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1. WO2006021166 - KOMBINATIONSTHERAPIE MIT PROCAIN

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Kombinationstherapie mit Procain

Die Erfindung betrifft die Verwendung von Procain, dessen physiologisch verträglichen Aminderivaten oder Säureadditonssalzen zur Herstellung eines Medikamentes, das für eine Kombinationstherapie zusammen mit Analgetika, Antirheumatika, Antiphologistika, Migränemitteln, Antihypertonika, Antiarrhythmika, Antiasthmatika, Antiallergika, Fibrinolytika, Antidiabetika, Lipidsenkern, Magen-Darm-Mitteln, Antidepressiva, Antidementiva, Antiparkinsonika, Neuroleptika, peripher und zentral wirkenden Muskelrelaxanzien, Arzneimitteln gegen erektile Dysfunktion, miktions-beeinflussenden Mitteln, Virustatika, Zytostatika und/oder mit Hair nutriens genutzt wird.

Procain ist der Diethylaminoethylester der para-Aminobenzoesäure (PABA) und wird innerhalb von 20 bis 40 Minunten durch die im Gewebe vorkommende Plasmacholinesterase in die beiden Antihistaminkörper, PABA und das DEAE hydrolytisch gespalten. Etwa 30% des Procains werden über die Leber metabolisiert und nur 2% werden unverändert über die Niere ausgeschieden. Die Metabolisierung des Procains in der Leber kann dadurch verringert sein, wenn durch vorhergehende Lebererkrankungen die Konzentration der Serumcholinesterase vermindert ist. In seltenen Fällen wird das Procain wegen eines angeborenen Cholinesterase-Mangels nicht abgebaut.

Die p-Aminobenzoesäure ist ein Enzymbaustein (Vitamin H 1 ), ein Zwischenprodukt bei der Bildung von Folsäure, sie aktiviert die Darmflora, schützt die Darmwände und die Haut vor den Folgen der Sonneneinstrahlung.

Wahrscheinlich ist sie auch die Hauptwirksubstanz, die gegen eine pathologische Sklerosierung und Verhärtung des Gewebes (Skleroderma, Vitiligo) wirkt. Ein Mangel an PABA wird mit der Bildung von grauen Haaren in Verbindung gebracht.

Das zweite Hydrolysenprodukt, dass Diethylaminoethanol ist eine kreislaufwirksame vasodilatatorische Substanz, die den Blutdruck zu senken vermag und die Synthese des Acetylcholin hemmt. Nachgewiesen ist die

Spasmolytische Wirkung auf tonisch verengte Gefäße und der Einfluss auf die

.vegetativen sympathischen und parasympathischen Strukturen sowie die stimulierende Wirkung auf das Zentralnervensystem. Des Weiteren führt das Diehtylaminoethanol zu einer Verbesserung der Wirkungsweise der Neurostransmitter im Gehirn, und so zu einer Steigerung der Hirnleistung und der Hirnfunktionen (Denken, Gedächtnis, Lernen, Konzentration). Zusätzlich hebt Diethylaminoethanol die Stimmung, fördert ein normales Schlafmuster und verlangsamt aufgrund seines antioxidativen Effekts den Alterungsprozeß im Gehirn.

Procain blockiert die Acetylcholin-Bildung in parasympathischen Nervensystem von prä- und postganglionären Neuronen und auch die Acetylcholin-Bildung im sympathischen System von präganglionären Neuronen. Es normalisiert das Gleichgewicht der Neurotransmitter im Hirn, überdies wirkt Procain auf jene Teile des Gehirns, welche mit der Transformation des Reizes in Gefühle verknüpft sind.

Das Procain vermag in seiner Wirkungsweise als Beta-Rezeptorblocker alle durch Stress verursachten Reaktion zu beseitigen und senkt den Katecholaminspiegel im Blut, schwächt die Wirkung des Sympathikus, wirkt antiarrhythmisch, antifibrilant, Sauerstoff sparend am Herzmuskel, wirkt als koronarer Dilatator, antipektanginös, sowie kapillar- und gefäßabdichtend.

Darüber hinaus hat Procain einen lipotropen Effekt, wirkt im Koronarbereich gegen arteriosklerotische Prozesse als auch gegen zentrale, periphere arteriosklerotische Prozesse. Es verbessert die Stoffwechselprozesse, einschließlich der Zellatmung. Procain hat ein hohes Redoxpotential von + 290 mV. Es zeigt eine Schutzwirkung auf die Körperzellen, stimuliert die zelluläre Regeneration und die Regeneration der Grundsubstanz.

Nach langjährigen eigenen Erfahrungen in der Behandlung von Patienten mit Procain hat sich herausgestellt, dass Procain eine pharmakologische Substanz 5 mit umfangreichen und komplexen pharmakologischen Wirkungen ist und eine überaus geringe Tendenz zur Ausbildung von Nebenwirkungen zeigt.

' Es hat sich somit die Aufgabe gestellt, eine Therapieform zu entwickeln, die in .-der Lage ist, die umfangreichen und komplexen pharmakologischen Wirkungsfunktionen des Procains auf relevante Indikationsgebiete zu lo übertragen und in diesen nutzbar zu machen.

Eine weitere Aufgabe bestand darin, die im Vergleich zu herkömmlichen Therapien sehr gering ausfallenden Nebenwirkungen des Procains in Wechselwirkung mit weiteren Wirkstoffen aus den relevantesten Indikationsgebieten sowie den Einfluss des Procains auf den Therapieverlauf i5 auszunutzen.

Überraschenderweise wurde eine Wirksamkeitserhöhende Aktivität von Procain bei Antirheumatika, Antiphologistika, Antihypertonika, Antidiabetika, Antidepressiva, Antidementiva, Virustatika und Zytostatika gefunden und dass bei Wirkstoffen dieser Indikationsgebiete aufgrund eines wissenschaftlich bisher 20 noch nicht vollständig aufgeklärten Effekts die Nebenwirkungen beseitigt, verringert oder verhütet werden können.

Erfindungsgemäß werden die beiden Aufgaben dadurch gelöst, dass das Procain oder dessen physiologisch verträgliche Aminderivate oder Säureadditionssalze zusammen mit Analgetika, Antirheumatika, 5 Antiphologistika, Migränemitteln, Antihypertonika, Antiarrhythmika, Antiasthmatika, Antiallergika, Fibrinolytika, Antidiabetika, Lipidsenkern, Magen- Darm-Mitteln, Antidepressiva, Antidementiva, Antiparkinsonika, Neuroleptika, peripher und zentral wirkenden Muskelrelaxanzien, Arzneimitteln gegen erektile Dysfunktion, miktionsbeeinflussenden Mitteln, Virustatika, Zytostatika und/oder 0 mit Hair nutriens zur Herstellung eines Medikamentes für eine Kombinationstherapie genutzt wird. Das erfindungsgemäß hergestellte Medikament hat durch die komplementären Wirkansätze in der Kombinationstherapie eine erhöhte Effizienz.

Üblicherweise wird das Procain in Form seines Hydrochlorids oder

5 Hydrobromids in der Kombinationstherapie verwendet. Zweckmäßig kann es sein, ein physiologisch verträgliches Aminderivat, insbesondere ein C1-C4 mono- bzw. di-substituiertes Derivat des p-Aminobenzoesäure-ß-diethylamino- - öthylesters zu verwenden. Zur Verbesserung der Löslichkeit in wässrigen oder

. physiologischen Medien, kann das Procain bzw. ein Derivat in Form von o physiologisch verträglichen Säureadditionssalzen, beispielsweise als Mesylat, Besylat oder Maleat vorliegen. Durch die erfindungsgemäße Verwendung zur Herstellung eines Medikamentes für die Kombinationstherapie von Procain mit weiteren üblichen Wirkstoffen, besteht die Möglichkeit, durch Nutzung der Wirksamkeit der Einzelkomponenten (Additions- und Potenzierungseffekt) eine 5 Stärkung (Vertiefung) und Ausweitung der Hauptwirkung des Kombinationspartners sowie eine Herabsetzung der Toxizität zu bewirken. Procain ist in der Lage, in der Kombinationstherapie Synergien zu bewirken und die Wirksamkeit der Wirkstoffe in der Kombinationstherapie bei geringeren Dosierungen zu erhöhen.

o Einige Erkrankungen sind offenbar mit Entzündungsprozessen in Zusammenhang zu bringen, dies sind z. B. Diabetes mellitus, Arteriosklerose und Alzheimer. Procain ist bekannt für seine antiinflammatorische Wirkung. Es hemmt die Entzündungsvorgänge und übt einen Anlockeffekt (Chemotaxis) auf Abwehrzellen aus und hat einen aktivierenden Effekt auf die spezifische und 5 unspezifische Abwehr. Durch die Verwendung antiinflammatorisch wirksamer Substanzen in der neuen Kombinationstherapie ergeben sich verbesserte therapeutische Erfolge.

Die erfindungsgemäße Verwendung des Procains zur Herstellung eines Medikaments, das in der Kombinationstherapie zusammen mit Analgetika, o Antirheumatika, Antiphologistika, Migränemitteln, Antihypertonika, Antiarrhythmika, Antiasthmatika, Antiallergika, Fibrinolytika, Antidiabetika, Lipidsenkern, Magen-Darm-Mitteln, Antidepressiva, Antidementiva, Antiparkinsonika, Neuroleptika, peripher und zentral wirkenden Muskelrelaxanzien, Arzneimitteln gegen erektile Dysfunktion, miktions-beeinflussenden Mitteln, Virustatika, Zytostatika und/oder mit Hair nutriens genutzt wird, vermag die Nebenwirkungen dieser Arzneimittel zu verringern und zu beseitigen oder zu verhüten.

Procain ist insbesondere in der Kombinationstherapie mit Antidepressiva bei regelmäßiger Anwendung in der Lage Synergien zu entwickeln. Weltweit ist die

Depression eine häufige und schwerwiegende Erkrankung, bei der hohe Rückfallquoten und erhöhte Sterblichkeit zu verzeichnen sind. Nach mehrwöchiger Therapie ist eine Verbesserung der Depression zu verzeichnen, allerdings kann nur bei etwa der Hälfte eine Vollremission erreicht werden. Prof. Wolfgang Schreiber vom Bezirksklinikum Deggendorf-Mainkofen veröffentlichte die Ergebnisse einer Meta-Analyse von 31 kontrollierten Studien mit dem Antidepressivum Venlafaxin (Trevilor) im Vergleich mit anderen Psychopharmaka Fluoxetin, Paroxetin, Sertralin, Citalopram, Fluroxamin in der Doppelblindstudie an der über 7000 Patienten mit Depressionen teilnahmen. Die besten Remissionsraten konnten mit Venlafaxin (41 %) mit SSWH (36 %) und in der Placebogruppe (24%) erreicht werden. Das wirksamste Antidepressivum vermag in 41% der Fälle die depressiven Symptome vollständig zurückzudrängen (Ärztezeitung, Ausgabe Februar 2004). Insgesamt besitzen die Antidepressiva eine vergleichsweise niedrige Effektstärke.

Die erfindungsgemäße Kombinationstherapie von Procain mit Antidepressiva bewirkt ein synergistisches Zusammenwirken der Wirkstoffe. Die Kombination von Antidepressiva, beispielsweise von tri- und tetrazyklischen Antidepressiva, MAO-Hemmern, von selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmem oder pflanzlichen Antidepressiva mit Procain kann die Erfolgsquote der medikamentösen Therapie mit Antidepressiva erheblich steigern. Gleichzeitig kann das Rückfallrisiko vermindert werden und es wird eine Reduzierung der Nebenwirkungen beobachtet.

Die erfindungsgemäße Kombinationstherapie von Antidementiva (Nootropika) mit Procain als Substanz, die das Zentralnervensystem gegenüber schädlichen Reizen unempfindlicher macht und als Faktor zur Beseitigung von Regulationsstörungen der Hirnblutgefäße, kann sowohl mit pflanzlichen Antidementiva beispielsweie mit Extrakten aus Ginkgo-Biloba-Blättern, chemisch definierten Antidementiva wie Calciumantagonisten, Cholinesterasehemmern, Glutamat-Modulatoren oder mit, Dihydroergotoxin, 5 Nicergolin, Piracetam, Pyritinol, Vincamin, Vinpocetin sowie mit Organpräparaten, wie beispielsweise Actovegin, Cerebrolisin, Anti Focal Solubile kombiniert werden.

" Wegen der anticholinergischen Wirkung des Procains sind auch Kombinationen

. zwischen Procain und Parkinsonmitteln sowie anderen Mittel gegen lo extrapyramidale Störungen und zentral wirkenden Antiacetylcholinergika wie

Biperiden, Bornaprin, Metixen, Procyclidin, Trihexyphenidyl zweckmäßig.

Zusätzlich ist die Kombinationstherapie von Procain mit Dopaminerge-Mitteln wie Amantadin, Bromocriptin, Selegillin, Budipin, Cabergolin, Lisurid,

Pramiprexol, Pergolid oder Ropinirol zweckmäßig. Erfindungsgemäß kann i5 Procain auch mit L-Dopa, Levodopa und Benserazid, Levodopa und Carbidopa eingesetzt werden.

Procain entwickelt in der Kombinationstherapie mit Antidiabetika Synergien. Mit der Anwendung von Procain in der Behandlung von Diabetes mellitus sind diese Synergien wegen seiner metabolischen, vaskulären, antiinflammatorischen und 20 antidepressiven Wirkung zu erreichen. Ziel der Kombinationstherapie von Procain zusammen mit Antidiabetika ist, eine weitgehende Annäherung an den Bereich der Normglykämie zu erreichen, sowie die akuten und chronischen Komplikationen der Diabetes mellitus zu vermeiden.

Procain hat vielfältige positive Effekte auf das klinische Bild und auf die

25 Komplikationen der Diabetes mellitus. Als Folge der Diabetes mellitus werden beispielsweise jährlich in Deutschland 31.000 Amputationen der unteren

Extremitäten durchgeführt und 4.000 Diabetiker erblinden jährlich in

Deutschland. Procain kann die Stoffwechselprozesse verbessern und stabilisieren. Es deutet sich an, dass Procain auch die diabetisch spezifischen

30 Micro- und Macroangiopathien, das kardiovaskuläre und renale Risiko sowie die diabetische Retinopathie reduzieren oder verzögern kann. Dabei ist Procain in der Lage durch seine Wirkungsweise als ß-Rezeptorblocker und durch seinen katecholaminsenkenden Effekt die Wirkung der oralen Antidiabetika zu verstärken.

Es ist bekannt, dass eine Verbindung zwischen Entzündungen und Diabetes mellitus sowie Arteriosklerose besteht. Des Weiteren geht eine hohe Konzentration an Entzündungsmarkern im Plasma häufig mit einer

Insulinresistenz einher. Procain kann bei Patienten mit insulinpflichtiger

Diabetes mellitus die Insulinresistenz bei zunehmender Antikörperbildung gegen exogenes Insulin herabsetzen und verstärkt zugleich die Insulinempfindlichkeit

- der peripheren Gewebe.

Eine zunehmende Komorbidität wird bei Diabetes mellitus mit Depressionen beobachtet. Die Komorbidität beider Erkrankungen verschlechtert die Möglichkeiten der Stoffwechseleinstellung, führt zu mehr micro- und makcrovaskulären Komplikationen und verschlechtert insgesamt die Prognose des Krankheitsverlaufes. Diabetiker leiden etwa doppelt so häufig wie die Normalbevölkerung an Depressionen. Bei etwa 50 % der Diabetikern wird die Depression nicht erkannt. Die Depression ist eine deutliche Barriere für eine gute Blutzuckereinstellung. Die Reduktion der depressiven Symptomatik geht daher einher mit einer besseren Stoffwechseleinstellung.

Durch die erfindungsgemäße Kombination von Procain mit oralen Antidiabetika und/oder Insulin (alle Insulinarten) wurden neue Wirkprinzipien festgestellt, die in der Pathophysiologie der Diabetes mellitus und ihren akuten und chronischen Komplikationen therapeutisch wirksam sind.

Das Procain vermag in seiner Wirkungsweise als Beta-Rezeptorblocker alle durch Symphatikomimetika verursachten Reaktion zu beseitigen.

Die Kombinationstherapie zusammen mit Antihypertonika ist in der Lage die Wirksamkeit der antihypertensiven Medikation zu potenzieren und gleichzeitig die Nebenwirkung der Antihypertonika zu verringern, beseitigen oder zu verhüten. Procain wirkt sympathikolytisch, katecholamin senkend, hat ein antiadrenergen Effekt auf die Blutgefäße, wirkt spasmolytisch und vasodilatatorisch, ist Natriumantagonist und hat diuretische Wirkung, beeinflusst die Nierenfunktion, besitzt einen Betablockereffekt und verbessert die Mikrozirkulation durch das Öffnen der arteriovenösen Anastomose. In der Kombinationstherapie kann Procain mit allen zur Monotherapie geeigneten Substanzen wie beispielsweise Betarezeptorblockern, Calcium-Kanal-Blockern, Hemmstoffen des Renin-Angiotensin-Systems, Diuretika, Vasodilatatoren, peripher wirksamen antiadrenergen Substanzen wie beispielsweise α- Rezeptorblockem, und mit zentral wirksamen antiadrenergenen Substanzen sowie mit pflanzlichen Antihypertonika und Homöopathika kombiniert werden.

- In der Kombinationstherapie mit Antiallergika kann Procain beispielsweise mit H1 Antihystaminika, mit Cetirizin, Loratadin, Terfenadin, Hydroxysin,

Clemastinhydrogenfumarat, Misolastin mit Allergenextrakten wie Depigoid oder

Phostal sowie mit antiallergischen Homöopathika kombiniert werden. Das

Procain wirkt in der Kombinationstherapie antihistaminisch, antiallergisch, gefäßabdichtend und juckreizstillend. Die antihistaminische Wirkung ergibt sich durch die reversible Blockierung der H1 und H2 Rezeptoren, welche kompetitiv gehemmt werden. Des Weiteren hat Procain eine antispasmolytische Wirkung auf die glatte Muskulatur.

Durch die antiallergisch, antientzündliche, anticholinergisch und antiobstruktive sowie bronchospasmolytische Wirkung des Procains kann dieses die Therapie von Asthma bronchiale in der Kombinationstherapie deutlich verbessern. In der Kombinationstherapie von Procain gegen Asthma bronchiale sowie zweckmäßigerweise gegen Allergien, Rhinitis allergica und allergisches Asthma Procain zusammen mit Vitamin C1 Vitamin B5, ß-Carotin, Vitamin E, Zink, Mangan und/oder Selen gegeben. Bei nicht allergisch bedingtem Asthma kann Procain zweckmäßigerweise in Kombination mit Betamimetika oder Kortison gegeben werden.

Erfindungsgemäß kann das Procain auch in der Kombinationstherapie mit Antirheumatika, Antiphlogistika und Analgetika eingesetzt werden. Das Procain vermag gegen alle Komponenten des inflammatorischen Quatro wie Tumor, Dolor, Rubor, Calor (Schwellung, Schmerz, Rötung, Fieber) und gegen Funktionseinschränkungen zu wirken. Des Weiteren hat Procain eine antiödematöse, antipyretische, antibakterielle und analgetische Wirkung.

Procain hemmt die körpereigene Produktion von lnterleukin-6 (IL-6) und C- reaktivem Protein; es aktiviert die körpereigene Abwehr.

Durch den entzündungshemmenden Einfluss des Procains kann dieses zweckmäßigerweise auch mit pflanzlichen Analgetika/Antirheumatika, wie beispielsweise Brennesel, Teufelskralle, Weidenrinde und/oder mit Vitaminen der B-Gruppe, mit hochdosiertem Vitamin E, mit Enzympräparaten mit

Homöopathika sowie mit chemisch definierten Analgetika/Antirheumatika, wie beispielsweise steroidalen und nicht-steroidalen Antirheumatika kombiniert

werden. Die erfindungsgemäße Kombinationstherapie von Procain mit Analgetika und/oder Antirheumatika zeichnet sich durch eine Reduzierung,

Beseitigung oder Verhütung der Nebenwirkungen der in diesen

Indikationsgebieten üblichen Wirkstoffe aus. Insbesondere sind die

Nebenwirkungen, der nicht-steroidalen Antirheumatika deutlich reduziert.

Die erfindungsgemäße Kombinationstherapie von Procain mit Zytostatika zeichnet sich dadurch aus, dass die Nebenwirkungen der Zytostatika deutlich verringert sind, da das Procain die gesunden Körperzellen während der Therapie schützt. Gleichzeitig ist das Procain in der Lage, das Wachstum von Krebszellen zu hemmen. Die Kombinationstherapie von Procain mit Zytostatika ist wegen der Reduzierung der toxischen Nebenwirkungen als auch wegen der krebshemmenden Wirkung des Procains besonders bevorzugt. Als Zytostatika in der Kombinationstherapie kommen alle üblichen Zytostatika in Frage, insbesondere pflanzliche Zytostatika, chemisch definierte Zytostatika sowie antineoplastische Mittel (Cisplatin). Die Kombinationstherapie von Procain mit Zytostatika ermöglicht die übliche Dosierung der Zytostatika um das 2- bis 5- fache zu erhöhen, insbesondere um das 2- bis 3-fache, besonders bevorzugt ist eine Dosierung, die mehr als das 3fache der üblichen Dosierung beträgt.

Die Kombinationstherapie von Procain, welches selbst eine antivirale Wirkung besitzt, mit einem Virustatika und als Teil der antiviralen Kombinationstherapie bei HIV-Patienten mit antiretroviralen Wirkstoffen vermag die Nebenwirkung der Virustatika und der antiretroviralen Wirkstoffe zu reduzieren. Durch Nutzung der

Wirksamkeit beider Wirkstoffe in der Kombinationstherapie wird ein Additionsund Potenzierungseffekt erreicht. Procain hemmt in der Kombinationstherapie mit Virustatika und antiretroviralen Wirkstoffen die Vermehrung der Viren und/oder deren Wachstum (Virustatika- und Viruszid-Effekt). Zweckmäßigerweise können die Virustatika Aciclovir; Ganciclovir, Famciclovir, Valganciclovir oder Foscamet in der Kombinationstherapie zur Anwendung 5 kommen. Die Kombination von Procain mit Virustatika hat sich in der täglichen Praxis als erfolgreiches Therapiekonzept erwiesen.

Aufgrund seine fibrinolytischen Effektes ist das Procain geeignet, in der

. Kombinationstherapie mit weiteren Fibrinolytika zur Beseitigung von

Gefäßverschlüssen die durch frische oder ältere Gerinsel bei einer o Lungenembolie, Venethrombose, einer akuten arteriellen Thrombose,

Rekanalisierung arteriovenöser Shunts, akutem Myocardtinfarkt und Verschluß der Zentralgefäße des Auges eingesetzt zu werden. Die Kombinationstherapie von Procain ist insbesondere mit den Fibrinolytika Actilyse, Corase, Streptase,

Urokinase angezeigt.

5 Auch in der Kombination mit hair nutrients zeigt das Procain in der Kombinationstherapie eine ausgezeichnete Wirkung. Die Kombinationstherapie von Procain mit hair nutrients stoppt den Haarausfall, beseitigt Schuppen, regeneriert den Haarwachstumsprozeß und führt zu einem deutlich verbesserten Haarvolumen. Die Kombination von Procain mit hair nutrients wie 0 Vitamin B1, Vitamin B2 (Riboflavin), Vitamin B5 (Pantothensäure),Vitamin B6 (Pyridoxin), Folsäure, Biotin, Cholin-Inositol, L-Cystein, in Form von Tabletten, sowie insbesondere die Kombinationstherapie von Procain mit B1, B2, B6 und L-Cystein als Injektion unter die Kopfschwarte hat sich als besonders wirkunsvoll erwiesen.

5 Procain blockiert die Cholinesterase, hemmt die Erregbarkeit der peripheren Cholin-Rezeptoren und blockiert gleichzeitig die Acetylcholin-Bildung an den Synapsen des zentralen Nervensystems und an den motorischen Endplatten der Muskulatur. Dadurch hat das Procain eine vegetativ ausgleichende Wirkung auf die Magen-Sekretion. Nachgewiesen ist ein Muskulotrop-Spasmolytischer-o Effekt.

Die Kombinationstherapie von Procain mit chemisch definierten Antacida Aluminium-Magnesiumsilicathydrat oder Bismut, sowie mit pflanzlichen Gastritis-Ulcusmitteln, chemisch definierten Gastritis - Ulcusmitteln-H2-Rezeptorblockem, wie Cimetidin, Famotidin, Ranitidin, Nizatidin oder mit Antichlonergika, wie den Muskarin Rezeptorblockern oder mit Spasmolytika/ Antichlolinergika wie Omeprazol, Esomeprazol, Lansoprazol, Rabeprazol und/oder Pantoprazol sowie mit Magen-Darm wirksamen Enzympräparaten vermag dessen Verträglichkeiten zu verbessern.

'Die Kombination von Procain mit Antiarrhythmika erscheint zweckmäßig, weil Procain zur Klasse IA der Nathumantagoriisten und Membranstabilisatoren gehört. Die Hauptwirkungsweise des Procains ist dabei auf die Verlängerung der Dauer der Aktionspotentiale gerichtet. Daher kann das Procain bei Vorhofflimmern, supraventrikulären und ventrikulären Tachycardien Anwendung finden. Erfindunsgemäß kann Procain daher in der Kombinationstherapie mit den Klasse-IA-A-Chinidin- artig wirkenden Substanzen, Klasse - IB-A, Klasse IC-A, Klasse-Il-A (Betarezeptorblockem) Klasse-Ill-A (Amiodaron und Sotalol), Klasse-IV-A (Calciumantagonisten mit antiarrhythmischen Eigenschaften wie beispielsweise Verapamil, Gallopamil oder Diltiazem eingesetzt werden.

Erfindungsgemäß kann das Procain durch seine sanfte, jedoch komplexe Wirkung gegen alle Hintergründe der erektilen Dysfunktion, wie neurogener, vaskulärer oder psychogener Art mit allen chemisch definierten Mitteln, die gegen die erektile Dysfunktion wirksam sind, mit Johimbin-präparaten und/oder

Homöopathika in der Kombinationstherapie eingesetzt werden. Zweckmäßig werden die üblichen Wirkstoffe die gegen erektile Dysfunktion wirken verwendet. Sie werden unter den Handelsnamen Caverject, Caverject Impuls, Cialis,

Levitra, Ixense, Uprima, Viagra, Viridal vertrieben.

Wegen des lipotrophischen Effekts und der therapeutischen Wirkung gegen arteriosklerotische Prozesse ist die Kombinationstherapie von Procain mit lipidsenkenden Wirkstoffen sinnvoll. Günstige Kombination des Procains mit lipidsenkenden Wirkstoffen sind die, mit HMG-CoA-Reduktasehemmern, wie beispielsweise Simavastatin, Fluvastatin, Lovastatin, Pravastatin oder Atorvastatin. Die Kombinationstherapie mit Fibraten, mit Gallensäure bindenden Mitteln, wie beispielsweise Colestyramin, Colestipol sowie mit Nicotinsäure und deren Derivaten als auch mit Organ- und Pflanzenpräparaten ist ebenfalls sinnvoll.

Wegen seiner Wirkung gegen Veränderungen der kortikalen neuralen Aktivität, gegen Störungen des Neurotransmittergleichwichts, gegen Durchblutungsstörungen und wahrscheinlich seiner Wirkung gegen eine aseptische, vaskuläre Entzündung der Duraarterien kann Procain besonders gut in der Kombinationstherapie mit Migränemitteln verwendet werden. Procain eignet sich -für diese Kombinationstherapie besonders, da es die Arbeit der Neurotransmitter verbessert, die Mikrozirkulation unterstützt und eine antiinflammatorische Wirkung aufweist.

In der erfindungsgemäßen Kombinationstherapie von Procain mit Migränemitteln eignen sich die Kombinationen von Procain mit allen üblichen Triptanen oder mit Ergotamin, den Derivaten des Ergotamins, mit Ibuprofen, Acetylsalicylsäure oder auch mit Paracetamol sowie mit pflanzlichen Migränemitteln und Homöopathika.

Auch in der Kombinationstherapie mit miktionsbeeinflussenden Mitteln wirkt das Procain vegetativ ausgleichend gegen neurogene Blasenstörung sowie spasmolytisch und anticholinergisch. Geeignete miktionsbeeinflussende Mittel in der Kombinationstherapie mit Procain sind beispielsweise Oxybutynin, Trospiumchlorid, Tolterodin, Phenoxybenzamin, Propiverin sowie Homöopathika.

Wegen seiner Wirkung bei einer Dysbalance der zerebralen Neurotransmission diese in Richtung eines physiologischen Gleichgewichtes zu verlagern ist das Procain geeignet in der Kombinationstherapie mit Neuroeleptika eingesetzt zu werden. Dabei kann Procain mit allen typischen und atypischen Antipsychotika wie Chlorpromazin, Reserpin, Haloperidol, Fluphenazin, Thioridazin, Clozapin, Risperidon, Olanzapin, Amisulprid, Quetiapin, Ziprasidon und Aripripazol eingesetzt werden. Das Procain ist in der Lage, die Wirksamkeit der Neuroeleptika zu potenzieren und gleichzeitig die Nebenwirkungen der Neuroleptika zu verringern, zu beseitigen oder zu verhüten.

Erfindungsgemäß werden pharmazeutische Zusammensetzungen zur

Verfügung gestellt, welche Procain, dessen physiologisch verträgliche

Aminderivate oder Säureadditionssalze sowie einen oder mehrere übliche

Wirkstoffe aus den folgenden Indikationsgebieten enthält, die erfindungsgemäß verwendbaren Wirkstoffe sind aus den Indikationsgebieten der Analgetika,

Antirheumatika, Antiphologistika, Migränemitteln, Antihypertonika,

Antiarrhythmika, Antiasthmatika, Antiallergika, Fibrinolytika, Antidiabetika,

Lipidsenkern, Magen-Darm-Mitteln, Antidepressiva, Antidementiva,

" Antiparkinsonika, Neuroleptika, peripher und zentral wirkenden - Muskelrelaxanzien, Arzneimitteln gegen erektile Dysfunktion, miktions- beeinflussenden Mitteln, Virustatika, Zytostatika und/oder mit Hair nutriens. Die erfindungsgemäßen pharmazeutischen Zusammensetzungen enthalten weiterhin physiologisch annehmbare Träger- und toxikologisch unbedenkliche

Hilfsstoffe.

Eine besonders bevorzugte pharmazeutische Zusammensetzung ist ein Injektions- oder Infusionspräparat, welches zusammen mit geeigneten, pharmazeutisch annehmbaren Träger- und Hilfsstoffen vorliegt. Zweckmäßig können diese als parenterale Depotarzneiform, als Implantat oder in retadierter Form vorliegen. Liegt die pharmazeutische Zusammensetzung als Konzentrat, als Pulver oder Lyophilisat vor, kann das parenterale Verdünnungsmittel gegebenenfalls getrennt davon in der Verpackung so konfektioniert sein, dass das Vermischen der darin enthaltenen Komponenten jeweils unmittelbar vor dem Gebrauch mit einem üblichen parenteralen applizierbaren Verdünnungsmittel möglich ist.

Weitere zweckmäßige pharmazeutische Zusammensetzungen können in fester, peroral verabreichbaren Form als Tablette, als Kapsel, als Dragee als Retard- und/oder magensaftresistentes Präparat oder als Flüssigarzneimittel vorliegen. Dabei kann die peroral verabreichbare pharmazeutische Zusammensetzung eine Lösung oder eine Suspension sein. Denkbar ist auch die Verwendung von Brausetabletten, von Tabs oder Dragees, die gegebenenfalls den Wirkstoff gesteuert, beispielsweise verzögert oder beschleunigt freisetzen.

Die erfindungsgemäße pharmazeutische Zusammensetzung kann auch in Form eines Inhalationstherapeutikums, als transdermales therapeutisches System zur systemischen Behandlung oder als gastrointestinales therapeutisches System zur systemischen Behandlung in Form einer Salbe, Suspension, Emulsion, als Pflaster oder in Form einer äußerlich applizierbaren Lösung vorliegen. In einer besonders bevorzugten Ausführungsform liegen die beiden miteinander kombinierten Wirkstoffe in der pharmazeutischen Zusammensetzung getrennt voneinander in separaten Packmitteln in der Arzneimittelpackung vor.

Die erfindungsgemäße Dosiseinheit des Procains in der Kombinationstherapie beträgt bei Einzelverabreichung 0,5 bis 3 Gew.-% Procain bezogen auf die pharmazeutische Zusammensetzung. Bevorzugt sind 1 bis 2 Gew.-% Procain je Einzelverabreichung.

Bevorzugte Dosen zur Einzelverabreichung des Procainhydrochlorids sind 50 mg bis 300 g, insbesondere 100 bis 200 mg. Die Gesamtdosis pro Tag beträgt 500 bis 600 mg Procain.

Die folgenden Studien und Ergebnisse mit Personen belegen die erfindungsgemäßen Effekte.

Studie 1 : Kombinationstherapie von Procain mit Antidepressiva:

In einem Zeitraum von 15 Jahren wurde eine Patientengruppe mit allen Formen von Depressionssymptomen betreut und beobachtet.

Erstes Fallbeispiel (heute 84 Jahre alt):

Der Patient war von November 1973 bis Februar 1974 in einer psychiatrischen Klinik wegen einer bipolaren Psychose (depressiv und manisch). Zunächst stationär und später ambulant.

Über einen Zeitraum von 20 Jahren wurden kontinuierlich 150 g Saroten täglich eingenommen. Intermetierend wurde die Dosis auf 100 g täglich reduziert, wegen einer Verschlechterung der Symptomatik mußte die Dosis wieder auf 150 mg täglich erhöht werden. 1993 wurde der Patient wegen depressiver Verstimmungen, gegenstandsloser Angst, Antriebslosigkeit, Schwankungen der Stimmung, Hemmungen im Denken, Konzentrationsmangel, Obstipation, Herz- Rythmus-Störungen, gelegentlichen Kollapszuständen, Anstieg der Leberenzymaktivität behandelt. Die letztgenannten vier Symptome werden in Verbindung gebracht mit Nebenwirkungen, die durch die jahrelange Behandlung mit Saroten bedingt sind.

■*" Die antidepressive Therapie wurde seit 1993 dreimal wöchentlich mit 100 mg Procain, welches intramuskulär injiziert wurde, ergänzt. Die Sarotengabe konnte nach drei Monaten auf 100 mg pro Tag reduziert werden und nach weiteren drei

Monaten auf 50 mg herabgesetzt werden. Der allgemeine und psychische

Status des Patienten hat sich kontinuierlich verbessert. 12 Monate nach Beginn der Kombinationstherapie mit Saroten und Procain konnte das Amitriptylin gänzlich abgesetzt werden. Im Anschluß wurde eine Kombinationstherapie von

Procain mit Johanniskrautextrakt bzw. Felis 650, welches täglich zweimal angewendet wird, ergänzt. Seither wird die Kombinationstherapie bestehend aus zwei bis drei wöchentlichen Injektionen von 100 mg Procain i.m. und 650 mg Johanniskrautextrakt, welches täglich eingenommen wird, neben Lecitin und Rökan, fortgeführt.

Der Gesundheitszustand des Patienten und seine mentalen Leistungen sind altersentsprechend als sehr gut zu bezeichnen, seine depressiven und manischen Phasen haben nur noch sehr diskrete Erscheinungsformen.

Zweites Fallbeispiel (48 Jahre):

Die Patientin litt an einem depressiven Syndrom (Gefühllosigkeit, Gedankenkreisen, Antriebsminderung, Libidoverlust, Angst- und Unruhezustände, Schlafstörungen, erheblicher Gewichtsverlust, ausgeprägte Tagesschwankungen, Suizidgedanken).

Sie wurde mit einer Kombinationstherapie aus Amitriptylin 100 mg täglich und Procain 100 mg dreimal wöchentlich behandelt. Die Symptomatik verbesserte sich kontinuierlich. Nach sechs Monaten konnte die Amitriptylindosis auf 50 mg täglich reduziert werden und nach weiteren sechs Monaten konnte das Amitriptylin langsam abgesetzt werden. Im Anschluß wurde die Patientin über 12 Monate mit einer Kombinationstherapie von Procain und Johannis-5 krautextrakt therapiert. Sechs Monate mit Felis 650 mg zweimal täglich und im Anschluß sechs Monate lang mit Felis 650 mg einmal täglich sowie dreimal wöchentlich 100 mg Procain.

Die psychische und allgemeine Gesundheitsbilanz ist gleichbleibend gut.

Drittes Fallbeispiel (72 Jahre):

o Ein Patient, der wegen sehr belastender Lebensumstände eine reaktive Depression erlebt (depressive Verstimmung, Angstzustände, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen, Hoffnungslosigkeit) wurde zu Beginn mit wöchentlich fünf Dosen je 100 mg Procain i.m. zusammen mit zweimal 650 mg Johanniskrautextrakt, welches täglich genommen wurde, 5 therapiert. Diese Kombinationstherapie erstreckte sich über sechs Monate. Es konnte eine Verschlechterung der depressiven Symptomatik vermieden werden und der Patient war während der gesamten Erkrankungsphase arbeitsfähig. Die Procainkur wurde dann fortgeführt und die Gabe an Johanniskrautextrakt auf 450 mg täglich herabgesetzt. Der Mann verfügt über einen dauerhaft o ausgeglichenen Gesundheitszustand.

Weitere Fallbeispiele:

Über einen Zeitraum von 18 Monaten wurden fünf Patientinnen im Alter zwischen 40 und 45 Jahren mit depressivem Syndrom betreut und beobachtet. Sie sind permanentem psychosozialem Stress ausgesetzt, haben eine 5 hypersensitive Persönlichkeitsstruktur, fühlen sich müde und energielos, leben mit Angst und Sorgen mit Blick auf die Zukunft. Weitere Symptome sind Konzentrationsschwierigkeiten, Ein- und Durchschlafstörungen,

Antriebsminderung, vegetative und somatische Störungen, Herzklopfen, Obstipation, Libidoverlust und Tagesschwankungen hinsichtlich der o Stimmungslage.

Diese Gruppe wurde mit Venlaflaxin (Trevilor) 37,5 mg zweimal täglich und mit 100 mg Procain, welches fünfmal wöchentlich intramuskulär verabreicht wurde, behandelt. Nach sechs Wochen konnte eine Besserung des psychischen, vegetativen und somatischen Zustandes beobachtet werden. Die Dosis von Venlaflaxin wurde auf 37,5 mg täglich gesenkt und nach weiteren sechs Wochen wurde das Medikament abgesetzt. Im Anschluß wurde die Patientinnengruppe mit der folgenden Kombinationstherapie behandelt. Täglich 1300 mg Johanniskrautextrakt und fünfmal wöchentlich 100 mg Procain intramuskulär. Das klinische Bild der Patientinnen hat sich kontinuierlich verbessert.

Nach einer durchschnittlichen vier- bis sechswöchigen Arbeitsunfähigkeit konnten sie progressiv ihre berufliche Tätigkeit wieder aufnehmen.

Die Kombinationstherapie wurde wie folgt weitergeführt:

650 mg täglich Johanniskrautextrakt und Procain 100 mg intramuskulär zwei-bis dreimal wöchentlich.

Studie 2: Kombinationstherapie von Antidementiva (Nootropika) mit Procain.

Fallbeispiele:

In den letzten 14 Jahren wurden insgesamt 20 Patienten (sowohl männliche als auch weibliche) im Alter von 58 bis 78 Jahren mit einer Kombination von Procain und einem Extrakt aus dem Ginkgo Bilobablättem (Tebonin, Rökan) und in zwei Fällen mit einer Kombination aus Procain mit Piracetam als Präventivmaßnahme gegen eine eventuelle Alzheimer-Demenz, gegen den Abbau einer geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit behandelt. In diese Gruppe wurden Patientinnen mit beginnenden Konzentrationsstörungen, Schwindel, depressiver Verstimmung aufgenommen, die nicht auf einer spezifischen Grunderkrankung beruhen. Acht Patientinnen haben seit vielen Jahren eine arterielle Hypertonie, die medikamentös gut eingestellt ist.

Diese Patientengruppe hat Teboninintens 120 mg oder Rökan novo 120 mg zweimal täglich oder Piracetam 1600 mg täglich und dreimal wöchentlich 100 mg Procain intramuskulär erhalten. Ein Patient im Alter von 93 Jahren ist mittlerweile verstorben, der Jüngste ist mittlerweile 72 Jahre, der Älteste 92 Jahre, die meisten Patienten sind zwischen 78 und 85 Jahre alt. Es wurde festgestellt, dass die anfänglichen pathologischen Vorgänge sich im Laufe der Jahre nicht verschlechtert haben, sondern gleichbleibend oder erheblich verzögert wurden.

Die positive Beeinflussung des klinischen Bildes, gleichbleibende kognitive Leistung sowie nicht reduzierte Alltagsaktivität kann auf die seit 14 Jahren andauernde Behandlung mit Procain in Kombination mit Ginkgo-Biloba-Extrakt oder Procain in Kombination mit Piracetam zurückgeführt werden. Bei einer Patientin, 82-jährig, hat sich ihr Schwindel agraviert, möglicherweise aufgrund eines vor vier Jahren diagnostizierten Hydrocephalus.

Studie 3: Kombinationstherapie von Procain mit Antidiabetika

Erstes Fallbeispiel:

Eine 53-jährige Typ-2-Diabetikerin mit einem BMI von 33 und Leberfunktionsstörungen. Die Diabetikerin ist selbst nicht in der Lage ihr Gewicht zu verändern. Die verordnete Diät wird nur relativ eingehalten, Spaziergänge werden nur zwei- bis dreimal wöchentlich von knapp zwei Stunden unternommen, kein Alkoholkonsum, keine Hepatitis in der Vorgeschichte. Die Patientin wird mit einer Kombination von Repaglinide 1 mg dreimal täglich und Metformin 500 mg zweimal täglich behandelt. Der Glucosewert betrug 267 und der HbA1c-Wert betrug 10,1. Im Anschluß wurde die Patientin neben der oben aufgeführten Medikation zusätzlich fünfmal wöchentlich mit 15 ml Procain 1 %ig (150 mg) intramuskulär behandelt. Die weitere Medikation, der Lebensstil, die Ernährung und die körperliche Betätigung blieben unverändert. Während der fünfmonatigen Studie hat die Patientin weiteres Gewicht zugelegt. Die nachfolgende Tabelle zeigt, wie sich ihre Zuckerwerte verändert haben.

Monate Glucose HbAlc-Wert

1. Monat 267 10,1
2. Monat 196 9,3
s 4. Monat 160 8,8
6. Monat 119 8,0

" Drittes Fallbeispiel:

Ein 44-jähriger Patient (normales Körpergewicht, seit 34 Jahren insulinpflichtig, sehr erfahrener Diabetiker, keine endogene Insulinproduktion) der in den letzten o Jahren die folgende Insulintherapie angewendet hat:

Langzeitwirkendes Insulin Protafan dreimal täglich 16 IE morgens, 15 IE um 18 Uhr, 9 IE um 2 Uhr nachts. Kurzfristig wirkendes Insulin: 3 IE für eine BE bei allen Mahlzeiten.

Das klinische Bild zeigt dramatische Glykämieschwankungen von 300 mg bis zu 5 70 mg innerhalb von 30 Minuten ohne konkreten Hintergrund, jede Nacht eine Unterzuckerung, die Leukozytenzahl ist seit vielen Jahren 22.000 bis 23.000, HbAIc 14 bis 16, generalisierte entzündliche Dermatose (Kopfhaut, Brust, alle Extremitäten), neuropatische Symptome: Kribbeln bis zu den Knien beiderseits, Taubheitsgefühl bei Berührung der Hände und Füße, Achillessehnenreflex o beiderseits nicht auslösbar. Unter Beibehaltung seines bisherigen Insulin- und Diätschemas und seiner bisherigen Lebensgewohnheiten spritzt der Patient seit vier Monaten selbst eine Ampulle mit 5 mg Procain täglich. Das klinische Bild hat sich nach der viermonatigen Kombinationstherapie von Procain und Insulin wie folgt verändert:

5 Die Glykämiextrem-Schwankungen sowie die nächtliche Unterzuckerung treten nicht mehr auf. Der Patient benötigt weniger kurzfristig wirkendes Insulin (das Verhältnis 3:1 bleibt nur für morgens bestehen, ansonsten ist das Verhältnis 1 IE: 1 BE für den Rest des Tages. Die HbAIc ist von 14 bis 16 auf 9,8 gesunken. Die Leukozytenzahl hat sich von 22.000 bis 23.000 auf aktuell 12.000 reduziert. Die neuropatischen Symptome haben sich zurückgebildet und alle entzündlichen Dermatosen sind abgeheilt.

Studie 4: Kombinationstherapie von Procain mit Antihypertonika

Fallbeschreibung:

" Eine 10köpfige Patientinnengruppe älter als 60 Jahre, behandelt mit Diurethika und Calciumantagonisten hatte trotz dieser Blutdrucksenkenden Therapie RR- Werte um 150/160:92/98 mm Hg. Die Medikation war (Hydrochlorthiazid 12,5 mg und Felodipin 5 mg täglich bzw. Valsartan 160 mg und Hydrochlorthiazid 12,5 mg täglich). Dieser Patientinnengruppe wurde über einen Zeitraum von 10 Wochen zusätzlich fünfmal wöchentlich 100 mg Procain intramuskulär gespritzt. Die RR-Werte wurden im Anschluß an die sechswöchige Therapie mit 142/152:85/91 gemessen. Nach weiteren vier Wochen der Kombinationstherapie haben sich die Blutdruckwerte bei den Patientinnen auf diesem Niveau stabilisiert.

Studie 5: Kombinationstherapie mit Procain zur Therapie von Asthma bronchiale

Mit einer Kombinationstherapie von Procain mit Vitamin C1 Vitamin B5, ß-Carotin, Vitamin E, Zink, Mangan und Selen konnte eine Patientinnengruppe (50 Patientinnen) erfolgreich unter Verzicht auf Allergietest, Desensibilisierung und Kortison behandelt werden.

Studie 6: Kombinationstherapie von Procain mit Analgetika/Antirheumatika

Fallbeschreibung:

Zur Therapie der akuten und chronischen Arthriden, Rheumatoiden, Arthritis sowie Weichteilrheumatismus wurde bei 18 Patientinnen das folgende Behandlungsschema angewendet:

Fünfmal wöchentlich je 100 mg Procainhydrochiorid, Diclofenac 50 mg täglich oder Ibuprofen 400 mg zweimal täglich oder Piroxicam 100 mg täglich und Vitamin E 400 IE zweimal täglich sowie Magnesium 200 mg als Magnesiumaspartat pro Die.

Nach sechswöchiger Therapie hat sich das klinische Bild wie folgt verändert: Die

Schmerzen der Patientinnen haben nachgelassen, die Schwellung und die erhöhte lokale Temperatur der Gelenke sind deutlich zurückgegangen und die

Beweglichkeit hat sich verbessert. Nach weiteren sechs Wochen zunehmenden

- analgetischen und antiinflammatorischen Effektes konnte die Tagesdosis von Diclofenac und Ibuprofen halbiert werden, ohne eine Verschlechterung der

Symptomatik zu beobachten. Nach weiteren vier Wochen konnte Diclofenac und

Ibuprofen abgesetzt werden. Die Patientinnen, die mit Piroxicam behandelt wurden, konnten dieses nach sechs Wochen absetzen.

Anschließend wurden die Patientinnen mit rheumatischen Beschwerden weitere 10 Wochen mit der Kombinationstherapie bestehend aus Procain, dreimal 100 mg i.m. pro Woche, pflanzlichen Antirheumatika, Magnesiumaspartat 200 mg und Vitamin E 800 täglich und im weiteren Verlauf 400 mg, behandelt. In allen Fällen hat sich die Symptomatik weiter verbessert.

Studie 7: Kombinationstherapie von Procain mit Virustatika

Fallbeschreibung:

In 28 Fällen konnte durch Injektion von Procain direkt in die Zona-Zoster-Areale oder in mit Herpes-simplex-Viren infizierte Areale ein kompletter Heilungserfolg erzielt werden. Bei drei Fällen von Zona Zoster im Gesichtsbereich konnte ein Heilungsprozess durch die Kombinationstherapie von Procain mit Aciclovir als Infusion und durch Injektion von Procain direkt in die Zona-Zoster-Areale bewirkt werden.

Studie 8: Kombinationstherapie von Procain mit Hair nutrients Fallbθschreibung:

Die Kombination von Procain mit Hair nutrients Vitamin B1 , Vitamin B2

(Riboflavin), Vitamin B5 (Pantothensäure), Vitamin B6 (Pyridoxin), Folsäure,

Biotin, Cholin-Inositol, L-Cystein, in Form von Tabletten und die Kombinationstherapie von Procain mit B1 , B2, B6 und L-Cystein, unter die

Kopfschwarte injiziert wurde, führte bei einer Patientengruppe bestehend aus

32 Patienten zu einer Beendigung des konstanten Haarausfallprozesses.

Außerdem konnte das Haarvolumen innerhalb einer 6- bis 9-Monate

■ andauernden Therapie (ein- bis zweimal wöchentlich) um das zwei- bis dreifache gesteigert werden. Bei allen Patienten konnte eine vollständige

Heilung von der Schuppenbildung erreicht werden.

Dosierungen der Wirkstoffe in der Kombinationstherapie von Procain mit Analgetika, Antirheumatika, Antiphologistika, Migränemitteln, Antihypertonika, Antiarrhythmika, Antiasthmatika, Antiallergika, Fibrinolytika, Antidiabetika, Lipidsenkern, Magen-Darm-Mitteln, Antidepressiva, Antidementiva, Antiparkinsonika, Neuroleptika, peripher und zentral wirkenden Muskelrelaxanzien, Arzneimitteln gegen erektile Dysfunktion, miktions- beeinflussenden Mitteln, Virustatika, Zytostatika und/oder mit Hair nutriens. Die Dosierung von Procain mit den genannten Wirkstoffen kann im Mengenverhältnis von 10:1 bis 1:10, insbesondere im Verhältnis von 5:1 zu 1:5 erfolgen.

Dosierungen der Wirkstoffe in der Kombinationstherapie von Procain mit Analgetika, Antiphologistika, Migränemitteln, Antihypertonika, Antiarrhythmika, Antiasthmatika, Antiallergika, Fibrinolytika, Lipidsenkern, Magen-Darm-Mitteln, Antidepressiva, Antidementiva, Antiparkinsonika, Neuroleptika, peripher und zentral wirkenden Muskelrelaxanzien, Arzneimitteln gegen erektile Dysfunktion, miktionsbeeinflussenden Mitteln und/oder mit Hair nutriens.

Je 100 mg Procainhydrochlorid werden die üblichen täglichen Dosierempfehlungen der pflanzlichen Präparate und der Organpräparate eingesetzt. Dies sind üblicherweise zwei- bis dreimal täglich je eine Tablette, Filmtablette oder ein Dragee.

Je 100 mg Procainhydrochlorid werden 80 bis 90 % der üblichen täglichen Dosierempfehlung der chemisch hergestellten Wirkstoffe verabreicht. Dies gilt sowohl für feste Darreichungsformen, halbfeste als auch für die flüssige Darreichungsformen, wie beispielsweise Injektionen und Infusionen.

Die Dosierung von Procainhydrochlorid mit Antirheumatika erfolgt nach dem folgenden Dosierschema. Je 100 mg Procainhydrochlorid werden die üblichen täglichen Dosierempfehlungen der pflanzlichen Präparate, Vitamin E400 IE und 200 mg Magnesium in Form von Magnesiumaspartat angewendet.

Je 100 mg Procainhydrochlorid werden 80 bis 90 % der üblichen täglichen Dosierempfehlung der chemisch erstellten Wirkstoffe, Vitamin E400 IE und 200 mg Magnesium in Form von Magnesiumaspartat angewendet.

Bei der Dosierung von Procain mit Antidiabetika werden je 100 mg Procainhydrochlorid die üblichen oral zu verabreichenden täglichen Dosierempfehlungen der Antidiabetika gegeben. Dies sind üblicherweise zwei-bis dreimal täglich je eine Tablette, Filmtablette oder ein Dragee.

Bei der Kombinationstherapie von Procain mit den folgenden Insulinarten (kurzwirksames, intermediär wirksames, lang wirksames Insulin, Humaninsulin, tierisches Insulin, Insulin-Analoga) werden täglich 100 bis 300 mg Procainhydrochlorid zusammen mit der individuell notwendigen Insulinmenge verabreicht.

Bei der Kombinationstherapie von Procain mit Zytostatika werden je 100 mg Procainhydrochlorid, das in Form einer Filmtablette, Kapsel oder in Form einer Injektionslösung vorliegen kann, die üblichen täglichen Dosierempfehlung der Zytostatika angewendet. Unter Verwendung einer Infusionslösung werden 200 mg Procainhydrochlorid auf die empfohlene Tagesdosis der Zytostatika eingesetzt.

Bei der Kombinationstherapie von Procain mit viralen und antiretroviralen Wirkstoffen werden 100 bis 200 mg Procainhydrochlorid, das in Form einer Filmtablette, Tablette oder Dragee verabreicht werden kann, zusätzlich die üblichen täglichen Dosierempfehlungen der viralen und antiretroviralen Wirkstoffe verabreicht.

Unter Verwendung einer Infusionslösung werden 200 mg Procainhydrochlorid auf die empfohlene Tagesdosis der viralen und antiretroviralen Wirkstoffe eingesetzt.