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1. (WO2004076142) PRESSVORRICHTUNG UND VERFAHREN FÜR DIE PLATTENHERSTELLUNG
Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

Pressvorrichtunα und Verfahren für die Plattenherstelluna

Die Erfindung betrifft eine Pressvorrichtung für das Verpressen von beleimten Spänen und Fasern insbesondere zur Herstellung von im wesentlichen aus Holzbestandteilen bestehenden Platten, sowie ein Verfahren zum Herstellen derartiger Platten.
Insbesondere betrifft die Erfindung eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Herstellen von Span- oder Faserplatten mit einer Presstrommel und einer Andrückwalze zur Erzeugung einer gewünschten Rohdichte der Spanoder Faserplatten sowie mit einem umlaufenden Pressband, insbesondere Stahlband, durch das die Span- oder Faserplatten flächig gegen den Umfang der Presstrommel anpressbar sind, wobei ein Reinigungsgerät der Vorrichtung im Wesentlichen über die gesamte Breite des Pressbandes gegen dieses anlegbar ist.
Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung bzw. Arbeitsverfahren zum kontinuierlichen Herstellen von Span- oder Faserplatten, bei dem auf die mit einem Bindemittel versehene Span- oder Faserbahn zur Erzeugung einer gewünschten Rohdichte zwischen einer Presstrommel und einer Andrückwalze ein Liniendruck und zusätzlich zwischen einem
umlaufenden Band und der Presstrommel ein Flächendruck aufgebracht wird.
Eine derartige Pressvorrichtung ist grundsätzlich wie folgt aufgebaut. Zu einer Matte geschichtetes Span- und /oder Faserrnaterial, welches insbesondere vorverdichtet sein kann, wird zwischen Walzen gebracht. Eine solche Matte wird auch als Faservlies oder Span- oder Faserbahn bezeichnet. Ein umlaufendes Band oder Pressband, insbesondere ein Stahlband, kann durch Walzen aufgespannt werden, In diesem Fall wird das Spanmaterial zwischen einem Stahlband oder zwei Stahlbänder gebracht. Temperatur wird während des Verpressens zugeführt. Das Harz härtet dabei aus, Verlässt die verdichtete Matte die Pressvorrichtung, so liegt das Endprodukt in Form einer Span-, Faser- HDF- oder MDF-Platte vor.
Im einfachsten Fall umfasst die Pressvorrichtung insgesamt vier Walzen und um je ein Walzenpaar ist ein Stahlband herum geführt. Anfänglich weisen zwei Walzen einen gewissen Abstand zueinander auf, Die Bänder werden trichterförmig in Richtung von Heizplatten zusammen geführt, Die eigentliche Verdichtung findet bei den Heizplatten statt, Durch die
Trichterform wird das zugeführte Material kontinuierlich verdichtet,
Temperatur wird allmählich zugeführt, Durch die Trichterform wird bewirkt, dass das Material in die Presse gelangt und sich nicht vor der Presse aufstaut, Nαchteilhαft ist eine solche daher Presse relativ lang, Der Trichter benötigt ca. 3 Meter Platz. Die Temperatur wird allmählich zugeführt. Auch dies hat zur Folge, dass der benötigte Stellplatz für eine solche Pressvorrichtung relativ groß ist und dass sich relativ lange Presszeiten ergeben. Derzeit liegen die Presszeiten typischerweise bei 6-8 Sekunden pro Millimeter Plattenstärke,
Um zu kürzeren Presszeiten und geringeren Steilplatz zu gelangen, wird bei einer weiteren Ausführungsform eine Presse vorgesehen, das Material schräg von oben kommend in die Presse hineinzuführen. Durch diese Maßnahme gelingt es, das Material so sofort schlagartig zu verdichten, ohne das sich vor der Presse das Material staut, Durch das schlagartige Verdichten kann die trichterförmige Zuführung entfallen. Hierdurch wird Stellplatz und Presszeit eingespart, Es gelingt, die Presszeit pro Millimeter Plattenstärke in etwa zu halbieren,
Beim Verpressen können die Stahlbänder Beulen bekommen. Die Beulen beeinflussen die Qualität des späteren Produkts, Werden zwei
Stahlbänder zum Verpressen eingesetzt, so verdoppelt sich das Risiko bezüglich Beulen und negativer Einflüsse auf das Produkt entsprechend.

Zur Vermeidung des Problems bzw. zur Verringerung des Problems wird in einer verbesserten Ausführungsform vorgesehen, das vorbeleimte Span oder Fasermaterial um eine Heiztrommel, die auch Presstrommel oder Kalander genannt wird, während des Verpressens herumzuführen. Um diese Heiztrommel herum wird zu dreiviertel ein Stahlband geführt, Ungefähr ein Viertel der Heiztrommel bleibt frei, Von dieser Seite aus wird das Material schräg hinzu geführt, Die aus stahl bestehende Heiztrommel ist unempfindlich gegenüber Beulenbildung. Auf diese Weise gelingt es, Beschädigungen des Produkts durch Beulenbildung im Stahlband zu halbieren,
Da die Fasermatte im vorgenannten Fall um die Trommel herum geführt wird, weist diese zunächst eine Krümmung auf, Durch Nachkonditionie- rung gleicht sich die Krümmung wieder aus, Es liegt schließlich eine ebene Platte vor, Vorraussetzung hierfür ist allerdings, dass die Platte hinreichend dünn ist, Bei dieser Vorrichtung können Platten bis zu 10 Millimeter Dicke hergestellt werden. Diese Platten gleichen sich durch Nachkonditionierung so aus, dass schließlich ein ebenes Plattenprodukt vorliegt,
Bei der vorgenannten Vorrichtung kann eine als Presstrommel dienende Hauptwalze vorgesehen sein, die einen besonders großen Durchmesser aufweist, Um diese Hauptwalze herum wird das Pressband zu dreiviertel geführt, Mehrere kleinere Andrückwalzen werden um die Hauptwalze herum gruppiert, Zwischen den Andrückwalzen und der Hauptwalze wird das Pressband hindurch geführt, Die Andrückwalzen drücken in Richtung der Hauptwalze,
Um die gewünschte Wärme zu erzeugen, werden die Hauptwalze und die Andrückwalzen beheizt. Es werden so Temperaturen von bis zu 250° C typischerweise erzeugt. Je höher die Temperatur gewählt ist, desto schneller bindet der Leim, Um schnell produzieren zu können, wird eine hohe Umlaufgeschwindigkeit des Pressbandes bzw, der zugehörigen kleinen Walzen sowie der
Hauptwalze vorgesehen, Je schneller die Geschwindigkeit der
umlaufenden Walze ist, desto größer ist die Produktionsgeschwindigkeit. Je größer die Umlaufgeschwindigkeit ist, desto schneller muss Temperatur der Hauptwalze sowie dem Pressband zugeführt werden.
Bekannte Maßnahmen zur raschen Temperaturzuführung sind, die
Heizleistung entsprechend heraufzusetzen. Diese Maßnahme stößt dann an Ihre Grenze, wenn die bereitzustellende Wärmeenergie so groß ist, dass hierdurch das Material zu stark belastet wird. Infolge von zu hohen Temperaturen treten Beschädigungen bei der Vorrichtung auf,
Eine Vorrichtung bzw, ein Arbeitsverfahren der genannten Art ist
beispielsweise durch die DE-OS 20 50 325 bekannt. Darin wird eine kontinuierlich arbeitende Presse offenbart, auf der Span- oder
Faserplatten kontinuierlich verpresst und anschließend abgelängt werden, Die Bahnen weisen dabei eine Dicke von 0,8 bis 1 2 mm und eine Breite von 2500 mm auf. Das Verpressen der Span- oder
Faserplatten findet zwischen dem Umfang der rotierenden und beheizten Presstrommel und dem unter einer hohen Zugspannung stehenden umlaufenden Stahlband statt, Zusätzlich wird mittels einer Andrückwalze, die auf einer der Span- oder Faserplatte abgewandten Seite des
Stahlbandes gegen dieses anliegt, der erforderliche Liniendruck zum Erzeugen der gewünschten Rohdichte aufgebracht- Die in die Presse eingeführten Span- oder Faserplatten werden zu diesem Zweck mittels des umlaufenden Stahlbandes unter Einhaltung eines erforderlichen Flächendruckes durch die Presse geführt und während der
Umschlingungszeit am Umfang der Presstrommel unter Wärmeeinwirkung verpresst.

Weiterhin ist es durch die DE 39 03 022 Cl auch bekannt, die beiden Lagerkörper der Andrückwalze unabhängig voneinander zu verfahren, um so einen zunächst an einer Pressbandseite eingestellten Abstand auf den gegenüberliegenden Pressbandseite reproduzieren zu können. In der Praxis ist es von entscheidender Bedeutung, dass ein störungsfreier Umlauf des Pressbandes gewährleistet wird, weil anderenfalls der kontinuierliche Betrieb unterbrochen werden muss. Insbesondere sind dabei Verunreinigungen zu vermeiden, die zwischen das Pressband und die Andrückwalze geraten und dadurch Deformationen des Pressbandes verursachen könnten. Es ist zwar grundsätzlich bereits bekannt, an der Vorrichtung ein Reinigungsgerät in Form einer Bürste derart anzubringen, dass dieses gegen die Oberfläche des Pressbandes flächig anliegt, jedoch erweisen sich insbesondere der unterschiedliche Abstand zwischen der Presstrommel und der Andrückwalze und bedingte Schwankungen der Pressbandspannung als hinderlich, weil dadurch die erforderliche
Reinigungsleistung nicht in jedem Fall sichergestellt werden kann. Zur Lösung dieses Problems sind auch bereits Versuche unternommen worden, das Reinigungsgerät an einem der Andrückwalze zugeordneten, verfahrbaren Hältemittel anzuordnen, um so die unterschiedlichen
' Positionen des Pressbandes unmittelbar ausgleichen zu können. Diese Maßnahme hat sich jedoch als nur eingeschränkt erfolgversprechend erwiesen.
Durch DE 39 03 022 Cl ist ferner eine Vorrichtung bzw. Arbeitsverfahren bekannt, bei dem im beladenen Zustand der Presse zunächst lediglich einer von zwei die Andrückwalze beidseitig aufnehmenden Lagerkörpern in Richtung der Rotationsachse der Presstrommel verfahren, bis ein vorbestimmter Druck erreicht ist. Der durch die Druckkraft bestimmte Abstand zwischen der Presstrommel und der Andrückwalze wird
anschließend mittels eines ersten Wegsensors gemessen, Der
gegenüberliegende zweite Lagerkörper wird danach derart verfahren, dass der auf dieser Seite der Andrückwalze mittels eines zweiten
Wegsensors gemessene Abstand im Wesentlichen mit dem durch den ersten Wegsensor gemessenen Abstand übereinstimmt und sich
demnach ein einheitliches Spaltmaß über die gesamte Breite der Spanoder Faserbahn einstellt. Als nachteilig bei . diesem Verfahren erweist sich die aufwendige Einstellung des Abstandes auf den beiden Seiten der Span- oder Faserbahn, Insbesondere ist dabei eine kontinuierliche
Erfassung und Korrektur des einseitig gemessenen Spaltmaßes durch eine Verschiebung des Lagerkörpers auf der gegenüberliegenden Seite der Andrückwalze erforderlich, um so eine über die gesamte Breite der Spanoder Faserbahn einheitliche Materialdicke sicherzustellen. Der so geschaffene Regelkreis erfordert eine sehr schnelle Verstelimöglichkeit der Lagerkörper, die in der Praxis mit hohen Kosten verbunden ist. Zudem kann prinzipbedingt eine gleichbleibende Materialdicke der Span- oder Faserbahnen über eine große Länge nicht sichergestellt werden,
Weiterhin ist dieses Verfahren mit den in der Praxis üblichen und seit Jahrzehnten bekannten Pressen, bei denen die Andrückwalze gegenüber der Presstrommel zur Einstellung des Spaltmaßes in einfacher Weise parallel verfahrbar ist, nicht realisierbar und erfordert daher umständliche Anpassungslösungen.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung bzw. eine Verfahren der gattungsgemäßen Art zu schaffen, welche bzw, welches die zuvor genannten Nachteile des gattungsbildenden Standes der Technik vermeidet?
Der Erfindung liegt dabei auch die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum kontinuierlichen Herstellen von Span- oder Faserplatten der eingangs genannten Art derart auszuführen, dass deren Betrieb durch eine wesentlich erhöhte Reinigungsleistung verbessert ist, Insbesondere sollen durch das Reinigungsgerät Verunreinigungen auf dem Pressband unter allen auftretenden Betriebsbedingungen zuverlässig entfernt werden.

Eine Aufgabe der Erfindung ist dabei die Beschleunigung des"
Produktionsprozesses bei einem relativ geringen Stellplatz, der für die Presse freizustellen ist. Insgesamt sollen also Produktionskosten gesenkt werden.
Der Erfindung liegt auch die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung bzw, ein Arbeitsverfahren zum kontinuierlichen Herstellen von Span- oder
Faserbahnen derart zu schaffen, mit dem eine über große Längen gleichbleibende Mαteriαldicke bei einer gewünschten Rohdichte mit einem geringen Aufwand realisiert werden kann, Insbesondere soll das Verfahren auch mit solchen an sich bekannten kontinuierlichen Pressen durchführbar sein, die eine über die Breite der Span- oder Faserbahn einheitliche Verstellmöglichkeit des Spaltmaßes aufweisen,
Die Aufgabe der Erfindung wird durch eine Vorrichtung bzw. ein
Arbeitsverfahren mit den Merkmalen der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen ergeben sich aus den
Unteransprüchen,

Erfindungsgemäß ist eine Vorrichtung vorgesehen, bei der das
Reinigungsgerät an einer mittels eines Antriebes im Wesentlichen quer zur Bewegungsrichtung des Pressbandes umlaufend antreibbaren Trägerbahn angeordnet ist, Hierdurch wird die Reinigungsleistung des
Reinigungsgeräts wesentlich erhöht, indem dieses quer zur
Bewegungsrichtung bewegt und daher eine deutlich höhere
Relativbewegungsgeschwindigkeit realisiert wird. Das Reinigungsgerät Ist hierzu an einem umlaufenden Pressband angeordnet und ermöglicht so eine kontinuierliche Reinigung, wobei die Umlaufgeschwindigkeit beispielsweise auch entsprechend der Vorschubbewegung des zu reinigenden Pressbandes bestimmt werden kann, Gegenüber einer ebenfalls denkbaren Ausführung des Haltemittels, bei der dieses
beispielsweise reversie-rend oder an einer rotierenden Bürstenwalze angeordnet ist, werden bei dem umlaufend angetriebenen
Reinigungsgerät einheitliche Reinigungsleistungen über die gesamte Breite des Pressbandes realisiert, Das Reinigungsgerät und die
Trägerbahn können hierzu auch einteilig miteinander verbunden sein,

Eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird auch dadurch realisiert, dass die Trägerbahn an einem Haltemittel der Vorrichtung in unterschiedlichen Positionen festlegbar ist, Hierdurch kann die das Reinigungsgerät autweisende Trägerbahn entsprechend der jeweils eingestellten Position des Pressbandes sowie den jeweiligen Betriebsbedingungen eingestellt werden.
Dabei ist es besonders zweckmäßig, wenn die Trägerbahn zur Anpassung an die relative Lage und/oder Orientierung des Pressbandes mit
zumindest zwei Freiheitsgraden an einem Haltemittel einstellbar
angeordnet ist, Hierdurch wird es in einfacher Weise möglich, eine flächige Auflage des Reinigungsgerätes auf dem Pressband zu gewährleisten. Die Trägerbahn wird hierzu beispielsweise in Richtung des Pressbandes verfahren und zusätzlich um ihre Längsachse geneigt, bis der
gewünschte flächige Kontakt sichergestellt ist.
Eine andere besonders praxisnahe Ausgestaltung des
erfindungsgemäßen Verfahrens wird dann erreicht, wenn die Trägerbahn mittels eines Hydraulik- oder Pneumatikzylinders verfahrbar ist, um so eine stufenlose Verstellbarkeit der Trägerbahn einschließlich des Antriebes zu ermöglichen.
Die Anpassung der optimalen relativen Lage zwischen dem Reinigungsgerät und dem Pressband könnte durch eine mechanische Verbindung zwischen der verstellbaren Andrückwalze und einer Lagerung der Trägerbahn realisiert werden. Besonders erfolgversprechend ist hingegen eine Abwandlung, bei der die Vorrichtung einen Sensor zur Erfassung der relativen Lage und/oder Orientierung des Pressbandes hat. Hierdurch können bereits sehr geringe Abweichungen des Pressbandes von der jeweiligen Position und Neigung erfasst und eine entsprechende
Ausgleichsbewegung unmittelbar eingeleitet werden. Dabei kann das Reinigungsgerät unabhängig von der Andrückwalze verfahren werden,

Ergänzend hierzu erweist es sich als besonders zweckmäßig, wenn die Vorrichtung einen Sensor zur Bestimmung der Andruckkraft des
Reinigungsgeräts gegenüber dem Pressband aufweist, um so eine für die Einhaltung einer optimalen Reinigungswirkung geeignete Druckkraft des Reinigungsgeräts gegenüber dem Pressband einstellen zu können,
Weiterhin erweist es sich als besonders hilfreich, wenn die Vorrichtung zusätzlich mit einem zweiten Sensor ausgestattet ist, wobei jeweils ein Sensor einem der beiden Randbereiche des Pressbandes zugeordnet ist. Hierdurch können Änderungen der Orientierung zuverlässig erkannt und dadurch abweichende Reinigungswirkungen zwischen den beiden
Randberθichen des Pressbandes vermieden werden,
Das Reinigungsgerät könnte ein Gewebe, ein Gewirke, einen Schaumstoff oder eine textile bzw. faserige Oberfläche aufweisen, Als besonders gut geeignet für die Reinigung solcher Bänder hat sich hingegen eine
Variante erwiesen, bei der das Reinigungsgerät eine Bürste und zudem nach einer werteren vorteilhaften Abwandlung eine Verschleißanzeige aufweist, um so rechtzeitig vor einer unzulässigen Einschränkung der Reinigungsleistung einen Austausch der Verschleißteile vornehmen zu können,

Erfindungsgemäß wird eine Aufgabe der Erfindung auch zunächst dadurch gelöst, dass eine vorverdichtete Matte schräg von oben kommend in die Presse hinein geführt wird,
Um zu hohen Verarbeitungsgeschwindigkeiten zu gelangen, wird in einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung das Pressband nicht nur durch die vorgenannten kleineren Walzen beheizt. Zusätzlich oder alternativ wird erfindungsgemäß Temperatur auch außerhalb unmittelbar am
Pressschritt beteiligten Bereiches dem Pressband zugeführt, Auf diese Weise gelingt es, ein vorbeheiztes Band dem Bereich zuzuführen, der der eigentlichen Verpressung dient, Da das Pressband bereits vorbeheizt ist, kann das Pressband im Pressbereich schneller auf die gewünschte
Temperatur gebracht werden, Daher" ist es möglich, die Umlaufgeschwindigkeit zu erhöhen, ohne bei den Andrückwalzen eine solche Heizleistung bereit stellen zu, müssen, die zur Beschädigung der
Vorrichtung führt,
Temperatur kann also dem Pressband durch Wärmestrahlung also durch Heizkörper zugeführt werden, die nahe beim Pressband außerhalb des eigentlichen Pressbereiches platziert sind, Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung gibt es in einer Ausführungsform nicht nur die vorgenannten Anpresswalzen, die unter Druck an der Hauptwalze anliegen. Es ist eine weitere ebenfalls kleinere Walze vorgesehen, die im folgenden Spanwalze genannt wird, Durch entsprechendes
Verschieben der Spannwalze gelingt es, das Pressband zu spannen, Auf diese Weise wird der Pressdruck eingestellt, mit dem die vorverdichtete Matte innerhalb der Presse verpresst wird. Um die Zahl der
einzusetzenden Komponenten bei der Pressvorrichtung gering zu halten, wird die Temperatur auch über die Spannwalze zugeführt, Auf diese
Weise gelingt es, ein vorbeheiztes Band dem Bereich zuzuführen, der der eigentlichen Verpressung dient, Da das Pressband bereits vorbeheizt ist, kann das Pressband im Pressbereich schneller auf die gewünschte
Temperatur gebracht werden. Daher ist es möglich, die Umlauf-geschwindigkeit zu erhöhen, ohne bei den Andrückwalzen eine solche Heizleistung bereit stellen zu müssen, die zur Beschädigung der
Vorrichtung führt.
Um weiter die Pressgeschwindigkeit erhöhen zu können, werden die
Durchmesser der Andrückwalzen im Vergleich zum Stand der Technik weiter vergrößert, Hierdurch vergrößert sich die Kontaktfläche zwischen dem Pressband und der jeweils betroffenen Andrückwalze, Die größere Kontaktfläche ermöglicht eine verbesserte und damit eine schnellere Energiezufuhr, Außerdem sinkt die pro Flächeneinheit übertragene
Energie, die zu lokaler Überhitzung trotz zur Aushärtung unzureichendem Energieübergang führen kann, Durch diese weitergehende Maßnahme wird ebenfalls sicher gestellt, dass bei weitervergrößerten
Umlaufgeschwindigkeiten die gewünschte Temperatur im Pressbereich bereit gestellt wird.
Gemäß Stand der Technik weisen die kleineren Andrückwalzen einen Durchmesser von bis zu 2 Metern auf. Erfindungsgemäß werden nun ein oder mehrere Andrückwalzen eingesetzt, die einen Durchmesser oberhalb von 2 Metern bevorzugt oberhalb von 2,5 Metern aufweisen.

Erfindungsgemäß wird in einer Ausführungsform das Stahlband um kleinere Walzen oder Anpresswalzen herum geführt, Um so kleiner eine kleinere Walze im Durchmesser ist, um so stärker wird das Stahlband dabei gebogen, Je stärker es gebogen wird, desto stärker wird es belastet, Hierdurch werden die Standzeiten des Stahlbandes
entsprechend verringert. Durch Vorsehen der genannten größeren
Durchmesser gelingt es ferner, die Standzeit des Stahlbandes entsprechend zu vergrößern. Es werden auch auf diese Weise Kosten eingespart, Diese Größe gilt auch für die Spannwalze, sofern sich das Spannband um einen zur Belastung führenden Kreisabschnitt um die Spannwalze herum bewegt, z, B. mehr als 45°.
Indem die Spannwalze oder sonstige Bereiche außerhalb des
eigentlichen Pressbereiches beheizt werden, wird das Stahlband
insgesamt gleichmäßiger auf eine gewünschte Temperatur gebracht,

Temperaturgradienten innerhalb des Stahlbandes werden so im Vergleich zum Stand der Technik klein gehalten, Das vermeiden 'großer
Temperaturgradienten hat weiter zur Folge, dass die Standzeit des Stahlbandes entsprechend vergrößert wird. Im Vergleich zu Stand der Technik wird also bei der Erfindung darauf geachtet, Standzeiten des Stahlbandes durch eine gleichmäßigere Aufheizung zu vergrößern.
Produktionskosten werden so ebenfalls gesenkt, da das Stahlband sehr teuer ist.
Bei sehr großen Pressen kann ein Stahlband bis zu 1 Millionen Euro kosten. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung kann ein vergleichsweise kurzes Stahlband eingesetzt werden. Hier werden die Bereitstellungskosten entsprechend deutlich reduziert. So werden weiter Produktionskosten eingespart.
Bevorzugt werden die Walzen wie folgt beheizt, Nahe bei der Oberfläche der zylindrischen Walze werden Bohrungen vorgesehen. Die Bohrungen weisen
an den Enden einen Zu- bzw, einen Ablauf auf, Der Zulauf erfolgt von der einen Endfläche der Walze aus, Der Ablauf erfolgt über die andere Endfläche der Walze, Über die Achsen wird heiße Flüssigkeit,
insbesondere ein heißes Öl durch die Bohrungen hindurch geleitet, Hierdurch wird die jeweils betroffene Mantelfläche entsprechend aufgeheizt, Durch den Ablauf verlässt die heiße Flüssigkeit, also in einer Ausführungsform das heiße Öl die Walze und wird im Kreislauf zurück geführt. Während der Führung im Kreislauf wird das Öl außerhalb der Walze aufgeheizt, Bevorzugt wird durch ein Verbrennungsprozess das Öl aufgeheizt, Auf diese Weise können Holzstäube zur Beheizung der Walzen genutzt werden, die bei der Produktion der Fasern und/oder Späne abfallen. Holzstaub kann also zum Beheizen eingesetzt werden. Das Abfallprodukt Holzstaub wird so direkt für den Produktionsprozess genutzt, Transportwege für Brennmaterial werden so entsprechend reduziert,

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung kann auch die
Hauptwalze in vorgenannter Weise beheizt werden,
Um den Produktionsprozess weiter zu verbessern, wird in einer
Ausführungsform ein Anpressdruck der Andrückwalzen an die Hauptwalze von mehr als 8000 N pro Zentimeter in axialer Richtung der Hauptwalze, bevorzugt von mehr als 1 0,000 N pro Zentimeter vorgesehen , - „Wird das Faservlies zwischen die Hauptwalze und die erste Andrückwalze schräg nach unten zugeführt, so findet zunächst eine schlagartige

Verdichtung statt, die auch als Liniendruck bezeichnet wird, Danach wird die Matte wieder auffedern, Hierdurch wird eine unerwünschte
Dichteverteilung im Oberflächenbereich der Platte erzeugt, die sich nachteilig auf die Oberflächenhärte, die eine wesentliche
Platteneigenschaft ist, auswirkt. Um diese unerwünschte und meist auch relativ ungleichmäßige Dichteverteilung zu vermeiden, werden der Andrückwalze weitere sehr kleine Walzen unmittelbar nachgeschaltet, die vorteilhafterweise das Spaltmaß zunehmend verringern. Typische
Durchmesser der sehr kleinen Walzen, die kleiner als die ersten zuvor genannten Anpresswalzen sind, sind 300 - 450 mm. In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung hat sich herausgestellt, dass diese sehr kleinen Walzen mit einem Anpressdruck von wenigstens 1 50 N pro
Zentimeter in axialer Richtung gegen die Hauptwalze drücken. Auf diese Weise wird die Dichteverteilung im Oberflächenbereich der
herzustellenden Platten wesentlich verbessert. Ein zackenförmiger oder wellenartiger Verlauf in der Dichteverteilung im Oberflächenbereich wird so vermieden. Es entsteht eine Platte, die im Oberflächenbereich eine besonders hohe Dichte aufweist. Die Dichte nimmt zur Mitte der Platte hin ab. Im Oberflächenbereich wird im Unterschied zu einer Presse ohne die sehr kleinen Walzen ein gezackter Dichteverlauf vermieden.
Die gewünschte hohe Oberflächendichte, die insbesondere durch die schlagartige Verdichtung bereitgestellt wird, ist erwünscht. Hierdurch wird beispielsweise bei einem nachfolgenden Lackierschritt der Oberfläche der Bedarf an Lack reduziert. Der Lack vermag nämlich dann nicht in das Produkt einzudringen, was den Verbrauch an Lack entsprechend erhöhen würde, Gegenüber konventionellen Pressvorrichtungen wird bei einem nachfolgenden Lackierschritt ca, 20-30% Lack eingespart. Auch ist die harte Oberfläche maßgeblich für die Verschleißfestigkeit und das
Vermeiden von Dellen beim Gebrauch. Ein weicher Kern verbessert dabei die Trittschalldämpfung.
Die sehr kleinen Walzen grenzen unmittelbar an die erste Andrückwalze an, über die das Material schräg zugeführt wird. Es werden mehrere kleinere Walzen eingesetzt, in einer Ausführungsform werden mindestens zwei sehr kleine Walzen vorgesehen, die das Auseinanderfedern der Matte innerhalb des Pressbereiches vermeiden,
In einer vorteilhaften Ausgestaltung werden wenigstens vier sehr kleine Walzen eingesetzt,
Um zu einem Produkt mit hoher Qualität zu gelangen, beträgt die
Spannkraft, mit der die Spannwalze das Pressband spannt, wenigstens 25 N pro cm2, Bevorzugt liegt die Spannkraft bei 30 N pro cm2 und mehr,

Den sehr kleinen Walzen sind weitere sehr kleine Walzen, sogenannte Trimmwalzen, nachgeschaltet, Diese weiteren sehr kleinen Walzen befinden sich bevorzugt im oberen Bereich nahe der Stelle, wo die Platte die Presse verlässt, Diese weiteren sehr kleinen Walzen weisen im Inneren Hydraulikzylinder auf. Durch die Hydraulikzylinder im Inneren der weiteren sehr kleinen Walzen, die im oberen Bereich angeordnet sind, kann die Oberfläche der sehr kleinen Walzen bzw. die Mantelfläche verformt werden, Individuell können so die Oberflächenbereiche bzw, die
Mantelfläche entlang der Achse eingestellt werden. Durch geeignete Steuerung der Hydraulikzylinder kann im oberen Bereich die Pressung so eingestellt werden, dass die gewünschte Plattendicke in diesem Bereich gezielt eingestellt werden kann, Es gelingt so, Abweichungen von der ge- wünschten Plattendicke weiter zu reduzieren, Ein nachfolgender
Schleifschritt kann entsprechend vermieden'oder sogar ganz eingespart werden, um zur idealen gewünschten Plattendicke zu gelangen,
Umläuft das Stahlband die diversen Walzen, so neigt das Stahlband dazu, die Ideallinie seitlich zur Bewegungsrichtung zu verlassen und aus der

Walze herauszulaufen, Dieses Problem ist um so größer, um so größer die Umlaufgeschwindigkeit ist, Um dieses Problem zu vermeiden, wird der Verlauf des Stahlbandes kontinuierlich abgetastet, Hierfür werden mechanische und/oder optische Sensoren eingesetzt, Droht ein
Pressband die Ideallinie zu verlassen, so wird eine entsprechende Walze bzw. die Achse geeignet kontinuierlich anders positioniert, Es sind also bei jeder Walze Stellmittel vorgesehen, mit der die Achse bzw, der
Verlauf der Achse verändert werden können, In Abhängigkeit vom
Verlassen der Ideallinie wird die Achse kontinuierlich so eingestellt, dass das Pressband wieder auf die Ideallinie zurück geführt wird, Durch die kontinuierliche Abtastung und die kontinuierliche Verstellung der Verläufe der diversen Achsen wird ein schlagartiges Einstellen vermieden, Eine Korrektur der Bandlage durch schlagartiges Einstellen hätte zur Folge, dass durch die kraftvolle seitliche Verschiebung die Qualität der
Oberfläche des Stahlbandes beeinträchtig werden kann, Hierdurch wird die Qualität des Produktes entsprechend herab gesetzt,
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung gibt es eine elektronische Steuerung, um die kleineren Walzen parallel gegen die Hauptwalze zu drücken. Die Achsen der einer kleineren Walze werden hydraulisch in Richtung der Hauptwalze verfahren, Jedes hydraulische Element rechts und links der Walze kann individuell angesteuert und verfahren werden. Mitteis einer Elektronik werden die wenigstens zwei Hydraul kelemente rechts und links einer kleineren Walze so verfahren, dass ei ne kleinere Walze absolut parallel an die Hauptwalze heran geführt w rd,
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung wird die insbesondere vorverdichtete Matte mittels eines Bandes zu dem Bereich geführt, von dem aus die vorverdichtete Matte schräg von oben kommend in die Presse hinein geführt wird.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung, wird zu Beginn einer kontinuierlichen Verpressung einer insbesondere vorverdichteten Matte zunächst ein relativ großer Eintrittsspalt, d. h, Spaltmaß, eingestellt, Zu diesem Zeitpunkt sind ein oder mehrere kleinere Walzen nicht mit dem eigentlichen Anpressdruck in Richtung Hauptwalze eingestellt worden. Erst wenn eine vorverdichtete Matte die Pressvorrichtung wieder verlässt, wird der gewünschte Enddruck eingestellt mit dem die kleineren Walzen in Richtung Hauptwalze drücken. Auf diese Weise gelingt es, die benötigte Anfahrleistung zu reduzieren. Die Pressvorrichtung kann daher mit geringeren Anfahrleistungen ausgelegt werden. Dies reduziert die Kosten der Pressvorrichtung. Insgesamt werden so die Produktionskosten weiter reduziert.
Um die Produktion überwachen zu können, beinhaltet die Vorrichtung eine Ummantelung, die diverse Sichtfenster aufweist, Durch die
Sichtfenster hindurch kann die Produktion im Inneren der Presse manuell Überwacht werden, Durch die vorgenannten Löcher in der Ummantelung kann ferner eine Innenreinigung vorgenommen werden,

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung befindet sich vor dem Ein- trittsbereich in die Presse ein sogenannter Übergabetisch. Die
vorverdichtete Matte wird mittels eines Fließbandes an den
Übergabetisch herangeführt. Der Übergabe überbrückt den Abstand zwischen der eigentlichen Zufuhr in die Presse hinein und dem Fließband.

Auf diese Weise wird die ordnungsgemäße Zufuhr der vorverdichteten Matte weiter sicher gestellt.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung werden Mittel zum Beheizen des Übergabetisches vorgesehen. Hierdurch wird die vorverdichtete Matte bereits unmittelbar vor Eintritt in die Pressvorrichtung vorbeheizt. Durch die zusätzliche Zufuhr von Temperatur unmittelbar vor Eintritt der Pressvorrichtung gelingt es weiter, die Presszeit zu verkürzen. Insgesamt wird so die Produktionsleistung weiter gesteigert.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist der Übergabetisch so ausgestaltet, dass hierdurch heißer Dampf der vorverdichteten Matte zugeführt werden kann. Durch Zuführung von Dampf wird die
vorverdichtete Matte weiter geeignet vorbeheizt. Durch Zuführung von Dampf wird die Temperatur sehr rasch in das Innere der Matte
transportiert. Hierdurch wird weiter die Produktion geeignet verbessert.

In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung werden oberhalb des Übergabetisches Mittel vorgesehen, um die vorverdichtete Matte von oben zu beheizen und /oder von oben Dampf zuzuführen. So wird die Matte von beiden Seiten unmittelbar vor Eintritt in die Pressvorrichtung vorbeheizt bzw. Wärme in das Innere der Matte durch den Dampfstoß hinein geführt. Die Produktionsleistung kann so weiter erhöht werden. Um die Qualität der Produktion zu gewährleisten, gibt es eine Einrichtung mit Bürsten, durch die die Hauptwalze kontinuierlich abgebürstet wird. Eingesetzt werden bevorzugt Stahldrahtbürsten, um die aus
stahlbestehende Hauptwalze abzubürsten.
Um die Produktion weiter zu verbessern, wird in einer weiteren
Ausgestaltung der Erfindung eine Poliereinrichtung vorgesehen, mit der die Hauptwalze während der Produktion poliert werden kann. Beide vorgenannten Bereitungseinrichtungen, also die Bürsteinrichtung sowie die Poliereinrichtung können oszillierend parallel zur Manteloberfläche verfahren werden. Auf diese Weise wird ein gleichmäßiges
Aufbereitungsergebnis sicher gestellt.
Ferner sind Einrichtungen vorgesehen, um die
Aufbereitungseinrichtungen, also die Poliereinrichtung und die
Bürsteinrichtung an die Hauptwalze .heranzufahren bzw, wieder von der Hauptwalze wegzufahren,
Verfahrensgemäß ist vorgesehen, während der Produktion kontinuierlich zu bürsten, Die Poliereinrichtung wird nur bei Bedarf herangefahren.

Die Poliereinrichtung schleift die Hauptwalze bei Bedarf. Es handelt sich dabei bevorzugt um eine Walze mit einem Schleifband. Mittels des Schleifbandes wird die Oberfläche der Hauptwalze bei Bedarf
abgeschliffen. Die Oberfläche der Poliereinrichtung weist bevorzugt sehr feinkörniges Korundmaterial auf.
Die 'Poliereinrichtung wird zugeschaltet, wenn Schattierung auf der Oberfläche der Hauptwalze registriert wird. Dies kann durch optische Sensoren geschehen, In der Praxis ist es jedoch auch möglich, durch eine Person die Qualität der Oberfläche bei der Hauptwalze überwachen zu lassen, Die Person veranlasst manuell das Zuschalten der
Poliereinrichtung, wenn eine Schattierung in der Oberfläche registriert wird,
Da die Schattierung auf der Oberfläche eine Hauptwalze sich durch eine Schattierung beim Produkt bemerkbar macht, genügt es, die Qualität der Platte zu beobachten. Wird hier eine Schattierung festgestellt, so wird die Poliereinrichtung verfahrensgemäß zugeschaltet.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind ein oder mehrere Bürsten vorgesehen, die das Pressband abbürsten. Hierdurch wird weiter die Produktionsqualität gewährleistet. Ablagerungen auf dem Pressband können nicht zur Beeinträchtigung der Produktqualität führen,
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird senkrecht zur Transportrichtung des Pressbandes gebürstet, Hierdurch gelingt es, Ablagerungen auf dem Pressband seitlich herauszukehren. So wird vermieden, dass vor der Bürsteinrichtung sich Ablagerungen stauen und schließlich die Bürsteinrichtung dem Material nicht mehr gewachsen ist.

Vorteilhaft wird eine sogenannte Bandbürste eingesetzt. Es handelt sich hier um ein umlaufendes Band, welches von zwei Walzen aufgespannt wird, Das Band ist außen mit Stahlborsten versehen. Diese werden senkrecht zu der Richtung, die das Pressband entlang geführt wird, geführt, So werden Ablagerungen auf dem Pressband seitlich heraus gekehrt, Die Produktqualität wird entsprechend sicher gestellt.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die Bürsteinrichtungen verfahrbar angeordnet. Durch das Verfahren gelingt es, einen
gewünschten Abstand zwischen einer Bürsteinrichtung und dem
Pressband bereitzustellen. Dieses Verfahren ist insbesondere erforderlich, wenn neue herzustellende Plattendicken eingestellt werden. In diesem Fall wird der Abstand zwischen einer kleineren Walze und der Hauptwalze geeignet verändert. Hierdurch verändert sich der Verlauf des
Pressbandes -geringfügig. Durch die Möglichkeit der Nachführung wird ein optimales Bürstergebnis gewährleistet.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist eine Poliereinrichtung vorgesehen, mit der das Pressband poliert werden kann.
Diese Poliereinrichtung für das Pressband kann ebenfalls lediglich bei Bedarf an das Pressband heran gefahren werden. Es wird dann
zugeschaltet, wenn sich die Produktqualität verschlechtert und ein Polieren der Hauptwalze nicht zu einer hinreichenden
Produktverbesserung führt.

Es wird außerdem ein Arbeitsverfahren offenbart, welches sich besonders gut auf einer erfindungsgemäßen Vorrichtung durchführen lässt:

Erfindungsgemäß ist dabei ein Arbeitsverfahren vorgesehen," bei dem zunächst ein gewünschtes Spaltmaß zwischen der Presstrommel und der Andrückwalze eingestellt und anschließend der die Rohdichte
bestimmende Liniendruck durch eine Veränderung der Materialzufuhr der Span- oder Faserbahn eingestellt wird, Hierdurch kann auch über eine große Länge der Span- oder Faserbahnen eine einheitliche Materialdicke sichergestellt werden. Um bei dem gleichbleibenden Spaltmaß den Liniendruck zwischen der Presstrommel und der Andrückwalze konstant zu halten, wird in einfacher Weise die Materialzufuhr variiert. Hierdurch kann "das Verfahren auch mit konventionellen Pressen ausgeführt werden, die nicht über eine für die jeweilige Seite der Span- oder Faserbahn
unabhängige Einstellmöglichkeit des Spaitmaßes verfügt. Zudem wird der Aufwand zu Durchführung des Verfahrens wesentlich reduziert, weil dadurch eine von der aktuellen Messwerterfassung unabhängige
Verstellbarkeit der Lagerkörper entbehrlich ist. Der Aufwand für die
Regelung der Materialzufuhr ist demgegenüber vergleichsweise gering,

Dabei hat sich eine Abwandlung des erfindungsgemäßen Verfahrens in der Praxis als besonders erfolgversprechend erwiesen, wenn der
Liniendruck mittels eines Drucksensors erfasst wird, Hierdurch kann der für die erforderliche Rohdichte bestimmende Liniendruck mittels des
Drucksensors erfasst und unmittelbar als Regelgröße bei der
Materialzufuhr herangezogen werden. Hierdurch wird eine weitgehend konstante Rohdichte gewährleistet, wodurch sich zugleich eine
wesentliche Qualitätssteigerung erreichen lässt.
Eine weitere besonders vorteilhafte Abwandlung der Erfindung wird auch dadurch erreicht, dass jeweils ein Drucksensor den seitlichen
Randabschnitten der Span- oder Faserbahn zugeordnet ist. Hierdurch können über die Breite der Span- oder Faserbahn variierende
Druckverhältnisse erfasst und die Materialzufuhr entsprechend über die Breite der Span- oder Faserbahn unterschiedlich bemessen werden. Das Verfahren kann daher mit geringem Aufwand weiter optimiert werden. Die Materialzufuhr wird grundsätzlich durch den Voiumenstrom der Spanoder Faserbahn bildenden Span- oder Fasersubstanz bestimmt,
Beispielsweise kann hierzu mittels eines Scalper-Walze die zugeführte Menge begrenzt werden.
Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Beschreibung und der beigefügten Zeichnung. Ebenso können die vorstehend genannten und noch weiter ausgeführten Merkmale erfindungsgemäß jeweils einzeln oder In beliebigen Kombinationen miteinander verwendet werden, Die erwähnten Ausführungsbeispiele sind nicht abschließend zu verstehen und haben beispielhaften Charakter, Insbesondere ist die Erfindung nicht auf Kalanderpressen beschränkt und kann auch auf Doppelbandpressen übertragen werden,
Die Erfindung lässt verschiedene Ausführungsformen zu, Zur weiteren Verdeutlichung ihres Grundprinzips ist eine davon in der Zeichnung dargestellt und wird nachfolgend beschrieben, Diese zeigt in
Fig . l eine Prinzipskizze einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in der Frontansicht;
Fig.2 eine Prinzipskizze einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in der Seitenansicht;
Fig.3 eine vergrößerte Detaildarstellung der in Figur 1 gezeigten
Vorrichtung in der Frontansicht.

Fig. 1 zeigt eine Prinzipskizze einer kontinuierlichen Presse 1 , zum
Herstellen von Span- oder Faserbahnen 2. Die mit einem Bindemittel versehene Span- oder Faserbahn 2 wird hierzu zwischen einer
Presstrommel 3 und einer Andrückwalze 4 mit einem Liniendruck
beaufschlagt, der zu der erforderlichen Rohdichte führt, Um bei der erforderlichen Rohdichte zugleich eine gleichbleibende Materialdicke über die gesamte Breite der Span- oder Faserbahnen 2 zu realisieren, wird zunächst mittels der durch die als Stellmittel dienenden
Hydraulikzylinder 23 verfahrbar angeordneten Andrückwalze 4 das gewünschte Spaltmaß „a" eingestellt. Während des Betriebes wird kontinuierlich mittels Drucksensoren 5 der Liniendruck erfasst und in Abhängigkeit der ermittelten Abweichungen von einem Sollwert die Materialzufuhr verändert, bis der Liniendruck einen gewünschten Wert erreicht, Die als Stellmittel dienenden Hydraulikzylinder 23 können auch unabhängig von den Drucksensoren eingesetzt werden um zu Beginn einer kontinuierlichen Verpressung der Fasermatte 2 zunächst ein relativ großes Spaltmaß zwischen Presstrommel 3 und Pressband 5 einzustellen. Erst dann, wenn eine Matte die Pressvorrichtung wieder verlässt, wird der gewünschte Enddruck und / oder das gewünschte Spaltmaß, mit dem die Andrückwalze 4 oder auch die nicht abgebildeten sehr kleinen Walzen in Richtung Hauptwalze drücken, eingestellt.
Fig, 2 zeigt eine Vorrichtung 1 zum kontinuierlichen Herstellen von Spanoder Faserplatten 2, mit einer Presstrommel 3 und einer Andrückwalze 4. Zwischen der Presstrommel 3 und der Andrückwalze 4 ist ein umlaufendes Pressband 5 angeordnet, mit dem die Span- oder Faserplatten 2 bzw, das Faservlies flächig gegen den Umfang der Presstrommel 3 angepresst werden, Um einen unerwünschten Einfluss von Verunreinigungen auf den Produktionsprozess zu vermeiden, liegen Reinigungsmittel 60 mit einem Reinigungsgerät 6 im Wesentlichen über die gesamte Breite des
Pressbandes 5 gegen dieses an, Das Faservlies 2 wird über ein
Transportband 24 in Richtung auf den Presseneintritt gefördert, wobei im Bereich zwischen Transportband und dem Eintritt das Vlies durch einen Übergabetisch 25 gestützt wird, Der Tisch ist in Richtung Eintritt nach unten geneigt,
.
Spaltmaßverringernde sehr' kleine Rollen 21 drücken das Pressband 5 gegen die Presswalze 3 und verhindern ein Auffedern des verdichteten Vlieses. In oberen Bereich der Presse, d, h, kurz bevor die gepresste Platte die Presse verlässt, sind Trimmrollen vorgesehen, die die
verpressten Platten abschließend auf das gewünschte Maß bringen bzw. Maßabweichungen korrigieren.
Die genaue Funktionsweise dieses Reinigungsgerätes 6 wird anhand der Fig. 3 näher dargestellt, die eine vergrößerte Detaildarstellung der in Fig, 2 gezeigten Vorrichtung 1 zeigt. Das als Bürste ausgeführte
Reinigungsgerät 6 ist außenseitig an einer endlosen Trägerbahn 7 angeordnet, welche mittels eines Antriebes 8 quer zur
Bewegungsrichtung des Pressbandes 5 umlaufend antreibbar ist. Der Antrieb 8 sowie ein Lager 9 der Trägerbahn 7 sind gemeinsam an einem Haltemittel 10 der Vorrichtung 1 in unterschiedlichen Positionen mit zumindest zwei Freiheitsgraden einstellbar. Hierzu dienen
Pneumatikzylinder 1 1 , durch die das Haltemittel 1 0 entsprechend der von jeweils einem der beiden Randbereichen des Pressbandes 5 zugeordneten Sensoren 1 2 erfassten relativen Lage und Orientierung des Pressbandes 5 einstellbar ist,
Das Reinigungsgerät 6 in Fig, 2 und 3 kann auch gegen die Unterseite des Pressbandes 5 wirken um insbesondere festgebackene auf dem Pressband liegende Partikel zu beseitigen