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1. WO2006018191 - VERFAHREN UND VORRICHTUNG ZUM MESSEN VON BLATTGUT

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Verfahren und Vorrichtung zum Messen von Blattgut

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Messen von mindestens zwei unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften von Blattgut wie Banknoten oder Schecks, sowie eine entsprechende Sensorvorrichtung, insbesondere also einen multifunktionalen Banknotensensor.

Zur Überprüfung der physikalischen Eigenschaften von Banknoten oder anderen gegen Fälschung geschützten Wertdokumenten, wie Schecks werden unterschiedliche Arten von Sensoren eingesetzt, je nach dem, welche konkrete, der Fälschungssicherung dienende Eigenschaft des Dokuments überprüft werden soll. Als physikalische Eigenschaften im Sinne der vorliegenden Erfindung kommen beispielsweise optische Eigenschaften, die z.B. durch Transmissions- und/ oder Remissionsmessungen bestimmt werden können, sowie nicht-optische Eigenschaften, wie elektrische Leitfähigkeit oder Magnetismus in Betracht.

Die optischen Messungen können beispielsweise zur Prüfung von Lumineszenzeigenschaften, zur Messung der Aufhellerfreiheit oder zur Prüfung des Druckbilds der Banknote dienen. Solche Messungen können mit elektromagnetischer Strahlung im UV-, IR- und/ oder sichtbaren Spektralbereich durchgeführt werden. Beispielsweise zur Detektierung lumineszierender Eigenschaften, die von dem in dem Banknotensubstrat oder in der Druckfarbe eines Druckbildes eingelagerten Merkmalsstoffen resultieren, können so-wohl die Anregungsstrahlung als auch die Emissionsstrahlung im IR-, UV-und/oder sichtbaren Spektralbereich liegen.

Nicht-optische Eigenschaften, wie Magnetismus oder elektrische Leitfähigkeit, werden in der Regel unmittelbar mittels geeigneter Sensoren erf asst, wie z.B. Magnetismus mittels induktiver Magnetköpfe. Es ist aber auch möglich, über geeignete (magneto- oder elektro-) optische Wandler solche magnetischen Eigenschaften auf optischem Wege zu detektieren. Im Zusammenhang mit Banknoten wird beispielsweise in DE 19718 122 Al und DE 101 03 378 Al vorgeschlagen, magnetische bzw. magnetisierte Bereiche einer Banknote in die Nähe einer magnetooptischen Schicht zu bringen, wel-che aufgrund der von den magnetischen Bereichen der Banknote verursachten magnetischen Streuflüssen ihr optisches Verhalten derart ändern, dass die Polarisationsrichtung eines die Schicht durchlaufenden, polarisierten Lichtstrahls um einen für die Stärke der Streuflüsse charakteristischen Winkel gedreht wird. Aus der gemessenen Veränderung der Polarisation kann dann auf die magnetischen Eigenschaften der Banknoten geschlossen werden.

In der Regel sind die Sensoren zum Messen jeder der vorgenannten und gegebenenfalls weiterer physikalischer Eigenschaften unabhängig voneinander neben- und/ oder hintereinander entlang einer Messstrecke angeordnet, durch die das zu prüfende Blattgut hindurchgeleitet wird. Zeitlich nacheinander wird dann zwar derselbe Bereich des Blattguts erfasst und überprüft, dies aber an unterschiedlichen Stellen der Messstrecke jeweils an einem dem entsprechenden Sensor zugeordneten individuellen Messfenster. Als „Mess-fenster" ist hierbei der Bereich der Anordnung zu verstehen, durch den hindurch der Sensor das Blattgut prüft. Das Messfenster definiert daher den Bereich des Blattguts, innerhalb dessen die Eigenschaften des Blattguts mittels des Sensors gemessen werden. Im Sinne der vorliegenden Erfindung ist die vorgenannte magnetooptische Schicht zur Detektierung magnetischer Eigenschaften als „in dem Messfenster angeordnet" zu verstehen.

Der Größe der Geräte zur Überprüfung von Blattgut wie Banknoten oder dergleichen sind bisweilen Grenzen gesetzt, insbesondere wenn sie flexibel einsetzbar sein sollen, wie z. B. im Kassenbereichen. Andererseits ist es ein Anliegen, so viele physikalische Eigenschaften wie möglich mit demselben Gerät überprüfen zu können, wodurch die Geräte entsprechend voluminös werden.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Sensorvorrichtung vorzuschlagen, mit der es möglich ist, auf kleinem Raum, d. h. in kompakter Bauweise, möglichst viele unterschiedliche physikalische Eigenschaften von Blattgut wie z. B. Banknoten, zu untersuchen, sowie ein entsprechendes Verfahren vorzuschlagen.

Diese Aufgabe wird mit einer Sensorvorrichtung und einem Verfahren mit den Merkmalen der nebengeordneten Ansprüche gelöst. In davon abhängigen Ansprüchen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung angegeben.

Zu diesem Zweck ist zunächst einmal vorgesehen, dass zwei oder mehr unterschiedliche physikalische Eigenschaften eines zu überprüfenden Blattguts mit optischen Mitteln gemessen werden. Dadurch, dass für jede dieser gemessenen Eigenschaften optische Mittel verwendet werden, lassen sich ein-zelne Sensorelemente aufgrund ihrer prinzipiellen Ähnlichkeit zusammenfassen oder zumindest vergleichsweise einfach in einem gemeinsamen Gehäuse integrieren. So ist es beispielsweise besonders vorteilhaft, einen gemeinsamen Detektor sowohl zum Detektieren von Transmissions- und/ oder Remissionsstrahlung als auch zum Detektieren von mittels einer magnetoop-tischen Schicht polarisationsgedrehter Strahlung einzusetzen. Es ist auch möglich, für die Aussendung der für die unterschiedlichen zu messenden Eigenschaften erforderlichen Strahlungen eine gemeinsame Strahlungsquelle einzusetzen.

Darüber hinaus ist erfindungsgemäß ein gemeinsames Messfenster für die jeweiligen Messungen vorgesehen. Detektiert wird dann die aufgrund der auf das Messfenster gerichteten Strahlung(en) aus dem Messfenster austretende elektromagnetische Strahlung. Dazu dienen ein oder mehrere, direkt oder indirekt auf das Messfenster gerichtete Detektoren. Soweit erforderlich, kann mit geeigneten Mitteln, wie z. B. durch Multiplexen, differenziert werden, welcher Anteil der detektierten Strahlung von welcher Ausgangsstrahlung verursacht wird. Die detektierte Strahlung wird dann mit der Ausgangsstrahlung und/ oder vorgegebenen Referenzdaten verglichen, um dar-aus auf die Eigenschaften des Blattguts zurückzuschließen. Auf diese Weise lässt sich eine kompakte, multifunktionale Sensorvorrichtung realisieren.

Besondere Bedeutung hat die Erfindung für die gemeinsame Überprüfung von optischen und nicht-optischen Eigenschaften des Blattguts, da die nicht-optischen Eigenschaften traditionsgemäß eher mit nicht-optischen Mitteln detektiert wurden und die entsprechenden Sensoren daher in der Regel weitgehend voneinander entkoppelt waren. Indem nun zumindest einzelne nicht-optische Eigenschaften optisch geprüft werden, wie z. B. magnetische Eigenschaften mittels eines magneto-optischen Sensors, kann zusammen mit weiteren optischen Sensoren zur Messung optischer Eigenschaften eine kompakte, multifunktionale optische Sensorvorrichtung realisiert werden, bei der die einzelnen Sensoren vorzugsweise gemeinsam in einem Modul angeordnet sind. Man spart sich dabei im Bereich des Messfensters beispielsweise den Platz für die induktiven Magnetköpfe, die für eine direkte Messung magnetischer Eigenschaften von Blattgut üblicherweise verwendet werden.

So lassen sich in demselben Messfenster vorteilhafterweise sowohl ein Druckbild des Blattguts als auch magnetische Eigenschaften des Blattguts überprüfen, indem z. B. im Messfenster eine magnetooptische Schicht angeordnet wird, auf die eine erste Strahlung gerichtet wird, während eine zweite Strahlung an der magnetooptischen Schicht vorbei oder vorzugsweise durch die magnetooptische Schicht hindurch auf das Druckbild gerichtet wird. Die Strahlengänge der jeweiligen Strahlungen können sich dabei kreuzen und/ oder teilweise oder vollständig überlappen. Die aus dem Messfenster austretende Strahlung wird dann mit einem gemeinsamen oder mit mehreren getrennten Detektoren erfasst. Dies gilt entsprechend für die gleichzeitige Überprüfung anderer physikalischer Eigenschaften des Blatt-guts und verdeutlicht nochmal die durch die Erfindung erzielte Möglichkeit zur kompakten Anordnung der einzelnen Sensorkomponenten.

Das Druckbild kann in üblicher Weise in einem oder mehreren Spektralbereichen getestet werden, nämlich im sichtbaren (rot, grün, blau) und/ oder im IR- und/ oder im UV-Bereich. Für unterschiedliche Spektralbereiche können unterschiedliche Strahlungsquellen oder eine gemeinsame breitbandige Strahlungsquelle eingesetzt werden. Die Detektoren können in geeigneter Weise zur Detektion von Transmissionsstrahlung im Hell- und/ oder Dunkelfeld und/ oder zur Detektion von Remissionsstrahlung und/ oder Reflek-tionsstrahlung angeordnet sein.

Besonders kompakt lässt sich eine multifunktionale Sensorvorrichtung mit integriertem magnetooptischen Sensor dann realisieren, wenn die im Messfenster angeordnete magnetooptische Schicht teildurchlässig („dichroitisch") ist, d. h. für diejenige Strahlung transparent ist, die zum Nachweis anderer physikalischer Eigenschaften des Blattguts eingesetzt wird. Denn dann kann diese andere Strahlung durch die magnetooptische Schicht hindurchgestrahlt werden und das Messfenster entsprechend klein sein. Diese andere Strahlung kann z. B., wie zuvor beschrieben, zur Detektierung eines Druck- bildes und/ oder auch zur Anregung von Lumineszenzstoffen im Druckbild und/ oder im Blattgut dienen.

Eine teildurchlässige magnetooptische Schicht lässt sich durch eine zumin-dest einseitige dichroitische Verspiegelung der magnetooptischen Schicht erreichen. Eine an die magnetooptische Schicht angrenzende Reflektorschicht ist ohnehin in der Regel Bestandteil eines magnetooptischen Sensors (DE 101 03378 Al) und muß daher lediglich so gewählt werden, dass sie das für die magnetooptische Messung eingesetzte Licht, üblicherweise aus dem roten Spektralbereich (z. B. 600 ran), reflektiert und für andere Strahlung durchlässig ist.

Nachfolgend werden anhand der begleitenden Zeichnungen vorteilhafte

Ausführungsformen der Erfindung beispielhaft erläutert. Darin zeigen:

Figur 1 schematisch ein relativ komplexes Ausführungsbeispiel zur Messung unterschiedlicher physikalischer Eigenschaften unter Verwendung mehrerer unterschiedlicher Strahlungsquellen und
mehrerer unterschiedlicher Detektoren,

Figur 2 ein alternatives Ausführungsbeispiel, bei dem die Strahlung zur
Überprüfung eines Druckbilds im sichtbaren Spektralbereich einerseits und im IR-Spektralbereich andererseits mittels zwei separater Strahlungsquellen B4 und B5 erzeugt wird,

Figur 3 ein Ausführungsbeispiel, bei dem das Druckbild zumindest in
Remission im gesamten Spektralbereich überprüft werden kann,

Figur 4 eine Abwandlung des Ausführungsbeispiels aus Figur 3, bei dem der Detektor für die IR-Transmissions-Druckbildmessung und der Detektor für die Remissions-Druckbildmessung im Detektor D6
zusammengefasst sind,

Figur 5 eine Abwandlung des Ausführungsbeispiels aus Figur 4,

Figur 6 einen reduzierten Aufbau des in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiels, ohne die Detektoren D2, D3, wobei anstelle der
Zylinderlinsen L jeweils Lichtleiter 7 zur Beleuchtung des Messfensters vorgesehen sind,

Figur 7 eine aus dem Ausführungsbeispiel nach Figur 1 abgeleitete Variante, die zur Detektion von UV-Strahlung in Transmission einen weiteren Detektor D7 besitzt,

Figur 8 einen der Figur 7 entsprechenden Aufbau, bei der die InGaAs- Detektorzeile jedoch nicht im Detektor Dl integriert ist, sondern, wie im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1, auf der gegenüberliegenden Seite separat als Detektor D3 vorgesehen ist,

Figur 9 ein ähnliches Ausführungsbeispiel zu Figur 8, und

Figur 10 ein Ausführungsbeispiel, in welchem lediglich optische Eigenschaften eines Blattguts untersucht werden.

Figur 1 zeigt schematisch ein relativ komplexes Ausführungsbeispiel zur

Messung unterschiedlicher physikalischer Eigenschaften unter Verwendung mehrerer unterschiedlicher Strahlungsquellen Bl, B2 und mehrerer unterschiedlicher Detektoren Dl bis D3.

Dargestellt ist schematisch eine multifunktionelle Sensorvorrichtung zum Überprüfen von Blattgut am Beispiel einer Banknote 100, die mittels üblicher Transporteinrichtungen in einer Blattgutebene entlang geführt wird. Die verschiedenen physikalischen Eigenschaften der Banknote 100 werden in einem Bereich gemessen, der durch ein Messfenster 2 definiert ist, welches hier durch eine Durchbrechung des (oberen) Gehäuses 20 der Sensorvorrichtung vorgegeben ist. Die Banknote 100 wird mit Hilfe von Bürsten 3, die in Figur 1 lediglich angedeutet sind, gegen die Unterseite des oberen Gehäuses 20 gedrückt. Dadurch wird die Banknote in einem definierten Abstand zu in oder hinter dem Messfenster 2 angeordneten Sensorelementen gehalten, was insbesondere für die nachfolgend noch näher diskutierte magnetooptische Messung von Bedeutung ist. Eine in dem Messfenster 2 angeordnete transparente Scheibe ist gegenüber der umgebenden Gehäusewand 1 geringfügig zurückgesetzt, so dass die Banknote 100 in einem Abstand an der Scheibe vorbei geführt wird und diese nicht verkratzen kann.

Die schematische Darstellung in Figur 1 zeigt die Gesamtvorrichtung von der Seite im Querschnitt. Das bedeutet einerseits, dass das Messfenster 2, welches in der Realität nur etwa einige mm weit sein kann, sich senkrecht zur Blattebene erstreckt, beispielsweise über etwa 100 mm, so dass die zu überprüfende Banknote 100 vorzugsweise über die gesamte Abmessung in dieser Richtung erf asst werden kann. Das bedeutet andererseits auch, dass die Strahlungsquellen Bl, B2 und Detektoren D1-D3 vorzugsweise zeilenweise ausgebildet sein können, also beispielsweise als LED-Zeilen und Si-Detektorzeilen, die sich senkrecht zur Blattebene erstrecken. Im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 sind im einfallenden Strahlengang zwischen den Strahlungsquellen Bl, B2 und dem Messfenster 2 Zylinderlinsen L, beispielsweise Fresnellinsen, und im ausfallenden Strahlengang zwischen dem Messfenster 2 und den Detektoren Dl und D3 Selfoc-Linsen S vorgesehen.

Selbstverständlich können auch Lichtleiter eingesetzt werden, insbesondere um eine gleichmäßige Verteilung der von den LED-Zeilen ausgesendeten Strahlung sicherzustellen. Die Lichtleiter können z.B. Streuelemente enthalten und/ oder als Fluoreszenzplatten ausgeführt sein.

Die im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 dargestellte Banknote 100 enthält als ein zu überprüfendes Sicherheitsmerkmal magnetisierbares Material, das mittels vier beidseitig der Blattgutebene und beidseitig des Messfensters 2 angeordneter Magneten 4 aufmagnetisiert wird. Im Messfenster ist ein mehrschichtiger magnetooptischer Wandler 5 vorgesehen, dessen optisches Verhalten durch die magnetischen Streuflüsse der magnetisierten Bereiche der Banknote 100 beeinflusst wird. Der Aufbau und die genaue Funktionsweise eines solchen magnetooptischen Wandlers 5 ist in der DE 101 03378 Al im Zusammenhang mit der Untersuchung von Banknoten detailliert er-läutert, und insoweit wird hier darauf Bezug genommen. Dementsprechend umfasst der magnetooptische Wandler 5 z.B. drei Schichten, nämlich eine transparente Substratschicht 5a als Trägermaterial für eine magnetooptische Schicht 5b, die auf ihrer anderen Seite mit einer Reflektorschicht 5c beschichtet ist. Die Strahlung der Strahlungsquelle Bl ist auf das Messfenster 2 ge-richtet und durchläuft dabei die transparente Substratschicht 5a und die magnetooptische Schicht 5b. Sie wird dann an der Reflektorschicht 5c in Richtung des im Glanzwinkel angeordneten Detektors Dl reflektiert und durchläuft dabei ein zweites mal, aber in umgekehrter Reihenfolge die magnetooptische Schicht 5b und die transparente Substratschicht 5a. Mittels des Polari-sators Pl wird die einfallende Strahlung polarisiert, und die an der Reflektorschicht 5c reflektierte Strahlung wird nach Durchlaufen eines zweiten Polarisators P2 mit dem Detektor Dl detektiert. Aufgrund des durch die aufmagnetisierte Banknote 100 hervorgerufenen geänderten optischen Verhaltens des Wandlers 5 ändert sich die Polarisationsrichtung der den magne- tooptischen Wandler 5 durchlaufenden Strahlung in charakteristischer Weise und entsprechend die Intensität der mittels des Detektors Dl detektierten Strahlung. Auf diese Weise lassen sich somit auf optischem Wege magnetische Eigenschaften der Banknote 100 detektieren.

Zur Überprüfung anderer physikalischer Eigenschaften der Banknote 100, wie zum Beispiel dem Druckbild, sind weitere Strahlungsquellen B2 auf gegenüberliegenden Seiten der Blattgutebene 1 sowie weitere Detektoren D2 und D3 vorgesehen. Die Strahlungsquellen B2 strahlen auf dasselbe Mess-fenster 2, und ihr Strahlengang zu den Detektoren Dl bis D3 führt teilweise durch den magnetooptischen Wandler 5 hindurch. Demzufolge ist die Reflektorschicht 5c als dichroitische Spiegelschicht ausgebildet, die zumindest für Teile der Strahlung der Strahlungsquellen B2 transparent ist. Für die Bestrahlung der magnetooptischen Schicht 5b mittels der Strahlungsquelle Bl wird vorzugsweise Licht aus dem roten Spektralbereich verwendet (z.B. 600 nm), für den die Reflektorschicht 5c dementsprechend reflektierend ist. Dieselbe Schicht ist dagegen für Licht aus dem blauen (einschließlich UV) und infraroten Spektralbereich transparent, im Bereich zwischen blau und IR teilweise reflektierend.

Demzufolge ist die im Ausführungsbeispiel nach Figur 1 auf der Seite des magnetooptischen Wandlers 5 liegende Strahlungsquelle B2 eingerichtet, Strahlung im Spektralbereich grün, blau, IR, UV oder insgesamt auch weißes Licht auszustrahlen. Des weiteren sind darin Laserdioden oder andere Strahlungsquellen integriert, um so genannte Merkmalsstoffe der Banknote zur Lumineszenz meist in einem schmalbandigen Spektralbereich anzuregen. Die gegenüberliegende Strahlungsquelle B2 kann dieselbe Strahlung oder Spektralausschnitte dieser Strahlung ausstrahlen.

Der Detektor Dl ist in dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel als Silizium-Detektorzeile ausgeführt, die für unterschiedliche Spektralbereiche, z.B. UV-Strahlung und Strahlung im sichtbaren Spektralbereich, empfindlich ist. Der Detektor Dl wird daher sowohl zur Detektierung der von dem ma-gnetooptischen Wandler 5 reflektierten, roten Polarisationsstrahlung der Strahlungsquelle Bl als auch zur Detektierung der von der Banknote 100 im UV und sichtbaren Bereich remittierten Strahlung der Strahlungsquelle B2 eingesetzt. Strahlt die Strahlungsquelle B2 selbst Licht im roten Spektralbereich aus, so kann dieser Anteil durch geeignete Filter ausgefiltert werden, oder es kann mit einer unterschiedlichen Taktung der Strahlungsquellen Bl, B2 gearbeitet werden, so dass der Siliziumdetektor nacheinander die entsprechenden Messungen durchführt. Alternativ kann die zu detektierende Strahlung auch mit einer Spektraleinrichtung, z.B. einem 60°-Prisma, in einzelne Spektralanteile auf parallel zueinander angeordnete Detektorzeilen zerlegt werden, wie dies beispielsweise in der DE 101 59 234 Al vorgeschlagen wird. Eine Datenauslesung kann darüber hinaus mit Hilfe eines Multi-plexverf ahrens durchgeführt werden, um die unterschiedlichen, mittels desselben Detektors erfassten Signale der verschiedenen Spektralbereiche nacheinander auslesen zu können. Die vorbeschriebenen Varianten zur Differen-zierung zwischen den einzelnen Spektralanteilen ist einzeln oder in Kombination in entsprechender Weise auch in Zusammenhang mit den nachfolgend noch erläuterten Ausführungsbeispielen geeignet.

Der Detektor Dl kann bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel darüber hinaus zur Messung der von der unteren Strahlungsquelle B2 ausgesendeten, durch die Banknote 100 transmittierten Strahlung eingesetzt werden. Da sich der Detektor Dl bezüglich der unteren Strahlungsquelle B2 im Dunkelfeld befindet, handelt es sich um eine Dunkelfeldmessung. D. h., es wird mit dem Detektor Dl die diffus transmittierte Strahlung der unteren Strahlungs- quelle B2 detektiert. Die Transmissions- und Remissionsmessungen mittels des Detektors Dl können beispielsweise zur Erfassung eines auf der Banknote 100 aufgedruckten Druckbilds dienen. Bei dieser Erfassung bleiben allerdings die roten Anteile des Druckbilds unberücksichtigt, da die Reflektor-schicht 5c für diese Strahlung undurchlässig ist.

Bei dem gegenüberliegenden Detektor D3 handelt es sich beispielsweise um eine InGaAs-Detektorzeile zur Detektierung von IR-Strahlung oberhalb von 900nm, für die die Silizium-Detektorzeile des Detektors Dl unempfindlich ist. D. h., der Detektor D3 misst z.B. die IR-Transmissionsstrahlung der oberen Strahlungsquelle B2 im Dunkelfeld sowie die IR-Remissionsstrahlung der unteren Strahlungsquelle B2.

Der weitere Detektor D2 dient zum Nachweis lumineszierender Merkmals-Stoffe, die mittels der vorerwähnten Laserdioden zur Strahlung, beispielsweise im UV-Bereich, angeregt werden. Diese Messung erfolgt hier wiederum in Transmission, da die Anregungsstrahlungsquelle B2 und der Lumineszenzdetektor D2 auf gegenüberliegenden Seiten der Blattgutebene 1 liegen.

Wie der Figur 1 zu entnehmen ist, können die zahlreichen Strahlungsquellen und Detektoren einschließlich des magnetooptischen Wandlers 5 relativ kompakt zu einem gemeinsamen Messf enster 2 angeordnet werden, ohne sich gegenseitig zu behindern. Es ist daher möglich, dass diese Komponen-ten zur Messung der unterschiedlichen Eigenschaften in einem gemeinsamen, kompakten Modul 6 zusammengef asst werden, wie dies in Figur 1 angedeutet ist.

Das Modul 6 kann dabei auf gegenüberliegenden Seiten der Blattgutebene 1 vorhandene Gehäuse 20, 21 aufweisen, in denen die beschriebenen Komponenten enthalten sind. Die beiden Gehäuse 20, 21 können dabei gegebenenfalls auch in einem außerhalb des Messfensters 2 liegenden Bereich mitein-ander verbunden sein. Die beiden Gehäuse 20, 21 werden in diesem Fall vorzugsweise lösbar und/ oder aufklappbar aneinander befestigt sein, um z.B. eine Staubeseitigung im Bereich des Messfensters 2 einfach möglich zu machen. Das aus den beiden Gehäusen 20, 21 bestehende Modul 6 kann dabei auch in einem größeren Sensor als eines von mehreren Sensormodulen, die bevorzugt jeweils unterschiedliche physikalische Eigenschaften und/ oder unterschiedliche Messspuren prüfen, vorhanden sein. Vorzugsweise wird das Modul 6 dabei in einer Banknotenzähl- und/ oder -Sortiervorrichtung und/ oder einem Geldautomaten, wie einem Banknoteneinzahlgerät und/ oder einem Banknotenauszahlgerät und/ oder einem Tisch- und/ oder Handprüfgerät integriert sein.

Zu den vorhergehend beschriebenen Beispiel sind noch zahlreiche weitere Varianten denkbar. So können abgesehen von denjenigen Detektoren, die der Erfassung des Druckbilds dienen und die daher für eine ortsauflösende Detektierung eingerichtet sind, die anderen Detektoren, z.B. der Detektor Dl für die magnetooptische Messung und der Detektor D2 für die Lumineszenzmessung, auch über eine Messspur integriert Messdaten aufnehmen. Weitere Varianten sind in den Figuren 2 bis 10 veranschaulicht, in denen lediglich der besseren Übersichtlichkeit halber zum Teil die Gehäuse 20, 21 der entsprechenden Module 6 bzw. die Magneten 4 zur Aufmagnetisierung nicht mit abgebildet sind.

Figur 2 zeigt ein alternatives Ausführungsbeispiel, bei dem die Strahlung zur Überprüfung eines Druckbilds im sichtbaren Spektralbereich einerseits und im IR-Spektxalbereich andererseits mittels zweier separater Strahlungsquellen B4 und B5 erzeugt wird. Die Strahlungsquelle B4 dient zur Beleuchtung des Messfensters mit grünem und blauem Licht, da der magnetooptische Wandler 5 für rotes Licht ohnehin undurchlässig ist. Lichtleiter 7 dienen in diesem Falle zur gleichmäßigen Verteilung der einfallenden Strahlung. Die Lichtleiter können zu diesem Zweck Streuelemente enthalten. Die Lichtleiter 7 können auch als Fluoreszenzplatten ausgeführt sein, die zur Strahlung angeregt werden, wobei diese Fluoreszenzstrahlung zusätzlich oder ausschließlich als Strahlung für die Messung der zu überprüfenden Eigenschaft eingesetzt wird. Der Detektor D3, dem wiederum selbstfokusierende Linsen, sogenannte Selfoc-Linsen S vorgeschaltet sind, erfasst dann die Remissionsstrahlung der Strahlungsquellen B4 und B5.

Der Detektor Dl dient in diesem Fall allein zur Messung der magnetischen Eigenschaften der Banknote, indem er lediglich zur Erfassung des Reflekti-onssignals der roten Strahlung der Strahlungsquelle Bl eingerichtet ist.

Auf der gegenüberliegenden Seite der Banknote 100 ist noch ein dritter Detektor D4 für die Messung des Druckbilds in Transmission vorgesehen. Der Detektor D4 ist wiederum im Dunkelfeld der Strahlungsquellen B4 und B5 positioniert.

Figur 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem das Druckbild zumindest in Remission im gesamten Spektralbereich überprüft werden kann. Dazu sind die im sichtbaren sowie im IR-Spektralbereich strahlenden Strahlungsquellen B4 und B5 gemeinsam mit dem Remissions-Detektor D3 zur Messung des Druckbilds im Auflicht auf der dem magnetooptischen Wandler 5 gegenüberliegenden Seite der Banknote 100 angeordnet. Die im Sichtbaren strahlende Strahlungsquelle B4 strahlt hier ergänzend zu grün und blau auch im roten Spektralbereich. Der Transmissionsdetektor D4 zur Messung des Druckbildes im IR-Bereich ist dagegen bei diesem Ausführungsbeispiel auf der anderen Seite der Banknote 100 positioniert und detektiert IR-Strahlung, die durch die Banknote 100 und den magnetooptischen Wandler 5 transmit-tiert wird.

Das Ausführungsbeispiel gemäß Figur 4 unterscheidet sich von dem aus Figur 3 dadurch, dass der Detektor D4 für die IR-Transmissions-Druckbild-messung und der Detektor D3 für die Remissions-Druckbildmessung zu-sammengefasst sind in dem Detektor D6 und dass an der Stelle des IR-Transmissions-Detektors D4 nun eine IR-Strahlungsquelle B5' vorgesehen ist, die die Banknote 100 für die IR-Tr ansmissionsmessung mittels des Detektors D6 beleuchtet. Da schon der Detektor D3 in Figur 3 empfindlich war für IR-Strahlung der IR-Lichtquelle B5, unterscheidet sich der Detektor D6 von dem Detektor D3 grundsätzlich nicht. Stattdessen misst der Detektor D6, z.B. getaktet, einmal die IR-Remissionsstrahlung der Strahlungsquelle B5 und einmal die IR-Transmissionsstrahlung der Strahlungsquelle B5'.

Figur 5 zeigt eine Abwandlung des Ausführungsbeispiels -aus Figur 4 derart, dass die polarisierte, rote Strahlung der Strahlungsquelle Bl zur Messung der magnetischen Eigenschaften der Banknote 100 seitlich in die magnetooptische Schicht 5b eingeleitet und darin mehrfach reflektiert wird, bevor sie in Richtung des Reflektors Dl aus dem magnetooptischen Wandler 5 austritt. Durch diesen relativ langen Weg, den die Strahlung innerhalb des magneto-optischen Wandlers 5 zurücklegt, lassen sich vergleichsweise große Polarisa-tionswinkeldrehungen der polarisierenden Strahlung erzielen, die dementsprechend leichter mit dem Detektor Dl zu detektieren sind (DE 101 03 378 Al).

In dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 6 wird ein gemeinsamer Detektor Dl für die Messung der magnetischen Banknoteneigenschaften und die Druckbildmessung sowohl in Transmission als auch in Remission eingesetzt. Diese Anordnung entspricht im Grunde einem reduzierten Aufbau des in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiels, ohne die Detektoren D2, D3, wobei allerdings anstelle der Zylinderlinsen L jeweils Lichtleiter 7 zur Beleuchtung des Messfensters vorgesehen sind.

Figur 7 zeigt eine andere aus dem Ausführungsbeispiel nach Figur 1 abgelei-tete Variante, die zur Detektion von UV-Strahlung in Transmission einen weiteren Detektor D7 auf der dem magnetooptischen Wandler 5 gegenüberliegenden Seite der Banknote 100 besitzt.

Der Detektor Dl kann hier als Detektor-Sandwich aus Silizium und InGaAs ausgebildet sein, wie es z.B. in der DE 10127837 Al beschrieben ist, um sowohl UV- und sichtbare Spektralanteile als auch IR-Spektralanteile mit demselben Detektor erfassen zu können.

Figur 8 zeigt einen entsprechenden Aufbau, bei der die InGaAs-Detektor-zeile jedoch nicht im Detektor Dl integriert ist, sondern, wie im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1, auf der gegenüberliegenden Seite der Banknote 100 separat als Detektor D3 vorgesehen ist. Anstelle des Detektors D7 zur Messung von UV-Transmissionsstrahlung ist im Ausführungsbeispiel gemäß Figur 8 ein Detektor D8 zur Detektierung von Lumeniszenzstrahlung vorge-sehen.

Figur 9 zeigt eine dem Ausführungsbeispiel aus Figur 8 im wesentlichen entsprechende Anordnung. Lediglich die Strahlungsquelle Bl, der magnetooptische Wandler 5 und der diesen beiden Elementen zugeordnete Detektor Dl für die Messung magnetischer Eigenschaften der Banknote sind geringfügig seitlich versetzt, so dass der für die Druckbildmessung in Transmission eingesetzte Detektor D4 die gesamte durch die Banknote 100 transmittierte Strahlung erfasst, einschließlich etwaiger Anteile aus dem roten Spektralbe-reich. Auf diese Weise kann die Banknote 100 im gesamten Spektralbereich sowohl in Remission (Messung der remittierten Strahlung der Strahlungsquellen B4, B5 mit dem Detektor D3) als auch in Transmission (Messung der transmittierten Strahlung der Strahlungsquellen B4, B5 mit dem Detektor D4) untersucht werden. Der Strahlengang zur Messung der magnetischen Eigenschaften und der Strahlengang für die Transmissionsmessung kreuzen sich hier, wodurch ein kompakter Aufbau der Gesamtsensorvorrichtung möglich ist.

Figur 10 zeigt schließlich ein weiteres Ausführungsbeispiel, in welchem je-doch lediglich optische Eigenschaften der Banknote 100 untersucht werden. Der magnetooptische Wandler 5 und die zugehörigen Komponenten
(Strahlungsquelle Bl, Polisatoren Pl, P2 und Magnete 4) sind hier entfallen. Anstelle der Strahlungsquelle Bl für die Messung magnetischer Eigenschaften der Banknote 100 ist eine separate Laserdioden-Zeile B6 vorgesehen, um spezielle Merkmalsstoffe der Banknote 100 zur schmalbandigen Lumineszenz anzuregen. Zum Nachweis der Lumineszenz dient der auf der gegenüberliegenden Seite der Banknote 100 liegende Detektor D2, wie schon im Zusammenhang mit Figur 1 erwähnt. Im übrigen entspricht die Anordnung derjenigen aus Figur 1.

Diese prinzipielle Anordnung von Strahlungsquellen und Detektoren gemäß Figur 10, bei der eine erste Strahlungsquelle und ein erster Detektor zum Detektieren einer ersten Strahlung auf einer Seite der Blattgutebene, eine zweite Strahlungsquelle und ein zweiter Detektor zum Detektieren einer von der ersten Strahlung verschiedenen zweiten Strahlung auf der anderen Seite der Blattgutebene und eine dritte Strahlungsquelle und ein dieser dritten Strahlungsquelle speziell zugeordneter dritter Detektor auf gegenüberliegenden Seiten der Detektionsebene angeordnet sind, ist besonders kompakt und gleichzeitig sehr variabel für die Messung unterschiedlichster physikalischer Eigenschaften modifizierbar. Insbesondere können die Strahlungsquellen und/ oder Detektoren zur Aussendung/ Detektierung unterschiedlicher Strahlungen eingerichtet sein, so dass mit möglichst wenig Sensorkomponenten möglichst viele unterschiedliche physikalische Eigenschaften nachweisbar sind.