 und "Versatz_3" 41. "ADD_K" ist die Nummer eines weiteren Codekanals, welcher der Teilnehmerstation für die Aufwärts-Datenübertragung zugewiesen wird, sofern die
Teilnehmerstation einen solchen angefordert hat, "Versatz_3" gibt an, nach wieviel
Duplexrahmen 22 die Zuweisung gültig ist, der Wert wird deshalb von der Basisstation von Duplexrahmen zu Duplexrahmen bis null heruntergezählt. Die Anforderung und Zuweisung weiterer Kanäle erfolgt entsprechend der Verfahrensschritte in Anspruch 6.
- "Verh_K 42" und "Versatz_4" 43. "Verh_K" 42 ist die Anzahl der Zeitschlitze 27 in der
Abwärtsperiode 23 und charakterisiert dadurch die Lage des Umschaltzeitpunktes zwischen der Abwärtsperiode und der Aufwärtsperiode 24. "Versatz_4" 43 gibt an, nach wieviel
Duplexrahmens 22 ein veränderter Wert von "Verh_K" 42 gültig ist, der Wert wird deshalb von der Basisstation von Duplexrahmen zu Duplexrahmen bis null heruntergezählt. Die Anwendung zur Steuerung des Verhältnisses von Abwärts- zu Aufwärtsperiode erfolgt entsprechend den Beschreibungen in Anspruch 11.
- "Syncjl" 44. "Sync_1" ist die Anzahl bestimmter Zeiteinheiten, um welche der Startzeitpunkt der Aussendung der aktiven Teilnehmerstation zu verschieben ist, um einen optimalen synchronen

Empfang in der Basisstation zu gewährleisten. Die Anwendung zur Synchronisation der Teilnehmerstation erfolgt entsprechend der Beschreibung in Anspruch 12.
Erfindungsgemäß beinhaltet die Konzeption des UCCH 26, dass eine Teilnehmerstation einen

Zugriff für eine IP-Übertragung in der Aufwärtsperiode 24 oder eine gehende POTS-Verbindung in einem nach Zufallsprinzip ausgewählten Codekanal durchführt, bei welchem im UCCH die
"Belegung" 35 die Information "frei" enthält, und ihre Identifikation und die Dienstanforderung in dem durch "Versatz_1" 36 vorgegebenen Timeslot überträgt.
Der UCCH wird von allen teilnehmerstationen unabhängig von ihrem Betriebszustand in mindestens einem der Codekanäle empfangen (s. Figuren 6 bis 9), wodurch gesichert wird, daß globale, nicht teilnehmergebundene Informationen durch alle Teilnehmerstationen beachtet werden.
In Figur 5 wird die Struktur der Zugriffssteuerung der Teilnehmerstation dargestellt, wobei aus

ERSATZBLATT Gründen der Übersichtlichkeit jeweils ein Kanal für die Zugriffssteuerung in der Aufwärts- und der

Abwärtsrichtung dargestellt wird.
Der Zustandsautomat 46 für die Steuerung der Aufwärtsrichtung in der Teiinehmerstation
- empfängt die UCCH 26 einer Mehrzahl in der Numerierung aufeinanderfolgender Codekanäle, - sendet Zugriffsanforderungen in der Aufwärtsrichtung in einem der Zeitschlitze 30, und
- kommuniziert mit der internen Steuerung 48 der Teilnehmerstation, die die Sendung von Daten an die Basisstation logisch und physisch realisiert.
Der Zustandsautomat 47 für die Steuerung der Abwärtsrichtung in der Teilnehmerstation
- empfängt den BCCH 31 des speziellen Codekanal_0
- empfängt den UCCH 26 des speziellen Codekanal_0 und/oder weiterer Codekanäle, die von der Basisstation für die Abwärtsübertragung zugewiesen sind,
- sendet in den DCCH 29 der für die Abwärtsübertragung zugewiesenen Codekanäle, und

- kommuniziert mit der internen Steuerung 48 der Teilnehmerstation.
Erfindungsgemäß empfangen Teilnehmerstationen daher gleichzeitig die Signale dieser Mehrzahl von Codekanälen.

IP-Übertragung in der Aufwärtsrichtung
Da im Falle einer IP-Übertragung in der Aufwärtsrichtung nicht zwingend gegeben ist, dass die

Teilnehmerstation gleichzeitig eine Abwärts-Datenübertragung empfängt, stellt der UCCH 26 sowohl für den Zugriff als auch zur Steuerung während der Aufwärtsverbindung einen minimierten
Rückkanal dar. Der Teilnehmerstation werden bei erfolgreichem Zugriff alle Zeitschlitze 30 ab dem durch "Versatz_1" 36 vorgegebenen Zeitschlitz zugewiesen.
Die Funktionsweise im Falle einer IP-Übertragung wird an Hand des Zustandsautomaten 46 (Figur 5) für die Steuerung der Aufwärtsrichtung in der Teilnehmerstation erläutert. Dieser Zustandsautomat kann die Zustände "Inaktiv" 50 (Figur 6), "Zugriff' 70 (Figur 7) und "Senden" 80 (Figur 8) annehmen. In Figur 6 wird der Zustand "Inaktiv" 50 dargestellt. Ausgangsbetrachtung sei, daß die
Teilnehmerstation in einem frei gewählten Codekanal im UCCH 26 das Belegungssignal "frei" 51 oder "Abweisung" 38 empfängt. Sofern eine Abfrage "N=O ?" 52 den Wert Null liefert, erfolgt mit "L_Suche" 67 Rücksetzen des Suchzustandes und die "Rückkehr" 53 zum Zustand "Inaktiv" 50. Hier wie generell im folgenden bedeutet "Rückkehr" 53 die Rückkehr zum jeweils aktiven Zustand. Das Eingangssignal "Abweisung" 38 wird wie ein freier Codekanal behandelt, da vorausgesetzt werden kann, dass eine Fremdbelegung des Codekanals ab dem folgenden Duplexrahmen 22 beendet ist. Wird im UCCH 26 das Belegungssignal "Akzeptanz" 55 erkannt, so wird der Block 54 zur
Kanalsuche abgearbeitet. Der Block 54 gewährleistet, daß bei Fremdbelegung eines Codekanals die Teilnehmerstation bei der Suche nach einem freien Codekanal eine durch eine Zufallszahl bestimmte Anzahl freier Codekanäle überspringt und erst im folgenden freien Codekanal verbleibt. Damit erfolgt eine Entflechtung der Mehrzahl von Teilnehmerstationen, die sich gemeinsam in dem nunmehr fremdbelegten Codekanal im Zustand "Inaktiv" 50 befanden.
Bei erstmaligem Empfang von "Akzeptanz" 55 liefert die Abfrage "Suche ?" 65 den Wert Nein, es erfolgt Setzen von "Suche" 66, die Generierung einer Zufallszahl RND>0 und Setzen von
"N:=RND" 56, eine Erhöhung der Nummer des zu empfangenden Codekanals mit "K:=K+1" 57 und

ERSATZBLATT "Rückkehr" 53. Bei weiterem Empfang von "Akzeptanz" 55 liefert die Abfrage "Suche ?" 65 dann den Wert Ja, es erfolgt unmittelbar eine Erhöhung der Nummer des zu empfangenden Codekanals mit "K:=K+1" 57 und "Rückkehr" 53. Jeweils nach Empfang von "frei" 51 oder "Abweisung" 38, wenn die Abfrage "N=O ?" 52 einen Wert ungleich Null liefert, erfolgt eine Verringerung des Betrages
"N:=N-1" 58 und eine Erhöhung der Nummer des zu empfangenden Codekanals mit "K:=K+1" 57. Erst wenn N=O erreicht ist, erfolgt mit "L_Suche" 67 Rücksetzen des Suchzustandes und der Verbleib im Codekanal.
Das derart dargestellte Verfahren der Suche eines freien Codekanals hätte bei Empfang nur eines Codekanals den Nachteil, daß pro Duplexperiode 22 der Block 54 nur einmal durchlaufen wird. Bei einer hohen Anzahl belegter Codekanäle und einer hohen Zufallszahl RND könnten demzufolge bis zur Erfüllung der oben genannten Bedingungen viele Duplexperioden erforderlich und das Verfahren zeitaufwendig sein. Die Teilnehmerstationen sind aus diesem Grunde ausgerüstet, parallel bei einer Mehrzahl aufeinanderfolgender Codekanäle die UCCH 26 zu empfangen. Die gleichzeitig empfangenen Belegungssignale 35 werden in der Aufeinanderfolge der Codekanäle im
Eingangsstack des Zustandsautomaten abgelegt und dann unverzüglich innerhalb der aktuellen Duplexperiode in dem Block 54 verarbeitet, was einen Beschleunigungsfaktor entsprechend der Anzahl der parallel empfangenen Codekanäle bedeutet.
Die Eingangssignale "Wiederholung" 39, "Sync_1" 44 und das Eingangssignal 59, umfassend "ADD_K" 40 und "Versatz_3" 41 , werden ignoriert. Das Eingangsignal 60, umfassend "Versatz_1" 36 und "Versatz_2" 37, sowie das Eingangssignal 61 , umfassend "Verh_K" 42 und "Versatz_4" 43, werden als unveränderte Ausgangssignale 62, 63 an die interne Steuerung 48 zur weiteren Beachtung übergeben.
Das Eingangsignal "Zugriff" 64, von der internen Steuerung kommend, löst den Übergang zum Zustand "Zugriff 70 aus.
In Figur 7 wird der Zustand "Zugriff' 70 dargestellt. Ausgangsbetrachtung sei, daß die
Teilnehmerstation in einem frei gewählten Codekanal im UCCH 26 das Belegungssignal "frei" 51 empfängt. Sofern eine Abfrage "N=O ?" 52 den Wert Null liefert, erfolgt mit "L_Suche" 67
Rücksetzen von Suche, es wird an die interne Steuerung 48 das Signal "Zugriff 71 gesendet und eine "Marke_A" 72 gesetzt. Das Signal "Zugriff 71 gestattet der internen Steuerung 48, in der nachfolgenden Aufwärtsperiode 24 eine Zugriffsanforderung an die Basisstation zu senden. Von der Basisstation wird ein erfolgreicher Zugriff im folgenden Duplexrahmen 22 im UCCH 26 mit
"Akzeptanz" 55 oder bei einem Hazard infolge des gleichzeitigen Zugriffs durch eine weitere Teilnehmerstation oder andere Störungen mit "Abweisung" 38 beantwortet.
Die Zugriffsanforderung kann bereits die Anforderung für eine höherratige gebündelte
Datenübertragung in mehr als einem Codekanai beinhalten. Die Einrichtung einer derartigen Verbindung wird entsprechend den Verfahrensschritten in Anspruch 6 durchgeführt.
Bei Eingang des Belegungssignals "Akzeptanz" 55
- wird bei positivem Ergebnis der Abfrage "Marke_A ?" 73 an die interne Steuerung das Signal "Senden" 74 als Bestätigung des erfolgreichen Zugriffsversuches gesendet und es erfolgt der Übergang zum Zustand "Senden" 80. Das Signal "Senden" 74 erlaubt der internen Steuerung, in der nachfolgenden Aufwärtsperiode 24 mit der Sendung von Daten zu beginnen,

ERSATZBLATT beziehungsweise
- wird bei negativem Ergebnis der Abfrage "Marke_A ?" 73 die Suche eines freien Codekanals begonnen.
Bei Eingang des Signals "Wiederholung" 39
- erfolgt bei positivem Ergebnis der Abfrage "Marke_A ?" 73 ein Einsprung in den Pfad nach "frei" 51 und es wird ein erneuter Zugriffsversuch eingeleitet, bzw.
- wird bei negativem Ergebnis der Abfrage "Marke_A ?" 73 das Signal ignoriert.
Bei Eingang des Signals "Abweisung" 38
- wird nach negativem Ergebnis der Abfrage "Marke_A ?" 73 das Signal wie ein freier Codekanal bewertet und es erfolgt ein Einsprung in den Pfad nach "frei" 51 , bzw.
- erfolgt bei positivem Ergebnis der Abfrage "Marke_A ?" 73 mit "L_Marke_A" 75 die Rücksetzung der Marke_A und es wird die Suche eines freien Codekanals begonnen.
Die Suche eines freien Codekanals erfolgt entsprechend den Erläuterungen zu Block 54 (Figur 6). In diesem Suchprozeß wird ein Eingangssignal "Abweisung" 38, wenn die nachfolgende Abfrage "Marke__A ?" 73 negativ ist, wie ein freier Kanal behandelt, da in diesem Falle "Abweisung" sich auf eine andere Teilnehmerstation bezieht, die diesen Kanal ab diesem Zeitpunkt verläßt.
Das Eingangssignal 59 und das Eingangssignal "Sync_1" 44 werden,
- sofern die Abfrage "Marke_A ?" 73 positiv ist, an die interne Steuerung als Signale 76 und 77 zur weiteren Beachtung übergeben, bzw.
- sofern die Abfrage "Marke_A ?" 73 negativ ist, ignoriert
Das Eingangsignal 60 und das Eingangssignal 61 werden identisch zu den Erläuterungen zur Figur 6 verarbeitet.
In Figur 8 wird der Zustand "Senden" 80 dargestellt. Ausgangsbetrachtung sei, daß noch im Zustand

"Zugriff' 70 an die interne Steuerung 48 ein Ausgangssignal "Senden" 74 gesendet wurde, welches die Freigabe für eine Datenübertragung an die Basisstation in der nachfolgenden
Aufwärtsperiode 24 darstellt. Die Datenübertragung wird von der internen Steuerung während dieser

Übertragung, und nachfolgend bei jeder weiteren dieser Übertragungen, mit einem Signal
"Senden" 81 an den Zustandsautomaten 46 bestätigt.
Nach dem von der internen Steuerung empfangenen Signal "Senden" 81 erfolgt mit "L_Marke_A" 75 das Rücksetzen der Marke_A. Nach einem Eingangssignal "Akzeptanz" 55 wird "Marke_A" 72 gesetzt und an die interne Steuerung 48 das Signal "Senden" 74 übertragen, womit diese eine erneute Freigabe für eine Datenübertragung an die Basisstation in der nachfolgenden
Aufwärtsperiode 24 erhält.
Die Teilnehmerstation sendet an die Basisstation, wenn ein IP-Paket komplett übertragen wurde und keine weiteren Pakete zu übertragen sind, im Datenkanal ein Endesignal. Die Basisstation sendet nach Erkennen dieses Endesignals weiterhin "Akzeptanz" 55, bis von der Layer 2 - Instanz der

Basisstation
- Verbindungsende gemeidet ist, woraufhin im UCCH 26 "frei" 51 gesendet wird, was in der Teilnehmerstation als ordnungsgemäßer Abschluß der Übertragung gewertet wird, oder - eine Wiederholunganforderung gemeldet ist, woraufhin im UCCH 26 weiterhin "Akzeptanz" 55 und zusätzlich "Wiederholung" 39 gesendet werden.

ERSATZBLATT In der nach dem Endesignal auftretenden Wartezeit sendet die interne Steuerung 48 der
Teilnehmerstation Dummydaten an die Basisstation und weiterhin das Signal "Senden" 81 an den Zustandautomaten 46.
Ein Eingangssignal "Wiederholung" 39
- wird bei positivem Ergebnis der Abfrage "Marke_A ?" 73 als unverändertes Ausgangssignal 82 an die interne Steuerung 48 (Figur 5) zur weiteren Beachtung übergeben, bzw.
- wird bei negativem Ergebnis der Abfrage "Marke_A ?" 73 ignoriert.
Nach den Eingangssignalen "Abweisung" 38 oder "frei" 51 werden die Ausgangssignale
"Abbruch" 83 beziehungsweise "Ende" 84 an die interne Steuerung gesendet und es erfolgt die Rückkehr zum Zustand "Inaktiv" 50 (Figur 6).
Die Eingangssignale 44, 59, 60 und 61 werden identisch zu den Erläuterungen zur Figur 7 verarbeitet.

Zugriff für den Aufbau einer gehenden POTS-Verbindung
Im Falle einer gehenden POTS-Verbindung stellt der UCCH 26 ausschließlich den Rückkanal für den Zugriff dar. Nach Bestätigung des Zugriffs durch die Basisstation werden weitere Signalisierungen im Signalisierungsteil der zugewiesenen Zeitschlitze in der Aufwärts- und Abwärtsrichtung übertragen. Für POTS-Verbindungen, sowohl gehende als auch kommende Verbindungen, werden stets Zeitschlitze in der Reihenfolge beginnend mit dem ersten Timeslot der Aufwärtsperiode 24 und der Abwärtsperiode 23 im gleichen Codekanal zugewiesen. Das Verfahren sichert, dass POTS-Verbindungen bei einer Veränderung des Verhältnisses von Aufwärts- zu Abwärtsperiode ihre relative Timeslotposition behalten können.
Zur Einrichtung einer POTS-Verbindung wird von der Basisstation im UCCH 26 der Wert von "Versatz_1" 36 um den Betrag eins erhöht und die Belegung 35 danach wieder auf "frei" gesetzt, was weitere Zugriffe auf die noch freien Timeslots gestattet. Da POTS-Verbindungen
Duplexverbindungen sind, gilt "Versatz_1" 36 auch für die einzurichtenden oder bestehenden IP-Übertragungen in der Abwärtsrichtung, um auch in der Abwärtsrichtung den zugewiesenen Zeitschlitz für die POTS-Verbindung freizumachen bzw. freizuhalten.
Die Steuerung des Zugriffs zum Aufbau einer gehenden POTS-Verbindung erfolgt ebenfalls durch den bereits oben beschriebenen Zustandsautomaten 46 (Figur 5) für die Steuerung der
Aufwärtsrichtung in der Teilnehmerstation. Die Funktionsweisen im Zustand "Inaktiv" 50 (Figur 6) und Zustand "Zugriff' 70 (Figur 7) sind in vollem Umfang identisch. Die Funktionsweise im Zustand "Senden" 80 ist verkürzt. Es gilt die gleiche Ausgangsbetrachtung, jedoch wird von der internen Steuerung der Teilnehmerstation das Signal "Senden" 81 nur bis zu dem Zeitpunkt übertragen, bis von der Basisstation der Timeslot in der Abwärtsrichtung bereitgestellt ist, signalisiert dadurch, dass im UCCH 26 "Versatz_1" 36 um 1 erhöht wurde und "Versatz_2" den Wert Null erreicht hat. Nach Gültigkeit des veränderten Wertes von "Versatz_1" 36 wird im UCCH 26 "frei" 51 übertragen, welches im Zustandsautomaten 46 die Rückkehr zum Zustand "Inaktiv" 50 veranlaßt.

IP-Übertragung in der Abwärtsrichtung
Da im Falle einer IP-Übertragung in der Abwärtsrichtung nicht zwingend gegeben ist, dass die

ERSATZBLATT Teilnehmerstation gleichzeitig eine Aufwärts-Datenübertragung durchführt, stellt der DCCH 29 für diesen Fall zusätzlich einen minimierten Rückkanal zur Steuerung des Aufbaus und während der Abwärts-Übertragung dar. Der Teilnehmerstation werden bei erfolgreichem Zugriff alle
Zeitschlitze 27 oder 32 ab dem durch "Versatz_1" 36 vorgegebenen Zeitschlitz der
Abwärtsperiode 23 zugewiesen.
Die IP-Übertragung für eine Teilnehmerstation wird von der Basisstation entsprechend den
Verfahrensschritten in Anspruch 7 durchgeführt. Die Übertragung kann als höherratige gebündelte Datenübertragung in mehr als einem Codekanal durchgeführt werden. Die Einrichtung einer derartigen Verbindung wird von der Basisstation entsprechend den Verfahrensschritten in
Anspruch 9 durchgeführt.
In Figur 9 wird die Arbeitsweise der Teilnehmerstation im Falle einer IP-Übertragung an Hand des Zustandsautomaten 47 (Figur 5) für die Abwärtsrichtung beschrieben. Dieser Zustandsautomat kann die Zustände "Inaktiv" 90 und "Empfang" 97 annehmen. Die Erläuterung erfolgt für den Fall der Zuweisung eines Codekanals. Bei Zuweisung mehrerer Codekanäle erfolgt im Zustand "Empfang" der beschriebene Datenaustausch parallel für die zugewiesenen Codekanäle. Ausgenommen hiervon ist das Signal "Wiederholung" 99, welches nur in dem erstzugewiesenen Codekanal übertragen wird. Der Zustandsautomat sendet im DCCH 29 des Codekanal_0 oder nach erfolgter Kanalzuweisung im DCCH 29 des zugewiesenen Codekanals an die Basisstation, empfängt den BCCH 31 sowie den UCCH 26 des Codekanal_0 oder nach erfolgter Kanalzuweisung den UCCH 26 des zugewiesenen Codekanals.
Der DCCH 29 umfaßt die Signale
- "Empfang" 94. Das Signal "Empfang" ist Empfangsbestätigung für die vorangegangene
Abwärtsperiode 23 ohne eine Aussage über Fehlerfreiheit.
- "Wiederholung" 99. Das Signal "Wiederholung" ist ein Layer 2 - Signal und gibt an, welches Subpaket oder ab welchem Subpaket, in Abhängigkeit vom gewählten Layer 2 - Protokoll, wiederholt werden soll.
- "Abweisung" 101. Das Signal "Abweisung" bedeutet Abbruch ohne ordnungsgemäßen Abschluß der Übertragung.
- "Ende" 103. Das Signal "Ende" bedeutet Abbruch mit ordnungsgemäßem Abschluß der Übertragung inclusive des ordnungsgemäßen Abschlusses der Layer 2 - Verbindung.
Im Zustand "Inaktiv" 90 wird der BCCH 31 empfangen und das Anrufsignal 91 , umfassend
Teilnehmernummer, Dienstanforderung und Nummer des zugewiesenen Codekanals, als
Ausgangssignal 92 an die interne Steuerung übergeben. Ein Eingangssignal "Empfang" 93 von der internen Steuerung bestätigt, daß das Anrufsignal für die Teilnehmerstation zutreffend ist, es wird im DCCH des Codekanal_0 "Empfang" 94 gesendet und in den Zustand "Empfang" 97 übergegangen. Nachfolgend von der internen Steuerung eingehende Signale "Empfang" 93 und "Wiederholung" 98 werden im DCCH des zugewiesenen Codekanals als Signale "Empfang" 94 bzw. "Wiederholung" 99 an die Basisstation gesendet und zum Zustand "Empfang" 97 zurückgekehrt.
Von der internen Steuerung eingehende Signale "Abweisung" 100. und "Ende" 102 werden im DCCH des zugewiesenen Codekanals als Signale "Abweisung" 101 bzw. "Ende" 103 gesendet und zum Zustand "Inaktiv" 90 zurückgekehrt.

ERSATZBLATT Die Eingangssignale "Versatz_1 ;Versatz_2" 60 sowie "Verh_K;Versatz_4" 61 werden im UCCH 26 empfangen. Der Empfang erfolgt im Zustand "Inaktiv" 90 im Codekanal_0 oder im Zustand
"Empfang" 97 im zugewiesenen Codekanal. Die resultierenden Ausgangssignale 62 oder 63 werden an die interne Steuerung zur weiteren Beachtung übergeben. Zwecks Übersichtlichkeit sind zu ignorierende Signale nicht in die Darstellung aufgenommen worden.

Zugriff für den Aufbau einer kommenden POTS-Verbindung
Der Aufbau einer kommenden POTS-Verbindung wird von der Basisstation eingeleitet, indem

- ein Codekanal für die Abwärts-Übertragung ausgewählt wird,
- im UCCH 26 "Versatz_1" 36 um den Betrag 1 erhöht wird, und
- im BCCH 31 die Teilnehmerstation gerufen und Codekanal sowie die Dienstanforderung übermittelt werden.
Die Steuerung des Zugriffs zum Aufbau einer kommenden POTS-Verbindung erfolgt ebenfalls durch den bereits oben beschriebenen Zustandsautomaten 47 (Figur 5) für die Steuerung der
Abwärtsrichtung in der Teilnehmerstation. Die Funktionsweisen im Zustand "Inaktiv" 90 (Figur 9) sind identisch zur obigen Beschreibung.
Im Zustand "Empfang" 97 (Figur 9) wird von der internen Steuerung der Teilnehmerstation das Signal "Empfang" 93 nur bis zu dem Zeitpunkt übertragen, bis von der Basisstation im zugewiesenen Codekanal das Zeitschlitzpaar in der Abwärts- und Aufwärtsrichtung bereitgestellt ist, signalisiert dadurch, dass im UCCH 26 "Versatz_2" 37 den Wert Null erreicht hat. Nach Gültigkeit des veränderten Wertes von "Versatz_1" 36 wird von der internen Steuerung "Ende" 102 gemeldet und im DCCH 29 als "Ende" 103 übertragen, welches im Zustandsautomaten die Rückkehr zum Zustand "Inaktiv" 90 veranlaßt. Ab diesem Zeitpunkt werden weitere Signalisierungen im Signalisierungsteil der zugewiesenen Zeitschlitze in der Aufwärts- und Abwärtsrichtung übertragen.

Synchronisation der Teilnehmerstationen
Die erfindungsgemäßen Zugriffsverfahren setzen voraus, daß die Teilnehmerstationen zu jedem Zeitpunkt synchronisiert sind, um ohne vorherige zeitaufwendige Synchronisationsprozeduren in einem Zeitschlitz oder im DCCH 29 der Aufwärtsrichtung eines der Codekanäle senden zu können, ohne in der Basisstation störende Interferenzen zu verursachen.
Inaktive Teilnehmerstationen werden durch ein Verfahren, welches BCCH 31 und SCCH 33 nutzt, synchronisiert. Das Verfahren beinhaltet, daß
- von der Basisstation im BCCH 31 ein Teilnehmeranruf übertragen wird, bei welchem das Dienstmerkmal die Information Synchronisation beinhaltet,
- von der Teilnehmerstation im nachfolgenden SCCH 33 ein Synchronisationssignal gesendet wird, welches auch mit einer Codesequenz gespreizt sein kann, die nicht mit den für die Datenübertragung in der Abwärts- und Aufwärtsrichtung benutzten Codesequenzen identisch ist,

- die Basisstation bestimmt, um welche Zeitdauer das im SCCH 33 empfangene
Synchronisationssignal vom optimalen Empfangszeitpunkt abweicht,
- die Basisstation die Abweichung im nachfolgenden BCCH 31 als Signal "Sync_2" sendet, und

- die Teilnehmerstation den Startzeitpunkt korrigiert und für künftige Aussendungen speichert.

ERSATZBLATT Von der Basisstation werden alle inaktiven Teilnehmerstationen nach diesem Verfahren
aufeinanderfolgend synchronisiert.
Aktive Teilnehmerstationen werden synchronisiert, indem deren Aussendungen in der
Aufwärtsrichtung von der Basisstation genutzt werden zu bestimmen, um welche Zeitdauer das empfangene Datensignal vom optimalen Empfangszeitpunkt abweicht. Bei IP-Übertragungen in der Abwärtsrichtung werden die von der Teilnehmerstation im DCCH gesendeten Signale für diese Messung genutzt. Die Korrekturwerte für den Startzeitpunkt der Teilnehmerstation überträgt die Basisstation
- bei IP-Übertragung in der Aufwärtsrichtung durch Übertragung des Korrekturwertes als
"SyncJ" 44 im UCCH 26,
- bei IP-Übertragung in der Abwärtsrichtung durch Einbettung des Korrekturwertes als
Signalisierungspaket in den Abwärts-Datenstrom,
- bei POTS-Verbindung durch Einbettung des Korrekturwertes als Signalisierungspaket im Signalisierungsteil des zugewiesenen Zeitschlitzes in der Abwärtsrichtung.

Bezugsliteraturliste

[1] DE 4240249
[2] Vicente Quilez, Head of RCD Fixed Radio Systems Department, Alcatel, Telecom 99 lnter@ctive "Effiient Provision of Internet in wireless access Systems"
[3] US 6 131 012
[4] DE 100 56 087

ERSATZBLATT Bezugszeichen I iste

1 Basisstation
2 Antenne der Basisstation
5 3 Airinterface
4 Teilnehmerstation
5 Antenne der Teilnehmerstation
6 PSTN-Teilnehmerschnittstelle der Teilnehmerstation

7 Endgerät des Teilnehmers
0 8 Ethernetschnittstelle der Teilnehmerstation
9 Rechner oder Rechnernetz des Teilnehmers
10 PCM-Schnittstelle der Basisstation
11 Optionale Anschaltbaugruppen
12 Ortsvermittlungszentrale
5 13 PSTN (Pubiik Switched Telephone Network)
14 Ethernetschnittstelle der Basisstation
15 Router
16 Datenleitung
17 ISP (Internet Serviceprovider)
0 18 Internet
19 OA&M-Center
20 Router/Proxyserver
21 Lokale OA&M-Einrichtung
22 Duplexperiode (Duplexrahmen)
25 23 Abwärtsperiode
24 Aufwärtsperiode
25 Schutzzeit für Laufzeitausgleich
26 UCCH (Aufwärts-Steuerungskanal)
27 Zeitschlitze für Abwärts-Datenübertragung
30 28 Schutzzeit für die Synchronisation von Teilnehmerstationen

29 DCCH (Abwärts-Steuerungskanal)
30 Zeitschlitze für Aufwärts-Datenübertragung
31 BCCH (Anrufkanal)
32 Zeitschlitze für Abwärts-Datenübertragung
35 33 SCCH (Synchronisationskanal)
35 Belegung, Belegungszustand eines Codekanals
36 "VersatzJ"
37 "Versatz_2"
38 "Abweisung"
40 39 "Wiederholung"
40 "ADD K" 41 "Versatz_3"
42 "Verh_K"
43 "Versatz_4"
44 "SyncJ"
5 46 Zustandsautomat für die Steuerung der Aufwärtsrichtung in der Teilnehmerstation

47 Zustandsautomat für die Steuerung der Abwärtsrichtung in der Teilnehmerstation

48 Interne Steuerung der Teilnehmerstation
50 Zustand "Inaktiv" des Zustandsautomaten 46
51 Belegungssignal "frei"
10 52 Abfrage "N=O ?"
53 Rückkehr zum jeweils aktuellen Zustand
54 Block zur Kanalwahl
55 Belegungssignal "Akzeptanz"
56 Setzen von "N:=RND"
15 57 Erhöhung der Nummer des zu empfangenden Codekanals um den Betrag 1

58 Verringerung von N um 1 "N:=N-1"
59 Eingangssignal "ADD_K;Versatz_3"
60 Eingangssignal "Versatz_1 ;Versatz_2"
61 Eingangssignal "Verh_K;Versatz_4"
20 62 Ausgangssignal "Versatz_1 ;Versatz_2" an interne Steuerung
63 Ausgangssignal "Verh_K;Versatz_4" an interne Steuerung
64 Eingangssignal "Zugriff' von der internen Steuerung
65 Abfrage "Suche ?"
66 Setzen "Suche"
25 67 Rücksetzen "L_Suche"
70 Zustand "Zugriff des Zustandsautomaten 46
71 Ausgangssignal "Zugriff' an interne Steuerung
72 Setzen "Marke_A"
73 Abfrage "Marke_A ?"
30 74 Ausgangssignal "Senden" an interne Steuerung
75 Rücksetzen "L_Marke_A"
76 Ausgangssignal "ADD_K;Offet_3" an interne Steuerung
77 Ausgangssignal "Sync_1" an interne Steuerung
80 Zustand "Senden" des Zustandsautomaten 46
35 81 Eingangssignal "Senden" von der internen Steuerung
82 Ausgangssignal "Wiederholung" an interne Steuerung
83 Ausgangssignal "Abbruch" an interne Steuerung
84 Ausgangssignal "Ende" an interne Steuerung
90 Zustand "Inaktiv" des Zustandsautomaten 47
40 91 Teilnehmeranruf im BCCH 31
92 Ausgangssignal Teilnehmeranruf an interne Steuerung 93 Empfangsbestätigung "Empfang" von der internen Steuerung

94 Empfangsbestätigung "Empfang" an die Basisstation im DCCH 29

97 Zustand "Empfang" des Zustandsautomaten 47
98 Eingangssignal "Wiederholung" von der internen Steuerung 99 Ausgangssignal "Wiederholung" an die Basisstation im DCCH 29

100 Eingangssignal "Abweisung" von der internen Steuerung

101 Ausgangssignal "Abweisung" an die Basisstation im DCCH 29

102 Eingangssignal "Ende" von der internen Steuerung
103 Ausgangssignal "Ende" an die Basisstation im DCCH 29