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1. WO2006010465 - PLASTISOLE MIT VERRINGERTER WASSERAUFNAHME

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Patentansprüche

1. Kern/Schale-Polymerisat, bestehend aus Latexteilchen mit einer
Primärteilchengröße von mindestens 250 nm, wobei der Kern besteht aus

a) 20 - 85 Mol-% Methylmethacrylat
b) 15 - 80 Mol-% (Meth)acrylester, dessen Alkoholkomponente
2 - 8 Kohlenstoffatome oder einem aromatischen Rest enthält c) 0 - 30 Mol-% weiteren copolymerisierbaren Monomeren,
ausgenommen N-haltige Verbindungen,

wobei a), b) und c) zusammen 100 Mol-% ergeben
und mindestens einer Schale, bestehend jeweils aus

a') 20 - 94,9 Mol-% Methylmethacrylat
b') 5 - 79,9 Mol-% (Meth)acrylester, dessen Alkoholkomponente
2 - 8 Kohlenstoffatomen oder einem aromatischen Rest enthält c') 0,1 - 20 Mol-% eines Amides der (Meth)acryisäure, und/oder eines aminsubstituierten Alkylesters der (Meth)acrylsäure

d') 0 - 30 % Mol-% weiteren copolymerisierbaren Monomeren

wobei a'), b'), c') und d') einer Schale jeweils zusammen 100 MoI- % ergeben.

2. . Kern/Schale-Polymerisat gemäß Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Latexteilchen aus einem Kern und einer Schale im
Gewichtsverhältnis von Kern zu Schale zwischen 10 : 90 und 90 : 10 bestehen.

3. Kern/Schale-Polymerisat gemäß Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Kern zwei Schalen mit gegebenenfalls unterschiedlichen
Monomerzusammensetzungen trägt.

4. Kern/Schale-Polymerisat nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Komponente b) des Kerns entweder n-Butyl(meth)acrylat, i- Butyl(meth)acrylat oder t-Butyl(meth)acrylat oder eine Mischung hieraus ist.

5. Kern/Schale-Polymerisat nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass sowohl die Komponente b) des Kerns als auch die Komponente b') von mindestens einer Schale n-Butyl(meth)acrylat, i-Butyl(meth)acrylat oder t-Butyl(meth)acrylat oder eine Mischung hieraus ist.

6. Kern/Schale-Polymerisat nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Komponente c') von mindestens einer Schale eine
(Meth)acrylverbindung ist, die die folgende Gruppe trägt:

-C(O)-NR1R2

wobei Ri und R2 unabhängig von einander H oder einen linearen oder verzweigten Alkylrest mit 1 - 10 Kohlenstoffatomen darstellen, der
gegebenenfalls auch noch zusätzlich Aminogruppen der Formel -NR3R4 enthalten kann, wobei R3 und R4 unabhängig voneinander H oder einen linearen oder verzweigten Alkylrest mit 1 - 10 Kohlenstoffatomen
darstellen oder der Stickstoff gemeinsam mit den Substituenten R3 und R4 auch einen fünf- bis siebengliedrigen Ring bilden kann.

7. Kern/Schale-Polymerisat nach einem der Ansprüche 1 - 5,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Komponente c') von mindestens einer Schale eine
(Meth)acrylverbindung ist, die die folgende Gruppe trägt:

-C(O)-O-(CH2)n-NR2R3

wobei n = 1 bis 6
und R2 und R3 unabhängig voneinander H oder einen linearen oder
verzweigten Alkylrest mit 1 - 10 Kohlenstoffatomen darstellen oder der
Stickstoff gemeinsam mit den Substituenten R2 und R3 auch einen fünf- bis siebengliedrigen, gegebenenfalls alkylsubstituierten Ring bilden kann.

8. Kern/Schale-Polymerisat nach einem der Ansprüche 1 - 5,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Komponente c') der Schale Acrylamid, Methacrylamid oder eine Mischung aus beiden darstellt.

9. Kern/Schale-Polymerisat nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Komponente d') von mindestens einer Schale besteht aus weniger als 0,5 Mol-% eines Monomeren mit einer Carboxylgruppe oder einer Sulfonsäuregruppe oder einer Phosphonsäuregruppe und gegebenenfalls weiteren copolymerisierbaren Monomeren.

10. Kern/Schale-Polymerisat nach einem der vorstehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Wasseraufnahme des Polymerisats geringer als 3,0 % ist.

11. Plastisol, enthaltend ein Kern/Schale-Polymerisat gemäß einem der vorstehenden Ansprüche und mindestens einen Weichmacher.

12. Plastisol nach Anspruch 11 ,

dadurch gekennzeichnet,

dass mindestens einer der Weichmacher ein Dialkylphthalat ist.

13. Verfahren zur Herstellung von Piastisolen auf Basis eines Kem/Schale- Polymerisats gemäß den Ansprüchen 1 - 10,

dadurch gekennzeichnet,

dass a) das Kern/Schale-Polymerisat durch Emulsionspolymerisation, die gegebenenfalls mehrstufig ist, hergestellt wird,
b) die entstandene Dispersion getrocknet und
c) anschließend mit mindestens einem Weichmacher und
gegebenenfalls mit Haftvermittlern und/oder Füllstoffen und
gegebenenfalls weiteren plastisolüblichen Bestandteilen versetzt wird.

14. Verfahren zur Herstellung von Piastisolen gemäß Anspruch 13,

dadurch gekennzeichnet,

dass 100 Gew.-Teile Kern/Schale-Polymer mit 50 - 300 Gew.-Teilen
Weichmacher, 40 - 120 Gew.-Teilen Haftvermittler und/oder 0 - 300
Gew.-Teilen Füllstoffen versetzt werden.

15. Verfahren zur Herstellung von Plastisolen gemäß den Ansprüchen 13 und 14,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Dispersionen mittels Sprühtrocknung getrocknet werden.

16. Verwendung von Plastisolen gemäß den Ansprüchen 9 - 11 als
Unterbodenschutz, zur Nahtabdichtung oder zur akustischen
Schalldämpfung.