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1. (WO2004082535) INTRAOKULARES, AKKOMMODATIV BEWEGBARES IMPLANTAT
Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

Patentansprüche

1. Intraokulares, akkommodativ bewegbares, in einen Kapselsack (11) eines Auges (28) einsetzbares Implantat (1) mit zumindest einer Linse (2) und mit zumindest einem ersten (3) und einem zweiten (4) Übertragungselement, die jeweils einen Endbereich (10) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass die zur selbständigen Zentrierung der Linse im Kapselsack ausgelegten, flexiblen Übertragungselemente (3, 4), insbesondere Schlaufenhaptiken, jeweils einen zur direkten Kontaktierung des Kap- selsacks (11) und zur direkten Kraftaufnahme vom Kapselsack (11) gestalteten Endbereich (10) aufweisen, der in einer Ruhelage des Implantats (1) in posteriore Richtung zur Linse (2) vollständig versetzt ist, wobei ein Anstellwinkel (7) zwischen einer Linsenebene (9) und einer durch ein Übertragungselement (3, 4) und seinem Endbereich (10) verlaufenden Wirkungsebene (8) definiert ist.

2. Intraokulares, akkommodativ bewegbares, in einen Kapselsack (11) eines Auges (28) einsetzbares Implantat (15) mit zumindest einer optischen Linse (2) und mit zumindest einem ersten und einem zweiten Übertragungselement, die jeweils einen Endbereich (30) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass im eingesetzten Zustand die zur selbständigen Zentrierung der Linse ausgelegten Übertragungselemente, insbesondere Schlaufenhaptiken, eine in anteriore Richtung aufgezwungene Abwinkelung aufweisen, außerhalb des Kapselsack verlaufen und End- bereiche (30) zur Abstützung im Suicus ciliaris (32) aufweisen, während die in den Kapselsack eingesetzte Linse (2) eine Halterung (5) aufweist, die eine Auflagefläche für ein anteriores und/oder posteriores Kapselsackblatt (13) bildet.

3. Intraokulares, akkommodativ bewegbares, in einen Kapselsack (11) eines Auges einsetzbares Implantat (16; 23; 41) mit zumindest einer Linse (2) und mit zumindest einem ersten und einem zweiten Übertragungselement, die jeweils einen Endbereich aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest an einem der Übertragungselemente ein Kle mmit- tel zur Befestigung des Implantats (16; 23; 41) am Kapselsack (11) und zur Kraftübertragung vom Kapselsack (11) zur Linse (2) vorgesehen ist.

4. Implantat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekenn- zeichnet, dass der Elastizitätsmodul des Materials des Übertragungselementes (3; 4; 5; 17; 29) einen anderen Wert aufweist als der Elastizitätsmodul des Linsenmaterials.

5. Implantat (1 ; 15) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungselemente Haptiken sind, die sich bogenförmig von der Linse (2) mit einer Radial- und Axialfederwirkung erstrecken.

6. Implantat (15) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Übertragungselemente (29) in Ruhelage außerhalb des Auges keine Abwinkelung oder eine geringe Abwinkelung nach posterior gegenüber der Linse (2) aufweisen.

7. Implantat (1 ; 15; 16; 23; 41) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Linse (2) in einer Halterung (5) angeordnet ist, die einstückig stoffschlüssig mit den Übertragungselementen verbunden ist.

8. Implantat (1 ; 15; 16; 23; 41) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterung (5) gelenkbildende Ausnehmungen aufweist, von denen sich jeweils eine Haptik erstreckt.

9. Implantat (15; 16; 23; 41) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Auflagefläche für ein ante- riores und/oder posteriores Kapselsackblatt (13) vorgesehen ist.

10. Implantat (1 ; 15; 16; 23; 41 ;) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich an die Linse (2) eine zumindest teilweise konvexe Auflagefläche (12) anschließt.

11. Implantat (1 ; 15; 16; 23; 41) nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass sich an die Linse (2) eine zumindest teilweise plane Auflagefläche (12) anschließt.

12. Implantat (15; 16; 23; 41) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Klemmöffnungen (25) vorgesehen sind, in die ein Teil des Kapselsacks (11) bzw. Kapsulorhexisrandes (22) einschiebbar ist.

13. Implantat (15; 16; 23; 41) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Klemmmittel (26) zur Klemmung eines Kapsulorhexisrands (22) eines anterioren und/oder posterioren Kapselsackblattes vorgesehen sind.

14. Implantat (15; 16; 23; 41 ;) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragungselement Klemmmittel (26) aufweist.

15. Implantat (15, 16; 23; 41 ;) nach Anspruch 13 und 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Klemmmittel (26) mehrere biegbare

Klemmabschnitte aufweist.

16. Implantat (15, 16; 23; 41) nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Klemmabschnitt einen hohlen inneren Bereich auf- weist.

17. Implantat (1; 15; 16; 23; 41 ;) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Implantat (1 ; 15; 16; 23; 41 ;) als Verschluss eines Kapsulorhexisrandes (22) ausgebildet ist.

18. Implantat (1 ; 15; 16; 23; 41) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Linse (2) mit einem in den Kapselsack (11) einführbaren Gel eine Optik bildet.

19. Implantat (15; 16; 23; 41) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Linse (2) mit zumindest einer weiteren in den Kapselsack (11) eingebrachten Linse eine Optik bildet.

20. Verfahren zur Verwirklichung des akkommodativen Optik-Shift-Prinzips im Auge mittels eines intraokularen Implantats, bei dem es mittels endo- kapsulärer Federwirkung (1) und/oder einer im Suicus ciliaris gestützten Kapselsackimplantation (15) und/oder Rhexisfixation (16; 23; 41) zu einer vom Ziliarmuskel induzierten, durch den jeweiligen Spannungszustandes des Zonula-Kapselapparates übertragenen, auf das Implantat einwirkenden Kraftänderung mit gleichzeitiger axialer Bewegung nach anterior oder posterior zumindest der optisch wirksamen Linse des Implantats kommt.