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1. WO2005059398 - HYDRAULISCH DÄMPFENDES BUCHSENLAGER

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Hydraulisch dampfendes Buchsenlager

Beschreibung

Die Erfindung betrifft ein hydraulisch dampfendes Buchsenlager, ein sogenanntes
Hydrolager, bei welchem der Hydraulikbereich aus zumindest zwei Kammerpaaren für eine Dampfung sowohl in radialer als auch axialer Richtung gebildet ist, wobei jedes Kammerpaar aus zumindest zwei getrennten Kammern gebildet wird, welche jeweils über zumindest einen Dampfungskanal miteinander verbunden sind

Zur Dampfung von Schwingungen und zur Aufnahme von Kräften werden Lager unterschiedlichster Bauformen, vornehmlich Gummilager vielfaltig eingesetzt Im
Fahrzeugbau dienen sie beispielsweise zur Lagerung von Teilen der Radaufhängung oder der Antriebsaggregate der Fahrzeuge Dabei ist es bekannt, je nach Einsatzfall die dampfende Wirkung elastomerer Dampfungsglieder durch eine hydraulische Dampfung zusätzlich zu unterstutzen Zur Nutzung des von der Flussigkeitsmasse hervorgerufenen Tilgereffektes werden in den elastomeren Einsatzteilen beziehungsweise Gummikorpern der Lager Kammern zur Aufnahme eines fluiden Dampfungsmittels vorgesehen Die Kammern, deren Große und Position im Lager von der geforderten Abstimmung abhangt, werden durch einen oder mehrere, in speziellen zusätzlich in das Lager integrierten Formteilen ausgebildete Kanäle stromungsleitend miteinander verbunden Je nach Beanspruchung des Lagers wird so das Dampfungsmittel von einer Kammer in eine andere gedruckt Hierbei sind sowohl Lager bekannt, bei denen die hydraulische Dampfung in Bezug auf radial in das Lager eingetragene Kräfte genutzt wird als auch solche, bei denen vornehmlich die axiale Dampfung durch die Dampfungsflussigkeit unterstutzt wird Auch Lager bei denen der Tilgereffekt des Dämpfungsmittels in axialer und radialer Richtung genutzt wird sind bekannt.

Ein derartiges Lager ist aus der DE 691 01 803 T2 bekannt, wobei dort zwischen einem Innenteil und einer Außenhülse ein elastomeres Dämpfungsglied angeordnet ist. Innerhalb des elastomeren Dämpfungsgliedes ist ein erstes mit einem Fluid gefülltes Kammerpaar angeordnet, wobei sich die beiden dazugehörigen Kammern an den entgegengesetzten Enden des Lagers befinden und eine frequenzabhängige Dämpfung in axialer Richtung des Lagers bewirken. Zwischen diesem ersten Kammerpaar ist im elastomeren
Dämpfungsglied ein zweites Kammerpaar, mit sich radial gegenüberstehenden Kammern, angeordnet, welches für die radiale Dämpfung vorgesehen ist. Über in einem im Inneren des Innenteils vorgesehenen Kanalträger angeordnete Dämpfungskanäle sind die axial wirkenden und die radial wirkendenden Kammern miteinander verbunden. Wesentlicher Nachteil an dieser Ausführung ist die Anordnung des Kanalträgers im Inneren des
Innenteils, wodurch die Dämpfungskanäle, und damit die Dämpfungscharakteristik, nur in einem sehr geringen Maße variiert werden können. Weiterhin wirkt sich das insgesamt sehr großvolumige elastomere Dämpfungsglied, insbesondere ist außerhalb der radialen Dämpfungskammern ein sehr breiter elastomerer Bereich zwischen Innenteil und
Außenhülse erkennbar, negativ auf die Dämpfungscharakteristik des Lagers aus. Derartige großvolumige Elastomerbereiche beanspruchen einen relativ großen Bauraum und benötigen einen entsprechenden Materialeinsatz, welcher eine erheblichen Kostenaufwand verursacht. Zudem baut dieses Buchsenlager in axialer Richtung, bedingt durch die Anordnung der Kammern, sehr groß auf.

Aufgabe der Erfindung ist daher, ein hydraulisch dämpfendes Buchsenlager, bei welchem der Hydraulikbereich aus zumindest zwei Kammernpaaren für eine
Dämpfung sowohl in radialer als auch axialer Richtung gebildet wird, bereitzustellen, welches einen kompakten Aufbau aufweist und dabei einfach und kostengünstig herzustellen ist

Die Aufgabe wird erfindungsgemaß durch ein Buchsenlager mit den Merkmalen nach Anspruch 1 gelost Vorteilhafte Aus- bzw Weiterbildungen des Buchsenlagers sind in den Unteranspruchen angeben

Das erfindungsgemaße Buchsenlager weist ein Innenteil mit einer entlang einer Langsachse verlaufenden Bohrung auf, wobei das Innenteil von einer Außenhulse umgeben wird und zwischen dem Innenteil und der Außenhulse zumindest ein elastomeres Dampfungsglied vorhanden ist Weiterhin besteht das Buchsenlager aus zumindest einem ersten und einem zweiten Kammerpaar, wobei jedes Kammerpaar aus zwei getrennten Kammern gebildet wird Die Kammern des ersten
Kammerpaares sind axial entlang der Langsachse des Buchsenlagers angeordnet und die zwei Kammern des zweiten Kammerpaares sind radial zur Langsachse sowie in axialer Richtung zwischen den zwei Kammern des ersten Kammerpaares angeordnet Die Kammerpaare sind dabei jeweils über zumindest einem Dampfungskanal, welcher in einem zwischen der Außenhulse und einer außenliegenden Außenbuchse angeordneten Kanaltrager vorgesehen ist, verbunden Erfindungsgemaß sind die Kammern des Buchsenlagers derart angeordnet, dass die Kammern des ersten

Kammerpaares und die Kammern des zweiten Kammerpaares sich wenigstens in einem zur Langsachse axialen Teilbereich zumindest bereichsweise überdecken Demgemäß sind innerhalb einem senkrecht zur Langsachse ausgerichteten Ring entlang einer konzentrisch zum Ring verlaufenden Kreislinie sowohl zumindest Teile von Kammern des ersten Kammerpaares als auch Kammern oder Teile der Kammern des zweiten Kammerpaares hintereinander angeordnet Durch diese Anordnung kann das benotigte Volumen für die an den axialen Enden angeordneten Kammern in Bereiche zur Mitte des Buchsenlagers hin verlagert werden Und zwar in genau diejenigen Bereiche, die üblicherweise durch ein Elastomer ausgefüllt werden So wird mit der vorliegenden Erfindung zum einen ein sehr kompakt aufbauendes, Buchsenlager, insbesondere in axialer Richtung, realisiert und zum anderen werden großvolumige elastomere Bereiche vermieden Auf diese Weise wird zudem der Matenalemsatz hinsichtlich des Elastomers wesentlich verringert, so dass der

Kostenaufwand erheblich gesenkt werden kann Durch die kompaktere Ausfuhrung der Buchsenlager wird zudem die Möglichkeit geschaffen, in den
Vulkanisationswerkzeugen eine größere Anzahl von Vulkanisationsnestern vorzusehen, so dass je Vulkanisationsvorgang eine größere Anzahl von Buchsenlager erzeugt werden kann

Zur Erzeugung eines Anschlages zur Begrenzung der radialen Auslenkung des Innenteils gegenüber der Außenhulse ist in einer vorteilhaften Ausbildung die Anordnung von Vorsprungen am Innenteil des Buchsenlagers vorgesehen, wodurch zudem das Kammervolumen auf einfache Weise beeinflußt werden kann

Die Außenhulse, welche das Innenteil und das elastomere Dampfungsglied umgibt, ist vorteilhafterweise zumindest in Teilbereichen zur Außenbuchse beziehungsweise zu einem zwischen Außenbuchse und Außenhulse angeordneten Kanaltrager beabstandet, so dass der zwischen Außenhulse und Außenbuchse oder Außenhulse und Kanaltrager vorhandene Raum als Volumen für die an den axialen Enden des Buchsenlagers angeordneten Kammern des ersten Kammerpaares verwendet werden kann Diese Anordnung gestattet es damit, dass die Kammern des ersten und des zweiten Kammerpaares nicht nur in axialer Richtung unmittelbar, lediglich durch eine dünne Trennwand des elastomeren Dampfungsg edes getrennt, benachbart angeordnet sind, sondern auch in einer zur Langsachse parallelen Ebene unmittelbar benachbart angeordnet sein können Getrennt sind die Kammern des ersten und des zweiten Kammerpaares dabei durch die feste Wand der Außenhulse sowie ggf einer Schicht des elastomeren Dampfungsghedes Zumindest eine Kammer des ersten Kammerpaares grenzt damit in einer geneigt zu einer senkrecht zur Langsachse liegenden Ebene unmittelbar an eine Kammer des zweiten
Kammerpaares

Zur Trennung der an den axialen Enden des Buchsenlagers angeordneten Kammern des ersten Kammerpaares kann die Außenhulse in einer bevorzugten Ausbildung mit einem Steg versehen sein, der die Außenhulse mit dem Kanaltrager oder der Außenbuchse verbindet Sofern der Kanaltrager oder die Außenbuchse zylindrisch ausgebildet sind, ist der Steg in Form eines Kreissegmentes ausgebildet Dieser Steg trennt die an den axialen Enden des Buchsenlagers angeordneten Kammern des ersten Kammerpaares Somit sind auch die Kammern des ersten Kammerpaares unmittelbar zueinander benachbart angeordnet und lediglich durch einen Steg getrennt Sie grenzen aneinander an

Das Dampfungsglied kann vorteilhafterweise zweiteilig ausgebildet werden, wobei die beiden Teile des Dampfungsghedes in ihrem Kontaktbereich eine Trennebene ausbilden, die senkrecht zur Langsachse des Buchsenlagers ausgebildet ist Durch diese Teilung des Dampfungsghedes kann vorteilhafterweise eine Vorspannung innerhalb des zweiteiligen Dampfungsghedes in axialer Richtung erreicht werden Die Vorspannung wird dabei über die Außenhulse gehalten, wobei die Außenhulse hierzu in einer bevorzugten Ausbildung ebenfalls zweiteilig ausgeführt werden kann Die beiden Teile der Außenhulse bilden dabei in ihrem Kontaktbereich eine Kontaktzone aus, die sich durch den gesamten Steg hindurch erstreckt Der Steg ist somit auch zweiteilig ausgeführt Die Kontaktzone der Außenhulse und die Trennebene der beiden Teile des Dampfungsghedes befinden sich in einer gemeinsamen Ebene Durch die zweiteilige Ausbildung des Dampfungsghedes und der Außenhulse wird hinsichtlich verbesserter Montage- und Vulkanisationsbedingungen zudem eine vereinfachte Fertigung des Buchsenlagers erzielt

In einer zweiten bevorzugten Ausfuhrungsform kann der die Außenhulse mit der Außenbuchse oder dem Kanaltrager verbindenden Steg als sein Zusatzelement ausgebildet sein, welches beispielsweise mittels einer Verschraubung oder einer anderen kraft- oder formschlussigen Verbindung an der Außenhulse befestigt wird Hierzu ist an dem Zusatzelement senkrecht zum Steg eine Befestigungsplatte mit Bohrungen angeordnet, wobei diese beispielsweise einstuckig mit dem Steg ausgebildet sein kann Mittels diesem Zusatzelement kann die Herstellung des

Buchsenlagers weiter vereinfacht werden und zudem eine Vorspannung der beiden Teile des elastomeren Dampfungsghedes vorteilhafterweise gezielt aufgebracht und dauerhaft gehalten werden

Der Kanaltrager, in welchem die die Kammern verbindenden Dampfungskanale ausgebildet sind, ist besonders vorteilhaft zwischen Außenhulse und Außenbuchse angeordnet Bedingt durch den relativ großen Durchmesser des Kanaltragers ist es möglich, die verschiedenen Dampfungskanale vielfach zu variieren, um so eine wesentlich größere Verschiebung des wirksamen Frequenzbandes zu erzielen Die Frequenzlagen und die Betrage der Dampfungsmaxima sind dabei mittels der getrennten Dampfungskanale für das erste und das zweite Kammerpaar getrennt einstellbar Wenn der Kanaltrager sich in einer bevorzugten Ausbildung zudem über die gesamte axiale Ausdehnung der Außenbuchse erstreckt, wird zudem eine wirksame mechanische Unterstützung der Außenbuchse erzielt, da der Kanaltrager einen Teil der wirkenden Kräfte aufnehmen kann Auf diese Weise kann die Außenbuchse insgesamt für geringere Lasten ausgelegt werden Vorteilhaft für den Herstell- und Konstruktionsaufwand als auch für die
Gebrauchseigenschaften kann es sein, wenn das Buchsenlager insgesamt wie auch die einzelnen Bauteile zueinander, insbesondere das Innenteil, die Teile der
Außenhulse und die Teile des elastomeren Dampfungsghedes, symmetrisch ausgebildet werden Insbesondere durch die symmetrische Ausbildung der Kammern der Kammerpaare kann beispielsweise ein in vorrangig zwei Raumrichtungen abgestimmtes Dampfungsverhalten erzielt werden Die Symmetrie bezieht sich dabei auf zwei senkrecht zueinander stehende Ebenen, innerhalb derer sich die
Langsachse des Buchsenlagers erstreckt, als auch auf eine Ebene senkrecht zur Langsachse des Buchsenlagers

Der symmetrische Aufbau des Buchsenlagers begünstigt zudem die Fertigung einer Hydrolagerreihe gemäß einem Baukastensystem So kann beispielsweise für eine Außenbuchse mit einem festen Außendurchmesser durch die Auswahl verschiedener innerer Bauteile, beispielsweise Kanaltrager, Innenteil oder Außenhulse, eine Vielzahl von Buchsenlagern mit unterschiedlichen, an die jeweiligen Anforderungen angepaßten Dampfungseigenschaften, geschaffen werden

Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen sind in den Unteranspruchen angegeben oder werden nachstehend gemeinsam mit der Beschreibung eines bevorzugten Ausfuhrungsbeispieles der Erfindung anhand der Figuren naher dargestellt Es zeigt
Fig 1 das erfindungsgemaße Buchsenlager ohne Außenbuchse und Kanaltrager in einer ersten Ausfuhrungsform,
Fig 2 eine Schnittdarstellung entlang des Schnittlinie II - II in der Fig 1 ,
Fig 3 eine Schnittdarstellung entlang der Schnittlinie III - III in der Fig 1 ,
Fig 4 eine Schnittdarstellung entlang der Schnittlinie IV -IV in der Fig 3, Fig 5 das erfindungsgemaße Buchsenlager ohne Außenbuchse und Kanaltrager in einer zweiten Ausfuhrungsform,
Fig 6 eine Schnittdarstellung entlang des Schnittlinie VI - VI in der Fig 5,
Fig 7 eine Schnittdarstellung entlang des Schnittlinie VII - VII in der Fig 5, Fig 8 eine Schnittdarstellung entlang des Schnittlinie VIII - VIII in der Fig 7,

Fig 9 den Kanaltrager als Einzelbauteil in einer dreidimensionalen Ansicht

In den Fig 1 bis 4 ist ein erstes Ausfuhrungsbeispiel eines erfindungsgemaßen Buchsenlagers 1 dargestellt Das Buchsenlager 1 besitzt ein vorzugsweise metallisches, beispielsweise aus Aluminium bestehendes, Innenteil 2 mit einer durchgehenden zylindrischen Bohrung 3 entlang der Langsachse 4 des
Buchsenlagers 1 , wobei die Bohrung 3 auch jede andere Form, beispielweise ein Innensechskant, annehmen kann und beispielsweise als eine Sacklochbohrung ausgebildet sein kann Das Innenteil 2 ist in einem mittleren Bereich des
Buchsenlagers 1 mit zwei sich radial gegenüberliegenden und radial nach außen erstreckenden Vorsprungen 5 versehen, wobei das Innenteil 2 von einem zweiteiligen elastomeren Dampfungsglied 6 umgeben ist Das aus einem oberen Dampfungsteil 7 und einem unteren Dampfungsteil 8 bestehende elastomere Dampfungsglied 6 ist an das Innenteil 2 anvulkanisiert und stellt zwei Schub- oder Schubdruckpakete dar, welche innerhalb einer zweiteiligen Außenhulse 9 angeordnet und an diese ebenfalls anvulkanisiert sind, wobei das obere und das untere Außenhulsenteil 10, 1 1 die Dampfungsteile 7, 8 zusammendrucken und eine Vorspannung auf das elastomere Dampfungsglied 6 aufbringen Die Außenhulse 9 wird von einer Außenbuchse 12 umgeben, wobei zwischen der Außenbuchse 12 und der Außenhulse 9 ein zylindrischer Kanaltrager 13 angeordnet ist

Auf das Innenteil 2 wird an den axialen Endbereichen jeweils ein konisches
Gummilager 14 mittels eines inneren Stutzringes 15 aufgepresst, wobei das Gummilager 14 mittels eines äußeren Stutzringes 16 in die Außenbuchse 12 bzw den Kanaltrager 1 3 eingesetzt wird, beispielsweise über ein Presspassung

Das obere und untere Dampfungsteil bilden in ihrem Kontaktbereich eine
Trennebene 1 7 aus, welche sich mit der Kontaktzone 17 des oberen und des unteren Außenhulsenteils 10, 1 1 in einer gemeinsamen Ebene befindet In dem seitlichen Bereich der Vorsprunge 5 des Innenteils 2 weist die Außenhulse 9 einen Abstand zur Außenbuchse 1 2 bzw den Kanaltrager 1 3 auf Etwa in der Mitte des Buchsenlagers 1 ist die Außenhulse 9 daher mit einem Steg 18 versehen, der die Verbindung der Außenhulse 9 zur Außenbuchse 1 2 bzw den Kanaltrager 13 darstellt In einer Draufsicht stellt sich der Steg 18 als ein Kreissegment dar (Fig 2) Der Steg 18 ist in diesem Ausfuhrungsbeispiel wie die Außenhulse insgesamt auch zweiteilig ausgeführt, so dass sich die Kontaktzone 17 in den Steg 18 hinein fortsetzt

Die an den axialen Enden angeordneten Gummilager 14 bilden zusammen mit dem elastomeren Dampfungsglied 6 sowie der Außenhulse 9 und, als radiale Begrenzung, mit dem Kanaltrager 1 3 bzw der Außenbuchse 1 2 jeweils eine obere und eine untere Kammer 1 9, 20, welche ein erstes Kammerpaar 21 bilden, das im Bereich der Trennebene 1 7 durch den Steg 18 voneinander getrennt ist Im radial äußeren

Bereich der Vorsprunge 5 bilden Einformungen in das elastomere Dampfungsglied 6 zusammen mit der Außenbuchse 1 2 bzw dem Kanaltrager 1 3 zwei radiale Kammern 22, 23 aus, die ein zweites Kammerpaar 24 bilden Die Kammern 19, 20, 22 und 23 sind mit einem hydraulischen Fluid gefüllt

Die beiden Kammern 1 9, 20 des ersten Kammerpaares 21 sind über einen im
Kanaltrager 13 angeordneten ersten Dampfungskanal 25 miteinander verbunden, und die zwei Kammern 22, 23 des zweiten Kammerpaars 24 sind über einen ebenfalls im Kanalträger 13 angeordneten zweiten Dämpfungskanal 26 miteinander verbunden (siehe auch Fig. 9). Das erste Kammerpaar 21 bildet somit eine Dämpfung des Buchsenlagers 1 axial zur Längsachse 4 aus, wohingegen das zweite
Kammerpaar 24 eine radiale Dämpfungswirkung des Buchsenlagers 1 bewirkt. Die Anordnung der Dämpfungskanäle 25, 26 in einem radial äußeren Bereich des Buchsenlagers 1 ermöglicht eine große konstruktiv frei wählbare Variation des Dämpfungskanalvolumens zur Beeinflussung der Dämpfungseigenschaften des Buchsenlagers 1 .

Der Kanalträger 1 3 erstreckt sich in der gezeigten Ausführung in axialer Richtung über die gesamte Länge der Außenbuchse 1 2. Zum einen werden dadurch die Möglichkeiten der Anordnung der Dämpfungskanäle erweitert und zum anderen unterstützt der Kanalträger 13 die Außenbuchse 1 2, da er einwirkende mechanische Lasten mit tragen kann. In einer weiterführenden Ausführung ist es durchaus denkbar, die Außenbuchse 1 2 und den Kanalträger 13 als ein gemeinsames Bauteil auszubilden. Alternativ kann der Kanalträger 13 auch radial außerhalb der
Außenbuchse 1 2 angeordnet werden. Hierzu sind dann in der Außenbuchse 1 2 Durchstoßbohrungen für die Dämpfungskanäle 25, 26 vorzusehen.

Die radial wirkenden Kammern 22, 23 des zweiten Kammerpaares 24 sind nicht über den gesamten Umfang des Buchsenlagers 1 angeordnet, sondern lediglich in einen gewissen begrenzten Abschnitt. Außerhalb dieser Bereiche werden die radial wirkenden Kammern 22, 23 von den axial wirkenden Kammern 19, 20 umgriffen, so dass die Kammern 1 9, 20 des ersten Kammerpaares 21 und die Kammern 22, 23 des zweiten Kammerpaares 24 in zur Längsachse 4 axialen Teilbereichen A, B sich überdecken. Auf diese Weise wird zumindest ein Teil des Volumens der axial wirkenden Kammern 1 9, 20 in mittige Bereiche des Buchsenlagers 1 verlagert, wodurch ein sehr kompaktes Buchsenlager 1 entsteht. Unterstützt wird die kompakte Bauart dadurch, dass die axial wirkenden Kammern 19, 20 lediglich durch den Steg 18 voneinander getrennt angeordnet sind Auch egen die axial wirkenden Kammern 19, 20 entlang einer zur Langsachse 3 parallelen Ebene unmittelbar benachbart zu den radial wirkenden Kammern 22, 23, wobei diese Ebene in Bezug auf die Langsachse 3 auch durchaus geneigt sein kann Die axial wirkenden
Kammern 19,20 sind von den radial wirkenden Kammern 22, 23 lediglich durch einen Bereich der Außenhulse 9 bzw einem Bereich des oberen oder unteren Außenhulsenteils 10, 1 1 sowie eine dünne Schicht des elastomeren
Dampfungsghedes 6 voneinander getrennt

Die zweiteilige Ausfuhrung der Außenhulse 9 ermöglicht neben der Aufbringung einer vorteilhaften Vorspannung auf das elastomere Dampfungsglied 6 auch eine vereinfachte Fertigung wodurch sich der Herstellungsaufwand reduzieren laßt Durch die Vorspannung auf das elastomere Dampfungsglied 6 bzw dem oberen und unteren Dampfungsteil 7, 8 laßt sich beispielsweise die durch den
Vulkanisierungsvorgang eingebrachte Schrumpfspannung reduzieren Wie aus den Figuren zu erkennen ist, beansprucht das elastomere Dampfungsglied 6 lediglich ein geringes Volumen, wodurch ein verringerter Mateπaleinsatz erzielt werden kann

Die in den Fig 5 bis 8 dargestellte Ausfuhrungsform unterscheidet sich gegenüber der bisher beschriebenen Ausfuhrung lediglich dadurch, dass der Steg 18, welcher in dem ersten Ausfuhrungsbeispiel zweiteilig ausgebildet war, durch ein
Zusatzelement 27 ersetzt worden ist Das Zusatzelement 27 ist auf beiden Seiten des Buchsenlagers 1 kreissegmentformig ausgebildet und weist eine zu der
Trennebene 17 senkrecht stehende Befestigungsplatte 28 auf Das Zusatzelement 27 ist über eine Verschraubung 29 mit in der Befestigungsplatte 28 angeordneten Bohrungen 30 an der Außenhulse 9 befestigt Zusatzelement 27 und
Befestigungsplatte 28 sind vorzugsweise einstuckig ausgebildet Alternativ zu der Verschraubung 29 kann das Zusatzelement 27 auch mittels weiterer
Verbindungsarten an der Außenhülse 9 befestigt werden, beispielsweise mittels einer Clipsverbindung oder einer Nietverbindung.

Mittels des Zusatzelementes 2 wird eine sichere Fixierung der beiden
Außenhülsenteile 10, 1 1 zueinander geschaffen, um die Vorspannung im
elastomeren Dämpfungsglied 6 jederzeit gewährleisten zu können. Zudem
vereinfacht sich dadurch die Montage, was zu einer weiteren Reduzierung des Fertigungsaufwandes führt.

Das Buchsenlager 1 ist sowohl radial als axial zur Längsachse 4 symmetrisch aufgebaut. Dabei sind alle wesentlichen Bauteile wie das Innenteil 2, das elastomere Dämpfungsglied 6, die Außenhülse 9, die Gummilager 14 sowie die Außenbuchse 12 symmetrisch ausgebildet. Lediglich der Kanalträger 1 3 weist auf Grund der
Ausbildung der Dämpfungskanäle 25, 26 keine vollkommene Symmetrie auf. Die Symmetrie des Buchsenlagers 1 ermöglicht dabei eine gleichmäßige
Dämpfungswirkung zumindest in zwei Raumrichtungen. Zudem ergeben sich durch die Symmetrie konstruktive und fertigungstechnische Vorteile, die den
Herstellungsaufwand des Buchsenlagers 1 senken.

Der Aufbau des Buchsenlagers 1 ermöglicht zudem die Umsetzung eines
Baukastensystems, da alle wesentlichen Bauteile durch gleichartige Bauteile mit anderen Eigenschaften ersetzt werden können. So ist beispielsweise der
Kanalträger 1 3 auf einfache Weise austauschbar gegen einen Kanalträger 13 mit geänderten Dämpfungskanälen 25, 26. Auf die gleiche Weise kann auch das

Gummilager 14 getauscht werden oder ein anderes Innenteil 2 verwendet werden. Insbesondere durch den Einsatz unterschiedlicher Innenteile 2, elastomerer
Dämpfungsglieder 6 und/oder Gummilager 14 sowie unterschiedlicher Außenhülsen 9 kann das Volumen und die Nachgiebigkeiten der axial und radial wirkenden Kammern 19, 20, 22 und 23 eingestellt werden, um unterschiedliche Lager mit unterschiedlichen Dämpfungseigenschaften zu schaffen.

Bezugszeichenliste

Buchsenlager
Innenteil
Bohrung
Längsachse
Vorsprung
Elastomers Dämpfungsglied
oberes Dämpfungsteil
unteres Dämpfungsteil
Außenhülse
oberes Außenhulsenteil
unters Außenhulsenteil
Außenbuchse
Kanalträger
Gummilager
innerer Stützring
äußerer Stützring
Trennebene
Kontaktzone
Steg
obere Kammer
untere Kammer
erstes Kammerpaar
radiale Kammer 23 radiale Kammer
24 zweites Kammerpaar

25 Erster Dämpfungskanal

26 Zweiter Dämpfungskanal

27 Zusatzelement
28 Befestigungsplatte

29 Verschraubung
30 Bohrung
A Teilbereich
B Teilbereich