In Bearbeitung

Bitte warten ...

Einstellungen

Einstellungen

Gehe zu Anmeldung

1. WO2003089844 - VERTEILERVENTIL MIT DURCHFLUSSMESSER FÜR DEN EINBAU IM ZULAUF

Anmerkung: Text basiert auf automatischer optischer Zeichenerkennung (OCR). Verwenden Sie bitte aus rechtlichen Gründen die PDF-Version.

[ DE ]

Verteilerventil mit Durchflussmesser für den Einbau im
Zulauf

Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft Verteilerventile mit Durchflussmesser, eine Verteileranordnung mit solchen Verteilerventilen sowie eine Einstell- und Messeinheit für solche Verteilerventile ge äss den Oberbegriffen der unabhängigen Patentansprüche.

Stand der Technik
Verteilerventile mit Durchflussmesser kommen bevorzugterweise dort zum Einsatz, wo der Durchfluss eines Mediums durch ein Rohrleitungssystem für einen längeren Zeitraum auf einen bestimmten Wert eingestellt werden soll und dabei permanent und direkt ablesbar sein soll . Insbesondere auf dem Gebiet der Haustechnik finden solche Verteilerventile zunehmend Verwendung zum Ein-stellen des Durchflusses von Warmwasser durch einzelne Warmwasser-Heizkreisläufe. Dabei werden bevorzugterweise eine Vielzahl von Verteilerventilen für eine entsprechende Anzahl Heizkreisläufe dadurch gebildet, dass ein Verteilerbalken, welcher als gemeinsames Gehäuse und als gemeinsamer Zulauf für die Verteilerventile dient, mit einer entsprechenden Anzahl von Ventileinheiten bestückt wird. Diese bestehen jeweils aus einer Zweigleitung zum Anschluss an den Zulauf des Heizkreislaufs und einer Einstell- und Messeinheit zum Einstellen und Anzeigen des Durchflusses durch die Zweigleitung, welche in sich direkt gegenüberliegende Gewindebohrungen im Verteilerbalken eingeschraubt werden. Der veränderliche Ventilspalt zur Einstellung der Durchflussmenge durch die
Zweigleitung wird dabei zwischen einem von der Einstell-und Messeinheit gebildeten und mit einer Einstellspindel dieser Einheit wirkverbunden Ventilschliesskörper und einem feststehenden Ventilsitzkorper gebildet, und zwar derart, dass durch Drehung der Einstellspindel ein hau-benförmiger Ventilschliesskörper axial über das der Einstell- und Messeinheit zugewandte 'freie Ende der Zweigleitung geschoben wird oder aber ein zylindrischer
Ventilschliesskörper, welcher in seinem Innern von dem aus dem Ventilspalt ausströmenden Medium durchströmt wird, in einer von der Zweigleitung wegzeigenden Richtung in eine konusförmige Bohrung in einem Bauteil der Einstell- und Messeinheit eingeschoben wird. Zum Messen und Anzeigen der Durchflussmenge durch die Zweigleitung weist die Einstell- und Messeinheit ein mit einer Anzeigestange verbundenes Anströmglied auf, welches in einem zentralen Stromungskanal angeordnet ist und zusammen mit der Anzeigestange durch die Strömung im Strömungskanal entgegen einer Federkraft verschiebbar ist, wodurch ein Ablesen der Durchflussmenge durch die Zweigleitung an der Anzeigestange möglich ist. Zwischen dem Austritt aus dem Ventilspalt und dem Auftreffen auf das Anströmglied wird die Strömung typischerweise einmal um 90° bis 180 ° um-gelenkt .
In der Praxis hat sich gezeigt, dass die heute bekannten und für den Einbau im Zulauf vorgesehenen Verteilerventile mit Durchflussmesser als Absperrventile ungeeignet sind, da diese oft erst direkt vor der Instal-lation aus separat gefertigten und von verschiedenen Herstellern bezogenen Zweigleitungen, Verteilerbalken und Einstell- und Messeinheiten zusammengestellt werden und sich dadurch die Form- und Lägetoleranzen der fertigen Ventile, welche für deren Dichtheit bei Verwendung als Absperrventile unabdingbar sind, kaum sicherstellen lassen. Zudem hat es sich gezeigt, dass bei den heute bekannten und für die Verwendung im Vorlauf geeigneten Verteilerventilen mit Durchflussmesser ein genaues Ablesen der Durchflussmenge praktisch nicht möglich ist, da die Anzeige auch bei stabilen Betriebszuständen relativ unruhig ist.

Darstellung der Erfindung
Es stellt sich daher die Aufgabe, Verteilerventile mit Durchflussmesser, eine Ver eileranordnung mit solchen Verteilerventilen sowie eine Einstell- und Messeinheit für solche Verteilerventile zur Verfügung zu stellen, welche die Nachteile des Standes der Technik nicht aufweisen oder diese zumindest teilweise beheben.
Diese Aufgabe wird durch die Verteilerventile und die Einstell- und Messeinheit für ein solches Verteilerventil gemäss den kennzeichnenden Merkmalen der unab-hängigen Patentansprüche gelöst .
Ein erster Aspekt der Erfindung betrifft ein Verteilerventil mit Durchflussmesser, welches bevorzugterweise im Zulauf eines Warmwasser-Heizkreislaufs eingebaut wird. Das Verteilerventil umfasst ein Gehäuse, welches zugleich die Zuleitung bildet, eine Zweigleitung, welche vom Gehäuse abgeht und durch welches das Medium, welches von der Zuleitung kommend das Ventil durchströmt, das Verteilerventil verlässt, sowie eine Einstell- und Messeinheit zum Einstellen und Anzeigen der Durchfluss-menge des Mediums durch die Zweigleitung. Die Einstell-und Messeinheit ist separat vom Gehäuse ausgebildet und derartig an diesem angeordnet, dass sie die Gehäusewandung direkt gegenüber der Zweigleitung durchdringt. Sie weist einen Ventilschliesskörper und eine Einstellspindel auf, mit welcher der Ventilschliesskörper derartig wirkverbunden ist, dass er mit einem bei bestimmungsgemässem Betrieb gegenüber dem Gehäuse feststehenden Ventilsitzkorper mindestens einen durch Drehung der Einstellspindel einstellbaren Ventilspalt zur Einstellung der Durchfluss-menge durch die Zweigleitung bildet. Auch weist die Einstell- und Messeinheit ein Anströmglied auf, welches in einem Strömungskanal angeordnet ist, der im Betrieb von der gesamten Menge des durch die Zweigleitung abströmenden Mediums durchströmt wird. Das Anströmglied ist dabei derartig im Strömungskanal angeordnet und mit von aussen her ablesbaren Anzeigemittel der Einstell- und Messein- heit wirkverbunden, dass seine Position im Strömungskanal ausgehend von einer Ausgangsposition durch die im Strömungskanal strömende Strömung in Abhängigkeit von der Durchflussmenge veränderbar ist und unterschiedliche Positionen des Anströmglieds im Strömungskanal unter-schiedliche Anzeigen der Anzeigemittel bewirken, so dass die jeweilige Durchflussmenge durch die Zweigleitung aussen am Ventil ablesbar ist. Als Ventilsitzkorper wird konkret diejenige Körperlichkeit angesehen, die zusammen mit dem Ventilschliesskörper den einstellbaren Ventil-spalt bildet. Als Ventilspalt wird derjenige Strömungsquerschnitt angesehen, der im Betrieb massgeblich die Durchflussmenge durch die Zweigleitung bestimmt, also im allgemeinen der kleinste Strömungsquerschnitt.
Erfindungsgemäss ist das Verteilerventil da-bei derartig ausgestaltet, dass die bei bestimmungsge- ässem Betrieb aus dem Ventilspalt austretende Strömung vor ihrem Auftreffen auf das Anströmglied mindestens zweimal, bevorzugterweise um jeweils mindesten 45°, noch bevorzugter um jeweils etwa 90°, umgelenkt wird, und zwar zuerst um einen ersten Drehsinn in eine erste Richtung und sodann um einen dem ersten Drehsinn entgegengesetzten Drehsinn in eine zweite Richtung. Hierdurch ergibt sich ein S-förmiger Strömungsverlauf vom Ventilspalt zum Anströmglied. Überraschenderweise hat sich gezeigt, dass dieses eine besonders "flatterfreie" Durchflussmengen-anzeige bewirkt, was gegenüber den Stand der Technik zu einer deutlichen Verbesserung der Ablesegenauigkeit führt .
Ein zweiter Aspekt der Erfindung betrifft ebenfalls ein Verteilerventil mit Durchflussmesser, bevorzugterweise gemäss dem ersten Aspekt der Erfindung, welches bevorzugterweise im Zulauf eines Warmwasser-Heizkreislaufs eingebaut wird. Das Verteilerventil umfasst auch hier ein Gehäuse, welches gleichzeitig die Zuleitung bildet, eine Zweigleitung, welche vom Gehäuse abgeht und durch welches das Medium, welches von der Zuleitung kom- mend das Ventil durchströmt, das Verteilerventil verlässt sowie eine Einstell- und Messeinheit zum Einstellen und Anzeigen der Durchflussmenge des Mediums durch die Zweigleitung. Die Einstell- und Messeinheit ist ebenfalls separat vom Gehäuse ausgebildet und derartig an diesem angeordnet, dass sie die Gehäusewandung direkt gegenüber der Zweigleitung durchdringt. Auch sie weist einen
Ventilschliesskörper und eine Einstellspindel auf, mit welcher der Ventilschliesskörper derartig wirkverbunden ist, dass er zusammen mit einem bei bestimmungsgemässem Betrieb gegenüber dem Gehäuse feststehenden Ventilsitzkorper mindestens einen durch Drehung der Einstellspindel einstellbaren Ventilspalt zur Einstellung der Durchflussmenge durch die Zweigleitung bildet. Auch hier weist die Einstell- und Messeinheit ein Anströmglied auf, welches in einem Strömungskanal angeordnet ist, der im Betrieb von der gesamten Menge des durch die Zweigleitung abströmenden Mediums durchströmt wird. Auch hier ist das Anströmglied dabei derartig im Strömungskanal angeordnet und mit von aussen her ablesbaren Anzeigemittel der Ein-stell- und Messeinheit wirkverbunden, dass seine Position im Strömungskanal ausgehend von einer Ausgangsposition durch die im Strömungskanal strömende Strömung in Abhängigkeit von der Durchflussmenge veränderbar ist und unterschiedliche Positionen des Anströmglieds im Strö-mungskanal unterschiedliche Anzeigen der Anzeigemittel bewirken. Hierdurch ist die jeweilige Durchflussmenge durch die Zweigleitung aussen am Ventil ablesbar. Als Ventilsitzkorper wird auch hier konkret diejenige Körperlichkeit angesehen, die zusammen mit dem Ventilschliess-körper den einstellbaren Ventilspalt bildet und als

Ventilspalt derjenige Strömungsquerschnitt, der im Betrieb massgeblich die Durchflussmenge durch die Zweigleitung bestimmt, also im allgemeinen der kleinste Strömungsquerschnitt .
Erfindungsgemäss ist das Verteilerventil derartig ausgestaltet, dass bei bestimmungsgemässem Gebrauch ein feststehender Gehäuseteil der Einstell- und Messeinheit bevorzugterweise stirnseitig über Dichtflächen und/oder über eine Dichtung, wie z.B. einen 0-Ring, mit einem bei bestimmungsgemässen Gebrauch des Verteilerventils feststehenden Gehäuseteil der Zweigleitung in ab-dichtenden Kontakt steht, so dass, insbesondere bei Verteilerventilen, bei denen der Ventilsitzkorper von einem Bauteil der Einstell- und Messeinheit gebildet wird, eine den Ventilspalt umgehende Leckageströmung von der Zuleitung in die Zweigleitung sicher verhindert wird. Auf diese Weise können erfindungsgemässe Verteilerventile mit Durchflussmesser zur Verfügung gestellt werden, welche auf Grund ihrer einwandfreien Schliessfunktion zwischen Zuleitung und Zweigleitung auch als Absperrventile verwendet werden können.
Bevorzugterweise ist das Verteilerventil dabei zudem derartig ausgestaltet, dass das Bauteil, welches die den Strömungskanal begrenzenden Wandungen in dem Bereich bildet, in welchem das Anströmglied im bestimmungsgemässen Betrieb durch die Strömung positio-niert werden kann, mindestens teilweise innerhalb des feststehenden Gehäuseteils der Einstell- und Messeinheit angeordnet ist und dass zwischen diesem Bauteil und dem feststehenden Gehäuseteil der Einstell- und Messeinheit eine Abdichtung vorliegt, welche verhindert, dass sich eine den Strömungskanal umgehende Leckageströmung vom

Ventilspalt zum Austritt der Zweigleitung ausbilden kann. Diese Abdichtung kann konstruktiv durch geeignete Ausformung und Tolerierung der angrenzenden Teile und/oder mittels Dichtelementen, wie z.B. O-Ringen, erreicht werden. Hierdurch erhält man Verteilerventile der zuvor erwähnten Art mit einer guten Messgenauigkeit.
Zudem ist es von Vorteil, wenn das feststehende Gehäuseteil der Einstell- und Messeinheit radiale oder halbaxiale (d.h. zur Achse der Einstell- und
Messeinheit hin geneigte) Durchtrittsöffnungen mit bevorzugterweise kreisrunder oder rechteckiger Form auf- 5 weist, durch welche das Medium von der Zuleitung zum

Ventilspalt strömen kann. Eine rein radiale Ausgestaltung ermöglicht eine kostengünstige Fertigung dieser Bauteile, die halbaxiale Ausführung führt zu besonders geringen Druckverlusten beim Durchströmen der Durchtrittsöff- .0 nungen.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Verteilerventils nach einem der zuvor erwähnten
Aspekte ist dieses derartig ausgestaltet, dass der
Ventilsitzkorper von einem Bauteil der Einstell- und

L5 Messeinheit gebildet. In noch einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Verteilerventils nach einem der zuvor erwähnten Aspekte ist dieses derartig ausgestaltet, dass die Wandungen des Strömungskanals in dem Bereich, in welchem das Anströmglied bei bestimmungsgemässem Betrieb

20 durch die Strömung positioniert werden kann, von einem Bauteil der Einstell- und Messeinheit gebildet sind. Da die Einstell- und Messeinheit als vormontierte Einheit für ein vor Ort zu bildendes Verteilerventil bereitgestellt werden kann, ergibt sich bei diesen Ausführungs- 5 formen der Vorteil, dass das gewünschte Regelungsverhalten und/oder die gewünschte Messgenauigkeit des daraus gebildeten Verteilerventils mit Durchflussmesser unabhängig von der Fertigungsgenauigkeit des Gehäuses und der Zweigleitung sichergestellt werden können, so dass sich 0 eine deutliche Qualitätsverbesserung ergibt und gleichzeitig die Toleranzen für das Gehäuse und die Zweigleitung deutlich grosszügiger ausfallen können, was zu einer Kosteneinsparung beiträgt.
In noch einer weiteren bevorzugten Ausführ- 5 ungsform des Verteilerventils nach einem der zuvor erwähnten Aspekte ragt das Bauteil, welches die Wandungen des Strömungskanals in demjenigen Bereich bildet, in dem das Anströmglied bei bestimmungsgemässem Betrieb des Verteilerventils durch die Strömung im Strömungskanal posi- 0 tioniert werden kann, in die Zweigleitung des Verteilerventils hinein. Auf diese Weise ergeben sich relativ kompakte Verteilerventile, welche einen geringen Platzbedarf aufweisen und die Verwendung von rohrförmigen Verteilerbalken geringen Durchmessers als Gehäuse ermöglichen. Bevorzugterweise wird das Verteilerventil dabei konstruktiv derartig ausgestaltet, zum Beispiel durch geeignete Festlegung der Fertigungstoleranzen und/oder durch Verwendung von Dichtelementen wie z.B. O-Ringen, dass zwischen dem Bauteil, welches die Wandungen des Strömungskanals in dem Bereich bildet, in dem das Anströmglied durch die Strömung positioniert werden kann, und der Zweigleitung eine dichte Verbindung vorliegt, so dass eine Umströmung des Strömungskanals und eine daraus resultierende Fehlmessung der Gesamtdurchflussmenge sicher verhindert wird.
In noch einer weiteren bevorzugten Ausführ-ungsform des Verteilerventils nach einem der zuvor erwähnten Aspekte ist das Verteilerventil derartig ausgestaltet, dass das bei bestimmungsgemässem Betrieb vom Ventilspalt zum Strömungskanal strömende Medium über mehrere radiale Öffnungen in der Wandung des Strömungs-kanals, in Strömungsrichtung gesehen vor dem Anströmglied, in den Strömungskanal eintritt. Es hat sich gezeigt, dass hierdurch eine bessere Ablesegenauigkeit erzielt werden kann.
Bevorzugterweise sind die radialen Öffnungen gleichmässig und mit Vorteil auf einer gemeinsamen axialen Position, bezogen auf die Achse des Strömungskanals, am Umfang des Strömungskanals verteilt angeordnet, wobei es zudem bevorzugt ist, dass alle radialen Öffnungen einen identischen Querschnitt und/oder eine identische Querschnittsform aufweisen. Hierdurch ergibt sich eine weitere Vergleichmässigung der Strömung im Strömungskanal und damit einhergehend eine weitere Verbesserung der Ablesegenauigkeit .
Vorteilhafterweise sind genau zwei, bevor-zugterweise genau vier radiale Öffnungen vorhanden, da sich diese mittels radialem Durchbohren des den Strö- mungskanal in diesem Bereich bildenden Bauteils besonders wirtschaftlich herstellen lassen und einen geringen
Strömungswiderstand durch das Verteilerventil ergeben.
In noch einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Verteilerventils nach einem der zuvor er-wähnten Aspekte ist dieses derartig ausgestaltet, dass der Ventilspalt durch konzentrisches Eintauchen einer konisch geformten Körperlichkeit des Ventilschliesskör-pers, und zwar bevorzugterweise mit dem kleineren Durchmesser in Richtung zur Zweigleitung hin zeigend, in eine zylindrische oder konische Bohrung des Ventilsitzkörpers gebildet wird, derart, dass der Ventilspalt in Strömungsrichtung betrachtet ein kreisringförmiger Spalt ist, dessen Spaltbreite mit zunehmendem Eintauchen des Ventil-schliesskörpers in die Bohrung des Ventilsitzkörpers abnimmt, bis sie einen Minimalwert aufweist oder gleich Null ist. Hierdurch lassen sich Verteilerventile mit einem besonders feinfühligen Regelungsverhalten bereitstellen.
In noch einer weiteren bevorzugten Ausführ-ungsform des Verteilerventils nach einem der zuvor erwähnten Aspekte ist dieses derartig ausgestaltet, dass sich der Querschnitt des Strömungskanals in dem Bereich, in welchem das Anströmglied bei bestimmungsgemässem
Betrieb durch das in diesem strömende Medium positioniert werden kann, in Strömungsrichtung erweitert, und zwar bevorzugterweise konus- oder trompetenförmig . Eine derartige Ausgestaltung ermöglicht einen grossen Messbereich mit gleichzeitig hoher Messgenauigkeit bei geringen
Durchflussmengen .
In noch einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des Verteilerventils nach einem der zuvor erwähnten Aspekte werden die Einstellspindel, der Ventilschliesskörper und der Strömungskanal von einem einstückigen Bauteil, bevorzugterweise aus einem einstücki-gen Kunststoffteil, gebildet, welches bevorzugterweise durch Spritzgiessen hergestellt wurde.

5 In noch einer weiteren bevorzugten Ausführ- ungsform des Verteilerventils nach einem der zuvor erwähnten Aspekte umfassen die Anzeigemittel eine von dem Anströmglied betätigte, insbesondere mit einer Anzeigemarkierung versehenen Anzeigestange sowie ein Einstell-.0 organ zum manuellen Betätigen der Einstellspindel, welches das nach aussen gerichtete freie Ende der Anzeigestange vollständig umschliesst und mindestens teilweise durchsichtig und bevorzugterweise mit einer Skalierung versehen ist, zur Ermöglichung eines Ablesens der

L5 jeweiligen Position der Anzeigestange bzw. der Anzeigemarkierung derselben gegenüber dem Einstellorgan und damit der Durchflussmenge durch die Zweigleitung.
Bevorzugterweise ist das Einstellorgan zudem fest mit der Einstellspindel verbunden, wobei die Ein- 0 stellspindel und das Einstellorgan mit Vorteil von einem einstückigen Bauteil, bevorzugterweise aus einem durchsichtigen Kunststoff, gebildet werden. Auf diese Weise lassen sich besonders kostengünstige Verteilerventile mit Durchflussmesser bereitstellen.
5 Ein dritter Aspekt der Erfindung betrifft eine Verteileranordnung mit zwei oder mehr Verteilerventilen nach einem der zuvor erwähnten Aspekte der Erfindung. Insbesondere bei der Bildung mehrerer Verteilerventile durch Einschrauben von mehreren Einstell- und 0 Messeinheiten in einen ein gemeinsames Gehäuse bildenden Verteilerbalken mit einer entsprechenden Anzahl Zweigleitungen treten die Vorteile der Erfindung besonders deutlich hervor.
Ein vierter und letzter Aspekt der Erfindung 5 betrifft eine Einstell- und Messeinheit, welche zusammen mit einem entsprechenden Gehäuse und einer entsprechenden Zweigleitung ein Verteilerventil oder eine Verteileranordnung gemäss einem der zuvor erwähnten Aspekte der Erfindung ergibt.
0 Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Weitere Vorteile und Anwendungen der Erfindung ergeben sich aus der nun folgenden Beschreibung anhand der Figuren. Dabei zeigen:
Fig. 1 eine Schnittdarstellung durch ein erstes erfindungsgemässes Verteilerventil mit Durchflussmesser;
Fig. 2 eine Schnittdarstellung durch ein zweites erfindungsgemässes Verteilerventil mit Durch-flussmesser;
Fig. 3 eine Schnittdarstellung durch ein drittes erfindungsgemässes Verteilerventil mit Durchflussmesser;
Fig. 4 eine Schnittdarstellung durch ein viertes erfindungsgemässes Verteilerventil mit Durch-flussmesser;
Fig. 5 eine Schnittdarstellung durch ein fünftes erfindungsgemässes Verteilerventil mit Durchflussmesser;
Fig. 6 eine Schnittdarstellung durch ein sechstes erfindungsgemässes Verteilerventil mit Durchflussmesser;
Fig. 6a eine vergrösserte Darstellung des zentralen Teils des Verteilerventils von Fig. 6 in geöffnetem Zustand im Schnitt;
Fig. 7 eine Schnittdarstellung durch ein siebtes erfindungsgemässes Verteilerventil mit Durchflussmesser; und
Fig. 8 eine Schnittdarstellung durch ein achtes erfindungsgemässes Verteilerventil mit Durch-flussmesser.

Wege zur Ausführung der Erfindung
Verschiedene Ausführungen von erfindungsge-mässen Verteilerventilen mit Durchflussmesser sind in den Figuren 1 bis 8 dargestellt. Während alle vollständig gezeigten Verteilerventile (Fig. 1-8) in geschlossenem Zustand dargestellt sind, zeigt die vergrösserte Teildarstellung in Fig. 6a das Verteilerventil aus Fig. 6 in geöffnetem Zustand.
Allen dargestellten Verteilerventilen gemeinsam ist, dass sie zur Regulierung der Durchflussmenge durch einen Warmwasser-Heizkreislauf vorgesehen sind und durch Einschrauben einer Einstell- und Messeinheit 1 und einer Zweigleitung 2 von aussen her in zwei sich gegenüberliegende Gewindelöcher eines Vorlauf-Verteilerbalkens 3, der als Gehäuse und Zuleitung dient, gebildet wurden. Die Zweigleitung 2 dient dabei als abführende Leitung und ist im vorliegenden Fall an ihrem freien Ende mit einem Aussengewinde für den Anschluss an die Zulaufleitung des Warmwasser-Heizkreislaufs versehen. Die Einstell- und Messeinheit 1 dient der Einstellung und der Anzeige der Warmwasser-Durchflussmenge durch die Zweigleitung 2 und umfasst bei den in den Fig. 1-8 dargestellten Verteilerventilen alle Bauteile ausser die Zweigleitung 2 und den das Gehäuse bildenden Verteilerbalken 3. Sie weist bei allen gezeigten Ausführungsformen einen von einer Ein-stellspindel 4 getragenen konusförmigen Ventilschliesskörper 5 auf, der durch konzentrisches Eintauchen in eine zylindrische Bohrung eines bei bestimmungsgemässem Betrieb gegenüber dem Verteilerbalken 3 feststehenden
Ventilsitzkörpers 6 zusammen mit diesem Ventilsitzkorper 6 einen durch Drehung der Einstellspindel 4 einstellbaren Ventilspalt bildet, derart, dass die Ventilspaltbreite mit zunehmendem Eintauchen des Ventilschliesskörpers 5 in die zylindrische Bohrung des Ventilsitzkörpers 6 abnimmt, bis sie einen Minimalwert erreicht. Die eigentliche
Abdichtung bei vollständig geschlossenem Ventil erfolgt bei allen dargestellten Verteilerventilen über eine
Anschlagschulter 19, gegebenenfalls zusammen mit einem Ventildichtring 20 (siehe Figuren 6-8) . Zudem verfügt die Einstell- und Messeinheit 1 bei allen dargestellten
Ventilen über ein knöpfartiges Anströmglied 7, welches in einem konusförmigen Strömungskanal 10 angeordnet ist, welcher von der gesamten Wassermenge, welche durch die Zweigleitung 2 das Verteilerventil verlässt, durchströmt wird. Das Anströmglied 7 ist mit einer Anzeigestange 9 verbunden, die von einer Spiralfeder 8 mit einer Federkraft entgegen der Durchströmungsrichtung S durch die Zweigleitung 2 beaufschlagt ist. Dabei ist das Anströmglied 7 derartig im Strömungskanal 10 angeordnet, dass es, zusammen mit der Anzeigestange 9, ausgehend von einer Ausgangsposition, in welcher es durch die federbeaufschlagte Anzeigestange 9 bei Nicht-Durchströmung des Strömungskanals 10 positioniert wird, bei Durchströmung des Strömungskanals 10 in Abhängigkeit von der Durchflussmenge entgegen der Federkraft ausgelenkt werden kann, so dass eine bestimmte axiale Position des Anströmglieds 7 und der Anzeigestange 9 im Strömungskanal 10 einer bestimmten Durchflussmenge durch den Strömungskanal 10 entspricht. Das nach aussen gerichtete freie Ende der Anzeigestange 9 weist ein tellerartiges Widerlager 12 für die Feder 8 auf, welches an seinem Umfang farblich markiert ist und somit eine Anzeigemarkierung darstellt, und wird bei allen dargestellten Verteilerventilen von einer durchsichtigen Kunststoffhaube 11 vollständig umschlossen. Diese Kunststoffhaube 11 ist bei allen dargestellten Ventilen fest mit der Einstellspindel 4 verbunden, so dass sie als Einstellorgan zum manuellen Betätigen der Einstellspindel 4 dient und sich beim Drehen derselben axial zusammen mit dieser gegenüber den gehäusefesten Teilen des Verteilerventils verschiebt. Die durchsichtige Kunststoffhaube 11 ist in axialer Richtung mit einer Skalierung (nicht gezeigt) für die Durchflussmenge ver-sehen, so dass die jeweilige Position der Anzeigestange 9 bezüglich der Skalierung auf der Kunststoffhaube 11 und damit auch die Durchflussmenge durch die Zweigleitung 2 von aussen her abgelesen werden kann.
Bei den in der Figuren 1-5 dargestellten Ver-teilerventilen wird der Ventilsitzkorper 6 von dem Einstell- und Messeinheitsgehäuse 13 gebildet, welches samt- liehe Hauptkomponenten der Einstell- und Messeinheit 1 zu einer Einheit vereinigt und über ein Gewinde fest mit dem Verteilerbalken 3 verbunden ist. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, dass zwischen Ventilschliesskörper 5 und Ventilsitzkorper 6 unabhängig von etwaigen Fertigungs-toleranzen des Verteilerbalkens 3 und/oder der Zweigleitung 2 immer eine exakte Ausrichtung vorliegt und die Masshaltigkeit dieser Teile auf einfache Weise sichergestellt werden kann, so dass die gewünschte Regelungscharakteristik und Dichtheit immer gewährleistet ist.
Wie deutlich zu erkennen ist, wird der Ventilspalt bei allen dargestellten Verteilerventilen durch Eintauchen des konusförmigen Ventilschliesskörpers 5 in Durchströmungsrichtung S der Zweigleitung 2 bzw. des Strömungskanals 10 in die zylindrische Öffnung des Ven-tilsitzkörpers 6 gebildet. Bei den in den Figuren 1-5 dargestellten Verteilerventilen erstreckt sich zudem das feststehende Einstell- und Messeinheitsgehäuse 13, welches bei den in diesen Figuren dargestellten Verteilerventilen den Ventilsitzkorper 6 bildet, vom Ventilspalt in Richtung Zweigleitung 2, und zwar bei den vorliegenden Ausführungen genau bis zur Zweigleitung 2, wo dieses stirnseitig unter Abdichtung mit einem O-Ring 14 druckwasserdicht an die Zweigleitung 2 anstösst. Natürlich sind auch andere Arten der Angrenzung und Abdichtung denkbar, wobei jedoch die gezeigte stirnseitige Variante den Vorteil birgt, dass sie relativ unproblematisch bezüglich Form- und Lageabweichungen der beteiligten Bauteile ist. Der Zufluss von der vom Verteilerbalken 3 gebildeten Zuleitung zu dem von Ventilschliesskörper 5 und Ventilsitzkorper 6 gebildeten Ventilspalt erfolgt bei diesen Verteilerventilen über vier gleichmässig auf einer gemeinsamen axialen Position am Umfang der Einstell- und Messeinheitsgehäuses 13 verteilte kreisrunde radiale Durchtrittsöffnungen 15. Die in den Figuren 1-5 gezeigte Bauweise ergibt den Vorteil, dass eine Leckageströmung von der Zuleitung 3 zur Zweigleitung 2, welche den ei- gentlichen Ventilspalt umgehen würde und bei geschlossenem Ventil zu einer Leckage aus der Zweigleitung 2 führen würde, durch die beschriebene Abdichtung zwischen den feststehenden Bauteilen 13, 2 sicher verhindert wird.
Bei den in den Figuren 3-6 dargestellten Verteilerventilen wird der Strömungskanal 10 von demjenigen Bauteil der Einstell- und Messeinheit 1 gebildet, welches auch den Ventilschliesskörper 5 bildet. Auf diese Weise sind diejenigen Wandungen, welche den Strömungskanal 10 in dem Bereich begrenzen, in welchem das An-strömglied 7 im bestimmungsgemässen Betrieb durch die

Strömungskräfte positioniert werden kann und welche deshalb für die Messgenauigkeit von besonderer Bedeutung sind, von einem Bauteil der Einstell- und Messeinheit 1 gebildet, was den Vorteil ergibt, dass zwischen den er-wähnten Wandungen des Strömungskanals 10 und dem Anströmglied 7 unabhängig von etwaigen Fertigungstoleranzen des Verteilerbalkens 3 und/oder der Zweigleitung 2 auf einfache Weise eine exakte axiale wie radiale Ausrichtung erreicht und die Masshaltigkeit dieser Teile auf einfache Weise sichergestellt werden kann, so dass eine hohe Messgenauigkeit gewährleistet ist.
Auch wird bei den in den Figuren 3-6 dargestellten Verteilerventilen die Einstellspindel 4, der Ventilschliesskörper 5 und der Strömungskanal 10 von einem einstückigen Kunststoffspritzgussteil gebildet, wodurch solche Verteilerventile aus relativ wenig Einzelteilen bestehen und sich besonders kostengünstig herstellen lassen.
Wie deutlich zu erkennen ist, wird der Strö-mungskanal 10 bei den in den Figuren 3-6 dargestellten Ventilen ausnahmslos von einem freien Ende mit zylindrischer Aussenkontur des Bauteils gebildet, welches auch den Ventilschliesskörper 5 bildet, wobei dieses freie Ende axial in eine entsprechende zylindrische Bohrung in der Zweigleitung 2 hineinragt. Um die Bildung einer Leckageströmung vom Ventilspalt zum Austritt der Zweigleitung 2 zu verhindern, welche den Strömungskanal 10 umgehen und somit zu einer Fehlmessung führen würde, ist dieses freie Ende so gegenüber der Zweigleitung 2 abgedichtet, dass sowohl eine Rotation als auch eine axiale translatorische Bewegung dieses freien Endes möglich ist, ohne die Ab-dichtung zu beeinträchtigen. Dieses wird bei den in den Figuren 3 und 6 gezeigten VentilVarianten durch direktes Angrenzen eines an der zylindrischen Aussenkontur des freien Endes angeordneten Dichtrings 16 an die Wandung einer zylindrischen Bohrung in der Zweigleitung 2 erreicht. Bei den Verteilerventilen der Figuren 4 und 5 erfolgt die Abdichtung hingegen auf indirektem Wege, nämlich derart, dass das freie Ende ebenfalls mittels eines O-Rings 16 (Fig. 4) oder aber mittels eines einstückig mit diesem ausgebildeten Dichtwulstes 17 (Fig. 5) gegenüber dem feststehenden Einstell- und Messeinheits-gehäuse 13 abgedichtet wird, welches Gehäuse 13 wiederum gegenüber der Zweigleitung 2 abgedichtet ist.
Bei den in den Figuren 2-7 dargestellten Verteilerventilen erfolgt die Einströmung des vom Ventil-spalt kommenden Wassers in den Eintrittsbereich des Strömungskanals 10 über mehrere radiale Öffnungen 18 in der Wandung des Strömungskanals 10, welche in Strömungsrichtung S gesehen vor dem sich bei Nicht-Durchs römung des Strömungskanals 10 in seiner Ausgangsposition befindli-chen Anströmglied 7 angeordnet sind. Bei den dargestellten Ausführungsformen sind jeweils zwei bzw. vier radiale Öffnungen 18 mit jeweils identischem Querschnitt und identischer Querschnittsform auf einer gemeinsamen axialen Position gleichmässig am Umfang des Strömungskanals 10 verteilt angeordnet, wobei die in den Figuren 2-3 und 6-7 dargestellten Verteilerventile kreisrunde radiale Öffnungen 18 aufweisen und das in Figur 5 dargestellte Verteilerventil radiale Öffnungen 18 mit im wesentlichen quadratischer Querschnittsform und gerundeten Ecken aufweist. Diese Bauweise führt zu einer besonders gleich-massigen Anströmung des Anströmglieds 7 im Strömungskanal 10, wodurch sich eine beruhigte Anzeige und somit eine gute Ablesbarkeit der Durchflussmenge erzielen lässt .
Wie aus der Figur 6a am besten ersichtlich ist, welche eine vergrösserte Teildarstellung des Verteilerventils aus Fig. 6 in geöffnetem Zustand und bei Durchströmung des Ventils darstellt und in welcher die Strömung von der Zuleitung über den Ventilspalt in den Strömungskanal 10 durch mehrere Pfeile dargestellt ist, erfolgt bei allen dargestellten Verteilerventilen die Strömungsführung zwischen dem Ventilspalt und dem An-strömglied 7 derartig, dass die Strömung nach ihrem Austritt aus dem Ventilspalt und vor ihrem Auftreffen auf das Anströmglied 7 zweimal umgelenkt wird, und zwar zuerst um einen ersten Drehsinn herum von einer im wesentlichen vertikalen Strömungsrichtung in eine erste, im wesentlichen horizontale Strömungsrichtung, mit welcher sie in den Eintrittsbereich des Strömungskanals 10 eintritt und sodann um einen zweiten Drehsinn herum, der dem ersten Drehsinn entgegengesetzt ist, in eine zweite, wieder vertikale Strömungsrichtung, mit welcher sie so-dann auf das Anströmglied 7 trifft. Die Strömung wird also zwischen Ventilspalt und Anströmglied 7 S-förmig umgelenkt, was ebenfalls zu einer Beruhigung der Anströ-mung des Anströmglieds 7 beiträgt, mit den bereits erwähnten vorteilhaften Auswirkungen.
Während in der vorliegenden Anmeldung bevorzugte Ausführungen der Erfindung beschrieben sind, ist klar darauf hinzuweisen, dass die Erfindung nicht auf diese beschränkt ist und in auch anderer Weise innerhalb des Umfangs der folgenden Ansprüche ausgeführt werden kann.