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1. (WO2004081217) VERFAHREN ZUR ERHÖHUNG DER RESISTENZ GEGEN STRESSFAKTOREN IN PFLANZEN
Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

Patentansprüche

1. Verfahren zur Erzeugung oder Erhöhung der Resistenz gegen mindestens einen biotischen oder abiotischen Streßfaktor in Pflanzen, wobei nachfolgende Arbeitsschritte umfasst sind

a) Erhöhung der Proteinmenge oder Funktion mindestens eines Bax Inhibitor-1 (BIl) Proteins in mindestens einem pflanzlichen Gewebe mit der Maßgabe, dass die Expressi- on in der Blattepidermis im wesentlichen unverändert
bleibt oder reduziert wird, und

b) Auswahl der Pflanzen, bei denen im Vergleich zur Ausgangspflanze eine Resistenz gegen mindestens einen bio- tischen oder abiotischen Streßfaktor besteht oder erhöht ist.

2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei der Streßfaktor ein pflanzliches Pathogen ist.

3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 oder 2 , wobei der
Streßfaktor ein nekrotrophes oder hemibiotropb.es Pathogen ist.

4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das BI-1
Protein mindestens eine Sequenz umfaßt, die eine Homologie von mindestens 50% aufweist zu mindestens einem BI1- Konsensusmotiv ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus

a) H(L/I)KXVY,
b) AXGA(Y/F)XH,
C) NIGG,
d) P(V/P) (Y/F)E(E/Q) (R/Q)KR,
e) (E/Q)G(A/S)S(V/I)GPL,
f) DP(S/G) (L/I) (I/L) ,
g) V(G/A)T(A/S) (L/I)AF(A/G)CF(S/T) ,
h) YL(Y/F)LGG,
i) L(L/V)SS(G/W)L(S/T) (I/M) L(L/M)W, und
j) DTGX(I/V) (I/V)E.

5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das BIProtein kodiert wird durch ein Polypeptid, das mindestens eine Sequenz umfaßt ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus:

a) den Sequenzen gemäß SEQ ID NO: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14,
16, 18, 20, 22, 24, 26, 28, 30, 32 oder 38, und

b) Sequenzen, die eine Identität von mindestens 50% zu
einer der Sequenzen gemäß SEQ ID NO: 2, 4, 6, 8, 10,
12, 14, 16, 18, 20, 22, 24, 26, 28, 30, 32 oder 38 aufweisen,

c) Sequenzen die mindestens eine Teilsequenz von mindestens 10 zusammenhängenden Aminosäureresten einer der Sequen- zen gemäß SEQ ID NO: 2, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 16, 18, 20,

22, 24, 26, 28, 30, 32 oder 38 umfassen.

6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5 , wobei die Erhöhung der Proteinmenge oder Funktion mindestens eines Bll- Proteins durch rekombinante Expression des besagten Bll- Proteins unter Kontrolle eines wurzel-, knollen- oder mesophyll-spezifischen Promotors realisiert wird.

Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, umfassend

(a) stabile Transformation einer pflanzlichen Zelle mit
einer rekombinanten Expressionskassette enthalten eine
für ein Bl-Protein kodierende Nukleinsäuresequenz in
funktioneller Verknüpfung mit einem gewebespezifischen
Promotor, wobei der Promotor im wesentlichen keine
Aktivität in der Blattepidermis aufweist und wobei
der Promotor in Bezug auf die besagte das Bl-Protein
kodierende Nukleinsäuresequenz heterolog ist.

(b) Regeneration der Pflanze aus der pflanzlichen Zelle, und

(c) Expression besagter für ein Bl-Protein kodierende Nukleinsäuresequenz in einer Menge und für eine Zeit hinreichend um eine Streß- und/oder Pathogenresistenz in
besagter Pflanze zu erzeugen oder zu erhöhen.

8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7 , wobei die
Pflanze aus den monokotyledonen und dikotyledonen Pflanzen ausgewählt ist.

9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8 , wobei die
Pflanze ausgewählt ist aus der Gruppe der monokotyledonen Pflanzen bestehend aus Weizen, Hafer, Hirse, Gerste, Roggen, Mais, Reis, Buchweizen, Sorghum, Triticale, Dinkel, Lein- samen oder Zuckerrohr.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei die
Expression des Bax Inhibitor-1 (BI-1) im Mesophyll erhöht wird.

11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Pflanze einen mlo-resistenten Phänotyp aufweist, oder die Expression oder Funktion von MLO, RacB und/oder NaOx mindestens in der Epidermis inhibiert oder im Vergleich zu einer Kontrollpflanze reduziert ist und/oder die Expression oder Funktion von PEN2, SNAP34 und/oder PENl mindestens in der Epidermis erhöht wird im Vergleich zu einer Kontrollpflanze.

12. Polypeptidsequenz kodierend für BIl Protein umfassend mindestens eine Sequenz ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus

a) den Sequenzen gemäß SEQ ID NO: 12, 14, 16, 18, 20, 22,
24, 28, 30, 32 oder 38,

b) Sequenzen die eine Homologie von mindestens 90%, bevorzugt mindestens 95%, besonders bevorzugt mindesten 98%
zu einer der Sequenzen gemäß SEQ ID NO: 12, 14, 16, 18,
20, 22, 24, 28, 30, 32 oder 38 aufweisen, und

c) Sequenzen die mindestens 10, bevorzugt mindestens 20, besonders bevorzugt mindestens 30 zusammenhängende Aminosäuren einer der Sequenzen gemäß SEQ ID NO: 12, 14, 16,
18, 20, 22, 24, 28, 30, 32 oder 38 umfassen.

13. Nukleinsäuresequenz kodierend für eine Polypeptidsequenz gemäß Anspruch 12.

14. Rekombinante Expressionskassette enthalten eine für ein BI- Protein kodierende Nukleinsäuresequenz in funktioneller Verknüpfung mit einem gewebespezifischen Promotor, wobei der
Promotor im wesentlichen keine Aktivität in der Blattepidermis aufweist und wobei der Promotor in Bezug auf die besagte das Bl-Protein kodierende Nukleinsäuresequenz heterolog ist.

15. Rekombinante Expressionskassette nach Anspruch 14, wobei

a) das Bll-Protein wie in einem der Ansprüche 4, 5 oder 11 definiert ist, und/oder

b) der gewebespezifische Promotor ausgewählt ist aus der
Gruppe der wurzel-, knollen- oder mesophyllspezifischen Promotoren.

16. Rekombinanter Vektor enthaltend eine Expressionskassette gemäß einem der Ansprüche 14 oder 15.

17. Rekombinanter Organismus enthaltend mindestens eine Expressionskassette gemäß einem der Ansprüche 14 oder 15 und/oder mindestens einen Vektor gemäß Anspruch 16.

18. Rekombinanter Organismus nach Anspruch 17 ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus Bakterien, Hefen, nicht-menschlichen Tieren und Pflanzen.

19. Rekombinanter Organismus nach Anspruch 17 oder 18, ausgewählt aus der Gruppe der Pflanzen bestehend aus Weizen, Hafer, Hirse, Gerste, Roggen, Mais, Reis, Buchweizen,
Sorghum, Triticale, Dinkel, Leinsamen, Zuckerrohr, Raps, Kresse, Arabidopsis, Kohlarten, Soja, Alfalfa, Erbse,
Bohnengewächsen, Erdnuß, Kartoffel, Tabak, Tomate, Aubergine, Paprika, Sonnenblume, Tagetes, Salat, Calendula, Melone, Kürbis und Zucchini.

20. Rekombinanter Organismus nach einem der Ansprüche 17 bis 19, wobei der Organismus eine Pflanze ist, die zusätzlich einen mlo-resistenten Phänotyp aufweist.